Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Best friends forever Teil 2 - Die Schulzeit

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
OC (Own Character) Raul Ruutu Riku Rajamaa Sami Osala Samu Haber
12.03.2019
30.01.2021
388
434.663
9
Alle Kapitel
788 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
05.01.2021 1.246
 
Kira und Melina betreten freudestrahlend die Wohnung. „Hey, ihr seht so aus, als ward ihr erfolgreich?“ „Ja, haben ein wunderschönes Kleid gefunden. Mehr verraten wir aber nicht, Riku darf vor der Hochzeit nicht wissen, wie es aussieht und er darf Kira auch nicht vorher im Kleid sehen.“ „Ich lass mich da einfach überraschen.“ „Dann können wir am Samstag wirklich los und deinen Anzug kaufen. Ich brauch auch noch einen, den kann ich ja dann gleich mitbesorgen.“ „Den können auch wir kaufen gehen, soll ja schließlich auch zu meinem Kleid passen. Was habt ihr gemacht? Konntest du mit Riku am Song arbeiten?“ „Ja ein wenig, ist aber noch nicht ganz fertig.“ Samu sieht zu Riku. „Lag an mir, ich konnte mich nicht so richtig konzentrieren. Ich habe gestern eine Absage von der Uni Helsinki bekommen und meine liebenswürdige Lehrerin ist nicht ganz unschuldig an der Sache.“ „Riku, das tut mir leid. Und wenn du es in Tampere versuchst?“ „Nein, ich will hier nicht weg. Die Sache mit Papa ging mir ziemlich nahe und ich möchte im Moment nicht so weit von ihm getrennt sein. Aber die Partneruni in Deutschland hat mich heute angerufen. Sie nehmen mich und ich kann das Studium als Fernstudium absolvieren. Muss nur die Abgabetermine einhalten und ein paar Tests mehr als die anderen machen, aber das ist nicht schlimm. Ich freue mich einfach, dass ich doch noch Literatur studieren kann.“ „Aber kann man nicht dagegen vorgehen? Ich meine, sie kann doch nicht einfach deine Zukunft kaputt machen.“ „Nein, so einfach kann sie es nicht, aber sie hat in diesem Schreiben die Wahrheit erwähnt und ich kann nicht leugnen, dass ich am Anfang oft in der Schule gefehlt habe und das eine Mal auch nicht gerade kurz und den Grund hat sie auch erwähnt.“ „Woher weißt du das, Rick? Davon hast du vorhin nichts gesagt.“ „Es stand in dem Schreiben. Sie nehmen keine Studenten, die psychisch labil sind. Sie könnten den Stress nicht verkraften.“ „Aber das ist doch totaler Schwachsinn. Du hast eine Therapie gemacht.“ „Nicht nur eine Mel, mehrere. Und in den letzten Jahren ist Riku durch aus stabil und kann mit Stress umgehen. Es gibt keine Anzeichen mehr, dass er es nicht kann.“ „Ist ja auch egal. Die Uni in Deutschland nimmt mich, auch mit diesem Schreiben. Der Professor hat die Leseprobe gelesen und war total begeistert. Nach dem Pflichtstudium bietet er mir sogar noch einen Autorenlehrgang an und will mit mir zusammen mein erstes Buch rausbringen.“ „Klingt echt toll. Worüber willst du schreiben?“ Riku lacht. „Keine Ahnung, die Leseprobe habe ich geschrieben, als ich irgendwie meine Gedanken sortieren musste. Samu hat sich immer davor gegruselt und nachts schlecht geträumt.“ „Ja, war ja auch unheimlich.“ Riku lacht erneut. „Wenn es soweit ist, mach ich mir darüber Gedanken. Ich denke, es wird wieder in diese Richtung gehen. Es fiel mir damals leicht, das zu schreiben, aber vielleicht wird es auch was ganz Anderes. Mal sehen. Wollt ihr noch zum Essen bleiben? Ich könnte uns eine Lasagne machen.“ Da sagen Samu und Melina nicht nein. Sie verbringen noch einen gemütlichen Abend miteinander und reden über die Hochzeit. Sie machen eine Liste und schauen, was noch alles erledigt werden muss.
Am Sonntag klingelt es bei Riku und Kira an der Wohnungstür. Die beiden schauen sich überrascht an. Es ist noch recht früh und Samu kann es nicht sein. Riku zieht sich schnell Hose und T-Shirt über und öffnet. „Nina?“ „Hallo Riku, kann ich reinkommen?“ „Klar, ist was passiert? Ist was mit Sami?“ „Nein, ihm geht es gut. Aber …“ Riku sieht sie besorgt an. „Mit dir ist was.“ Nina nickt. „Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll und was ich machen soll. Ich will doch studieren und Ärztin werden.“ Kira kommt auch von oben runter und legt Riku die Hand auf die Schulter. „Ich bin unten bei Ruud. Ruf mich wenn du mich brauchst.“ „Danke.“ Riku dirigiert Nina langsam zu Couch. „Setz dich! Möchtest du was trinken?“ „Ein Wasser.“ Riku geht schnell in die Küche und holt ein Glas Wasser. „Bitte, und jetzt erzähl mal von Anfang an. Was ist passiert?“ Nina trinkt einen Schluck und stellt das Wasser vorsichtig auf den kleinen Tisch. „Über Weihnachten und Silvester waren Sami und ich in unserem kleinen Mökki. Es war schön und wir haben die Zeit zusammen sehr genossen.“ Nina bricht ab und spielt nervös mit ihren Fingern. „Habt ihr euch gestritten?“ „Nein, wir sind so glücklich wie am ersten Tag. Sami ist liebevoll und er kümmert sich um mich, sorgt dafür, dass es mir gut geht. Es ist nur, in der Silvesternacht haben wir miteinander geschlafen. Am Morgen ist mir aufgefallen, dass wir kein Kondom benutzt haben und ich nehme keine Pille, weil ich diese nicht vertrage. Ich bekomme davon immer tierische Kopfschmerzen.“ Nina kullern die Tränen übers Gesicht. Riku streicht ihr vorsichtig über die Schulter. „Und jetzt bist du Schwanger?“ Nina nickt. „Aber ich kann doch jetzt kein Kind bekommen. Ich habe nicht mal was gelernt und wir sind doch auch noch viel zu jung. Riku, ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich weiß noch nicht mal, ob Sami überhaupt Kinder will. Und ihr wollt doch auch als Band durchstarten.“ „Hey, ganz ruhig. Als erstes solltest du mit Sami reden und für alles andere finden wir eine Lösung. Hast du schon eine Zusage?“ „Ja, am ersten Februar nächstes Jahr beginnt das Studium.“ „Okay, jetzt haben wir auch Februar, das heißt, du kannst ganz normal zu Semesterbeginn anfangen. Ich rufe jetzt Sami an und dann reden wir zusammen mit ihm. Ich habe da auch schon eine Idee.“ Nina nickt und Riku geht nach unten telefonieren.
Eine halbe Stunde später ist Sami auch da und Nina erzählt ihm, was los ist. „Warum hast du nicht gleich am Morgen was gesagt?“ „Ich hatte Angst, dass du böse wirst. Das letzte Mal haben wir deswegen fast getrennt.“ Riku schaut die beiden abwechselnd an. „Das ist schon mal passiert?“ „Ja, ist aber schon eine Weile her. Sie hatte damals die Pille gerade erst abgesetzt und im Grunde war es auch meine Schuld, sie wollte es mir sagen, aber ich habe sie nicht zu Wort kommen lassen.“ „Es tut mir leid.“ „Schon gut, jetzt ist es eh zu spät und wir werden Eltern. Ich habe nur keine Ahnung, wie wir es anstellen sollen? Unsere Eltern arbeiten beide, deine sogar im Krankenhaus. Und unsere Großeltern sind zu alt. Ich fange im Sommer gerade erst an zu arbeiten, da kann ich nicht gleich wieder zu Hause bleiben und mit zwei Monaten möchte unser Kind noch nicht in die Krippe bringen.“ „Ich weiß und wenn ich mein Studium nicht antrete und um eine Verschiebung bitte, bin ich den Platz los. Ich sollte wohl …“ „Ich könnte auf euer Kind aufpassen, während Nina bei den Vorlesungen ist. Meistens sind diese ja am Vormittag.“ „Aber du studierst doch auch?“ „Ja, aber ich mache ein Fernstudium an einer deutschen Uni und kann mir die Zeit selbst einteilen. Am Anfang schlafen die Kinder ja auch noch die meiste Zeit und Mama hilft uns sicher auch. Denkt darüber nach, bevor ihr eine Entscheidung trefft, die ihr später bereut.“ „Und was ist mit Kira? Samu hat uns von ihrem Kinderwunsch erzählt.“ „Ich rede mit ihr. Wir legen es ja selbst drauf an und haben auch ausführlich darüber gesprochen und wenn man es ganz genau nimmt auch schon einen Zehnjahresplan gemacht. Das Angebot steht, denkt in Ruhe darüber nach.“ Sami und Nina bedanken sich bei Riku und verabschieden sich.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast