Best friends forever Teil 2 - Die Schulzeit

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12
OC (Own Character) Raul Ruutu Riku Rajamaa Sami Osala Samu Haber
12.03.2019
21.10.2020
342
381.804
7
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15.08.2020 1.331
 
Nach einer Stunde musste dann auch Melina gehen. Samu schlief immer noch und war zwischendurch auch nicht mehr aufgewacht. Hoffentlich kommt er nicht auf dumme Ideen, denkt sich Melina. Sie kennt ihn mittlerweile sehr gut und es sehr merkwürdig, dass er Riku nicht sehen wollte, ihn quasi aus dem Zimmer geworfen hat. Ob Riku noch auf ist? Dann könnte sie noch mit ihm reden und ihm versichern, dass alles wieder gut wird. Aber Kira ist ja bei ihm und sie kennt die beiden auch, wahrscheinlich versteht sie die beiden sogar noch besser, da sie alles von Riku kennt. Melina gibt Samu noch einen Kuss auf die Stirn und geht dann nach Hause.
Riku macht es sehr zu schaffen, dass Samu ihn nicht sehen wollte. Dort in der Geisterstadt wollte er doch mit ihm zusammen nach Hause. Wieso wollte er ihn dann im Krankenhaus nicht mehr sehen? Was ist nur geschehen? Was hat Janne ihm angetan, dass er so reagiert? Kira bemerkt Rikus Unruhe natürlich und zieht ihn mit auf die Couch. „Hey, alles wird wieder gut. Morgen fahren wir beide wieder ins Krankenhaus und du gehst zu ihm. Er braucht schließlich ein paar Sachen.“ „Die kann ihm auch Melina bringen. Er will mich nicht sehen.“ „Ja, das kann sie, aber sie hat bestimmt nichts dagegen, wenn du den Part übernimmst. Soweit ich weiß ist sie morgen auch auf dem Geburtstag ihrer Oma.“ „Aber, wenn Samu …“ „Riku, du gehst morgen zu ihm oder willst du, dass diese beiden Arschlöcher am Ende doch noch gewinnen? Ihr habt so viele Beweise gesammelt, dass die beiden euch nie mehr etwas antun können. Doch wenn du darauf hoffst, dass Samu von allein zu dir kommt, dann gewinnen sie am Ende. Geh zu ihm, lass dich nicht vertreiben. Samu ist dein bester Freund und ohne ihn kannst du nicht und er kann nicht ohne dich.“ Riku sieht sie traurig an. Sie hat recht mit ihren Worten. Samu ist sein bester Freund und ohne ihn kann er einfach nicht. Aber die Worte haben doch sehr weh getan und in Samus Blick lag keine Verzweiflung oder Zweifel oder Traurigkeit. Er meinte es ernst. Er wollte ihn nicht mehr sehen. Doch Kira hat recht, er darf nicht aufgeben, muss selbst um die Freundschaft kämpfen und morgen wieder zu ihm gehen. „Du hast recht, ich werde morgen wieder zu ihm gehen und um unsere Freundschaft kämpfen. Danke.“ „Dafür nicht. Wollen wir schlafen?“ Riku nickt und sie gehen zusammen ins Bett.
In der Nacht wird Samu von Alpträumen gequält. Die Schwester und auch der Arzt bekommen ihn zwar immer wieder wach, aber sobald er einschläft, sind die Träume zurück.
Am Morgen packt Riku für Samu ein paar Sachen zusammen und geht dann zusammen mit Kira runter zum Frühstück. Sie hören Klaus telefonieren und gehen weiter in die Küche. „Guten Morgen Mama. Wer ruft eigentlich so früh an?“ „Guten Morgen ihr zwei. Ich weiß nicht, Klaus ist gleich zum Telefon gegangen.“ Klaus kommt dann auch in die Küche und sieht ziemlich besorgt aus. Sofort klingeln bei Riku alle Alarmglocken. „Ist was mit Samu?“ „Nicht direkt. Er hat die Nacht sehr unruhig geschlafen. Der Arzt hat uns gebeten, so schnell es geht zu kommen. Er ist wach, aber er will auch unbedingt nach Hause.“ „Ich hab schon alles für ihn eingepackt.“ Riku steht auf, doch Kira zieht ihn zurück auf den Stuhl. „Du kannst gleich zu ihm, aber erst was essen.“ Riku nickt und isst brav sein Frühstück auf. Danach holt er den Rucksack von oben und fährt ins Krankenhaus. Klaus und Eve wollen dann am Nachmittag kommen und Riku dann wieder nach Hause schicken, damit er für die Schule alles vorbereiten kann.
Im Krankenhaus meldet er sich auf der Station und die Schwester begrüßt ihn freundlich. „Wir dachten eher, dass eure Eltern kommen.“ „Bei uns ist es etwas anders. Er hört eher auf mich, als auf unsere Eltern.“ „Na dann geh mal zu ihm.“ Riku bedankt sich und geht wieder zu Samus Zimmer. Vor der Tür bleibt er doch stehen und klopft vorsichtig an. Keine Antwort. Soll er einfach reingehen? Aber was, wenn Samu ihn nicht sehen will und sich dadurch zu sehr aufregt? Das Risiko muss er eingehen. Er will wissen, wie es seinem bestem Freund geht und ihm helfen. Leise öffnet er die Tür und geht zu Samus Bett. Sein Freund schläft, allerdings sehr unruhig. Der Kopf geht hin und her und seine Haare sind feucht vom Schweiß. Immer wieder hört Riku leise das Wort nein. Riku nimmt Samus Hand und streicht mit der anderen vorsichtig über seinen Kopf. „Hey, alles wird gut. Tino und Janne können uns nichts mehr tun.“ Samu zuckt zusammen und öffnet die Augen. „Rick?“ „Bin bei dir.“ „Nein, geh, geh weg, verschwinde für immer.“ Riku schluckt, auch wenn diese Worte wehtun, er wird hierbleiben, bei Samu, seinem besten Freund und Lebensretter. „Nein, ich gehe nicht.“ Samu schließt erschöpft die Augen. Riku musste gehen, hier war er nicht sicher. Sie durften sich einfach nicht mehr sehen. Er ist schuld, dass Tino sich an Riku rächen will und … „Samu, ich lass dich nicht allein. Egal was Janne dir erzählt hat, nichts davon ist wahr. Die beiden können uns nichts mehr tun. Sie sind weggesperrt und das für immer.“ „Rick, bitte …“ „Nein!“ Riku setzt sich zu Samu aufs Bett und nimmt seinen Freund in den Arm. „Sie tun dir weh, wenn ich bei dir bleibe und dich nicht durch Janne ersetze.“ „Das können sie nicht mehr.“ Riku legt sich mit Samu im Arm so bequem wie möglich ins Bett. Kuscheln hat bei beiden schon immer geholfen. „Ich will nicht, dass dir was passiert.“ „Mir passiert nichts, alles wird gut. Ich bin bei dir und ich gehe auch nicht mehr weg.“ Langsam beruhigt sich Samu wieder und er sieht Riku an. „Dir darf nichts passieren. Es ist besser …“ „Nein, Samu, ist es nicht. Janne bekommt meinen Platz nicht. Er ist verhaftet worden und Tino zurück in der Klinik. Dazu kommt, dass wir durch dieses ganze Drama gestern, genug Beweise haben. Überall, wo du mit ihnen allein warst, haben sie für mich eine Nachricht hinterlassen. Mich jedes Mal gewarnt, dass dir etwas passiert, sollte ich weiter nach dir suchen. Das du mich sowieso nicht mehr sehen willst. Ich habe jede aufbewahrt und sie der Polizei übergeben. Tino hat auch erwähnt, wie er entkommen konnte und auch das wird intensiv geprüft und für die Beteiligten Folgen haben. Diesmal haben wir sie in der Hand und gewinnen endgültig. Da kommen beide nicht mehr raus. Uns kann man nicht trennen. Klar, werden wir bald unsere eigenen Wohnungen haben und auch beruflich unseren eigenen Weg gehen. Spätestens wenn die Band erfolgreich wird und wir davon leben können, werden wir beruflich den Weg gemeinsam gehen. Wir werden auch unsere eigenen Familien haben. Doch am Ende werden wir immer noch die besten Freunde sein und Zeit zusammen verbringen. Unsere Probleme und Sorgen teilen und für einander da sein. Dem anderen helfen, wenn er Hilfe braucht, egal in welcher Art. Werden uns weiter gegenseitig beschützen und merken, wenn es dem anderen schlecht geht. Was immer Janne zu dir gesagt hat, es ist nicht wahr. Von mir aus, können sie mich terrorisieren, aber solange du bei mir bist, macht mir dass alles nichts aus. Denn ich weiß, dass du mich nie verletzen würdest und mich nie im Stich lässt. Ja, deine Worte, dass ich für immer gehen soll, taten weh, aber ich weiß, dass du es nicht so meinst. Das du es nur sagst, weil du mich beschützen willst und du nicht willst, dass mir etwas passiert. Dass es dir dabei selbst schlecht geht und du nie damit klarkommen wirst. Du den Rest deines Lebens unglücklich bist.“ Samu sieht Riku immer noch an und hat Tränen in den Augen. Er kuschelt sich noch enger an Riku. „Bitte geh nicht.“ „Nein, ich bin bei dir. Schlaf etwas danach geht es dir besser.“ Riku hält ihn ganz fest und Samu ist recht schnell eingeschlafen. Diesmal ohne Alpträume und ganz friedlich.
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