Best friends forever Teil 2 - Die Schulzeit

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12
OC (Own Character) Raul Ruutu Riku Rajamaa Sami Osala Samu Haber
12.03.2019
21.10.2020
342
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7
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06.08.2020 1.059
 
Melina legt den Hörer wieder auf und kniet sich zu Riku. „Riku, hey, alles wird gut. Samu wird nichts geschehen. Er kann sich verteidigen und lässt sich auch nicht einschüchtern.“ Doch von Riku kommt keine Reaktion. Er hat die ganze Zeit gewusst, dass etwas faul ist und doch hat er zugelassen, dass Samu allein losgeht. „Was ist eigentlich mit diesen Leuten von der Klinik?“ „Es ist niemand gekommen, Personalmangel und sie können keinen losschicken, da alle dort gebraucht werden.“ „Was ist das denn bitte? Egal, dann ruf ich jetzt die Polizei.“ „NEIN!“ Alle schauen Riku irritiert an. „Tut mir leid, ich wollte nicht schreien, aber die Polizei wird nichts machen. Samu ist achtzehn und wir haben keine Beweise, dass jemand hinter ihm her ist oder ihn sogar hat. Wir wissen es ja selbst nicht mal.“ „Da muss ich Riku leider recht geben. Ohne stichhaltige Beweise wird die Polizei erst nach mindestens 24 Stunden eingreifen.“ Melina atmet tief durch, die Panik in ihr breitet sich immer weiter aus, doch nach außen hin bleibt sie ganz ruhig. Auch etwas das sie während der Ausbildung gelernt hat. Man muss nach außen hin ruhig bleiben, dann verfallen auch die anderen nicht so schnell in Panik, gerade dann, wenn jemand verletzt ist. „Riku, hast du ungefähr eine Idee, wo er sein könnte?“ Riku denkt nach und nickt dann. „Sie wissen sehr viel über uns, wer mit wem zusammen ist und so. Und es ist ein Ort, an den ich nicht mehr gehe und den sie ebenfalls kennen.“ „Das würde passen und es muss ein Ort sein, an dem nicht viel los ist.“ Riku nickt. „Fällt dir vielleicht einer ein?“ „Ich denke sie sind in dieser Geistersiedlung. Riku hat dort schlechte Erfahrungen gemacht und meidet diesen Ort. Und sie sind ungestört, da sich kaum jemand dorthin verirrt.“ „Was ist mit dem Strand? Immerhin wäre Riku dort beinah ums Leben gekommen.“ „Zu ungewiss, immer wieder kommen dort Leute vorbei. Er ist nicht so belebt wie der in der Innenstadt, aber die Leute von hier gehen dort doch öfter hin. Riku war damals im Winter dort, da ist dann doch eher selten jemand.“ „Gut, also die Siedlung. Wer kommt mit?“ Sami schaut in die Rund und Raul und Osmo heben die Hand. „Was ist mit dir Jukka?“ „Ich geh zum Strand, nur um diesen auch wirklich ausschließen zu können.“ „Okay, Mel bleibst du bei Riku?“ „Nein, ich komme mit.“ „Riku, du …“ „Nein, Osmo, ich hätte Samu niemals allein gehen lassen dürfen. Es ist meine Schuld. Ich hätte gestern direkt sagen sollen, wo Tino ist und nicht diesen dummen Plan aushecken dürfen. Wenn Samu etwas passiert, dann ist es meine Schuld. Ich kann nicht hier sitzen und warten, dass ihr ihn findet und herbringt. Ich kann nicht erwarten, dass ihr euch wegen mir in Gefahr bringt.“ „Du wirst uns aber nicht aufhalten, denn Samu ist auch unser Freund. Also gut, dann gehst du mit Jukka zum Strand, damit der nicht allein ist. Und keine Widerrede Riku. Wir sind drei, Jukka wäre nur einer, also gehst du mit ihm.“ Riku nickt, dreht sich dann aber noch mal zu Melina. „Bist du allein zu Hause?“ „Nein, meine Eltern sind im Wohnzimmer.“ „Gut, kannst du Kira noch mal anrufen und erklären, was los ist? Sie macht sich bestimmt schon Sorgen.“ „Das mach ich. Pass auf dich auf Riku.“ Riku nickt und sie machen sich auf den Weg. Draußen trennen sie sich und Jukka und Riku gehen zum kleinen Strand. Schon auf dem Weg dorthin hat Riku ein merkwürdiges Gefühl und es läuft ihm kalt den Rücken runter. Es ist, als ob ihn etwas daran hindert dort runter zu gehen. „Rick, alles okay?“ „Ja, hab nur ein komisches Gefühl.“ „Kann ich verstehen. Samu war auf jeden Fall hier.“ „Woher weißt du das?“ Jukka reicht ihm einen Brief. Riku öffnet ihn und liest ihn vor. „Hallo Rikulein! Ich hoffe du bist nicht zu sehr enttäuscht, dass ich deine Freundin nicht wollte. Aber Samu schien mir ein besserer Preis. Er war es ja auch, der sich zwischen uns gestellt hat. Was Janne vorhat ist mir egal. Mein Ziel ist erreicht. Ihr zwei seid für immer getrennt. Und nur zur Info, ich weiß, dass du in der Klinik angerufen hast, nur leider herrscht dort immer Unterbesetzung, so dass sie nicht einfach jemanden losschicken. Die meisten kommen sowieso zurück und warum nicht? Dort gibt es alles was man braucht und Drogen sind kostenlos.“ Riku schluckt und seine Hände zittern. „Rick, du wirst Samu wiedersehen, euch kann nichts trennen, gar nichts. Egal was Tino sagt.“ Riku nickt, aber wo ist Samu? Und was bedeutet dieser Satz mit den Drogen? Plötzlich fällt Riku die Lösung ein. „Jukka, weiß dein Bruder etwas über Drogen?“ „Ja, aber er nimmt keine. Er ist eher der, der die Drogenabhängigen auf der Straße aufliest und ihnen hilft. Dass auf meiner Party war eine Ausnahme.“ „Schon gut, aber er kann uns vielleicht helfen.“ „Okay, aber ich weiß nicht, ob er zu Hause ist. Um diese Zeit ist er meistens unterwegs.“ „Dann müssen wir es versuchen. Los komm!“ Sie laufen beide zu Jukka nach Hause und haben Glück, seinen Bruder noch anzutreffen. Der war nämlich gerade dabei, sich auf den Weg zu machen. „Alex kannst du uns helfen? Du kennst dich doch mit Drogen aus.“ „Klar, kleiner Bruder, um was geht es denn?“ Riku reicht ihm den Brief und Alex liest ihn sich in Ruhe durch. „Die Klinik ist eine Nervenklinik?“ „Ja, für besonders schwere Fälle.“ „Dort verwendet man einige Mittel, um die Patienten ruhig zu stellen. Einiges davon kann man auch hier auf den Straßen an bestimmten Plätzen bekommen. Allerdings ist der Weg schwieriger und in der Regel sind diese Mittel auch nicht immer sauber.“ „Was ist das einfachste an das man kommt?“ „Heroin, denke ich. Das nehmen die meisten, mach auch sehr schnell abhängig.“ „Kann man das in der Geistersiedlung bekommen?“ „Schon möglich, dorthin verirrt sich öfter jemand und treibt seinen Handel. Allerdings weiß man nie wann und welches Haus, daher ist es schwer dort jemanden zu fassen. Aber warum interessiert es euch so brennend? Ihr wollt doch wohl nicht…“ „Nein, Samu ist verschwunden und dieser Kerl, der den Brief geschrieben hat, steckt mit drinnen und auch Janne.“ „Meinst du Janne Kärkäinen?“ Riku nickt. „Dann begleite ich euch mal, der ist mir nämlich sehr gut bekannt und uns vor vier Tagen abhandengekommen.“
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