Best friends forever Teil 2 - Die Schulzeit

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12
OC (Own Character) Raul Ruutu Riku Rajamaa Sami Osala Samu Haber
12.03.2019
01.08.2020
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01.08.2020 1.336
 
Riku schaut zu Kira und dann wieder zu den beiden Kerlen. „Morgen Abend um 18 Uhr auf dem Spielplatz, dann werden wir euch sagen, wie wir uns entschieden haben.“ „So nicht, hier und jetzt.“ „Nein, denn über die Band entscheidet immer noch Samu. Morgen Abend.“ Riku dreht sich wieder um und nimmt Kiras Hand. Zusammen entfernen sie sich wieder. Erst auf der Straße wagt Kira etwas zu sagen. „Ich glaub das war nicht klug.“ „Ich weiß, aber ich werde nicht so ohne weiteres machen was er verlangt.“ „Und was hast du jetzt vor?“ „Wir gehen wieder zurück zu Samu und Melina.“ „Riku, das mit meinem Vater …“ „Eins nach dem anderen. Ja, ich bin sauer und enttäuscht im Moment, aber ich möchte auch den Grund wissen, warum du nichts gesagt hast. Aber wie gesagt, eins nach dem anderen.“ Kira nickt und sie fühlt sich schlecht. Sie hätte gleich mit ihm reden sollen. Wieder zurück im Haus gehen die beiden auch gleich nach oben. Samu sieht verwundert zur Tür, als diese wieder aufgeht. „Rick? Es tut mir leid, ich hätte …“ „Später, wir haben gerade ganz andere Sorgen. Kannst du dich mittlerweile erinnern, wer dir über den Weg gelaufen ist?“ Samu schüttelt den Kopf. Riku verdreht die Augen. „Okay, kleiner Hinweis, wer hat mich immer Rikulein genannt?“ Samu sieht ihn erstaunt an. „Das kann nicht sein, er ist doch für immer weggesperrt.“ „Anscheinend nicht.“ „Und der andere?“ „Auch ein Freund von dir, aus dem Kindergarten.“ „Okay, hier hab ich absolut keine Ahnung.“ „Janne und Tino, unsere lieben Freunde. Sie sind hier, hinter Tinos altem Haus ist ein Geheimversteckt. Er hat mir den Ort damals verraten.“ „Warte mal, da wohn ich doch jetzt?“ „Ja, daher war es für sie ja so einfach alles über uns herauszufinden. Nur woher sie wissen, das Kira wegzieht, weiß ich nicht. Aber dazu später. Sie wollen zwei Dinge von uns, zum einen will Tino Nina zurück und das andere, Janne will meinen Platz an deiner Seite.“ „Nein, das werde ich niemals zulassen. Du …“ „Ich weiß Samu, das steht auch gar nicht zur Debatte. Wir werden keine dieser Forderungen befolgen. Nina ist mit Sami sehr glücklich und du bist mein bester Freund.“ „Wirklich? Auch noch nach der Aktion gerade?“ „Ja, ich habe auch falsch gehandelt. Ich hätte den Brief nicht einfach öffnen dürfen. Er war an dich gerichtet und ich hätte auf dich warten müssen. Wir haben beide eben Fehler gemacht und sind quitt. Vergessen und verziehen. Wir sollten uns jetzt lieber überlegen, was wir machen wollen. Die werden uns so schnell nicht in Ruhe lassen.“ „Das stimmt, aber jetzt sind wir älter und lassen uns nicht mehr so schnell einschüchtern. Wir wissen, wo sie sind und können die Polizei verständigen.“ „Und mit welcher Begründung? Sie haben uns nichts getan und das sie uns bedrohen können wir nicht beweisen.“ „Weil ich den einzigen Beweis verbrannt haben, Scheiße verdammt.“ „Fluchen hilft auch nichts. Die Polizei ist aber ein gutes Stichwort. Ich habe damals von Ramon die Nummer der Klinik bekommen, in die Tino eingeliefert wurde. Ich kann dort nachfragen, ob er entlassen wurde oder ob er abgehauen ist.“ „Und was ist mit der Schweigepflicht?“ „Gilt für mich nicht. Er hat mich im Kindergarten gequält und auch noch nach der angeblich erfolgreichen Therapie entführt und mich fast getötet. Die Klinik ist verpflichtet, mir in dieser Hinsicht Auskunft zu geben, da das vom Gericht damals beschlossen wurde.“ Riku steht auf und geht nach unten und telefoniert mit der Klinik, anschließend kommt er freudestrahlend wieder nach oben. „Und?“ „Er ist abgehauen und hatte dabei ganz offensichtlich Hilfe. Und die kommt bestimmt von Janne. Jetzt haben wir ihn aber in der Hand.“ „Und wie?“ „Ich habe der Klinik nicht gesagt, wo er sich aufhält, nur, dass ich geglaubt habe, ihn gesehen zu haben, und zwar unten am Hafen. Wenn er uns nicht in Ruhe lässt, sitzt er schneller wieder in der Geschlossenen, als ihm lieb ist.“ „Gut dann gehen wir gleich zu ihm.“ „Nein, morgen Abend. So haben wir es abgemacht.“ „Aber eins verstehe ich nicht, Riku. Du wusstest die ganze Zeit, dass er es ist. Wieso hast du nicht gleich in der Klinik angerufen?“ „Weil Riku erst mit ihm reden wollte, um zu sehen, ob er sich vielleicht geändert hat.“ Riku nickt. „Und weil ich wissen wollte, was er nach all den Jahren von uns will. Morgen sind wir ihn ein für alle Mal los. Er macht mir keine Angst mehr.“ „Das ist gut. Und was ist jetzt mit Kira?“ „Ja, warum ziehst du weg?“ Melina sieht sie traurig an. „Das will ich doch gar nicht. Ja, mein Vater hat eine neue Stelle, wo er wesentlich besser bezahlt wird und die genau das beinhaltet, was ihn so an seinen Beruf fasziniert. Aber er fängt dort erst am ersten Februar an und solange haben wir noch Zeit uns etwas zu überlegen. Ich möchte nämlich hierbleiben und meinen Abschluss hier machen. Außerdem will ich mich nicht von Riku trennen müssen. Ich bin 18 und kann allein hier in Helsinki bleiben. Das Problem ist nur, dass ich mir nichts leisten kann.“ „Da finden wir eine Lösung, das verspreche ich euch beiden.“ Samu grinst und alle schauen ihn an. „Was? Sie bleibt einfach hier bei uns. Die beiden wollten doch sowieso hier oben ihre erste kleine Wohnung einrichten, also warum nicht schon jetzt?“ „Und wo willst du hin? Wir können uns noch keine Wohnung leisten.“ „Ich bleibe auch hier, aber ziehe in das Gästezimmer. Kira kann in Helsinki bleiben und alle sind glücklich.“ Riku schaut zu Kira. „Kannst du dir das vorstellen? Ich meine, dass wir jetzt schon zusammenziehen?“ Kira strahlt. „Auf jeden Fall. Ich möchte bei dir bleiben und wenn ich dafür bei dir einziehen muss.“ Riku umarmt sie freudestrahlend und küsst sie liebevoll. „Also dann, möchtest du mit mir zusammenziehen?“ „Ja, sehr gerne.“ Auch Samu und Melina freuen sich für die zwei. „Und wir ziehen zusammen, sobald wir einen Job haben, wobei es sehr gut aussieht, dass man uns dort übernimmt. Samu wird auf jeden Fall übernommen, die Schwestern schwärmen von ihm und die Kinder mögen ihn.“ „Er kann sehr gut mit Kindern umgehen und sieht auch, wenn es ihnen nicht gutgeht oder sie Angst haben. Aber eine Frage habe ich noch Kira. Warum hast du mir nichts gesagt?“ „Wir haben es gestern Abend erfahren und ich wollte unter vier Augen und in Ruhe mit dir darüber reden.“ „Verstehe, das nächste Mal sag es mir bitte gleich, nicht dass ich wieder auf so einem Weg erfahren muss.“ „Versprochen.“ „Und was machen wir jetzt mit Tino?“ „Wir treffen uns mit ihm und sagen ihm, dass er uns in Ruhe lassen soll und wir seine Forderungen nicht befolgen werden. Sollte er uns noch mal über den Weg laufen, sage ich der Klinik, wo sie ihn findet.“ „Du willst ihn also laufen lassen?“ „Nicht ganz, ich werde morgen noch mal dort anrufen und ihnen sagen, wo sie ihn morgen Abend finden werden.“ „Du bist echt genial. Wahnsinn, du hattest mal so viel Angst vor ihm.“ „Da war ich noch ein Kind und hatte auch keine Freunde. Und meinen besten Freund kannte ich auch noch nicht. Der hat dann das aus mir gemacht, was ich heute bin.“ Samu wird rot. „Das warst du ganz allein.“ „Aber ohne dich, würde ich heute nicht mehr hier stehen und du wirst immer mein bester Freund bleiben, da kann auch sowas wie vorhin nichts dran ändern.“ Samu umarmt Riku und hat doch tatsächlich Tränen in den Augen. „Danke und du bist mein bester Freund. Es tut mir leid, wie ich vorhin reagiert habe.“ „Schon gut, in der Vergangenheit war ich auch nicht immer fair. Lass es uns vergessen.“ „Eins noch, wieso hast du mir nie erzählt, dass du dich in der Klinik nach Tino erkunden kannst?“ „Weil ich es bis jetzt nicht musste. Ramon hat es mir gesagt, als er mir das Urteil nannte und mir ist es auch erst wieder eingefallen, als ich ihm gegenüberstand. Aber jetzt sollten wir noch mit Mama und Klaus reden, wegen unserer Umzugspläne.“
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