The challenge is my life

GeschichteAllgemein / P12
11.03.2019
27.04.2019
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Unter seinem Hoodie trug er kein Shirt. Ich war irgendwie gezwungen sein Sixpack anzustarren. Wieder zog es mir einen Schauer über den Rücken. "Du frierst ja wirklich richtig und dabei ist es Sommer, also total warm." stellte er fest. Na, wenn er wüsste. Ich schlüpfte in seinen weinroten Hoodie und mir wurde gleich noch etwas wärmer als mir eigentlich sowieso schon war. Das mir kalt war, war eigentlich ja nur so einen Ausrede gewesen um nicht zugeben zu müssen, dass ich ihn angestarrt hatte. Eigentlich war mir eher total warm und ich schwitzte. "Dich stört es ja sicherlich nicht, wenn ich kein Shirt anhabe oder? Mir ist nämlich extrem heiß." meinte er. Oh ja, in der Tat bist du heiß, dachte ich mir. Von mir aus konnte er das Shirt auslassen."Ach was frage ich überhaupt. Du liebst es doch mich Oberkörperfrei anschauen zu können." redete er weiter. Und wie ich das mochte. Ich ließ lieber aus, dass mich die Tatsache, dass er fast nichts anhatte erschaudern ließ. "Ich kann doch sicher auch noch die Jeans ausziehen." meinte er. Ehe ich antworten konnte, landete seine Jeans neben dem Bett und e rkuschelte sich wieder unter die Decke. Ganz entspannt legte er einen Arm um meine Schulter und konzentrierte sich wieder auf den Film. Was stellte dieser Junge nur an und seit wann reagierte mein Körper so auf ihn? Sally würde ja jetzt behaupten, dass ich verliebt war, aber das würde ich nicht zulassen, schon gar nicht bei Adrian. Ich und verknallt? Niemals! Das Drama hatte ich alles schon mal. Das konnte nur schief gehen und ich hatte genug vom Verliebtsein. Das kommt davon, wenn man 7 Jahre in einen Typen verknallt ist und sich nicht traut ihm seine Gefühle zu gestehen. Da brauche ich das jetzt ganz sicher nicht mehr. Liebe wird meiner Meinung nach ab und an überbewertet. Für mich hat die Liebe nur Kummer gebracht. Es war nicht mal so gewesen, dass er mich nicht gemocht hatte. Wir waren sogar ziemlich eng befreundet oder wir haben gar nich tmiteinander geredet. Das ging vom einen ins andere Extrem und sorgte für ein pures Gefühlscaos. Ich war froh, dass es mittlerweile vorbei war und ich einfach gegangen war. Immerhin waren wir nicht im Bösen auseinander gegangen.Eigentlich ganz im Gegenteil. Wir hatten uns sogar nochmal alleine getroffen und es war wirklich schön gewesen. Ich hatte mir wirklich Hoffnungen, dass Rick direkt nach diesem Treffen meine Liebe erwidern würde. Hatte er aber nicht. Rick war wirklich meine große Liebe und es gab so viel, was wir gemeinsam teilten. Zum Beispiel die Liebe zur Musik. Wenn wir gemeinsam auf der Bühne standen, bildeten wir eine Einheit, egal wie sehr wir uns kurz davor gestritten hatten.Sobald wir die Bühne betraten, gab es nur noch die Musik um uns herum und sonst nichts. Jeglicher Streit war vergessen und wir spielten und sangen in Harmonie miteinander. Lag vielleicht auch daran, dass wir nicht direkten Kontaktmiteinander hatten, weil er Klavier spielte und ich gemeinsam mit seinem besten Freund Kian sang. Und ich musste wirklich sagen, dass er schon immer göttlich spielen konnte und mir gute Tipps in Sachen Gesang gab. Er zauberte auf dem Klavier Melodien, die einen alles vergessen lassen konnten. Und vom Komponierenwollte ich gar nicht erst anfangen. Diese Kompositionen. Sie waren vollerGefühl und Leidenschaft. Er hatte mir sogar mal angeboten ein Stück für mich zu schreiben als Gegenleistung für die zahlreichen Hausaufgaben, die ich für ihnmitgelöst hatte. Ich hatte ihm nur nie meinen Text für ein Stück gegeben, weil ich Angst hatte, dass er diesen schlecht finden könnte und ich wollte ja, dass er meine Texte mag. Schließlich hatte ich mich selbst am Komponieren versucht und daran meinen Spaß gefunden. Natürlich waren meine Werke lang nicht so perfekt wie die von Rick, aber das störte mich nicht. Immerhin hatte auch ichmein Lob für meine Arbeit bekommen. Abgesehen davon, dass er gute Musikschrieb, war er auch noch sehr intelligent, nett und hübsch. Ich hatte manchmal das Gefühl gehabt, dass er genau wusste, was er zu mir sagen musste. Er schien zu merken, wenn ich meine Ruhe vor ihm wollte und diese ließ er mir auch. Das führte aber nur dazu, dass wir nicht miteinander sprachen und ich todunglücklich war und komplett dicht machte. Auch nicht gerade vorteilhaftwar, dass ich auf fast jedes seiner Worte angesprungen war und zu vielhineininterpretiert hatte. Vor allem das Abschlussjahr der Schule war für mich eine Qual gewesen. Angefangen hatte das in der 11. Klasse nachdem wir uns das erste Mal allein getroffen hatten und er mich zwei Wochen später einfach ignoriert hatte. Ich verstand das so gar nicht, musste es aber akzeptieren. In der einen Sekunde hatten wir noch bei mir kuschelnd im Bett gelegen, in der nächsten hatten wir uns gar nichts mehr zu sagen. Es hatte sich für mich angefühlt als hätte er mich verstoßen. So wie eine eiskalte Abfuhr, wo er mir zuerst noch Hoffnungen auf mehr gemacht hatte. Ab diesem Moment hatte ich für mich einen Schlussstrich gezogen. Ich hatte all meinen Hoffnungen ein Ende gesetzt. Ich akzeptierte seine Entscheidung und hatte mich zurückgezogen. Einen Versuch wieder Kontakt aufzunehmen, so wie ich es sonst immer nach einem Streit getan hatte, machte ich diese Mal nicht. Für mich war es genug. Ich litt darunter sehr und war kurz davor an der Situation einzugehen, denn ihn jeden Tag zu sehen, ihn neben mir sitzen zu haben und ihn mit anderen Mädchen Lachen zu hören, tat extrem weh. Dazu kam noch, dass meine beiden engsten Freundinnen nicht mehr an der Schule waren und ich nicht wirklich jemanden außer meine Mom hatte, dem ich alles anvertrauen konnte was mich bedrückte. Und selbst, wenn ich meine beste Freundin Sally nur anrufen hätte brauchen, habe ich es nicht gemacht. Sie hatte ihre eigenen Probleme und ich wollte sie nicht noch mit meinen Problemen belasten. Ich musste da selbst wieder rauskommen, fand ich. Natürlich hatte ich mir neue Freunde an der Schule gesucht, doch es war nicht dasselbe wie früher und machte mich nicht glücklich. Ich war nicht mehr das Mädchen, was ich früher war. Ich zog mich immer weiter zurück und das viel sogar einigen Lehrern an der Schule auf. Ich kleidete mich nicht mehr so schick wie früher, ich brachte mich weniger ein und ich redete kaum, denn ich fühlte mich einsam und verlassen. Ich hatte sogar das Gefühl, dass sich die neuen Leute an unserer Schule wohler fühlten als ich. Ich fühlte mich wie eine Fremde an einem eigentlich bekannten und irgendwie auchvertrauten Ort. Noch verstärkter hatte ich das Gefühl von den Leuten dort nicht angenommen zu werden. Ich hatte überlegt die Schule zu wechseln, doch irgendwie konnte ich nicht und ich wusste, dass es woanders auch ich nicht besser werden würde. Doch ich war eine Kämpferin und gab nicht auf.
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