Victorious als Buch verfasst

von linaxl
GeschichteAllgemein / P12
André Harris Beck Oliver Cat Valentine Jade West Robbie Shapiro Tori Vega
11.03.2019
11.03.2019
1
5569
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
Tori:

„Also schön, der Brotschimmel.“
Ich schreibe in meine Projektmappe und verziehe angeekelt das Gesicht. Ich kann einfach nicht glauben, dass Mr Bayley uns dieses nun wirklich abartige Projekt aufgebrummt hat. Mitten auf meinem Esstisch, steht ein Ständer mit ganz viel verschiedenen Schimmelsorten. Simon, der Oberstreber meiner Klasse sitzt mir gegenüber und sieht genauso wenig begeistert aus wie ich. Wenigstens musste er nicht drei Monate diesen Monstern beim Wachsen zugucken. Ich nehme die Lupe und gehe ganz nah an das schimmlige Brot heran.
„Pelzig …“
Noch angeekelter nehme ich ihn in die Hand.
„…und matschig.“
Während ich also zwanzig verschiedene Schimmelsorten anfassen und beschnuppern darf, sitzt Simon schön am anderen Ende von dem Tisch und tippt alles was ich ihm vorsage in seinen Laptop. Er hat sich strickt dagegen geweigert den Schimmel anzufassen nach dem Motto, das ginge total gegen seine persönlichen Hygienevorschriften.
„Als nächstes, der Fischschimmel.“
Plötzlich geht die Haustür auf und die schrille und überaus nervige Stimme meiner großen Schwester namens Trina ertönt.
„Ich bin sauer! Stink sauer!“
Sie knallt die Tür zu und kommt wütend auf uns zu.
„Ihr glaubt nicht wen sie mir beim Big-Showcase als Partner verpasst haben.“
Aufgebracht bleibt sie vor dem Tisch stehen.
„Andre Harris. Einen Zehntklässler!“
Ich sehe sie mit hochgezogener Augenbraue an. Simon sieht eher verwirrt zu Trina.
„Was ist denn der Big-Showcase?“
Genervt verdrehe ich die Augen.
„So eine Performance die einmal im Jahr an ihrer Schule stattfindet und…“
„…die laden Agenten ein, Regisseure, Produzenten und andere super wichtige Showbusinesstypen.“
Aufgebracht packt sie Simon am Arm und schleift ihn in Richtung Haustür.
„Das Ganze ist für mich extrem wichtig, weshalb ich auch extrem sauer bin…“
Sie öffnet die Haustür und schiebt ihn heraus.
„…und auf Wiedersehen.“
Vor Simons Nase knallt meine super eingebildete Schwester einfach die Tür zu.
„Hey! Er und ich haben ein Bioprojekt in Arbeit. Morgen muss unser Schimmelständer fertig sein.“
Ich gehe zu ihr. Jetzt kann ich das Projekt alleine beenden. Na toll! Trina stellt sich an unseren Flügel. Oh je, ich ahne was jetzt kommt.
„Andre kommt vorbei und wir drei werden gemeinsam überlegen was ich beim Big-Showcase mache, aber singen werde ich definitiv.“
Sie schlägt einfach so in die Tasten und bringt einen derart schrägen Ton raus, dass ich mein Gesicht verziehe und mir schon Sorgen mache ob unsere Fenster das aushalten. Fenster hat unser Haus nämlich ziemlich viele. Selbstsicher sieht sie mich an.
„Wie war das?“
„Laut.“
Ich finde mehr kann man zu dieser Stimme auch nicht sagen. Als hätte sie mich gar nicht gehört sagt sie noch:
„Das war super.“
Da unterbricht uns die Klingel.
„Oh er ist da.“
Trina geht in Richtung Tür und als ich ihr folgen möchte bleibt sie stehen und hebt die Hand.
„Hier geblieben.“
Ich weiß echt nicht wo die Ähnlichkeiten zwischen mir und meiner Schwester liegen. Okay von außen sehen wir uns ein bisschen ähnlich. Wir haben beide dunkel braunes Haar und braune Augen. Allerdings ist Trina ein bisschen größer als ich. Da sie dann natürlich auch immer noch meterhohe High Heels anhat ist unser Größenunterschied brisant. Wir sind beide von Natur aus ziemlich dünn. Aber das war es dann auch schon mit unseren Ähnlichkeiten. Trina ist das eingebildetste Mädchen, dass mir jemals begegnet ist. Sie ist oberflächlich und total von sich selbst überzeugt. Das hat sie ja eben auch noch einmal unter Beweis gestellt. Ach, natürlich geht es bei ihr nur ums aussehen. Ich glaube ich habe sie seit Jahren nicht mehr ungeschminkt gesehen. Ich dagegen interessiere mich eher weniger für das Aussehen von anderen Leuten oder mir selbst. Trina öffnet die Tür.
„Komm rein.“  
„Danke.“
Der Junge der jetzt hereintritt sieht tatsächlich sehr sympathisch aus. Er ist zwar nicht der Typ auf den ich stehe, aber trotzdem. Da er in der zehnten Klasse ist, gehe ich davon aus, dass er genauso alt sein muss wie ich. Sechzehn. Trina geht, ohne ihm große Beachtung zu schenken, wieder zum Flügel.
„Tori, dass ist Andre.“
„Hey.“
Ich ignoriere einfach mal meine Schwester. Wenn man sein Leben lang mit ihr zusammenleben muss lernt man das.Er kommt nun auch zum Flügel.
„Gehst du auch auf die Hollywood-Arts?“
„Oh nein, ich kann nicht Schauspielern. Nur meine Schwester.“
Wobei wenn ich mal genau überlege kann sie das genauso wenig wie ich.
„Oh, netter Flügel.“
Er setzt sich hin und spielt einfach mal so drauf los. Ich muss schon zugeben, dass er das echt gut hinbekommt. Was sage ich. Er ist genial!
„Oh mein Gott du bist fantastisch!“
„Er ist okay.“
Sagt Trina nur. War ja nicht anders zu erwarten von einer Person die nicht einmal einen Akkord kann.

„Leute kommt endlich!“
Genervt verdrehe ich die Augen und gehe wieder ins Haus. Andre und ich haben gerade eine Pause bekommen. Vor zwei Minuten! Ich habe nicht einmal einen schluck von meiner Limo nehmen können. Aber jetzt wo ich Trina sehe muss ich mir Mühe geben nicht zu lachen. Allerdings scheint Andre da ähnliche Probleme zu haben wie ich. Trina steht in einem Kleid vor uns, dass ich nicht einmal an Fasching anziehen würde. Es ist ein Rüschenkleid und blau weiß gestreift. Kitsch ohne Ende. Leider ist Trina manchmal doch ein bisschen zu selbstbewusst.
„Und? Was sagt ihr?“
Sie dreht sich einmal.
„Ist doch voll stylisch!“
Ich brauche einen Moment um mich zusammenzureißen. Vielleicht doch lieber zwei.
„Warum musst du das schon bei den Proben tragen?“
Trina kommt auf mich zu und macht das was ich am meisten hasse. Sie tippt mir auf die Nase.
„Schauspieler müssen immer ihre Rolle fühlen um die Rolle zu werden.“
„Wir hatten doch besprochen, dass du mir nicht mehr auf die Nase tippst.“
Früher hat sie das ständig gemacht. Es gibt nichts nervigeres als eine große Schwester die einen wie ein Kleinkind behandelt. Ich meine sie ist siebzehn. Nur ein Jahr älter als ich. Trina lacht nur.
„Okay, Schluss mit dem Comedy-Kram. Kommen wir jetzt zu meinem Song.“
„Mit deinem Song meinst du wohl den Song den ich geschrieben habe.“
Meldet sich Andre vom Flügel zu Wort.
„Niemanden interessiert es wer ihn geschrieben hat.“
Noch eingebildeter kann man doch nicht sein.
„Also, mach einfach weiter bei When I make it shine.“
Andre sieht genauso genervt aus wie ich. Er spielt los und als meine Schwester einsetzt halte ich mir einfach mal die Ohren zu. Man, meine Eltern müssen damals echt vierfach verstärktes Glas genommen haben. Naja, bei so einer Tochter…
„Was sagst du?“
Andre guckt mich an als hätte Trina nicht mehr alle Tassen im Schrank.
„Hast du mal eine Tablette?“
Ich gebe ihm einfach mal eine Hand voll.

Zwei Wochen später sitze ich mit meinen Eltern im Publikum von Trinas Big-Showcase. Ich habe echt alles versucht um nicht kommen zu müssen, aber meine Eltern haben mich hier her geschleift. Bis jetzt waren nur super Talentierte Leute dran. Jetzt sind zum Beispiel zwei auf der Bühne, die Hip-Hop tanzen. Plötzlich höre ich irgendwie seltsame Geräusche. Es klingt so als würde das von hinter der Bühne kommen. Ich wechsle mit Mum einen verwirrten Blick. Da kommt ein Mann auf uns zu.
„Entschuldigung, sind sie die Eltern von Trina?“
Dad guckt ihn fragend an.
„Ja, wieso?“
„Bitte, kommen sie mit.“
Der Mann steht auf und geht in Richtung Bühneneingang. Verwirrt stehe ich mit meinen Eltern auf und folge ihm. Vielleicht hat Trina ja ein Beauty Problem und schreit jetzt alle an. Das ist tatsächlich schon einmal vorgekommen. Da hat sie eine Visagistin angebrüllt, nur weil eine ihrer Locken angeblich nicht saß.
„Da! Da ist sie.“
Angeekelt bleibt der Mann vor Trina stehen. Erst kann ich nicht sehen wieso. Als mein Blick auf Trinas Gesicht bzw. auf ihre Zunge fällt muss ich mir das Lachen verkneifen. Ihre Zunge ist so dick, dass Trina nicht einmal mehr den Mund zubekommt.
„Trina! Was ist passiert?“
Mum geht auf sie zu und sieht sie fragend an. Trina probiert zu reden aber ich kann echt kein Wort verstehen.
„Oh mein Gott die ist ja monströs!“
Ich kann sie nur mit offenem Mund anstarren. Irgendwie hat sie das aber auch verdient. Eine Frau die aussieht wie eine Ärztin versucht verzweifelt Trina zu beruhigen.
„Weiß irgendwer wie das passiert ist?“
„Keine Ahnung, ich…“
„Das chinesische Gurgelzeug!“
Unterbreche ich meine Mum. Dad sieht mich fragend an.
„Moment mal wovon sprichst du?“
„Sie hat so eine Website gefunden mit chinesischen Gurgellösungen von denen man angeblich eine bessere Stimme bekommt.“
Die Ärztin fasst Trinas Zunge an, wobei ich mir echt Mühe geben muss mein Gesicht nicht zu verziehen.
„Vermutlich hat sie dann eine allergische Reaktion.“
Ich glaube Trina ist kurz davor in Ohnmacht zu fallen so aufgebracht ist sie. Sie probiert die ganze Zeit zu reden aber ich verstehe echt gar nichts.
Mum schaut die Ärztin an.
„Wird sie je wieder normal werden?“
„Nun ja, ihre Zunge ist definitiv vergrößert und… oh…“
Sie fasst noch einmal Trinas Zunge an.
„… sie pulsiert wie verrückt!“
Der Mann der uns geholt hat kommt wieder. Er sieht echt gestresst aus.
„Wird sie damit auftreten können?“
„Natürlich nicht!“
Die Ärztin sieht ihn empört an. Trina ist kurz vorm durchdrehen. Sie packt die Ärztin an den Schultern und redet auf sie en. Nur das keiner sie versteht.
„Hör auf zu reden deine Zunge könnte explodieren!“
Die Ärztin macht sich los. Nun wendet sie sich an unsere Eltern.
„Ich werde mit ihr dort rüber gehen. Dort massiere ich ihr die Zunge.“
Ich gucke Trina angewidert an. Ihre Zunge massieren? Ist das ihr Ernst? Ekliger geht es gar nicht. Mum und Dad gehen mit Trina und der Ärztin in eine ruhigere Ecke. Ich folge ihnen diesmal nicht, da ich mir nicht mit ansehen möchte, wie Trinas Zunge massiert wird.
„Kennt hier sonst noch wer Trinas Nummer?“
Der Mann von eben schaut durch den Raum. Ich vermute mal es ist ein Lehrer. Ich gucke mich ebenfalls um. Könnte es jemanden geben, der…
„Ihre Schwester kennt sie.“
Unterbricht Andre meinen Gedankengang. Ich gucke ihn voller Panik an.
„Bin ich die Schwester?“
Natürlich bin ich die Schwester, aber ich werde sicher nicht da raus gehe und Trinas Song performen.
„Nein, nein, nein, nein. Ich war doch nur bei den Proben dabei. Ich bin hier nicht einmal Schülerin, ich kann doch auf keine Bühne gehen…“
„Du kannst die Nummer doch in und auswendig.“
Unterbricht Andre mich. Er zieht mich ein bisschen zur Seite.
„Den Song, die Choreografie… du kannst das. Komm schon!“
„Nein!“
Also wirklich. Ich bin noch nie gerne auf Bühnen gegangen. Und schon gar nicht, wo alle hier so talentiert sind.
„Sie sagt sie macht es!“
Ich schaue Andre mit großen Augen an. Was? Ich habe gar nicht gesagt das ich es mache! Allerdings hat er das mit Absicht so laut gesagt, dass alle es hören. So haben wir hier gut zwanzig Leute die jetzt alle denken ich würde da raus gehen. Jetzt guckt mich wieder der Mann von eben an.
„In den Sachen kann sie unmöglich auftreten.“
„Wie bitte?“
Ich habe heute extra etwas Schönes angezogen. Hat der grade ernsthaft gesagt das sie nicht schön genug sind!?
„Holt ihr einen coolen Fummel!“
Irgendeine Frau geht los. Anscheinend meinen die das todernst das ich hier auftreten soll.
„Ich werde nicht auftreten, okay?“
„Nimm sie mit.“
Andre packt mich am Arm und zieht mich mit sich.
„Spinnst du? Lass mich los! Bist du verrückt geworden? Was soll das?! Ich gehe da nicht raus!“

Zehn Minuten später stehe ich tatsächlich auf der Bühne. Ich kann nicht glauben, dass ich das jetzt ernsthaft mache! Ich gucke ins Publikum. Dort sitzen sehr, sehr viele Leute. Aber was solls. Ich schließe die Augen und fange einfach an

Here I am
Once again
Feeling lost but now and then
I breathe it in
To let it go
And you don't know where you are now
Or what it would come to
If only somebody could hear
When you figure out how
You're lost in the moment
You disappear

You don't have to be afraid
To put your dream in action
You're never gonna fade
You'll be the main attraction
Not a fantasy
Just remember me
When it turns out right

'Cause you know
That if you live in your imagination
Tomorrow you'll be everybody's
Fascination
In my victory
Just remember me
When I make it shine

Wow. Ich habe es tatsächlich geschafft. Ich bin vor Publikum aufgetreten! Ich habe sogar die ganze Choreo hinbekommen. Andre kommt auf die Bühne und umarmt mich. Ich kann es immer noch nicht glauben. Das Publikum steht auf und applaudiert ohne Ende. Ich umarme alle. Mum, Dad und sogar Trina. Und das tue ich sonst nie! Plötzlich kommt ein Mann auf mich zu.
„Verzeihung. Wer bist du?“
„Ich bin Tori Vega. Und wer sind Sie?“
Der Mann von vorhin steht plötzlich wieder neben mir.
„Das ist Mr Eigner. Unser Schulleiter.“
Der Schulleiter guckt mich fragend an.
„Du gehst nicht auf diese Schule?“
„Gehe ich nicht. Ich wollte nur…“
„Würdest du es gerne tun?“
Ich schaue ihn ungläubig an. Der Schulleiter der Hollywood Arts möchte das ich auf diese Schule gehe?
„Was ich?“
Er nickt.
„Ähm ich weiß nicht… soll ich denn?“
Alle um mich herum sagen ja. Ich kann es einfach nicht glauben. Irgendwie bin ich ein bisschen überfordert.
„Aber die Leute an dieser Schule hier sind alle wahnsinnig talentiert!“
Andre guckt mich an.
„Ja, genau wie du.“
Ich weiß nicht. Auf einer Schule mit so viel talentierten Schülern, gehöre ich nicht hin. Aber alle sagen, dass ich es machen soll, also sollte ich vielleicht?
„Okay, ich mach es!“

Ich weiß nicht was ich sagen soll. Ich stehe im Eingangsbereich der Hollywood Arts und es ist unglaublich. Die Schule ist super bunt und überall sind kreative Sachen. Ein paar Mädchen spielen auf ihren Instrumenten, auf der Treppe sitzen ein paar Jungs und Trommeln und ich muss sagen die sind echt süß. Vor mir steht Trina und strahlt mich an.
„Siehst du, ist auch nur eine Highschool.“
„Das ist nicht nur eine Highschool. Die Kids sind alle künstlerisch begabt, kreativ, talentiert und ich bin… nur normal.“
„Ist doch okay. Ist doch nicht schlimm wenn man durchschnittlich ist.“
Okay. Normalerweise sagt man einem in solch einer Situation irgendetwas nettes, aber meine Schwester hat natürlich wieder den Nagel auf den Kopf getroffen.
„Und du bist nicht allein, das weißt du. Du hast ja mich.“
„Okay, also…“
Weiter komme ich nicht, denn irgendein Mädchen rennt auf uns zu und bleibt direkt vor Trina stehen.
„Trina, Eric Paulsen hat jetzt glatte Haare!“
Die Augen von Trina weiten sich.
„Nein, das gibt es nicht! Das muss ich unbedingt…“
Und mehr bekomme ich nicht mehr mit. Jetzt stehe ich alleine hier. Mitten auf dem Gang einer völlig fremden Schule und habe keine Ahnung wo ich hinmuss.
„Ich bin alleine!“
Schreie ich ihr noch hinterher.
Ich gucke mich um. Da geht ein rothaariges Mädchen an mir vorbei. Vielleicht weiß die ja wo ich hin muss.
„Hey, ähm, kannst du mir sagen…“
„Oh mein Gott du bist Tori richtig? Du warst echt der Hammer beim Big-Showcase.“
„Oh, danke.“
„Mein Name ist Cat.“
„Genau wie das Tier!“
„Was soll das denn bitte bedeuten?“
Ich glaube diese Cat ist etwas seltsam.
„Gar nichts. Ich… ich liebe Katzen.“
„Oh, ich auch. Die sind so süß!“
Sie dreht sich um und geht weiter. Dabei grinst sie so breit wie ein Honigkuchenpferd. Versuche ich es eben noch einmal. Da kommt gerade ein Typ durch die Tür.
„Oh hey, ähm…“
„Oh hi… äh… hallo… Mädchen… ja?“
Okay noch ein Freak. Dieser Kerl hier hat eine Handpuppe in der Hand.
„Kannst du mir sagen wo Mr Sikowitz Klassenraum ist?“
„Sikowitz! Den Gang runter, am Wasserspender einen Dreher nach links und dann zweite Tür rechts.“
Ich gucke ihn mit offenem Mund an. Was eher daran liegt, dass er das seine Handpuppe hat sprechen lassen. Ich meine wie verrückt ist das denn. Ich glaube ich gehe mal lieber.
„Danke.“

Das ist also der Klassenraum. Dieser Verrückte hat mir tatsächlich den richtigen weg gezeigt. Ich gehe in den Raum. Noch sind nicht allzu viele da. Als ich mich umdrehe passiert mir allerdings etwas schrecklich Peinliches. Ich laufe gegen einen Jungen und verschütte währenddessen seinen Kaffee auf sein T-Shirt. Langsam gucke ich zu ihm hoch. Kurz bleibt mir die Luft weg. Es ist der süßeste Typ den ich jemals gesehen habe. Er hat mittellange, braune Haare und gebräunte Haut. Als ich ihm in die Augen sehe, gucke ich in ein wunderschönes schokoladenbraun und … oh mein Gott, ich habe diesem Kerl gerade Kaffee übers T-Shirt geschüttet.
„Oh mein Gott!“
„Hey, alles cool…“
„Nein ich habe dir gerade Kaffee über dein…“
Ich probiere einfach mal mit meinem Ärmel den Kaffee raus zu rubbeln.
„Das ist ja süß, aber du machst es bloß schlimmer, ehrlichgesagt.“
Jetzt guckt auch er mir in die Augen.  Ich höre auf damit zu versuchen aus seinem T-Shirt den Kaffee raus zu bekommen und…
„Alte! Was reibst du an meinem Freund rum, he!?“
Ich gucke zur Tür. War ja klar, dass so ein Typ eine Freundin haben muss. Als ich sieh genauer angucke muss ich schlucken. Sie ist hübsch. Aber nicht auf die niedliche Art. Sie hat blasse haut und dunkle Haare. In ihren Haaren sind grüne und blaue Strähnen. Im Gesicht hat sie zwei Piercings. Einen unter und einen über ihrer linken Augenbraue. Und genau in diesem Moment sieht sie mich ziemlich wütend an.
„Ich habe Kaffee auf sein T-Shirt geschüttet…“
„Los! Mach das du von ihm weg kommst.“
Wow. Ich glaube wir werden schon einmal keine Freunde. Der süße leider-schon-vergeben-aber-trotzdem-süß Typ geht auf sie zu.
„Entspann dich.“
Er küsst sie auf die Wange. Oh wie gerne wäre ich an ihrer Stelle.
Da kommt plötzlich ein Mann ins Zimmer.
„Oh mein Gott da ist ein gewaltiges Feuer!“
Was!? Alle rennen panisch durch den Raum.
„Hey! War ein Witz. Das war nur ein Witz. Ich wollte euren Adrenalinspiegel mal ein bisschen in die Höhe jagen.“
Was ist das denn für ein Kerl? Wer macht über so etwas Späße?
„Okay. Also lasst uns anfangen. Schmeißt euch auf die Stühle.“
Wie? Das ist unser Lehrer? Ernsthaft? Ich setzte mich neben Andre. Der ist anscheinend in den Raum gekommen ohne dass ich es gemerkt habe.
„Das ist unser Lehrer?“
Er nickt.
„Okay. Erst möchte ich euch eine neue Schülerin vorstellen. Das ist Tori.“
Er zeigt mit der Hand auf mich.
„Und ich möchte Tori für ihre großzügige Spende von zwei Dollar danken, die sie mir heute früh vor der Schule in die Hand gedrückt hat. Nicht nötig, aber Willkommen.“
Andre guckt mich fragend an.
„Wieso gibst du ihm zwei Dollar?“
„Ich dachte er wäre ein Obdachloser!“
Ich habe tatsächlich gedacht, dass er ein Obdachloser ist. Ich meine erstens, er läuft barfuß. Zweitens, er hat total alt aussehende Klamotten an und drittens sieht er einfach so aus.
„Heute machen wir mit unserem Studium der Gruppenimprovisation weiter. Tori, du kennst dich doch mit Improvisation aus.“
Wieder deutet er auf mich.
„Nein.“
Ich kenne mich ganz und gar nicht damit aus.
„Okay. Crashkurs. Improvisation heißt schauspielern ohne Script. Das bedeutet die Schauspieler entwickeln eigene Handlungsstränge und Dialoge während sie die Szene spielen. Hast du verstanden?“
Während er redet fuchtelt Mr Sikowitz wild mit den Händen in der Luft herum.
„Äh, ich würde gerne…“
„Ausgezeichnet. Jade, du bist Captain der ersten Gruppe. Such dir deine Schauspieler aus.“
Aha. Die Freundin von dem süßen Typen heißt also Jade. Sie geht nach vorne.
„Cat, Ilan, Beck…“
Okay. Nächster Name. Der süße Typ heißt Beck.
„… und Tori.“
Ich gucke sie an. Sie hat so ein Grinsen im Gesicht, das mir irgendwie gruselig vorkommt. Ich gucke überrascht zu Andre. Er gestikuliert nur stumm, dass ich nach vorne gehen soll.
„Okay, dann geben wir ihnen einen Ort.“
Sikowitz guckt fragend in die Klasse.
„Zuhause!“
Na toll. Also ist dieser Verrückte mit der Handpuppe in meinem Kurs.
„Zuhause. Wie kreativ.“
Sikowitz schreibt es an die Tafel.
„Und jetzt brauchen wir eine Situation.“
„Große Neuigkeit.“
Andre ist da schon ein bisschen einfallsreicher als der Verrückte. Sikowitz guckt ihn fragend an.
„Was bitte soll man mit großer Feuchtigkeit anfangen?“
„Neuigkeit!“
„Also das ist was anderes. Große Neuigkeit.“
Also das kann ja lustig werden mit so einem Lehrer. Jade kommt auf mich zu.
„Ähm, warte du doch bitte draußen.“
„Okay.“
Verwirrt gehe ich raus. Ich weiß echt nicht was ich da soll, aber bitteschön. Sikowitz geht nach hinten.
„Okay. Zuhause, große Neuigkeit, und Action!“

     Jade: Hey Baby wie war die Arbeit heute?
     Geht auf Beck zu.
     Beck: Ähm, ich wurde gefeuert.
     Ilan: Schon wieder?
      Jade: Ist schon okay, denn ich habe große Neuigkeiten die die     ganze Familie aufheitern werden.
      Geht zur Tür.
      Cat: Ehrlich?
      Jade: Ich war im Tierheim und habe uns da einen Hund geholt.
      Nimmt Tori am Arm und holt sie her.
      Tori: Äh… jap… ich bin der neue Familienhund… wuff.

Das ist doch wohl nicht ihr Ernst! Der Familienhund? Ich kann nicht glauben, dass sie die Freundin von Beck sein soll.
„Sikowitz, wären Sie vielleicht so gut dieser Amateurin zu sagen, dass Hunde nicht reden, und dass sie außerdem nicht auf zwei Beinen laufen!“
Jade sieht extrem genervt aus. Aber was soll ich denn tun? Auf alle viere gehen? Sieh guckt zu Sikowitz, der gerade aus irgendeinem Grund aus einer Kokosnuss trinkt.
„Sikowitz!“
„Tut mir leid, ich habe gerade die Milch aus dieser Kokosnuss gesaugt.“
Hä? Was ist das denn für ein Lehrer?
„Aber es ist wahr Tori. Wenn du einen Hund spielen sollst, sei ein Hund.“
Schadenfroh guckt Jade mich an. Man, die ist heute echt mit dem falschen Bein aufgestanden. Aber was solls. Genervt und so langsam auch ein bisschen wütend gehe ich runter auf meine Knie. Jetzt sitze ich auf allen vieren vor der gesamten Klasse. Natürlich inklusive Beck. Sikowitz sieht zufrieden aus und trinkt noch einen Schluck aus seiner Kokosnuss.
„Und Action!“

      Jade: Ich bin im Tierheim gewesen und habe uns einen Hund geholt.
      Cat: Wow!
      Cat geht auf die Knie und streichelt Tori.
      Jade: Oh, oh. Sieht aus als hätte der Hund Ungeziefer in seinem Fell.
      Jade fasst Tori ins Haar.
      Tori: Ähh, wuff!
      Ilan und Cat gehen angeekelt ein paar Schritte zurück.
      Jade: Ach, schon okay. Ich habe im Internet gelesen, dass Kaffee super wäre um Ungeziefer aus Hundefell rauszubekommen.

Jade geht zu einem Jungen und nimmt ihm seinen Kaffee weg. Die hat sie wohl nicht mehr alle. Die will mir doch nicht in echt den Kaffee über den Kopf schütten. Beck scheint auch gemerkt zu haben was sie vor hat.
„Vielleicht solltest du nicht…“
Andre steht auf.
„Jade!“
Zu spät-Jade stellt sich vor mich und schüttete mir den kompletten Kaffee über den Kopf. Ungläubig stehe ich auf. Meine ganze Kleidung ist von Kaffee durchtränkt. Sie guckt mich an. Immer noch dieses Grinsen im Gesicht.
„Was ist dein Problem? Hund.“
Ich gucke sie immer noch ungläubig an. Dann renne ich aus dem Klassen Raum. Es war ein Fehler die Schule zu wechseln. Es war alles ein ganz großer Fehler. Ich nehme mein Handy in die Hand, da kommt Andre auf mich zu. Anscheinen ist er mir gefolgt.
„Hey, was machst du da?“
„Meiner Mum sagen, dass ich wieder auf meine alte Schule will.“
„Wieso?“
„Ich mag halt keinen schwarzen Kaffee im Haar!“
„Dann besorge ich dir ein bisschen Milch und Zucker und alles ist wieder gechillt.“
Findet der das etwa witzig? Ich habe keine Lust auf eine Schule mit einem Mädchen das mich anscheinend fertig machen will oder einem Jungen mit Handpuppe. Da geht Mum ans Telefon.
„Hey Mum, hol mich bitte…“
„Nein!“
Da reißt mir Andre tatsächlich einfach das Handy aus der Hand und packt mein Handy in seine Hosentasche.
„Wirst du mir wohl meine Mum wiedergeben?“
„Du willst die Schule gleich schmeißen, an deinem ersten Tag, nur weil ein Mädchen fies war?“
„Es liegt nicht nur an ihr. Ich… ich passe hier nicht reine in…“
Ich gucke mich um.
„… das Ganze.“
„Komm schon das hier unterscheidet sich doch kaum von anderen Schulen.“
„Oh, dann gibt es an normalen Schulen Improvisationsunterricht bei Barfußlehrern und Nerds mit Handpuppen und manisch-Depressive Katzen und Zicken die einen zum Hund machen?!“
Ich hole Luft. Diese Schule ist einfach nichts für mich. Da kommt der Nerd mit Handpuppe auf uns zu.
„Hört mal Leute.“
„Sikowitz will das ihr wieder reinkommt.“
Wieder hat er das durch diese Puppe gesagt. Ich meine, was hat der Typ für ein Problem?
„Er hat zu mir gesagt ich soll sie reinbringen!“
Diesmal spricht der Nerd zu der Puppe. So langsam wird das echt gruselig. Ich deute auf ihn.
„Siehst du. So etwas gibt es nicht an meiner alten Schule.“
Andrew sieht den Nerd genervt an.
„Wie wäre es wenn ihr mal cool bleibt?“
Hat er gerade tatsächlich „wir“ gesagt? Er hat tatsächlich auch die Handpuppe angesprochen. Und schon spricht die Handpuppe auch wieder.
„Der, und cool?“
Sie deutet auf den Jungen und fängt an zu lachen.
„Du bist ein Dämon!“
Sagt wieder der Nerd. Da kommt Cat auf uns zu.
„Was macht ihr denn? Sikowitz will unbedingt, dass ihr alle wieder reinkommt.“
„Und du wolltest für den letzten Schulball unbedingt ein Date und hast trotzdem keins bekommen. Habe ich Recht?“
Wow. Es ist sogar noch eine echt gemeine Handpuppe. Der Nerd guckt sie wütend an.
„Rex!“
„Sag deiner Handpuppe sie soll nicht so fies zu mir sein!“
„Hör auf ihn Handpuppe zu nennen! Dieser Ausdruck ist höchst diskriminierend.“
Ich gucke zu Andre.
„Ja, diese Schule ist wirklich normal.“
Er guckt die beiden an.
„Könntet ihr vielleicht schon einmal zurück gehen und Sikowitz sagen, dass wir auch gleich kommen?“
„Aber beeilt euch, ja?“
Cat und der Nerd drehen sich um und gehen zurück in Richtung Klasse.
„Okay, die Schule ist nicht normal.“
Andre guckt mich an.
„Ach wirklich.“
Ich gucke ihn mit hochgezogener Augenbraue an. Er kommt auf mich zu.
„Du bist auch nicht normal. Ich habe dich auf der Bühne gesehen. Du bist etwas Besonderes. Du bist fantastisch. Du gehörst auf diese Schule.“
Er dreht sich um und geht auch zurück. Aber kurz bevor er um die Ecke geht, dreht er sich noch einmal um.
„Normal ist langweilig.“
Dann ist er weg. Ich weiß nicht was ich sagen soll. War ich wirklich so gut das ich auf diese Schule gehöre? Plötzlich steht Cat noch einmal neben mir.
„Es ist wahr.“
„Das normal langweilig ist?“
„Nein. Das niemand mit mir zum Schulball gehen wollte.“
Dann geht sie wieder. Okay. Normal ist diese Schule auf gar keinen Fall.

Ich sitze auf dem Sofa und gucke mir das Video von meinem Auftritt an. Es war schon schön da oben auf der Bühne zu stehen und zu singen. Da setzt sich Trina neben mich.
„Weißt du, du bist eigentlich gar nicht furchtbar.“
Ich gucke sie an. Das ist meine Schwester. Meistens unerträglich. Aber wenn es drauf ankommt ist sie nett.
„Du willst die Hollywood Arts echt schmeißen?“
„Was soll ich sonst tun?“
„Du solltest definitiv weitermachen.“
Ich gucke sie an.
„Wieso?“
„Ich will nicht die sein, dessen idiotische kleine Schwester gleich am ersten Tag die Segel geschmissen hat.“
Ja, sie ist so nett wie sie nur kann. Ich muss lachen. Trina steht auf und geht zur Treppe.
„Und, ich finde du warst beim Big-Showcase wirklich gut.“
„Danke Treen.“
„Aber ich hätte die Leute umgehauen.“
War ja klar. Aber es ist trotzdem schön das von ihr zu hören. Ich weiß jetzt was ich mache.

Ich gehe in Sikowitz Klassenraum. Alle drehen sich zu mir um. Sikowitz wischt gerade die Tafel.
„Tori! Du bist wieder da! Mal drüber nachgedacht durch das Fenster zu kommen?“
„Nein.“
Wieso sollte ich durch das Fenster kommen?
„Dann tu es mal.“
Ich ziehe fragend die Augenbraue hoch.
„Und jetzt, setzt dich.“
Ich gucke kurz durch die Klasse. Beck lächelt mich an. Ich lächele zurück, aber mein Lächeln erstirbt wieder als mich Jade wütend anstarrt. Ich setzte mich.
„Okay. Heute machen wir ein paar Alphabetische Improvisationen. Was sind Alphabetische Improvisationen, fragt ihr. Und ich antworte, der Schauspieler, der in der Szene als erster spricht kriegt einen Buchstaben. Nehmen wir mal das A, beispielsweise. Also muss der Schauspieler sein erstes Wort mit dem Buchstaben A anfangen, was sich so anhören könnte…“
Er deutet mit den Händen auf Beck. Man der kann echt schnell sprechen. Beck sieht ihn überrascht an.
„Ähm… Apfelstücke fallen aus meinem Po.“
Wow. Das ist ja mal ein Charmanter Satz. Sikowitz schaut ihn an.
„Entzückend. Der Schauspieler der als nächstes spricht, beginnt seinen Satz mit dem darauffolgenden Buchstaben des Alphabets. Er könnte also sagen…“
Diesmal deutet er auf Andre.
„Äh… Bringt uns die Apfelstücke, auf das wir uns alle an Becks Po-Früchten erfreuen.“
Irgendwie sind die Beispiele etwas ekelhaft. Sikowitz nickt.
„Charmant. Wer will die erste Gruppe leiten?“
Ich melde mich. Ich möchte mich auf jeden Fall bei Jade für den Kaffee rächen.
„Ich will!“
„Okay Tori, such dir deine Schauspieler aus.“
Ich gehe nach vorne.
„Okay… Andre, Cat, Beck und Jade.“
Jade guckt mich ungläubig an.
„Ja du.“
Jade geht nach vorne, aber als sie an Beck vorbeigeht, küsst sie ihn. Ich gucke weg. Na toll. Muss sie mir das jetzt auch noch unter die Nase reiben? Sikowitz verzieht das Gesicht.
„Jade, küss deinen Freund gefälligst in deiner Freizeit.“
„Oh, das werde ich.“
Sikowitz geht nach hinten.
„Okay, wenn ich mit dem falschen Buchstaben anfangt seid ihr raus. Robbie einen Buchstaben.“
„P!“
Aha. Der Typ mit der Handpuppe heißt also Robbie.
„Okay. Die Szene kann von allem Handeln. Was immer ihr wollt. Der erste Buchstabe des ersten Satzes ist P. Tori, Action!“

     Tori: Puh, du musst dringend duschen.
     Tori dreht sich zu Jade.
     Jade: Quatsch hier nicht so einen Mist, Schnecke.
     Beck: Regt euch ab Mädels. Stressen ist nicht cool.
     Cat: Total!

„Cat du musst deinen Satz doch mit eine S anfangen.“
Sikowitz guckt sie an.
„Oh man! Mein Leben ist so mies!“
„Kriegst ein Bonbon Cat.“
Er hält einen hoch und Cat geht freudig auf ihn zu.
„Ja, ich liebe Süßigkeiten!“
„Okay, Andre. Das S ist für dich.“

     Andre: Seht was mir in den Zeh gebissen hat!
     Tori: Truthahn! Ein Truthahn war an deinem Zeh!
     Jade: Unglaublich das man dich hier reinlässt.
     Beck: Viel zu unreif was du da sagst.
       Andre: Was, wenn durch den Truthahnbiss mein Zeh gebrochen ist?
       Tori: Xaver sollte ihn vielleicht röntgen.
       Jade: Yappie gelaber.
       Beck: Zack! Ich habe deinen Zeh mit meinem magischen Finger geheilt.
       Andre: Danke.

„Andre, du musst doch den Satz mit einem A anfangen. Setz dich hin.“
Sikowitz deutet auf seinen Stuhl. Andre geht auf seinen Platz.
„Oh man. Gerade wurde mein Zeh geheilt.“
„Tori, jetzt ein A für dich.“

      Tori: Aliens können als einzige Zehenbrüche mit einem Finger-Zack reparieren.
      Jade: Beachte mal das: Interessiert nicht.
      Beck: Cool gesehen. Ich bin nämlich ein Alien.
      Tori: Doch tu mir nichts, bitte.
      Jade Erdentussen wie sie sind ziemlich nevig.
      Beck: Falle in Ohnmacht, denn ich kann nicht atmen, eure Erdenluft.
      Tori: Gott, es ist Ohnmächtig!

„Exzellent! Tori, Jade, macht weiter! Als nächstes kommt ein H!“

      Jade: Hey, warum willst du dich nicht von der Klippe herunter stürzen.
     Tori: Ich finde das machst du.
     Jade: Ja, wer waren bloß deine Vorfahren.
     Tori: Kängurus.
      Jade: Lausige Viecher diese Kängurus. Tollpatschig und dreckig.
     Tori: Müssen sie wohl von dir gelernt haben.
     Jade: Niemand redet so mit mir, verstanden?
     Tori: Offenbar wurde das mal Zeit.
     Jade: Puppe renn vor einen Bus.
     Tori: Quark was du da her laberst.
     Jade: Ratschlag?
     Tori: Sicherlich.
     Jade: Troll dich.
     Tori: Unten am Kinn hast du Rotz kleben.
     Jade: Veilchen gefällig?
     Tori: Wischt du ihn nicht ab?
     Jade: X markiert was ich dir polieren will.
     Tori: Yak, deine Finger müffeln.
      Jade: Zeit Lebens wirst du auf meiner Ekligkeitsskala ganz oben sein.

„Fangt wieder mit einem A an!“

     Tori: Als interessiert es mich was du denkst.
     Jade: Besser du passt auf dich auf.
     Tori: Clever wie ich bin.
     Jade: Droh mir besser nicht.
     Tori: Ekel dich selbst an!
     Jade: Ekel du dich selbst an!

„Moment!“
Jade guckt wütend zu Sikowitz. Ich habe es geschafft. Ich habe gegen Jade gewonnen und sie blöd dastehen lassen. Das war meine Rache für den Kaffee. Sikowitz grinst.
„Tut mir leid Jade, aber der nächste Buchstabe war…“
„… F! Ich weiß schon!“
Sie guckt mich wütend an und geht auf ihren Platz. Also gut. Sind nur noch Beck und ich im Spiel. Sikowitz klatscht in die Hände.
„Lasst weiterlaufen! G ist dran!“

     Tori: Geht es besser Alien?
     Beck: Hirn… ist schwindelig.
     Tori: Ich weiß, was gut für dich wäre.
     Beck: Joghurt?
     Tori: Küss mich.
     Beck: Liebend gern.

Und er küsst mich tatsächlich. Es ist wunderschön. Ich kann es gar nicht beschreiben.
„Man ich liebe diese Schule!“




Ich würde mich sehr über Rückmeldungen freuen. Dies war meine erste Story. Auch Kritik ist willkommen. ; )
Review schreiben