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Das Geschenk

von Mel0305
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P12 / Gen
Dr. Anja Licht Franz Hubert Johannes Staller OC (Own Character) Reimund Girwidz Sonja Wirth
10.03.2019
18.05.2019
12
18.769
 
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11.03.2019 1.287
 
„Hey, spinnst du oder was?“, spricht Hubert jetzt aus. Die Waffe hat er bis zu dem Moment überhaupt nicht wahrgenommen, da der Täter diese in den Rücken der Frau gehalten hatte. Nun richtet er sie direkt auf ihn. „Nimm die Flossen hoch, aber zackig.“, weist er ihn an und Franz kommt seiner Aufforderung nach, samt Notenbuch in der Hand. Den Weg, macht er jedoch nicht frei, als der Täter um den Tresen tritt. „Vergiss es, ich lass dich nicht raus.“, spricht er mit fester Stimme aus. „Wer von uns hat wohl die besseren Argumente du Held?“, wird er nun gefragt.  „Ich habe keine Angst.“, sagt der Polizist nun erneut.

„Stimmt, du hast eine Vollmeise!“, spricht der Mann weiter. Doch durch die Verzögerung, dass er nicht aus dem Geschäft gekommen ist, hat sich die Situation vor der Tür auf einmal gegen ihn entwickelt. Der Überfall ist bemerkt worden und er sieht Streifenwagen vorfahren. „Scheiße!“, flucht er nun richtig laut und packt Franz am Kragen, dreht sich mit ihm und knallt ihn mit voller Wucht an den Tresen und ihm bleibt für einen Moment die Luft weg und er geht in die Knie. „Du Arschloch, wenn du mich nicht aufgehalten hättest, wäre ich jetzt weg.“, schreit er ihn an und richtet die Waffe auf ihn. „Dann gibt doch einfach auf.“, sagt Hubsi mit kleinen Pausen, damit er wieder Luft bekommt. Zum Glück ist, dass das einzige was passiert ist und seine Wirbelsäule wurde nicht unglücklich getroffen. Er möchte auch gar nicht darüber nachdenken den Unfall, den er vor einem knappen Jahr gehabt hat, treibt ihn noch immer die ein oder andere Nacht schweißtreibend aus dem Schlaf.

Der Maskierte beugt sich nun zu Hubsi hinab und zieht ihn auf die Beine, drückt ihm die Waffe in die Seite und schiebt ihn um den Tresen zu der Frau, welche sich nun auch wieder berappelt. Auf den drei Stufen in den rückwärtigen Raum, nimmt er nun Platz, damit er die beiden im Blick hat. Von draußen kann ihn niemand sehen. „Was hast du jetzt vor du Schlauberger?“, fragt ihn Franz nun, nachdem er sich davon überzeugt hat, dass es der Frau soweit gut geht. „Halt einfach dein Maul okay? Ich muss nachdenken!“, faucht ihn der Gefragte an. „Ja, da sind sogar schon Rauchwölkchen über deinem Kopf. Scheint nicht so leicht zu sein mit dem Denken oder?“, gibt der Polizist ihm provokant entgegen. Nun springt der Täter auf und reißt Hubis mit hoch. „Bist du eigentlich nur blöd? Ich hab die Knarre und wenn du glaubst, dass das nur ein Spielzeug ist, lass mich dir eines sagen. Versuch noch einmal mich zu provozieren und ich verpass dir eine Kugel. Haben wir uns verstanden?“, knurrt er ihm entgegen. Franz versucht die Ruhe selbst zu sein, es bringt ja nichts, die Beherrschung zu verlieren. Er hofft, dass der Täter unachtsam wird und dass er seine Chance nutzen kann. „Wie wäre es, wenn du denen da draußen mal erzählst was du willst? Du glaubst doch nicht, dass du einfach so hier herausspazieren kannst.“, versucht er es weiter. „Bist du eigentlich als Klugscheißer zur Welt gekommen?“ „Jetzt lassen Sie ihn doch los und sagen Sie was Sie wollen, bitte.“, fleht auf einmal die junge Frau und lenkt somit die Aufmerksamkeit auf sich. „Schätzchen, wir zwei hätten schon längst über alle Berge gewesen sein können. Wenn du erzählt hättest, dass dieser Clown hier im Laden ist, wäre das anders gelaufen. Aber sicher werden wir zwei noch unseren Spaß haben.“, gibt er nun gehässig wieder. Das bringt Franz ziemlich auf die Palme und er stellt sich nun wieder vor die Frau. „Komm, lass sie in Ruhe, sie hat Angst das ist doch ganz“, weiter kommt er nicht da kracht die Waffe genau an seine Schläfe und er geht bewusstlos zu Boden.

Die junge Frau schreit auf. „Sie haben ihn umgebracht!“, schreit sie den Maskierten nun an. „Ach was, der hält jetzt nur für eine Weile mal endlich die Klappe.“, er kratzt sich nun mit der Waffe an der Stirn und überlegt. Dabei setzt er sich wieder auf die Treppe und behält die zwei weiter im Auge. „Kann ich bitte einen nassen Lappen oder so für ihn holen?“, fragt sie nun in die Stille. „Nein, darfst du nicht. Lass ihn einfach liegen.“, antwortet er.

Die Minuten vergehen und Hubsi kommt so langsam wieder zu sich. „Na Bulle, wieder wach?“, vernimmt er die Stimme seines neuen Freundes. „Woher,“ setzt Franz an. „Woher ich das weiß? Nun, das ist einfach. Als du dein Nickerchen gehalten hast, hat unsere liebe Mandy hier auf meine Anweisung hin, deine Taschen durchsucht und dabei ist uns dein Dienstausweis in die Hände gefallen. Das spielt mir unheimlich in die Karten und ich bin ganz ehrlich, ich hätte von einem Bullen nicht gedacht, dass er sich zu einem Meer aus Worten hinreißen lässt.“, merkt er nun noch an. Dummerweise hat der Kerl damit auch noch recht, aber Franz hat dies getan um den Kerl von der Frau abzulenken. Zu groß war die Gefahr, dass er sich an ihr verging, was er um jeden Preis verhindern will. Er berührt seine Stirn, ja das wird eine Beule geben und klebrig ist sie zu dem auch. „Geht es Ihnen gut?“, wird er nun von Mandy angesprochen. „Ja, alles okay. Danke“, antwortet er ihr, dann sieht er wieder zum Täter hinüber. „Weißt du schon, was du willst?“, fragt er ihn erneut. „Ich habe mir meine Forderungen überlegt Bulle und du wirst mein Joker sein.“, antwortet er ihm. „Aha, hast du dir das gut überlegt? Die brillanteste Idee ist das ja nun nicht.“, merkt er nun erneut provokant an.

„Ich habe dir vorhin schon gesagt, dass du deine vorlaute Klappe halten sollst. Du tust besser was ich sage.“, droht er ihm jetzt und der Lauf liegt nun direkt auf dem Herzen von Franz, und das bringt sogar ihn zum Schweigen. „Gut so, Mandy mein Schatz gibt es hier irgendwas zu trinken?“, will er nun wissen und seine Stimme trieft nur so. Mandy nickt und will aufstehen, als er sie noch einmal zurückhält. „Mandy, ich rate dir keine Spielchen mit mir zu treiben, sonst ist unser Freund und Helfer hier Vergangenheit.“ Die Frau sieht zu Hubsi, der gerade nicht wirklich was Aufbauendes sagen kann, da ihm die Waffe direkt an die Schläfe gehalten wird, und so nickt er leicht. Mandy steht auf und geht in die kleine Küche um Wasser zu holen. Dann klingelt auf einmal das Telefon am Empfangstresen und sie erschrickt zu Tode, lässt beinahe die Flasche fallen. Sie geht zurück und gibt dem Täter mit zitternden Händen die Flasche. „Geh ans Telefon. Werden sicher die netten Kollegen unseres Freundes hier sein.“, weist er sie nun an.

„Brunner,“, meldet sich Mandy. „Hallo Frau Brunner, hier ist Hauptkommissar Stark. Wir wissen, dass ihr Geschäft überfallen wurde. Können Sie mir den Täter geben?“, fragt der Polizist sie nun. „Moment“, sagt sie und hält ihm den Hörer hin. „Die wollen mit Ihnen sprechen.“, setzt sie fort. „So, wollen die das? Dann bring das Telefon hierher Süße!“, gibt er ihr als Antwort. Die Waffe bewegt er nicht von der Stelle und Hubsi kann nichts machen außer abwarten. Mandy hat einen feuchten Lappen mitgebracht und will die andere Seite seiner Stirn wenigstens vom Blut befreien. „Hey Mandy, lass das! Er wird schon nicht verbluten.“, dann nimmt er den Hörer und wartet ab. „Hallo? Spreche ich mit dem Mann, der das Geschäft überfallen hat?“, ertönt nun die Stimme des Kommissars.

„Hmm, mal überlegen. Ja gut möglich das ich das bin. Hör zu, ich habe hier einen Kollegen von euch in meiner Gewalt und die hübsche Mandy. Ich will eine halbe Million, nein sagen wir besser 1 Million Euro und einen Fluchtwagen.“, stellt er nun seine Forderung.
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