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Red Snow

von Dradix
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P18 / Gen
10.03.2019
10.03.2019
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10.03.2019 765
 
Erst jetzt realisierte Brandon, dass die wütenden Angriffe des Monsters aufgehört hatten.

Er hatte keine Wahl, wenn er nicht auch in dieser Höhle enden wollte musste er sich nach Draußen wagen.
Er kauerte sich auf den Boden und spähte durch den Spalt.

Der schwarze Drache war nirgends zu sehen.
Brandon holte tief Luft und kroch vorsichtig ins Freie.

Als er sich aufrichtete und sich streckte, blickte er einem hellen Sonnenaufgang am Horizont entgegen. Schlagartig wurde ihm bewusst, wie lange er tatsächlich in der Höhle verharrt hatte.

Brandon trat einige Schritte nach vorne, dann ließ es ihm das Blut in den Adern gefrieren.

Er hörte ein furchteinflößendes Knurren hinter sich und drehte sich langsam um.

Ein gutes Stück über ihm, an derselben Stelle, vor der aus sie das Blangonga bereits überrascht hatte, erhob sich der Körper des Kushala Daora.


'Hat es die ganze Zeit hier gewartet, bis ich mein Versteck verlassen würde?!'


Brandon griff nach seinem Schwert.

Im selben Atemzug flog das Monster den Vorsprung herunter und landete hinter Brandon.
Sofort drehte er sich um und stand nun dem beeindruckenden Drachenältesten gegenüber.


Brandon erwartete einen Angriff, in welcher Form auch immer, doch der Drache blickte ihn nur an.

Er versuchte das Verhalten der Kreatur zu deuten.

‚Wartet es etwa darauf, dass ich den ersten Zug mache?'


Brandon winkelte sein Großschwert neben seiner Hüfte an und rannte schreiend auf das Monster los. So schnell er konnte, sprintete er zur linken Seite der Kreatur und setzte zum Schlag an.

Das Daora holte mit der Klaue aus, um Brandon zu Boden zu schleudern.

Doch genau damit hatte er gerechnet. Er brach seinen Hieb ab, rannte weiter und warf sich, Beine voraus, in den Schnee.

Sein Schwert hielt er dabei schützend über sich, während die Krallen der Bestie über die Klinge streiften.
So glitt er unter dem Angriff hindurch und befand sich nun neben dem Monster.

Sofort nutzte er seine Chance und schmetterte sein Großschwert mit aller Macht gegen die Panzerung des Drachen. Doch obwohl er so stark ausholte wie er konnte, wurde sein Angriff abgelenkt als wäre es nichts gewesen.

Seine Klinge prallte von den schwarzen Schuppen ab und Brandon geriet ins Taumeln.


Daora drehte sich schlagartig um und schlug erneut nach dem Jäger. Im letzten Augenblick schaffte er es der Attacke zu entgehen und er rollte beiseite, um etwas Abstand zu gewinnen.


Brandon griff in seine Tasche und schnappte sich die Schockfalle. Er ging in die Hocke und drückte den Knopf zur Aktivierung des Systems.


Der Drache beobachtete ihn genau und ging langsam auf ihn zu.

Brandon trat einige Schritte zurück und wartete auf den Moment, indem das Biest in seine Falle tappen würde.


Der Drachenälteste stand nun direkt vor dem kleinen Gerät.
Das Monster blickte Brandon tief in die Augen, woraufhin es die Falle zwischen seinen Klauen zerschmetterte.

Elektrische Funken sprühten umher, doch verloren ohne das Gefäß schnell an Kraft und verblassten Sekunden später.


Brandon erwiderte den Blick des Monsters. Etwas an der Art und Weise wie es ihn ansah, ließ ihn erzittern.


Wollte es ihn erniedrigen? Sah diese Kreatur ihn überhaupt als Gefahr?


Was auch immer es war, Brandon konnte den Hass der Bestie in seinem Inneren fühlen.

Er wusste nicht woher es kam, doch er war sich sicher, dass dieser Drache nicht nach seinen Instinkten handelte, oder nur auf der Jagd nach Nahrung war.


Dieses Monster tötete aus freiem Willen.



„Das ist also die wahre Macht eines Drachenältesten..."



Kushala Daora bäumte sich auf und gab einen ungeheuerlichen Schrei von sich.
Dann feuerte es einen überwältigenden Windstoß ab, der Brandon von seinen Füßen riss und ihn rückwärts über die steile Klippe hinter hin fegte.


Seine Schreie wurden immer leiser, je tiefer er stürzte.
Bis man schließlich Garnichts mehr hören konnte.


Das Monster blickte dem Jäger hinterher, bevor es seine Flügel ausbreitete und über die Berge davon flog.





Ein gleißender Sonnenaufgang sorgte dafür, dass das Gebirge in hellem Licht erstrahlte. Ein Anblick der einen beinahe die Schrecken der letzten Nacht vergessen ließ.
Der kalte Wind wehte über den verschneiten Gipfel und alles was zurückblieb war eisige Stille und roter Schnee.




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Vielen Dank fürs Lesen!

Ich hoffe diese etwas andere Herangehensweise an die Welt von Monster Hunter hat euch gefallen.

Wenn ihr bis hierhin gekommen seid, würde es mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung zu der Geschichte mitteilen würdet. Feedback kann ich immer gebrauchen!

Ich hatte eine Menge Spaß an dieser Geschichte zu arbeiten, also ist es gut möglich, dass weitere Projekte in dieser Richtung kommen werden. Wer weiß? ;)

Nochmals vielen Dank für eure Zeit! Hoffentlich liest man sich bald wieder!

~Dradix
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