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Knüppeldick

von ruawei
Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Dr. Anja Licht Franz Hubert
09.03.2019
07.04.2019
14
12.743
4
Alle Kapitel
16 Reviews
Dieses Kapitel
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09.03.2019 499
 
Eine geht noch! Diesmal geht´s ins Fränkische!

Viel Spaß beim Lesen. Reviews sind jederzeit herzlich willkommen.

ruawei


"Meine Herrschaften!", sagte Polizeirätin Sabine Kaiser bestimmt und ließ den Blick über ihre vier Mitarbeiter des Wolfratshauser Polizeireviers gleiten, die ihr an ihrem Schreibtisch gegenüber saßen. Es war Montagmorgen und sie hatte ihr Team zu einem Meeting versammelt. "Nachdem Ihr Kollege, dieser .. äh ... Staller, den Dienst quittiert hat, benötigen wir zukünftig wieder einen Profiler. Ich habe daher einen Platz in einem zweiwöchigen  ... äh ... Schnupperlehrgang, der in drei Wochen vom Polizeipräsidium in Oberfranken veranstaltet wird, für einen von Ihnen reserviert. Ihre Bereitschaft zur Weiterbildung wird von mir selbstverständlich mit einem positiven Eintrag in Ihrer Personalakte honoriert!" Sie ließ wieder den Blick über ihre Mitarbeiter gleiten. Polizeimeisterin Rebecca Jungblut, die Jüngste im Team, sah sie mit weit aufgerissenen Augen panisch an und schüttelte fast unmerklich den Kopf. "Eh viel zu jung", murmelte Frau Kaiser. Polizeiobermeister Franz Hubert sah teilnahmslos aus dem Fenster. Polizeiobermeister Reimund Girwidz neben ihm, bis vor seiner Degradierung selbst Leiter dieses Reviers und beseelt von dem Gedanken, seinen ursprünglichen Rang zurückzuerobern, lechzte förmlich, um sich als Kandidat anzubieten, doch sein jüngerer Kollege, Polizeimeister Martin Riedl, kam ihm zuvor. "Also, ich dät des scho machen, die Ausbildung zum Proflyer!", sagte er forsch. "Danke Riedl, Ihr Engagement ist aller Ehren wert und wird nicht unbeachtet bleiben", antwortete Sabine Kaiser scheinbar wohlwollend, um dann kalt fortzufahren: "aber wir warten mit Ihrer Anmeldung so lange, bis Sie mit dem Wort Profiler erst einmal sprachlich zurechtkommen."  -  "Na dann bleibt das ja wohl an mir hängen, hehehe", sah nun Girwidz seine Chance gekommen, sich in Stellung zu bringen. "Nein! In der Lehrgangsbeschreibung wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass auf körperliche Fitness sehr viel Wert gelegt wird und dazu auch etliche Übungseinheiten zu absolvieren sind", erläuterte die Revierleiterin und heftete ihre Augen auf den dritten der drei Männer. "Dann bleiben nur noch Sie übrig, Herr Hubert!", stellte sie gebieterisch fest. Dieser fuhr zusammen und blickte sie erschrocken an. "Wos? I? Naa, bitte ned!", versuchte er sie abzuwimmeln, aber ohne Erfolg. "Doch", entschied Frau Kaiser bestimmt. "Der Lehrgang soll ziemlich anspruchsvoll sein. In der ersten Woche hauptsächlich Theorie, in der zweiten Woche dann Praxis mit Work-Shops etc. und am Schluss eine Prüfung, in der man mindestens die Note Vier erreichen muss, um die Ausbildung fortsetzen zu können.  Ich hoffe, Sie vertreten unser Revier entsprechend und machen uns keine Schande!" Hubsi verdrehte entsetzt die Augen. Seine drei Kollegen Jungblut, Riedl und vor allem Girwidz betrachteten plötzlich alle interessiert ihre Schuhe und schienen heilfroh, dass dieser Kelch an ihnen vorübergegangen war. "Na, dann ist das Thema ja geklärt!", fasste Sabine Kaiser abschließend zusammen, "und jetzt wäre es schön, wenn sich alle wieder mit etwas mehr Eifer ihrer Arbeit widmen würden und Sie mir endlich diesen Graffiti-Schmierer bringen ...!"
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