The Life of Death

von Nanija01
GeschichteRomanze / P18
07.03.2019
15.09.2019
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"Hallo Daniel! Ich... ich hab gestern meinen Eltern endlich mal ein wenig die Stirn geboten!" Sagt Pia gleich, bevor sie sich überhaupt gesetzt hat und Death fängt einfach nur an zu lachen. Das was eben passiert ist, ist für ihn auch schon wie vergessen.
"Ganz ruhig. Setz dich erst mal hin und dann erzählst du mir alles in Ruhe, okay?"
Wie ein Gentleman steht er auf, nimmt dem Mädchen die Tasche ab und zieht ihr den Stuhl zurecht. Pia achtet auf diese Kleinigkeiten gerade nicht und nimmt es deshalb auch alles einfach hin und setzt sich gemeinsam mit Death hin.
"Entschuldige... es war nur irgendwie halbwegs ein gutes Gefühl und halbwegs ein schlechtes. Ich bin nach Hause gekommen und meine Eltern haben sich darüber gewundert, dass ich so nass bin. Natürlich verständlich. Jedenfalls ist eine kleine Diskussion ausgebrochen und ich hab meiner Mutter ein wenig meine Meinung gegeigt."
"Was hast du ihr denn gesagt?" Fragt Death dann sofort interessiert nach und sieht während der Unterhaltung Pia die ganze Zeit in die Augen. Er hätte nicht gedacht, dass Pia gleich so schnell ihren Eltern ein wenig entgegen tritt, andererseits wurde es aber auch langsam mal Zeit. Abgesehen davon, ob Death nun hier ist oder nicht.

"Ich hab ihr gesagt, dass ich meine Privatsphäre brauche und auch haben will. Das ich nicht immer alles von mir Preisgeben muss wenn ich nicht will. Sie hat sich glaube ich zwar ein wenig mies gefühlt, aber... ich hab mich in so vielen Nächten deswegen in den Schlaf geweint... da darf sie ruhig auch mal ein wenig nachgrübeln."
Stolz sieht Death Pia an und kann einfach nicht anders als sie gleich zu umarmen.
"Das hast du gut gemacht. Wirklich. Das war der erste Schritt um dich frei zu fühlen." Das Mädchen nickt und lässt sich auch überraschend schnell auf die Umarmung ein. Als die beiden sich dann wieder voneinander lösen, beginnt allerdings die Vorlesung. In dieser kramt Pia natürlich wieder nach ihrem improvisiertem Zeichenblock und lässt ihren Bleistift auf den Blättern tanzen. Death schielt natürlich immer mal wieder rüber und sieht, dass Pia gerade ein paar neue Zeichnungen von ihm anfertigt.
Es schmeichelt ihn sehr, dass sie ihn die ganze Zeit zeichnet, dass heißt, dass sie wohl viel an ihn denkt. Direkt macht der Tod sich Hoffnungen und in seinem Bauch flattern sofort mehr als tausend Schmetterlinge. Er hat es sich so erhofft Pia zu sehen, mit ihr zu sprechen und ihr Leben leichter zu machen und endlich hat er es geschafft. Dank seiner Schwester. Sie hat ihm seinen absolut größten Traum erfüllt. Nur dank ihr kann er hier sitzen. Wenn er wieder zurück ist wird er ihr um den Hals fallen und sich tausendfach bei ihr bedanken. Auch, wenn er Pia noch töten muss. Das hinterlässt einen plötzlichen faden Beigeschmack bei ihm. Er hat zwar versprochen, sie zu töten, aber ob er das wirklich schlussendlich kann weiß er nicht. Er kann es sich nicht vorstellen, sie um zu bringen. Wie denn auch. Wenn er noch länger Zeit hätte hier auf dieser Erde kann er sich doch sogar eine Beziehung mit diesem Mädchen vorstellen, aber das wird in dieser kurzen Zeit nicht klappen. Nicht mit Pia.

Diese bekommt von Deaths Gedanken natürlich gar nichts mit und sieht auf ihr Handy, als sie ganz unerwartet eine Nachricht von ihrer besten Freundin bekommt. Naja, ziemlich beste. Sie ist vor langer Zeit weg gezogen und hat nur noch Kontakt mit Pia wenn sie etwas braucht. Wenn sie sich sehen tut sie immer auf beste Freundin und Pia spielt mit, weil sie nicht anders kann. Auch wenn Pia ihr nichts mehr bedeutet ist es andersrum nicht so. Das Mädchen kann die tolle Zeit mit ihrer früheren besten Freundin nicht vergessen und will nicht wahr haben, wie sie sich zum schlechteren gewendet hat. Allerdings ist das auch ein komplett anderes Thema. Pia sieht kurz bevor sie ihr Handy öffnet zu Death. Auch wenn sie ihn jetzt nicht lange kennt, hat sie bis jetzt doch sehr viel Zeit mit ihm verbracht. Er hat ihr bis jetzt sehr gut getan und wieder ein wenig Spaß und Freude in ihr Leben gebracht. Pia hat Angst, dass wenn sie die Nachricht jetzt liest, die Freude verschollen geht, aber sie kann auch nicht anders und öffnet schlussendlich dann doch ihr Handy. Ihre früheren Gefühle keimen einfach immer wieder auf, sie hat keine andere Wahl, als die Nachricht sofort zu lesen und zu beantworten.
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