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ɑomine

von Deidana
OneshotHumor, Freundschaft / P12 / Gen
Aomine Daiki
07.03.2019
07.03.2019
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ɑomine






basket


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Die wenigen Sonnenstrahlen, die der frühe Morgen bot, fielen auf die liebliche Erde hinab und erwärmte die einzelnen Gemüter, die dadurch anscheinend Frühlingsgefühle entwickelten. Aomine traf dies allerdings nicht. Ihm war es sichtlich egal, welches noch so schöne Wetter sich ihm bot, er hatte einfach keine Lust auf Schule und zierte sich auch etwas davor, den schon gut gefüllten Schulhof zu betreten. Er konnte sich allerdings so viel drücken wie er wollte, leider Gottes musste er dorthin. Seine strengen Eltern würden ihm sowieso einen kräftigen Arschtritt verpassen und so würde der gutgebaute Blauhaarige so oder so den Schulhof betreten müssen.

Seufzend massierte er sich seinen angespannten Nacken, schaute ein letztes Mal in den wolkenfreien Himmel, bevor er durch das kleine Tor schritt und sich mitten in den nervigen Schülern befand, allerdings war heute irgendwie etwas anders. An jeder Ecke konnte man Paare sehen, als ob das schöne Wetter plötzlich bei jedem Glücksgefühle auslöste und sich nun jeder verliebte. Er kam sich etwas Fehl am Platz vor, denn er hatte keine Gefühle, also zumindest nicht für eine andere Person.

Immer noch verwirrt von dem verliebten Schulhof, öffnete er die große Glastür, die ihn ins innere seiner pompösen Schule brachte und hielt kurz inne. Selbst in dem gigantischen Gebäude sah er haufenweise von diesen ekligen Liebespaaren. Was war denn bloß los? Er fühlte sich schon irgendwie so, als würde er kein Teil seiner Schule mehr sein, weil er allein war und nicht in einer nervigen Beziehung. Wollte er dies überhaupt? Er wusste es nicht, aber alle sahen so glücklich aus. Wieso fand er eigentlich nie ein passendes Mädchen, dass zu ihm passte? Er war zwar ein ansehnlicher Spieler und jeder respektierte ihn hier, doch irgendwie war es nicht wie bei Kise, bei dem die sabbernden Weiber Schlange standen. Vielleicht sollte er heute mal mehr seine Konzentration auf die weiblichen Schüler dieser Schule werfen. Vielleicht bekam er auch einer dieser ›Glücksgefühle‹, wenn sich dann mal eine für ihn interessieren würde.

Genervt, da sich neben seinem Spind wieder irgendein Pärchen am küssen war, öffnete er die Stahltür mit einem leichten Schwung, sodass er die sich liebenden beinahe getroffen hätte und diese nun das Weite suchten. Ging doch. Er brauchte jetzt Ruhe, doch selbst jetzt bekam er diese nicht. Der gesamte Inhalt seines Spindes war mit kleinen Zettelchen gefüllt, auf denen meistens einfach nur sein Name und einige Herzchen geschmiert wurden. Er wusste, wie er hieß, also welcher Mensch warf ihm ständig diese ›AoMiNeEe♥♥‹ Zettel in sein schönes Eigentum hinein? Jeden verblödeten Tag konnte er dies leeren. Jeden. Tag. Genervt, da der grüne Mülleimer nicht weit von ihm stand, schob er das kleine Ding mit seinem rechten Fuß direkt unter die Öffnung, nahm seine muskolöse Hand und schmiss alles, was überflüssig war, in den Behälter. Wer auch immer das war, der gehörte in die Klapse. Wollte ihn jemand ärgern?

Immer noch oder eher schon wieder genervt, schlenderte er in die anliegende Cafeteria, in der er sich schon seit Ewigkeiten nicht mehr blicken lassen hat. Aber er wollte nichts essen, hatte er von seiner lieblichen Mutter schon genug zum Frühstück bekommen, sondern wollte lieber nach seiner großen Liebe Ausschau halten. Wenn es heutzutage normal war, dass man seinen Geliebten in der Schule kennenlernte, dann konnte er sich zumindest schon einmal einen Überblick davon machen, was alles zur Auswahl stand.

»Oh Aomine. Was machst du denn hier?«, fragte ihn Imayoshi verwirrt, während sein gruseliges Grinsen sein markantes Gesicht schmückte. Aomine konnte es nicht verleugnen, aber ab und zu fand er seinen Captain teuflisch und irgendwie kam er ihm manchmal wie ein kleiner Satan vor. Vielleicht war er auch ein Sadist? So komisch, wie er seinen Mund immer verzog. Als ob er die Gedanken von dem großgebauten Blauhaarigen hören konnte, legte der eben ernannte Satan einen entsetzten Blick auf, doch bevor er noch etwas sagen konnte, schmiss Aomine seine fast leere Schultasche gegen den runden Tisch und setzte sich auf den noch freien Stuhl zwischen Wakamatsu, den er allerdings gekonnt ignorierte.

»Ich wollte mal wieder wissen, wie es so als Schüler ist«, beantwortete er nun genervt die Frage, wobei er wieder direkt mit dem Thema abschloss und sich auch nicht weiter um seine Teamkollegen kümmerte. Er hatte schließlich anderes zu tun. Das die große Mensa am frühen Morgen schon so befüllt war, damit hätte Aomine niemals gerechnet. Nun gut, eigentlich würde er sich auch auf sein schönes Schuldach verschanzen und lieber noch ein wenig Faulenzen, aber heute hatte er schließlich noch eine Kleinigkeit vor, weshalb dies auf sich warten musste.

Sein gelangweilter Blick schaute von einem zum anderen Mädchen, doch irgendwie war die Auswahl nicht gerade die beste. Entweder sie sahen gut aus, hatten dafür aber keine großen Brüste, die Aomine doch so gerne mochte oder sie hatten große, aber waren vom Aussehen nicht sein Schema. Wieso war es so schwer, ein passendes Mädchen zu finden, dass zu ihm passte? Die anderen haben doch auch über Nacht eine Freundin bekommen, so wie es dem Dunkelblauhaarigen vorkam. Manchmal, wenn jemand bemerkte, dass Daiki seine blauen Augen auf die Person heftete, um abzuschätzen, ob es vielleicht was Passendes war, bemerkte diese dies und winkte ihm freudig entgegen. Doch anstatt sich angesprochen zu fühlen, drehte er sich jedes Mal um, fand allerdings nie jemanden, der sich hinter ihm befand und war irgendwann auch so genervt von dem ganzen Gesuche, dass er, ohne etwas zu sagen, aufstand und an seinen geliebten Platz wollte.

Doch ehe er sich versah, fand er sich in einer Schülermasse wieder, die ihn daran hinderten, dass er überhaupt den Ausgang erreichen konnte, weswegen er sich, dank seiner Größe einfach hindurchschlängelte. Doch in dem kurzen Moment, in der er etwas Kraft verwendete, merkte er, wie er gegen etwas kleinem gestoßen war und dieses umkippte. War es ein überfüllter Mülleimer? Er hoffte nicht, schließlich wollte er auf keinen Fall alles vom Boden aufräumen und erst gar nicht, wenn hier sowieso so viele Leute waren. Obwohl, es hatte wahrscheinlich auch niemand bemerkt, weswegen er nur einen kurzen Blick in die Richtung warf, in der er eigentlich einen Mülleimer vermutete, doch stattdessen saß ein braunhaariges Mädchen auf dem dreckigen Boden.

»Ups«, war das einzige, was Aomine in diesem kurzen Augenblick von sich geben konnte. Sollte er ihr aufhelfen? Aber irgendwie sah sie aus, als ob sie gerne dort saß. Seine Stirn zog sich kraus, als er ihre funkelnden Augen bemerkte, ihr breites Lächeln und diese roten Wangen. Er entschied sich also, ihr nicht zu helfen, denn wer so glücklich strahlen konnte, wenn man auf dem dreckigen Boden saß, der brauchte auch keine Hilfe, um wieder aufzustehen. Kopfschüttelnd trat er endlich aus der Masse hinaus und begab sich schlussendlich zu seinem geliebten Dach. Ja, es war sein Dach, so oft wie er dies benutze und da er sowieso der einzige Schüler war, der hier war, konnte er es halt auch beanspruchen. Aomine hatte jetzt schon irgendwie genug von Schule und deren anstrengenden Schüler, die heute anscheinend am Rad drehten. Einer komischer als der andere. Trotzdem schnaubte er. Irgendwie bekam er überhaupt keine Aufmerksamkeit vom weiblichen Geschlecht. Sah er so hässlich aus? Eigentlich nicht, denn wenn selbst Kise so viele Verehrerinnen besaß, dann musste der gutgebaute Dunkelblauhaarige eigentlich das doppelte davon haben. Aber null, nada y niente. Er hatte einfach keine Verehrerinnen. Aber wenn er so darüber nachdachte, brauchte er dies überhaupt?

»Dai-Chan!« Ertappt, drehte er sich um, als er seine beste Freundin hinter sich bemerkte, die ihn erbost und tadelnd anschaute und er wusste ganz genau, was die kleine Nervensäge wollte.

»Oi Satsuki, ich wollte mich eigentlich noch kurz hinlegen.«

»Wenn du jetzt sowieso nichts zutun hast, dann kannst du auch mit uns in die Sporthalle kommen!«

»Na gut«, brummte er genervt, obwohl er eigentlich grade dabei war, es sich gemütlich zu machen und für einige Minuten die schweren Augen zu schließen, doch eigentlich hatte Momoi recht. Er brauchte seine Liebe doch gar nicht suchen, denn hatte er diese bereits gefunden und das machte ihn glücklicher, als jedes andere Mädchen es konnte.

»Komm Satsuki. Lass uns los.« Seine große Hand legte sich auf den kleinen Kopf seiner besten Freundin, die ihm entgeistert einen verwirrten Blick zuwarf, bevor sie hinter ihm hereilte.
 

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ball
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