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A strange relationship

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Arthur Morgan Dutch van der Linde Hosea Matthews John Marston Micah Bell
06.03.2019
09.02.2021
28
37.803
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Lemoyne, Rhodes

Arthur kam mit Milly in dem Städtchen namens Rhodes an. Es war anders, als die Städte die Arthur kannte. Der Boden war staubig. In der Mitte der Stadt stand eine Statue eines Konföderierten Soldaten. Überall schauten die Menschen den Neuankömmling an.”Da vorne ist das Büro des Sheriffs, falls du auf Kopfgeldjäger aus bist. Sheriff Gray ist etwas abgehoben, aber das sind alle Grays irgendwie, aber sonst ist er ganz nett” erklärte sie ihm und deutete auf eines der Gebäude.”Da vorne ist der Laden und gegenüber der Büchsenmacher” erklärte sie ihm weiter.”Wer sind diese Greys von denen ihr andauernd redet?” fragte Arthur, als er sein Pferd festband und abstieg.”Denen gehört hier fast alles. Sind durch die Sklaverei reich geworden und konnten auch nach, naja den Änderungen im Arbeitsrecht reich bleiben” erklärte Milly und rückte sich etwas ihren Strohhut zurecht.”Und diese Braithwaites?” fragte Arthur weiter, als die beiden durch die Stadt liefen.”Ähnlich wie die Greys, aber denen hat der Bürgerkrieg das Geschäft und die Familie zerstört. Die haben die Greys schon vor dem Krieg gehasst, danach wurde es nur schlimmer. Angeblich haben die Greys für euch Yanks spioniert” erzählte Milly und setzte sich auf eine der Bänke. Arthur setzte sich zu ihr.”Toll. Dutch hat uns in eine gottverlassene Ecke des Landes geführt indem Leute das Ergebnis des Bürgerkriegs nicht akzeptieren wollen und zwei Hinterwäldlerclans die sich gegenseitig hassen. Schöne Scheiße Dutch” murmelte Arthur etwas zu sich selbst und fuhr sich einmal durchs Gesicht um den Schweiß ab zu wischen.”Arthur!” hörte er dann eine wohlbekannte Männerstimme nach ihm rufen. Es war Dutch. Was machte der jetzt schon in Rhodes? Arthur erhob sich.”He Dutch” begrüßte er seinen Anführer. Der gut gekleidete Mann kam zu den beiden.”Und wer ist das wenn ich fragen darf?” fragte Dutch und deutete auf Milly.”Mildret Bell….Micahs Tochter” erklärte Arthur Dutch. Danach erzählte er Dutch die Geschichte.”Dutch van der Linde, hocherfreut Miss Bell” stellte sich Dutch dann Micahs Tochter vor und gab ihr einen Handkuss. Wie immer ein vollendeter Gentleman. ”Entschuldigst du uns kurz?” fragte Dutch und führte Arthur etwas weg.”Also, was hast du herausgefunden?” fragte Dutch.”Es gibt hier ein paar Spinner die immernoch an die Konföderierten Staaten von Amerika glauben, die Bank von Rhodes ist reich gefüllt und es gibt hier eine uralte Blutfehde zwischen zwei Clans von Sklavenhaltern und Hinterwäldlern” informierte Arthur Dutch über seine Nachforschungen.”Mit den Greys haben wir uns schon angefreundet” fing Dutch an und nickte in Richtung des Büros des Sheriffs.”Und diese Braithwaites sitzen anscheinend auf einem Topf Konförderiertengold aus dem Bürgerkrieg. Ich hab ein paar Männer zu den Greys geschickt um Hilfe an zu bieten. Hosea knüpft Kontakte zu den Braithwaites. Diese Hinterwäldler können wir locker gegeneinander ausspielen” erklärte Dutch Arthur mit seinem gewohnten Gesichtsausdruck.”Bist du dir sicher Dutch?” fragte Arthur mit einigen Bedenken.”Mein Vater ist auf einem Feld in Pennsylvania gestorben nur wegen diesen Typen. Ich hol mir was zurück. Egal ob es Gold ist oder Dollars. Also bring das Mädchen heim und schließ dich John bei den Greys an” befahl Dutch und kehrte zum Sheriff zurück. Arthur seufzte. Ob das wieder so ein Ding wie in Blackwater werden würde?


Sümpfe von Lemoyne, etwas später

Arthur bremste sein Pferd bis es stand. Er ließ zuerst Milly absteigen. Dann er selbst. Micah saß in langer Unterwäsche auf einem Stuhl vor dem Haus und rauchte.”Ah der Kuhtreiber ist zurück” begrüßte er Arthur.”Micah komm, Dutch hat Arbeit gefunden” forderte Arthur Micah auf. Micah nickte und verschwand kurz drinnen.”Hey...wenn ihr bei irgendwas Hilfe braucht. Wenn ich nicht hier bin, dann bin ich in Rhodes. Ich kenne die Gegend hier gut und kenn jeden Typen der Sachen mit “zweifelhafter Herkunft käuft”. Fragt mich einfach nur” bot Milly ihm an.”Klar, natürlich” erwiderte Arthur. Micah kam nach einigen Minuten wieder angezogen heraus. Er setzte sich zuletzt seinen weißen Hut auf.”Also, ich komme bald wieder” versprach er seiner Frau und Tochter. Danach stieg Micah auf sein Pferd. Arthur tat es ihm gleich. Die beiden Männer ritten davon. In Richtung des neuen Lagers der Bande.


Einige Tage später, Grey Anwesen

Die Bande war nun schon fast eine Woche im Süden. Die Bande machte sich bei beiden Familien beliebt. Dutch und Arthur halfen dem Sheriff einige Schwarzbrenner dingfest zu machen. Hosea machte Geschäfte mit den Braithwaites. Alles schien gut zu laufen. John hatte einen weiteren Auftrag der Greys an Land gezogen.”Oh Arthur, das ist unser neuester Geschäftspartner, Mr. Tavish Grey” stellte John einen etwas älteren mann mit grauem Haare vor.”Mr. Grey” begrüßte Arthur den Mann und fasste sich kurz an den Hut.”Gut. Ihr Yanks sucht Arbeit? Ich habe sie” fing Tavish an und erhob sich und führte sie in den Stall. Die Boxen waren so gut wie leer.”Diese elenden Braithwaites sind auf unsere Koppel geschlichen und haben unsere Zuchthengste geklaut. Ich will nur mein Eigentum zurückhaben. Und was ihr mit den restlichen Hengsten dieser Leute macht, das ist mir vollkommen egal” erklärte Tavish den Anwesenden.”Und da ist es. Ich habe diese Weide schon lange ausgespäht. Da sind Zuchtpferde bis zum Abwinken” erklärte John Arthur, während sie rausgingen.”Klingt gut, aber wie machen wir das?” fragte Arthur.”Wir reiten zur Braithwaite Manor, dort treffen wir Javier und Micahs Tochter” erklärte John und stieg auf sein Pferd.”Warum nehmen wir das Mädchen mit?” fragte Arthur überrascht und auch etwas genervt.”Ganz einfach. Sie kennt eine Stelle wo wir reinkommen und sie kennt Jemanden der uns die Pferde abkauft” erwiderte John. Arthur bestieg ebenso sein Pferd. John hatte ja auch irgendwie recht. Eine andere Möglichkeit hatten sie ja kaum. Keiner von ihnen, bis auf Micah, war schon einmal so tief im Süden. John und Arthur ritten los.


Braithwaite Manor, früher Nachmittag

Die beiden stießen zu Javier und Milly. Javier saß an einen baum gelehnt im Schatten. Milly putzte mit einem Lappen ihren Revolver.”Wach auf!” weckte John Javier und trat ihm dabei leicht gegens Bein. Der Junge Mexikaner erhob sich langsam.”Also, wie kommen wir rein?” fragte Arthur mit seinem gewohnt zweifendelm Tonfall.”Es gibt da ein altes Tor. Es ganz weit draußen. Da ist selten ein Wachmann und wenn dann nur einer oder zwei. Da kommen wir rein. Danach müssen wir die Pferde nur zum Teil wieder zu Caliga Hall treiben und dem Rest zu meinem Freund Hoyt” erklärte Milly und stieg zusammen mit Javier auf sein Pferd. Anscheinend schien sie nicht reiten zu können.”Also dann Gentleman, Masken auf!” rief John und zog sich sein Tuch übers Gesicht. Arthur, Javier und Milly taten dasselbe und ritten los.

Milly hatte recht. Nur zwei Wachmänner standen an diesem Tor. Einer lehnte am Zaun mit einem Repetiergewehr in der Hand. Der andere saß auf dem Zaun und hatte eine Zigarette im Mund und schaute etwas in der Gegend herum.”Wie machen wir das?” fragte John.”Einer lenkt sie ab und zwei andere machen sie platt?” schlug Javier vor und zog sein Messer.”Aber wer lenkt sie ab?” fragte John.”Ich mach das” meldete sich Milly und stieg vom Pferd ab.”Bist du dir sicher?” fragte Arthur.”Klar. Das hilflose junge Landmädchen habe ich perfekt drauf” zwinkerte sie zurück und entblößte ihr Gesicht wieder. Javier und Arthur steigen ab. Die beiden kletterten über den Zaun und hielten sich bereit. Milly trat langsam ins Sichtfeld der Wachen. Mit der Hand fächerte sie sich Luft zu. Als sie dann die Aufmerksamkeit der Wachen hatte begann die Show so richtig.”Oh es ist so heiß” fing sie an und fuhr sich einmal mit der Hand über die Stirn um den Schweiß weg zu wischen.”Oh Himmel!” beendete sie ihre Show dann mit einem Bühnenreifen Ohnmachtsanfall. Die Wachleute fraßen den Köder.”Schnell Bob, du hast doch Wasser” forderte ihn der andere auf. Doch dazu kam es nicht. Javier und Arthur schlugen zu. Milly stand wieder auf und verbeugte sich einmal vor allen und stieg wieder zu Javier. Sie trieben die Hengste zusammen und trieben sie in Richtung vom Tor. Arthur fiel etwas in Auge. Eine Gruppe Reiter, die gerade die Weide hinauf geritten kam.”Da kommen welche!” warnte er die Andere.”Pferdediebe!” brüllte einer der Reiter und riss sich sein Gewehr vom Rücken. John zog ebenso schnell sein Repetiergewehr und schoss zuerst. Milly zog ihren Cattleman und schoss ebenso auf herankommenden Reiter, während sie mit den Pferden die Weide verließen. Es folgte eine wilde Verfolgungsjagd mit viel Schießerei. Doch die Wachen der Braithwaites folgten ihnen nicht weit. Warum wusste keiner.

“Noch alle am Leben?” fragte John, als sie stehenblieben.”Was machen wir jetzt?” fragte Javier.”Du und ich bringen die Hengste zu den Grey zurück. Arthur und Milly bringen den Rest zu ihrem Händler” erwiderte John. Milly stieg wieder zu Arthur aufs Pferd.”Wir treffen uns im Camp!” rief John noch, als er mit Javier davonritt.”Wo muss ich lang?” fragte Arthur.”Einfach am Wasser bleiben, du wirst es sehen” erklärte Milly es ihm. Mit den Pferden im Schlepptau ritt er voran. Sie hatte recht. Schon bald kam eine alte Scheune in Sich. Davor ein Mann auf einem Schaukelstuhl mit einem Hut auf.”He Hoyt!” begrüßte Milly den Mann. Dieser hob den Kopf. Im Mund hatte er einen Grashalm. Er erhob sich und lief einmal um die Pferde herum. Er nickte. Aber er sprach nicht. Aus seiner Tasche holte er ein Bündel Dollarscheine. Dieses Bündel gab er Arthur.  Arthur zählte es grob durch und nickte.”War nett mit ihnen Geschäfte zu machen” verabschiedete sich Arthur. Micahs Tochter war doch ganz nützlich. Nützlicher als Gedacht.
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