Der Trick mit dem Blick

von Tisteg
GeschichteAllgemein / P12
Alexander "Xander" Harris Buffy Summers Cordelia Chase Rupert Giles Spike Willow Rosenberg
04.03.2019
04.03.2019
10
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"Der Trick mit dem Blick" ist eine Buffy Geschichte, die in der 3. Staffel zu verorten ist. Ich habe sie im Jahr 2002 geschrieben und nachdem ich heute auf diese Seite gestoßen und sowieso wieder voll im Buffy-Fieber bin, habe ich mich zur Veröffentlichung entschlossen. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!


Willow, Cordelia, Xander und Oz waren wieder einmal zu später Stunde in Sunnydale unterwegs. Eigentlich sollte Buffy auf Patrouille gehen, doch die Jägerin hatte sich mit Angel verabredet und war nicht zu erreichen. Xander hatte sich wie so oft fürchterlich darüber aufgeregt. Nicht dass es ihm etwas ausgemacht hätte, Buffy einen Gefallen zu tun. Aber da Angel mit im Spiel war, sah die Sache natürlich ganz anders aus. Auch Cordelia passte es nicht in den Kram, sich die Finger (oder das teure Kleid) schmutzig zu machen. Doch Giles machte den vier Freunden unmissverständlich klar, dass er keine Widerrede duldete. Also blieb Ihnen gar nichts anderes übrig, als ein paar Utensilien einzupacken (Holzpflöcke, Kreuze, Weihwasser-Fläschchen, das übliche halt) und loszumarschieren.

„Hey, hört ihr mir überhaupt zu?“, fragte Cordelia nach. „Wir sind jetzt schon eine halbe Stunde unterwegs und ich habe noch keinen einzigen Vampir gesehen. Heute Nacht ist alles friedlich, also lasst uns zurück gehen.“ Die anderen schüttelten den Kopf. Willow erklärte es Cordelia, die ein Stück hinter den dreien lief, noch einmal: „Du hast doch Giles gehört. Es war viel zu ruhig in den letzten Tagen. Wir müssen davon ausgehen, dass der Höllenschlund wieder ein paar Kreaturen ausspuckt, die gar nicht gut auf uns zu sprechen sind.“ „Wer hat dich denn gefragt?“, gab Cordelia giftig zurück. „Du hast ja keine Ahnung, wie sehr die Haut unter Schlafmangel leidet! Ich brauche meinen Schönheitsschlaf und darum...“ Cordelia wurde ruckartig in ein Gebüsch gezerrt. Sie versuchte zu schreien, doch ihr Mund wurde zugehalten. Die anderen hatten davon noch nichts mitbekommen. Xander hielt derweil zu Willow: „Würde Schlaf dir etwas mehr Weisheit, Verständnis und Taktgefühl geben, hätte keiner was dagegen, wenn du heimgehen würdest. Reiss’ dich zusammen, Cordelia, wir leben nun mal am Höllenschlund. Dafür genießen wir herrlich niedrige Grundstückspreise.“ Xander drehte sich um. Er wollte ihren genervten Blick sehen, doch da war keine Cordelia mehr. „Oh nein, wo ist Cordelia?“, rief er aufgeregt. Auch Willow und Oz sahen sich um, ebenso wenig erfolgreich wie Xander. „Okay,“, sagte Xander, „sie kann noch nicht weit sein. Wir müssen die nähere Umgebung absuchen. Los, teilen wir uns auf.“

In einem Gebüsch, keine zwanzig Meter weit, raschelte es plötzlich heftig. Oz gab Willow und Xander ein Zeichen, dass sie um das Gebüsch herumgehen sollten, um es zu umstellen. Das taten die drei Freunde dann auch. Kaum standen sie vor dem Gebüsch, wurde Cordelia herausgestoßen und landete in Xanders Armen. Für halbwegs romantische Blicke wie in guten alten Zeiten reichte die kurze Umarmung aber nicht aus, denn ein Vampir sprang aus dem Gebüsch heraus und stürzte sich auch gleich auf Willow. Oz reagierte geistesgegenwärtig und verpasste dem Vampir einen kräftigen Schlag in den Rücken. Der Vampir torkelte etwas benommen herum. Xander und Cordelia kamen von hinten und hielten ihn an den Armen fest, damit Oz ihm einen Pflock ins Herz rammen konnte. Doch der Vampir verpasste ihm einen Tritt ins Gesicht, so dass Oz ein ganzes Stück durch die Luft segelte! Willow konnte sich nicht so recht entscheiden, ob sie sich lieber um Oz oder den Vampir kümmern sollte. Ihr Zögern führte dazu, dass der Vampir sich befreien konnte. Er rannte davon, dicht verfolgt von Xander und Cordelia, während Willow sich um den noch am Boden liegenden Oz kümmerte. Plötzlich rannten Xander und Cordi langsamer und hielten kurz darauf inne – drei weitere Vampire tauchten aus der Dunkelheit auf. Damit waren die beiden Gruppen zahlenmäßig gleichwertig, doch gegen vier Vampire hatten die Schüler der Sunnydale High keine Chance. „Also so wie ich das sehe, wird’s jetzt etwas unfair. Was haltet ihr davon, wenn wir lauuuuuufen!?“, rief Xander aufgeregt und rannte in die entgegengesetzte Richtung. Cordelia folgte ihm und Willow sowie ihr Freund Oz schlossen sich ihnen an. „Da vorne ist die Kirche!“, keuchte Willow. „Wenn wir es bis dahin schaffen, sind wir gerettet.“

Wenige Sekunden später betraten die vier Freunde eine der Kirchen von Sunnydale. Cordelia schloss schnell die Tür hinter sich, während Willow, Oz und Xander erst eine, dann eine zweite Kirchenbank vor die Tür schoben. „Puh, das war knapp. Nur gut, dass Vampire vor Kreuzen Reißaus nehmen.“, sagte Xander. Er setzte sich auf eine der Kirchenbänke, sprang aber sofort wieder auf - plötzlich waren Geräusche zu hören, die scheinbar am anderen Ende der Kirche ihren Ursprung hatten. In den Räumen hinter dem Altar rumpelte es heftig... Es klang so, als ob Stühle umgestossen und Kisten gegen die Wand geschleudert würden. Xander meinte: „Also entweder hat der Priester bei der letzten Messe einen über den Durst getrunken... oder aber unsere Freunde von vorhin haben sich Zugang zu unserem Versteck verschafft...“
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