Liebe auf Umwegen

von Da Vinci
GeschichteDrama, Romanze / P16
03.03.2019
24.03.2019
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Sie traten zusammen in sein Büro und dann sah sie Luna verträumt am Schreibtisch stehen. Sofort erschien ein Lächeln auf ihren Lippen und sie umarmten sich. Ihr Herz wurde leichter, da es nicht ihr bester Freund war.
„Luna, was machst du hier?“
„Ich habe deinen Brief erst gestern gelesen, ich habe für den Klitterer in Wäldern die Schlickschlümpfe erforscht. Allerdings war dein Brief so voller Sorge und da dachte ich, dass es besser wäre, wenn ich gleich persönlich vorbeikomme.“
Sie schaute zu Severus, der nun neben ihr stand und keine Miene verzog.
„Das ist toll, Luna, ich freue mich wirklich.“
„Wollen wir etwas trinken gehen oder seid ihr sehr beschäftigt?“
„Nein, Miss Lovegood, wir haben unseren Trank gerade fertiggestellt“, sagte er mit seiner kühlen Stimme.
Luna legte ihren Kopf schräg, blickte kurz zu dem Kessel, der vereinsamt im Büro stand, und lächelte dann Severus an und Hermine unterdrückte ein Lachen.
„Komm, Luna, lass uns gehen.“ Sie schaute zu Severus und warf ihm einen Handkuss zu, als Luna zur Tür ging, und sie sah, wie seine Mundwinkel kurz zuckten.


„Hermine ich wollte euch wirklich nicht stören.“
„Kein Problem, wir waren nicht mehr wirklich beschäftigt.“
„Ich war ja schon bei deinem Büro, aber McGonagall meinte, du bist sehr wahrscheinlich bei Professor Snape.“
Sie konnte eine leichte Röte auf ihren Wangen nicht verhindern und Luna fing an zu lachen.
„Es steht dir.“
„Was steht mir?“ Sie schaute Luna verwirrt an.
„Na, das Verliebtsein.“
Jetzt musste sie doch laut lachen. „Danke, Luna.“
Sie liefen durch die Gänge und machten sich auf den Weg nach Hogsmeade. Die Luft war angenehm und ein Hauch von Frühling wehte darin, die Sonne schien vom Himmel und wärmte Hermines Gesicht.

In den Drei Besen angekommen, bestellten sie sich Butterbier und setzten sich an einen Fensterplatz.
Luna erzählte lange von ihrer Erforschungsreise und Hermine stellte fest, wie sehr sie ihre Freundin vermisst hatte.
„Beim nächsten Mal trinken wir Schlickschlumpftee. Zwar qualmen einem danach die Ohren, aber der Kopf ist völlig nargelfrei.“
„Gern, Luna.“
„In deinem Brief, ging es da um Professor Snape?“
Sie seufzte. „Ja, Luna. Irgendwie war ich durcheinander, als ich dir den geschrieben habe.“
„Das habe ich bemerkt.“ Wieder legte sie den Kopf schräg und ihre blauen Augen musterten sie.
„Es ist nur …, er kann mich so unglaublich wütend machen, aber auch so nett sein.“
„Ja, das klingt schon eher nach Snape.“
„Dann hat er aber noch diese andere, feinfühlige Art, er kann unglaublich sensibel sein.“
Luna lachte kurz. „Ja, er hat schon was.“
„Sag ihm bloß nicht, dass ich dir das erzählt habe.“
„Du magst ihn wirklich, nicht wahr.“
„Ja schwer zu glauben, oder?“ Sie schaute aus dem Fenster.
„Eigentlich nicht und im Krieg hat er bewiesen, dass er ein sehr loyaler Mensch ist.“
Sie schaute in ihre freundlichen Augen und musste grinsen, als sie sprach. „Ja, und diese unnahbare Art finde ich irgendwie toll.“
Luna lachte laut und nippte an ihrem Butterbier.
„Wie läuft es mit dir und Neville?“
Jetzt wurde ihr Lächeln noch wärmer. „Sehr gut. Er macht mich sehr glücklich.“
Sie ergriff ihre Hand. „Das freut mich sehr.“
„Neville liebt es, Pflanzenkunde zu studieren, und ist mit sehr viel Leidenschaft dabei. Bald wollen wir zusammen in den Drester Forrest reisen. Sicher gibt es da viele magische Wesen und Pflanzen.“
Sie nippte von ihrem Glas. „Das klingt wundervoll, ich habe schon von dem Wald gehört.“

Der Nachmittag mit Luna war toll, sie hatte es so sehr vermisst, mit einer Freundin zu sprechen. Noch mehr freute sie sich, dass Luna sich entschied, noch zum Abendessen zu bleiben.
Als sie in die Große Halle kamen, spürte sie seine dunklen Augen auf sich ruhen und sah zu ihm auf.
Luna kicherte. „Weiß Harry es schon?“
Sie verzog das Gesicht. „Nein, ich will es ihm auf dem Ball erzählen.“
„Vielleicht solltet ihr vorher noch einen Grünwurzeltee trinken. Der beruhigt die Nerven.“
„Luna, ich bin mir ziemlich sicher, dass Grünwurzel giftig ist.“
„Ja, aber es ist nur eine kleine Menge, die in dem Tee ist, und die bewirkt, dass die Gefühle sich beruhigen.“
„Das sollten wir trotzdem lieber nicht tun.“ Sie schauten sich an und bei Hermines skeptischem Blick musste Luna lauthals lachen und sie stimmte mit ein.
Da am Lehrertisch zu wenig Platz war, setzten sie sich zusammen an den Gryffindortisch und fingen an zu essen.
Immer wieder warf Severus ihr seinen dunklen Blick zu und sie lächelte ihn schief an.
„Luna, wenn du möchtest, dann kannst du auch bei mir schlafen.“
„Nein, danke, Hermine, Neville wartet bestimmt schon auf mich. Immerhin haben wir uns zwei Monate nicht gesehen.“
Luna warf einen belustigten Blick zu Severus, der sofort grimmig wieder wegschaute. „Außerdem möchte ich nicht, dass Professor Snape wütend auf mich wird.“
Hermine verschluckte sich vor Lachen an ihrem Kürbissaft und Luna musste ihr auf den Rücken klopfen.

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Beta Leserin; wine witch!
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