Teach me

von Danbo
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
Jan Böhmermann Joachim "Joko" Winterscheidt Klaas Heufer-Umlauf Mark Tavassol Matthias Schweighöfer OC (Own Character)
03.03.2019
15.07.2019
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Hallöchen, ich hielt heute für einen guten Tag für ein neues Kapitel (Ihr ja sicher auch), daher kommt hier auch schon das nächste. Ich bin gerade dabei die vorgeschrieben Kapitel noch etwas weiter auszubauen, weil ich das dann doch alles etwas zügig geschrieben habe und bin jetzt echt zufrieden mit dem was da noch kommen wird. Ihr könnt euch also freuen :)

Jetzt aber erstmal viel Spaß mit dem Kapitel und sagt mir gerne, wie ihr es fandet :)



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Wieder zurück in Deutschland holte sie der Alltag viel zu schnell wieder ein und brachte Veränderungen mit sich, die Klaas zwar spürte, aber nicht wirklich greifen konnte.
Das Liebes-Hoch, welches sie im Urlaub durchlebt hatten, kam ihm plötzlich vor wie der Höhepunkt ihrer Beziehung nach dem es langsam aber stetig minimal bergab ging.
Vielleicht war all das aber auch nur Einbildung. Im Urlaub war immer alles schöner und wahrscheinlich hatte Klaas sich einfach ein bisschen zu sehr an diese Urlaubsgefühle geklammert und die Realität aus den Augen verloren.
Weil eigentlich war alles wie es immer gewesen war. Er liebte Joko mehr als alles andere in seinem Leben. Immer, wenn er von einem stressigen Tag nach Hause kam, war Joko da und war sein Ruhepol.
Die einzige Veränderung in seinem Leben war eigentlich, dass er seine Stunden im Tierheim erhöht hatte, da momentan einfach so viel los war und Peggy mit ihren wenigen Mitarbeitern kaum hinterherkam.
Klaas hatte sich sofort angeboten zu helfen. Die Tiere waren ihm wichtig und Peggy auch. Er bekam mehr Geld, wenn er mehr Stunden arbeitete und die Arbeit machte ihm nach wie vor Spaß und fühlte sich meist auch gar nicht wie Arbeit an.
Das Kochen blieb dadurch meist an Joko hängen, da dieser nun immer vor ihm daheim war und Klaas genoss es heimzukommen und leckeres Essen auf dem Tisch stehen zu haben.
Joko schien es auch nichts auszumachen. Er freute sich immer, wenn Klaas heimkam und hin und wieder hatten sie dann auch schon mal vergessen, dass da noch Essen auf dem Herd stand.

Eventuell so wie jetzt, als Joko, der gerade noch eine Hand in Klaas‘ Hose hatte, panisch aufsprang und in die Küche eilte.
„Fuck meine Lasagne.“, fluchte er und Klaas rappelte sich schwerfällig vom Sofa auf.
Er hatte noch seine Arbeitskleidung an. Naja die Hose hing auf halb 8 aber der Rest, den hatte er immerhin noch an.
Sein Penis stand wie eine Eins und Klaas ließ sich zurück in die Polster fallen. Ein leicht verbrannter Geruch drang nun auch zu ihm ins Wohnzimmer.
„Joko?“, rief er in die Küche, aus der immer noch leises Fluchen ertönte.
Klaas wollte eigentlich nicht drängen, aber er hatte hier ein kleines Problem und wollte nur zu gerne da weitermachen wo sein Freund eben einfach so aufgehört hatte und tatsächlich tauchte Jokos Kopf kurz am Türrahmen auf.
„Was denn?“, fragte er, klang plötzlich merkwürdig angespannt und Klaas grinste nur dreckig, wusste das Joko verstehen würde was er wollte.
Und ja Joko verstand ihn wirklich, schüttelte aber nur fassungslos den Kopf.
„Man Klaas meine Lasagne ist gerade verbrannt und du denkst nur an das eine! Hol dir doch selbst einen runter! Hast doch zwei Hände.“
Damit verschwand Jokos Kopf wieder von der Tür und Klaas biss sich frustriert auf die Lippe, zwängte seine Hose irgendwie wieder nach oben und ging innerlich seufzend zu Joko in die Küche. Bisher hatte Joko noch nie so ein Drama daraus gemacht, wenn ihr Essen etwas verkohlt war und das bestätigte mal wieder Klaas‘ Vermutung, dass irgendwas anders war in letzter Zeit.

Vorsichtig betrat er also die Küche und entdeckte Joko an der Theke stehen. Der Blonde schaute herunter auf die missglückte Lasagne, die wirklich nicht mehr lecker aussah und einfach nur eine schwarze Pampe war.
Klaas umfasste Jokos Schulte, drehte ihn so, dass er ihn anschauen konnte.
„Lass uns einfach Pizza bestellen und in der Zwischenzeit...“, hauchte er gegen Jokos Lippen und drückte seine Hüfte gegen die des Blonden und das hätte er vielleicht nicht tun sollen. Nicht nach Jokos abweisender Reaktion eben.
„Du checkst es nicht, oder? Das war Arbeit, die zu machen. Ich stand voll lange in der Küche dafür, habe mir richtig Mühe gegeben und jetzt war das alles umsonst. Es nervt einfach und ich hab jetzt echt kein Bock auf Sex!“
Beschwichtigend hob Klaas seine Hände, trat schnell einen Schritt zurück und versuchte das Pochen zwischen seinen Beinen zu ignorieren.
Er verstand selbst nicht, warum er Joko gerade so bedrängte, aber sie hatten schon länger keinen richtigen Sex mehr gehabt und Klaas war nun mal auch nur ein Mann.
Aber verdammt, Joko sollte wichtiger sein, als seine eigenen Bedürfnisse und deshalb nahm er ihn einfach kurz in den Arm. Unschuldig und fest.
„Sorry Joko. Ich... das war doof.“
„Ist okay.“, antwortete Joko und löste sich dann von dem Kleineren, küsste ihn auf die Strin.
„Pizza bestellen ist wahrscheinlich auch gar nicht so ‘ne doofe Idee. Irgendwas müssen wir ja essen.“, fügte er noch hinzu und griff nach seinem Handy, welches auf der Arbeitsplatte lag.



Einige Wochen später kamen Mark und Matthias dann mal wieder zu Besuch. Sie blieben nur über das Wochenende, weil Matthias Montags wieder arbeiten müsste, wie Joko und Klaas ja auch, aber Klaas freute sich sehr die beiden, vor allem Mark, mal wieder zu sehen.
Joko hatte das organisiert und Klaas damit freitagsabends einfach überrascht.
Dieser war daraufhin wieder auf Wolke 7 gewesen und das Kribbeln in seinem Bauch, wenn er Joko ansah, war zurückgekehrt. Klaas war nicht unbedingt aufgefallen, dass es nicht mehr da gewesen war, aber jetzt wo es zurück war, konnte er nicht anders als dümmlich zu Grinsen, sobald er Joko auch nur von Weitem sah.

Den Samstag verbrachten sie zu viert mit einem Bier daheim und am Sonntag unternahmen sie dann jeweils getrennt etwas voneinander.
Klaas hatte an diesem Tag lange mit Mark geredet. Vor allem über die Veränderungen, die er in letzter Zeit zwar verdrängt, aber durchaus wahrgenommen hatte.
Doch Mark hatte nur irritiert den Kopf geschüttelt und ihm versichert, dass Klaas sich das alles nur einbildete, dass die beiden sich immer noch so verliebt anschauen würden, wie damals schon und Klaas hatte das wirklich beruhigt.
Noch mehr beruhigt hatte ihn, als Joko nachdem Mark und Matthias die Wohnung verlassen hatten über ihn hergefallen war und ihn damit in andere Stratosphären befördert hatte.

Nach dem Sex hatte Klaas sich an Joko gekuschelt und hatte für sich die Entscheidung getroffen wieder weniger zu arbeiten, um mehr Zeit mit Joko verbringen zu können und den Gefühlen wieder Raum zu lassen.
Auch wenn er sich diese Veränderung von ihre Beziehung nur einbildete, würde es wahrscheinlich trotzdem nicht schaden ein wenig mehr Zeit füreinander zu haben.


Also ging er am nächsten Morgen gleich zu Peggy ins Büro.
„Guten Morgen Klaas. Was gibt’s?“, fragte sie ihn fröhlich und Klaas ließ sich auf den Schreibtischstuhl sinken und verknotete seine Finger ineinander.
„Morgen. Ich wollte fragen, ob ich vielleicht wieder ein bisschen kürzer treten könnte. Es ist ja momentan nicht so mega viel los und ich hab das Gefühl ich sollte mehr Zeit mit Joko verbringen.“
Peggy nickte verständnisvoll.
„Na klar. Es hält sich ja momentan wirklich in Grenzen. Du kannst gerne auf deine alte Stundenzahl zurück.“
Klaas lächelte, war froh, dass Peggy seine Chefin war.
„Danke Peggy.“
„Für dich doch immer.“, grinste sie und zwickte Klaas kurz in die Schulter, bevor sie weiter irgendwelche Akten sortierte.
„Bei dir und Joko ist aber alles okay?“, fragte sie dann unvermittelt, als Klaas bereits wieder den Raum verlassen wollte.
Er stoppte, drehte sich um. „Ja, warum nicht?“
„Er war lange nicht mehr hier. Deswegen...“
Klaas runzelte die Stirn. Da hatte sie recht. Joko war lange nicht mehr im Tierheim gewesen, um zu helfen. Damals war er regelmäßig mitgekommen.
„Mh ja keine Ahnung. Er hat momentan viel zu tun.“
„Na gut.“, nickte Peggy Klaas‘ halbherzige Antwort ab und er verließ zügig das Büro.


Joko hatte sich wirklich gefreut, als Klaas an diesem Tag früher nach Hause gekommen war und Klaas genoss die zusätzliche Freizeit, die er jetzt hatte.
Es war schön zur Abwechslung mal nicht todmüde zu sein, wenn man heimkam und dann noch zusammen mit Joko auf dem Balkon sitzen zu können.
Jokos Strahlen wann immer Klaas ihm eine Liebesbekundung zu murmelte, färbte auf ihn ab und es viel ihm noch viel leichter zu verdrängen, dass eben doch nicht alles so war, wie es damals mal gewesen war.
Klar, er liebte Joko noch, aber irgendwas hatte sich einfach geändert und Klaas schob es wohlwollend auf den Fakt, dass beide älter geworden waren und ihre Beziehung nun einfach nicht mehr so kitschig, wie eine Kindergartenbeziehung war, sondern ebenfalls erwachsen geworden war.


Bis Weihnachten funktionierte das mit den kürzeren Arbeitszeiten auf jeden Fall wirklich gut.
Sie verbrachten das erste Mal Weihnachten komplett in Hamburg, fuhren nicht zu Klaas‘ Mutter, da diese mit ein paar Freundinnen feierte und so genossen sie ihr Fest einfach in Zweisamkeit.
Geschenkt hatten sie sich dieses Jahr nichts wirklich, weil beide im Urlaub etwas zu viel Geld rausgeschmissen hatten, als geplant.
Aber Joko und ihm kam es nun mal auch nicht auf Geschenke an. Viel wichtiger war das Beisammen sein und Zeit zu zweit verbrachten sie über die Feiertage mehr als genug.

Doch die kleine rosarote Wolke auf der sie die Feiertage lang trieben, zerplatzte als Klaas am ersten Arbeitstag das Tierheimgelände betrat, welches bereits aus allen Nähten platzte.
Klaas würde nie verstehen, wie Menschen Tiere verschenken konnten und diese dann später einfach irgendwo am Straßenrand sitzen ließen.
Unzählige junge Welpen waren einfach ausgesetzt worden, weil sie dann plötzlich doch mehr Arbeit machten, als die dummen Besitzer erwartet hatten. Klaas würde jeden einzelnen dieser herzlosen Menschen auch gerne mal an einer Schnellstraße festketten und einfach sitzen lassen. Es machte ihn wirklich wütend.
Durch die vielen Neuzugänge, war es dann aber keine Überraschung, dass Peggy ihn förmlich anflehte, die Stunden wieder zu erhöhen.


„Peggy will dass ich wieder länger arbeite. Im Tierheim ist die Hölle los. Durch die Feiertage. Ist das okay für dich?“, sprach Klaas das Thema dann den Abend an, als Joko und er schon längst im Bett lagen.
Er wollte nicht, dass Joko dachte, dass er ihn mied oder keine Zeit mehr mit ihm verbringen wollte, hatte Angst durch die Arbeit ihre Beziehung irgendwie zu zerstören.
„Warum fragst du mich überhaupt? Du hast doch eh schon zugesagt.“, murmelte Joko, schaute geradeaus an die Decke.
Klaas biss sich auf die Lippe, wollte nicht, dass Joko sauer auf ihn war und doch hatte er ihn da durchschaut, weil ja Klaas hatte Peggy bereits zugesagt.
„Du weißt, dass die mich da brauchen. Die...“
„Ich brauche dich auch Klaas.“, unterbrach Joko ihn, schickte einen Stich durch Klaas‘ Herz, weil scheiße er brauchte Joko doch eigentlich auch. Mehr als alles andere und doch hatte er seine Entscheidung ja bereits getroffen, konnte Peggy einfach da nicht im Stich lassen.
„Joko die Tiere, Peggy,..“
„Ja ja, ich weiß.“, winkte der Ältere ab und Klaas drehte seinen Kopf zu ihm, während Joko weiter an die Decke starrte.
„Ich verkürze sofort wieder, wenn es ruhiger wird Joko. Versprochen. Ich liebe dich. Ich will auch Zeit mit dir verbringen.“
Nun drehte Joko sich endlich in Klaas‘ Richtung. Seine weiche Hand traf Klaas‘ Wange. Die braunen Augen musterten ihn.
„Ich liebe dich auch.“, hauchte er ihm entgegen. „Viel zu sehr. Wenn ich dich nicht lieben würde, hätte ich auch kein Problem damit, wenn du immer erst so spät heimkommst.“
Klaas lächelte leicht, schmiegte sich an Jokos Hand, weil er diese Zärtlichkeiten brauchte.
„Ich spreche mal mit Peggy okay? Ich... Vielleicht reicht es wenn ich nur ein paar Wochen länger bleibe.“
Joko nickte kurz, robbte dann näher an den Kleineren heran, um ihn in seine Arme zu ziehen und Klaas genoss die Nähe und schlief kurze Zeit später auch schon ein.


Am nächsten Tag hatte er daraufhin direkt wieder mit Peggy gesprochen. Hatte ihr schweren Herzens erklären müssen, was das Problem war und war dankbar gewesen, als Peggy nicht weiter nachgefragt, sondern einfach eine Lösung vorgeschlagen hatte.


„Ich arbeite nur einen Monat länger und dann verkürze ich wieder.“, erzählte Klaas Joko sofort, als er wieder daheim war und Joko lächelte so glücklich, dass Klaas unwillkürlich das Gleiche tat.
„Das freut mich Hase.“, flüsterte Joko ihm zu, als er Klaas in seine Arme zog.
„Mich auch.“, lächelte Klaas und strubbelte kurz durch Jokos Haare.

Er wusste noch, dass Jokos damalige Beziehung auch wegen Zeitmangel zerbrochen war. Obwohl es da Joko war, der keine Zeit gehabt hatte. Joko müsste doch also eigentlich Verständnis dafür haben, hatte er aber irgendwie nicht. Und Klaas konnte ihn da einerseits verstehen, andererseits, aber auch nicht. Es war einfach eine verzwickte Lage, in der sie das gerade steckten und Klaas wusste nicht, wie sie da reingekommen waren, geschweige denn wie sie da wieder rauskommen sollten.

Doch dann wurde es ein paar Monate später plötzlich von ganz alleine wieder besser.
Genau genommen zu ihrem 5. Jahrestag, an dem Joko riesig auffuhr und Klaas sich extra freigenommen hatte.
Joko führte ihn erst in ein Restaurant aus und dann gingen sie zusammen in den Zoo, weil er wusste, dass Klaas den Zoo und vor allem die Tiere dort liebte.
Sie picknickten gemeinsam auf einer der Bänke dort und verließen abends als welche der letzten das Gelände.

Klaas hatte danach euphorisch Mark angerufen, ihm von Joko vorgeschwärmt und von dem Tag und war wieder glücklicher denn je.
Eine lange Zeit, hatte er wirklich Angst um ihre Beziehung gehabt und es beruhigte ihn, dass das wahrscheinlich wirklich alles nur Hirngespinste waren, denn ab diesem Tag lief es wieder besser denn je, für Klaas zumindest und für Joko hoffentlich auch. Der grinste ihn immerhin noch genauso an wie damals, als sie sich vor 5 Jahren kennengelernt hatten.

5 Jahre. Das war einfach eine verdammt lange Zeit. Damals hatte Klaas noch daheim gewohnt, war zur Schule gegangen und mittlerweile hatte er schon eine Ausbildung absolviert und arbeitete.
Joko und er hatten in diesen Jahren so viel zusammen erlebt und gemeistert, dass man damit wahrscheinlich einen Spielfilm füllen könnte.
Umso glücklicher war er, dass sie diese komische Krise, in der sie gesteckt hatten, jetzt wieder überwunden hatten.

Denn Joko lag gerade neben ihm und strich mit seinen Händen Klaas‘ Körper nach, was dem Kleineren eine Gänsehaut bereitete. Grinsend versteckte Klaas seinen Kopf in Jokos Nacken, küsste die weiche Haut und fand sich wenig später auf Joko liegend wieder.
Sie waren beide müde und träge vom Tag.
Im Zoo waren sie so viel gelaufen, dass ihre Beine leicht schmerzten und trotzdem führten sie ihre Liebkosungen fort.
Jokos Hände rutschten unter Klaas‘ Shirt und schoben es über seinen Kopf, woraufhin Klaas grummelnd die Küsse an Jokos Hals stoppen musste, doch dann direkt wohlig seufzte, als Jokos Finger auch Klaas‘ Hose nach unten schoben.
In den Kniekehlen blieb sie hängen, aber das störte sie beide nicht und Klaas zog einfach auch Jokos Hose soweit nach unten, ließ sich dann wieder auf ihn sinken und unterdrückte ein viel zu lautes nicht deutbares Geräusch, welches seine Kehle verlassen wollte, als ihre beginnenden Erektionen sich berührten.
Joko krallte eine Hand in Klaas‘ Nacken, während er mit der anderen zwischen sie griff und umständlich beide Schäfte umfasste.
Klaas‘ Muskeln spannten sich an, als Jokos Finger seine Eichel streiften und er krallte sich so fest in die Bettdecke, dass seine Knöchel weiß hervortraten.
Joko fackelte nämlich nicht lange und bewegte seine Hand in einem harten, unnachgiebigen Rhythmus, presste Klaas‘ Kopf näher an seinen und schob ihm die Zunge in den Mund.
Klaas stöhnte in Jokos Mund, während er dessen zügige Handbewegung an seinem Arm spürte.
Er war kurz davor zu kommen, zitterte bereits am ganzen Körper, als Joko stoppte.
Klaas‘ Penis einfach aus seinem Griff gleiten ließ und sich selbst weiter rieb.
Klaas‘ Anspannung ließ nach.
Frustriert löste er seine Lippen von Jokos, der sich selbst einen runterholte, während Klaas kurz vorm Explodieren ist.
Jokos Hand schlägt immer wieder leicht gegen Klaas‘ Bauch, während er seine Erektion rieb und erneut Klaas‘ Lippen in Beschlag nahm.
Klaas küsste Joko zurück, zuckte bei jeder minimalsten Berührung von Jokos Hand an seinem Penis heftig zusammen und wartete vergeblich darauf, dass Joko ihn endlich kommen ließ.

Er war sogar kurz davor einfach selbst Hand anzulegen, als Joko plötzlich lauter keuchte als zuvor, endlich wieder nach Klaas‘ Erektion griff und seinen Zeigefinger in den empfindlichen Punkt unter der Eichel bohrt.
Unerwartete heftig zuckte die Lust durch Klaas‘ Körper, sein Bauch spannte sich an, während die Lust sich mit einem Schwall entlud und auf Jokos Unterkörper tropfte.

Dass Joko auch kam, bekam Klaas kaum mit, da er in einer solchen Ekstase war.
Er spürte nur das Sperma, welches gegen seinen Bauch spritze und konnte immer noch nicht klar denken.

Beide waren auch Minuten später noch außer Atem und Joko küsste ihn fahrig auf die Wange, aufs Ohr, auf die Lippen, bevor er nach den Taschentüchern angelte.
Halbwegs sauber kuschelte er sich dann wieder an Klaas und beide schliefen erschöpft, aber glücklich ein.



Dieses Hoch, welches auf ihren Jahrestag folgte, war anscheinend aber auch wieder nur von kurzer Dauer, denn als Klaas an einem besonders regnerischen Tag im Herbst ihre Wohnung betrat und Joko begrüßen wollte, verstand er plötzlich die Welt nicht mehr.

Sobald er nämlich das Wohnzimmer betrat, kam Joko aus der Küche zu ihm und anstatt eines Begrüßungskusses, bekam Klaas einen kleinen Schubser Richtung Flur.

„Klaas bleib mit deinen nassen Sachen im Flur! Du machst hier wieder alles nass!“, zeterte Joko los, klang gehetzt und genervt zugleich.
„Ich wollte dir nur Hallo sagen. Tut mir leid.“, sprach Klaas irritiert.
Was war mit seinem Freund los? In letzter Zeit lief es doch wieder. Klaas zumindest war wirklich zufrieden mit ihre Beziehung, hatte das Gefühl sie hatten das kleine Tief, welches über sie geschwappt war endlich überwunden und waren langsam aber sicher wieder beim Aufstieg.

„Ich hab dir schon so oft gesagt, dass du erst deine nassen Sachen ausziehen sollst!“, unterbrach Joko genervt Klaas‘ Gedankengänge, bevor er ihn noch ein Stück weiter Richtung Garderobe schob und Klaas somit eine nasse Spur auf den Dielen zurückließ.
„Man Joko was hast du denn? Bist du mit dem falschen Fuß aufgestanden oder was?“, versuchte Klaas die Situation mit einem blöden Witz zu lockern, scheiterte aber kläglich.
Joko war nicht zu Späßen aufgelegt und wenn Joko nicht lachte, war es ernst, dann belastete ihn diese Situation gerade wirklich und das kam so gut wie nie vor. Nicht wegen so einem nichtigen Thema zumindest.
„Nein, ich putze dir nur dauernd hinterher. Überall lässt du dein Zeug liegen, du räumst so gut wie nie auf und ich koche gefühlt die ganze Zeit nur! Ich fühle mich wie dein scheiß Hausmädchen!“, redete Joko sich in Rage, wedelte mit dem Kochlöffel, an dem noch etwas Tomatensoße hing und Klaas würde lachen, wenn die Situation nicht gerade so erschreckend ernst war.
„Joko das... das war nicht meine Absicht...“, nuschelte er, hatte nicht gewusst, dass sein Verhalten Joko anscheinend so belastete. Hatte ja nicht mal wirklich bemerkt, dass ihre Rollen wohl so ungerecht verteilt waren.
„Ich fasse es nicht, dass du das nicht merkst Klaas. Ich mache eigentlich den ganzen Haushalt und dabei bin ich meistens auch nur paar Stunden vor dir hier und dann plane ich auch noch wie so ein Trottel jedes verdammte Date von uns, weil ich Zeit mit dir verbringen will und du anscheinend nicht...“
Klaas schrumpfte bei jedem Wort ein kleines Stückchen.
Er hatte wirklich nicht bemerkt, dass er nicht im Haushalt half. Das hier war doch seine erste Wohnung. Er hatte damit nicht so viel Erfahrungen und ja scheiße Joko hatte gefühlt jeden Jahrestag geplant, jedes Date in der letzten Zeit. Das letzte was Klaas von sich aus in die Beziehung eingebracht hatte, war der Urlaub und der war jetzt auch schon wieder knapp 1 Jahr her.

„Ich will auch Zeit mit dir verbringen! Ich liebe dich Joko.“, flehte Klaas verzweifelt.
Bis eben war doch noch alles okay gewesen.
Für ihn zumindest. Für Joko wohl nicht. Für Joko war das alles wohl schon länger nicht mehr okay gewesen und Klaas fragte sich, warum er bisher nie etwas gesagt hatte. Sie hätten doch miteinander reden können...
„Ich merke davon langsam nichts mehr Klaas...“, antwortete Joko ihm auf seine Liebesbekundung und Klaas‘ Herz fühlte sich an, als würde es langsam in einem Schraubstock zerquetscht werden.
„Nein Joko. Ich liebe dich. Für immer. Das weißt du doch.“
Klaas packte Jokos Arm, blinzelte auf den silbernen Armreif, bevor er in Jokos Augen schaute.
„Joko ehrlich ich... ich liebe dich und ich... du hättest was sagen sollen... ich hab das wirklich nicht so mitbekommen. Für mich ist das alles neu und ich dachte dir macht es nichts aus und das war verdammt dumm. Ich bin dumm.“
Joko griff nach Klaas‘ Hand, was Klaas erleichtert aufatmen ließ. Die warmen Finger schlossen sich um seine Hände.
„Du bist nicht dumm.“, nuschelte der Blonde ohne Klaas anzuschauen. „Nur manchmal verdammt ignorant.“
Klaas biss sich fest auf die Lippe. Er wollte nicht ignorant Joko gegenüber sein und doch war er es gewesen.
„Das tut mir leid.“, murmelte er, spürte Jokos Hand an seiner Wange.
„Ich weiß, Hase.“
Jokos Stimme war wieder ruhiger. Nur sein schwerer Atem deutete noch darauf hin, dass er eben ganz und gar nicht ruhig gewesen war.
„Ich werde mich bessern okay? Sag einfach Bescheid, bei was ich dir helfen soll und dann helfe ich.“
Joko schüttelte leicht den Kopf, scannte Klaas‘ Gesicht.
„Ich will dir nicht jedes Mal sagen müssen, dass du helfen sollst. Du sollst das von dir aus machen und wollen. Darum geht es.“
„Ich… Joko…“
„Ist gut Klaas. Lass uns einfach Essen und dann ins Bett gehen. Morgen sieht alles anders aus.“, beendete Joko dann das Gespräch und wendete sich ab, um in die Küche zu gehen.
Klaas entledigte sich schnell seiner nassen Klamotten, wischte mit einem Lappen, die nassen Stellen auf dem Boden weg und folgte Joko dann zögerlich.


Während dem Abendessen schwiegen sie, Klaas hing seinen Gedanken nach, ließ den Streit mit Joko Revue passieren. Immer und immer wieder.
Er wusste insgeheim, dass dessen Kritik mehr als berechtigt war. Er hatte wirklich nicht geholfen, hatte sich so in die Arbeit gestürzt und es als selbstverständlich angesehen, dass im Haushalt alles gemacht war, dass Joko die Dates plante.
Immerhin war Joko der Ältere, der Erfahrenere und Klaas war nicht mal wirklich auf die Idee gekommen, etwas für Joko zu planen, außer natürlich es war sein Geburtstag.
Er war einfach nur so verdammt unbedacht und verstand Joko zu hundert Prozent.

Auch später im Bett, als Joko sich wie immer von hinten an ihn schmiegte und wohl wirklich erstmal mit dem Thema abgeschlossen hatte, wollten Klaas‘ Gedanken einfach keine Ruhe geben.
Während Joko also schlief war Klaas noch viel zu lange wach, hörte Jokos leises schnarchen und versuchte zu verstehen was gerade mit ihrer Beziehung passierte.



Um 5 Uhr morgens quälte er sich dann aus dem Bett, hatte die ganze Nacht keinen Schlaf gefunden.
Er trat hinaus auf ihren kleinen Balkon und zog sein Handy aus der Tasche, wählte Marks Nummer.
Es klingelte.
Viele lange Minuten.
Bis dann endlich Marks müde Stimme erklang.
„Alter Klaas. Es ist 5 Uhr. Was willst du?“
„Ich und Joko hatten gestern einen Streit.“, fiel Klaas direkt mit der Tür ins Haus, lauschte der Stille die danach entstand und dann Marks Worten.
„Moment was… Ihr habt euch gestritten?“
Klaas nickte, schob dann schnell einen bejahenden Laut hinterher.
„Über was?“, fragte sein Kumpel, der nun schon deutlich wacher klang.
„Er…. er sagt ich helfe nicht genug im Haushalt und er fühlt sie wie mein Diener und scheiße Mark er hat ja recht damit.“
Klaas ließ Mark gar nicht erst zu Wort kommen, sondern redete direkt weiter, als er das Einatmen durch den Hörer vernahm.
„Ich hab das gar nicht so mitbekommen. Gerade wenn’s kälter wird, ist die Arbeit so anstrengend und ich bin dann so ausgelaugt, dass ich das gar nicht gemerkt habe, wie viel Joko eigentlich macht. Er kocht jeden Abend und er plant jedes Date und ich bin ich so ein schlechter Freund. Ich bekomme das nicht mal mit.“
„Hey ganz ruhig Klaas.“, versuchte Mark ihn nun zu beruhigen, was nicht wirklich etwas brachte.
„Es ist doch gut, dass ihr jetzt darüber gesprochen habt. Dann weißt du doch was jetzt zu tun ist.“
Klaas rieb sich einmal mit der Hand über das Gesicht, seufzte bevor er ein bejahendes Brummen von sich gab.
„Eine Beziehung ist doch gar keine Beziehung, wenn man sich nicht auch mal streitet. Solange man sich am Ende wieder versteht ist doch alles gut und jetzt legst du auf und gehst in die Küche und machst ein Frühstück für euch, um Joko zu zeigen, dass dir was an der Beziehung liegt und dass du dich bessern willst.“
Wie auf Kommando legte Klaas einfach auf, eilte in die Küche, weil Mark so Recht hatte und Klaas fragte sich, warum er nicht selbst auf diese Idee gekommen war, die doch so naheliegend zu sein schien.


Er bereitete also ein großes Frühstück vor und schlich dann zu Joko ins Schlafzimmer.
Dieser hatte sich Klaas‘ Kissen gekrallt und umarmte nun dieses statt Klaas, der vorhin noch in seinen Armen gelegen hatte.
Klaas ließ sich langsam auf die Matratze sinken und gab sich selbst einen kurzem Moment um den schlafenden Mann vor sich zu betrachten.

Joko war älter geworden in den letzten 5 Jahren, seine Falten waren etwas tiefer geworden und trotzdem wurde er für Klaas mit jedem Tag schöner.
Viel zu selten hatte Klaas Joko in letzter Zeit wirklich angesehen.
Er war so mit der Arbeit beschäftigt gewesen, hatte sich mehr um die Tiere im Tierheim gesorgt, als um seine eigene Beziehung und konnte sich das selbst nicht erklären.
Joko war im Laufe der Zeit irgendwie Teil seines Alltages geworden, was auf der einen Seite ja ganz schön klingt, aber sich vielleicht nicht mehr so Besonders anfühlte, wie damals.
Doch jetzt wo er Joko hier so liegen sah, wurde Klaas erst wieder bewusst, wie dankbar er für diesen Mann sein sollte und wie viel mehr er ihn an seiner Seite eigentlich schätzen sollte.

Dass Joko hier bei ihm war, kam ihm zwar mittlerweile selbstverständlich vor, aber das war es nun mal nicht.
Dass Joko hier war, war ein Privileg.


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tbc
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