Welcome to the Dschungel

OneshotAbenteuer, Freundschaft / P12
Brad Delson Chester Bennington David "Phoenix" Farrell Joseph "Joe" Hahn Mike Shinoda Rob Bourdon
03.03.2019
03.03.2019
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Einen wunderschönen Sonntag!


Anlässlich des gestrigen Konzertes von Miiiiikey (Girlyfankreisch einfügen) Gibt’s heute einen kleinen Oneshot von Linkin Park! Habt ganz viel Spaß mit sechs verzweifelten Jungs!




Küsschen


Juli & ihr Hörnchen








Welcome to the Dschungel


Linkin Park auf Umwegen






Mike schaute aus dem kleinen Fenster. Er war so oft geflogen und doch war er noch immer kein Fan davon. Er war kein Vogel. Er war eher ein Erdmännchen, nur über der Erde. Aber auf dem Boden. “Der fliegt gleich in die Wolken rein”, murmelte er.

“Du bist in den Wolken”, sagte Joe neben ihm. “Also jetzt gerade.”

“Das sind Fluffywolken. Aber da hinten wird’s dunkel.” Mike murrte und lehnte sich zurück. “Dunkelgrau.”

“Vielleicht ein kleines Unwetter.”

Mikes Kopf schoss herum zu Joe. “Unwetter?”

“Nun guck nicht so. Du rennst sogar im Gewitter draußen rum.”

“Da bin ich aber nicht zehntausend Kilometer über dem Boden!”

“Es passiert nichts. Mach einfach die Augen zu und schlaf so wie alle anderen auch.”

In der Ferne zuckten Blitze. “Hast du das gesehen?”, rief Mike hysterisch.

“Das ist weit weg. Beruhige dich.”

“Du hast gut reden! Du hast ja auch keine Flugangst!”

“Was ich echt nicht verstehe. Wir sind fast drei Monate am Stück im Flieger. Die paar Bustouren kann man an einer Hand abzählen.”

“Jaaah, und ich zeter jedes Mal.”

Joe beugte sich rüber und zog an der Schnur, wodurch das Fenster verdeckt wurde. “Schau dir einen Film an.”

”Du wirkst irgendwie genervt!”

“Ja, weil wir dieses Gespräch jedes Mal haben und sich die anderen davor drücken und so tun, als würden sie schlafen.”

Mike schaute über den Sitz. “Du meinst, Chazzy schläft gar nicht?” Frech piekte er ihm in die Seite.

Der zuckte heftig zusammen, sodass er gegen den Sitz vor sich trat. “Was?”, fragte er verwirrt.

“Hast Recht, Joe. Er schläft gar nicht.” Mike kicherte leise.

“Sag ich ja.” Joe grinste bei Chesters verwirrtem Gesicht.

“He Chazzy, mir ist doof. Mach was.”

Er gähnte und klopfte sich auf die Schulter. “Komm kuscheln.”

“Das macht das Gewitter auch nicht weg.” Mike schob die Unterlippe vor. “Guck mal, die sind pechschwarz die Wolken!”

“Das sind ganz traurige Wolken. Lass sie weinen, dann werden sie wieder weiß und glücklich.” Chester lächelte und nahm Mikes Hand.

Er schaute ihn blinzelnd an. “Traurige Wolken? Wirklich? Na du bist ja niedlich!”

“Das hat mir meine Mum immer gesagt. Und dann bin ich rausgegangen und hab mit ihnen geredet.”

“Junge, du hattest schon immer mächtig einen an der Waffel. Aber ich mag Waffeln.” Mike grinste, zuckte aber heftig zusammen, als der Flieger kurz absackte.

“Nur ein Luftloch. Siehst du? Wir steigen wieder.”

“Können wir nicht lieber sinken? So auf einer Landebahn?”

Rob, der die Kopfhörer abnahm, schaute aus dem Fenster. “Das ist der Dschungel, Mikey. Da gibt’s keine Landebahn.”

“Nur Affen und Schlangen und Spinnen”, sagte Joe, wohlwissend, dass Chester vor jeder Spinne davon rannte.

“Na da freuen sich ja einige von uns.” Mike atmete tief durch und jaulte leise auf, als der Flieger ruckelte.

Chester sah kurz zu Rob. Er wurde Tatsache nervös, aber er versuchte sich zu sagen, dass das okay war. Sie waren schon öfter bei solchem Wetter geflogen. “Wann geht es die Woche eigentlich los?”

“Samstag in Sao Paulo.”

“Stimmt. Davor waren noch Radioauftritte, richtig?”

“Korrekt.” Mike versuchte sich auf deinen Laptop zu konzentrieren. “Gooooott! Lass den Scheiß”, fluchte er, als der Flieger erneut absackte und ruckelte.

“Können wir keinen Umweg fliegen?”

“Nein, Sir. Das Unwetter ist sehr großflächig”, sagte die Stewardess.

“Ganz toll. Wie lange wird das anhalten?”

“Das kann ich ihnen nicht sagen.”

Die Jungs versuchten einen Moment schweigend zu arbeiten oder sich zu beschäftigen, als das Licht plötzlich flackerte.

“Eh, das ist echt beschissen”, murmelte Mike und klappte den Laptop zu.

Chester atmete tief durch. “Alles gut …”

“Nein, Nein, Nein.” Mike stand auf, doch als die Anschnallzeichen aufleuchteten, stöhnte er wimmernd auf.

“Setz dich!”

“Aber ... das wird immer schlimmer”, wimmerte Mike.

“Ich weiß…” Chester hielt eine der Stewardessen am Arm fest. “Was ist los?”

“Nur kleine Turbulenzen, Chester.” Sie lächelte und schloss den Vorhang, um sich ebenfalls anzuschnallen.

“Ob die noch wissen, was wir zum Mittag hatten? Ich glaube das will raus.”

“Eh Bennington, du wirst hier nicht in unseren neuen Flieger kotzen!”, sagte Brad knurrend.

“Das muss eingeweiht werden. Gibt keins, was ich nicht schon so zum kotzen fand.”

“In dieses wirst du nicht reiern! Lass eins Kotzfrei”, sagte Brad.

“Sags dem Piloten.”

“Da sind Beutel. Die guten, sogar beschichten. Kotz da rein!”

“Könnt ihr mal aufhören, vom Kotzen zu reden?”, platzte Rob raus.

Chester murrte leise und lehnte sich zurück. Sein Bein wippte nervös, als er raus sah.

Doch das war nichts gegen Mike, der kontinuierlich wimmerte und sich in seinem Sitz festkrallte. “Habt ihr auch schon mal Lost geschaut? Die sind alle abgekackt!”

“Mike! Hör auf damit! Das sind Horrorgedanken. Es ist alles gut!”

“Der Flieger ist vollkommen besoffen! Und du sagst mir, es ist alles gut?”

Chester wollte gerade was sagen, als der Flieger erneut absackte. Er krallte seine Finger in die Lehne. “Oh Gott…”

“Siehst du ... der Vogel hat da oben gerade richtig Spaß!”

Mike schrie auf, als es laut donnerte und es im Flieger stockdunkel wurde.

“Shit”, flüsterte Chester, griff aus Reflex neben sich.

“Jungs?”, fragte Joe.

“Ja?”, fragte Brad, nun auch deutlich gestresst.

“Das ist nicht normal oder?”

“Ich glaube nicht”, murmelte Rob und atmete langsam ein und aus.

“Es geht runter”, sagte Dave leise. “Ich glaube wir landen.”

Mike starrte zu Dave rüber und sah dann aus dem Fenster. “Verarschen? Da ist doch keine Landebahn!”

“Besser als vom Blitz getroffen zu werden.”

Die Jungs schauten aus den Fenstern und krallten sich in den Lehnen fest, als der Flieger den Bäumen immer näher kam.

“Das ist alles ein verdammt schlechter Scherz. Linkin Park landet mitten im Wald. Wir sind doch nicht im Dschungelbuch, verdammt!”

“Balu?”

“Ja, mit dem kann ich gemütlich sein!”

Chester fing an zu lachen. “Das will ich sehen.”

“Wenn wir noch weiter runter gehen, wirst du es bestimmt sehen”, murmelte Rob und runzelte die Stirn. “Jungs, wir streifen gleich die Bäume!”

Wenige Minuten später ruckelte das Flugzeug extrem, als sie tatsächlich die Bäume striffen und weiter runter gingen. Nun war niemand von ihnen mehr ruhig. Dave klammerte sich am Sitz fest, Joe am Sitz vor sich und Chester griff nach eine der Tüten, während Mike neben ihm schrie.

Rob war versucht, aufzuspringen, als es immer lauter wurde. Hinten schrie eine der beiden Stewardessen, der Wagen mit ihren Getränken rollte an ihnen vorbei und donnerte an die Cockpittür.

“Ich will nach Hause! JETZT!”, kreischte Mike.

“Ich auch!”

„Daaaaave, du hast den Flieger ausgesucht! Warum der?”, fragte Rob wimmernd.

“Du gibst mir die Schuld? Jetzt? Kurz bevor wir abstürzen?”

“Jaaah ... nein ... Fuuuuuck!”

Als der Flieger durch die dichten Baumkronen donnerte, schrien alle sechs schockiert auf.

Mike wusste im Nachhinein nicht zu sagen, wie lange der Absturz gedauert hatte, doch irgendwann knallte die Maschine auf den Boden auf und niemand rührte sich. Minutenlang, bis ...: „Chazzy? Alles okay?”, fragte Mike seinen besten Freund leise.

“Ich hab Kopfschmerzen…”

“Bist du verletzt?” Mike löste den Gurt und beugte sich zu Chester, der schräg vor ihm saß.

“Glaube nicht. Jungs?”

Rob zerrte an dem Gurt, doch er rührte sich nicht. “Daaaave, hilf mir bitte. Er geht nicht auf. Ich ... Brad? Brad, sag was! Mike, Brad hat die Augen zu!”

Der sprang auf und in seiner Panik regelrecht auf Brad Schoß, der zusammenzuckte.

“Brad?” Chester sah zu ihm. “Alles okay?”

“Ja ... ja, alles gut. Wir sind ... gelandet ...”

“Naja ... also landen würde ich das jetzt nicht nennen”, murrte Mike.

“Lasst uns schauen wo wir sind”, sagte Joe und schnallte sich ab.

Die beiden Stewardessen saßen noch immer geschockt auf den Sitzen. “Leben wir noch?”, fragte die Brünette.

“Ja, wir leben noch.” Chester sah sie besorgt an. “Alles okay? Jemand verletzt?”

“Nein, ich nicht. Keira, alles okay?”

“Ja. Alles gut.”

“Wie geht die Tür auf?”, fragte Rob, der an dem Hebel zerrte.

“Einfach hochdrücken.”

“Geht nicht. Dave, hilf mir mal. Er klemmt wohl.”

Dave drückte am Hebel und knurrte. “Das Teil ist verbeuelt. Da müssen wir alle ran.”

Zu sechst zerrten sie an dem Griff, ächzten und stöhnten, bis er plötzlich aufging und sie komplett aus der Maschine auf den Waldboden purzelten.

“Ich hab euch auch lieb”, murmelte Chester, der unter ihnen lag. “Ihr seid schwer!”

“Ich lieg doch so gern auf dir”, nuschelte Mike. “Und du freust dich dann immer.”

“Träumst du von.”

“Na klar.”

Nach und nach standen sie auf und sahen sich um.

“Na verdammt”, murmelte Brad. “Das ist tatsächlich der Dschungel ...”

“Weiß einer wo wir ungefähr sind?”, fragte Joe nachdenklich.

“Nein. Ich geh mal nach den Piloten gucken.” Mike ging los, gefolgt von Dave.

“Sandro? He, geht‘s euch gut?”, rief Mike.

“Ja, ist bei euch alles okay? Wir versuchen ein Signal zu bekommen.”

“Ja, uns geht es gut. Den Mädels auch. Wo, zum Teufel sind wir?”, fragte Mike.

Marek schaute auf die Karte und seine Instrumente. “Ich denke, wir sind etwa drei Flugstunden von Sao Paulo entfernt.”

“Bleibt am besten im Flugzeug. Wer weiß, was draußen für Tiere rumlaufen.”

Instinktiv sah sich Mike um. “Aber wenn ihr kein Signal bekommt, dann müssen wir doch Hilfe holen.”

“Von wem? Erdmännchen? Setzt euch rein. Überlasst uns das Ganze.”

Mike schaute Dave an und zuckte ratlos mit den Schultern. “Okay, wenn er das sagt.” Gemeinsam gingen sie zurück zu den Freunden, die auf dem Waldboden saßen und berichteten, was Sandro ihnen gesagt hatte.

“Was glaubt ihr, wie lange wir hier festsitzen?”, fragte Chester leise. Er fühlte sich hier total unwohl.

“So, wie Sandro klingt etwa dreißig Minuten. Wobei ... wieso sitzen wir hier überhaupt?” Mike sprang wieder auf und lief zu den beiden Piloten zurück. “Sandro? Was ist denn überhaupt passiert?”

“Der Sturm war zu stark, wir mussten runter. Die Bäume haben das Flugzeug beschädigt. Wir prüfen, wie schlimm es ist und ob wir später weiter können, oder auf Hilfe warten müssen.”

“Okay. Scheiße.” Mike kletterte in den Flieger und prüfte seine Technik auf Empfang, doch nichts. “Die Welt ist riesengroß und wir stürzen mitten in einem Funkloch ab!”

“Willkommen in der Natur.”

“He, ich hab genug Natur. Ich habe einen Garten.” Mike wimmerte, dann atmete er tief durch. “Okay, lasst uns mal schauen, was an Essen und Getränken da ist. Nicht, dass Joe und Dave noch jagen gehen müssen.”

Chester folgte ihm in den vorderen Bereich und sah in den Schränken nach. “Also Strohm geht noch. Wir haben Wasser, Cola und Bier, Obst und Gemüse und fertigessen für gefühlt drei Tage.”

“Okay, also müssen wir nicht jagen gehen.” Mike rieb sich das Gesicht. “Da geht doch die Hölle los, wenn wir nicht ankommen.”

“Vor Allem wenn wir nicht Bescheid geben können.” Chester sah ihn an. “Ist alles okay bei dir?”

“Ich hab Bauchschmerzen, wenn ich über unsere Situation nachdenke. Oh und ihr dürft euch Gedanken machen, wie wir in Zukunft von A nach B kommen. Ich steige nie wieder in ein Flugzeug!”

“Ja, ich habe auch erstmal genug davon.”

“Lass uns Wasser suchen und wir rudern nach Hause”, sagte Mike, halb spaßig, halb ernst. Der Schreck ließ sich einfach nicht wegdiskutieren.

“Erst Aspirin, dann Wasser.”

“Vielleicht Aspirin mit Wasser?”

“Entweder das oder Bier. Hauptsache Aspirin.”

“Du kriegst kein Bier zu Aspirin. Das weißt du ganz genau.” Mike ging in die kleine Bordküche, was nicht mehr war, als ein Tresen mit Kaffeemaschine und Mikrowelle. Und natürlich ein kleiner Kühlschrank. “Hier. Die Medikamente sind da im Schrank.”

“Danke. Weißt du … wäre dieser doofe Flug nicht gewesen, hätte ich mich echt auf die Konzerte gefreut oder auch auf Natururlaub aber das ist unheimlich hier.”

“Das ist meiner Meinung nach etwas zu viel Natururlaub. Nichts gegen Bäume, aber das ist too much!” Mike schaute aus dem Fenster.

“Ja. Ich würde gern Empfang haben.”

“Vielleicht verhindern die vielen Bäume das. Vielleicht müssen wir ein Stück laufen und finden eine Lichtung.”

“Hier wird es kaum Handymasten geben.”

“Aber Satelliten!” Mike deutete nach oben.

Chester schmunzelte. Manchmal war Mike niedlich. “Na gut. Lass uns etwas rumlaufen. Aber du beschützt mich vor Schlangen und Spinnen.”

“Prima, und wer beschützt mich?” Milke lachte leise. “Zieh dir eine lange Hose an!”

“Ja, Papa.”

“Abmarsch!” Mike zog sich einen Pulli über und ging zu den Jungs raus. “Wir haben hier keinen Empfang.”

“Und das heißt?”, fragte Dave.

“Dass Chaz und ich jetzt ein wenig rumlaufen und gucken, ob wir eine Lichtung finden. Wir gehen nicht weit.”

“Sollen wir mitkommen?”

“Klar, warum nicht.”

“Ihr verlauft euch nur wieder.”

Mike schaute ihn verwirrt an. “Wie meinst du das ... wieder?”

“Chaz verläuft sich ständig. Weshalb, glaubst du, soll er jedes Mal schreiben, dass er zuhause angekommen ist?”

“Na aber ich doch nicht!”

“Na ich weiß nicht. Wir kommen lieber mit.”

“Schönen Dank, Dave. Du schläfst heute draußen!”

“Vergiss das mal ganz schnell.” Dave grinste und zog die anderen hoch.

“Zu sechst gingen sie los. “Ist schon seltsam. Man sieht all das immer im Fernsehen und nun stehen wir mitten drin.”

“Ich will nach Hause”, murrte Chester leise und nahm sich einen langen Ast. “Ich bin viel zu sehr Stadtkind, als hier zu bleiben.”

“Du sollst hier auch nicht einziehen!” Mike lachte leise. “Was willst du mit dem Ding da?”

“Weiß nicht. Ich will gerade nur irgendwas in der Hand haben.”

“Du willst das irgendeinem Vieh über den Schädel ziehen, oder?”

“Nur wenn es mich angreift.”

“Ob er weiß, dass Spinnen zu klein für so einen Knüppel sind?”, fragte Rob den Bassisten leise.

“Er zerlegt den ganzen Wald, um die Spinne zu bekommen.”

“Und wir brüllen “Rettet den Regenwald!”, lachte Rob.

Dave grinste. “Ja. Hey, wir sollten nicht zu weit laufen.”

“Wir sollte nur geradeaus laufen!”

“Wisst ihr, dass ich damals bei den Pfadfindern war?”, fragte Chester, nach einigen Minuten.

“Ach was? So mit Uniform und Kniestrümpfe?”, fragte Mike kichernd.

“Wart ihr das nicht?”

Die fünf schüttelten die Köpfe.

“Na dann ist ja klar, dass Chaz uns alle retten wird!”

“Eben hat Dave noch gesagt, dass ich nicht allein laufen darf.”

“Nicht allein, aber du musst uns retten. Zumal du jetzt die Keule hast!”

“Aber wehe einer meckert, dann hau ich den mit meiner Keule!”

Rob lachte auf. “Er ist süß mit seiner Keule!”

“Ja, unser Kleiner wird erwachsen.”

Mike zog den Kopf ein, als Chester seine Keule hob. “Macht es nicht wütend.”

“Ich geh gleich wieder!”

“Nana, du bleibst bei mir. Du musst mich beschützen”, lachte Mike und legte den Arm um ihn.

“Dafür bin ich wieder gut.”

“Du bist immer gut.” Mike zwinkerte ihm zu und grinste. “Seht ihr noch etwas anderes, als Bäume?”

“Nur euch flirten.”

“Naaaw, Davie. Das du das merkst ...” Mike wollte keine negative Stimmung aufkommen lassen, auch wenn es in ihm drin ganz anders aussah.

“Da vorn wird’s heller!”, sagte Joe aufgeregt, als sie einige Minuten unterwegs waren.

Heller wurde es zwar, aber eine Lichtung fanden sie nicht. Nur Bäume, die nicht ganz so gewaltig waren. Mike sah auf sein Handy. “Hat jemand Empfang?”

“Nein. Null.”

“Verdammte Scheiße!”

“Ich will heiiiiiiiiiiim”, rief Chester frustriert.

Aus den Baumwipfeln drang lautes Affenkreischen zu ihnen hinunter.

“Jetzt hast du sie geweckt!”, murmelte Rob und schaute nach oben.

“Können wir wieder gehen?”, wimmerte Chester. “Bitte…”

“Gern ... nur wohin?”

“Zurück?”

“Zum Flugzeug?”

“Ja. Vielleicht ist in der anderen Richtung was.”

Mike nickte und machte kehrt. “Okay, also immer geradeaus.”

In der Ferne ertönte ein grummeln. Die Männer sahen nach oben. “Der Sturm kommt zurück.”

“HÖ?” Mike kam mit Spinnen besser klar, als mit Unwetter. “Zurück? ich steh mitten in der Wildnis und da kommt ein Unwetter?”

“Sieht so aus. Lasst uns schnell zum Flugzeug.”

Mike lief schneller, als der Rest, als es lauter donnerte und der Wind zunahm. “Neinneinnein ...”

Es fing an zu regnen, bevor sie am Flugzeug ankamen und schnell waren sie komplett durchnässt.

“Verdammt!”, murrte Chester, schob Mike ins Flugzeug. “Es ist okay. Wir haben einen Absturz überlebt, da wird nichts weiter passieren. Hör einfach gleich Musik.”

Mike nahm seine Tasche und zog sich im Bad um. In Jogginghose und Kuschelpullover setzte er sich in seinen Sessel und nahm sich ein Bier. “Das darf alles nicht wahr sein ...”

“Wir hatten Empfang”, sagte Sandro, als er die Jungs hörte. “Wenn das Unwetter vorüber ist, können wir den nächsten Flughafen ansteuern.”

Mike runzelte die Stirn. “Sandro ... bist du mal rausgegangen?”

“Ich habe gesagt, wenn es vorüber ist. Es wird holprig und unangenehm, aber wir können nicht ewig hier bleiben.

“Da sind überall Bäume. Wie willst du den Flieger hier rauskriegen? Das ist doch kein Hubschrauber!”

“Wir sind hier runter gekommen, also kommen wir auch wieder hoch.”

“Ohne Startbahn?”

“Ich sage ja, es wird holprig.”

Mike sah Sandro nach und hob eine Augenbraue. “Holprig? Unmöglich. Das ist ein Flugzeug mit Flügel. Wie will er an den Bäumen vorbei kommen?”

“Ich weiß nicht. Er sah besorgt aus.” Chester ging vor. “Hey. Sicher, dass das funktioniert? Sollten wir nicht vielleicht auf Helikopter warten?”

Marek schaute sich die Umgebung an. “Naja, er muss die Schneise nutzen, die er bereits gepflügt hat. Es ist ... hart, aber machbar. Ich mach mir nur Sorgen um den Flieger, dass er Schaden davonträgt.”

“Marek, ich hab echt keine Lust mitten im Nirgendwo drauf zu gehen. Das ist beschissen.”

“Sandro ist ein guter Pilot ... was strange ist, in Anbetracht unserer Lage. Aber er kann das. Nur vielleicht sollten wir, wenn der Sturm vorbei ist, die Startbahn freiräumen.”

“Hat er das schon mal gemacht?”

“Was denkst du? Sowas erlebt man nur einmal.”

“Beruhigend…”

Marek lachte leise und ging zurück zu seinem Freund und Kollegen.

Rob stand etwas verloren im Flieger. “Ich bin gerade froh, dass wir keinen Linienflug hatten.”

“Ich auch.” Chester legte ihm die Hand auf die Schulter. “Wir schaffen das, und dann wird erstmal entspannt. Wir fahren übrigens nur noch öffentliche Verkehrsmittel.”

“Du meinst, mit der Tram von L.A. bis Sydney?”

“Jap.”

“Dauert ja nur ... naja ... drei Monate? Und dann brauchen wir Taucheranzüge.”

“Ist mir egal… zur not gibt’s nur noch Amerikatouren. Ich werde eine ganze Weile nicht mehr fliegen und ich glaube Mike sieht das genauso.”

“Das würde eine Menge Fans sehr traurig machen. Und mit einer Menge meine ich ein paar Millionen.”

“Mir egal. Sollen die nach Amerika kommen.”

Rob lachte leise. “Und wie kommt ihr hier raus? Zu Fuß und Paddelboot?”

“Das oder wir bauen uns eine Hütte und leben für immer hier.”

Brad wedelte mit der Hand einige Fliegen weg. “Du spinnst wohl!”

“Ist doch romantisch.”

“Da draußen war eine Schlange. Ich schwöre dir, die kommen irgendwann zu dir.”

“Warum bist du so gemein zu mir?”, jammerte Chester und ging zu den anderen. “Alle gemein.”

“Nicht gemein, ich rette dich!”, rief Brad ihm nach. “Chaz im Dschungel. Das ist Stoff für tolle Comics.”

“Ich grill dich gleich!”

“Grill lieber die Schlange. Wenn du hier bleibst, solltest du dich an diese Art der Ernährung gewöhnen.”

“Mike! Lassen wir den hier?”

“Bei den gegrillten Schlangen?”

“Ja.”

“Ich hab mal gehört, dass Ureinwohner auch Leguane und Vogelspinnen grillen.”

“Ich fand Heuschrecken damals schon furchtbar.”

Mike starrte seinen besten Freund an. “Ähm ... die hast du aber nicht gegessen ... oder?”

“Doch. Als wir in Thailand waren. Joe und ich waren auf einem diesen einheimischen Märkte.”

Fassungslos schaute er Chester an. “Okay, jetzt ist mir schlecht ... Alter, sowas isst man nicht, da haut man drauf!”

“Ich vergesse immer, dass du Amerikaner bist. Hast du das nie zuhause in Asien gekostet?”

“Nein! Da gab es nur normales Essen!”

Chester fühlte sich plötzlich beobachtet. “Es war Joes Idee”, nuschelte er.

“Und wie schmeckt das?”

“Nicht so lecker. Hat auch nur geknirscht.”

”Gott, ich hab eine Gänsehaut!”

Chester zog einen Schmollmund. “Magst du mich trotzdem noch?”

“Nur, wenn wir dieses Gespräch nie wieder führen!”

“Okay.”

“Okay. Kekse?”

“Nach dem Gespräch… lieber was, was nicht knirscht.”

Mike lachte auf. “Okay ... Schokolade?”

“Ja bitte.”

Mike nahm Schokolade heraus und grinste in sich hinein. “Hier Baby.”

Chester nahm ein Stück und schob es sich in den Mund, zuckte heftig zusammen, als der Chrispyanteil knirschte. “BAH!”

Haltlos lachte Mike los und war Chester für diese Story fast schon wieder dankbar. “Tut mir leid, aber das ist so witzig!”

“Na warte!” Chester warf sich auf ihn und kitzelte ihn.

Als Brad und Dave in den Flieger kamen, lagen die beiden Frontmänner auf dem Boden, rollten sich hin und her und Mike hatte sogar seine Beine um Chester geschlungen.

“Oh neeee, selbst im Dschungel fummeln sie. He, ihr zwei! Die Affenbabys werden schon rot!”

“Neidisch?”

“Nein, hetero. Und du?”

“Auch, aber Mikey ist die Ausnahme.”

Der lag auf Chester, auch wenn er nicht wusste, wie er dahin gekommen war. “Wie meinst du das?”

“Na, ich liebe dich heiß und innig.”

“Ja, ich dich auch, aber wieso bin ich die Ausnahme?”

“Weil du ein Mann bist?”

“Achsooooooo, jetzt versteh ich das. Ich dachte, du bist Hetero, und ich - die Ausnahme - wäre es nicht.” Mike grinste.

Dave legte den Kopf schief. “Spätestens jetzt wäre ein Heteromann aufgestanden.”

“Ja, aber er ist doch die Ausnahme”, sagte Brad amüsiert. “Okay, Dave kocht Kaffee und ich sag den Äffchen, dass ihr hetero seid und die Affenbabys nicht rot werden müssen.”

“Ach kommt. Wenn wir für immer hier bleiben müssten, wärt ihr beiden doch die ersten, die hinter dem Baum verschwinden.”

Mike biss sich amüsiert auf die Lippe. “Uh Braddy und Davie? Sie haben nicht so einen coolen Spitznamen, wie wir, aber sie sind süß.”

Lachend klopfte Chester ihm auf den Rücken, als die beiden sich ansahen. “Jetzt überlegen sie.”

“Keine Chance, so einen tollen Namen, wie wir, werdet ihr niemals haben!”

“Das stimmt.”

Brad schüttelte den Kopf. “Wenn ihr weiter keine Sorgen habt. Baut euch eine Hütte, wenn ihr vögeln wollt, aber benutzt Kondome”, grinste er und ging nach vorn zu den Piloten.

Sandro sah nach draußen. Er konnte nur hoffen dass das Unwetter bald vorbei sein würde. Er hatte keine Ahnung, ob alles klappen würde, aber sie mussten es versuchen. Die Helikopter würden zu lang brauchen, um zu ihnen zu kommen und wirklich viel Platz für diese war nicht.

“Du siehst besorgt aus”, sagte Brad von der Tür aus.

“Ich bin für euch verantwortlich. Natürlich bin ich besorgt.”

“Du bist nicht für uns verantwortlich. Nur für den Flieger.”

“Der euch schützen sollte.”

“Du bist auch nur ein Mensch. Du hast uns heil runtergebracht. Es hätte es auch anders ausgehen können. Niemand hat auch nur einen Kratzer.”

“Wir sind noch nicht zurück. Der Anflug wird … heftig.”

“Du bist Profi und wirst uns hier alle heil rausbringen.” Brad klopfte ihm auf die Schulter. “Kaffee?”

“Ja bitte.”

“Hast du Hunger? Es wurde überlegt, Schlange zu grillen.”

Sandro lachte. “Nein danke.”

Brad grinste und ging zurück. “Wo ist eigentlich Joe?”

“Liegt da hinten. Ich glaube er war sehr müde.”

“Armes Baby.” Brad deckte Joe zu und zuckte zusammen, als es draußen laut donnerte. “Sagt mal, geht auch die Tür wieder zu?”

“Mh gute Frage. Das werden wir dann testen. Ich weiß nicht, wie wir sie danach wieder aufbekommen.”

“Naja ... ich meine nur, weil es draußen entsetzlich schüttet und stürmt und ich das nicht hier drin haben möchte.”

Dave stand auf und ging zur Tür. “Versuchen wir es. Zumindest sollten wir sie ein bisschen schließen.”

Brad und Mike traten neben ihn. “Okay, dann mal los.”

Gemeinsam zerrten sie an der Tür.

“Wartet!”, rief es von draußen, als sie fast zu war.

Dave hob die Augenbrauen und sah raus. “Was machst du da draußen?”, fragte er Marek.

“Rauchen. Das geht nicht drin, weil Keira eine Nikotinallergie hat.”

“Es stürmt da draußen. Komm rein.”

Marek kletterte in den Flieger. “Die Sonne geht bald unter. Unabhängig davon, dass es draußen schon durch den Sturm echt dunkel ist.”

“Bedeutet wir bleiben mindestens die Nacht hier?”

“Ja, definitiv. Selbst wenn der Sturm in einer Stunde vorbei ist, ist es zu dunkel.”

“Habt ihr empfang? Ich würde gern meiner Familie Bescheid geben und die Jungs sicher auch”, sagte Dave. “Wir hätten längst ankommen müssen.”

“Der ist abgebrochen, als der Sturm begann.”

“Verdammt! Die drehen durch.”

“Und werden umso erfreuter sein, wenn wir da morgen landen.”

Dave murrte leise, dann zog er die Tür ran. “Dann schlage ich vor, wir legen uns hin. Umso schneller kommt der Morgen.”

“Ich bezweifle, dass ich auch nur ein Auge zu kriege.”

“Wir kuscheln einfach alle.”

“Dafür sind die Sessel zu klein. Warum haben wir kein großes Sofa im Flieger, Dave?”

“Wofür? Wir sind keine Angeber und brauchen sowas. Der Flieger ist nur dafür da, uns von A nach B zu bringen.”

“Mit Zwischenstopp in D wie Dschungel?”

“Genau.”

“Ich fände ja H wie zu Hause toll.”

“Bald.” Dave lächelte. “Na kommt. Rob und Chaz sehen so einsam aus.”

Mike löste seinen Sessel aus der Halterung und schob ihn zu Chesters. “Na, Kleiner?”

“Was heißt hier, Kleiner?” Chester sah vom Handy auf. Er versuchte, obwohl er es besser wusste, seiner Familie zu schreiben.

“Klappt nichts?”, fragte er seufzend.

“Nein. Kein Netz. Und wenn dann reicht es nicht.”

“Verdammt. Ich hätte nie gedacht, dass wir mal in solch einer Situation sind.”

“Ja … da!” Chester wählte schnell die Nummer von zu Hause, als er einen Balken hatte.

Mike schaute ihn abwartend an, genauso, wie der Rest.

“Wieso sagt er nicht Hallo?”, fragte Rob.

“Er sieht nicht glücklich aus.” Dave seufzte, als Chester den Kopf in den Nacken legte und er ein leises durchgehendes tuten hörte.

“Gott, das darf doch nicht wahr sein! Und das im heutigen Technikzeitalter!”

“Das ist unangetastete Natur.”

“Jaaah ... das weltgrößte Affenklo.” Brad murrte leise.

Einzig Joe konnte in dieser Nacht schlafen. Alle anderen dösten immer mal vor sich hin, waren aber wach, sobald es erneut donnerte. Chesters Kopf lag auf Mikes Schulter, als Sandro am Morgen aus seiner Kabine kam und einige der Rollläden hochmachte.

Irgendwann war Mike doch eingeschlafen und schreckte hoch. “Unwetter vorbei?”, nuschelte er.

“Ja. Die Sonne scheint.”

“Na Gott sei Dank. Dann können wir los, ja?”

“So gut wie. Marek und ich räumen die Startbahn frei.”

“Ich helfe dir. Dave, los auf mit dir, du bist wach, das hab ich gesehen.”

“Mhh”, machte er.

“Koooomm, dann gibt’s Kaffee und es geht nach Hause!”

“Mach mir einen Kaffee … jetzt …”

“Erst die Startbahn!”

“Du bist gemein. Hey Brad, Rob, Chaz, Joe! Wacht auf!”

“Noch fünf Minuten”, nuschelte Rob.

“Mike will nach Hause.”

“In fünf Minuten ...”

“Nein jetzt.”

“Meeeeeeeh ...” maulte Rob.

Dave gab ihm einen Klapps auf das Bein und stand auf. “Chaz!” Auch ihm gab er einen Klapps.

“Geh weg!”

“Und ich dachte, ihr wollt alle nach Hause”, sagte Mike verwirrt und schaute Dave Schulter zuckend an.

“Morgenmuffel.”

“Ja .. aber weißt du ... dann bleiben sie eben bei den Äffchen.”

“Keine Äffchen”, nuschelte Chester.

“Doch, doch. Wer nicht hilft, wird ein Äffchen.”

Sofort war Chester auf und folgte den beiden. “Ihr seid doof.”

“Du hättest mit Kokosnüssen auf arme Flugzeugabgestürzte werfen dürfen. Und ich hab gelesen, dass Bonoboäffchen den ganzen Tag pimpern.”

“Aber dafür fehlt meine Frau.”

“Die lassen wir einfliegen.”

“Nein ich möchte jetzt nach Hause.”

“Dann lass uns eine Startbahn bauen.”

Während die Männer geschlossen die Schneise, die Sandro bereits geflogen hatte, freiräumten, machten die beiden Stewardessen Frühstück mit viel Kaffee.

“Danke fürs helfen. Wir hätten sonst ewig gebraucht”, sagte Sandro eine Stunde später und ließ sich auf einen Sessel sinken.

“Ihr solltet jetzt etwas essen, denn ... ihr braucht viel Kraft. Das Flugzeug muss gedreht werden”, sagte Mia.

“Ja das wird Millimeterarbeit.”

“Vor allem, weil diese eine Palme da im Weg ist. An der müssen wir irgendwie vorbei. Oder wir müssen erst ein Stück zurück.”

“Ja. Das wird echt mies …”

“Ich checke danach intensiv den Flieger. Ich außen, Sandro innen.”

“Durch die Landung sind die Durchsagen ausgefallen. Wenn etwas ist, müsst ihr mit den Mädels reden. Sie wissen soweit Bescheid.”

“Alles klar.” Mike rieb sich müde die Augen. “Sollen wir noch etwas tun?”

„Nein. Ich dreh gleich das Flugzeug, dann nochmal Kontrolle und dann geht’s los.”

“Du drehst das Flugzeug? Allein?”, fragte Rob verwirrt.

“Naja ich fahre. Ist wie ausparken.”

“Dann ramme nur keine fremden Autos. Das ist vielleicht eine teure Scheiße.”

Sandro lächelte. “Ich gebe mir Mühe. Schnallt euch lieber an.” Er nahm seinen Kaffee und Marek mit in die Pilotenkabine und wartete, bis Keira und Mia ihr okay gaben.

“Warum steigen wir nicht aus, während Sandro umparkt?”

“Weil da draußen Schlangen sind.”

“Na die werden sich gleich freuen.” Mike grinste frech.

“Nein, ich bleibe hier”, sagte Chester entschlossen.

“Okay.”

Zu sechst saßen sie da, warteten, bis die Motoren angeworfen wurden. Es ruckte ein paar Mal, dann fuhr die Maschine rückwärts.

“Sollten wir uns nicht anschnallen?”

“Er fährt doch nur, oder?”

“Naja ... aber er sagte, wir sollten uns anschnallen.”

“Nagut.” Chester und die anderen schnallten sich an, als das Flugzeug langsam Stück für Stück drehte. Dabei fuhr Sandro vor und zurück.

“Erinnert mich daran, niemals bei ihm im Auto mitzufahren. Ausparken kann er nicht!” Mike tat so, als müsse er sich übergeben.

“Zum Glück ist er unser Pilot und nicht Fahrer.”

“Aber echt! Heeee, Tibian, wo hast du deinen Führerschein gemacht?”, rief Mike amüsiert.

“Klappe sonst machst du das!”

“Ich kann nur Einparken”, lachte Mike und zuckte zusammen, als es rumste.

Sandro knurrte leise, sah kurz auf die Anzeigen und fuhr wieder vorwärts. “Ich werde zu wenig bezahlt für den scheiß … ich will eine Gehaltserhöhung und mehr Urlaub.”

“Junge, wenn du uns heil hier raus und nach Hause bringst, bekommt ihr Beide eine Gehaltserhöhung!”

Sandro atmete tief durch, schloss dann die Tür hinter sich um sich zu konzentrieren. Die letzten Millimeter waren die schlimmsten. “Wir kommen da nicht rum, ohne das was kaputt geht.”

“Doch ... fahr nochmal vor und setz nach links. Siehst du die Baumlücke? Da musst du rein!”

Mit Mareks Hilfe drehte Sandro den Flieger endgültig. “Okay. Nummer eins geschafft. Schau ob draußen alles okay ist. Ich schau mir die Technik an.”

“Alles klar.” Marek trat hinaus. “Alles gut bei euch?”

“Ja. Was hat da so gerumst?”

“Kokosnuss vom Äffchen. Ich sehe mir jetzt die Triebwerke an.”

“Kann man was helfen?”, fragte Chester. Er musste sich dringend bewegen.

“Nein, es sei denn, du kennst dich Hundertprozentig mit Triebwerken aus.”

“Ähm … eher nicht.”

“Dann mach ich das eben allein.” Er zwinkerte Chester zu und verließ den Flieger.

“Alles okay bei der Technik. Wir haben nicht genug Treibstoff für Sao Paulo aber der nächste Flughafen ist circa eine Stunde entfernt. Da können wir einen anderen Flieger anfordern. Die Lautsprecher gehen nicht, da ist wohl was gerissen, aber sonst ist alles gut”, sagte Sandro, als Marek zurückkam.

“Okay, die rechte Tragfläche hat ein paar Kratzer durch die Bäume, aber sonst ist da draußen alles okay.”

“Gut. Dann kann es ja losgehen. Sie sollen sich anschnallen.”

Marek trat hinaus und schaute die Band an. “Schnallt euch bitte an. Rob, deine Tasche muss hoch in die Ablage, Mike, Laptop weg, Dave, die Flasche auch. In zehn Minuten geht’s los. Haltet euch gut fest, okay? Keira, Mia? Ihr auch!”

“Okay.”

Die Jungs packen alles weg und schnallten sich an, bevor Sandro zum Anflug ansetzte.

Marek behielt die Instrumente im Blick und schaute aufgeregt auf das Gebiet vor ihnen. “Schneller, gib Gas, Sandro!”, rief er, als das Ende der improvisierten Startbahn immer näher kam. “ZIEH HOCH!”

Sandro zog das Steuer an sich und hob somit vom Boden ab.

“Oh Gott! Die Bäume!” Mike beugte sich vor und vergrub das Gesicht an den Beinen.

Das Flugzeug ruckelte, als es die Bäume streifte. Sandro konzentrierte sich, um es gerade zu halten. “Was sagen die Bildschirme? Alles noch ganz?”, fragte er angespannt.

“Alles im grünen Bereich. Einfach weiter hoch.”

“Sag, wenn wir die Höhe erreicht haben.” Sandro flog weiter hoch und konnte die Jungs regelrecht jammern hören.

“Gleich ... du kannst langsam das Steuer nach vorn drücken.”

“Okay …”

Marek entspannte sich sichtlich, als Sandros das Flugzeug auf die geplante Höhe brachte und die Maschine ruhig Richtung Flughafen flog. “Alles okay, Baby?”

“Ja. Ich dachte wir kippen, aber du hast mich gut navigiert.” Er lächelte und sah seinen Freund dankbar an.

“Wir sind ein Dreamteam.” Marek schnallte sich ab und stand auf und Sandro einen Kuss zu geben. “Ich schau mal nach den Angsthasen da hinten.”

“Mach das. Eine Stunde haben sie, um wieder cool zu werden. Ich funke den Flughafen an.”

“Mikey wird den Asphalt küssen, wenn wir gelandet sind.”

“Ja … und ich hoffe Chester weiht mein Baby nicht doch noch ein.”

Marek grinste und schaute in die Kabine. “Alles okay bei euch?”

“Mir ist schlecht. Sandro sollte echt nochmal zur Flugschule.”

“Das sagst du ihm nicht! Er hat uns gerade aus dem Dschungel rausgebracht!”

“Aber sehr holprig”, nuschelte Chester.

“Das nächste Mal fliegst du”, sagte Marek und schüttelte den Kopf. “Das war echt ein harter Start, seid stolz auf ihn.”

“Sind wir. Chester ist nur quengelig.” Dave grinste. “Danke Jungs.”

“Schenkt ihm ein paar Blümchen, oder so.” Marek küsste Chester auf den Kopf. “Gleich sind wir in der Zivilisation.”

“Können wir dann telefonieren?”

“Ja, auf jeden Fall! Wir landen in einer Stunde.”

“Okay. Danke.”

Die Jungs versuchten sich zu beschäftigen, doch unterschwellig waren sie alle nervös. Sie saßen, wie Mike sich ausgedrückt hatte, in einem Urwaldflieger.

“Jungs, schnallt euch bitte wieder an, Sandro landet jetzt.”

“Na endlich”, sagten die Jungs fast Zeitgleich und schnallten sich an. “Wo sind wir eigentlich?”

“Sao Jose do Rio Preto.”

“Okay …”

“Knapp zwanzig Minuten später setzte die Maschine auf der Landebahn auf.

“WOHOW!”, rief Mike glücklich.

“Ich will hier jetzt raus”; sagte Chester und zog Brad einfach hinter sich her. “Hat jemand noch Akku? Meiner ist leer.”

“Wartest du noch, bis wir stehen?”, fragte Mia. “Wir rollen noch.”

“Dann hopp.”

“Hinsetzen, Bennington”, lachte Mia.

“Manno …”

Mike lachte leise und zog Chester zurück.



Als der Flieger stand sprangen sie jedoch geschlossen auf und traten wenig später aus der Maschine. In einem separaten Bereich des Flughafens nahm Mike das Telefon entgegen und rief seine Frau Anna an.

“Hallo?” Anna klang besorgt und müde. Die letzten Stunden hatte sie viel mit den anderen Frauen geredet.

“Ann, ich bins!”, sagte Mike erleichtert, als er ihre Stimme vernahm.

“Mike! Gehts dir gut? Wo bist du? Was ist passiert? Wo sind die anderen?”

“Uns geht es allen gut. Wir sind in ... ich hab keine Ahnung. Irgendwo in Südamerika. Niemand ist verletzt oder so. Sind die anderen Mädels bei dir?”

“Ja. Wir sind in Sao Paulo.”

“Ach was? Okay, also ... Sandro besorgt gerade eine andere Maschine. “Chaz, komm mal her. Anna, kannst du Talinda das Telefon geben? Er erreicht sie nicht.”

“Ja. Tal … dein Mann.”

Talinda riss ihr das Handy aus der Hand. “Chester?”

“Hey Schatz. Mir geht es gut.”

“Wieso bist du dann nicht hier?”, fragte sie hektisch.

“Ich bin bald da. Sandro versucht ein anderes Flugzeug aufzutreiben.”

“Was ist denn mit eurem Flieger?”

“Wir mussten gestern notlanden. Dabei ist ein bisschen was kaputt gegangen.”

“Wo denn? Warum habt ihr nicht angerufen?”

“Wir waren im Urwald. Kein Empfang. Ich hab’s versucht.”

“Im Ur ... was? Im Dschungel?”

“Ja. Gehts dir gut?”

“Jaaah, ich bin in einem Hotel. Baby, komm bitte her. Vielleicht mit einem Linienflug?”

“Ich schau, was Sandro sagt. Ich komme heute definitiv zurück.”

“Okay. Baby, ich liebe dich. Komm zu mir, ja?”

“Ich liebe dich auch. Bis später.”

Nachdem auch die anderen Jungs kurz mit ihren Frauen sprechen konnten, versammelten sie sich bei Marek.

“Und?”

“Kein Privatjet. Linienflug, aber kaum gebucht. Viele freie Plätze. Ich hab die gesamte erste Klasse gebucht. So habt ihr Ruhe.”

“Danke. Was ist mit euch?”

“Wir kommen mit. In Sao Paulo organisieren wir einen neuen Flieger. Der hier wird nach Los Angeles überführt und komplett durchgecheckt.”

“Okay. Wann geht’s los?”

“In einer Stunde, aber zum Check in können wir schon.”

“Super.” Chester legte seinen Arm um Mikes Schultern. “Ab zu unseren Frauen.”

“Ja bitte!” Mike nahm seine Tasche.

Und was mache ich, wenn ihr alle euren Frauen in die Arme fallt?”, fragte Rob, der Single.

“Mh … wir teilen mit dir.”

“Naaaw” Rob grinste Chester an. “Alles?”

“Nur wenn ich mitspielen darf.”

Rob sah ihn von oben bis unten an. “Hm ... du nicht, aber Anna darf mitmachen.”

“So sind aber nicht die Regeln.” Chester grinste. “Na los. Ab ins Getummel.”

“Mit Gefummel ins Getummel”, summte Rob.

“Ich befummel dich gleich wirklich.”

“Chazzy”, schnurrte er. “Damit machst du Nodabär eifersüchtig.”

“Das macht ihn an.”

Mike musterte die beiden über seine Schulter skeptisch. “Ist euch der Dschungel nicht bekommen?”

“Männer allein in der Wildnis … da kann man schon auf Gedanken kommen.”

„Wir sind wieder in der Zivilisation, Jungs!”

“Seit wann so prüde?”

“Ich bin nicht prüde. Bin ich prüde? Gar nicht!” Mike gab Chester einen Kuss auf den Kopf.

“Naaaw.”

“Ich liebe euch, Jungs. Mit Leib und Seele!” Mike grinste und lief schnurstracks zum Duty Free Shop, wo er sich eine große Packung Oreos schnappte. “Hm, mit Vollmilch oder weißer Schokolade?”

“Normal und Lollies bitte.”

“Welche? Und normal ist langweilig. Ich nehme die weißen.”

“Erdbeere. Und bring mir die mit!”

“Normale Oreos?”

“Jaha!”

“Ihr Wunsch ist mir Befehl ... oder so.” Mike grinste und holte all den Süßkram, dazu Daves Lieblingsschokolade, Gummifrösche für Joe, Chips für Brad und eine Schachtel Butterkekse für Rob. “Jungs, er Zucker kommt.”

“Na endlich.” Zusammen gingen sie zum Check In, während sie an ihrem Süßkram knabberten.

“Danke, Mike. Wir lieben dich dafür”, nuschelte er und steckte sich einen ganzen Keks in den Mund.

“Kuss?”

“Du willst mir nur den Keks klauen.”

“Ne, ist mir zu süß.”

“Nicht mal ansatzweise so süß, wie Lollies!”

“Aber die schmecken nach Erdbeere.” Chester hielt ihn den Lolly hin.

“Nein, danke!” Mike schüttelte sich.

“Du hast keine Ahnung, was du verpasst.”

“Süßes, nach Chemieerdbeere schmeckendes Zuckerzeug.”

“Das ist von einem Erdbeerhof. Von echten Erdbeeren.”

“Du bist so süß. Da ist dennoch eine Menge Zucker drin.”

“Bei deinem auch.”

“Ja, aber das ist mit Schoki!”

“Zucker.”

“Und Schoki.”

Chester grinste. “Idiot.”

Mike nahm seine Tasche und steckte sie in das Ablagefach. “Ich will nicht am Fenster sitzen.”

“Okay. Dann sitze ich da.”

Mike nahm Platz und bat die Stewardess, den Vorhang zu schließen. “Da gucken schon welche.”

“Lass sie doch. Lenkt uns vielleicht ab.”

“Nee, mir ist nicht nach gucken. Muss keiner sehen, wie viel Angst ich habe.” Mike sah ihn beschämt an.

Chester lächelte und nahm Mikes Hand. “Wir schaffen das. Nur eine Stunde.”

“Ich weiß, was in einer Stunde alles passieren kann”, murmelte er.

“Ich bin bei dir. Lass uns einen Film schauen.”

“Okay. Was Lustiges?”

“Disney?”

“Cinderella oder Arielle?”

“Arielle.”

“Hmmm ... du stehst auf sie, was?” Mike kicherte.

“Jap. Ich mag ihre Haare.”

“Vielleicht sollte man Talinda sagen, dass sie ihre umfärben soll.”

“Hab ich schon. Fand sie nicht lustig.”

“Welche Farbe hast du ihr vorgeschlagen?”

“Rot.”

“Hm ... mal blond überlegt?”

“Talinda und blond?”

Mike nahm sein Handy und schaute sich Bilder der jungen Frau an. “Hast Recht, ist nicht ihre Farbe.”

“Nein. Sie ist immer dunkel gewesen … das passt.”

“Vielleicht ja pinke Strähnen?”, fragte Mike belustigt.

“Sie ist doch keine zwölf.”

“Nein, das wäre übel.” Lachend steckte Mike das Handy weg und zuckte zusammen, als die Maschine losrollte. “Oh man ... tief durchatmen.”

“Wir schaffen das …”

“Darf ich deine Hand festhalten, bis wir wieder landen?”

“Klar.”

Mike ergriff sie und kniff die Augen zusammen, als das Flugzeug abhob.

Marek, der neugierig aus dem Flieger schaute, nickte anerkennend. “Sauberer Start, kein einziger Ruckler.”

“Du hast Pause”, sagte Sandro grinsend. “Hör auf, andere zu analysieren.”

“Fällt mir schwer. Ich muss gestehen, ich wollte schon immer mal eine Boeing fliegen.”

“Mh, mir gefällt es so, wie es ist.”

“Du, ich muss dir noch etwas sagen.”

“Und was?”

“Was du da vollbracht hast, die Landung im Dschungel und der Start, deine Ruhe und so ... Das hast du echt toll gemacht.”

Sandro lächelte und gab ihm einen Kuss. “Nur dank dir.”

“Wir sind eben ein tolles Team!” Marek strahlte ihn an.

“Ja das sind wir.” Sandro lachte. “Hätte ich nicht gedacht, als ich dich das erste Mal gesehen habe.”

Marek drehte sich etwas und sah ihn an. “Was hast du denn gedacht?”

“Das du ein kleiner Nerd bist.”

“Klein? Ich bin ein großer Nerd.” Marek lachte.

“Ja, aber jetzt trägst du Kontaktlinsen und nicht diese runde Brille.”

Marek lächelte leicht. “Ich mag meine Brille ab und zu.

“Ja, aber ohne gefällst du mir noch mehr.”

Amüsiert schaute Marek zu den Jungs. “Jetzt haben sie ein Trauma. Alle sind total angespannt.”

“Das wird sich irgendwann legen. Sie brauchen erstmal etwas ruhe.”

“Ja, das will ich hoffen, ich würde sie gern weiter herumfliegen.”

“Mit Sicherheit. Sie wollen weiter Musik machen und die Fans nicht einfliegen lassen.”

Marek sah ihn einen Moment an und lachte dann auf. “Das wäre witzig, wenn wir die Fans aus jeder Stadt einfliegen lassen würden.”

“Das werden aber kleine Konzerte.”

“Jaaah ... selbst, wenn wir die Boeing nehmen würden.”

Sandro lächelte. “Auch mal schön geflogen zu werden.”

“Findest du?” Marek runzelte die Stirn.

“Ja. Du nicht?”

“Nein, ich würde jetzt gern ins Cockpit gehen und fragen, ob ich auch mal darf.”

“Wehe! Du hast jetzt Urlaub.”

“Ich dachte, wir haben noch Sao Paulo und Rio und dann haben wir Urlaub.”

“Rio ja, aber jetzt gerade wirst du nicht fliegen.”

“Ich kann ja mal fragen gehen”, lachte Marek.

“Nein!”

“Aber ... das ist eine Boeing!”

“Du wirst schon irgendwann eine fliegen.”

“Versprochen?”, fragte Marek leise.

“Na klar.”

Marek nickte schließlich und lächelte zufrieden.

Mike konnte sich nicht wirklich auf den Film konzentrieren. Er drückte immer wieder Chesters Hand leicht und biss sich auf die Lippe. All die Bäume unter ihm machten ihn nervös.

“Wir sind gleich da”, sagte Chester leise. “Atme tief durch.”

“Ich weiß ... danke, Chazzy.” Mike sah ihn lächelnd an.

“Einer muss doch auf dich aufpassen.”

“Und das machst du super!” Mike lehnte sich an ihn und legte seinen Kopf auf dessen Schulter.

“Hab dich lieb Mikey.”

“Ich dich auch ... und wie!”

Eine Stunde später standen sie an der Gepäckabholung.  Sie waren alle völlig fertig und müde und wollten einfach nur noch zu ihren Familien.

“Ich will ins Bett, mich an Lins kuscheln”, murmelte Dave. “Matt”, rief er den Manager. “Kann sich jemand um das Gepäck kümmern? Ich will hier raus.”

“Ich schicke jemanden. Geht ins Hotel.”

“Du bist der Beste!” Dave umarmte ihn und schnappte sich seine Freunde. “Ab zu den Mädels. Ob sie hier sind?”

“Bestimmt. Sie wissen, dass wir angekommen sind.”

Mike drängte es regelrecht hinaus. Dass er nicht in den falschen Bereich stürmte, verdankte er Matt, der sie umlenkte, um Fans und Reporter zu umgehen.

“Anna!”

“Mike!” Anna kam sofort auf ihn zu und schloss ihn in die Arme. “Ich hatte solche Angst um dich.”

“Frag mich mal. Ich dachte, ich sehe dich nie wieder.” Er ließ Anna gar nicht los.

Chester sah sich suchend um. “Ähm … wo ist … Also …”

“Dachtest du, ich wäre nicht hier?”, raunte eine leise Stimme in dessen Ohr.

“Warum versteckst du dich?” Er drehte sich um und legte die Arme um seine Frau.

“Ich war im Duty Free Shop, deine Lieblingslollies holen. Ich dachte, ich schaff es.”

“Mhhhhh her damit, dann bin ich nicht sauer.”

Sie hielt ihm lachend die Tüte hoch. “Kuss?”

Grinsend küsste er sie und schnappte sich die Tüte.

„Verfressener Kerl.” Talinda lachte leise und schmiegte sich an ihn. “Teilst du sie mit ... “ Sie hob die Augenbrauen, denn Dave küsste seine Frau sehr intensiv.

“Phoenix, ab ins Hotel!”, sagte Mike grinsend.

“Man könnte meinen, ihr hättet euch ewig nicht gesehen. Ferkel.”

“Ich dachte, ich sehe ihn nie wieder”, sagte Linsey leise.

Chester lächelte. “Lasst uns ins Hotel.”

Heidi hatte einen großen Bus bestellt, wo sie alle hinein passten. Dort schauten die sechs Männer sich an.

“Das war mal ein Flug. Es war hart, aber ich bin froh, dass ihr an meiner Seite wart!”, sagte Mike.

“Ja … wenn was passiert wäre, hätten wir das alles zusammen durchgestanden.”

Mike griff nach Chesters und Brads Hand, Dave legte seine auf Robs und Joe seine auf Chesters.

“Zusammen, Jungs!”, sagte Rob lächelnd. “Auch zusammen mit den Äffchen.”

“Weißt du, es wäre fast rührselig geworden, bis du das mit den Äffchen erwähnt hast.”

“Jaah ... aber die waren unheimlich süß”, kicherte Rob.

“Idiot.” Chester lachte und bewarf Rob mit Joes Stofffrosch.

“Heeeey, was kann denn Amadeus dafür!” Joe knurrte leise und nahm seinen Frosch von Talinda entgegen.

“Der hat uns auch nicht beschützt.”

“Arsch ... Amadeus hat auf mich aufgepasst.” Joe streichelte seinen kleinen Frosch und bewarf Chester mit einer Packung Taschentücher.

“Deshalb hast du auch die ganze Zeit geschnarcht.”

“Genau.” Joe grinste breit.

Mike, der sich das alles anschaute, lächelte. “Jungs, ich hab euch lieb ...”

“Wir dich auch. Können wir jetzt bitte ins Hotel, was essen und dann ins Bett?”

“Wir fahren bereits, Liebling.” Talinda lachte. “Komm her.” Sie streckte die Arme aus und schmiegte ihn an sich.
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