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Alles wie ein Game [Pietsmiet FF]

GeschichteLiebesgeschichte / P16
PietSmiet
03.03.2019
06.01.2021
41
34.190
3
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14.01.2020 892
 
Ich wachte auf und schaute auf die Uhr. Kurz vor 10. Ich ließ mich wieder in mein Kissen fallen. Dennis konnte die Nacht nicht bei mir verbringen, weil er vor der Öffnung noch einiges aufnehmen musste mit den Jungs. Wir verbrachten noch sehr lange auf dem Dach. Wir redeten viel und er brachte mich oft zum Lachen. Seit langem ging es mir in diesem Moment richtig gut. All die Wochen und Monate davor, konnte ich nicht glücklich sein. Als wir uns dann gestern verabschiedeten, versprach ich ihm, heute einfach nach zu kommen sobald ich wach werde.
Langsam schällte ich mich aus dem Bett und machte mich fertig. Ich entschied mich für ein schwarzes Shirt und schwarze Jeans. Meine rot schwarze Collage Jacke durfte ebenfalls nicht fehlen.
Die hatte ich mir nach der funkstille mit brammen gekauft, weil ich sie an ihm immer so schön fande.
Meine Haare machte ich zu 2 kawaii Zöpfen. An mir fand ich sie eig nicht so toll, wie an den anderen Mädels.
Ich nahm meine Tasche und sah die Blumen im Müll. Lange Zeit blickte ich auf sie. Schließlich nahm ich sie raus und stellte sie ins Wasser. Wieder musste ich sie anschauen. Eigentlich waren es ja recht schöne Blumen. Zufrieden verließ ich dann das Zimmer. Gut das Brammen nicht darauf geachtet hatte das sie im Müll lagen. Wahrscheinlich hätte er sich run gedreht und wäre wieder gegangen.
Ich verließ das Hotel, Richtung Messe. Es waren schon wieder so unfassbar viele Menschen dorthin unterwegs. Irgendwie bekam ich langsam ein mulmiges Gefühl, zwischen Gruppen zu laufen. Allein. Wenn mir jetzt was passieren würde wäre ich am Arsch. Keiner würde was mit bekommen.
Eine Hand hielt meine Schulter fest. Ich drehte mich um.
"Na hübsche, willst du dich auch von mir küssen lassen?"
Ich bekam Panik. Was sollte ich jetzt nur tun? Sollte ich antworten? Sollte ich abhauen? Verdammt.
"Komm schon, ich bin sowieso besser im Bett als Brammen."
Er hielt mich weiterhin fest. Ich versuchte von diesem schmierigen Typen weg zu kommen, aber es gelang mir nicht.
"Lass mich los!" sagte ich mit scharfem Ton.
"Du willst es doch auch Püppchen."
Nun stemmte ich meine Hände gegen seine Schultern, um mich doch irgendwie befreien zu können. Vergebens.
"Du sollst mich los lassen." schrie ich nun schon fast.
Alle Leute gingen an uns vorbei. Keiner schenkte uns Beachtung. Sollte ich nach Hilfe schreien? Vielleicht gehen die Menschen dann nicht nur an dieser Situation vorbei? Vielleicht schauen sie dann aber auch nur zu. Warum musste immer mir so eine scheiße passieren?
"Hast du nicht gehört, daß du sie los lassen sollst?" sagte eine Stimme hinter mir.
"Denkst du dein Pimmel wäre besser als meiner?" antwortete der Typ der mich festhielt.
"Lass sie los oder du bekommst riesen Probleme mein Freund!"
"Was willst du schon machen?"
Ich sah eine Faust an mir vorbei rauschen. Mitten in sein Gesicht. Er fiel um und ließ mich in dem Augenblick los. Eine andere zog mich nach hinten.
Dennis.
Ich roch sein Parfum. Der Retter in der Not. Woher wusste er das ich hier war? In dieser Situation?
"Das passiert dann!" sagte er trocken "und nun verpiss dich!"
Wir schauten dem Typen hinterher, wie er wegrannte. Ich sah die Angst in seinen Augen, als er die Flucht ergriff. Kein Wort mehr von ihm.
Dennis drehte sich zu mir um.
"Ist alles okay mit dir?"
"Woher wusstest du das ich hier bin?"
Ich antwortet wie gewöhnlich mit einer Gegenfrage. Mein Körper zitterte. Das Adrenalin strömte durch mich durch.
"Du hast nicht auf meine Anrufe geantwortet, also bin ich dir entgegen gegangen. Bis ich dann gesehen habe, was dieser Typ mit dir vor hatte. Also geht es dir gut? Brauchst du einen Arzt?"
Ich antwortet nicht, sondern fiel ihm einfach um den Hals und küsste ihn. Er war verwirrt. Das spürte ich, weil er meinen Kuss nicht gleich erwiderte. Menschen liefen an uns vorbei. Einige stupsten uns an. Wir standen mitten im Weg und küssten uns einfach nur.
"Komm lass uns mal zur Seite gehen."
An der Seite war eine Gasse in die wir ein Stück hinein liefen. Ich lehnte mich an die Wand. Brammen stemmte einen Arm neben meinem Kopf.
"Ist wirklich alles okay?"
Ich nickte. Es war alles okay. Mir fehlte nichts. Retter in der Not. Das ist er nun für mich. Wäre er nicht gekommen, wer weiß was dann passiert wäre.
Ich schaute in seine Augen. Sie waren voller Sorge. Meine Hand strich ihm über die Wange. So wollte ich ihm zeigen, daß bei mir wirklich alles okay ist.
Unsere Lippen trafen sich wieder. Meine Hände krallten sich in seine Jacke. Sein Duft hüllte mich ein und seine Lippen schmeckten so gut.
Er löste sich langsam von mir. Ich hätte soviel mehr gewollt, aber nicht hier. Nicht jetzt in dieser Situation.
Unser Blicke trafen sich. In seinen Augen stand immer noch die Sorge um mich. Er zog sein Handy aus der Tasche.
"Scheiße! Wir müssen los!"
Er nahm meine Hand und wir verließen die Gasse, Richtung Messe. Mein Herz pochte immer noch so sehr. Ich versuchte mir nicht anmerken zu lassen, daß der schreck noch in meinen Knochen saß.
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