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Sonne, Strand und andere Probleme

von Pingulina
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Jimin Jungkook Kim Seokjin RM Suga V
03.03.2019
23.03.2022
72
335.065
41
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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16.12.2021 5.882
 
Musik bei Nacht

17. Mittwoch:


„Willst du gleich ins Bett oder wollen wir noch etwas den Abend genießen?“, fragte Namjoon schließlich, als sie das Strandhaus erreichten. Jungkook war den ganzen Weg über still geblieben, Namjoon hatte ihn gelassen, in der Hoffnung, dass Jungkook doch noch darüber sprechen wollte, was genau eben losgewesen war und sich nur sammeln müsse.

„Den Abend genießen klingt gut.“ Ein feines Lächeln lag auf Jungkooks Lippen als er sich zu Namjoon drehte, ihm offen in die Augen schaute und abwartete, was genau dieser darunter verstand. Leicht überrascht erwiderte Namjoon den Blick, fühlte sich etwas überrumpelt, obwohl er auf diese Antwort gehofft hatte, aber Jungkooks Stimme und die gesamte Situation ließen sein Herz flattern. Sie standen vor der Haustür. Wäre dies ein normales Date käme nun der Abschiedskuss und genau von diesem Gedanken getrieben beugte sich Namjoon etwas nach vorne und legte seine Lippen auf die des Jüngeren.

Ein leises Seufzen entkam diesem, während ihm die Augen zufielen und er die sanfte Berührung genauso zärtlich erwiderte. Einige köstliche Momente verharrten sie so, ehe Jungkook mit dem Schlüssel klimperte, den Moment beendete und sich schließlich daran machte aufzuschließen.

„Geh du schonmal auf die Veranda, ich komme gleich nach“, wies Namjoon ihn im Inneren an und nach einem fragenden Blick Jungkooks und einer scheuchenden Geste, mit einem frechen Zwinkern, seitens Namjoon war er auch schon auf dem Weg.

Auf der Veranda wehte ihm eine frische Brise um die Nase, trug eine leichte Salznote vom Meer mit zu ihm und zog ihn ans Geländer. Ruhig lag der Pool unter ihm da, reflektierte das Mondlicht und ließ es hin und wieder durch feine Wellen erzittern. Müde stützte Jungkook den Kopf auf den Händen ab, sah dem Wasser dabei zu, wie es mit dem Mond spielte, bis er hinter sich die Tür hörte und sich träge umdrehte.

Mit zwei Weingläsern und einer Flasche kam Namjoon gerade auf die Veranda getreten, erhielt einen skeptischen Blick von Jungkook, bemerkte diesen aber nicht, da er mehr mit der Tür als dem Jüngeren beschäftigt war. Als diese unfallfrei geschlossen war, stellte er seine Fracht an der Stirnseite des Tisches ab und winkte den Wartenden zu sich.

„Wein ist nicht so ganz mein Fall“, gab Jungkook fast ein wenig betroffen zu. Immerhin sah er, dass die Flasche bereits offen war. Namjoon störte diese Aussage wenig, er schenkte das erste Glas ein und hob anschließend den Blick zu Jungkook, schenkte ihm ein wissendes Grinsen.

„Hat Jimin mal erwähnt. Das hier ist ein ganz junger Wein, sehr süß und fruchtig. Darf man nur nicht zu viel von trinken, der geht einem schnell in den Kopf“, erklärte er und reichte das eine halbvolle Glas Jungkook, welcher sich mittlerweile auf einen der Stühle niedergelassen hatte. Nachdenklich schnupperte er an dem Getränk, konnte aber nicht sagen, was er davon halten sollte.

So wartete er bis Namjoon sich ebenfalls zu ihm gesetzt hatte und ihm sein Glas zum Anstoßen hinhielt. „Auf uns“, meinte er und schenkte Jungkook ein Lächeln, welches ansteckend war und ihn dennoch nervös machte. Es war eine gute Nervosität, eine, die ihn wärmte und ihn mit einem Nicken anstoßen ließ. „Auf uns!“

Zögernd nippte Jungkook an dem Wein, war geprägt von eher schlechten Erfahrungen und wollte erst nicht so recht glauben, was er da auf der Zunge hatte, als sich der Geschmack in seinem Mund verbreitete. Er war nicht wirklich süß, aber fruchtig und gar nicht sauer, wie er es bisher immer erlebt hatte. Nur ganz am Ende schmeckte man ein wenig den Alkohol und da wusste er, was Namjoon meinte. Der zweite Schluck machte es deutlich, davon könnte er problemlos die ganze Flasche trinken, ohne zu merken wie viel Prozent diese hatte. Zum Glück stand sie außerhalb seiner Reichweite und hoffentlich würde ihn seine Vernunft und spätestens Namjoon, davon abhalten ein weiteres Glas zu verlangen, der Wein war nämlich ziemlich lecker. Erinnerte ihn an den Wein vom Lagerfeuer, nur dass der hier etwas schwerer und nicht so sommerlich war.

„Hast du dir eigentlich schon Gedanken über meinen Vorschlag gemacht? Den mit Amerika, meine ich“, durchbrach Namjoon schließlich die Stille. Sein Blick huschte zwischen Jungkook und seinem Glas hin und her. Etwas irritiert blinzelte Jungkook und grub in seinen Erinnerungen nach dem Gespräch, auf das der Ältere anspielte. Sein müdes Gehirn wusste, dass es da war, nur der Inhalt war gerade nicht parat.

„Nicht dass ich erwarte, dass du schon darüber nachgedacht hast, wir sind immerhin im Urlaub und ich habe den Vorschlag auch erst vor einigen Tage gemacht. Ich dachte nur… vielleicht…“, stammelte Namjoon da auch schon los, nahm noch einen Schluck und stoppte so seinen Redefluss.

Nun gänzlich verwirrt starrte Jungkook ihn an, ehe ihm das Blut in die Wangen schoss, in genau dem Moment, in dem ihm nicht nur das Gespräch, sondern auch seine Entscheidung in den Sinn kamen. Schnell senkte er den Blick auf seine Finger, spielte an dem Stiel des Glases herum und sortierte die Worte, die ihm im Mund herumflogen. Namjoon neben ihm wurde unruhig, hatte sein Verhalten mitbekommen und versuchte nun die freudige Hoffnung niederzuringen, damit sie nicht in allzu bittere Enttäuschung umschlagen würde, sollte Jungkook doch gerade nach der besten Formulierung für eine Absage suchen.

„Noch nicht abschließend, das ist alles ja auch noch etwas hin…“, setzte dieser schließlich an, nippte erneut an seinem Wein, um die Trockenheit auf seiner Zunge zu bekämpfen und atmete dann tief durch. Wenn er nicht Namjoon gegenüber ehrlich sein konnte, wem dann? Oder besser, wenn er Namjoon nicht ehrlich gegenüber sein durfte, ohne dass dieser sich beleidigt fühlte, was sollte das Ganze dann hier?

„Wenn ich mich im kommenden Jahr nicht umentscheide… oder du dich, noch hast du nicht angefangen zu studieren und das erste Semester ist für so manchen schon ein Wendepunkt gewesen…“, fügte er mit einem trägen Grinsen ein und brachte Namjoon zum Lachen. „Dann fände ich deinen Vorschlag wirklich interessant und denke, dass es eine gute Idee wäre.“

Namjoons Augen strahlten mit den Sternen am Himmel um die Wette, zu begeistert, um ein Wort herauszubringen, grinste er Jungkook einfach nur an und machte ihn damit verdammt verlegen. „Aber sollte ich es doch nicht wollen… wärst du dann böse?“, füge er leise hinzu, verstärkte seinen Griff um sein Glas wieder und genehmigte sich nun einen großen Schluck, um die aufkommende Angst wieder seine Kehle hinabzuspülen.

Irritiert sah Namjoon ihn an und schüttelte langsam den Kopf. „Warum sollte ich? Es ist deine Entscheidung. Selbst wenn du dich entschließt eine Tour durch Amerika zu machen, die nicht an meiner Uni vorbeiführt, wäre das okay. Ich würde mich zwar freuen dich zu sehen, aber das bedeutet ja nicht, dass du alles darauf auszulegen hast“, erklärte er irritiert und Jungkook fiel ein kleiner Stein vom Herzen. Wieder einmal merkte er, wie schwer ihm dies alles doch fiel. Er kannte Namjoon noch so wenig, konnte ihn in vielen Dingen noch nicht einschätzen. Aber mit jedem Mal, mit jedem Gespräch, fiel es ihm leichter, lernte er etwas Neues über sein Gegenüber und er fühlte sich zunehmend sicherer darin, dass einfach nur zu sagen, was in ihm vorging, der richtige Weg war. Seine letzte Freundin hatte immer wieder erwartet, dass er einfach wusste, was sie wollte oder meinte, hatte ihn damit völlig verwirrt und abgehängt. Genauso hatte sie versucht zu erraten, was er dachte, anstatt zu fragen. Eine Eigenschaft, die er noch immer sehr bedauerte, aber leider bei so vielen Menschen beobachtete, dass es ihn manchmal wunderte, wie es da tatsächliche manche Paare schafften, bis ins hohe Alter glücklich zu sein.

„Naja, wenn ich dann schon auf dem gleichen Kontinent wie du unterwegs bin, sollte zumindest ein Besuch drin sein“, scherzte er mit einem Zwinkern und Namjoon reckte die geballte Faust gen Himmel „Er kommt mich besuchen!“, jubelnd. Ein Lachen brach aus Jungkook heraus, erleichtert und auch erstaunt darüber, wie niedlich Namjoon immer mal wieder sein konnte.

„Aber mal wieder zurück zum eigentlichen Thema. Wer war der Kerl, mit dem du geflirtet hast, während Jin mich belagert hat?“, meinte Jungkook mit einem Mal spitz, traktierte Namjoon mit einem abschätzigen Blick und brachte diesen völlig aus der Fassung. Dieser war eben gerade noch dabei gewesen die Siegesfaust wieder herunterzunehmen und starrte ihn nun völlig entgeistert an.

„Wen meinst du?“, fragte er verdattert nach und grübelte leicht panisch mit wem er den geflirtet haben sollte. Er hatte mit einigen Menschen heute gesprochen, aber geflirtet ganz sicher nicht, Jungkook ausgenommen.

Jungkook sparte sich eine Antwort, trank den letzten Schluck aus seinem Glas, stellte es ab, lehnte sich über den Tisch und ergatterte die Weinflasche, um sich nachzufüllen. In angespannter Stille stellte er sie wieder zwischen sie und schenkte Namjoon nur einen auffordernden Blick, frei nach dem Motto 'Denk mal nach'. Was dieser durchgehend tat, nur leider kam er einfach nicht weiter, er hatte nicht geflirtet.

„Weißes Hemd, ausgewaschene Jeans, Pferdeschwanz. Wurde gedrückt und geherzt bis er rot anlief“, zählte Jungkook schnippisch auf und genoss Namjoons verwirrten Blick. Gott hatte er gerade Spaß, auch wenn es gemein war, der Blick war traumhaft.

„Geherzt?“, stammelte Namjoon und suchte in Jungkooks Blick nach einer Antwort, doch der trank nur seelenruhig, während er Namjoon zappeln ließ. Aber immerhin hatte er einen Hinweis bekommen, so viele Leute hatte er heute Abend nicht gedrückt und dazu war Jungkook nicht an seiner Seite gewesen. Nachdem er selbst noch einen Schluck genommen hatte, ging ihm ein Licht auf und schlagartig verfinsterte sich sein Blick.

„Ernsthaft? Du meinst Yunho? Den ich direkt an Hoseok weitergereicht habe, damit der ihn abschlecken kann?“, schimpfte Namjoon los. Schallendes Gelächter brach aus Jungkooks Kehle hervor, ehe er sich nach vorne lehnte, einen Arm auf dem Tisch ablegte und das Gesicht darauf drückte, während er, noch immer lachend, nach Luft schnappte. Die andere Hand versuchte das Weinglas unbeschadet abzustellen, war aber zu wuchtig und schon schwappte das rote Getränk über und floss ihm über die Finger.

Nach Luft ringend und sich über die Augen wischend setzte sich Jungkook wieder auf, noch immer geschüttelt vom Lachen. „Dein Blick! Einfach großartig!“, jubelte er, bemerkte die Feuchtigkeit an der anderen Hand und begann sich die Finger abzulecken.

Namjoon wollte protestieren, sich über diese Frechheit beschweren und den Jüngeren zurechtweisen, das wollte er wirklich. Nur leider hatte sein Gehirn keine Kapazitäten mehr frei, als er sah, wie Jungkook sich da hochzufrieden die Fingerchen ableckte. Hui, wurde ihm mit einem Mal warm und das trotz des kühlenden Windes, der ihm hin und wieder um die Nase wehte.

Kurzentschlossen setzte er sein Glas an die Lippen, leerte den letzten Schluck und griff anschließend nach Jungkooks, schnitt diesem mit einem strengen Blick das Wort ab. „Du hattest heute ganz offensichtlich schon genug“, meinte er streng, konnte aber nicht ganz verhindern, dass seine Stimme etwas heiser klang und Jungkook bemerkte es sofort. Sich etwas vorlehnend und ein kokettes Lächeln aufsetzend streckte er die Hand nach Namjoon aus, strich ihm federleicht über die Brust. „Habe ich dich sauer gemach? Soll ich mich entschuldigen?“

Wie falsch diese Worte doch klangen, mit dieser fast traurigen und zugleich anrüchigen Stimme, die Namjoon von seinem Gegenüber noch nie gehört hatte. Leicht glasig lag Jungkooks Blick auf ihm, versprach ihm eine Nacht, die er nicht vergessen würde. Auch ein wenig, um sich zu beruhigen, trank er Jungkooks Glas mit einem Zug leer, während er den Blick die ganze Zeit über auf den Jüngeren gerichtet hielt.

„Oh, du bist mir noch so einiges schuldig für heute“, säuselte er seinem Gegenüber entgegen, schenkte ihm noch einen auffordernden Blick, ehe er sich erhob. So tuend als würde er darauf warten, dass auch Jungkook sich erhob, wartete Namjoon den leichten Schwindel ab, den der Wein ihm beschert hatte und griff anschließend nach der Flasche, die Gläser überließ er dem Jüngeren.

Drinnen machte er sich, so schnell wie sein Zustand es zuließ, daran den Wein mit dem Korken wieder notdürftig zu verschießen und drehte sich dann zu Jungkook, der mit aufreizendem Blick an der Spüle lehnte und ihn nicht aus den Augen ließ. Kurz erwiderte Namjoon den Blick, ließ ihn zu einem Duell werden, welches Jungkook freiwillig verlor, um auf ihn zuzugehen, ihn am Kragen zu packen und gierig zu küssen. Mit dem Ruck rechnend kam Namjoon nicht ins Straucheln, stemmte sich leicht gegen Jungkook, um ihn abzufedern und schob ihm die Hände in die Seiten, um ihn dichter zu ziehen, den Kuss zu vertiefen. Seine Zunge war leicht taub vom Wein als Jungkooks darüber strich, unkoordiniert durch seinen Mund geisterte und sich genüsslich an ihm rieb.

Ein leises Keuchen entkam dem Jüngeren, als Namjoon etwas fester zupackte, die Führung über den Kuss übernahm und ihn zurückdrängte. Unruhe ließ den durchtrainierten Körper Jungkooks erzittern, seine Hände in Namjoons Nacken wandern, in dem Bedürfnis sich festzuhalten.

Viel zu früh für Jungkook löste dieser den Kuss, gab ihm mit einem Blick zu verstehen, dass er keine Widerworte hören wollte. „Komm mit“, meinte er nur, achtete nicht auf Jungkooks unwilliges Knurren. Im Gegensatz zu dem Jüngeren hatte er dessen Ermahnung bezüglich der Couch noch im Ohr und war sich ziemlich sicher, dass Jungkook auch der Rest der unteren Etage nicht recht wäre.

Leises Grummeln begleitete ihren Weg nach oben, wurde erst durch ein zufriedenes Schnurren ersetzt, als Namjoon Jungkook von innen gegen seine Zimmertür drückte und erneut verlangend küsste. Finger schoben sich in seine Haare, zerwühlten sie, während ihre Zungen wild fochten und sich ein freches Bein zwischen seine Schenkel zu drücken versuchte. Jungkook war heiß, was er tat, wie er es tat und wie er sich wehrte, wenn Namjoon ihn nicht gewähren lassen wollte. Alles an dem Jüngeren fand Namjoon erregend und dennoch ließ er ihn nicht gänzlich gewähren, löste den Kuss ein weiteres Mal, trat einen Schritt zurück und betrachtete zufrieden den schwer atmenden Jungkook, der an der Tür lehnte und sich japsend durch die Haare fuhr.

„Bisher ist deine Entschuldigung etwas dürftig. Da erwarte ich schon mehr als rumknutschen und fummeln“, gab Namjoon sich kühl, auch wenn ihm alles andere als kalt war. Nur mit viel Willenskraft konnte er die Worte ruhig und fest klingen lassen, zitterten ihm die Hände doch genauso sehr wie Jungkook und als er dessen Blick sah, die Beine gleich mit. Verschlagen, verführerisch sah dieser ihn an, kam mit langsamen, grazilen Schritten auf ihn zu, streckte dabei eine Hand aus, legte sie auf seine Brust und drückte leicht dagegen. Gab Namjoon damit zu verstehen rückwärtszugehen und dieser folgte, tat Schritt um Schritt, bis er gegen das Bett stieß. Wie er erwartet hatte, bedeutete Jungkook ihm sich zu setzen, kletterte auf seinen Schoß und schon lagen dessen Lippen wieder auf seinen. Doch der Kuss währte nur kurz, wurde schnell wieder gelöst und Jungkook lehnte sich etwas zur Seite, schaltete die Nachttischlampe an und stand auf.

Mit wenigen Schritten war er bei der Tür, zwinkerte Namjoon nochmals zu, ehe er das Deckenlicht ausschaltete und den Raum in eine diffuse Dunkelheit tauchte, gegen die der warme Schein der Nachttischlampe nicht gänzlich ankam.

„Du bekommst deine Wiedergutmachung und deine Belohnung für vorhin gleich mit“, säuselte Jungkook verrucht, kam bereits wieder auf ihn zu und zog sein Handy aus der Hosentasche. Irritiert blinzelte Namjoon ihm entgegen, war sich nicht ganz sicher ob er das gerade richtig sah. Was zum Kuckuck hatte Jungkook vor? Bei allen seinen Fantasien war bisher kein Handy dabei gewesen und er war sich gerade auch nicht sicher, ob er das gut finden sollte.

Doch Jungkook bekam davon nichts mit, scrollte lieber auf dem Display umher und als die ersten Klänge eines sinnlichen Liedes ertönten schoss Namjoon ein Gedanke in den Kopf, der gleich in die Lenden weitergereicht wurde. Jungkook wollte doch nicht…?

Das Handy landete neben Namjoon auf der Decke, Jungkook stand kaum einen Schritt vor ihm, funkelte ihn an und strich ihm über die Wange, ehe er sich umdrehte und mit schwingenden Hüften, im Takt der Musik, langsam in die Mitte des Zimmers ging.

Nur noch knapp erreichte ihn das Licht der Lampe dort, verhüllten ihn fast die Schatten und dennoch sah Namjoon unerwartet klar, wie Jungkook sich sanft zu den Klängen der Musik wiegte und seine Hand über seine Brust gleiten ließ. Einmal bis zum Bund der Hose ließ er sie wandern, legte dabei den Kopf leicht in den Nacken und fuhr mit den Fingern wieder hinauf, stoppte beim obersten geschlossenen Knopf und begann ihn geschickt und dennoch langsam zu öffnen.

Das Lied wurde langsam etwas schneller, trieb damit auch Jungkooks Bewegungen an und ließ ihn den Blick wieder senken, sich heiß auf Namjoon legen und dieser schluckte schwer. Die linke Hand hatte dieser etwas hinter sich abgestützt, die Finger in der Decke vergraben, um sich daran zu erinnern, dass er die Show genießen und nicht mitmachen sollte. Was bitter nötig war, beim dritten Knopf strebte alles in ihm auf den Jüngeren zu, wollte ihm helfen, die eigenen Finger über Jungkooks freigelegte Haut wandern lassen.

Diesem entging Namjoons Blick nicht, wie er starr auf seinen Fingern lag, ihnen bei jeder Bewegung folgte, wie er sich die trockenen Lippen befeuchtete, als Jungkook das Hemd weiter aufklappte und sich selbst über die Brust strich, die Finger unter dem Stoff verschwinden ließ und Haut streichelte, die Namjoon nicht einmal sehen konnte. Die Unruhe des Älteren stachelte Jungkook zunehmend an. Er mochte das Gefühl der Macht, welche er gerade über den Älteren hatte. Ohne ein Wort, ohne ihn auch nur zu berühren, beherrschte er ihn völlig. Was ihm eine Welle der Erregung verpasst, die ihn gedämpft keuchen ließ, als er mit seinen Fingern seine Brustwarze streifte.

Aufreizend biss er sich auf die Lippe, schob seine noch freie Hand von unten unter das Hemd, zeigte somit auch Haut am Bauch und genoss Namjoons verhaltenes Keuchen. Ein neckischer Blick wanderte zu dem Älteren, welcher ihn gierig beobachtete und Jungkook sich fragen ließ, wie lange er es noch schaffte dort sitzenzubleiben. Er würde es herausfinden, so oder so.

Doch langsam störte ihn das Hemd immer mehr. Der edle Stoff lag schon lange nicht mehr kühlend auf seiner Haut, seine eigene Erregung war bereits zu stark, als dass ihm Seide helfen würde. Er wollte es loswerden, dabei seine eigene Eile aber nicht zur Schau stellen und so drehte er sich mit einem koketten Grinsen um, präsentierte Namjoon seine Kehrseite und spürte ein aufgeregtes Prickeln, als ihm auffiel, dass er so nicht mehr mitbekam, was Namjoon gerade machte.

Mit bemühter Ruhe und zitternden Fingern nahm Jungkook sich einen Knopf nach dem anderen vor, bewegte sich dabei wie von selbst zur Musik und fragte sich, was Namjoon gerade machte. Sah er ihn einfach nur an? Berührte er sich selbst? Stand er bereits hinter ihm und würde ihn gleich an sich ziehen?

Kaum war das Hemd offen, ließ er es von seinen Schultern gleiten, bis runter zu den Armbeugen, dann drehte er sich wieder um. Namjoon saß noch immer auf dem Bett, wirkte wie unter Strom und atmete schwer. Trotz des schwachen Scheins der Lampe konnte Jungkook die Beule in seiner Hose erkennen und ein zufriedenes Lächeln legte sich auf seine Lippen.

Bedächtigen Schrittes hielt er wieder auf das Bett zu, spielte dabei mit dem Hemd, machte immer wieder Anstalten es wieder anzuziehen, um es sich dann doch wieder von den Schultern gleiten zu lassen. Bei Namjoon angekommen, stützte er ein Knie neben ihn aufs Bett, streckte eine Hand nach seinem Gesicht aus und legte ihm den Zeigefinger unters Kinn, um sein Gesicht anzuheben. Jungkook war über ihm, blickte auf ihn herab und fühlte sich dennoch klein, als er das Verlangen in den Augen des Älteren sah und dessen Beherrschung spürte, nicht nach ihm zu greifen, ihn nicht zu packen und aufs Bett zu pressen. Namjoon ließ sich leiten und dennoch wusste Jungkook, dass die Kontrolle bei ihm lag in diesem Moment. Ein Prickeln wanderte seinen Rücken hinab, als er schließlich den intensiven Blickkontakt brach und Namjoons volle Lippen in Augenschein nahm.

Es war genau getimt, damit unendlich grausam und dennoch genau das, was Namjoon sich wünschte, als Jungkook sich näher zu ihm beugte, seine Lippen nur Millimeter über seinen schweben ließ, als das Lied kurz stockte und von Neuem begann. In der gleichen Sekunde, in der der Bruch kam, zog sich Jungkook zurück, nicht mit Eile, sondern einer Ruhe, die den Plan deutlicher verriet als jeder Schreck es getan hätte. Ein Knurren entkam der Kehle des Älteren, als er den Betrug erkannte. Jungkook war bereits zwei Schritte von ihm entfernt und drehte sich mit einem zufriedenen Kichern wieder um.

Fast unschuldig legte er den Kopf schief, blickte ihn an, als wisse er nicht was Namjoons Problem sei und ließ das Hemd von seinen Armen gleiten. Raschelnd kam es auf dem Boden auf, bildete dort einen weißen Haufen, über den Jungkook einen Schritt machte, um wieder an der Lichtkante stehen zu können, um mit den Schatten zu spielen.

Nun oberkörperfrei gab sich Jungkook einige Momente lang ganz der Musik hin, ließ sich von ihr durchströmen und verzauberte Namjoon damit mehr, als jeder seiner aufreizenden Blicke es je gekonnt hätten. Wie hypnotisiert saß dieser da und konnte das laute Keuchen nicht unterdrücken, in dem der angehaltene Atem seine Lunge fluchtartig verließ, als Jungkooks rechte Hand erst seinen linken Arm entlang, über seine Brust, den Bauch hinab zu seiner Hose wanderte. Völlig ungeniert glitt sie weiter zu seinem Schritt, massierte diesen durch den dicken Stoff hindurch und Jungkooks Kopf fiel wieder in den Nacken, während er seine Hüfte stärker kreisen ließ.

Wie ausgetrocknet fühlte sich Namjoons Mund an, während er mit geöffneten Lippen dasaß und Jungkook dabei beobachtete, wie er sich selbst berührte. Er kam sich vor, wie ein Voyeur, obwohl er eingeladen war, obwohl Jungkook dies nur für ihn tat. Aber er tat es mit einer Leichtigkeit, so ohne jede Scham und auf eine Art und Weise natürlich, dass es sich einfach nur falsch und richtig zugleich anfühlte zuzusehen.

Jungkook bekam davon nichts mit, kämpfte mit der starken Welle Erregung, die seinen Körper und seinen Verstand flutete und ihn dazu bringen wollte einfach weiterzumachen, Namjoon zu vergessen und dem Drängen der Lust nachzugeben. Namjoons Räuspern holten ihn zurück, ließen ihn die Musik wieder wahrnehmen, der sein Körper so automatisch folgte. Er zog die rechte Hand wieder etwas höher, wandere mit ihr zur Brust und senkte den Blick. Mit der Linken malte er Gesten in die Luft, als wolle er Namjoon zu sich rufen, doch sein Blick sagte das Gegenteil.

Höchst zufrieden sah er wie sich Namjoon anspannte, sich schon fast mit Gewalt davon abhalten musste aufzuspringen und den Jüngeren zu sich zu holen und Jungkook belohnte ihn dafür. Wanderte wieder mit der Hand gen Süden, doch dieses Mal nicht nur zu seinem eigenen Vergnügen. Der Knopf ließ Namjoon schlucken, der Reißverschluss ihn die Zähne aufeinander beißen und als Jungkooks Hand in der geöffneten Hose verschwand, stöhnte er erstickt auf, krallte die eigene Hand ins Laken. Aus glasigen Augen beobachtete Jungkook ihn, übte mit seinen Fingern keinen gesonderten Druck aus, die Enge der Hose reichte völlig, dass seine Hand hart über seinen Schritt rieb und sein Glied zunehmend anschwoll. Sich die Lippen leckend zog er die Hand wieder hervor, hob sie vor sein Gesicht und betrachtete sie kurz, als wisse er nicht was sie da gerade getan hatte, ehe er zufrieden lächelte und sich die Fingerspitzen an die Lippen legte.

Es reichte nicht, um Namjoons Selbstbeherrschung zu brechen, auch wenn diese bereits stark bröckelte und der sich sicher war gerade Bilder geboten zu bekommen, die er sein Lebtag weder vergessen konnte, noch wollte, aber Jungkook war ja auch noch lange nicht fertig. Auch die Hose begann ihn zunehmend zu stören, zu dick war der Stoff, zu eng der Schnitt. Er wollte raus und so wanderten seine Hände seinen Bauch hinab und legten sich an den Bund der Hose.

Namjoon die gesamte Zeit in die Augen schauend, schob er sie sich von den Beinen, hatte Mühe dabei im Takt der Musik zu bleiben und halbwegs elegant auszusehen, doch Namjoon bekam von alledem nichts mit, zu gefangen war er in Jungkooks Augen. Wie glänzende schwarze Seen wirkten sie im spärlichem Licht der Lampe, unendlich tief und voller Verheißungen. Ein Ort, vor dem man sich fürchten sollte und dennoch einer, nach dem man sich sehnte, bis man alle Vorsicht aufgibt, um ihn zu erforschen.

Mit einem leisen Lachen knüllte Jungkook die Hose schließlich in den Händen zusammen und warf Namjoon damit ab. Brach dadurch etwas der Bann, in dem dieser sich wähnte und ließ ihn irritiert blinzeln, als er plötzlich Stoff vor den Augen hatte. Schnell zog er sich die Hose vom Kopf, schmiss sie unbeachtet neben sich auf den Boden. Er wollte nichts von Jungkook verpassen. Besonders jetzt nicht, wo er so viel freier ohne die engen Sachen, sich viel natürlicher bewegte und eine ganz neue Sinnlichkeit an den Tag legte.

Nur noch die enge schwarze Boxershorts verhüllte Jungkook, störte ihn aber nicht weiter beim Tanzen und für eine kleine Weile verlor er sich im Spiel der Bewegungen, im Wechsel mit verführerischen Blicken zu Namjoon. Er wusste nicht, was er mehr wollte, Namjoon nur zu reizen, sein Spiel aber zu Ende zu bringen, oder dass dieser zu ihm kam, ihn wuchtig an sich zog und mit ihm tat, was seine brennenden Blicke schon die gesamte Zeit über versprachen.

Doch Namjoon blieb, wo er war. Verschlang ihn mit Blicken, konnte sich aber noch immer beherrschen. Was Jungkook mehr mit Stolz als mit Unmut erfüllte. Doch auch ihm wurde es langsam zu viel, das Spiel mit Namjoon war schön, prickelnd und erregend, aber doch nicht ausreichend. Er wollte die Hände des Älteren spüren, seine Lippen schmecken, sich an seinen heißen Körper pressen, doch vorher wollte er noch seine Belohnung beenden und das in dem Maße, welches Namjoon sich verdient hatte.

In einer geschmeidigen Bewegung drehte Jungkook sich um, trat einen kleinen Schritt zurück, mehr in den Lichtkegel und ließ seine Hände an seinen Seiten hinab gleiten. Er spielte nicht lange herum, hakte die Daumen in den Bund der Unterwäsche und schob sie in einer gemächlich dahinfließenden Bewegung herunter. Setzte schließlich zwei Takte aus, um sich zu bücken und sich des Stoffes gänzlich zu entledigen. Anschließend begann er sich wieder zu bewegen, richtete sich auf, hob die Hände zur Decke, um mit der Linken, den rechten Arm hinabzugleiten und seine Hände erneut über seine Haut wandern zu lassen. Der Wunsch, es wären Namjoons, wurde immer stärker in ihm und loderte brennend heiß, als das Lied erneut endete und von vorne begann. Doch noch genoss er etwas das Sehnen, die Vorstellung wie Namjoons Blicke über seinen Rücken glitten, an seinem Hintern hängen blieben. Er stellte sich vor, wie der Ältere sich die Lippen befeuchtete, ein sehnliches Seufzen unterdrücken musste und sich in der Decke festkrallte, im Ringen mit seiner Selbstbeherrschung.

Ganz falsch lag er damit nicht, nur fiel Namjoon schon gar nicht mehr auf, wie trocken seine Lippen mittlerweile waren, da er schon eine geraume Weile durch den leicht geöffneten Mund atmete. Zu oft hatte er hart schlucken müssen, um es zu bemerken. Das Spiel von Licht und Schatten auf Jungkooks Haut faszinierte ihn völlig, wie es die Muskeln hervorhob und ganz eigen in Szene setzte, war erregend und kratzte hart an dem letzten bisschen Fassung, welches er sich bisher hatte bewahren können. Dennoch betete er innerlich, dass Jungkook bald zu ihm käme, so schön und faszinierend der Anblick auch war, der Wunsch ihn bei sich zu haben wurde mit jeder Sekunde stärker, brennender, alles verzehrend.

Das Tempo des Liedes nahm wieder zu, riss Jungkook aus seinen Fantasien, brachte ihn wieder in die Gegenwart und machte es ihm unmöglich dem Älteren noch länger den Rücken zuzudrehen. Etwas zu schnell für den Takt drehte er sich wieder um, suchte noch nach Namjoons Blick, als seine Beine ihn auch schon auf diesen zu trugen. Verlangend, fast gierig blickte Namjoon ihm entgegen, glitt flüchtig über seinen Körper, ehe er wieder zu Jungkooks Augen sah und ihn nur mit Blicken zu sich befahl. Es war kein Befehl oder gar ein Wort nötig, sie waren sich einig. Kaum bei Namjoon angekommen ließ sich Jungkook auf seinen Schoß gleiten, legte ihm die Arme um den Nacken, stupste seine Nase neckisch gegen die des Älteren, ehe er ihn küsste. Einige Herzschläge war der Kuss sanft, fast behutsam, doch dann brach sich ihr beider Hunger Bahnen, übermannte sie und drängte sich in den Kuss.

Jungkook verlor das Gleichgewicht, wurde herumgerissen und auf die Matratze gedrückt, während Namjoon gnadenlos seinen Mund plünderte und den Jüngeren in einem Strudel aus Gefühlen hilflos zurückließ. Jungkooks Finger krallten sich in Namjoons dichten Schopf, zerwühlten seine Haare, während er die stürmischen Lippen auf seinen genoss und unter der fordernden Berührung von Namjoons Händen erzitterte. Willi presste er sich gegen den anderen, hob sein Becken an, um es gegen den Älteren zu drücken und entlockte ihm so ein dunkles Keuchen.

Kurz lösten sie den Kuss, sahen sich in die Augen und ohne ein Wort wusste Jungkook, was sein Gegenüber vorhatte, als er sich aufsetzte. Sofort stemmte auch Jungkook sich hoch, half Namjoon dabei sich aus seinem Hemd zu schälen und schnappte dabei immer wieder nach dessen Lippen. Der Anblick von Namjoons nacktem Oberkörper schickte eine neue Welle Erregung zu Jungkooks Mitte und sein Glied begann bereits sich aufzustellen.

Noch auf dem Bett hockend und immer wieder Jungkook küssend öffneten Namjoon fahrig seine Hose, löste sich anschließend widerstrebend von dem Jüngeren, um auszustehen und sich den lästigen Stoff abzustreifen. Dann war er auch schon wieder bei Jungkook, warf sich in die wartenden Arme, sog einige Momente das Gefühl von Jungkooks Haut auf seiner in sich auf, während er dem Jüngeren verlangend und dennoch liebevoll in die Augen blickte. Die Gefühle schienen geradezu in seinem Inneren zu explodieren, überforderten ihn zunehmend in dem Versuch sie zu bestimmen und ließen ihn in einer wohligen Wärme zurück, die Jungkooks bloßer Anblick noch verstärkte. Er brauchte nicht genau wissen was gerade in ihm vorging, ihm reichte völlig das Glück, welches er spürte, das zarte Flattern in der Brust und die heiße Erregung, die gerade alles dominierte, es jedoch nicht gänzlich überdeckte.

Fast wimmernd kam Jungkook sein Name über die Lippen, als er sich zu dessen Ohr vorbeugte, sanft daran knabberte und ihn erzittern ließ. Das linke Ohr war eine seiner Schwächen, machte ihn unruhig und zittrig, auf die denkbar beste Weise. Aber auch am Hals mochte Jungkook es verwöhnt zu werden, seufzte genüsslich und drückte Namjoons näher an sich.

„K-keine Knutschflecken…“, brachte er zwischen einem Keuchen und einem Seufzen hervor. Blickte Namjoon aus glasigen Augen an und dieser lächelte nur, hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen und wanderte mit seinen Händen über Brust und Bauch des Jüngeren. Die warme Haut strebte seinen Berührungen entgegen, während Jungkooks Hände über seinen Rücken geisterten, sich immer wieder in seinen Nacken legten, um ihn an den Stellen zu halten, die er mit den Lippen verwöhnte. Jeden Laut des Jüngeren sog er in sich auf, lächelte zufrieden bei der Erkenntnis, wie viel gelöster und freier Jungkook mittlerweile war, sich mehr gehen ließ, sich ihm hingab.

Doch egal wie sehr Jungkook ihn subtile zu drängen versuchte, weiter als bis zum Bauchnabel ging er nicht. Den drückenden Händen gab er nicht nach, ließ sich nicht locken und als Jungkooks Hand selbst zu seinem Schritt wandern wollte, seinen steifen Penis als Ziel, fing er sie ab, drückte sie über den Kopf des Jüngeren und küsste ihn innig. Raubte ihn Luft und Konzentration und bändigte ihn so für einige Minuten.

„Namjoon… bitte…“, keuchte Jungkook schließlich, als Namjoon erneut einen Versuch vereitelte einen Schritt weiterzukommen. Heiß loderte die Lust in dem Jüngeren, sehnte sich nach mehr als warmen Händen und weichen Lippen an seinem Oberkörper. Er wollte Namjoon, wollte ihn ganz und bekam dennoch nur den Vorgeschmack.

„Nicht heute“, raunte Namjoon ihm zärtlich ins Ohr, die Stimme heiser und leicht außer Atem, strafte sie die Worte Lügen, doch seine Taten sprachen eine andere Sprache. Die hielten sich an seine Worte, sehr zu Jungkook Leidwesen.

„Warum?“, keuchte er in einer Mischung aus Verzweiflung und Frustration. Die Stimme des Älteren sagte ihm bereits, dass der sich entschieden hatte, aber Aufgeben kam für Jungkook nicht in Frage, drückte sich die Erregung des Älteren doch gerade vielversprechend gegen seinen Bauch. „Ich will dich. Bitte Namjoon, nimm mich.“

Hart musste Namjoon schlucken, stützte sich schwer atmend auf die Unterarme und sah Jungkook in die glasigen Augen. Ihre Blicke trafen sich immer nur kurz, zu unruhig war der Jüngere unter ihm, konnte die Finger nicht von ihm lassen, in seinem verzweifelten Versuchen, ihn zu mehr zu bewegen.  

„Du bist betrunken. Ich bin betrunken. Das ist keine gute Idee“, erklärte Namjoon in angespannter Ruhe. Er wusste, dass es das richtige war, doch Jungkook machte es ihm so unendlich schwer. Die wachsende Verzweiflung in seinen Handlungen, der verletzte Blick und das flehende Keuchen ließen ihn nicht kalt, schnürten ihm das Herz zu. Er verlagerte sein Gewicht, bekam eine Hand frei und strich Jungkook zärtlich über die Wange, hauchte ihm einen Kuss auf die Stirn und rollte sich dann von ihm herunter. Auf dem Rücken liegend sog er tief die Luft in die Lungen, versuchte sich selbst wieder in den Griff zu bekommen und nicht dem verführerischen Drängen des Jüngeren zu erliegen.

Dieser fand keine Worte. Verstand nicht, was Namjoons Problem war und war zu erregt und benebelt, um zu diskutieren. So versuchte er es mit körperlichen Reizen, denen hatte Namjoon bisher noch nie widerstehen können, doch er scheiterte. Keine Küsse auf der Haut, keine streichelnden Finger oder flehenden Blicke konnte Namjoon umstimmen. Dessen Blick blieb warm und liebevoll, bewegten ihn schließlich dazu grummelnd einzulenken.

Als Namjoon schließlich begann die Bettdecke unter ihnen hervorzuziehen, wusste Jungkook, dass er verloren hatte. Beleidigt drehte er sich auf die Seite, mit dem Rücken zu Namjoon, schob eine Hand unter die Wange und starrte enttäuscht vor sich hin. Reagierte nicht wirklich, als die Decke sich über ihn legte, das Licht erlosch. Erst als Namjoon sich an seinen Rücken kuschelte, entfuhr ihm ein gefrustetes Schnauben. „So willst du schlafen? Stört dich die Latte kein bisschen?“ Ihn störte die schon, wie sie sich verheißungsvoll an seinen Rücken drückte und ihn zu verspotten schien.

„Das legt sich wieder“, meinte Namjoon ausweichend, hauchte ihm dabei feine Küsse in den Nacken und lullte Jungkook damit ein.

„Da gäbe es bessere Methoden als abwarten…“, maulte der leise vor sich hin, konnte sich der beruhigenden Wirkung von Namjoons sanften Zärtlichkeiten jedoch nicht entziehen. Langsam ließen Adrenalin und Endorphine nach und der lange Tag und der Alkohol eroberten sich ihren Platz zurück, ließen einen weichen Nebel in seinen Gedanken aufsteigen, der ihn träge werden ließ. Seine eigene Erregung nahm langsam wieder ab und begleitet von einigen gebrummten Worten Namjoons, glitt er schließlich in einen ruhigen Schlaf.







Halli Hallo,

Jungkook hatte versprochen das Namjoon später auch mal gucken darf und er hat sich daran gehalten, sehr löblich wie ich finde. Und bevor ihr mir für das Ende gleich den Kopf abreist, Namjoon hat seine Gründe und die kommen auch noch zur Sprache, allerdings erst nächstes Jahr (Es ist wieder Zeit für diese Art von Aussagen, dass kann ich mir einfach nicht verkneifen). Ein Kapitel wird dieses Jahr aber noch kommen, nur widmet sich die Geschichte da mal wieder einigen der anderen Charakteren, die wollen ja auch hin und wieder Aufmerksamkeit haben.

Bis dahin wünsche ich euch schöne Feiertage, genießt Weihnachten, vielen Dank fürs Lesen und nicht vergessen, eure Meinung ist immer gern gesehen.

Bis zum nächsten Mal
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