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Sonne, Strand und andere Probleme

von Pingulina
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Jimin Jungkook Kim Seokjin RM Suga V
03.03.2019
22.07.2021
49
222.839
31
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22.07.2021 5.157
 
Die Sache mit Jins Auto

15. Montag:


Mit jeder weiteren Minute wurde es zunehmend unangenehmer für Taehyung. Jins Finger gruben sich immer tiefer in sein Fleisch, dessen Arm begann langsam zu zittern und so wirklich gut lag er mit den erhobenen Beinen auch nicht, sein Rücken zog etwas. Allerdings musste er zugutehalten, dass die Rückbank von Jins Auto wirklich bequem dafür war, dass sie nicht fürs Liegen konzipiert wurde. Dass Jin zunehmend grummeliger wurde und es ihm nicht so recht passte, dass Taehyung immer noch den Kreislaufkranken mimte, befriedigte ihn auf seine ganz eigene Weise.

Er spürte noch immer ein feines Zittern, war sich zwar sicher, dass das mehr von den Nerven kam als vom abgesackten Blutdruck, aber angenehm war es daher noch lange nicht. Wenigstens konnte er wieder richtig atmen und seine Welt drehte sich nicht mehr. Ob der Boden noch so fies schwankte, hatte er noch nicht getestet und hatte gerade auch noch kein verlangen danach. Erstmal wollte er wieder richtig wach werden, da er offensichtlich kurz weggenickt war. Eine wahre Wohltat nach der kurzen Nacht und dem fürchterlichen Morgen. Es war bei weitem nicht das erste Mal, dass er mit einer kalten Dusche aus dem Schlaf gerissen wurde, nur durfte er für gewöhnlich danach warm duschen, sich anziehen und bekam sein Frühstück in die Hand gedrückt, ehe ihn seine Mutter, mit einem Kuss auf die Wange, in die Schule verabschiedete. Todesängste hatte ihn das nie ausstehen lassen, es hatte ihm eher ein schlechtes Gewissen verpasst, dass er seinen Eltern so etwas zumutete.

Aber er war nicht zuhause, Jin nicht sein Vater und daher hatte er wenig Mitleid mit dem Älteren, der gerade die Hand wechselte, um Taehyungs Beine weiterhin erhöht zu halten und seinen Kreislauf zu entlasten. Dass musste man dem Älteren lassen, er ging gerne über Grenzen, räumte dann aber auch wieder auf. War das jetzt etwas für das man ihn loben oder doch besser verhauen sollte?

„Tu nicht so als ob du noch schläfst, deine Augen sind viel zu unruhig dafür“, kam es träge von der Seite. Gut, Jin hatte ihn durchschaut, was ja auch nicht schwer war, aber deshalb gleich die Augen öffnen sah der Jüngere nicht ein.

Kurz wartete Jin noch, dann ließ er Taehyungs Beine sinken, rutschte vom Sitz und legte sie dort ab. Der Jüngere hörte die Wagentür. Fragte sich, ob er nun allein im Auto war. Eine Frage, die ein resigniertes Seufzen von Jin schnell klärte. Gut, der war noch da. Warum also hatte er die Tür geschlossen? Damit niemand Taehyung schreien hörte? Er nicht so schnell wegkam? Sollte er vielleicht doch die Augen öffnen und nachsehen?

Nö! Sie waren in Jins Auto. Der Ältere würde viel machen, aber sicher nicht die Sitze schmutzig. Da musste er sich schon was Besseres einfallen lassen, um Taehyung Angst einzujagen. Bungee zum Beispiel…

„Machst du jetzt langsam mal die Augen auf oder muss ich dich erst wieder auf den Turm schleifen?“, raunte Jin ihm genervt ins Gesicht, hatte sich dabei über ihn gebeugt, die eine Hand an der Kopfstütze und die andere knapp neben Taehyungs Schulter abgestützt. Dieser zuckte heftig zusammen, kniff die Augen aber lieber fester zu als sie zu öffnen und brachte Jin leise zum Kichern. Wie gut es doch tat etwas gefunden zu haben, mit dem er Taehyung ärgern konnte. Dem war sonst so vieles egal, dass Jin es schon fast für unmöglich hatte halten wollen, so eine Perle noch zu finden.

Sein Blick glitt musternd über das verkniffene Gesicht des Jüngeren. Etwas blass um die Nase war er noch, aber bei weitem nicht mehr so bleich wie vor gut einer Stunde, als sie zum Auto zurückkamen. Die Ruhe und der Schlaf hatten ihm gutgetan und wenn er schon wieder Blödsinn im Kopf hatte, konnte es ihm gar nicht mehr so schlecht gehen.

Austestend strich Jin ihm über die Stirn, löste die verklebten Strähnen, die der getrocknete Schweiß auf der Haut halten wollte. Taehyung zuckte erschrocken, blinzelte einmal kurz und schielte aus einem schmalen Spalt unter seinen Lidern hinweg zu ihm nach oben.

„Was wird das?“, fragte er misstrauisch nach, hinderte Jin aber nicht weiterzumachen.

„Ich kontrolliere nur deine Frisur, wirkt etwas derangiert. Harten Tag gehabt?“

„Wie kommst du darauf? Eine Nahtoderfahrung zum Frühstück ist genau meine Interpretation von Urlaub.“

„Oh gut, ich hatte schon Sorge, du könntest mir die kleine Aktion übel nehmen.“ Das überhebliche Lächeln stand Jin bestens, brachte seine Vorzüge zur Geltung und hätte sicherlich so manch ein Herz schmelzen lassen, nur leider hatte Taehyungs, nach Verlassen des Fahrstuhls, Reis aus genommen und versteckte sich hier noch irgendwo unter einem Stein. So musste sich der Ältere mit einem herzhaften Gähnen begnügen.

Den störte das rein gar nicht. Hatte er doch eh nicht damit gerechnet, dass Taehyung so reagierte wie seine Opfer sonst. Aber das wollte er auch gar nicht mehr, so war es viel spannender. Nicht zu wissen was hinter Taehyungs leicht gerunzelter Stirn vor sich ging hatte seinen ganz eigenen Reiz und mit der frechen Zunge zusammen, die nachdenklich über seine Lippen fuhr, ihr eigenes Prickeln.

Er lehnte noch immer über dem Jüngeren, war bei dessen Gähnen etwas zurückgeschreckt, kam nun aber wieder näher, gefolgt von Taehyungs prüfendem Blick. „Von Privatsphäre hältst du nicht besonders viel, was?“

Jins Augenbraue wanderte nach oben als er den Jüngern skeptisch musterte. Der faselte was von Privatsphäre und ließ seine Fingerchen über Jins Arm gleiten. Fühlte sich nicht so an als wolle er ihn von sich stoßen.

„Dein Mund sagt das eine, deine Augen das andere. Du verwirrst mich, bei so viel widersprüchlichem Verhalten“, erwiderte er spitz, hielt Taehyungs Blick dabei stand und genoss das Prickeln, welches durch die sanften Finger des Jüngeren über seinen Arm wanderte.

„Ach ich bin also widersprüchlich? Vielleicht versuche ich hier ja auch gerade nur einen Weg zu finden einem Sadisten zu entkommen.“ Fast ein wenig schüchtern und doch kokett klangen die Worte, wurde abgerundet von einem Niederschlagen der Lider und brachten Jin zum Schlucken. Er hatte doch extra im Schatten geparkt, warum war es auf einmal so heiß hier drin?

„Wer ist hier ein Sadist? Ich etwa? Nur weil ich dir ein unvergessliches Urlaubserlebnis gönnen wollte?“, empörte er sich gespielt getroffen. Taehyungs Blick schoss wieder hoch zu ihm, jagte ihm einen kalten Schauer über den Rücken, während dessen Finger noch immer über seinen Arm wanderten.

Leicht bewegte sich der Jüngere unter ihm, suchte wohl nach einer bequemeren Position auf der Rückbank, die mehr fürs Sitzen als fürs Liegen ausgelegt war, drückte die Beine dabei verräterisch zusammen und ließ Jins Gedanken in ganz andere Bahnen abdriften. Scheiße! Der Jüngere war gut. Etwas zu gut nach Jins Geschmack.

„Nein. Weil es dich geil gemacht hat mich panisch vor Angst zu sehen“, hauchte ihm der Jüngere lasziv entgegen. Die Worte und seine Tonlage standen in so einem harten Kontrast, dass Jin ihn nur überrumpelt anstarrte und den Sinn der Worte erst gar nicht begriff. „Nur weil ich neben mir stehe, bekomme ich es immer noch mit, wenn jemand einen Ständer hat und deiner war nicht zu übersehen.“ Es war eine glatte Lüge. Jin hätten in dem Moment Flügel wachsen können und Taehyung hätte nichts bemerkt, aber er wollte die Reaktion sehen und die vor Entsetzen aufgerissenen Augen waren göttlich.

„Bitte? Gut, ich geb' ja zu, dass ich die Situation genossen habe, aber das ist sicher kein Fetisch von mir!“, verteidigte sich Jin reichlich spät, dafür aber mit Nachdruck und einem richtig finsteren Blick zu Taehyung hinunter. Der erwiderte diesen aber nur spöttisch. Leckte sich flüchtig über die Lippen und schluckte leicht. Jin spürte, wie er zunehmend unruhiger wurde. Das unterschwellig devote Verhalten des Jüngeren war pures Gift für seine Selbstbeherrschung.

„Aha und was ist dann das hier?“ Unbemerkt von Jin war Taehyungs freie Hand in dessen Schritt geglitten und lag nun locker um die sich abzeichnende Beule in dessen Hose. Ein Keuchen entwich dem Älteren, hielt ihn von einer direkten Erwiderung ab und brachte Taehyung zum Lachen.

Zorn blitzte in Jins Augen auf, ehe er beschloss, dass herumschreien wahrscheinlich weniger erfolgreich war als einfach mitzuspielen. Also lachte er einmal auf und beugte sich zu Taehyungs Ohr hinunter.

„Danke für die Blumen, aber selbst meine Ausdauer ist nicht groß genug, um so lange eine Erektion zu halten. Die da in deiner Hand ist ganz frisch und nur für dich“, raunte er dem Liegenden zu, bewege seine Hüfte dabei auffordernd gegen die Hand des Jüngeren und stöhnte leise. Wenn der sein kleines Problem eh bemerkt hatte und nicht einfach gentlemanlike darüber hinwegsehen konnte, wollte er auch was davon haben. Überrascht stellte er fest, dass Taehyung die Hand nicht wegzog, sondern den Druck leicht erhöhte und sich ganz minimal bewegte.

„Also macht es dich an mich fertig mit der Welt in deinem Auto liegen zu sehen?“, grübelte Taehyung als wäre nichts, hatte dabei etwas Unschuldiges im Blick, was Jin schlucken ließ. Doch mittlerweile kannte er den Jüngeren zu gut, verlagerte sein Gewicht, dass die Hand an der Rückenlehne reichte, um ihn im Gleichgewicht zu halten und schob die andere in den Schritt des Jüngeren. Bingo!

Ein zufriedenes Keuchen erklang und Taehyungs Blick wurde etwas verschlagener, das unschuldige Lächeln blieb aber auf seinen Lippen.

„Es macht mich an, wenn du frech und aufmüpfig bist und das weißt du verdammt genau.“ Jin wartete gar nicht erst auf eine Erwiderung, überbrückte den Abstand zwischen ihnen und küsste den Jüngeren hart und fordernd, massierte dabei das pochende Glied durch den dünnen Stoff der Shorts und setzte Taehyung damit für einige Augenblicke außer Gefecht. Gefügig lag dieser unter ihm, erwiderte den Kuss so wie Jin es wollte und holte zitternd Luft als dieser seine Lippen kurz entließ. Viel Zeit ließ der Ältere ihm nicht, wusste, dass das gefährlich wäre und küsste ihn erneut. Erschrocken kniff Taehyung die Augen zusammen, stoppte die zarte Bewegung seiner Hand und musste sich erst neu sortieren.

Frech drang die Zunge des Älteren in seinen Mund ein, nutzte sein Japsen nach Luft dabei schamlos aus. Genießend brummend begrüßte Taehyung den Gast, stupste ihn an und versteckte sich dann wieder vor ihm, während ihm die geschickten Finger das Denken schwer machten. Seine eigene Hand hatte die Arbeit in Jins Schritt wieder aufgenommen, während die andere in dessen Nacken gewandert war, um ihn an seinen Lippen zu halten.

Ihr Küsse wurden immer schlampiger, während ihre Finger schneller wurden und langsam, aber sicher machte sich ein leicht feuchtes Gefühl in Jins Hose bemerkbar. Taehyung war gut, wusste genau den Druck seiner Finger zu regulieren, um ihn nur durchs Streicheln fast wahnsinnig werden zu lassen. Jins Atem ging angestrengt, die Luft im Auto wurde zunehmen stickiger und klebte ihm gefühlt an der Haut, stören ließ er sich davon aber nicht.

Die Strähnen auf Taehyungs Stirn klebten diesem bereits wieder auf der Haut, während er sich Jins Hand entgegenbewegte. Die Lippen waren zu einem leisen Keuchen geöffnet, glänzten fast so rot wie seine Wangen und der Blick lag lüstern auf dem Älteren. Dieser bezweifelte, dass er besser aussah, fühlte er sich doch mehr als erhitzt und wollte nichts lieber als aus seinen Klamotten raus. Als der Jüngere seine Finger unter den Bund seiner Hose gleiten ließ und über die weiche Haut über seinem Schritt glitt, wurde es ihm endgültig zu viel.

Er setzte sich auf, zog den Jüngeren mit sich und griff nach seinem Shirt. Taehyung brauchte nur Sekunden, um es ihm nachzutun, warf sein Oberteil in den Fußraum der Rückbank und war bereits dabei sich die lästige Hose von der Hüfte zu schieben.

„Hast du Gleitgel da?“, wollte er leicht gehetzt wissen. Fragte eher pro forma und war sichtlich unzufrieden mit der Antwort.

„Nein.“ Davon hatte Jin heute schon eindeutig zu viele gesagt und doch war dies das Erste, welches Taehyung so richtig nervte. Was war bitte mit Jin los? War der so versessen gewesen ihn fertig zu machen, dass er das Wichtigste vergaß? Oder waren sie doch gesprungen, Taehyung vor Angst gestorben und dies hier war die Hölle? Auf ewig dazu verdammt mit Jin in einem Auto zu stecken, ohne anständig ficken zu können?

„Warum nicht? Es ist dein Auto“, kommentierte er gereizt und funkelte Jin an als dieser ihn wieder auf die Polster drückte und ihn gierig küsste. Lange ließ er den Älteren aber nicht, er wollte Antworten.

„Schon, aber hier ist Sex freie Zone“, erklärte Jin sichtlich unzufrieden. Worüber wohl? Darüber, dass das schwachsinnig war und er eine billige Ausrede für sein Versagen brauchte oder darüber, dass er diesen Vorsatz offensichtlich gerade brach?

„Und was ist das hier gerade?“, hakte Taehyung nach, glitt mit seiner Hand Jins Bauch hinab bis zu dessen Glied und streichelte es behutsam.

„Eine Ausnahme“, keuchte Jin mit verhangenem Blick und plünderte Taehyungs Lippen erneut, ließ es dieses Mal nicht zu, dass der ihn wieder von sich schob, ehe er nicht zufrieden war.

Aus glasigen Augen blickte der Jüngere ihn verlangend an als er ihn wieder zu Atem kommen ließ, hatte seine Hand wieder in seinem Nacken vergraben und zog ihn erneut zu sich. „Wie genau wollen wir dieses Problem jetzt lösen? So kann auf jeden Fall keiner von uns fahren.“ Dabei hob er seine Hüfte ein Stück an, presste sie gegen Jins und ließ diesen zufrieden schnurren.

„Lass uns Plätze tauschen“, wies dieser ihn an. Zwar irritiert, aber folgsam erhob Taehyung sich, rutschte ans Ende der Sitzbank, damit Jin es sich gemütlich machen konnte und als der zu seinem Glied deutete, verstand er, was der andere wollte. Schnell krabbelte er wieder zu Jin, drehte sich dabei so, dass seine Hüfte über dem Gesicht des Älteren schwebte und er selbst eine gute Aussicht auf dessen Intimbereich hatte.

„Nimm das Bein vom Sitz, sonst komme ich nicht an dich ran… ja, genau so“, kommandierte Jin, drückte dabei etwas gegen Taehyungs linkes Bein, welches daraufhin vom Sitz glitt. Zwar machte es das dem Jüngeren schwieriger das Gleichgewicht zu halten, dafür spürte er aber schon im nächsten Moment Jins Zunge an seiner pochenden Erektion und stöhnte zufrieden auf.

Einige Minuten genoss er einfach die gekonnten Berührungen, schloss die Augen, legte den Kopf in den Nacken und stöhnte zufrieden. Leicht begann er mit der Hüfte zu wippen, damit in Jins Mund zu stoßen und dieser ließ ihn, hielt so gut er konnte still und kam ihm mit der Zunge entgegen.

Leicht frustriert über die fehlende Gegenwehr lenkte Taehyung schließlich ein, auch wenn es ihm schwerfiel. Immerhin musste er ein wenig von Jins heißem Mund hergeben als er sich selbst vorlehnte, eine Hand um den steifen Schaft des Älteren legte und die Länge langsam entlang leckte. Ein lautes Keuchen erklang, wurde zu einem Stöhnen als er an der Eichel ankam, die Lippen darüber stülpte und genüsslich sog. Kühl strich dabei die Luft um sein eigenes Glied, ließ ihn sanft erschauern und erregt keuchen als er die feuchte Wärme wieder spürte.

Es war mehr ein Wettkampf als ein Liebesspiel. Wer brachte den anderen lauter zum Stöhnen, wer ließ sich weniger ablenken, wer hatte die bessere Technik. Taehyung hatte ein gutes Gespür dafür, wann er zwischen Saugen, Lecken und Knabbern zu wechseln hatte, um Jin auf einem konstanten Level zu halten, ihm dabei nicht zu viel und nicht zu wenig zu geben und ihn immer wieder angenehm zu frustrieren. Wohingegen Jin einfach göttlich darin war, wie tief er ihn in sich aufnehmen konnte und als der auch noch anfing seinen Eingang zu umspielen und einen feuchten Finger behutsam in ihn drückte, war Taehyung seinem Orgasmus näher als ihm lieb war.

Einzelne Schweißperlen rannen Taehyungs Beine hinab, die langsam wieder zu zittern begannen, wurden von Jins freier Hand verstrichen, die unermüdlich über seine Haut wanderte. Langsam bereute er es mit Jin die Plätze getauscht zu haben, er hatte den deutlich anstrengenderen Part. Doch Jins Zunge ließ ihn das immer wieder vergessen, verwöhnte ihn mit Hingabe und machte seine Beine noch wackliger. Taehyung spürte, dass er nicht mehr lange durchhalten würde, die Hitze an seinem Glied, der geschickte Finger, der viel zu gut wusste, was er liebte. Jins Penis glitt aus seinem Mund als er ungehalten aufstöhnte. Sich auf die Lippen beißend sackte sein Oberkörper wieder nach unten, sein Atem ging hektisch und das köstliche Kribbeln in seinem Unterbauch verriet das nahe Ende. Er sehnte es herbei, wollte von der Welle der Ekstase davon gespült werden, sich treiben lassen und nur noch genießen, aber sein Ehrgeiz ließ ihn nicht. Jin hatte heute schon einen Sieg eingefahren und diesen würde er nicht auch noch bekommen.

So stemmte er sich wieder hoch, leckte sich genüsslich über die Lippen und setzte seine Arbeit fort. Geschickt hielt Taehyung den Älteren auf genau dem Level, den er haben wollte, brauchte nur eine Kleinigkeit, um Jin kommen zu lassen und verwehrte sie ihm immer wieder. Mal war es ein sachtes Schaben seiner Zähne, mal die verhältnismäßig kühle Luft im Auto an Jins Glied, wenn Taehyung sacht an seinen Hoden sog, so oder so Jins Grummeln und auch der leichte Klaps auf den Po steigerten Taehyungs Erregung nur zusätzlich.

Jin indes hatte wirklich zu kämpfen, versank sein Denken doch bereits in Lust und Hitze und der Jüngere verdarb ihm jeden Versuch es etwas besserzumachen. Nicht mehr lange und er wäre nur noch keuchende Lust, die sich Befriedigung wünscht, ohne koordiniert handeln zu wollen. Ihm war klar gewesen, dass Taehyung im Blasen gut war, verdammt gut. Aber Himmel noch eins, er hatte auch viel Erfahrung! Kam aber gegen die Spielchen des Jüngeren einfach nicht an. So etwas hatte er noch nie erlebt und er hatte mehr als genug Vergleiche, die er ziehen konnte. Doch Taehyungs Fähigkeit immer genau zu wissen, was er gerade am meisten wollte oder eben nicht, war so beängstigend wie berauschend und fegte ihm nach und nach den Geist leer.

Die Luft im Auto war längst nur noch ein schwüler Abklatsch ihrer selbst, half den beiden kaum dabei sich nicht gänzlich zu verlieren. Schwer sog Jin sie durch die Nase ein, während er Taehyung so tief er konnte in sich aufnahm, den Finger dabei weiter schob und ein ersticktes Wimmern hörte. Leicht krümmte er den Finger, dann explodierte seine Welt. Versank in einem Rausch aus Gefühlen, die sich als bunte Punkte vor seine Augen legten, ehe sie in einem hellen Weiß ausblendete. Sein Körper zuckte derweil genießend, seine Lippen pressten sich härter um den Penis zwischen ihnen, während er ganz automatisch schluckte und erleichtert keuchte, als er wieder frei war, seine Lunge sich hektisch mit Luft füllen konnte, die viel zu wenig Sauerstoff bereithielt.

Auf ihm kämpfte Taehyung mit sich. Einmal saugen war es gewesen, an genau der Stelle vorne an der Eichel, von der er mittlerweile wusste, dass es Jins sensibelster Punkt war und er hatte gewonnen, Jin zuerst zum Orgasmus gebracht ohne selbst auf seinen verzichten zu müssen. Nun mühte er sich ab seine Hüfte oben zu halten, um den Älteren nicht unter sich zu begraben, während seine Brust sich gegen Jins Beine drückte und im selben schnellen Rhythmus flatterte wie Jins.

In einem letzten Kraftakt wuchtete Taehyung sich hoch, drehte sich umständlich, um mit einem erschöpften Laut auf Jins Brust zum Liegen zu kommen. Dieser kommentierte es mit einem Stöhnen als das Gewicht des Jüngeren ihn traf, legte ihm aber fast sofort den Arm um den Rücken, um sicherzugehen, dass er nicht von ihm runterrutschte.

Etliche Minuten lagen sie so da, japsten in die Stille des Wagens, bis Jin schließlich hinter sich tastete, den Türgriff fand und diese einen Spalt öffnete. Warme aber fische Mittagsluft strömte zu ihnen herein, umwehte ihre Nasen und machte es ihnen leichter.

„Damit ist dein Auto wohl eingeweiht“, feixte Taehyung nach einiger Zeit. Sein Blick war zu Jin geglitten, hatte den unzufriedenen Ausdruck in seinen Augen gesehen und er war sich sicher, dass das nicht an ihm lag.

„Ich muss die Rückbank waschen lassen“, erwiderte Jin seufzend, zuckte aber nur mit den Schultern, das Thema war für ihn wohl erledigt.

„Willst du es nicht als Andenken, an diesen grandiosen Tag, so lassen?“, scherzte Taehyung weiter, richtete sich etwas auf, um Jin besser ins Gesicht sehen zu können. Der verzog leicht die Lippen und sah ihm in die Augen, jagte Taehyung einen angenehmen Schauer den Rücken hinab.

„Lass mal, die Bilder im Kopf reichen völlig.“ Dabei glitt sein Blick an Taehyung entlang und ließ die Frage offen, ob er die gerade eben oder die von vorhin auf dem Turm meinte. Der Jüngere wollte sich schon erkundigen als Jin ihm eine Hand in den Nacken schob, ihn zu sich herunterzog und zärtlich küsste.

„Was hältst du von einer kleinen Mittagspause? Draußen ist es eh gerade viel zu heiß und ich fühl mich überraschend müde“, raunte er dem Jüngeren schließlich gegen die Lippen, vertrieb damit das freche Glitzern aus seinen Augen und ließ ihn stumm nicken.

Taehyungs Kopf landete wieder auf Jins Brust, den Blick zur Frontscheibe gerichtet, vor der der Platz noch immer verweist dalag. Jins Finger strichen sanft über seinen Rücken, lullten ihn ein und machten ihn schläfrig.

Wie lange sie so dalagen, wusste Taehyung hinterher nicht mehr. Mehrere Stunden wohl, er war immer wieder eingenickt und hatte gedöst, fühlte sich aber irgendwann viel zu wach, um weiter herumzuliegen und auch seine Kehle hatte anderes vor, trinken zum Beispiel. Als er Jin dies mitteilte nickte der nur, drückte ihn behutsam von sich und sammelte ihre Sachen aus dem Fußraum zusammen. Keine zwei Minuten später waren sie angezogen aus dem Auto gestiegen und streckten sich erstmal. An Jins Nacken verliefen zwei rote Striemen, die Taehyung verwundert mit dem Finger nachfuhr. Der Ältere zuckte zusammen, drehte sich schnell um und verdeckte die Stelle mit der Hand.

„Was ist denn da passiert?“, hakte Taehyung skeptisch nach, während er ihm zum Kofferraum folgte.

„Die Sitzkante hat sich in die Haut gedrückt. War zu faul aufzustehen und irgendwann hat's nicht mehr wehgetan“, erklärte Jin träge, rieb die gereizte Haut, ehe er die Finger wieder runternahm. Skeptisch betrachtete Taehyung die Stelle und stellte schließlich fest, dass Jin ihm vielleicht doch einen Gefallen getan hatte ihn nach oben zu bitten.

„Hier“ Kam es leise von Jin, welcher ihm zwar den Rücken zudrehte, aber auch eine Flasche Wasser über die Schulter hinweg hinhielt. Überraschend kühl lag sie in Taehyungs Hand und war schnell bis zur Hälfte geleert, ehe er erfrischt seufzte und sich neben Jin ans Auto lehnte. Flüchtig glitt sein Blick umher, auch wenn sich nicht viel verändert hatte. Leer lag der staubige Platz vor ihnen, lediglich der Schatten der Hecke war gewandert schützte nicht mehr das ganze Auto vor der brennenden Sonne.

„Hattest du das alles so geplant oder warum bist du auf diesen abgelegenen Platz gefahren?“ Taehyung war nicht entgangen, dass beim Bungeeturm ebenfalls ein geräumiger Parkplatz war, mit reichlich freien Stellflächen als sie kamen. Außerdem meinte er sich daran zu erinnern, dass sie an einem weiteren kleineren und von der Straße gut einsehbaren Platz vorbeigekommen waren als sie zum Turm liefen.

„In der Heftigkeit und mit dem zweiten Teil nicht, aber ich wollte deine Reaktion in Ruhe genießen können ohne Leute, die unbedingt helfen müssen“, grinste Jin verschlagen zurück. Auch wenn er damit mehr einen hysterischen, denn eine halb bewusstlosen Taehyung gemeint hatte. Der Jüngere verzog gespielt beleidigt die Lippen und sah demonstrativ weg.

„Und dir habe ich mein Herz geschenkt!“, murmelte er empört und hatte nicht mit dem erstickten Keuchen des Älteren gerechnet. Schnell drehte er den Blick wieder zu diesem, nur um in sein fassungsloses Gesicht zu schauen. Nur eine Sekunde hielt der Anblick, dann wandelte sich Jins Miene. Unzufrieden, fast ein wenig wütend schaute er den Jüngeren an.

„Lass solche Scherze! Darüber spottet man nicht“, fauchte er streng und trank schließlich demonstrativ langsam, um zu verdeutlichen, dass das Thema beendet war.

Für Jin vielleicht, Taehyung war gerade hellhörig geworden. „Warum? Wir hauen uns doch die ganze Zeit solche Sachen um die Ohren. Warum ist das Herz da eine Ausnahme?“

Genervt seufzte Jin. Es hätte ja klappen können, aber dann dürfte Taehyung eben nicht Taehyung sein und er hätte sich nicht verraten dürfen. Einmal ließ er seinen Blick prüfend über den Jüngeren gleiten, welcher zunehmend merkte, dass sie am Ende der Späße angekommen waren. Was für ihn hieß, nun kam der spannenden Part und hibbelig vor Aufregung blickte er Jin erwartungsvoll an.

„Es gibt eben Grenzen. Du hast doch sicher auch Dinge, bei denen der Spaß aufhört“, hielt Jin sich Waage, brachte Taehyung nur dazu mit der Zunge zu schnalzen und die Arme zu verschränken.

„Ja, wenn mich einer von einem dreihundert Meter Turm schubsen will, ist Feierabend! Aber darum geht es gerade nicht.“

„Siebenundachtzig Meter“, korrigierte Jin stumpf und trank einen weiteren Schluck. Taehyung blinzelte irritiert.

„Bitte?“

„Der Turm war siebenundachtzig Meter hoch, nicht dreihundert“, erklärte Jin ruhig und deutete in die Richtung, in der sich diese Folteranstalt hinter Bäumen und Büschen vor ihren Blicken versteckte.

„Und wenn er zehn Meter hoch wäre, das ist hier nicht der Punkt! Du weißt, dass du gerade zwei Möglichkeiten hast, reden oder dich so lange nerven lassen, bis du redest. Wie hättest du es gerne?“ Von leiser Wut zu verschlagener Hinterlist in unter zehn Sekunden, das konnte auch nur Taehyung und Jin erkannte seine Ausweglosigkeit. Er könnte Zeit schinden, indem er den Jüngeren hier ließ und allein nachhause fuhr. Das Ergebnis wäre leider ein neugieriger und wütender Taehyung, was wohl hieß, dass er dann auch noch Jungkook und Jimin am Kragen hätte. Was weit spaßiger wäre, wenn die nicht vergeben wären. Blöder Mist aber auch.

„Ich durfte mir einfach schon zu viel Mist darüber anhören und in meiner jugendlichen Dummheit habe ich den anfangs echt geglaubt“, versuchte er noch immer das Thema möglichst zu umgehen. Es gab gute Gründe, warum er es hasste über Herzensdinge zu sprechen und die taten verdammt weh.

Nachdenklich blickte Taehyung ihn an, husche mit dem Blick über sein Gesicht und blieb an den Augen hängen. „Liebesschwüre bekommen, die nie dazu gedacht waren zu halten?“, schlussfolgerte er und Jin nickte steif.

Er wollte diese Schublade nicht aufmachen, hatte die alten Geschichten zu oft und ausgiebig mit Namjoon durchgekaut und schließlich beschlossen, dass es besser war sie wegzuschließen und sich zu bemühen sie zu vergessen. Es war seine eigene Schuld, dass er nun hier stand, er hatte Taehyung bereits viel zu nach an sich heran gelassen. Seine Gründe Beziehungen nur oberflächlich zu halten waren zahlreich und hier zeigte sich einer der gewichtigsten.

„Deine erste große Liebe?“, hakte Taehyung weiter nach, der Spot war aus seiner Stimme verschwunden und ein ruhiger Unterton machte Jin aufmerksam. Er konnte es nicht richtig fassen, aber so wie Taehyung ihn gerade anschaute hatte er das Gefühl ihm alles erzählen zu können, ohne mit bösen Konsequenzen rechnen zu müssen.

„Die Zweite… oder vielleicht doch die Erste? Meine zweite Beziehung jedenfalls“, seufzte Jin schließlich und rang noch immer mit sich. War es klug darüber zu sprechen?

„Was war mit der Ersten? Der angehimmelte Schwarm, der sich bei näherer Betrachtung dann doch nur als Normalo entpuppte?“, wollte Taehyung neugierig wissen, lächelte ihn dabei sanft an und beruhigte seine flatternden Nerven etwas.

„Nein. Eher, dass ich nach drei Monaten gemerkt habe, dass ich mehr auf Kerle als auf sie stehe. Ich hab's ihr damals nicht gesagt und die Beziehung sich auseinander leben lassen. Die Ohrfeige habe ich dann ein Jahr später kassiert, als sie es rausbekommen hat“, lachte er verlegen, rieb sich dabei den kribbelnden Nacken und hoffte, dass sich die Haut schnell wieder beruhigte.

„War sie so entsetzt, dass du schwul bist? Etwas übertrieben finde ich“, grummelte Taehyung unzufrieden, hatte die Augen leicht argwöhnisch zusammengekniffen und die Schultern angespannt. Verwirrt sah Jin ihn an, fand die Reaktion leicht übertrieben und fragte sich, woher das rührte.

„Nein, darüber dass ich nicht ehrlich zu ihr war. Wir haben danach noch einen zusammen getrunken und sind unserer Wege gegangen.“

„Und dann kam der Herzensbrecher?“ Nein, Taehyung würde Jin nicht in Ruhe lassen, ehe er es wusste! Da konnte der noch so verzweifelt schauen.

„Ich wollte mich ausprobieren und bin an ihn geraten, dachte es würde eine lockere Sache werden, aber das ging leider nach hinten los“, setzte Jin langsam an, überlegte wie er es am schnellsten hinter sich bringen könnte und trank einen weiteren Schluck, um Zeit zu schinden.

„Der Typ mit der Anzeige?“, fiel es Taehyung wieder ein und Jin nickte fast etwas erleichtert.

„Er hat die Beziehung sehr ernst genommen, mir schon nach zwei Wochen seine Liebe gestanden und immer wieder betont, dass mir nun sein Herz gehört und es in tausend Stücke brechen würde, wenn ich ihn verließe. Nur so ein Zeug und immer war sein armes Herz, dass schon so oft verletzt wurde, das Zentrum. Er hat mich ziemlich unter Druck gesetzt und wollte mich mit allen Mitteln in der Beziehung halten. Als ich dann doch schlussgemacht habe kam die Anzeige und das Drama mit meinen Eltern. Seitdem läuft es mir kalt den Rücken runter, wenn einer was vom Herz verschenken faselt“, berichtete er schließlich, lachte zum Schluss matt auf und sah Taehyung schulterzuckend an. Dieser tippte sich nachdenklich mit dem Rand der Wasserflasche gegen die Lippen, während er das Gehörte sacken ließ.

„Willst du deshalb auch keine Beziehung mehr, weil du angst hast, dass sich das wiederholt?“, wollte er schließlich wissen und dieses Mal lachte Jin herzhaft auf.

„Nein. Mir ist nur klar, dass ich mich noch immer ausprobieren will und ich finde aktuell mehr Erfüllung darin als in einer Beziehung, vielleicht ist mir einfach auch noch nicht der Richtige über den Weg gelaufen. So oder so, ich wäre nicht abgeneigt, aber suchen tue ich auch nicht danach. Was ist eigentlich mit dir? Du tust zwar immer so lieb, aber eigentlich bist du keinen Deut besser als ich.“ Angriff war die beste Verteidigung und Jin wurde das Eis unter seinen Füßen gerade zu dünn. Er wollte nicht mehr über Beziehungen reden, denn leider hatte er da bisher nur schlechte Erfahrungen vorzuweisen, was ihn selbst etwas ärgerte.

Taehyung riss überrascht die Augen auf, blickte zu Jin, dann an sich herunter und wieder zu Jin,
„Ich? Keinen Deut besser als du? Ich fühle mich ja fast geschmeichelt, aber ich muss dir leider sagen, dass ich viel fauler bin als du. Ich frage die Kerle lediglich, ob die Lust auf eine wilde Nacht haben und spinne keine Geschichten oder betreibe Wetten“, erklärte er gespielt verwirrt und blinzelte Jin hübsch irritiert an.

„Jetzt schon“, grinste Jin zufrieden zurück. Einer mehr auf der dunklen Seite und zum Glück wusste er, dass Taehyung Kekse mochte.

„Alles dein schlechter Einfluss. Deine Eltern wären empört!“, witzelte Taehyung und zuckte mit den Schultern.

„Nur mäßig. Die sind sowas von mir gewohnt. Was hältst du davon, wenn wir was essen gehen? Ich habe Hunger“, wechselte Jin schließlich das Thema und nahm Taehyung die leere Flasche aus den Fingern, um sich zurück in den Kofferraum zu räumen.

„Klingt gut“, erwiderte dieser auffallend ruhig. Als Jin sich wieder zu ihm drehte, betrachtete Taehyung ihn noch immer nachdenklich und zerstörte Jins Hoffnung ihn auf andere Gedanken gebracht zu haben. Da konnte er nur hoffen, dass Taehyung noch lange nachdenken und ihn erst danach fragen würde.
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