Familie Bhuwakul

GeschichteRomanze, Familie / P16 Slash
Black Pink GOT7 NCT (Neo Culture Technology)
02.03.2019
11.09.2020
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02.03.2019 898
 
POV Ten:

"Mum~ ihr versteht das einfach nicht. Ich kann nicht hier weg ziehen!", jammerte ich und legte missmutig meine Essstäbchen neben meinen Teller.

"Ich habe früher in Korea gelebt, als ich so alt war wie du. Es ist schön da und du wirst dich gewiss schnell daran gewöhnen.", meinte Dad und ich verdrehte die Augen.

"Es geht ja gar nicht darum, dass es da nicht schön sein soll, sondern um meine Freunde! Ich kann doch nicht einfach wegziehen und meine Freunde alle hier lassen.", entgegnete ich aufgebracht.

"Du wirst neue Freunde finden.", versuchte Mum mir Mut zu machen. Ja schön, ich würde also neue Freunde finden. Jedesmal, wenn ich neue Menschen kennenlernen musste, war es schwer für mich, mich mit ihnen anzufreunden.

Ich war der Streber, der langweilige Spießer, der Außenseiter, der Langweilige, mit dem nur die meines gleichen etwas zutun haben wollten und das waren nicht viele...

"Ihr wusste genau, wie schwer es für mich ist, neue Freunde zu finden. Außerdem hab ich keine Lust, außer Englisch und Japanisch jetzt auch noch Koreanisch zu lernen.", sagte ich.

"Denk doch mal an uns, an dich selbst. Das ist ein einmaliges Angebot und wenn Bam Bam den Job bekommt, können wir uns eine größere Wohnung leisten und du würdest deinen eigenen Computer bekommen und könntest dir Markenklamotten kaufen. Das sind alles Sachen die du hier nicht hast und die dich unzufrieden machen.", meinte Mum.

Das mochte zwar so sein, aber ich wollte einfach nicht hier weg, Punkt!

Ich stand auf und ging in mein Zimmer. Dort ließ ich mich mit einem lauten Seufzen auf den Blauen Schreibtischstuhl fallen und schlug mein Mathebuch auf.

*

Drei Wochen später saßen wir also im Flugzeug und waren auf dem Weg nach Südkorea. Meine Freunde waren zum Abschied zum Flughafen gekommen und ich war doch immer aufgeregter geworden.

Ich steckte mir die Kopfhörer in die Ohren und machte Musik an. Das nahm sich einen Stöpsel und kommentierte: "Monster von Big Bang, gute Wahl. So macht dir das Koreanisch kernen gewiss mehr Spaß."

"Taeyeong hat mir das empfohlen.", antwortete ich und zuckte mit den Schultern. Neugierig sah mich mein Vater an und wollte wissen: "Wer ist das denn?"

"Lee Taeyeong, er geht in meine neue Schule und vielleicht komme ich in seine Klasse, falls die mich in die b einteilen...", erklärte ich.

"Oh nice~ woher kennst du den denn?", fragte Dad und ich erzählte: "Ich bin über die Schulhomepage auf das Facebook-Profil der Schule gekommen und da war Taeyeongs Profil verlinkt, weil er sich um neue Schüler kümmert, dass sie sich zurechtfinden und sich gut einleben."

"Dann kennst du ja schon jemanden da, das ist ja toll~", freute sich Mum.

*

Vom Flughafen aus mussten wir noch fast durch die ganze Stadt fahren um zu unserer neuen Wohnung zu kommen, die sich am Stadtrand von Seoul befand.

Der Vorbesitzer, der uns die Wohnung verkaufte, führte uns herum und ich konnte gar nicht genug staunen. Diese Wohnung war gefühlt doppelt so groß, wie unsere alte in Thailand. Es gab hier sogar ein Zimmer mehr als wir brauchten, welches dann das Gästezimmer sein würde.

Durch die Wohnungstür kam man in einen hellen Eingangsflur, der ohne Tür ins Wohnzimmer überging. Das Wohnzimmer hatte übrigens einen Balkon, den wir in Thailand nicht gehabt hatten.

Die Wände in der Küche waren weiß, die Schränke hellblau und die Stühle, die in der Mitte des Raumes um den Holztisch herum standen, waren mit dunkelblauem Kunstleder überzogen.

Es gab ein großes Schlafzimmer, welches meine Eltern natürlich sofort für sich beanspruchten, weil sie dann den kürzesten Weg zum Badezimmer hatten.

Das Badezimmer direkt neben dem Schlafzimmer hatte sogar eine Dusche UND eine Badewanne.

Am Ende des Flurs befand sich eine Holzteppe, die nach oben führte, in eine Art zweites Stockwerk und das hier oben war jetzt mein Reich, wie ich kurzerhand beschloss.

Es gab hier ein kleineres Badezimmer, mit einer Dusche drin und auf beiden Seiten neben dem Bad war jeweils ein Schlafzimmer.

Das eine war ziemlich klein, der braune Laminatboden war kalt und rutschig und es gab hier nur ein Fenster. Also das Gästezimmer.

Das andere Zimmer im Gegensatz dazu lag in der Ecke des Hauses und hatte deshalb Fenster auf zwei Seiten, wodurch es noch größer und heller wirkte.

Der Fußboden war komplett von einem dunkelblauen Teppich bedeckt und würde dadurch im Winter nicht so kalt werden.

Als ich wieder nach unten kam, redeten meine Eltern noch mit dem Verkäufer und ich verstand so gut wie gar nichts von dem was sie da redeten.

Nachdem Herr Kim gegangen war, sprang Mum Dad halb auf den Arm und lachte glücklich. Ich musste grinsen, als ich die beiden sah, die sich wie zwei Teenager benahmen - so wie immer halt eben ne?

"Lisa, ich weiß, wie gerne du wieder zurück nach Korea wolltest, also bitteschön: jetzt sind wir wieder hier - Zuhause.", sagte Dad und ich drehte mich weg als er begann sie zu küssen.

"Leute, ihr steht direkt neben der Schlafzimmertür, wie wär's, wenn ihr da rein geht.", schlug ich vor.

Wow, wie schön, jetzt war mein Zimmer nicht mehr direkt neben dem meiner Eltern, das heißt also, vielleicht würde ich dann nicht mehr alles mitbekommen, was sie da immer taten...
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