Ein neues Leben beginnt

von Deadtear
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Chloe Price Maxine Caulfield
26.02.2019
09.08.2019
31
206519
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„Max..... MAX hörst du mich? Bitte wach auf, wir sind in Sicherheit! Max....BITTE!“ der Schleier vor meinen Augen lichtet sich. Ich bin diesem Alptraum entkommen und spüre den Regen der kalt und peitschend gegen mich geschleudert wird. „Chloe“krächtze ich „es war so furchtbar. Wie bin ich hierher gekommen? Ich muss weggetreten gewesen sein, es tut mir leid“ mühevoll rappel ich mich auf, der Sturm zerrt an mir, hinter mir höre ich die vertraute und nun besorgt klingende Stimme von Chloe „Hauptsache du bist wieder bei mir, Supermax“. Wir stehen auf der Klippe, der Leuchtturm von Arcadia Bay ist nur noch eine Ruine und ein monströser Tornado bahnt sich unaufhaltsam seinen Weg zu der Stadt. „Das ist alles meine Schuld“ flüstere ich. Ich spüre wie ich vor Verzweiflung und Angst anfange zu zittern. Zwei Arme umschließen mich und ich lasse mich sanft gegen Chloe fallen, kurz blicken wir auf diese Naturgewalt bis ich ihren warmen Atem an meinem Ohr spüre. Cloe seufzt schwerfällig aus und dreht mich um. Ich schaue in zwei tiefblaue Augen, sie laufen beinahe über vor Entschlossenheit und Trauer. Dieser Anblick macht mir noch mehr Angst als alles in der gesamten Woche. Ich merke wie sich mein Körper erneut verkrampft als Chloe den Mund öffnet.
Max, es gibt nur eine Lösung für das alles!“ Sie holt aus Ihrer Tasche das Bild mit dem blauen Schmetterling heraus.
Ich höre auf zu atmen. Ich starre sie nur noch an, beobachte wie sich ihre Kette mit den Patronen bei jedem Atemzug auf ihrer Brust bewegt. Ich bin unfähig mich zu bewegen und mein Hirn lässt nur noch einzelne Wortfetzen zu. Der Sturm scheint alles weitere zu verschlingen.
„Du hast mir so viel Liebe und Freundschaft …..ich bin immer so egoistisch......Joyce darf nicht in diesem Diner sterben...“ all das wollte in meinem Kopf keinen Sinn ergeben. „Du musst zurück und zulassen das Nathan mich...mich erschießt, dann passiert das alles hier nicht, oder?“
BUMM, in meinem Kopf zerplatze der Knoten und ich verschwand was sie mir sagen wollte. Die Erkenntnis traf mich mit solche einer Wucht, dass ich Chloe hart von mir weg stieß, sie landete auf dem Boden und sah entsetzt und verwirrt zu mir hinauf.
„NEIN! Ich kann dich nicht sterben lassen. Ich habe das schon zu oft durchgemacht. DU bist meine Nummer eins, du bist alles was für mich zählt. Ich weiß, dass es nicht richtig ist so viele Leben zu zerstören, aber ich kann nicht dich dafür opfern. Ja vielleicht bist du manchmal egoistisch, aber schau dir an, was du alles schon durchmachen musstet. Das lasse ich nicht zu! Chloe ich liebe dich und ich werde dich beschützen. Und wenn es 1000 Tornados herauf beschwört. Ich habe dich schon einmal im Stich gelassen, ich musste dir in der Woche so oft beim  sterben zusehen und jedesmal bin ich mit dir gestorben. Ich kann dich nicht verlieren. Weißt du warum ich mich nach meinem Umzug nach Seattle nicht gemeldet habe? Weil ich Angst hatte. Ich spürte, dass du für mich mehr bist als nur meine beste Freundin. Ich war schon damals in dich verliebt und als mir das bewusst wurde wusste ich nicht wie ich damit umgehen soll, wenn das unsere Freundschaft zerstört und aus Tagen wurden Wochen und ich wurde mir immer bewusster, dass du nie so für mich empfinden würdest. Doch dann hatte ich die Chance zurück zu kommen. Und ich kam zurück weil ich sehen wollte, ob du vielleicht auch so für mich empfinden würdest. Es verging nicht ein Tag an dem ich nicht an dich dachte und dann sehe ich dich wieder und du wirst vor meinen Augen auf einem  verdammten Mädchenklo erschossen? Ohne zu wissen, wie sehr du geliebt wirst? Ich weiß, ich habe dir weh getan und das ich das nicht wieder gut machen kann, wenn jemand den Tod verdient, dann ich, weil ich das alles hier verursacht habe, aber nicht du! Und es ist egal was du sagst, ich werde dich nicht sterben lassen“
Überrascht von meinem Ausbruch und meinem Liebesgeständnis drehte ich mich von ihr weg, mir flossen die Tränen das Gesicht hinab und vermengten sich mit dem Regen und ich wartete auf ihre Abfuhr. Zwei starke Hände packten mich an den Schultern und drehten mich herum. Ich wagte es nicht meiner blauhaarigen Punkerin in die Augen zu sehen, ihre Hände wanderten von meinen Schultern zu meinem Gesicht und sanft hob sie mein Gesicht an, sodass ich ihr nun doch in die Augen blicken musste und ehe ich ein weiteres Wort sagen konnte legte sie ihre Lippen auf meine. Es war nicht so wie vor ein paar Tagen, wo sie mich herausgefordert hatte sie zu küssen und ich es tat und mein Körper dabei kribbelte. Dieser Kuss sorgte dafür, dass ich unter Strom zu stehen schien. Ich legte meine Hände instinktiv um ihre Hüfte und zog sie näher an mich heran. Während sie ihre Zunge langsam in meinen Mund schob und diesen erkundete schien die Welt still zu stehen. Ich nahm nix mehr war, außer ihren Geruch, ihren Geschmack, ihre Wärme und obwohl sich im Hintergrund eine Naturkatastrophe abspielte spürte ich nur noch Glück. Chloe löste sich aus dem Kuss, zog mich noch ein Stück näher an sich heran. Ich vergrub mein Gesicht in ihrer Halsbeuge, atmete den Duft ihrer blauen Haare ein und wartete auf das böse Ende. „Ich liebe dich auch Caulfield und ich bin froh, dass du bei mir bist. Doch was machen wir jetzt mit der ganzen Scheiße?“
Wir gingen zu Chloes Pick up Truck und verbrachten die Nacht eng an eng gekuschelt,hörten den Sturm toben, bis er immer leiser wurde und die Welt immer schwärzer wurde.
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