Always You

GeschichteFamilie, Freundschaft / P18 Slash
Harry Styles Liam Payne Louis Tomlinson Niall Horan OC (Own Character) Zayn Malik
24.02.2019
20.10.2019
35
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Hallo ihr Lieben!

Obwohl wir "Another World" ja ursprünglich abgeschlossen hatten, haben uns die Holyfieldianer dann doch nicht losgelassen - und hier sind sie wieder! :)

Wenn ihr "Another World" nicht gelesen habt, dann stehen wir Euch jederzeit gerne für Fragen zur Verfügung, falls ihr etwas nicht versteht :)

Und jetzt wünschen wir Euch viel Spaß mit dem ersten Kapitel - und herzlich Willkommen zurück in Holyfield! :D

LG Holly & Jean





HARRY

Als Schwuler in Holyfield zu leben, noch dazu wenn man hier geboren und aufgewachsen war, war nicht immer einfach für mich gewesen. Die Menschen hier kannten mich seit meiner Geburt und hatten sich eingebildet, alles über mich zu wissen. Dementsprechend schockiert waren sie über mein Outing gewesen. Aber dann hatten sie sich langsam aber sicher daran gewöhnt – und spätestens als Darcy auf die Welt gekommen war, hatten sie es endgültig akzeptiert, denn ihr konnte niemand widerstehen.

Und als ich an diesem Sonntagmorgen die Küche betrat und sie mich aus ihrem Hochstuhl heraus anstrahlte, wurde mir zum zehn Millionsten Mal bewusst, was für ein verdammtes Glück ich hatte.

„Happy Birthday, Süße!“, rief ich freudig, ging zu ihr und strich ihr mit meiner Hand sanft durch die braunen Locken. Darcys Haare waren eine Nuance heller als meine, aber der grüne Farbton in ihren Augen war genau der gleiche wie in meinen eigenen.

Louis, der mit dem Rücken zu mir vor der Kaffeemaschine stand, drehte sich zu mir um und grinste mich breit an. „Guten Morgen“. Ich ging zu ihm, drückte ihm einen harten Kuss auf den Mund und Darcy lachte vergnügt. Sie fand es immer lustig, wenn ich ihren Dad quasi „überfiel“. „Guten Morgen, warum hast du mich nicht aufgeweckt?“. „Du hast so friedlich geschlafen“. „Aber heute ist ihr erster Geburtstag und da will ich nichts verpassen“. „Du hast nur zehn Minuten verpasst, Harry, sie hat noch gar nicht gefrühstückt“. „Okay, dann wird Dad sich jetzt darum kümmern“, sagte ich und öffnete den Kühlschrank. „Was hätte mein Mädchen denn gerne an ihrem großen Tag? Pancakes?“. „Jaaaaaaaaaa!“, rief Louis begeistert und ich lachte. „Bist du etwa mein Mädchen?“. „Bei Pancakes fühle ich mich immer angesprochen“. „Alles klar“.

Eine halbe Stunde später war das Frühstück fertig. Pancakes mit Erdbeeren, Schlagsahne und, zur Feier des Tages : Schokoladensirup. Ich legte fünf Pancakes aufeinander und steckte eine Geburtstagskerze in Form einer „1“ hinein. Louis zündete sie mit seinem Feuerzeug an – und dann trug er den Teller zu Darcy. *Happy Birthday tooooo yooooou, Happy Birthday tooooo yooooou, Happy Birthday Dear Darcyyyyy, Happy Birthday tooooo yooooou*, sangen Louis und ich unisono und er stallte die provisorische Geburtstagstorte auf den Esstisch, so weit weg von Darcy, dass sie nicht in die heiße Flamme greifen konnte. Was gut war, denn sie beugte sich sofort vor und streckte ihre Arme danach aus. „Und jetzt pusten, Süße“, sagte Louis und tat es selbst, um es Darcy zu zeigen. Sie machte es ihm zwar nach, traf aber die Flamme nicht, also pustete ich sie aus. „Yaaaaaaaaaay!“, rief ich dann und applaudierte. Louis tat es mir gleich und auch Darcy klatschte lachend in die Hände.

Ich setzte mich hin und beobachtete Louis dabei, wie er für Darcy einen Pancake kleinschnitt und ihn mit Erdbeeren und ein bisschen Schlagsahne garnierte. Dabei redete er sanft mit ihr und erklärte ihr, was er da machte. Er war der geduldigste Vater, den man sich vorstellen konnte und ich wusste ehrlich nicht, wie er das anstellte. Ich selbst war im ersten halben Jahr nach Darcys Geburt ein nervöses Wrack gewesen. Immer wenn sie geweint hatte, dann hatte ich ganz automatisch auch angefangen zu weinen und Louis hatte es mit zwei Babys zu tun gehabt. Aber er hatte alles mit Bravour gemeistert und seitdem liebte ich ihn sogar noch mehr.

Er war mein Held.

„Okay, und da du jetzt kein Baby mehr bist, sondern ein großes Mädchen, musst du auch nicht mehr mit den Händen essen“, sagte Louis, stellte den Teller direkt vor Darcy hin und überreichte ihr feierlich eine Kindergabel. Sie nahm sie in ihre Hand und betrachtete sie skeptisch. Dann ließ sie sie achtlos fallen, schnappte sich eine Handvoll Pancakes und stopfte sich alles auf einmal in den Mund. Louis atmete theatralisch einmal tief durch und ich lachte. „Es war einen Versuch wert“, stellte ich fest und Louis sagte das, was er immer sagte, wenn Darcy nicht so wollte wie er : „Das hat sie von DIR“. „Aber klar doch“. Spontan verzichtete ich ebenfalls auf meine Gabel, nahm einen ganzen Pancake in meine Hand und biss davon ab. „Harry! So wird sie es nie lernen!“, empörte Louis sich, aber ich sah ihm an, dass er sich krampfhaft das Lachen verhielt und darüber nachdachte, es selbst auch zu tun. „Hmmmmm, lecker!“, rief ich und kaute genüsslich. „Du bist ein Depp“, grinste er und fing ebenfalls an zu essen, allerdings ganz vorbildlich MIT Gabel.

Jep, das war jetzt mein Leben – und ich liebte es über alles!



LOUIS

Am Nachmittag, als ich gerade mit den letzten Vorbereitungen für Darcys Geburtstagsfeier beschäftigt war, kam ich ins Grübeln.

Mit Darcy war unser Leben perfekt. Seit sie auf der Welt war, war alles noch besser, noch schöner. Ich liebte Harry noch mehr als zuvor.

Meine Gedanken wurden von der Türklingel unterbrochen. Aber wie immer wartete Jojo nicht darauf, dass ihr jemand die Tür öffnete und stürmte einfach herein.

„Onkel Louiiiiiiiiiis!“, rief sie und kam lachend auf mich zu gelaufen. Ich fing sie auf und wirbelte sie durch die Luft. „Hey.“, sagte Lily und stellte ein großes Paket auf einen Stuhl. „Hi.“, ich küsste sie auf die Wange und sah mich nach Zayn um. „Er musste ein Auto abschleppen, er kommt später. Und wo ist meine Nichte?“, sagte sie in einem Atemzug und wie auf sein Stichwort kam Harry mit Darcy herein. Er hatte sie frisch gewickelt und ihr ihr rosafarbenes Geburtstagstutu angezogen.

„Hallooooo!“, rief Jane von der Tür aus und LJ trug ein Geschenk für Darcy herein. „Hey.“, sagte Harry und setzte Darcy auf den Boden. Liam kam hinter Jane und steckte gerade sein Telefon weg. „Es gab einen Wasserrohrbruch in der Elm Street.“, sagte er entschuldigend und sein Telefon klingelte erneut.

„Unser Geschenk muss Darcy zuerst auspacken!“, verkündete Jojo und setzte sich zu ihrer Cousine.

„Kann mir jemand die Torte abnehmen?“, fragte plötzlich Anne hinter mir und ich fuhr herum und sah mich einem Ungetüm aus Buttercreme und pinkem Fondant gegenüber. Vorsichtig nahm ich Anne die Torte ab und stellte sie auf den Tisch. Anne stellte ihr Geschenk auf das von Lily und hob Darcy auf.

Im Sommer war Robin verstorben und hatte ein riesengroßes Loch hinterlassen. Er war urplötzlich erkrankt und binnen kürzester Zeit gestorben. Krebs, dieses Monster, hatte ihn uns genommen und noch saß der Schock tief.

„Wie geht es meinem Birthdaygirl?“, fragte Anne Darcy und die Kleine lachte ihr Grübchenlächeln. Und rülpste dann sehr undamenhaft. „Sorry, es gab Nudeln zu Mittag und sie hat ordentlich reingehauen.“, sagte Harry und küsste seine Mutter zur Begrüßung auf die Wange. „Dada… Kusch…“, brabbelte Darcy und streckte ihre Ärmchen nach Harry aus. „Sie will kuscheln und ein Küsschen.“, erklärte ich Anne und nahm meine Tochter auf den Arm, denn Harry wurde von Jojo belagert. Aber er war sofort da und küsste zuerst mich und dann Darcy. Ich sah, dass Anne nasse Augen bekam und gab Darcy an Harry weiter und fragte sie: „Wieso holen wir nicht Teller und Gabeln aus der Küche?“

„Wie geht es dir heute?“, fragte ich sie, als die Tür hinter uns zugefallen war. „Er wäre so gerne hier gewesen und hätte mit uns gefeiert.“ „Er sitzt jetzt mit meiner Mum und mit Lafayette auf einer Wolke und strahlt zu uns herunter. Er ist der Sonnenschein.“ „Ach Louis…“ Anne umarmte mich und ich strich ihr beruhigend über den Rücken.

„Niall und Naomi sind da!“, rief Harry und nachdem Anne noch einmal tief durchgeatmet hatte, kehrten wir ins Esszimmer zurück. Niall stellte die Babyschale auf den Boden und sah seinen Sohn verliebt an. Bobby schlief tief und fest und Niall versuchte, Darcy und Jojo – die beiden dachten, das Baby sei eine Puppe – von ihm fernzuhalten.

Als Letzter kam Brody. Sein Geschenk war das Größte von allen und ich sagte zu ihm: „Du musst aufhören, Darcy so zu verwöhnen.“ „Ach komm schon, ich bin ihr schwuler Onkel, ich darf das.“, grinste er und ich konnte ihm nicht böse sein.

Nur Matt und Jake fehlten, sie urlaubten zurzeit auf Hawaii, hatten uns aber heute schon mit einem kurzen Video zu Darcys Geburtstag gratuliert.

Einen Moment lang genoss ich den Trubel in meinem Haus und sah Harry an, dass es ihm genauso gefiel. Alle unsere Lieben waren hier vereint und jeder unterhielt sich blendend.

Das war unser Leben. Der Start war holprig gewesen, aber jetzt waren wir angekommen.
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