Mystisches Leben

GeschichteRomanze, Übernatürlich / P16 Slash
23.02.2019
23.02.2019
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Aus Frust fuhr ich mit meinem neuen Camero die Straße entlang, ohne ein Ziel vor den Augen.
Irgendwann hielt ich, ich wusste nicht mal mehr wo ich war, aber ich fand den Ort sehr reizvoll.
Er hatte etwas mystisches. Meine Neugier geweckt, gehe ich in den Wald. Irgendwas zog mich förmlich hinein, ich wusste nur nicht was. Der Wald sah gruselig aus so im seichten Mondlicht und den dichten Baumkronen, die Meter für Meter auftauchten, aber ich ging trotzdem weiter.
Ich kam bei einer Lichtung an, sie funkelte richtig im Schein des Mondes, als wären kleine Diamanten auf den Blüten und Grashalmen zu sehen. Ein wirklich magischer Moment, ich wusste nur nicht wie lange ich so verweilen konnte, bevor die Morgendämmerung auftauchen würde.

Es kam mir vor wie Stunden, in denen ich einfach nur die Schönheit dieser Lichtung genoss. Aber ich musste wieder zurück. So ging ich also zu meinem Wagen zurück. Irgendwas in mir weigerte sich aber diesen Ort zu verlassen. Dem schenkte ich aber weiter keine Beachtung und stieg ein
und fuhr zurück zu meiner Eigentumswohnung. Dort angekommen, traf mich die pure Dunkelheit und leere. Es erdrückte mich, so sehr ich auch versuchte es zu ignorieren. Aber was sollte ich schon tun, nur vom Vermögen meiner Familie leben das kam mir nicht in den Sinn. Ich schaltete den Fernseher ein, damit es nicht ganz so leise in der Wohnung war. Meine Schuhe schmiss ich in die ecke des Flures, hing meine schon lange abgegriffenen Jacke an. Es lief zwar nichts gescheites im Fernsehen, aber manchmal muss eben auch mal Assi-tv sein.

Ich musste wohl auf der Couch eingeschlafen sein, den als ich auf die Uhr sah, war es bereits 17:43 Uhr am nächsten Tag. Ich habe einen ganzen Tag verschlafen. Das kam zwar schon oft vor, aber meistens eher nach einer Alkohol und Sex reichen Nacht. Anscheinend muss mich dieser Mystische Ort so erschöpft haben das ich einfach durch schlief. Ich lies meine ganzen Knochen
einmal knacken und begab mich in mein Bad. Erledigte mich meiner Kleidung und stieg unter die Dusche. Das angenehm warme Wasser, prasselte auf meine Haut nieder, wie der Regen am Tage.
Es war ein schönes Gefühl und ich hing meinen Gedanken nach.

Mich beschäftigte die restlichen Wochen immer ein und das selbe Thema. Was war das für ein Ort, warum fühle ich mich dorthin gezogen. Ich versuchte durchs Internet und Bücher schlauer über diesen Ort zu werden. Aber alles was ich fand waren Geschichten über plötzlich
verschwundenen Menschen, Leichen Berge, Unheimliche Geräusche bei Nacht und jede Menge anderer Abergläubische Sachen. Es gab sogar Theorien darüber das dort nicht sogar
Übernatürliche Wesen leben sollen. Doch so was gab es seit dem Mittelalter nicht mehr, oder doch? Ich fand es zu interessant als aufzuhören all diese Dinge zu Lesen. Und so kam es wie
es kommen musste. Ich faste den Entschluss mir selber ein Bild von diesen ganzen Sagen zu machen.

Ich zog mir also etwas über und fuhr mit meinem Wagen wieder zu diesem Wald, ich wollte unbedingt wissen was es dort gibt was mich so in den Bann ziehen kann. Eine Weile fuhr ich bis ich den Ort fand, parkte mein Auto, stieg aus und ging in den Wald rein. Alles in mir spannte sich
leicht an. Was wenn alle diese Sagen und Geschichten wahr sind, dann würde ich in diesem Moment doch in Gefahr schweben, aber ich fühlte mich nicht als könne mir dieser Wald etwas anhaben. Während ich so durch den Wald wanderte kam mir der Gedanke, wie es wohl wäre hier eine kleine Hütte oder ein Baumhaus in den Kronen der Bäume zu haben. Es war hier so schön ruhig
und auch beruhigend, dass ich gar nicht mehr hier raus wollte. Doch ich muss unbedingt raus
finden was hier vor sich geht.

Ich kam bei der Lichtung wieder an, wo ich Wochen zuvor auch schon stand und es war wieder ein Atemberaubender Anblick. Ich weiß nicht wie man dies in Worte fassen soll, aber irgendein Wort wird es sicher schon geben. Dieses mal traute ich mich die Lichtung zu betreten und ging ein paar
Schritte über diese. Das Gras fühlte sich unter meinen Füßen so weich und frisch an, das ich dachte wie auf Wolken zu laufen. In der Mitte verharrte ich, es war einfach zu schön. Jede Faser meines Körpers entspannte sich und genoss die stille und ruhe an diesem Ort. Erst ein rascheln in einem Gebüsch lies mich wieder aus dieser Trance erwachen. Mein Blick ging sofort dorthin und
fixierte den Busch. Irgendwas war doch dort, aber nach einem Tier sah es nicht aus.
Oder haben meine Sinne mir einfach nur ein Streich gespielt und es war der Wind der die Blätter hat rascheln lassen?

Mich abwendend ging ich weiter, ich wollte einfach mehr sehen. Mein Weg führte mich wieder in den Wald hinein. Jeden Schritt den ich machte fühlte ich mich beobachtet, als wenn irgendwas oder irgendwer hinter mir ist und mich verfolgt. Aber jedes mal wenn ich mich umsah war da nichts,
weder ein Kaninchen noch ein Mensch. Ich musste doch langsam verrückt werden,
wenn ich mir schon einbilde etwas beobachte mich. Es kam mir vor wie Stunden, in denen ich einfach nur die Schönheit und ruhe dieses Ortes bewunderte und genoss Nicht einmal der Regen traf den Waldboden, der unaufhaltsam auf die Kronen der Riesen Bäume prasselte.

Irgendwann wurde es mir dann doch unheimlich, jede Bewegung tat weh, ich hatte das Gefühl mir schnitt jemand die Luft zum atmen ab, würde meinen Hals zudrücken und mich in eine unbestimmte Richtung führen. Ich konnte es mir nicht erklären, irgendwer schien mich zu lenken. Aber nur was, was wollte mich so unbedingt in diesem Wald festhalten das mir den Atem raubte.
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