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Without Me - eine verhängnisvolle Begegnung

von dausn
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16
Chiaki Nagoya Marron Kusakabe
22.02.2019
02.03.2019
2
2.067
2
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Dieses Kapitel
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22.02.2019 849
 
Willkommen zu meiner ersten Fanfiktion auf dieser Plattform. :)
Ich habe einen kleinen Trailer zu meiner Geschichte gestaltet - ebenfalls meine erste Arbeit.   *https://youtu.be/UvQQNbpDTHw

Viel Spaß beim Lesen. Das erste Kapital ist noch etwas kurz zum Einstieg! :D
Lasst gerne Kommentare und Ratschläge hier. :P


*****


But at least I got my friends
Share a rain coat in the wind
They got my back until the end
If I'll never fall in love again
Well at least I got my friends
Like a life boat in the dark
Saving me from the sharks
Even though I got a broken heart
At least I got my friends

Aura Dione - Friends



*****


„Hast du mal wieder was von Hijiri gehört?“

Die Frage ihrer Freundin kam so überraschend, dass sich die 24-jährige Maron fast an ihrer Vorspeise verschluckte. Ihr ganzer Körper versteifte sich bei dem Gedanken an diesen Menschen. Sie brauchte eine Minute, bevor sie überhaupt eine Antwort geben konnte.

„Dank der einstweiligen Anordnung nicht.“, antwortete die Braunhaarige nun etwas gefasster.

„Ich bin wirklich froh, dass du diesen Dreckskerl los bist!“

Miyako hatte monatelang den Verdacht gehabt, dass Hijiri ihre Freundin nicht gut behandelte. Maron hatte sich immer mehr zurückgezogen, kam kaum noch vor die Haustür. Erst als sie ihren Ex-Freund beim Fremdgehen erwischte, bekam sie endlich die Kurve und packte ihre Koffer. Daraufhin folgten Stalking und Bedrohungen seinerseits. Sie zeigte ihn an und bekam ihre wohlverdiente Ruhe.

„Ihr habt doch nicht schon ohne mich angefangen?“, unterbrach Yamato das Gespräch der Frauen. Er war so schnell er konnte ins Restaurant geeilt.

„Da bist du ja endlich, mein Schatz!“, quiekte Miyako vergnügt auf.

„Tut mir leid, auf der Wache war wieder so viel zu tun.“

Miyako und Yamato lernten sich vor einem Jahr kennen, als Maron auf der Wache ihre Anzeige zu Papier bringen ließ. Es war Liebe auf den ersten Blick. Die Braunhaarige gönnte ihrer besten Freundin ihr Glück, auch wenn der Polizist bei so manchen Treffen immer wieder zufällig auftauchte. Er war immerhin ganz amüsant und konnte die Frauen oft mit lustigen Geschichten aus seinem Arbeitsleben beeindrucken.

„Überall diese verliebten Pärchen.“ Maron verdrehte gespielt die Augen.

„Du willst dich doch nicht von uns verkuppeln lassen!“, konterte ihre Freundin.

„Ich könnte den potenziellen Partner auch mal durchleuchten.“, überlegte der Gesetzeshüter.

Diese Treffen zu dritt waren manchmal ziemlich anstrengend, wie die angehende Erzieherin mittlerweile feststellte. Das Pärchen wollte sie immer wieder verkuppeln, doch nach einer Beziehung war ihr bisher noch nicht zu Mute. Sie kam als Single ganz gut klar. Allein sein war sie gewohnt. Auch wenn sie zugeben musste, dass Einsamkeit in ihrem Leben schon immer ein Thema war.

„Ach… alles gut!“, winkte der Single ab. „Mein Mr. Right wird schon noch kommen.“

„Da bin ich mir ziemlich sicher.“, lächelte Miyako.

Gemeinsam nahmen die drei Freunde ihr Abendessen ein, während der Kellner immer wieder nach dem Rechten sah. Zum Abschluss teilte sich das Paar noch einen Schokokuchen, während Maron an ihrem Cocktail nippte - alkoholfrei natürlich, da sie absolut keinen Alkohol vertragen konnte und davon noch nie viel gehalten hat.

„Wollen wir dann zahlen und uns noch ein bisschen die Beine vertreten?“, fragte die Braunhaarige in die Runde.

„Ich lade euch zur Entschädigung meiner Unpünktlichkeit ein!“

Bevor Maron dankend ablehnen konnte, winkte Yamato den Kellner schon überschwänglich ran und ließ ein ordentliches Trinkgeld springen. Er war schon immer sehr großzügig gewesen und kam aus einem guten Elternhaus. Abgehoben konnte man ihn jedoch nie nennen.


*****


„Du kannst jetzt Feierabend machen, mein Sohn.“, sagte Kaiki zum wiederholten Male.

Der 27-jährige Chiaki saß gerade im Büro, als sein Vater schon wieder störte. Als Assistenzarzt und Sohn des Chefs hatte er einige wichtige Aufgaben im Krankenhaus übernommen. Er liebte seine Arbeit. Eigentlich lebte er wortwörtlich nur für die Arbeit.

„Warte heute nicht auf mich. Ich bin noch mit Access verabredet.“, entgegnete der Blauhaarige genervt.

Access war ein Freund aus Kindheitstagen. Oft saß der Assistenzarzt nach Dienstschluss in der kleinen, aber gemütlichen Bar seines Sandkastenfreundes. Seinem Vater ging Chiaki, wenn auch eher unbewusst, aus dem Weg. Er wohnte noch Zuhause und haderte schon oft mit sich, ob es nicht endlich Zeit für einen Auszug ist. Irgendwas hatte ihn so lange an diesen Ort gehalten. Wohl fühlte er sich dort schon lange nicht mehr.

Gerade als der junge Arzt zu Fuß in die nächste Straßenecke einbiegen wollte, übersah er eine Gruppe und rannte prompt in eine zierliche Frau hinein.

„Oh, sorry!“, überkam es ihm überrascht. Wie aus Reflex hielt er sein Gegenüber an den Armen fest. Braune Augen schauten verwirrt zu ihm hinauf. Für einen Moment verlor er sich in diesen Tiefen. Diese Frau kam ihm so vertraut vor.

„Sayuri?“, flüsterte Chiaki kaum hörbar.

„Mir tut es leid! Ich habe nicht aufgepasst!“, sagte sein Gegenüber beschämt und befreite sich aus dem Griff. Sie lächelte verlegen und schaute ihrer Gruppe nach.

„Maron, kommst du endlich?“, fragte eine Stimme, die vorausgegangen war.

Bevor der Blauhaarige überhaupt realisieren konnte, was geschehen war, stand er wieder allein auf der Straßenkreuzung. Völlig perplex fuhr er sich durch die Haare. Eine Gänsehaut überzog seine Arme.

„Wer bist du, Maron?“
 
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