Truth of Eden - Bis(s) zur Wahrheit von Eden

von RieZurk
GeschichteFamilie, Übernatürlich / P16
Carmen Eleazar OC (Own Character) Tanya
22.02.2019
09.11.2019
5
8652
1
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
___________________________________________________

5
Traumtyp = Volturi-Gardist
 
Einen glücklichen Tag für jedes fallende Blatt, das man fängt.

Buchzitat von Maggie Stiefvater   aus Nach dem Sommer  

__________________________________________________


Alexander war nicht der geborene Vampir. Er tat sich ziemlich schwer damit, sich einzugliedern. Auch wenn er es cool fand, stark und unfassbar schnell zu sein. Es gab einige Dinge, die Alex nicht mochte. Dass Blut trinken zum Beispiel, oder die zwar treffende Bezeichnung, aber aus seiner Sicht minderwertigen Begriff `Vampir´.

Die Denalis waren wirklich nett und vor allem Carmen war so etwas wie eine Mutter für ihn. Er mochte seine neue Familie. Auch wenn er es genoss, dass sein großer Bruder oft in diesem Haus anzutreffen war. Schließlich war er der Freund von Tanya.

Die Anwesenheit der Cullens war recht angenehm. Alexander bewunderte die Cullens, wie sie mit ihrem stinkenden Gestaltswandler aushielten. Renesmee war nett und die Einzige, mit der er sich über Dinge wie Instagram, Facebook und Jungs unterhalten konnte.

„Na, wie geht es meinen kleinen Vampir?“ fragte Luke ihn schmunzelnd, als er ins Wohnzimmer trat. Sein Bruder lungerte neben Tanya auf dem Sofa herum, einen Arm um seine Freundin gelegt.

Fred saß auf dem Sessel, die Beine angezogen und ein Buch lesend. „Luke! Bitte, sag nicht das V-Wort!“, murrte Alexander seinen großen Bruder an. „Ich mag es nicht so genannt zu werden!“

„Entschuldige“, meinte der Ältere grinsend. „Es ist ja nicht so das Blut deine Hauptnahrungsquelle ist. Moment! Genau das ist der Fall! #DuBistEinVampir!“

Alex verzog das Gesicht. „Tanya! Sag doch auch mal was dazu!“ wandte er sich an die Clan-Anführerin und Freundin seines Bruders. Doch die Rotblonde hob nur die Augenbrauen und schwieg den Jüngsten Vampir in ihrem Clan einfach nur an.

„Könnt ihr still sein?!“ fragte Fred genervt und erst jetzt merkte Alexander, dass sein Freund ihn nicht an sich heran ließ. Er wurde von dem hässlichen Fred abgeblockt. Fred benutze seine Gabe bewusst, um alleine im Sessel zu sitzen.

Enttäuscht verzog sich Alexander zu Tanya und Luke auf den Sofa, welche mit sich selbst beschäftigt waren. Widerlich! Dachte Alex sich. „Könnt ihr vielleicht aufhören, eurer Speichel auszutauschen?“ fragte er das Liebespaar.

„Wann werde ich auch endlich ein Vampir?“ fragte der Sheriff plötzlich leicht beleidigt, als seine Freundin den Kuss unterbrach, um Alexander mit einem gespielt bösen Blick zu strafen.

Doch bei der Frage ihres Freundes hielt sie irritiert inne, Kreise auf seinen Nacken zu malen und starrte Luke an. „Ich verlange doch nur einen winzigen Biss. Mir wird es gefallen, ehrlich!“

Alex starrte nun auch seinen Bruder entsetzt an. Doch es war Tanya, die kopfschüttelnd von Luke wegrückte und antwortete. „Luke, niemanden gefällt es, wenn man ihm das Blut aus dem Körper saugt. Und das Gift sich wie Feuer in einem ausbreitet.“

„Tanya hat Recht“, meinte Fred und sah von seinem Buch auf zu den Dreien auf den Sofa. „Es ist eine schreckliche Angelegenheit, die einen erspart bleiben sollte. Ich wünschte, Alex wäre es erspart geblieben. Jetzt ist er...ein Monster wie ich.“

„Wie wir“, korrigierte Tanya murmelnd, welche wieder an Luke heran gerutscht war, um sich an den einzigen Menschen in ihrer Familie anzulehnen.

„Wann werde ich ein Vampir?“ fragte Luke an seine Freundin gewandt. „Ich liebe dich. Ich möchte mit dir die Ewigkeit verbringen.“

Tanya schloss für einen Moment gequält die Augen. „Bald, Luke. Gib uns Zeit. Gib mir Zeit. Wir haben Garrett, der sich noch schwer tut, und nun Fred und Alexander, um die wir uns kümmern müssen. Noch ein Neugeborener Vampir könnten wir nicht allein ins Vampirleben eingliedern.“

„Und warum holt ihr euch dann keine Hilfe von den Cullens?“ forderte Luke mit einem hitzigen Blick und kaute aufgeregt auf seiner Unterlippe herum. „Sie könnten euch dann mit Alex und mir helfen. Und auch auf Fred aufpassen, dass er keine Menschen anfällt.“

Die Rotblonde sah hilfesuchend zu Alex, doch dieser wusste nicht wie er ihr helfen sollte. „Lukas“, sagte Tanya nach kurzer Pause vorsichtig. „Die Cullens würden uns sofort helfen, wenn wir sie fragen würden. Es sind herzensgute Personen, aber das hier ist etwas, was wir allein machen müssen.“

„Aber ich werde bald einer von euch“, beharrte Luke trotzig, was seine Freundin mit einem sanften Kuss auf seine Wange bestätigte. Der Sheriff strahlte wie ein Honigkuchenpferd, dann erhob er sich und zog Tanya mit sich aus dem Wohnzimmer.

Renesmee trat kurz darauf ein, aus ihrem Kopfhörern, welche um ihren Hals hingen, dröhnte Musik. Sie lächelte die beiden Jungs an, und setzte sich prompt zu Alexander  auf das Sofa. „Ich hasse Jacob“, sagte sie eifrig und ihre Augen blitzten wütend.

„Ah“, machte Fred und grinste. „Was hat der große Kuschelwolf angestellt, dass du ihn hasst? Er sieht doch ganz gut aus, hat Muskeln. Dunkle Haare. Umwerfende Augen...“

Alexander warf ihm ein Kissen zu. „Halt die Klappe, Fred!“ sagte er frustriert. „Jacob sieht nicht gut aus. Aber dieser heiße Volturi-Gardist der Rothaarige, welcher aussieht wie ein Filmstar, der sieht richtig gut aus.“

„Und vergessen wir nicht Sixpack-zar“, flüsterte Fred  verschwörerisch . Renesmee sowie Alexander fingen an zu kichern. „Ein unglaublicher Mann mit einem fantastischen Charakter. Ich beneide Carmen. Sie hat echt Glück mit ihm.“

Renesmee seufzte und schlang ihre Arme um ein Kissen. Sie sah Fred mit ihren großen Rehaugen an. „Demetri hat auch Muskeln“, meinte Alexander schmunzelnd. „Aber Felix und Adam haben eindeutig mehr zu bieten, als alle anderen.“

„Warum sehen die Bad-Boys alle immer so gut aus?“ wollte Renesmee frustriert wissen, was Fred und Alexander diesmal zum Lachen brachte.

„Was ist so lustig?“ fragte Bella verwirrt, als sie neugierig ins Wohnzimmer trat, um herauszufinden, warum die Jüngere Generation in Gelächter ausgebrochen war.  Sie sah ihre Tochter prüfend an, welche sich an Alexander anlehnte, den Kopf im Nacken gelegt hatte und lachte, als gäbe es kein Morgen mehr.

Alexander lachte schallend und kriegte sich so wie Renesmee nicht mehr ein. „Oh nichts, wir sprachen nur gerade über Volturi-Gardisten“, antwortete Fred, welcher sich als erster wieder beruhigt hatte. Renesmee  sowie Alexander beruhigten sich ebenfalls und kicherten nur noch.

„Die umwerfend gut aussehen“, fügte Alexander atemlos hinterher und gackerte wieder los. Wäre er noch ein Mensch, wäre sein Kopf vermutlich so rot wie eine Tomate gewesen. Doch stattdessen war es so blass wie eh und je.

Bella sah die Drei skeptisch an und hob eine Augenbraue. „Aha“, machte sie und nickte verstehend. Dann grinste sie ihre Tochter an und sagte: „Solange ihr nicht vergisst, dass Nessie noch ihre Hausaufgaben machen muss, und etwas Essen sollte. Macht mit eurem über Jungs reden weiter.“

„Ich mag Alec“, sagte Alexander als Bella aus dem Raum verschwand. „Und Jane. Beide sind nett und sehen gut aus.  Alec ist wirklich süß. Und Jane, denke ich auch, dass kann ich nicht so beurteilen. Ich bin nicht der beste Richter von weiblicher Attraktivität.“

Renesmee grinste die beiden Jungs an. Sie alberten noch eine Weile zu Dritt herum. Aus dem Flur hörten sie Schritte. Die Jungs horchten auf. Auch Nessie setzte sich gerade hin und versuchte etwas zu verstehen. Sie erkannte Carmens Stimme, die Jungs dagegen hörten auch Esme aus der Küche leise vor sich hin summen.

„Geht es dir gut?“ wollte Carmen wissen und schloss die Augen für einen Moment. Sie lehnte sich mit dem Rücken gegen die Wand. Die Hand, mit der sie ihr Smartphone hielt, zitterte. Sie hörte wohl denjenigen am anderem Ende zu. Dann sagte sie erstickt: „Die Tür ist immer offen, falls zu jemals zurück kommst. Bitte vergiss nicht, wer du bist, Eleazar. Ich liebe dich, El. Ich liebe dich.“

Sie zitterte so stark, dass Carmen froh war, als Esme aus der Küche kam und sie in den Arm nahm. Leise flüsterte die Frau von Carlilse Cullen ihr zu, und fragte sie, ob sie nicht Lust hätte mit ihr für Jacob, Luke und Renesmee zu kochen.