Zwischen Hass und Freundschaft

GeschichteAllgemein / P12
Bunnymund Jack Frost North OC (Own Character) Pitch
22.02.2019
27.08.2019
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22.02.2019 995
 
Still stand ich am Abgrund. Vor mir sah man den Sonnenuntergang, wie er den Himmel und das Wasser unter der Klippe leicht orange färbte. Am Fuß des Abhang glitzerte das Wasser verlockend, wie zum Ruf eines Schwimmzuges, aber versteckte es dabei scheinbar ganz unbewusst die spitzen Steine. Überall war Wasser, soweit das Auge reichte. Ich lehnte mich mit dem Rücken gegen einen Baum hinter mir und schloss für einen Moment die Augen. Der märchenhafte Anblick interessiert mich nicht. Auch die Düfte und Geräusche wurden von mir nicht beachtet. Denn ich wartete. Ich wartete auf das Mädchen, was bald bei mir sein würde. Entweder im Glauben, oder als Mythos. Bald würde sie kommen. Da war ich mir ganz sicher. Bei meiner guten Erziehung kann doch keiner wiederstehen. Meine Albträume machten ihre Ängste und ihre Eifersucht größer, als sie eigentlich waren. Denn im Traum flüsterte ich ihr die verschlimmerten Versionen der Realität ins Gedächtnis, bis sie zwischen beiden nicht mehr unterscheiden konnte. Was sollte es für einen Unterschied machen? Ein schwarzes Schaf gibt es doch in jeder Familie. Also was ist so ungewöhnlich daran, dass sie nicht gut auf das adoptierte Blag zu sprechen ist? Und ich ihr in ihren Träumen unwahrscheinliches Situationen zeige, die die Lage ändern würden? Wo sie danach auch von ihren Eltern geliebt und geachtet wird? Was ist daran so ungewöhnlich? Ungewöhnlich sind ihre oder meine Maßnahme. Das Mobbing, Raub als Kleinkriminelle, oder Einbruch. Damit provozierte ich für sie unbewusst die verschlimmerte Version der Traumwelt in die Realität. Aber heute Abend spiele ich die letzte Karte aus. Mein Meisterstück. Den Mord an der Schwester. Dafür hatte ich die letzten Monate täglich neue Pläne geschmiedet, also verworfen Ideen gesammelt und Notizen verbrannt. Und die letzten Wochen hatte ich mich nur noch auf sie konzentriert. Mein Mädchen. In den Träumen habe ich ihr Visionen von dem Mord gezeigt. Immer ein anderer Ablauf, jedoch mit demselben Ende und derselben Kulisse. Ihr Tod am Abgrund hinter ihrem Haus . Seit diesen Träumen warte ich jeden Tag an der Klippe auf sie beide. Aber ich wusste auch, dass ein Mord keine Leichtigkeit werden würde. Also kam ein zweiter Plan ins Spiel. Eine große Verwirrung unter den Hütern! Ich zog mich zurück, von den Ängsten. Sie tauchten nur vereinzelt noch auf, um sie in Sicherheit zu wiegen. Sie und den Mann im Mond. Denn ich musste erst meinen Triumph ausgespielt haben, bevor er Jack Frost endgültig zum Hüter wählte. Dieser lebte bereits seit einem Jahr als Mythe. Damit ich besonders unauffällig und schwach wirkte, ließ ich sie vorerst nichts von den Träumen wissen. Den guten wie den schlechten. Meine schlechten Albträume und meine guten Träume lies ich auf die Geschwister los . die ein so voller Hass auf die Schwester, während die andere Vertrauen zur anderen gewann. Es glich der Folter jemanden einen guten Traum zu bescheren, doch der Sandmann durfte es nicht bemerken! Dann wäre auch meine Liebe verloren. Und das, und nur das ist der eigentliche Grund dieser Aktion. Mein Liebe zu dem Mädchen welches gleich ihr erstes Opfer tötet. Ein Opfer, dass ihr vertraut. Welch ein brillianter Schachzug! Und wenn ich mich ihr dann gänzlich erkenntlich zeige, wird sie auch mich lieben und wir werden die Hüter vernichten, was noch ein toller Nebeneffekt ist. Bald würde die Sonne ganz untergegangen sein. Doch plötzlich, gerade als ich mich wieder nach Hause begeben wollte, vernahm ich zwei weibliche Stimmen. Die beiden auf die ich wartete! Ich öffnete die Augen und lehnte mich im Schatten der Bäume, die fast bis zum Abgrund reichten zurück. Mein Ziel war so kurz vor mir. Ein Mädchen zeigt auf die im Meer verschwindende Sonne und legte den rechten Arm um ihre Schwester. Um die Worte zu verstehen war ich zu weit weg, doch man konnte eine entspannte Atmosphäre wahrnehmen. Noch ein wenig näher gelangten sie an die Grenze. Dann ging alles ganz schnell. Mein Mädchen, von Hass und Eifersucht gefühlt, griff nach der Kette ihrer Schwester.

'Was tust du da?'

Schrie sie.

'Ich hole mir das zurück was mir zusteht! Mutter hätte diese Kette niemals dir geben dürfen.'

Damit Riss sie ihr die Kette vom Hals, so dass das Band in zwei sprang. Dann drückte sie ihren rechten Arm nach vorne und schubste ihre Schwester von der Klippe. Diese versuchte noch sich an der Kette festzuhalten, doch sie verfehlte sie. Man hörte nur noch einen kurzen Schrei, der jedoch nicht wirklich laut war. Die anderen stand oben und betrachtet den Stein der Kette. Von meinem Standpunkt aus konnte ich ihn jedoch nicht erkennen. Vorsichtig schlich ich näher, bis ich genau hinter ihr stand. Und sie lächelte, als würde sie denken es ist vorbei. Ich machte einen Schritt zurück um ihr den Moment zu gönnen, doch plötzlich gab der Boden unter ihren nach und sie stürzte mit ganz viel Erde und einem Schrei ebenfalls den Abgrund hinab. Entsetzt stürzte ich nach vorne. Es war geplant, dass sie an mich glaubt und ich dann eine Lösung finde, sie zu einer unsterblichen Mythe zu machen, doch ich wollte nie ihren Tod! Als ich nach unten sah wirkte das Wasser ruhig und glitzerte wieder verlockend. Mein Fuß streifte einen kleinen Stein. Ich bückte mich um ihn aufzuheben und stellte fest, dass es der Stein meiner Geliebten war. Jedoch war er jetzt zerbrochen. Mit zitternden Fingern fuhr ich über die Bruchstellen und zuckte zurück. Sehr heftige Impulse der Güte und des Hasses zugleich schwappten über mich. Mit einem wütenden Schreie warf ich die beiden Teile ins Meer. Ich hatte meine Liebe verloren. Nur eine einzelne Träne verließ meine Augen. Still stand ich am Abgrund. Vor mir sah man den Sonnenuntergang, wie er den Himmel und das Wasser unter der Klipp blutrot färbte .

Doch erst jetzt, fast dreihundert Jahre später, realisierte ich, dass ich an diesem Abend zwei Mythen schuf.








So.... Das war das erste Kapitel... Also der Prolog... Wir sind zwei Autoren. Das nächste Kapitel ist von Leseratte...
Bitte lasst ein Review da, danke!
LG Mystery
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