Nicht mehr krank

von -cC-
OneshotFreundschaft / P18 Slash
22.02.2019
22.02.2019
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„Wow!“ Mirko stellte seine Tasche neben das frisch bezogene Bett und wandte sich grinsend zur Tür. „So viele Erinnerungen!“
Daniel schmunzelte und lehnte sich gegen den Türrahmen. „Erinnerungen an die Grippe oder an den guten Sex?“
„Beides,“ räumte Mirko ein, und wurde ein bisschen rot um die Nase. „Ähm, und die Kombination daraus.“
Daniel verdrehte die Augen. „Der Fiebermesser, ich erinnere mich. Ich wäre allerdings froh, wenn du diesmal gesund bleibst.“
„Glaub mir, ich auch!“
Mirko kramte in seiner Tasche, und hielt Daniel zwei flache Schachteln hin. „Hier, ich hab dir diesmal ein Gastgeschenk mitgebracht.“
„Oho, Schnapspralinen!“ Daniel nahm das Präsent erfreut entgegen und begutachtete die Packungsrückseiten. „Sehr aufmerksam, Danke.“
Mirko nickte verlegen. „Dein Vater sagte, du magst die. Und nachdem ich das letzte Mal deine Gastfreundschaft so über alle Massen beansprucht habe..“
Daniel winkte ab. „Mach dir keinen Kopf, für die Grippe an sich konntest du nichts.“ Er hielt grinsend die Pralinenschachteln hoch. „Die nehm' ich allerdings jederzeit wieder! Auch ohne Grippe.“
Mirko erwiderte das Grinsen. „Ich werds mir merken. Diesmal wär krank werden aber auch nicht ganz so schlimm, denke ich. Eine Wohnungsbesichtigung lässt sich eher verschieben als ein Bewerbungsgespräch.“
Daniel guckte zweifelnd, sparte sich aber den Kommentar und richtete sich vom Türrahmen auf. „Jedenfalls. Ich gehe mich mal um das Abendessen kümmern. Komm ruhig runter wenn du fertig ausgepackt hast, oder sonst rufe ich dich wenn's fertig ist.“
„Alles klar!“

. . .

„Das war lecker!“ Mirko lehnte sich zufrieden zurück und klopfte sich auf den Bauch. „Kochst du jeden Tag?“
Daniel schüttelte den Kopf. „Nur wenn ich Zeit habe. Morgen gibt’s die Reste, und übermorgen ist dann der Lieferservice dran.“
„Oh. Also, wenn du magst, kann ich auch die Tage mal für uns kochen,“ bot Mirko an. „Ausser morgen sind die meisten Besichtigungstermine am Vormittag, und nach den Dates sollte ich jeweils noch genügend Zeit zum einkaufen und kochen haben.“
„Ah, das wäre natürlich super.“ Daniel nickte anerkennend und stutzte dann. „Moment, Dates?“
Mirko grinste. „Ich bin jetzt auf Tinder und Grindr. Du glaubst nicht, wie viele notgeile Typen sich in deiner Gegend rumtreiben.“
Daniel verdrehte die Augen. „Ich kann's mir vorstellen. Typen, hm? Du bist auf den Geschmack gekommen.“
Mirko nickte begeistert. „Oh ja! Also, ich glaube nicht, dass ich schwul bin,“ beeilte er sich hinzuzufügen.
Daniel hob wortlos eine Augenbraue.
Mirko zuckte mit den Schultern. „Ich kann mir einfach nicht vorstellen, einen Mann zu küssen, oder Händchen zu halten, weisst du? Aber der Sex, boah! Der Hammer!“
Daniel schmunzelte. „Das ist sogar eine recht häufige Art von Bisexualität,“ erklärte er. „Willkommen im Regenbogen. Benutz Kondome.“
„Jaja,“ Mirko winkte ab. „Benutz Kondome, steig nicht zu Fremden ins Auto, und lass deine Drinks nicht unbeaufsichtigt. Ich pass' schon auf, keine Sorge.“
Daniel nickte. „Und wir können gerne auch weiterhin miteinander Sex haben, wenn du möchtest.“
Mirko lächelte. „Darauf hatte ich gehofft.“

. . .

Mirko schloss die Haustür hinter sich und hängte seine Jacke an die Garderobe.
„Huhu?“, rief er in den Flur hinein.
„Hier!“, kam die Antwort aus dem Wohnzimmer.
Mirko folgte der Stimme und fand Daniel auf dem Sofa sitzend, eine offene Pralinenschachtel in der Hand.
„Hi, wusstest du, dass du in Broschüren drinstehst?“ Mirko hielt ein kleines Büchlein hoch, das mit Regenbogenflaggen bedruckt war.
„Hm?“ Daniel sah fragend auf. „Ah, du hast dich informiert. Ja, viele Schwule finden es angenehmer, einen explizit queer-freundlichen Arzt zu haben, deswegen arbeite ich mit der Aids-Hilfe zusammen, die machen diese Flyer.“
„Genau da war ich grade.“ Mirko liess sich aufs Sofa fallen und streckte die Füsse aus. „Aaaah, sehr gut,“ sagte er erleichtert. „Ich hab mich nach der Besichtigung mit einem von Grindr getroffen, der bei der Aids-Hilfe als Berater arbeitet und mir zeigen wollte, was sie da so machen. Ziemlich cool. Aber die Regenbögen überall find ich etwas übertrieben. Der hatte sogar Regenbogen-farbene Haare!“
Daniel lachte. „Du hattest mit Andreas Sex? Na da sieh mal einer an.“
Mirko lief rot an. „Ihr kennt euch?! Oh Gott.“ Er schlug die Hände vors Gesicht. „Die Schwulenszene ist genau so ein Dorf wie die Hacker-Szene, oder?“
Daniel grinste. „Da gibt es sogar Überschneidungen, hab' ich mir sagen lassen.“
Mirko stöhnte. „Na klasse. Im Übrigen hatten wir aber keinen Sex. Andi sagte, ich bin nicht sein Typ. Er hat mir nur ein bisschen die Stadt gezeigt.“
„Ach so.“ Daniel nickte. „Das passt auch besser in mein Weltbild. Aber er war – abgesehen von der Haarfarbe – dein Typ?“, hakte er interessiert nach.
„Hm. Ich denke ich stehe eher auf.. ähm.“ Er schluckte und suchte gezielt Blickkontakt. „Auf Ärzte mit geschickten Händen, schätze ich.“ Mit Genugtuung bemerkte er, dass Daniel leicht rot wurde.
„Soso.“ Daniel räusperte sich. „Viele davon auf Grindr?“
Mirko lachte. „Nicht wirklich. Aber, ähm, sag mal,“ er senkte den Blick und zupfte an seiner Hose herum. „Äh, also.. ich glaube, ich habe da wirklich einen kleinen Fetisch entwickelt.“
„Einen Ärzte-Fetisch?“
Mirko nickte ohne aufzusehen. „Ich hab sogar auf Tinder wen gefunden, der auf Klinik-Rollenspiele steht. Aber..“, er zuckte hilflos die Schultern, „es ist einfach nicht das gleiche, wenn ich genau weiss, dass es nur gespielt ist.“
Daniel schmunzelte. „Das kann ich sogar nachvollziehen.“
Mirko nickte erleichtert und verdrehte dann die Augen. „Ausserdem diagnostizierte er mir einen Samenstau und verordnete Blowjobs als Therapie.“
Daniel schnaubte belustigt. „Das klingt, uhm.. erotisch?“
Mirko seufzte frustriert. „Es klingt vor allem nicht speziell realistisch.“ Er stutzte und musterte Daniel. „Ist es nicht, oder?“
Daniel verkniff sich das Lachen und schüttelte den Kopf.
Mirko nickte. „Deswegen.. naja.“ Er holte tief Luft und setzte sich aufrechter hin. „Wärst du denn bereit, mit mir auch Fetisch-Sex zu haben? Ich meine, du kennst dich total aus, du hast sogar eine echte Praxis und echte Instrumente, du würdest mir nicht mit irgendeinem Porno-Blödsinn kommen. Und, naja, ich habe mich bei dir sicher gefühlt, ich weiss dass ich dir vertrauen kann und du mich nicht verletzen würdest oder so.“ Er stoppte seinen Redefluss und wartete angespannt auf die Antwort.
„Hm.“ Daniel kratzte sich nachdenklich am Kinn. „Also, eins kann ich dir schon mal sicher sagen: Sex in meiner Praxis ist keine Option. Das.. fühlt sich falsch an, und das gehört dort nicht hin. Auch aus Respekt meinen Patienten gegenüber.“
„Oh..“ Mirko verzog beschämt das Gesicht. „Ja ok, das.. versteh ich irgendwie. Schade.“
Daniel nickte. „Aber ich denke ansonsten wär' ich durchaus dabei, das mal auszuprobieren.“
Mirko hob erfreut den Kopf. „Wirklich?“
Daniel grinste. „Öfter mal was neues, nicht? Allerdings hab ich noch nicht ganz verstanden, was genau du erregend findest. Ich werde dich jedenfalls nicht mit Grippeviren infizieren, nur um das Erlebnis realistischer zu machen.“
„Oh Gott nein! Ich möchte nie wieder so kotzen müssen!“ Mirko schauderte. „So realistisch muss es dann auch nicht sein. Nein, aber einfach Untersuchungen zum Beispiel, dafür muss ich ja nicht krank sein. Oder halt irgendwelche Dinge, Medikamente oder so, die zwar nicht wirklich nützen, aber auch nicht schaden? Oder die..“ Er schluckte und wurde rot. „Die.. einfach unangenehm sind, aber nichts kaputt machen? Es.. ähm..“ Er rutschte nervös auf dem Sofa herum. „Es darf auch zur Strafe sein, weil ich.. uh, nicht stillhalte, oder den Termin vergessen habe oder so.“
„Hm,“ machte Daniel und überlegte. „Unangenehme Dinge, die aber nicht schaden. Zäpfchen ohne Wirkstoff gibt es zum Beispiel. Hm. Oder Injektionen mit Kochsalzlösung.“ Er grinste. „Du bringst mich auf Ideen.“
„Oh Gott.“ Mirko schlug die Hände vors Gesicht. „Hauptsache es ist mit Happy End,“ seufzte er.
Daniel schmunzelte. „Das ist dann allerdings wieder unrealistisch.“
Mirko nickte. „Ja, schon. Aber das ist okay. Ich meine, du hast ja sonst mit Patienten nach der Behandlung auch keinen Sex, aber mit mir schon.“ Er sah auf und blickte Daniel ernst an. „Das ist mir übrigens wichtig. Also, dass du auch auf deine Kosten kommst. Dafür darf's auch unrealistisch sein.“
Daniel lächelte. „Sehr nobel. Ja, ich denke das kriegen wir hin. Aber wenn du vorhast, absichtlich nicht stillzuhalten, dann sollten wir einen Code ausmachen, für Momente in denen du etwas wirklich nicht möchtest.“
„Oh. Ja, das klingt sinnvoll.“
„Und,“ fuhr Daniel fort, und sah Mirko ernst an, „dir muss klar sein, falls ICH dir dabei etwas diagnostiziere, dann ist das ernst gemeint. Sowas spiele ich nicht.“
Mirko schluckte. „Das macht's irgendwie nur schärfer,“ flüsterte er.
Daniel verdrehte die Augen.

. . .

Es dunkelte gerade ein, als Daniel die Haustür aufschloss. Drinnen brannte Licht, Mirko war also wohl schon daheim. Er hängte gerade seinen Mantel auf, als plötzlich lautes Krachen und Gepolter aus Richtung der Küche zu hören war. Er ging den Geräuschen nach, und fand Mirko zwischen am Boden verstreuten Pfannen und Töpfen.
„So eine verfickte Scheisse!“, fluchte Mirko, riss das Küchentuch von seiner Schulter und pfefferte es in eine Ecke. Dann sah er auf und wurde rot. „Oh. Hi Daniel. Ähm. Bist du schon länger da?“
Daniel war in sicherem Abstand stehengeblieben und sah auf das Chaos hinunter. „Grade heimgekommen,“ antwortete er trocken. „Was ist denn hier passiert?“
Mirko seufzte. „Ich brauchte einen Topf für die Nudeln,“ erklärte er. Er hob die Pfannen und Töpfe vom Boden auf, prüfte sie auf Schäden, und stellte sie auf den Tisch. „Und der, den ich wollte, war natürlich ausgerechnet ganz unten.“
Daniel setzte sich Mirko gegenüber an den Tisch. „...also hast du die restlichen auf den Boden geworfen?“, fragte er zweifelnd.
Mirko stellte den letzten Topf zur Seite und setzte sich hin. Offenbar war alles heil geblieben.
„Nein“, sagte er frustriert, „ich war wütend und hab nicht aufgepasst.“ Er knurrte und sprang wieder auf. „Und ich bin IMMER NOCH wütend. Es ist 2016, verdammte Scheisse!“
Er hob das Küchentuch vom Boden auf und hängte es sich wieder über die Schulter. Dann wurde ihm bewusst, dass es dreckig war, und er warf es wütend wieder zu Boden.
Daniel rieb sich müde die Augen. Er schwankte zwischen Belustigung und Irritation.
„Mirko. Setz dich bitte hin,“ sagte er schliesslich, „und erzähl mir was los ist.“
Mirko liess sich frustriert wieder auf den Stuhl fallen. „Arschlöcher sind los!“, fauchte er.
Daniel hob wortlos eine Augenbraue.
Mirko seufzte. „Sorry. Du kannst nichts dafür." Er stand wieder auf, und räumte die Töpfe und Pfannen zurück in den Schrank.
„Ich war heute bei zwei Wohnungsbesichtigungen,“ begann er zu erzählen. „Die erste Wohnung war okay, gehört einer Versicherungsgesellschaft. Denke ich hab 'nen guten Eindruck gemacht, aber sie haben wohl noch zig andere Bewerbungen gekriegt, ich rechne mir da wenig Chancen aus. Die zweite Wohnung,“ er holte tief Luft und schüttelte den Kopf, „gehörte einem Arschloch.“
Mirko setzte den übriggebliebenen Topf mit Wasser auf dem Herd auf. Dann ging er zurück zu Daniel.
„Die Wohnung an sich war eigentlich echt cool. Schön geschnitten, gute Lage, akzeptabler Preis. Aber der Vermieter..“ Mirko fuhr sich mit den Händen übers Gesicht. „Schon wie er über die Vormieterin geredet hat, weisst du? So eklig. Es ging nur um ihre Figur, und dass sie sich die Kaution hat abschwatzen lassen von ihm. Er tat so auf kumpelhaft, weil ich gesagt hatte dass ich demnächst bei einem grossen Kreditinstitut anfange, so von einem Finanzhai zum anderen. Es war so widerlich!“
Mirko sprang wieder auf und prüfte das Nudelwasser, das natürlich noch lange nicht kochte. Dann lief er genervt in der Küche hin und her.
Daniel sah ihm zu und sparte sich einen Kommentar.
„Ich hab nichts dazu gesagt,“ fuhr Mirko fort, „und das nervt mich am meisten. Dass ich diesem Arsch nicht widersprechen wollte, weil ich die Wohnung geil fand. Aber dann.“
Mirko stoppte abrupt und sah Daniel wütend an. „Dann fing er an, sich darüber auszulassen, dass in der Nebenstrasse leider vor Kurzem eine Schwulensauna aufgemacht habe. LEIDER!“ Mirko spuckte das Wort förmlich aus, und Daniel zuckte zurück. Aber Mirko hatte schon wieder kehrt gemacht, um weiter in der Küche hin und her zu stapfen.
„Er hatte 'ne scheiss Meinung dazu, dass er sowas widernatürlich findet und das Viertel zur Perversion verkommt, und er schon überlegt, die Wohnung zu verkaufen weil ihm die Gegend nicht mehr passt. Aber dann könnte ja so eine Schwuchtel die Wohnung kriegen und ein Puff draus machen. EIN PUFF!“ Mirko war zurück zum Tisch gelaufen, und knallte seine Faust auf den Tisch.
Dann grinste er Daniel an. „Ich hab ihn dann unterbrochen, und meinte, ich kauf ihm die Wohnung sofort ab, und zieh mit meinem Freund ein, weil es scheiss praktisch ist, eine geile Schwulensauna direkt nebenan zu haben. Und ob die Nachbarn ok damit sind, wenn es wegen der wilden Sexorgien mal laut wird.“
Daniel starrte Mirko ungläubig an. „Ernsthaft!?“
Mirko nickte. „Ich habs nicht mehr ausgehalten. Ich musste was sagen.“
Daniel schüttelte den Kopf. „Und wie hat er reagiert?“
„Pff, was denkst du wohl.“ Mirko verdrehte die Augen. „Er lief knallrot an, und bekam hier so eine Ader..“ Mirko tippte sich an die Stirn. „Und dann warf er mich raus.“ Er knurrte wütend. „Er warf mich raus! Es ist verdammt noch mal 2016 und ein Vermieter schmeisst mich aus seiner Wohnung weil ich schwul bin!“
„..und weil du in seiner Wohnung Sexparties feiern möchtest,“ ergänzte Daniel.
Mirko grinste. „Und das. Und dabei bin ich nicht mal schwul.“ Dann wurde er wieder wütend. „Aber das ist nicht der Punkt! Das darf einfach nicht sein, verdammt nochmal!“
Daniel seufzte. „Willkommen im toleranten Deutschland. Du könntest ihn wegen Diskriminierung verklagen.“
Mirko horchte auf. „Echt? Das geht?“
Daniel zuckte die Schultern. „Wenn du einen homofeindlichen, sexistischen Vermieter haben möchtest, der vom Gericht dazu gezwungen wird, dir seine Wohnung zu vermieten, klar.“
„Oh Gott.“ Mirko schüttelte sich. „Bloss nicht.“
Daniel nickte. „Ausserdem hindert ihn niemand daran, andere kreative Gründe zu finden, wegen denen er dir den Mietvertrag rechtmässig verweigern kann.“
„Scheisse.“ Mirko liess sich auf den Stuhl fallen. „Das passiert öfter, oder? Das ist einfach nicht okay,“ sagte er betroffen.
Daniel nickte erneut. „So ist es.“ Dann deutete er auf den Herd. „Dein Wasser kocht.“
„Ah, shit!“ Mirko sprang wieder auf, und kümmerte sich um die Nudeln.

. . .

Mirko lag nervös im Bett des Gästezimmers. Es war viel zu früh zum schlafen, noch nicht mal Abendessen-Zeit. Aber schlafen war auch nicht der Plan.
Es klopfte.
„He..“, Mirko brach ab und räusperte sich. „Komm rein.“
Daniel betrat das Zimmer und schloss die Tür hinter sich. „Hallo Mirko.“
„Hi.“ Mirkos nervöser Blick fiel auf die Tasche, die Daniel dabei hatte. Es war eine andere als die, die er im Restaurant dabeigehabt hatte. Sie sah gebrauchter aus.
Daniel setzte sich auf die Bettkante und stellte die Tasche ab. Er hatte den Blick bemerkt. „Ich habe meine alte Arzttasche wieder in Betrieb genommen, und sie ganz nach deinen Bedürfnissen eingerichtet,“ erklärte er.
„Oh,“ machte Mirko und schluckte. Eine Tasche nur für ihn. Er konnte nicht entscheiden, ob ihn das mehr berührte oder mehr erregte.
„Bist du okay?“ Daniel beugte sich vor, und legte seine Hand auf Mirkos Stirn und Wangen. „Du wirkst etwas blass. Aber Temperatur hast du nicht.“
Mirko grinste schief. „Nur nervös,“ sagte er ehrlich.
Daniel lächelte sanft. „Ich bin vorsichtig, versprochen.“
Mirko spürte wie diese Worte einen Schauer durch seinen Körper rieseln liessen. Er nickte.
„Dann fangen wir mal an,“ sagte Daniel, und legte jetzt beide Hände an Mirkos Wangen. „Leg den Kopf einfach entspannt nach hinten,“ wies er an, und tastete sich den Konturen von Mirkos Gesicht entlang nach unten zur Kehle. „Und jetzt einmal schlucken. Perfekt.“
Daniel richtete sich wieder auf und öffnete seine Tasche. „Setzt du dich bitte auf?“
„Okay.“ Mirko rappelte sich auf und sah zu, wie Daniel eine Taschenlampe und einen Mundspatel aus der Tasche nahm. Er öffnete den Mund bevor Daniel etwas sagen konnte, und spürte das raue Holz des Spatels an der Zunge.
Daniel leuchtete mit der Lampe in Mirkos Rachen. „Sag ah.“
Mirko versuchte, stattdessen „be“ zu sagen, merkte aber, dass das mit offenem Mund nicht funktionierte.
Daniel verdrehte die Augen. „Nicht wirklich originell,“ kritisierte er, „das versuchen die meisten mal.“
Mirko grinste schuldbewusst, und sagte dann doch noch „ah“.
„Hm-hm,“ machte Daniel zufrieden. „Sieht alles gut aus. Dann machst du bitte dein Oberteil auf.“
Mirko hatte extra ein Schlafanzugoberteil mit Knöpfen angezogen. Langsam löste er Knopf für Knopf, und spürte wie seine entblössten Nippel hart wurden.
Daniel nahm in der Zwischenzeit ein Stethoskop aus der Tasche. „Ich höre jetzt dein Herz und deine Lunge ab, lass die Arme einfach an der Seite und atme ganz normal.“
Eine Gänsehaut breitete sich auf seinem Oberkörper aus, wo das kühle Stethoskop ihn berührte.
Daniel schmunzelte. „Bisschen erhöhte Herzfrequenz. Aber das lässt sich bestimmt noch steigern, hm?“ Er streichelte mit der freien Hand über Mirkos rechten Nippel und rollte er ihn sanft zwischen Daumen und Zeigefinger.
Mirko schoss die Röte ins Gesicht. Er schloss die Augen und lehnte sich seufzend Daniels Händen entgegen.
„Genau so,“ lobte Daniel. „Und jetzt bitte tief durch den Mund atmen.“ Mirko stöhnte eher als dass er atmete. Aber Daniel entschied für sich, dass es darauf jetzt wohl nicht ankam.
„Sehr gut.“ Er nahm das Stethoskop von Mirkos Brust. „Und jetzt das gleiche noch am Rücken. Drehst du dich bitte um?“ Mirko tat wie geheissen, zog das Oberteil aus und legte es aus Gewohnheit so über seinen Schoss, dass es seine Erektion verdeckte.
Daniel horchte ihn ab, dann hängte er sich das Stethoskop um den Hals. „Ich taste jetzt deinen Rücken ab. Halt dazu bitte deine Arme überkreuzt über die Brust.“ Er schmunzelte. „Du kannst dabei an deinen Nippeln herumspielen, wenn du möchtest.“ Das war zwar nicht ganz die ideale Position, aber Daniel rief sich in Erinnerung, dass es darauf nicht ankam.
Er knetete und klopfte Mirkos Rücken ab, der keine weiteren Anweisungen brauchte, um tief zu atmen.
„Sehr gut,“ wiederholte Daniel, und nahm das Stethoskop wieder vom Hals. „Dann legst du dich bitte wieder auf den Rücken.“ Er zwinkerte Mirko zu. „Obenrum alles in Ordnung. Jetzt gehen wir tiefer.“
Mirko wurde rot. Er verzichtete diesmal darauf, seine Erektion unter der Decke zu verstecken, aber Daniel schien nicht darauf zu achten, sondern setzte das Stethoskop wieder an seinem Bauch an. „Hörst du doch nochmal die Lunge ab?“, fragte Mirko verwundert.
Daniel schüttelte den Kopf. „Nein, deinen Darm. Der macht auch Geräusche.“ Er runzelte die Stirn. „Sollte er zumindest.“ Er setzte das Stethoskop an eine andere Stelle. „Ah, jetzt!“ Er verschob das Stethoskop noch zwei Mal auf Mirkos Bauch, dann hängte er es sich wieder um den Hals. „Okay, zieh die Beine bitte etwas an, ich taste jetzt deinen Bauch ab. Und gib Bescheid, falls etwas unangenehm ist oder wehtut, ja?“
Mirko nickte. Er hoffte bei jeder Bewegung, dass Daniel seine Erektion berühren würde. Aber er schien seine Hände wie absichtlich immer genau darum herum zu bewegen. Stattdessen sagte er mehrmals „hm,“ und sein Stirnrunzeln wurde stärker.
„Wann hattest du zuletzt Stuhlgang?“, fragte Daniel schliesslich.
„Ähm..“, machte Mirko überrumpelt. „Gestern? Glaub ich.“
„Glaubst du?“ Daniel hob eine Augenbraue.
Mirko rot. „Vielleicht auch vorgestern,“ murmelte er.
„Hm.. ist das für dich üblich, nur jeden zweiten oder dritten Tag zu müssen?“
„Oh Gott.“ Mirko verschränkte die Arme über den Augen, um Daniel nicht ansehen zu müssen. „Nein, eigentlich immer nach dem ersten Kaffee, aber die letzten Tage..“ Er seufzte.
„..waren stressig?“, vervollständigte Daniel fragend.
Mirko nickte. „Naja, und die Wochen davor auch. Aber, äh,“ er wurde noch roter, „Sex hilft manchmal, glaub ich.“
Daniel grinste. „Ja, das regt die Darmtätigkeit an. Aber auf Dauer würde ich dir eher andere Methoden gegen Verstopfung empfehlen. Vor allem wenn du vorhast, Analsex weiterhin zu geniessen.“
„Oh.“ Mirko schaute besorgt unter seinen Armen hervor. „Daniel, ist das jetzt was echtes? Also, was ernstes?“
Daniel begegnete dem Blick ernst. „Ich hab dir gesagt, dass ich damit nicht scherze, Mirko.“
Mirko schluckte.
„Aber Verstopfungen sind an sich nichts schlimmes,“ fuhr Daniel fort und tätschelte beruhigend Mirkos Flanke. „Ich kümmer mich nachher gleich drum.“
„Okay.“ Mirko entspannte sich wieder etwas. Er sah zu, wie Daniel das Stethoskop zurück in die Tasche legte und ein paar Einweghandschuhe hervorholte. Seine Augen weiteten sich erwartungsvoll.
Daniel schmunzelte. „Dann ziehst du bitte die Hose aus und spreizt die Beine.“ Er achtete darauf, dass Mirko zusehen konnte, wie er sich die Handschuhe überstreifte.
Mirko schluckte. Er gehorchte schnell und legte sich wieder zurück ins Kissen. Seine Erektion tropfte auf seinen Bauch.
Daniel setzte sich zwischen Mirkos folgsam gespreizte Beine und griff ohne weiteren Kommentar nach dessen Hoden. Sanft rollte und streichelte er sie zwischen den Fingern.
Mirko seufzte geniesserisch und stutzte dann. „Öhm. Soll ich jetzt husten?“, fragte er verlegen.
Daniel schüttelte schmunzelnd den Kopf. „Das woran du denkst ginge besser im Stehen. Aber grade liegst du gut, finde ich. Einfach entspannen.“
Seine Hände tasteten sich von den Hoden an aufwärts, er massierte und streichelte die ganze Leistengegend und umfasste dann endlich – endlich! - die steife Erektion.
Mirko stöhnte auf und drängte sich Daniel entgegen.
„Ah, lieg still,“ tadelte Daniel sanft.
Mirko entfuhr ein leises Winseln.
Daniel strich mit dem Daumen über die feuchte Spitze und verrieb die stetig nachtropfende Flüssigkeit darauf. Er testete von allen Seiten die Vorhaut und kratzte sanft am Bändchen. Schliesslich massierte er mit kräftigen Bewegungen dem ganzen Schaft entlang.
Mirko krallte sich am Laken fest.
„Ich seh' schon, alles funktionstüchtig, sehr beruhigend,“ sagte Daniel mit leichtem Sarkasmus in der Stimme. Er zog seine Hand wieder weg und schmunzelte über Mirkos enttäuschtes Jammern.
„Nur mit der Ruhe.“ Er tätschelte Mirkos Bein und wartete, bis er seine volle Aufmerksamkeit wieder hatte: „Ich hab da noch was für dich.“
Daniel griff wieder in seine Tasche, holte ein Fieberthermometer raus und hielt es hoch. Diesmal war es allerdings kein dünnes digitales. Sondern ein klassisches, dickes Glasthermometer.
Mirko atmete hörbar ein, und zitternd wieder aus. „Oh. Wow! Ja.“ Seine Erektion zuckte.
Zufrieden mit der Reaktion nickte Daniel. „Dann wollen wir mal deine Temperatur messen. Dreh dich bitte um, auf deinen Bauch. Und leg am besten ein Kissen drunter.“
Das Kissen sorgte dafür, dass Mirkos Hintern erhöht lag und gut zugänglich war. Mirko rutschte darauf herum und rieb geniesserisch seine Erektion gegen den Stoff.
Daniel sah ihm schmunzelnd dabei zu. „Wenn du nicht stillhältst, kann ich allerdings nicht anfangen,“ sagte er schliesslich, und lachte, als Mirko daraufhin sofort stilllag.
Mirko knautschte die Decke am Kopfende des Bettes zusammen, und legte den Kopf darauf. Zufrieden grinsend sah er nach hinten zu Daniel. „Die Position gefällt mir viel besser, als seitlich wie sonst.“
Daniel zwinkerte ihm zu. Er hatte diese Position schliesslich mit Absicht so gewählt. Mit der einen Hand spreizte Mirkos Pobacken, mit der anderen schmierte er eine grosszügige Portion Gleitmittel dazwischen.
Mirko seufzte auf und drückte den Hintern gegen Daniels Finger.
„Na, na!“, Daniel gab ihm einen leichten Klaps auf den Po. „Stillhalten habe ich gesagt.“
„Oh Gott.“ Mirko vergrub stöhnend das Gesicht im Kissen.
Daniel wischte sich die Finger trocken und nahm das Thermometer wieder in die Hand.
„Ich führe ihn jetzt ein,“ kündigte er an. „Entspann dich, und konzentrier dich aufs ausatmen.“
Mirko stöhnte genussvoll, als die Spitze des Thermometers durch seinen Schliessmuskel glitt.
Daniel zog es wieder ein bisschen heraus, und schob es dann umso tiefer wieder hinein. Dann wieder etwas raus, und wieder tiefer..
„Oh Gott,“ stöhnte Mirko, „wie tief geht das Teil?!“
„Ziemlich tief,“ sagte Daniel schmunzelnd, und fuhr fort, Mirko mit dem Thermometer zu ficken. „Übrigens dauert die Messung mit diesen alten Dingern auch ganz schön lange,“ sagte er gespielt bedauernd. „Ich denke so zehn Minuten, zum sicher sein.“
„Oh wow. Das ist so scharf.“ Mirko spreizte die Beine stärker und rieb seine Erektion am Kissen. Er spannte probeweise seinen Schliessmuskel an, und genoss es, den harten Eindringling dadurch stärker zu spüren.
Daniel wechselte zwischen schnellen, langsamen, tiefen und kurzen Bewegungen.
Als Mirkos Keuchen langsam dringlicher und seine Reaktionen angespannter wurden, zog Daniel das Thermometer ganz heraus.
Mirko winselte verkrampft. „Nicht aufhören..!“
Daniel tätschelte ihn schmunzelnd. „Wir sind doch noch gar nicht fertig.“
„Nicht..?! Oh Gott..“ Mirko liess sich schaudernd in die Decke zurückfallen und atmete ein paar Mal tief durch. „Ich glaub' ich könnte nur von dem Fiebermesser kommen. Ehrlich.“
Daniel schnaubte belustigt. Er war nicht überrascht, schliesslich hatte er ja genau das grade verhindern wollen. Er legte das Thermometer zur Seite und verzichtete darauf, die Temperatur abzulesen.
Dann legte er seine Hand wieder auf Mirkos Hintern. „Ich denke, ich sollte dich schon zumindest noch rektal untersuchen. Und zum Beispiel deine Prostata abtasten.“
Mirko stöhnte wieder auf. „Oh ja. Finger in meinem Arsch. Gute Idee,“ seufzte er.
Daniel verdrehte die Augen. „Eigentlich solltest du dabei auf der Seite liegen. Aber du kannst auch so bleiben, wenn du möchtest.“
Mirko mochte.
Daniel feuchtete zwei Finger an, und massierte mit einem davon Mirkos Schliessmuskel. „Entspann dich,“ riet er überflüssigerweise, und drang mit langsamen Bewegungen in ihn ein.
Mirko drückte ihm seinen Hintern stöhnend entgegen. Daniel hielt ihn mit der anderen Hand am Rücken fest und drückte ihn zurück ins Kissen, damit er still lag.
Er drang langsam tiefer in ihn ein, bis der Finger ganz in Mirkos Hintern steckte. Dann zog er ihn wieder etwas hinaus, und nahm den zweiten Finger dazu. Mirko stöhnte geniesserisch auf.
„Hm,“ sagte Daniel, aber Mirko achtete nicht darauf. Er spreizte die Beine und gab sich völlig Daniels Händen hin.
Daniel fickte Mirko quälend langsam mit zwei Fingern. Tiefer und tiefer drang er in ihn ein. Dann stoppte er plötzlich seine Bewegungen.
„Mirko?“
Mirko stöhnte erregt. „Hmmm?“
Daniel schmunzelte. „Denk mal kurz mit, bitte, ich fürchte du musst mir mit dem Realismus helfen.“
„Realismus?“ Mirko klang jetzt mehr verwirrt als erregt und sah fragend nach hinten.
Daniel tätschelte mit der freien Hand Mirkos Hintern. „Einem realen Patienten würde ich jetzt ein Zäpfchen geben,“ erklärte er.
Mirko wurde rot.
Daniel fuhr fort: „Allerdings würdest du dann wahrscheinlich spätestens nach zehn bis fünfzehn Minuten auf die Toilette müssen.“
Mirko verstand. Er atmete tief ein, und vergrub sein Gesicht in der Decke. Nach einem Moment nachdenken nickte er. „Okay.“
„Ja?“, hakte Daniel nach.
Mirko nickte nochmal. „Zehn Minuten reichen locker,“ murmelte er verlegen aus den Decken heraus.
Daniel schmunzelte. „In Ordnung. Dann drück meine Finger raus und bleib so. Ich bin gleich wieder hier.“
Mirko tat wie geheissen, und hörte dann wie Daniel die Handschuhe auszog und das Zimmer verliess. Seufzend knautschte er den Deckenberg bequemer zusammen und legte sich wieder drauf. Er spürte, wie Nervosität in ihm aufstieg. Aber die Erregung war immer noch grösser. Er bewegte seine Hüften und rieb sanft seine Erektion am Kissen unter sich, um sich abzulenken.
Aber er musste nicht lange warten.
Daniel trat kurz darauf zurück ins Zimmer, und hielt einen Blister Zäpfchen hoch.
Mirko wurde rot. Er fühlte sich sehr an die Situation in der Restauranttoilette erinnert.
„Soooo,“ Daniel setzte sich wieder zu ihm aufs Bett und tätschelte Mirkos Po. „Dreh dich am besten auf die Seite, wie sonst. Dann komme ich auch besser an alles ran.“
„Oh Gott ja,“ seufzte Mirko bei der Erinnerung an das letzte Mal als Daniel beim Zäpfchen verabreichen gut „an alles“ ran gekommen war.  Er schob das Kissen unter seinem Hintern weg, und legte sich seitlich hin.
Daniel zog währenddessen neue Handschuhe an, und schälte ein Zäpfchen aus der Folie.
Mirko schloss schaudernd die Augen. „Gott, ich liebe dieses Geräusch.“
Daniel sah interessiert hoch. „Von der Verpackung?“
Mirko nickte. „Und von den Handschuhen. Du kannst sie gern noch fünf mal an- und ausziehen.“
Daniel lachte. „Lieber Latexgeräusche statt Zäpfchen?“
„Was? Nein, nicht stattdessen!“ Mirko sah entrüstet zu ihm hoch. „Es macht bloss Vorfreude.“ Er zog die Beine an, um Daniel unmissverständlich zu zeigen wo die Vorfreude lag. Sein Fuss landete dabei genau zwischen Daniels Beinen und an dessen Erektion. Mirko seufzte zufrieden und rieb seinen Fuss an der Beule in Daniels Hose. „Dir macht's auch Vorfreude, huh?“
Daniel schmunzelte. „Weniger die Latexgeräusche, als deine Reaktionen darauf. Bleib so.“ Er benetzte seine Hände mit Gleitgel und setzte dann einen Finger an Mirkos zuckendes Poloch an. Quälend langsam drang er in ihn ein, und Mirko kam ihm seufzend entgegen.
„Ah, wie geschmiert,“ sagte Daniel grinsend. Er zog den Finger wieder heraus, was Mirko ein enttäuschtes Wimmern entlockte.
„Langsam,“ mahnte Daniel amüsiert, „jetzt geht’s doch erst richtig los.“
Er setzte das Zäpfchen an, und schob es mit zwei Fingern langsam tiefer. Dann griff er mit der anderen Hand nach Mirkos Erektion.
„Oooh ja,“ stöhnte Mirko. Er schloss geniesserisch die Augen, und seine Finger krallten sich ins Laken.
Daniels Hand glitschte geschickt massierend über seine Eichel, während zwei Finger Mirkos Hintern fickten und immer wieder seine Prostata trafen.
Mirko stöhnte im Takt mit den Bewegungen.
Aber bald veränderte sich sein Gesichtsausdruck von Erregung zu Unbehagen.
„Daniel.. warte..“, sagte er kleinlaut. „Warte, ich..“, er lief knallrot an und stöhnte, „ich glaub ich halt's doch nicht aus. Ich.. es brennt irgendwie.. Daniel, ich muss..“
Daniel hatte innegehalten, um Mirkos Gestammel zuzuhören.
Aber dann schüttelte er den Kopf.
„Das waren noch keine fünf Minuten, Mirko,“ sagte er ernst. „Das Zäpfchen ist noch nicht mal ganz geschmolzen.“ Er streichelte beruhigend Mirkos Hintern. „Halt noch ein bisschen durch.“
„Oh Gott,“ stöhnte Mirko gequält und vergrub sein Gesicht wieder in der Decke, „okay..“
Er rieb seine Erektion gegen Daniels Hand, damit er weitermachte.
Daniel folgte der Aufforderung und kümmerte sich um Mirkos Vorderseite.
Aber die massierenden Finger reichten nicht, um Mirko von dem Kribbeln und Drücken in seinem Hintern abzulenken. Er wimmerte und rutschte auf dem Laken herum.
„Daniel, ich schaffs so nicht,“ brachte er schliesslich heraus, „fick mich!“
Daniel runzelte die Stirn. „Mirko, ich halte das grade nicht für empfeh..“ - „Daniel!“, unterbrach ihn Mirko verzweifelt, „fick mich! Jetzt! Bitte!“
Daniel verdrehte die Augen und zog seine Handschuhe aus.
„Dreh dich auf den Rücken und halt deine Beine nach oben,“ sagte er brüsk.
Mirko gehorchte erleichtert und sah ungeduldig zu, wie Daniel seine Hose auszog und sich ein Kondom überstreifte.
Daniel kniete sich aufs Bett zu Mirko und verrieb etwas Gleitgel auf seiner Erektion. Dann setzte er sie an Mirkos Hintern an. „Sicher?“, fragte er nochmal.
„Ja verdammt! Oh Goooooh..“ Mirkos Fluch wurde zu einem langgezogenen Stöhnen als Daniel in ihn eindrang.
Daniel packte Mirkos Beine und hielt ihn daran fest. Er fickte ihn mit harten Stössen.
„Spreiz die Beine, Mirko. Fass dich an!“
Mirko gehorchte und massierte mit hektischen Bewegungen seine Erektion.
„Oh Gott, Daniel,“ keuchte er, „gleich..“
„Warte gefälligst!“, knurrte Daniel.
„Oh shiiiiit..“ Der scharfe Befehl reichte, um Mirko zum Höhepunkt zu bringen.
Daniel fickte ihn gnadenlos weiter während Mirko stöhnend seine Erektion pumpte und sich rhythmisch um Daniel zusammenzog. Dann drehte er Mirko zur Seite, hielt sein eines Bein vor sich fest und machte weiter.
Mirko krallte sich keuchend am Laken fest während Daniel ihn hart nahm. Es dauerte nicht lange, bis auch Daniel den Höhepunkt erreichte.
Mirkos Gesichtsausdruck war mittlerweile eher schmerzverzerrt als erregt. Endlich liess Daniel von ihm ab. Er gab ihm einen Klaps auf den Hintern. „Ab, jetzt darfst du!“
Mirko war noch nie so schnell zu einer Toilette gerannt.

. . .

„Oh Gott, das mit dem Fiebermesser war so eine geile Idee!“
Daniel grinste zufrieden. „Freut mich, dass es dir gefallen hat.“
„Oh ja!“ Mirko lachte. „Es war sehr gut, dass wir gestern noch Pornos dazu geschaut haben.“
Daniel hob eine Augenbraue und musterte ihn kritisch. „Obwohl ich mich ständig darüber beschwert habe, dass die Darsteller offenbar von Perkussion keine Ahnung haben?“
Mirko schmunzelte. „Es war okay. Ich meine,“ er errötete, „ich find's scharf, dass du weisst wie's richtig geht.“
„Hrm.“
„Du, ähm.. du darfst aber ruhig von Anfang an strenger sein.“
„Strenger?“
Mirko nickte. „Damals hast du so streng 'Hose runter!' gesagt, und ich hatte noch Wochen danach einen Ständer, wenn ich mich nur daran erinnerte. Heute hast du irgendwie dauernd 'bitte' gesagt.“
„Oh.“ Daniel schmunzelte. „Damals war ich aber zugegebenermassen auch etwas genervt davon, wie du dich verhalten hast. Normalerweise bin ich höflich zu meinen Patienten.“
„Ähm..“ Mirko kratzte sich beschämt am Kopf und sah zu Boden. „Der Klaps als ich nicht stillgehalten habe, war aber gut. Und das am Ende auch. Also..“
Daniel hob abwehrend die Hände. „Nein, ist okay, du musst dich jetzt nicht bemühen, absichtlich unvernünftig zu sein. Ich werde versuchen, dich eine Stufe weniger zu betüddeln dabei.“
Mirko lachte. „Danke. Ich, äh.. ich mag es aber auch, wie du mich beruhigst, wenn ich nervös bin.“ Er seufzte. „Der Kontrast ist toll, weisst du wie ich meine?“
Daniel nickte. „Ich glaube ja.“
„Und heilige Scheisse,“ Mirko verdrehte die Augen und liess sich auf den Rücken fallen, „müssen aber nicht dürfen ist extrem geil!“
Daniel schmunzelte. „Vielleicht sollte ich mir eine Liste machen.“

. . .

„Schmeckt gut,“ sagte Daniel anerkennend. „Die Nudeln vorgestern waren auch lecker. Du bist definitiv gebucht als Koch.“
Mirko grinste. „Danke. Ich kann dich ja in Zukunft beliefern, wenn ich die Wohnung kriege.“
„Ah, liefen die Besichtigungen heute besser?“
„Ja ziemlich. Und die letzte, die ich heute besichtigt habe, gehörte Sonja Diem.“
Daniel runzelte die Stirn, als Mirko nicht weiter erzählte. „Sollte mir der Name was sagen?“
Mirko guckte empört. „Du bist ihr Hausarzt!“
Daniel verdrehte die Augen. „Als ob ich mir die Namen all meiner Patientinnen merken könnte.“
„Tsiss,“ machte Mirko. „Nicht gerade kundenfreundlich.“
Daniel seufzte. „Meistens kann ich Gesichter ganz gut mit Diagnosen verbinden. Aber Namen..“ Er winkte ab. „Dafür hab ich Patientenakten und eine medizinische Assistenz. Ausserdem dürfte ich dir gar nicht sagen, ob sie bei mir Patientin ist oder nicht. Ich bin schliesslich an Schweigepflicht gebunden.“
„Oh. Hm. Na gut. Jedenfalls,“ nahm Mirko den Faden wieder auf, „jedenfalls war sie ziemlich sympathisch, deswegen dachte ich mir, ich fall' gleich mal mit der Tür ins Haus, und hab ihr erzählt, dass ich bi bin.“
„Aha?“ Daniel war sichtlich unbeeindruckt von Mirkos Umgang mit potenziellen Vermieterinnen.
Mirko grinste. „Ihre Antwort war ungefähr „ah ja, meine Lebenspartnerin auch“. Und dann hat sie mir ein paar Kneipen und dich empfohlen. Süss, oder?“
Daniel schmunzelte. „Ziemlich. Und die Wohnung?“
„Auch süss, aber nicht ganz meins. Die zweite heute war besser, und da hab ich auch gute Chancen. Aber,“ Mirko holte Luft, „was ich dich eigentlich fragen wollte: Kann ich dich denn als Hausarzt haben? Oder darfst du das nicht wegen Befangenheit oder so?“
Daniel schüttelte den Kopf. „Ich dürfte, aber das wäre definitiv nicht gut. Ich behandle aus Prinzip keine Familienmitglieder, und ich glaube nicht, dass ich mich auf deine Gesundheit konzentrieren könnte, wenn ich dabei ständig an Sex denken muss.“
Mirko zwinkerte Daniel zu. „Das lässt sich doch kombinieren.“
Daniel verdrehte die Augen. „Ich habe zu meinen Patienten gerne eine rein professionelle Beziehung, das macht alles leichter.“ Seine Stimme machte deutlich, dass das keine Verhandlungsbasis war. „Aber ich kann dir einen Kollegen von mir empfehlen, der steht sogar auch in deiner Regenbogen-Broschüre, wenn ich mich nicht irre.“
„Oh, ist er auch schwul?“
„Bi, soweit ich weiss.“ Daniel bemerkte Mirkos Blick und musterte ihn kritisch. „Und in festen Händen.“
Mirko grinste ertappt. „Keine Sorge, ich spanne ihn seiner Freundin schon nicht aus. Oder seinem Freund.“
„Weder noch, tatsächlich. Ausserdem,“ Daniel versuchte mühsam, wieder aufs Thema zurückzukommen, „ausserdem ist er BDSMler. Das bedeutet, dass du offen mit ihm darüber reden kannst, was dein Samenstau-diagnostizierender Bekannter und ich so mit dir anstellen, falls das mal medizinisch relevant werden sollte.“
„Oh.“ Mirko blinzelte. „Das.. das ist eine verdammt gute Idee,“ sagte er anerkennend.
„Nicht wahr?“ Daniel nickte zufrieden. „Aber falls mir bei unseren, ah,“ er räusperte sich, „Eskapaden etwas pathologisches auffällt, dann gebe ich natürlich trotzdem Bescheid. Wie bisher.“
Mirkos Augen leuchteten. „Und du behandelst mich dann auch?“
Daniel schmunzelte. „Wenn es passt.“

. . .

„Da wären wir also wieder,“ sagte Mirko lachend, und schulterte seine Tasche. „Danke für's fahren und so.“
Daniel schmunzelte und schloss den Kofferraum. „Gerne. War ja jetzt vermutlich das letzte Mal, oder?“
Mirko nickte. „Das nächste Mal komme ich mit einem Umzugswagen.“
„Ich bin gespannt. Vielleicht habe ich dann sogar Zeit, beim Kistentragen zu helfen, falls du das möchtest.“
„Das ist lieb, aber mein ganzes Kollegenteam hat schon zugesagt, mir zu helfen. Ich möchte Familie und Job erstmal nicht mischen, bevor ich die Leute besser kenne.“
„Ah, verstehe. Das finde ich sehr seriös.“
Mirko grinste. „Nicht wahr?“
Sie umarmten sich zum Abschied. „Grüss mir Pa, das mit den Pralinen war ein hervorragender Tipp!“
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