Yoake & Yugure

MitmachgeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18 Slash
16.02.2019
11.09.2019
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Hallöchen ihr Lieben :)
Seit wir uns das letzte Mal gelesen haben ist einiges passiert muss ich gestehen... das hat meine Pläne dann schon ein wenig aus der Bahn geworfen, aber jetzt bin ich wieder da und ich verspreche euch hoch und heilig, dass es in den nächsten Kapiteln weniger von Charmer x Feather und Serendipity x Hoax zu lesen gibt :)
An dieser Stelle möchte ich auch noch kurz Werbung für meine Geschichte "Seelentau" machen. Wer wissen will wie das Leben von Feather und Charmer und vor allem ihrer Tochter verlaufen wäre, wenn sie nicht gestorben wäre, dann schaut dort gerne mal vorbei und vielleicht wollt ihr euch ja auch gleich noch mit einem Charakter anmelden? :)
Nun genug Werbung, fangen wir mal mit dem Kapitel an :D

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„Du bist ein besserer Vater als meiner es jemals sein wird...ich hab' dich lieb.“ - Holzpuppe

Holzpuppe und Charmer saßen beieinander. Dieses Szenario war noch gar nicht mal so lange her. Damals war Yoake gerade inmitten von Hoax' Rache gewesen und hatte sich häuslich in dem kleinen Motel eingerichtet. Die Beiden saßen in dem Gemeinschaftsraum, in dem Tage später auch Dandelion mit dem Anführer zusammensitzen sollte. Doch Holzpuppe hatte keine Frage an Charmer. Im Gegenteil. Er war gerade einfach nur froh über dessen Gesellschaft. Charmer schien auch gerade nicht in Plauderstimmung zu sein. Er saß einfach schweigend in dem Ohrensessel. Er hatte seinen Ellenbogen auf einer der Lehnen abgestützt und stützte sein Gesicht auf seiner Hand ab. Holzpuppe dagegen arbeitete wieder einmal fleißig an seinen Kokeshi.

„Weißt du, Holzpuppe, manchmal glaube ich, dass ich ein schlechter Vater war...“ Holzpuppe zuckte zusammen als er die klare und ölige Stimme seines Anführers hörte und fast hätte er vor Schreck seine Kokeshi zerstört. Jedoch konnte er die zerstörerische Zuckung gerade noch zurückhalten. Der Junge blickte zu seinem Anführer auf. Er war ganz perplex. Erst einmal weil Charmer überhaupt etwas gesagt hatte und dann auch noch ein solches Thema ansprach und dabei mit ihm sprach und nicht mit Hoax.
„Ehrlicherweise kann ich mir das nicht vorstellen“, gab Holzpuppe zurück. Er konnte sich das wirklich nicht vorstellen, aber was wusste er schon über dieses Thema? Er hatte weder darüber nachgedacht jemals Vater zu werden oder hatte ein gutes Beispiel für einen Vater in seiner Kindheit miterlebt.

„Du hast mich ja auch nie als ein Vater erlebt“, erwiderte Charmer und so nachdenklich wie er für einen Augenblick gewirkt hatte, so normal wirkte er in diesem Moment. Er hatte wieder sein typisches Lächeln auf den Lippen.
„Ich denke, dass ich für viele aus der Gruppe spreche, wenn ich behaupte das du eine Vaterfigur für uns bist“, gab Holzpuppe ehrlich zu. Er wusste, dass die meisten Mitglieder aus Yoake dies abstreiten würden, vor allem da viele ja schon Erwachsen waren und schon alleine deswegen niemals zugeben würden, dass Charmer für sie eine Vaterfigur sei. Sie würden eher behaupten, dass er ein Kumpel für sie wäre. Aber dafür war Charmer zu viel für die meisten. So etwas war nicht einfach nur ein Kumpel.

Charmer lachte sein entzückendes Lachen als er die Antwort von Holzpuppe hörte. Er schien sich selbst offenbar ganz und gar nicht in der Vaterrolle zu sehen.
„Und selbst wenn die meisten es nicht so sehen würden. Ich für meinen Teil finde, dass du eine gute Vaterfigur abgibst und du bist ein besserer Vater als meiner es jemals sein wird....“ Holzpuppe hatte plötzlich den Drang noch etwas zu sagen, zögerte aber für einen Augenblick. Sollte er das wirklich zu Charmer sagen? Er sah den Vogelmann etwas unsicher an und schlussendlich entschied er sich seine Worte mit einem leisen „Ich hab' dich lieb.“ zu untermalen.

Wieder lachte Charmer sein Lachen und tätschelte Holzpuppe über den Kopf, dabei merkte er an: „Wenn ich mit einem Sohn gesegnet worden wäre, dann hätte ich mir gewünscht, dass er auch nur ansatzweise wie du geworden wäre.“
Holzpuppes Gesicht erhellte sich bei diesem Kommentar seines Anführers. Dies hatte ihm wirklich gut getan. Endlich fühlte er akzeptiert, ohne sich immer verstellen zu müssen. Zum Dank schenkte er Charmer sogar eine Umarmung.
„Oh, für was hab ich das denn verdient?“, war Charmers Frage, aber er bekam von Holzpuppe keine Antwort. Dieser blieb einfach still und nach seiner Umarmung widmete er sich wieder schweigend seiner Kokeshi.


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Charmer hatte seine Feather nun auf eine der anderen Couchs gelegt und begonnen ihre offene Wunde zu heilen. Er kannte diese Stelle nur zu gut und während er seine Freundin heilte, versuchte er all die schlechten Erinnerungen zu verdrängen. Er wollte nicht mehr an das Vergangene denken, wenn seine Zukunft und Gegenwart doch so viel schöner waren.
Auch die Mitglieder von Yugure hatten sich um die Couch herum versammelt. Sie alle schienen in Sorge um ihre Anführerin zu sein.

„Hattest du nicht versprochen aufzupassen?“, wollte Charmer wissen. Sein Lächeln war voller Liebe als er Feather anschaute.
„Er hat mich abgelenkt“, knurrte Feahter, „außerdem ist es gar nicht so schlimm. Es wäre nicht so schlimm, wenn ich dort nicht schon diese dämliche Narbe hätte.“
„Die du dort nicht haben würdest, hättest du dich schon damals von mir behandeln lassen“, tadelte er seine Freundin, „jetzt wirst du immer diese Narbe haben. Ich bin zwar atemberaubend, aber selbst ich kann nicht alle Narben der Vergangenheit heilen.“
„Das kannst du, alleine mit deiner Anwesenheit“, flüsterte Feather und legte ihre blutige Hand an die Wange von Charmer. Diese lehnte sich gegen diese. Doch diese äußerst schöne Szene wurde plötzlich unterbrochen, da Charmer etwas an den Kopf bekam.

Automatisch fasste sich Charmer mit einer Hand an den Hinterkopf um zu kontrollieren, ob er blutete. Doch seine Hand blieb trocken und sauber. Und noch bevor Charmer sich umdrehen konnte, hatte Serendipity dies für ihn getan. Sie erblickte Hoax, welcher gerade an den Scherben kniete, die er zuvor verursacht hatte da er das Glas an die Wand geschmissen hatte. Hinter Charmer lag ein Stück von den Glasscherben. Das größte Stück um genau zu sein.
„Hoax! Was soll das denn?“, zischte Serendipity ihren Freund an. Dieser hatte wieder seinen finsteren Blick drauf und sah nur auf den Rücken von Charmer.  Hoax antwortete nicht. Im Gegenteil, sein Blick wurde nur noch finsterer als er die Stimmlage von Serendipity hörte.

„Hoax! Rede mit mir!“, verlangte Serendipity. Sie hatte sich nun auch erhoben und kaum merklich vor Charmer gestellt.
„Wieso sollte ich noch mit dir reden, wenn du ja scheinbar meinen großen Freund bevorzugst?“, fauchte Hoax seine Freundin an. Seine Formulierung ließ Serendipity an ihr erstes Treffen zurückdenken. Damals hatte sie diese Formulierung für Charmer genutzt.
„Das ist doch lächerlich...“, erwiderte Serendipity.
„Jetzt bin ich also auch noch lächerlich?“ Hoax Stimme bebte fast vor Aggressivität.

„Ich habe nicht dich als lächerlich betitelt! Aber so wie du dich benimmst...“ Serendipitys Stimme war nun kaum mehr als ein Knurren. Ihr Knurren hatte etwas kehliges.
„Wenn sich jemand von uns lächerlich benimmt, dann bist doch wohl du das, 'Liebling'.“ Man konnte förmlich die Anführungszeichen um das Wotz Liebling anhand seiner Stimme hören.
„Was meinst du?“, wollte Serendipity wissen.
„Hör auf Serendipity! Versuch nicht dich dümmer darzustellen als du bist! Glaubst du wirklich, dass mir nicht auffällt wenn du dich vor meinen Augen von meinem Anführer liebkosen lässt?“ Nun schrie Hoax. Es war undenkbar, dass jemand aus der Suite ihn nicht hören konnte. Selbst wenn die meisten Mitglieder von Yoake in ihren eigenen Zimmern waren.

„Liebkosen lassen...?“ Feather und Serendipity sagten diese Worte zeitgleich. Feather hatte sich dabei ein wenig aufrappelt, wurde jedoch sachte von Charmer wieder in die Kissen gedrückt. Er flüsterte ihr etwas leise ins Ohr. So leise, dass es niemand der Menschen hören konnte.

„Hoax... Ich habe dich nicht betrogen... ich habe mich nicht liebkosen lassen..“, versuchte Serendipty ihm zu erklären. Doch Hoax unterbrach sie mit einer Handbewegung.
„Halt die Klappe! Ich will deine Stimme nicht mehr hören! Nie wieder! Und ich möchte dich auch nie wieder sehen! Sobald der Schneesturm vorbei ist, gehen wir getrennte Wege – für immer.“ Noch immer schrie Hoax. Dann warf er die Glasscherben, die er zuvor aufgesammelt hatte, achtlos auf den Boden und verschwand in sein Zimmer. Er schloss die Türe ab.
Serendipity hatte sich zeitgleich mit ihm in Bewegung gesetzt. War jedoch von der Tür aufgehalten worden. Sie trommelte gegen die Türe.

„Hoax! Mach die Tür auf!“, verlangte Serendipity.
„Du. Sollst. Die. Klappe. Halten!“, knurrte es Serendipity nur von der anderen Seite der Türe entgegen. Diese fing nun an zu weinen. Sie trommelte weiter gegen die Türe.
„Hoax bitte... mach die Türe auf...“ Nach nur wenigen Minuten, in denen sie noch immer versucht hatte die Türe zu öffnen, schlug sie noch einmal mit ihrer ganzen Kraft gegen die Türe.
„Dann fahr doch zur Hölle!“, schrie sie gegen die Türe. Dann sackte sie vor eben dieser zu Boden. Sie zog die Beine an ihren Körper und begann bitterlich zu weinen.

Es war Feather, die zu Serendipity kam um sie zu trösten. Sie hatte sich aus dem Griff von Charmer befreit und war neben sie auf die Knie gegangen und hatte sie in die Arme gezogen. Dann küsste auch sie Serendipity aufs Haar. Serendipity fing unterdessen noch heftiger an zu weinen. Feather streichelte ihr durchs Haar und flüsterte ihr beruhigend zu.

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Die Nacht war hereingebrochen. Alle Mitglieder von Yoake und Yugure schliefen oder fast alle Mitglieder schliefen. Die beiden Anführer hatten sich bereit erklärt gemeinsam die Nachtwache für Holzpuppe zu übernehmen. Eigentlich hatte Charmer diese alleine halten wollen, doch Feather versicherte ihm, dass es ihr bereits wieder gut genug ginge um nicht die ganze Zeit herumzuliegen. Sie trug zwar einen dicken Verband um ihren gesamten Oberkörper, aber die Bewegungen, die davon nicht eingeschränkt waren, gingen bei ihr auch schon wieder ohne Schmerzen. Sie war nun einmal nicht so zerbrechlich wie die Menschen.

Nun saßen also die beiden Anführer nebeneinander auf dem Boden vor der Couch und hüteten Holzpuppe. Sie saßen nicht direkt beieinander, hatten ein wenig Platz zwischen sich und doch berührten sich ihre Hände. Das Paar hatte ihre Finger ineinander verschränkt, wenn auch nur ganz unauffällig.
„Es ist nett von deinen Jungs, dass sie die Hälfte ihrer Zimmer für uns aufgegeben haben.“ Feather brach das Schweigen zwischen dem Paar.
„Wir sind vielleicht Killer, aber dennoch sind wir Gentleman“, erwiderte Charmer mit seinem typischen Lächeln und dieses brachte sogar Feather kurz zum schmunzeln. Jedoch erwiderte sie wieder nichts und das Paar saß wieder schweigend da. Zwischenzeitlich kümmerte sich Feather darum, dass Holzpuppe sich im Schlaf nicht aufdeckte und Charmer streichelte dem Jungen seine Haare aus dem Gesicht.

„Erinnert dich das alles auch daran, wenn Ahri mal krank war?“ Wieder brach Feather das Schweigen. Charmer seufzte. Er hatte diesen Gedanken auch schon die ganze Zeit gehabt, sich aber nicht getraut ihn auszusprechen. Er wusste schließlich nicht wie seine Geliebte auf die Erinnerungen reagierte.
„Natürlich erinnert es mich auch daran.“ Charmer sah zu Feather, welche das unschuldige Gesicht von Holzpuppe betrachtete und in diesem Moment wirkte Feather so sanft, wie ihr Name eigentlich vermuten ließ.
„Wieso hast du dich vorhin Deidara entgegengestellt?“, wollte Charmer wissen.
„Ich hatte noch eine Rechnung mit ihm offen und außerdem... kann ich Kinder nicht sterben sehen. Er ist doch noch fast ein Kind. Seine Zeit ist noch nicht gekommen. Er war nicht bereit in einem Schneesturm gegen Deidara zu kämpfen“, erklärte Feather. Sie sah nicht auf.

Charmer konnte seinen Blick nicht von Feather lassen. Es war schließlich auch das erste Mal seit Jahrhunderten, dass er ihr so nah war. Ohne das sie irgendetwas taten.
„Kaum zu glauben, dass es bereits 392 Jahre her ist...“ Als Charmer dies sagte, wandte Feather endlich ihren Blick zu ihm. „Du hast die Jahre gezählt?“
„Nicht nur das, ich habe die Sekunden gezählt. Bis ich dich endlich wieder gesehen habe in dieser ekelhaften, stinkenden Kneipe. Danach habe ich von vorn begonnen, bis ich dich wiedersehen durfte.“

Feathers Blick hatte plötzlich etwas liebevolles, jedoch wurde ihr Blick wieder neutraler – wenn auch nicht vollkommen – als die beiden Vogelmenschen ein leichtes Poltern hörten. Beide wandten den Kopf zum Ursprung des Geräusches und erblickten die blonde Angel, welche im halbdunklen stand.
„Hattest du wieder einen Albtraum?“, wollte Feather von Angel wissen und schon während dieser Frage winkte sie Angel zu sich. Diese kam mit tapsigen Schritten auf sie zu. Dort fielen dem Paar auch schon die zwei Puppen auf, die Angel in ihren Armen hielt. Doch keiner von ihnen sagte etwas. Feather bot Angel den Platz auf ihrem Schoß an und nachdem Angel Charmer für einen Augenblick einen skeptischen Blick zugeworfen hatte, setzte sie sich dann doch auf Feathers Schoß.

„Was hast du denn da für Puppen?“, wollte Feather nach einer Weile wissen. Sie war sich zwar schon ziemlich sicher, dass sie erkannt hatte was für Puppen Angel dort hatte, aber Angel sollte sich selbst erklären dürfen.
„Ich habe für...“ Angel sah Charmer für einen Augenblick unsicher an. „...Mister Charmer diese Puppe gemacht. Als Dankeschön, dafür das er mich gerettet hat. Ich dachte... vielleicht vermisst er dich ja manchmal und damit er das nicht muss, habe ich ihm eine Puppe genäht. Aber dann dachte ich, dass die Feather-Puppe ja nicht allein sein will und aus diesem Grund habe ich dann noch eine Charmer-Puppe gemacht.“
Als Angel die Absicht erklärte, wieso sie die Puppen genäht hatte, wirkte ihre Stimme absolut kalt und desinteressiert. Jedoch konnte man anhand der Art und Weise, wie sie mit den beiden Puppen die ganze Zeit 'spielte' erkennen, dass sie nervös war. Außerdem sprach sie unheimlich leise.

Feather und Charmer sahen sich bei der Erklärung von Angel nicht an, erst als sie ausgesprochen hatte wandten sie ihre Blicke zueinander. Charmer hatte ein Lächeln auf den Lippen, welches ein wenig danach aussah als wäre er gerührt. Natürlich hatte er in seinem Leben schon viele Geschenke bekommen, aber dieses hier rührte ihn tatsächlich.
„Das ist wirklich sehr nett von dir, ich danke dir.“ Charmer musste sich räuspern, da seine Stimme ihm ein wenig versagte vor Rührung. Er nahm die Puppe entgegen, als Angel sie ihm hinhielt und dabei zur Seite schaute.
„Danke dir, Angel.“ Auch Feather nahm nun ihre Puppe entgegen. Sie betrachtete die Puppe und witzelte: „Fast schöner als das Original.“

„Miella...?“ Charmers Stimme hatte nun wieder seinen warmen, klaren Klang. Schlagartig war das Kratzen der Rührung aus seiner Stimme verschwunden.
„Mieli?“ Charmer bekam Gänsehaut als sie ihn mit ihrer Version von 'Liebster' ansprach. Er atmete einmal tief durch, ehe er seine Frage stellte:
„Heiratest du mich heute?“
Feather lachte leise und gab ihm die Antwort, die er schon sein Leben lang von ihr bekam: „Frag mich morgen wieder.“
„Tu ich doch immer...“

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„Mir gefällt es nicht wie mächtig sie werden und was sie mit ihrer Macht anstellen. Sie müssten wissen, dass sie diese Macht nicht für das Böse verwenden sollten...“ Eine Frauenstimme, die noch relativ jung klang, sagte diese Worte besorgt. Die Frauenstimme stand mit drei weiteren Gestalten um eine Art Glaskugel.
„Keine Sorge. Wir haben doch noch ein paar Trumpfkarten“, versicherte eine Männerstimme. Der Mann, welcher dazu gehörte, legte beruhigend seine Hände auf die Schultern der Frau und lächelte sie über diese hinweg an.
„Vier um genau zu sein“, betonte eine weitere Männerstimme. Seine Stimme klang so fremdartig und ganz anders als die erste Männerstimme. Wenn die Tiefen der Galaxie sprechen könnte, dann würde sie vermutlich die Stimme haben wie dieser Mann.
„Können wir sie nicht einfach zu Sternenstaub zerfallen lassen?“ Eine zweite Frauenstimme mischte sich ein. Sie klang älter und genervter als die erste Frauenstimme. Sie hatte etwas kratziges und irgendwie auch aggressives.

„Das würden wir nie tun!“, ermahnte die erste Frauenstimme sie nun.
„Außer sie lassen uns keine Wahl, richtig?“, hakte die zweite Frauenstimme nun noch einmal nach. Sie wusste die Antwort, aber sie wollte sie unbedingt noch einmal hören.
Die erste Frauenstimme seufzte, ehe sie bestätigte: „Richtig... Aber wir werden erst alle anderen Dinge ausprobieren. Und keine Manipulation, verstanden?“
„Natürlich, Ma'am“, erwiderte nun die zweite Männerstimme. Er wusste ganz genau, dass er ebenfalls angesprochen worden war und dies brachte ihn dazu sein verbliebenes Auge zu verdrehen.
„Was schlägst du vor? Wie wollen wir sie wieder auf den rechten Pfad bringen?“, wollte nun die erste Männerstimme wissen.

„Oh! Oh! Oh! Ich hab eine Idee!“ Die zweite Frauenstimme meldete sich erneut.
„Hat es etwas mit Explosionen zu tun...?“, wollte die erste Männerstimme wissen. Die Besitzerin der zweiten Frauenstimme schüttelte den Kopf.
„Nein, ich darf ja nichts in die Luft jagen. Aber wie wäre es, wenn wir einen alten Bekannten ins Rennen schicken? Das würde zumindest mal die Gruppen wieder aufspalten und damit wären sie nicht mehr so mächtig?“ Die zweite Frauenstimme klang zwar immer noch kratzig, aber das Genervte hatte sie abgelegt.
„An was genau denkst du dabei...?“, wollte die erste Frauenstimme wissen. Sie klang skeptisch. Woraufhin nun die zweite Frauenstimme ihren Plan erklärte.
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