I Love You - Today

von hime11
GeschichteDrama, Romanze / P16
16.02.2019
16.03.2019
4
16433
3
Alle
9 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
 
Hii^^


Hier auch schon das neue Kapitel für euch, in dem es mit dem Schulfest weitergeht :)


Vielen Dank natürlich für die lieben Reviews <3


Sooo... Nun viel Spaß bei Kapitel 4 !!!






-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------





4. Feuerwerk mit Hindernissen



Suchend schaute sich Kagome um, lief durch die Flure der Schule, die inzwischen schon deutlich leerer geworden waren. Die gesuchte Person hatte sie aber bisher nicht finden können, lief daher zwischen den Schließfächern entlang, trat hinaus auf den Schulhof. Auch auf diesem guckte sie sich um, entdeckte aber lediglich einige ihrer Mitschüler, die ihre eigenen Stände schlossen, gemeinsam quatschten, oder auf das Feuerwerk warteten.
Kagome weitete ihre Augen, als ihr genau dieses soeben wieder einfiel. Glücklicherweise hatte sie ihre gelbe Tasche bei sich, kramte kurz nach ihrem Handy, um nach der Uhrzeit zu schauen. Es war nicht mehr viel Zeit, das Feuerwerk würde in 10 Minuten anfangen. Doch sie musste vorher noch etwas Dringendes erledigen, sie hatte etwas mit einer ganz bestimmten Person zu klären und wollte dies auch nicht weiter aufschieben. Das Handy steckte sie daher wieder ein und lief schnellen Schrittes um das Schulgebäude herum, auch wenn es sich durch den Yukata seltsam anfühlte so flink zu laufen, da ihre Beinfreiheit doch etwas eingeschränkt war.
Sie hoffte einfach nun fündig zu werden, denn ihr fielen keine anderen Orte mehr ein, wo sie suchen könnte. Die kleinen Bankgruppen, die oftmals von Bäumen überschattet waren und neben dem Schulgebäude aufgestellt wurden, waren im Moment ihre letzte Chance. Sie waren ruhig und vom Gedränge abgelegen, weshalb sie sich vorstellen konnte, die gesuchte Person dort zu finden. Und zum Glück behielt Kagome mit ihrer Annahme recht.
„Kikyou.“ erhob sie ihre Stimme und lief auf ihre Mitschülerin zu, die soeben ihre Tasche auf einer Bank abgestellt hatte und etwas darin zu suchen schien. Sofort wandte sie sich zu Kagome nachdem sie ihren Namen gehört hatte, schaute sie doch verwundert an.
„Kagome.“ antwortete sie einfach und verschränkte die Arme vor der Brust, die wie bei allen vom Kellnercafé, von einer weißen Bluse und einer schwarzen Weste bedeckt war, auch wenn sie sich zusätzlich noch einen dunkelroten Mantel über die Schultern gelegt hatte. Kikyou schien wirklich überrascht zu sein, dass Kagome sie gesucht hatte. Verständlich, normalerweise ging sie ihrer Mitschülerin aus dem Weg, aber genug war genug! „Was verschafft mir die Ehre?“ wollte sie noch herablassend wie eh und je wissen, was Kagome noch wütender machte, als sie sowieso schon war.
„Ich denke, das weißt du ganz genau!“ erwiderte die Schwarzhaarige daher energisch. „Ich weiß, dass du mich vorhin im Klassencafé nur provozieren wolltest, so wie du es immer machst. Und ich habe langsam wirklich genug von diesem Mist! Kannst du es nicht endlich sein lassen? Kannst du es immer noch nicht akzeptieren, für wen Inu Yashas Herz schlägt?“ Kagome verstand einfach nicht, wieso die Schwarzhaarige einfach nicht locker lassen konnte. Mit Herzschmerz hatte das ihrer Meinung nach nichts mehr zutun, sondern nur noch mit reiner Boshaftigkeit… und die Schwarzhaarige spürte, wie sie das langsam aber sicher kaputt machte. Sie wollte diesen negativen Gefühle einfach nicht mehr fühlen, die Kikyou mit ihren Aktionen jedes Mal auslöste… und aus dem Grund, hatte sie sich dazu entschlossen die Gleichalte hier und jetzt zur Rede zu stellen!
„Du willst also, dass ich dich und Inu Yasha ein für alle Mal in Ruhe lasse?“ kam es von ihrer Gegenüber und Kagome wunderte sich wirklich, was diese Frage sollte. War das nicht mehr als nur klar, musste sie das denn wirklich noch aussprechen? „Ich finde diesen Wunsch ganz schön anmaßend von dir. Ich meine, du bist doch ehrlichgesagt keinen Deut besser als ich.“
„Ich verstehe nicht, wie du das meinst.“ antwortete Kagome sogleich verwundert auf Kikyous Aussage. Was hatte sie denn bitte getan, was Kikyou zu so einer Aussage bringen könnte?
„Dann erkläre ich es dir.“ erwiderte die Schwarzhaarige mit einem süffisanten Gesichtsausdruck, den sie schon immer als unangenehm empfunden hatte. „Obwohl du mich kein bisschen leiden kannst und dir wünschst, dass ich aus deinem und aus Inu Yashas Leben verschwinde, bist gleichzeitig auch du diejenige, die immer wieder zu mir kommt, die mich in der ganzen Schule sucht und mich zur Rede stellt. Anstatt mich einfach zu ignorieren, sorgst du immer wieder dafür, dass wir miteinander reden, suchst die Konfrontation mit mir, obwohl du mich so wenig leiden kannst und mich auch immer noch als potenzielle Gefahr für deine Beziehung ansiehst… Und weißt du, wieso du genau das machst?“ Kikyou war etwas auf sie zu gekommen, Kagome wich unweigerlich etwas zurück, nicht fähig dazu etwas auf ihre Worte zu erwidern. „Weil du nicht mit mir, aber auch nicht ohne mich kannst. Weil du dich bedroht fühlst, weil du Angst vor mir hast… weil ich nun mal genau die gleichen Vorteile besitze wie du. Und genau davor hast du so große Angst, schaffst es nicht mich vollkommen zu ignorieren. Du willst mich eigentlich weit von dir wissen, doch stattdessen suchst du immer wieder meine Nähe, weil du mit der stetigen Angst lebst, dass ich meine Kräfte einsetze, etwas in der Vergangenheit verändere und dadurch vielleicht auch Inu Yasha für mich zurückgewinnen kann… Ist es nicht so, Kagome?“
Die Schwarzhaarige antwortete nicht auf die Worte ihrer Mitschülerin. Wütend hatte sie die Hände zur Faust geballt, spürte wie ihr Herz unregelmäßig in ihrer Brust schlug… weil Kikyou genau ins Schwarze getroffen hatte mit ihren Worten. Ja, sie hatte wirklich Angst davor, dass auch Kikyou von ihren Kräften Gebrauch machte. Sie konnte nicht klar denken, seitdem sie von ihrem Geheimnis wusste, fühlte sich angreifbarer denn je. Denn den Vorteil den sie auf ihrer Seite gewusst hatte, war auch ein Vorteil den ihre Rivalin besaß… und sie war sich ganz sicher, dass Kikyou nur den richtigen Moment abwartete, um diesen schlussendlich auch einzusetzen.
„Oh Mann, du bist echt ein hoffnungsloser Fall, eigentlich hast du ihn gar nicht verdient...“ murmelte Kikyou nun zwischen zusammengebissenen Zähnen… als sie plötzlich nach vorne schnellte und Kagomes Tasche umfasste, ohne dass sie es verhindern konnte. Die Schwarzhaarige zerrte am gelben Stoff um sie wieder zurückzuerobern, doch Kikyou hatte schnell das Gesuchte gefunden und hielt das lederne Tagebuch fast wie eine Trophäe in ihrer Hand.
„Gib es mir wieder!“ rief Kagome wütend, erbost über die dreiste Aktion ihrer Mitschülerin, von der sie nicht einmal genau wusste, was Kikyou damit eigentlich bezwecken wollte.
„Jaja, ich hab nicht vor es zu stehlen.“ erwiderte die 17-Jährige und holte einen Kugelschreiber aus ihrer Weste, klappte das Buch auf und schrieb blitzschnell ein paar Worte hinein. Ruckartig riss die Schwarzhaarige ihr das lederne Büchlein wieder aus der Hand, presste es an ihren Yukata, während man im Hintergrund das erste Knallen des Feuerwerks hören konnte, dass wohl soeben begonnen hatte. „Und ich will dich vor allem nicht enttäuschen. Wenn du dir so sicher bist, dass ich meine Kräfte einsetze, ist es vielleicht nun wirklich an der Zeit dies auch zu machen.“
Bevor Kagome überhaupt verstanden hatte was Kikyou da eben gesagt hatte, hatte die 17-Jährige bereits ihr Juwel unter ihrer Bluse hervorgeholt, welches sie ebenfalls an einer Kette trug. Kagome weitete ihre Augen und wollte etwas erwidern, als sie auch schon im hellen Licht eingehüllt war, dass alles um sie herum verschlang…


~*~*~*~


„So, fast fertig.“ sagte ihre Mutter, nachdem sie noch etwas an ihr herumgezupft hatte.
Heute würde das Schulfest stattfinden, welches unter Motto eines typischen japanischen Straßenfestes stand. Gerade jetzt wo der Winter über das Land fegte, wollten sie etwas fröhliches in die trübe Jahreszeit bringen. Aus dem Grund wurden die Mädchen, die wie sie an den Ständen im Außenbereich arbeiteten, darum gebeten einen Yukata zu tragen, um so den Besuchern einfach noch mehr den Eindruck eines Straßenfestes zu vermitteln.
„Kannst du mir noch die Blume in die Haare stecken?“ bat die 17-Jährige und hielt die rote Azalee dabei in der Hand, die sie auf einer einfachen Haarspange befestigt hatten. Sie besaß die gleiche Farbe wie das breite Band, dass ihren Yukata zusammenhielt und um ihre Taille gewickelt war. Es hob sich deutlich vom blassgrünen Untergrund ab, in dem der Yukata gehalten war. In Dunkelgrün und Silber waren am Saum und an ihren Ärmeln Blumen und Vögel gestickt worden, die im Licht leicht glänzten.
„Natürlich.“ antwortete die kurzhaarige Frau und nahm einen schmalen Teil der schwarzen Haare auf der linken Seite zusammen, steckte die Haarsträhnen durch die Blumenhaarspange etwas nach hinten, sodass sie ihr nicht mehr über die Schulter fielen. Das Rot der Blume hob sich leuchtend vom schwarzen Untergrund ab und bildete einen schönen Kontrast. „Perfekt.“ kam es leise von ihrer Mutter, nachdem sie noch einmal die Ponyfransen gerichtet hatte und ihr durch die langen Wellen gefahren war, die ihr auf der rechten Seite auch über die Schulter fielen.
„Das hoffe ich doch.“ erwiderte die 17-Jährige schmunzelnd, meinte diese Aussage aber auch ernst. Es war Ewigkeiten her, dass sie sich in einem Yukata zurechtgemacht hatte und sie war auf jeden Fall aufgeregt, wenn sie daran dachte, dass sie Inu Yasha in diesem Aufzug gegenüberstehen würde. Würde er es ebenso perfekt finden wie ihre Mutter?
„Du solltest langsam losmachen, nicht dass du noch zu spät kommst.“ Ihre Mutter hatte einen Blick auf die Uhr im Wohnzimmer geworfen, die anzeigte dass sie sich wirklich beeilen musste. Schließlich musste auch noch einiges vorbereitet werden, bevor das Fest anfing. „Ich wünsche dir viel Spaß!“ fügte ihre Mutter noch hinzu und umarmte ihre Tochter liebevoll. Leider würde sie aufgrund ihrer Arbeit heute nicht kommen können.
„Danke!“ kam es aufgeregt von Kagome, während sie ihre gelbe Tasche schnappte und in die braunen Sandalen schlüpfte, die man typischerweise zu einem Yukata trug. Sie rief noch eine Verabschiedung ins Wohnzimmer und verließ dann voller Vorfreude das gemütliche Einfamilienhaus.

Schnell schnitt Kagome eine Orange in zwei Teile, nachdem ihr Sango die Bestellung gesagt hatte. Diese tat sie zusammen zum anderen Obst in die Presse, die sich die Schule für den heutigen Tag geliehen hatte. Der orangene Saft, der eine wunderbare Zitrusnote von sich gab, floss in den Becher, bevor die Schwarzhaarige noch einen Strohhalm hineinsteckte und ihn Sango gab.
Das Schulfest war in vollem Gange und es herrschte bei allen Ständen viel Andrang. Es war stressig, machte gleichzeitig aber auch großen Spaß.
„Wir haben nur noch fünf Becher.“ fiel der Schwarzhaarigen auf, nachdem sie sich an den nächsten Saft machen wollte. Anscheinend hatten sie die Besucherzahl echt unterschätzt, schließlich würde es noch einige Stunden dauern, bis sie den Stand schließen würden, um das Fest noch im Privaten etwas zu genießen. „Ich glaube in der Abstellkammer haben wir noch einen weiteren Karton. Wenn du das hier kurz alleine schaffst, würde ich ihn schnell holen.“ meinte die 17-Jährige nach einigen Sekunden. Sie war sich sicher, dass sie gestern noch einige Rationen für den Notfall dort gelagert hatten.
„Ja, geh ruhig, ich pack das schon alleine.“ erwiderte ihre Freundin, während sie einen der schon vorbereiteten Säfte einem Kind gab und das Geld von dessen Mutter in die kleine Kassette einsortierte.
Kagome wischte sich ihre Hände daher an einem Tuch ab, waren sie doch etwas klebrig vom Saft der Früchte. Dieses legte sie dann neben ihre Tasche, die sie auf einem Stuhl abgestellt hatte… und hielt inne. Ihr Herz schlug plötzlich etwas schneller, eben war noch alles normal gewesen, aber nun hatte die Schwarzhaarige ein ganz seltsames Gefühl. Sie wusste nicht woher es rührte, aber es war eindeutig da.
Ihre Hände waren ganz kalt geworden und ihr Kopf begann zu schmerzen. Sie hielt sich die kühle Hand an die Stirn, fühlte sich auf einmal ganz benebelt… Nein, eher so als hätte sie einen Nebelschleier in ihrem Kopf, der etwas versuchte zu verschleiern.
Aus einem Affekt öffnete Kagome ihre Tasche und griff gezielt nach ihrem Tagebuch, in das sie heute vor Aufregung noch gar nicht geschaut hatte. Sie wusste nicht wieso sie es jetzt unbedingt aufschlagen musste, es war wie ein Drang, eine innere Stimme die ihr zuflüsterte, dass sie nun in das Buch hineinschauen musste. Zittrig schlug sie es auf, blätterte zum letzten Eintrag… und weitete ihre Augen. Auch ohne zu lesen was dort geschrieben stand bemerkte sie, dass sie diese Worte nicht geschrieben hatte. Es war nicht ihre Schrift und dennoch kam sie ihr irgendwie bekannt vor. Doch das wirklich Schockierende war der Inhalt der Worte, die auf dem hellen Papier geschrieben standen:

Hör doch auf deine Zeit mit Sorgen und mir zu verschwenden!
Also mach es beim nächsten Mal richtig, schau dir zusammen mit Inu Yasha das Feuerwerk an,
ich gebe dir eine neue Chance und das wird nicht nochmal passieren, also mach gefälligst etwas daraus!


Mit angehaltenem Atem ließ Kagome das Buch wieder sinken, spürte wie die Kopfschmerzen langsam verschwanden und sich auch der Nebel verzog. Als wäre ein kräftiger Windstoß gekommen, begann sie sich an alles zu erinnern… daran dass sie das Schulfest ja eigentlich gestern schon erlebt hatte und auch daran, dass Kikyou diese Worte geschrieben hatte, bevor sie das Juwel einsetzte.
Kikyou hatte ihr also wirklich eine neue Chance gegeben, hatte die Zeit zurückgedreht und ihr diesen Rat in das Buch geschrieben. Anscheinend konnte sich selbst ein Besitzer des Juwels nur dann an den Zeitsprung erinnern, wenn er ihn selber ausgelöst hatte. Zum Glück war ihr Tagebuch dank des Juwels zu einem Gegenstand gemacht worden, der nicht vom Zauber der Zeit beeinflusst war. Und auch wenn sie keine Ahnung hatte, weshalb Kikyou dass für sie getan hatte, so wollte sie diese Chance wirklich nicht einfach verstreichen lassen. Kikyou hatte, ausnahmsweise, wirklich Recht. Sie sollte aufhören sich vollkommen verrückt zu machen, ihre Gedanken nur an sie zu verschwenden. Ihre Gedanken sollten nur Inu Yasha gehören und auch ihre Zeit sollte sie mit ihm verbringen, anstatt Kikyou hinterherzujagen und sie zu konfrontieren.
Da traf es sich gut, dass sie soeben ja eh ins Schulhaus musste. Aus dem Grund verließ sie eilig ihren Stand und das gewiss nicht nur, weil sie neue Becher holen wollte.


Vorsichtig balancierte Inu Yasha die Getränke auf seinem Tablett und brachte sie zu den Gästen. Es war schon ein komisches Gefühl mit gut gefülltem Tablett durch das eigentliche Klassenzimmer zu laufen, schließlich war er kein gelernter Kellner oder jemand, der dies besonders oft machte. Daher hatte er auch schon den ein oder anderen Fleck auf der Schürze die um seine Hüfte gebunden war, aber immerhin hatte noch keiner der Gäste etwas abbekommen und das war die Hauptsache.
Nachdem er alles zu den richtigen Tischen gebracht hatte, lief er zum kleinen Küchenbereich, in dem sie die Getränke zubereiteten und die paar Kuchensorten auf die Teller verteilten, die angeboten wurden.
„Ich bräuchte noch zwei Blaubeer-Muffins und zweimal Cappuccino.“ bestellte der Hellhaarige bei den Mädchen, die sich um das Zubereiten kümmerten. Er wartete derweil ab und lugte dabei zu seiner schwarzhaarigen Mitschülerin, die soeben die zwei Muffins auf zwei Teller verteilte. Zunächst hatte es ihn geärgert dass er zusammen mit Kikyou eingeteilt worden war. Er hatte fest damit gerechnet, dass sie ihn wieder irgendwie belästigen würde… aber das Gegenteil war der Fall. Kikyou ignorierte ihn weitestgehend, sprach nur ein Wort mit ihm, wenn es etwas mit den Kuchen, oder Getränken zutun hatte. Darüber war er auch echt froh, konnte auf den Stress getrost verzichten, den er sonst immer mit ihr hatte.
„Ein Cappuccino ist schon fertig, der andere kommt gleich wenn das Wasser kocht.“ erklärte ihm eine seiner Mitschülerinnen und stellte die erste Tasse schon einmal auf sein Tablett. Da musste er wohl noch ein paar Minuten warten, bis es weitergehen konnte.
So lehnte er sich einfach an das Fensterbrett in seinem Rücken und schaute aus dem Klassenzimmer, sah dabei zu wie einige Gäste durch die Flure liefen, darunter auch eine ihm bekannte Person. Kagome tauchte im Türrahmen auf, wahrscheinlich war sie in der Abstellkammer etwas für ihren Stand holen. Sie winkte ihm kurz zu, wollte ihn scheinbar nicht in seiner Arbeit stören. Anschließend hob sie ihre Hand in der sie ihr Handy hielt und zeigte kurz darauf. Sofort kramte Inu Yasha in seiner Hosentasche nach seinem Smartphone, dass er lautlos gestellt hatte, um sich nicht abzulenken. Doch gerade hatte er ja eh ein paar Minuten Zeit und schaute auf das Display, welches ihm anzeigte, dass Kagome ihm eine Nachricht geschrieben hatte.

Hey,
wollen wir uns schon etwas eher treffen und noch zusammen essen,
bevor das Feuerwerk losgeht?
Mit Sango und Miroku hab ich das schon abgeklärt,
er würde uns beim Zusammenräumen helfen und Sango geht dann sowieso zum Schulfest ihres Bruders.
Wäre schön, wenn wir so noch etwas Zeit zusammen verbringen könnten.


Er schaute auf, nachdem er die Nachricht gelesen hatte. Kagome war aber schon verschwunden, hatte anscheinend selber einiges zutun. Aus dem Grund entschied er sich dazu die Antwort einfach zu tippen, so wie sie es auch gemacht hatte.

Gerne, ich fände es auch toll, wenn wir noch etwas Zeit zusammen hätten.
Ich warte dann einfach beim Schuleingang auf dich, wenn ich im Café fertig bin.


Die Nachricht schickte er ab und das Handy wanderte zurück in seine Hosentasche. Er hatte absolut nichts dagegen, dass sie sich schon eher treffen würden. Er hatte sich ja eh etwas für seine Freundin überlegt, da bot es sich an, wenn sie vor dem Feuerwerk noch etwas Zeit hatten und nicht hetzen mussten.
„Inu Yasha, weiter geht’s, der zweite Cappuccino ist auch fertig.“ hörte er aus dem Küchenbereich und schreckte aus seinen Gedanken hoch.
„Ich komm ja schon.“ kam es schmunzelnd von ihm, bevor er das Tablett in die Hand nahm und sich weiter an die Arbeit machte.

„Hey, entschuldige dass du warten musstest!“
Inu Yasha horchte auf, als er die Stimme seiner Freundin hinter sich vernahm. Wie vereinbart hatte er am Schuleingang gewartet, bis sie alles erledigt hatte.
„Nicht so schlimm, ich bin auch erst vor wenigen Minuten geko…“ Er hatte sich zu ihr umgedreht, während er das gesagt hatte und die restlichen Worte blieben ihm förmlich im Hals stecken, als er seine Freundin erblickt hatte. Natürlich hatte er gewusst, dass die Mädchen an den Ständen Yukatas tragen sollten und vorhin hatte er sie auch von Weitem gesehen… aber eben nur von Weitem. Seine Freundin nun in ihrem hübschen blassgrünen Yukata vor sich stehen zu sehen, mit den leicht gelockten Haaren und der leuchtenden Blume in ihrem Haar, verschlugen ihm die Sprache. Durch die Kälte waren ihre Wangen leicht gerötet, die braunen Augen funkelten förmlich, scheinbar hatte auch ihr der Tag großen Spaß gemacht. In seinen Augen sah sie wirklich umwerfend aus und er freute sich riesig darauf, den restlichen Festtag mit diesem hübschen Mädchen an seiner Seite verbringen zu können.
„Alles okay? Wieso hast du nicht zu Ende geredet?“ holte ihn die Schwarzhaarige aus seinen schwärmerischen Gedanken und schaute ihn verwirrt an.
„Ja, mehr als nur okay.“ antwortete der 17-Jährige, kratzte sich dann am Hinterkopf. „Du siehst wirklich sehr hübsch in deinem Yukata aus, deswegen war ich etwas perplex.“ fügte er leise hinzu, sodass sich Kagomes Wangen noch etwas rosiger färbten, was garantiert nichts mit dem kalten Wind zutun hatte, der ihnen um die Ohren pfiff. Ein Wunder dass sie in ihrem Yukata nicht fror.
„D-Danke… Ich hab gehofft, dass er dir gefällt.“ gab die Schülerin dann etwas schüchtern zu. Er fand es irgendwie niedlich, dass sie immer noch so verlegen wurde, wenn er ihr ein Kompliment machte, obwohl sie nun schon ein paar Monate zusammen waren. „Wollen wir uns etwas zu Essen besorgen und dann einen Platz suchen, wo wir das Feuerwerk gut sehen können?“ versuchte sich Kagome anscheinend wieder etwas zu fangen.
„Gerne. Kommt Miroku auch noch? Dass Sango schon weg ist, hast du ja vorhin schon geschrieben.“ wollte Inu Yasha noch wissen, während sie sich in Bewegung setzten. Er konnte sich vorstellen, dass Kagome auch noch gerne etwas Zeit mit ihrem Kumpel verbringen wollte und auch Inu Yasha hatte Miroku und Sango inzwischen wirklich gern und war ebenfalls mit ihnen befreundet.
„Nein, er ist mit einem Freund in die Mensa gegangen, mit den Worten, dass er ja nicht das fünfte Rad am Wagen sein will.“ kam es schmunzelnd von Kagome und Inu Yasha war überrascht, dass sogar Miroku so etwas wie Taktgefühl zu besitzen schien. „Wollen wir uns was vom kleinen Buffetstand holen?“ schlug die 17-Jährige dann vor. Da ja alle Buden geschlossen waren, damit jeder das Feuerwerk anschauen konnte, war ein Buffettisch aufgebaut worden, auf dem alle Stände das aufgetischt hatten, was sie heute nicht verkauft hatten. Jeder Schüler konnte sich von diesem etwas wegnehmen und auch das Paar ließ die Augen über die verschiedenen Leckerbissen wandern, nachdem sie angekommen waren.
Auf jeden Fall waren sie nicht die einzigen, die es nun in der Dämmerung auf den Hof gezogen hatte. Fast alle Schüler hatten sich inzwischen dort versammelt, schnappten sich etwas zu Essen und suchten sich einen guten Ort, von dem man das Feuerwerk gut sehen konnte. Es war ein ziemliches Gedränge und sie mussten aufpassen, dass sie ihre Takoyaki nicht herunterwarfen, nachdem sie sich ihr Essen genommen hatten.
„Es ist echt ganz schön voll, ich hoffe wir finden noch einen guten Platz um das Feuerwerk zu sehen.“ meinte seine Freundin und er wusste wie sehr sie sich auf das Spektakel freute. Die meisten guten Plätze waren wahrscheinlich schon weg… aber Inu Yasha hatte ja eh nicht geplant, dass sie das Feuerwerk wie die anderen vom Hof aus betrachteten.
„Ich kenne einen tollen Platz und dort wird es garantiert nicht so voll sein.“ antwortete der Hellhaarige daher und warf den kleinen Pappteller in einen Mülleimer, nachdem er aufgegessen hatte.
„Und was soll das für ein Platz sein?“ kam es mit deutlichem Zweifel in der Stimme von Kagome.
„Das wirst du gleich sehen.“ entgegnete der 17-Jährige aber nur geheimnisvoll. Er nahm die Hand seiner Freundin und zog sie durch die Menge Richtung Schulgebäude, schließlich wollten sie den Beginn des Feuerwerks unter keinen Umständen verpassen.

Quietschend öffnete sich die dicke Metallltür, die Inu Yasha soeben aufschob und damit den Blick auf das Dach der Schule preisgab, dass wie erwartet vollkommen leer war… wenn man mal von ihm und Kagome absah.
„Wie versprochen, hier ist niemand anderes.“ sagte der Hellhaarige und hielt seiner Freundin die schwere Tür auf, die wohl nur sehr selten benutzt wurde, um auf das flache Dach der Schule zu gelangen, dass ringsherum mit einem brusthohen Geländer abgesichert war.
„Könnte daran liegen, dass man hier eigentlich nicht hoch darf.“ murmelte die Schwarzhaarige und beäugte den Ort doch eher misstrauisch.
„Keine Sorge, es ist dunkel und unten im Getümmel wird man uns nicht vermissen. Der Ausblick wird es wert sein.“ erwiderte der 17-Jährige zuversichtlich und schloss die Tür wieder. Auch auf ihrem Weg nach oben war ihnen im Treppenhaus niemand begegnet und wenn es niemand wusste, konnten sie auch keinen Ärger bekommen.
„Das hoffe ich doch, hier oben ist es nämlich nochmal um einiges kälter.“ kam es von Kagome, die sich ihre Arme rieb, die natürlich nur vom dünnen Yukata-Stoff bedeckt waren. Sie hatte sich an das Geländer gestellt und den Blick auf den dunklen Himmel gerichtet, an dem schon vereinzelt Sterne glitzerten. Das Feuerwerk würde wohl jeden Moment losgehen.
Inu Yasha lief zu seiner Freundin und zog im Gehen seine warme Winterjacke aus, die er sich über Hemd und Weste gezogen hatte. Vorsichtig legte er ihr die warme Jacke um die schmalen Schultern, stellte sich neben sie und legte eine Hand auf die kühle Brüstung.
„Besser?“ wollte er noch wissen, während sie sich etwas in die Jacke einkuschelte.
„Fast.“ kam es von ihr, bevor sie sich etwas an ihn lehnte und versuchte die Jacke auch etwas über ihn zu legen. Dagegen hatte er auch nichts, fror selber ein bisschen, auch wenn er das niemals zugeben würde. Er legte ihr unter der Jacke einen Arm um die Schultern, drückte sie an sich, während die Winterjacke beiden ein wenig mehr Wärme bot.
Doch die Kälte war vollends vergessen, als das erste Pfeifen ertönte und eine Rakete zum Firmament hinaufschoss. Das Glitzern des Feuerwerks vermischte sich mit dem Funkeln der Sterne, welches sich in ihren Augen wiederspiegelte. Immer mehr Raketen schossen zum Himmel, erhellten die Nacht und fingen ihre Blicke mit der besonderen Magie dieses Spektakels ein, dass sich wirklich niemand entgehen lassen sollte.
„Du hast recht.“ sagte Kagome leise, aber auch etwas ehrfürchtig. „Von hier aus hat man wohl wirklich den besten Blick.“ fügte sie freudig hinzu und schien ganz verzaubert zu sein. Inu Yasha lugte zu ihr, sah das Lächeln und das Funkeln in ihren schokoladenbraunen Augen.
„Ich bin wirklich froh...“ kam es nun von Inu Yasha und aufgrund seiner Worte, blickte die Schwarzhaarige zu ihm. „Ich bin froh, diesen Moment mit dir zusammen erleben zu dürfen.“
„Ich auch, ich bin auch sehr froh.“ erwiderte sie leise, sodass er ihre Worte geradeso über das Knallen hinweg verstehen konnte. Ihre Worte zauberten ein kleines Lächeln auf seine Lippen, während sich ihre Gesichter langsam näherkamen. Sanft legten sie ihre Lippen auf die des anderen, schenkten sich einen verliebten Kuss, während das Feuerwerk seinen glitzernden Höhepunkt erreichte…







-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


Na da hat sich ja doch noch einmal alles zum Guten wenden können :)


Wie es weitergeht, seht ihr natürlich nächsten Samstag!


Bis dahin !!!


LG hime11
Review schreiben
 
'