Here with you

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Genos OC (Own Character) Saitama
14.02.2019
14.02.2019
1
1867
1
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
I wanna ruin our friendship

We should be lovers instead

I don’t know how to say this

cause you’re really my dearest friend

Genos hatte schon immer das Gefühl, dass er nur das dritte Rad am Wagen ist, wenn du, er und Saitama Zeit miteinander verbringt. Er schätzt dich als Freundin, aber es schmerzt ihn, dass du deine ganze Aufmerksamkeit seinem Meister schenkst. Viel zu oft gleitet dein Blick zu Saitama hinüber, der dich ständig zum Lachen bringt. Deine Lache ist niedlich. Er könnte sie sich den ganzen Tag anhören, aber er möchte, dass du seinetwegen lachst. Gott, Genos ist wirklich eifersüchtig auf seinen Meister, auch wenn man ihm nie etwas ansah. Deine Mundwinkel stehen stets in der selben Position.

Du spielst mit Saitama gerade Karten, während Genos leicht frustriert die Kekse isst, die du wahrscheinlich extra für Saitama gebacken hast. Sie schmecken wirklich gut.

„Du versteckst schon wieder Karten in deinem Ärmel!“ Du gibst Saitama einen kleinen Klaps auf den Hinterkopf, der sich lautstark gegen deine Anschuldigungen wehrt, bis plötzlich einige Karten aus seinem Ärmel gleiten und sanft auf den Boden fallen. Dein Blick ist allessagend. Du sitzt auf deinen Knien und beugst dich etwas nach vorne, um die Karten aufheben zu können. Dabei kann Genos, der in der Ecke des Zimmers sitzt, einen kurzen Blick auf deine dunkle Unterwäsche erhaschen. Du solltest längere Röcke tragen. Obwohl nein, solltest du nicht, so lange nur er einen kurzen Einblick bekommt. Fast schon aggressiv fährt sein Stift über die Zeilen des Heftes. Er sollte nicht so starren, das gehört sich nicht. Genervt klatscht du die Karten auf den Tisch, ehe du einen Schluck Wasser nimmst. Deine Zunge fährt kurz über deine roten Lippen. Du wirkst dabei ungewollt lasziv und verdrehst dem blonden Mann schon wieder den Kopf.

„Mit dir spiele ich nicht mehr, Saitama!“ Ernst verschränkst du die Arme vor der Brust, doch Saitama pickst dich nur mehrmals in die Wange.

„Das sagst du immer wieder.“

Immer wenn du hier bist, hält Genos sich zurück, denn er will sich dir nicht aufdrängen. Auch wenn Genos die Mädchen zu Füßen liegen, weiß er einfach nicht, wie er mit seinen Gefühlen für dich umgehen soll. Du machst ihn verrückt und du bist dir nicht einmal deiner Schuld bewusst! Tagtäglich treffen immer mehr Geschenke und Briefe ein, die viel zu stark parfümiert sind und in der Nase brennen. Auch wenn sie ihn manchmal etwas verlegen machen, bedeuten sie ihm nichts. Er wünscht sich, dass er irgendwann deine Schrift auf einen der Briefe wiedererkennt. Es wäre einer dieser kitschigen Liebesbriefe und er würde sofort zu dir laufen, um dir seine Antwort mitzuteilen, in dem er dich so küsst, wie kein Mann zuvor.

„Es ist spät, ich werde nach Hause.“ Er will, dass du bleibst. Er will, dass du bei ihm bleibst.

„Ich begleite dich.“

Du verabschiedest dich kurz von ihm und damit sind du und Saitama verschwunden. Es ist immer wieder das Gleiche. Er klappt sein Heft mit den Zeichnungen von dir und Saitama zusammen, obwohl dein Erscheinungsbild die Seiten eher dominiert. Kopfschüttelnd steht der Cyborg auf und auf dem Weg zur Küche fällt ihm auf, dass du dein Armband verloren hast. Es funkelt im Licht der Lampe. Er könnte dir und Saitama hinterherlaufen, doch er belässt es dabei und lässt das Schmuckstück in seiner Hosentasche verschwinden.

Keine Woche später sitzt ihr wieder zusammen. Immer wieder hat er abends dein Armband betrachtet und sich in seinem Kopf ausgemalt, wie du auf verschiedene Art und Weisen vor ihm stehst und ihm deine Liebe beteuerst. Er liebt dich wirklich. Wie gerne er doch dich fest in seinen Armen halten würde.

Du erzählst von deiner angeblich langweiligen Woche, doch Genos klebt an deinen Lippen und genießt jedes Wort.

„Du erzählst viel zu viel!“ Saitama zieht dich etwas auf und du schenkst ihm einen genervten Blick, ehe du von deinem Tee einen Schluck nimmst.

„Genos hört wenigstens zu, du unhöfliches Wesen“, argumentierst du und legst einen Arm um den Cyborg und drückst vorsichtig deinen Kopf an seinen. Dein Haar riecht wirklich gut. Es hat einen Hauch von Pfirsich. Er ist der glücklichste Mann der Welt, bis du ihn dazu überredest tatsächlich Twister zu spielen. Genos kommt sich verdammt dämlich vor, als Saitama ihn dazu verdammt durch dieses Rad, sich mit seinen Händen hinter seinem Rücken abstützen zu müssen. Du beugst dich über ihn, um deine Hände auf die jeweiligen Punkte legen zu können. Dein gesteiftes Shirt rutscht hoch und er kann sich kurz deine nackte Haut einprägen. Das Ganze geht noch eine Weile so weiter, bis deine Arme zu zittern beginnen und du auf den Cyborg fällst. Dein warmer Atem streift seine metallische Haut. Er muss sich korrigieren, jetzt ist er der glücklichste Mann der Welt.

„Ist alles in Ordnung?“

Du lachst bloß, während du immer noch auf ihm sitzt. Er würde dich jetzt küssen, wenn sein Meister nicht im selben Raum gewesen wäre. Langsam stehst du auf und reichst Genos deine Hand, um ihm beim Aufstehen zu helfen.

Heute hat er das Gefühl, das deine Aufmerksamkeit nur ihm gehört. Diese zufälligen Berührungen können kein Zufall sein, da ist er sich sicher. Flirtest du mit ihm oder bildet er sich das nur ein?

„Es ist spät, ich werde langsam nach Hause.“ Du streckst dich etwas und schon wieder legst du damit deinen Bauch frei.

„Ich kann dich begleiten“, schlägt dir der Cyborg vor und lässt seinem Meister nicht einmal eine Chance, etwas drauf zu erwidern. Er will mit dir allein sein.

Du kickst einen kleinen Stein vor dich her, als ihr durch die dunklen Straßen von Z-Stadt lauft. Die frische Luft tut gut und irgendwie kommt dir dieser Weg viel zu kurz vor. Du fühlst dich unheimlich geborgen an seiner Seite. Und dann steht ihr schon vor deiner Haustür. Du weißt nicht so recht, was du sagen sollst.

„Du hast das liegen lassen.“ Er drückt dir dein silbernes Armband in die Hand. Du hast es erst gestern gesucht, es aber damit abgetan, dass du es sicherlich verlegt hast. Genos wollte nicht erwähnen, dass es bereits eine ganze Woche in seinem Besitz ist. Wohl möglich würdest du es komisch finden. Was Genos jedoch nicht wusste, dass du selbst nicht ganz unschuldig bist. Er würde dich wahrscheinlich genauso so komisch finden. Du magst Saitama, keine Frage, aber nicht mehr als einen Freund. Bei Genos ist es anders; du fühlst dich aufgeladen, so bald du ihn auch nur kurz berührst. Du hättest ihn am liebsten angesprungen, als du absichtlich auf ihn gefallen bist. In seiner Nähe kannst du nicht klar denken.

Und vielleicht hast du eins seiner ärmellosen T-Shirts vor einiger Zeit eingesteckt. Einfach weil dich der Gedanke erregt, dass du etwas von ihm besitzt und er es nicht einmal weiß. Du bist eben ungezogen. Und vielleicht macht es dich eifersüchtig, dass er so gut bei den Frauen ankommt. Ständig betteln sie nach Fotos und gieren nach seiner Aufmerksamkeit. Gott, du bist eindeutig besessen. Du willst ihn, doch statt deine Lippen gierig auf seine zu drücken, lächelst du nur.

„Vielen Dank, das ist so lieb von dir. Ich wünsche dir eine gute Nacht.“

Deine Lippen berühren kurz seine Wange, ehe du durch den Vordereingang gehst und die Treppenstufen erklimmst. Genos vergräbt seine Hände in seine Hosentasche und sieht dir etwas nach, bis das Fenster zu deiner Wohnung hell aufleuchtet. Du setzt dich an dein Fensterbrett und lugst aus dem Fenster.

Du vermisst ihn jetzt schon und er dich.
Review schreiben