Miracles || The Vampire Diaries (Klaroline)

GeschichteDrama, Romanze / P16
Caroline Forbes Elena Gilbert Elizabeth Forbes Niklaus "Klaus" Mikaelson Rebekah Mikaelson
14.02.2019
15.05.2019
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Am nächsten Morgen wird Caroline von einigen hartnäckigen Sonnenstrahlen, die durch eines der großen Fenster fallen, sachte geweckt. Erst beginnt sie sich nur leicht zu bewegen, öffnet dann aber die Augen langsam und muss mehrmals blinzeln, um sich an den plötzlichen Lichteinfluss zu gewöhnen. Seufzend will sie sich um Bett umdrehen und die Decke wieder richtig über sich ziehen, da bemerkt sie, dass sie sich gar nicht in ihrem eigenen Zimmer befindet.

Nun doch hellwach setzt sie sich schnell auf und sieht sich im Raum um. Wo ist sie nur? „Ist Dornröschen nun etwa auch endlich wach?", ertönt eine ihr unbekannte Stimme: "Was für ein Wunder!" Schnell wendet sie ihren Kopf in die Richtung, aus der die Stimme zu kommen scheint.

Dort, im Türrahmen des Zimmers, steht ein Mann mit schwarzem Haar und leuchtend blauen Augen, sowie bleicher Haut. Erschrocken weicht sie zurück und gibt sich instinktiv Mühe ihren Körper mit der dünnen Decke zu bedecken. Erst jetzt wird ihr wirklich bewusst, dass sie darunter nackt ist.

„Wer bist du und wo bin ich?", fragt sie immer noch ziemlich perplex und merkt, wie sie auf einmal ein ungutes Gefühl beschleicht. „Ich bin Damon und du befindest dich in meinem Haus", er verschränkt die Arme mit einem Grinsen auf den Lippen vor der Brust und lehnt sich mit der Schulter gegen den Türrahmen, während er den Teil von ihr mustert, den er zu Gesicht bekommen kann.

„Geh mit unserem Besuch bitte nett um, Damon", jemand legt dem Mann die Hände auf die Schultern. Dann erscheint eine zweite Person im Türrahmen, der Caroline die neue Stimme zuordnen kann. Es dauert einige Sekunden, doch dann fällt ihr wieder ein, dass es sich bei dem blonden Jungen um den neuen Mitschüler handelt, in den Elena hinein gestolpert sein will. Caroline fällt bei seinem Anblick wieder ein, dass sie irgendwo aufgeschnappt hat, dass er Stefan heißen soll.

„Bin ich doch immer", grinst der Dunkelhaarige und wendet sich seinem Bruder zu. „Wo bin ich genau?", fragt Caroline, nachdem sie den beiden für eine Weile zugesehen hat. „Dort, wo du nach deiner heißen Nacht eingeschlafen bist, Blondie", grinst Damon und tritt ein Stück in den Raum hinein.

Stefan hält Damon allerdings auf und tritt an dessen Stelle ein: "Ich muss mich für meinen Bruder wirklich entschuldigen. Er hat wirklich keine Manieren. Ich bin Stefan Salvatore." Er schenkt ihr ein freundliches Lächeln: "Wir wollten dir eigentlich nur Bescheid sagen, dass wir Frühstück gemacht haben und dass du gerne mit Essen darf, wenn du willst." „Wenn du versuchen willst dich raus zu schleichen, wäre mir das aber auch Recht", gibt Damon von sich und verschwindet dann glücklicherweise aus ihrem Blickfeld. Sie sieht immer noch ziemlich irritiert zu Stefan, welcher ihr noch ein letztes freundliches Lächeln schenkt und sie dann ebenfalls alleine lässt.

Als die Tür wieder ins Schloss fällt, lässt sich erleichtert zurück in die Laken sinken. Was war das denn gerade? Sie seufzt unzufrieden als sie sich schlagartig wieder daran erinnert, was in der letzten Nacht geschehen ist.

Dieser merkwürdige Klaus hat es tatsächlich geschafft sie in der letzten Nacht ins Bett zu bekommen. Normalerweise tut die Blondine sowas nie, doch der Mann hatte etwas so Anziehendes und mysteriöses an sich, dass sie nicht widerstehen konnte. Dass sie am nächsten Tag allerdings alleine in einem fremden Haus aufwachen würde, hätte sie aber nicht erwartet. Zumal sie nicht einmal geplant hatte überhaupt in dem fremden Bett einzuschlafen.

Schnell erhebt sie sich aus dem Bett und macht sich auf die Suche nach ihrer Kleidung, die überall im Raum verteilt sind. Ohne lange zu überlegen, zieht sie sich die Sachen von letzter Nacht an und prüft, ob sie noch im Besitz all ihrer Wertsachen ist. Glücklicherweise fehlt nichts und sie wirft einen Blick auf das Display ihres Handys. Verdammt, es ist schon nach Mittag. Zur Schule gehen braucht sie da auch nicht mehr. Vor allem, weil sie sich nicht den Fragen von Bonnie und Elena stellen will.

So leise es geht, öffnet sie die Tür und schleicht sich dann zur Treppe. Diese will sie möglichst geräuschlos hinuntersteigen, doch die vorletzte Stufe knarrt verdächtig. Für einen Moment bleibt sie stehen, um sicherzugehen, dass kein Bewohner des Hauses sie gehört hat, und bleibt dann am Treppenabsatz stehen, um sich nach dem Ausgang umzusehen.

Ihrem Instinkt folgend, gelangt sie nach einigen Metern in ein weitläufiges Zimmer mit einem Kamin neben den beiden großen Fenstern. Der Raum wirkt alt, aber auf eine pompöse, elegante Weise. Für einen Moment bleibt sie stehen und lässt ihren Blick umherwandern. Sofort fallen ihr die Bilderrahmen auf dem Kamin auf. Sie zeigen unterschiedliche Personen und sie meint aus dem Augenwinkel Stefan und den Mann aus vergangener Nacht ausmachen zu können. Ein genauerer Blick wird ihr aber nicht mehr gestattet, da sie in diesem Moment erneut eine Stimme hinter sich vernimmt: "Du willst also wirklich gehen, ohne dich zu verabschieden?!"

Sich ein wenig ertappt fühlend, fährt sie herum und erblickt Stefan, welcher sie ein wenig amüsiert, aber freundlich anlächelt. Sofort spürt sie wie ihre Wangen warm werden und drohen sich rot zu färben. „T-Tut mir leid", sagt sie überraschend unsicher, was eigentlich gar nicht zu ihr passt. Allerdings ist ihr diese Situation mehr als peinlich. Schließlich befindet sie sich gerade in einem fremden Haus und hat dort unerlaubt geschlafen. Und dann wird sie auch noch von beiden erwischt.

„Schon gut", sagt er ehrlich und tritt zur Seite, sodass sich ihr der Blick auf die Haustür eröffnet. Dankbar lächelt sie ebenfalls, da er ihr so verdeutlicht, dass er sie nicht aufhalten wird, wenn sie jetzt geht: "Danke." Er nickt ihr einfach nur zu und sie geht zügig auf den Ausgang zu. Zwar scheint dieser Stefan wirklich nett zu sein, doch die ganze Situation ist ihr so unangenehm, dass sie nur noch weg will.

Als sie die Tür geöffnet hat, dreht sie sich noch einmal zu dem Blonden um: "Es wäre echt nett, wenn du niemandem in der Schule davon erzählen würdest." Sein Mundwinkel wandert in die Höhe und er zwinkert ihr zu: "Ist doch Ehrensache." Dann legt er den Finger auf seine Lippen und teilt ihr so mit, dass dies ihr Geheimnis bleiben wird. Sie kann nicht anders als zu Grinsen und wiederholt seine Geste, bevor sie das Haus dann ohne ein weiteres Wort verlässt.

Sobald die Tür hinter ihr ins Schloss gefallen ist, läuft sie schnell zu ihrem Auto herüber und startet den Motor ein wenig überstürzt. Ihr Herz schlägt merkwürdig schnell und sie kann es gar nicht erwarten wieder zu Hause zu sein. Der Tag ist für sie schon jetzt gelaufen. Schließlich weiß sie schon jetzt, dass es nicht leicht wird, ihrer Mutter zu erklären, warum sie heute nicht in der Schule war und erst Recht nicht, warum sie die Nacht woanders verbracht hat.
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