The Bodyguard (AU)

von Nyada
GeschichteDrama, Romanze / P18
John Sheppard Teyla Emmagan
14.02.2019
14.02.2019
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Titel: The Bodyguard – Eine verbotene Leidenschaft
Autor: Nyada
Serie(n): Stargate Atlantis, Stargate SG1
Genre: Alternate Universe, Character Death (erwähnt), Drama, Hurt/Comfort, Smut, Romance
Rating: NC-17
Charaktere/Pairing(s): John/Teyla, Cam Mitchell/OC (erwähnt)
Staffel/Zeitliche Einordnung: keine, da es sich um eine AU-Story handelt


THE BODYGUARD



Verflucht noch eins… Sheppard!“, dröhnte Jack O’Neills bissige Stimme in John Sheppards Ohr. „Wo zum Geier stecken Sie?!

Nein, es bestand kein Zweifel daran, dass sein Vorgesetzter vor Wut schäumte, und obwohl John wusste, dass er O’Neill besser über seinen Plan und seinen momentanen Standort informieren sollte, deaktivierte er kurzerhand sein Headset und verstaute es im Handschuhfach des Wagens. Sofort überkam ihn ein gewisses Gefühl der Ruhe, und er wischte sich seufzend mit der Hand übers Gesicht, legte sie zurück ans Lenkrad und konzentrierte sich wieder auf die vor ihm liegende Straße. Der Verkehr auf dem Freeway in Richtung Santa Monica war trotz der vorgerückten Stunde noch immer ziemlich dicht, stockte aber wenigstens nicht, und so hielt John die Geschwindigkeit bei knapp über neunzig, bis sich nach einigen Minuten vor ihm ein Unterführungstunnel auftat und er notgedrungen auf sechzig Stundenkilometer runtergehen musste.

John verzog das Gesicht zu einer missbilligenden Grimasse. Seit seiner Rückkehr aus Afghanistan vor fünf Jahren hatte er eine Abneigung gegen Unterführungen und Tunnel und gegen diesen einen ganz besonders. Er wusste ehrlich gesagt nicht einmal, woran das lag, aber dieser Tunnel war einer der Gründe, warum er es am Wochenende vorzog, in seinem kleinen stickigen Zweizimmerapartment in der Stadt zu bleiben, anstatt raus nach Santa Monica zu fahren, wo ihm ein schickes, weitaus geräumigeres Haus am Stadtrand gehörte.
Der Tunnel schien eindeutig für die kleineren Autos vergangener Zeiten gebaut worden zu sein, und die Fahrspuren waren genaugenommen viel zu schmal für die neueren großen und breiten Autos. Wann immer John durch den Tunnel fuhr, überkam ihn ein beklemmendes Gefühl, und wegen der pissgelben und abgasbefleckten Kachelwände war auch das Licht im Tunnel pissgelb und sorgte dafür, dass man eher schlechter als besser sah. Man hatte stets das Gefühl vorwärts zu fallen und viel schneller zu fahren, als die Tachonadel anzeigte.

John riss die Augen auf, als vor ihm ein silberner Silverado plötzlich ohne zu blinken nach links, auf die Überholspur zog. Wütend schlug er mit der flachen Hand auf das Lenkrad und ließ die Hupe ertönen.

„So ein Scheißkerl!“, schimpfte er lauthals, hielt die Hupe erbost für mehrere Sekunden gedrückt, trat das Gaspedal voll durch, zog mit röhrendem Motor rechts an dem Wagen vorbei und scherte dicht vor ihm wieder ein, sodass sein Hintermann heftig auf die Bremse treten musste. Als John in den Innenspiegel schaute, sah er, wie der unrasierte Typ am Steuer des Pick-Ups mit der Hand vor seinen Augen herumwedelte und ihm dann den ausgestreckten Mittelfinger zeigte. John kniff verärgert die Lippen zusammen und zwang sich, ruhig zu bleiben. An jedem anderen Tag hätte er angehalten, um diesen Idioten zur Rede zu stellen, aber nicht heute. Statt den Kerl auszubremsen, schaltete er einen Gang höher, gab Gas und fuhr aus dem Tunnel hinaus.

Etwa zehn Minuten später hatte er die überfüllten Straßen L.A’s hinter sich gelassen und steuerte seinen SUV über einen bedeutend weniger hektischen Highway in Richtung Westen. John bremste auf achtzig Stundenkilometer runter, stellte den Tempomat ein und warf einen Blick auf die Uhr im Armaturenbrett. Wenn es verkehrstechnisch weiterhin so gut lief, würden sie ihr Ziel in weniger als zehn Minuten erreichen.

Zum ersten Mal, seit er in das Auto gestiegen war, erlaubte John sich, tief durchzuatmen und etwas zur Ruhe zu kommen, doch als er auf dem Rücksitz des Wagens eine Bewegung wahrnahm, spannten sich seine Muskeln erneut an, und seine Augen zuckten zum Innenspiegel hinauf.

„Alles in Ordnung?“, fragte er und schämte sich zugleich etwas, dass er der jungen Frau, die schräg hinter ihm auf der Rückbank saß, bis jetzt kaum Beachtung geschenkt hatte. Sie schien verängstigt zu sein, und als John einen kurzen Blick über seine Schulter nach hinten warf, bemerkte er ihre zitternden Hände und die frischen Blutflecke auf ihrem eleganten, schimmernden Abendkleid. Sofort stieg Panik in ihm auf und er musste sich daran erinnern, zu atmen. Es ist nicht ihr Blut, rief er sich in den Sinn und betrachtete dabei seine eigene blutige Hand. Der unverkennbare rostige Geruch stieg ihm in die Nase, und er wischte angewidert die Hand an seiner Hose ab und umfasste das Lenkrad so fest, dass seine Knöchel weiß hervortraten.

Ganz ruhig, sagte er zu sich selbst und blinzelte mehrmals, um die entsetzlichen Bilder aus seinem Kopf zu verdrängen. Plötzlich vernahm er ein leises Schluchzen von der Rückbank, blickte wieder in den Spiegel und sah, dass sie zu weinen begonnen hatte.

„Hey“, sagte er sanft, griff hinter sich und legte eine Hand auf ihr Knie, „es wird alles gut. Sie sind jetzt in Sicherheit“, versicherte er ihr. „Ich kümmere mich um Sie. Sie brauchen keine Angst mehr zu haben.“

Wieder schniefte und schluchzte sie leise, dann kam zu seiner Erleichterung ein zittrig klingendes „Ich weiß“ über ihre Lippen. Er tätschelte ein wenig unbeholfen ihr Knie, zog seine Hand dann zurück und legte sie wieder an das Lenkrad. Die ganze Situation musste sehr beängstigend auf sie wirken, dachte er bei sich, als er hörte, wie sie in ihrer kleinen goldenen Abendclutch nach einem Taschentuch kramte. Auch ihm saß der Schock noch immer in den Knochen und sein Kopf war seltsam leer. Obwohl O’Neill sie tagtäglich auf den Ernstfall vorbereitete, kam es doch sehr selten vor, dass einer von ihnen sein Leben während der Dienstzeit lassen musste, doch dieses Risiko gehörte nun mal zu ihrem Beruf dazu.
John wusste, dass er sich durch so einen Zwischenfalls nicht aus der Ruhe bringen lassen durfte und einen kühlen Kopf bewahren musste. Er arbeitete als Personenschützer und die kleinste Nachlässigkeit konnte fatale Folgen haben. Er musste stets zu einhundert Prozent bei der Sache sein und konnte es sich nicht leisten, abgelenkt zu sein. Sein Job verlangte höchste Konzentration und Koordination, und eine Portion gesundes Misstrauen wurde von seinem Vorgesetzten und den Auftraggebern vorausgesetzt.

Als er vor einer roten Ampel anhalten musste, nahm John sich einen Moment Zeit, um seine Klientin näher zu betrachten. Er arbeitete bereits seit über anderthalb Jahren sie und obschon O’Neill ihm und den anderen Jungs vom privaten Sicherheitsdienst immer wieder aufs Neue einbläute, sich niemals persönlich in einen Auftrag verwickeln zu lassen, kam John nicht darum herum festzustellen, wie außerordentlich attraktiv sie war. Sie war wirklich eine Schönheit, kein Wunder also, dass sie als Schauspielerin so erfolgreich war. Ein so vollkommenes Gesicht wie das ihre gehörte einfach auf die große Leinwand, und mit ihren geheimnisvollen braunen Augen hatte sie sicher schon so manch einen Kinobesucher in ihren Bann gezogen.
Spätestens seit ihrem letzten Film Atlantis – Das Geheimnis der verlorenen Stadt, in dem sie eine ebenso kriegerische wie verführerische Amazonenprinzessin gemimt hatte, lag ganz Hollywood Teyla Emmagan zu Füßen. Der Tochter tansanischer Immigranten war das gelungen, wovon viele andere nur träumten. Mühsam hatte sie sich aus dem Nichts hochgearbeitet und befand sich nun- zehn Jahre später- auf dem Zenit ihrer Karriere. Mit gerade einmal achtundzwanzig Jahren hatte sie alles erreicht, was man erreichen konnte; sie war beruflich erfolgreich und hatte finanziell ausgesorgt.

Im Vergleich zu ihrem Leben erschien John sein eigenes wie ein einziger großer Scherbenhaufen. Er hatte sich bislang nicht wirklich mit Ruhm bekleckert und das, obwohl er die besten Voraussetzungen für ein tolles, erfolgreiches Leben gehabt hatte. Als Sohn eines reichen Industriemoguls hatte er die besten Schulen des Landes besucht, und eine Zeit lang hatte es tatsächlich danach ausgesehen, als könnte er es weit bringen. Doch dann ging plötzlich alles nur noch bergab. Es begann damit, dass seine Mutter schwer krank wurde. Das Verhältnis zu seiner Familie verschlechterte sich, und nach dem Tod seiner Mutter wurde es so schlimm, dass er sich mit seinem Vater und seinem Bruder Dave überwarf. Nach dem College suchte er Erfolg und Anerkennung beim Militär, doch nach nicht einmal fünf Jahren zerplatzte auch dieser Traum; man stellte ihn aufgrund der Verweigerung eines direkten Befehls vor Kriegsgericht und entließ ihn anschließend unehrenhaft. In den darauffolgenden zwei Jahren hielt er sich mit allerlei Jobs über Wasser und lebte nur von Tag zu Tag.

Dann, vor etwa drei Jahre, hatte er auf einmal ein Licht am Ende des Tunnels gesehen, als er auf der Geburtstagsfeier eines damaligen Kollegen die bezaubernde Nancy Griffin kennenlernte. Sie hatten sich auf Anhieb gut verstanden und es verging kein Jahr, bis er ihr einen romantischen Antrag machte. Die Hochzeit fand an einem warmen Frühlingstag auf dem New Yorker Anwesen seines alten Herrn statt, mit dem er, seiner zukünftigen Frau zuliebe, einen Waffenstillstand eingegangen war. Zum ersten Mal in seinem Leben war sein Vater stolz auf ihn gewesen, denn Nancy zu heiraten war ihm zufolge das Beste, was er je zustande gebracht hatte. Dass die Ehe schon damals unter keinem guten Stern gestanden hatte, wollte zu diesem Zeitpunkt niemand wahrhaben, doch die Probleme ließen nicht lange auf sich warten. Die Scheidung kam weder plötzlich noch unerwartet. Drei Jahre waren seither vergangen, und obwohl Nancy und er damals im Guten auseinander gegangen waren, hatte er seitdem nichts mehr von ihr gehört. Von seinem Bruder Dave, mit dem er alle paar Monate telefonierte, wusste er, dass sie in Phoenix lebte und einen Staranwalt geheiratet hatte, mit dem sie inzwischen eine kleine Tochter hatte. Auch wenn er aus Angst genauso wie sein eigener Vater zu werden selbst nie Kinder gewollt hatte, wurde ihm doch ein wenig weh ums Herz, wenn er daran dachte, dass er vielleicht auch all das hätte haben können, wenn er sich damals nur mehr um Nancy bemüht hätte.

John seufzte und schüttelte kurz den Kopf, um die trübseligen Gedanken zu verdrängen. Es hatte keinen Sinn, in der Vergangenheit zu leben und einer Ehe nachzutrauern, die vom allerersten Tag an zum Scheitern verurteilt gewesen war. Es war aus und vorbei. Er atmete tief durch und sah wieder durch den Spiegel zu seiner Klientin. Sie schien sich ein wenig beruhigt zu haben und schaute mit gerunzelter Stirn aus dem Fenster. Er hatte diesen nachdenklichen Ausdruck schon des Öfteren bei ihr gesehen und fand, dass er nicht zu ihr passte.

In diesem Augenblick schaltete die Ampel wieder auf grün und John fuhr los, setzte, nachdem sie die Kreuzung überquert hatten, den Blinker nach rechts und bog von der Hauptstraße in eine etwas ruhigere Wohnstraße ein, die auf beiden Seiten von kleinen, gepflegten Einfamilienhäusern gesäumt wurde.

„Wo sind wir?“, erkundigte sich Teyla, nachdem sie der Straße bereits mehr als einen halben Kilometer gefolgt waren. „Ich erinnere mich nicht, schon einmal in dieser Gegend gewesen zu sein.“

„Mr. O’Neill ist der Ansicht, dass Sie bei sich zuhause nicht sicher sind“, flunkerte John und hoffte, dass seine Lüge nicht aufflog, denn genaugenommen hatte er diese Entscheidung nach der blutigen Attacke am Rande der Benefizveranstaltung, die seine Klientin besucht hatte, in eigener Regie getroffen. Der Täter, ein offenbar psychisch labiler Fan, der für den Tod seines Kollegen verantwortlich war, hatte unerkannt flüchten können und befand sich noch immer auf freiem Fuß, und solange die Polizei diesen kranken Spinner nicht gefasst hatte, sah John es als zu gefährlich an, mit Teyla auf ihr Anwesen in den Hollywood Hills zurückzukehren.

Seine Klientin nickte schweigend und starrte mit leeren Augen aus dem Wagenfenster. Ob sie ihm glaubte, ließ sie nicht erkennen.

John kniff die Lippen zusammen und fuhr weiter. Sie waren fast am Ende der Straße angelangt, als er das Tempo verlangsamte und den Blinker setzte.

„Okay, wir sind da“, sagte er, bog von der Straße ab und parkte den Wangen in der Auffahrt eines zweistöckigen, mit weißem Holz verkleideten Hauses. Einen Moment lang spielte er mit dem Gedanken, das Headset aus dem Handschuhfach zu nehmen, entschied sich dann aber dagegen, stieg aus, ging um den Wagen herum und öffnete seiner Mitfahrerin die Tür.

„Warten Sie, ich helfe Ihnen“, meinte er und reichte ihr seine Hand, um ihr beim Aussteigen behilflich zu sein.

„Danke“, flüsterte sie, raffte die Schleppe ihres Kleids und hakte sich bei ihm unter, als er ihr seinen Arm anbot. „Und Sie sind sich sicher, dass uns niemand gefolgt ist?“, fragte sie verunsichert, als sie langsam zum Seiteneingang des Hauses gingen.

John nickte. Auf dem Weg hierher hatte er stets ein wachsames Auge auf den Verkehr hinter sich gehabt, und selbst wenn es irgendeinem Paparazzo gelungen war, ihnen vom Ort des Angriffs zu folgen, hatte er ihn ganz sicher auf dem Freeway abgehängt.

„Keine Sorge“, antwortete er, „uns ist niemand gefolgt. Sie sind hier in Sicherheit, Teyla.“

„Wenn Sie das sagen“, entgegnete sie leise, und John spürte, wie sich noch etwas fester an ihm klammerte.

„Hey, Sie können mir glauben“, sagte er, als sie vor der Seiteneingangstür stehenblieben. Das Licht sprang an, und im hellen Schein der Außenbeleuchtung bemerkte er, wie erbärmlich die hübsche Schauspielerin aussah. Sie weinte wieder, ihr Augen-Make-Up war verschmiert, und schwarze Tränen liefen ihr über die Wangen. Ihr Anblick zerriss ihm schier das Herz, also beschloss er etwas zu unternehmen.

„Kommen Sie her“, raunte er und breitete die Arme aus. Ohne zu Zögern begab sich Teyla in seine Umarmung und lehnte ihren Kopf an seine Schulter. „Ist ja schon gut“, flüsterte er und strich ihr vorsichtig über den Rücken, und tatsächlich spürte er, wie sie sich etwas entspannte. Sie schluchzte noch ein paarmal, bevor sie sich schließlich von ihm löste und schuldbewusst den feuchten Tränenfleck an seiner Schulter begutachtete.

„Jetzt habe ich Ihren Anzug ruiniert“, meinte sie und sah ihn bedauernd an. „Das tut mir wirklich sehr leid. Ich werde selbstverständlich für die Reinigung aufkommen!“

John winkte ab.

„Machen Sie sich darüber mal keine Sorgen. Ich habe noch circa zehn weitere schwarze Anzüge in meinem Schrank. Ich werde schon nicht nackt durch die Gegend laufen müssen“, grinste er und wandte sich zur Tür.

„Sie wohnen hier?“, fragte Teyla, als er einen Schlüssel aus der Hosentasche zog und die Tür aufschloss.

John neigte den Kopf zur Seite und betrat nach ihr den dunklen Hausflur.

„Nun ja, das Haus gehört mir, aber ich komme nur selten aus der Stadt raus. Es ist schon ein paar Wochen her, seit ich zuletzt hier war“, erklärte er, schloss die Tür und knipste das Licht an. „Kommen Sie“, sagte er und bedeutete ihr, ihm zu folgen. Vor der Treppe, die ins Obergeschoss des Hauses führte, blieben sie stehen, und Teyla schaute an sich herab und betrachtete ihr blutbeflecktes Kleid. Im Licht wurde das ganze Ausmaß der Katastrophe sichtbar, und John schluckte die Übelkeit herunter, die in ihm beim Anblick des Blutes hochkroch.

„Vielleicht sollten wir für Sie erst einmal ein paar frische Klamotten auftreiben“, schlug er vor, und Teyla nickte.

„Ich würde gern vorher duschen, wenn das möglich ist.“

„Selbstverständlich.“ John deutete die Treppe hinauf. „Das Badezimmer ist ganz am Ende des Flurs auf der linken Seite.“

„Danke“, sagte Teyla leise und schenkte ihm ein kleines Lächeln. „Für alles.“

„Gerne“, erwiderte John und wartete, bis sie die Treppe hinaufgegangen war. Als er hörte, wie die Badezimmertür zuging, blickte er auf seine eigenen blutbefleckten Finger hinab und verzog angewidert das Gesicht. Rasch eilte er in die Küche, stellte den Wasserhahn an und schrubbte sich mit einem neben der Spüle liegenden Stück Seife das Blut seines toten Kollegen von den Händen.
Als er fertig war, stützte er sich mit beiden Händen am Rand des Waschbeckens ab und schloss für einen Moment die Augen. Er atmete ein paar Mal tief durch und fuhr sich mit nassen Fingern durch die Haare. Im Obergeschoss hörte er Wasser rauschen, und das Wissen, dass seine Klientin erst einmal beschäftigt war, gab ihm die Möglichkeit die Geschehnisse des Abends noch einmal gedanklich Revue passieren zu lassen.

Anfangs war alles nach Plan verlaufen. Wie üblich hatte er Teyla zu der Benefizgala begleitet, aber aufgrund der Größe der Veranstaltung und der Anzahl der Anwesenden hatte O’Neill ihm Cameron Mitchell zur Seite gestellt, einen guten und erfahrenen Personenschützer. Cam hatte bereits zum Stammpersonal gehört, als John für die O’Neill-Security-Group zu arbeiten begann, und hatte ihn in den ersten Tagen und Wochen unter seine Fittiche genommen, und im Laufe der Zeit hatte sich zwischen ihnen eine richtige Freundschaft entwickelt.

Dass sein Freund nun tatsächlich tot war, erschien ihm immer noch wie ein schlechter Traum, aus dem er bald zu erwachen hoffte. Doch es war kein Traum. Cam Mitchells Tod war kein schlimmer Alptraum, sondern grausame Realität.

John verzog das Gesicht und spielte die gesamte Szene noch einmal durch. Weder sein Kollege noch er selbst hatten den Angriff kommen sehen, da der Fanaufmarsch vor dem Veranstaltungsort der Benefizgala war so dicht gewesen war, dass der Täter sich unbemerkt hatte nähern können, und als John das Messer im Blitzlichtgewitter der Kameras aufblitzen sah, war es bereits zu spät gewesen. Geistesgegenwärtig hatte er Teyla, die das eigentlich Ziel der Attacke gewesen war, gepackt und zur Seite gezerrt, wobei sie stolperte und zu Boden fiel. Rasch hatte er sich über sie gebeugt, während Cam sich zwischen sie und den Angreifer gestellt und mit dem Mann zu ringen begonnen hatte. Es war ein unfairer Kampf gewesen und lange Zeit hatte es so ausgesehen, als würde Cam den Angreifer überwältigen können, doch dann hatte der schwarz vermummte Mann für einen kurzen Augenblick seine Hand befreien können und ergriff diese Gelegenheit beim Schopfe. Blitzschnell stieß er zu und rammte Cam das Messer tief in den Bauch. Einmal, zweimal, dreimal, viermal. Erst als Cam stöhnend zu Boden sank und sich nicht mehr bewegte, hatte er von ihm abgelassen und war mit dem blutigen Messer in der Hand in der Menge verschwunden.

John erinnerte sich noch genau daran, Anweisungen gebrüllt zu haben, woraufhin einige Passanten die Verfolgung aufgenommen hatten, doch es war ihnen nicht gelungen, den Flüchtigen zu stoppen. Sekunden später, nachdem sich der erste Schreck gelegt hatte, brach die Hölle los. Die Menschen abseits des roten Teppichs schrien, und die Menge stob auseinander. Nur mit Mühe war es ihm gelungen, Teyla hochzuziehen und zum Wagen zurückzubringen. Kurz bevor er losfuhr hatte er sich noch einmal zu Cam umgedreht, und ein eiskalter Schauer war ihm über den Rücken gelaufen, als er seinen Freund leblos und blutüberströmt auf dem Boden liegen sah, die Augen weit aufgerissen, aber starr und leer. Er hatte sofort gewusst, dass er tot war…

Erschaudernd kehrte John in die Gegenwart zurück und zog sein Diensttelefon aus der Hosentasche. In der ganzen Aufregung hatte er es nicht ein einziges Mal klingeln gehört, und als er das Display schaute, zuckte er erschrocken zusammen. Sieben Anrufe in Abwesenheit und acht ungelesene Nachrichten von O’Neill.

John überlegte kurz, ob er seinen Vorgesetzten zurückrufen sollte, da er sich aber auch am nächsten Tag im Büro einen Kopf kürzer machen lassen konnte, entschied er sich dagegen und verfasste stattdessen eine kurze Textnachricht, in der er O’Neill mitteilte, wo sie waren und dass es Teyla gut ging. Nur Sekunden späte leuchtete das Display des Handys auf, und John öffnete die Nachricht, die sein Vorgesetzter ihm als Antwort geschickt hatte.

Nachdem er die Nachricht gelesen und O’Neill geantwortet hatte, atmete John tief durch und steckte das Handy weg. Er war sich bewusst, dass sein Vorgesetzter nicht allzu begeistert von der ganzen Aktion war und ihn sehr wahrscheinlich am nächsten Tag feuern würde, aber all das war ihm im Moment egal. Die Sicherheit seiner Klientin war jetzt das Einzige, was zählte.
Also ging er daran, sämtliche Hauseingänge zu kontrollieren, die Türen zu verriegeln und die Rollläden vor den Fenstern herunterzulassen. Just in dem Moment, als er die letzte Tür abgeschlossen hatte, hörte er, wie im Obergeschoss die Badezimmertür aufging, und nur wenige Augenblicke später kam Teyla die Treppe hinunter.

John drehte sich um und als er sie erblickte, stockte ihm kurz der Atem. Sie hatte ihr Haar hochgesteckt, und ein paar nasse Strähnen umrahmten ihr hübsches Gesicht. Ihr verschmutztes Kleid hatte sie gegen eines seiner Hemden eingetauscht, das ihr zwar fast bis zu den Knien reichte, aber dennoch ihre tollen, schlanken Beine perfekt in Szene setzte.

„Ich habe leider nichts anderes gefunden“, meinte sie verlegen und zupfte am Saum des weißen Hemds, um es weiter herunterzuziehen. „Ich hoffe, Sie haben nichts dagegen, dass ich mir eines Ihrer Hemden genommen habe.“

John schluckte und musste sich zwingen, seinen Blick von ihren nackten Beinen loszureißen.

Auf einmal kam ihm jedoch ein Gedanke.

„Moment.“ Er hielt einen Finger hoch und bedeutete ihr, zu warten. „Ich glaube da müsste noch…“ Er brach ab, ging in den hinteren Teil des Flurs und öffnete einen Wandschrank. „Ha!“, rief er triumphierend. „Wusste ich’s doch.“ Er zog eine dunkle Jeans aus dem Schrank und reichte sie Teyla, die ihm neugierig gefolgt war.

„Oh“, machte sie überrascht und nahm die Hose entgegen. „D-danke.“

„Ich weiß nicht, ob sie Ihnen passt, also…“ Erneut brachte John den Satz nicht zu Ende und machte stattdessen eine vage Handbewegung.

„Und Ihre Frau hat auch sicher nichts dagegen, wenn ich Ihre Sachen trage?“, fragte Teyla.

„Ich bin nicht verheiratet“, erwiderte John schnell… vielleicht etwas zu schnell, wie ihm hinterher klar wurde. Er spürte, dass er errötete, und räusperte sich verlegen. „Also… äh… nun ja, nicht mehr. I-ich bin geschieden. Die Jeans gehörte meiner Exfrau. Sie hat sie hier vergessen und nie abgeholt.“

„Oh.“ Teyla senkte den Kopf. „Das tut mir leid. Entschuldigen Sie bitte, dass ich so indiskret war.“

„Sie wussten es ja nicht“, sagte John. „Ich spreche nicht gern über mich. Mein Privatleben geht niemanden etwas an.“

Teyla nickte, sagte jedoch nichts.

„Okay.“ John räusperte sich erneut und beschloss, das Thema zu wechseln. „Mann, ich bin echt ein lausiger Gastgeber.“ Er lächelte entschuldigend und deutete hinter sich zur Küche. „Möchten Sie vielleicht etwas trinken? Oder essen? Wenn ich mich recht erinnere, müsste da noch eine Thunfischpizza im Tiefkühler sein.“ Kaum ausgesprochen, verzog er das Gesicht. Einer reichen, erfolgs- und luxusverwöhnten Schauspielerin eine billige Tiefkühlpizza vom Discounter anzubieten, war nicht gerade einer seiner besten Einfälle gewesen, aber zu seiner Erleichterung zeigte sich ein sanftes Lächeln auf Teylas Gesicht.

„Pizza klingt toll“, sagte sie und sah ihn mit leuchtenden Augen an.

„Okay… dann also Pizza.“ John klatschte einmal in die Hände und ging rückwärts in Richtung Küche. „Ähm, Sie können im Wohnzimmer warten… oder mitkommen, wenn Sie wollen. Das liegt ganz bei Ihnen.“

Teyla überlegte nicht lange und folgte ihm in die Küche. Dort angekommen, verschwand sie kurz hinter dem Tresen, und John hörte die Jeans rascheln.

„Und?“, erkundigte er sich, während er die Pizza aus dem Gefrierfach über dem Kühlschrank holte.

„Sie ist etwas zu lang, aber es wird schon gehen“, antwortete Teyla und krempelte die Hosenbeine hoch. John holte zwei Teller aus dem Schrank und schaute kurz zu ihr herüber. Die Jeans saß perfekt und schmiegte sich eng an ihre Hüften, und obwohl Teyla ein viel zu weites Hemd trug, brachte das Outfit ihre weiblichen Kurven dennoch perfekt zur Geltung. John schluckte und ertappte sich wieder dabei, dass er sie anstarrte. Rasch drehte er sich weg und machte sich, nachdem er tief ein- und wieder ausgeatmet hatte, an die Arbeit.

Eine viertel Stunde später durchzog ein köstlicher Duft die Küche. John lud die Pizzen auf die beiden Teller, und sie gingen ins angrenzende Wohnzimmer, setzten sich auf die Couch und aßen schweigend, die Teller auf den Knien balancierend.

Als Teyla von einem Pizzastück abbiss, schielte John unauffällig zu ihr hinüber und musterte sie von der Seite. Eine Strähne ihres honigbraunen Haars hatte sich aus dem Dutt gelöst und lockte sich an ihrer Wange. John kniff die Augen zusammen, als er auf einmal eine dunkle Verfärbung bemerkte. Offenbar war der Kampf mit dem Angreifer doch nicht spurlos an ihr vorübergegangen; ein schwaches Veilchen zeichnete sich unter ihrem rechten Auge ab, und Teyla zuckte erschrocken zusammen, als er es vorsichtig mit den Fingern berührte.

„So ein verdammter Mist“, brummte er ärgerlich. „Der Dreckskerl hat Sie erwischt.“ Er stellte seinen Teller auf dem Couchtisch ab und erhob sich. „Warten Sie, ich bringe Ihnen etwas Eis zum kühlen.“

„Oh nein, das ist nicht nötig“, rief Teyla, griff nach seinem Handgelenk und zog ihn zurück auf die Couch. „Man sieht es ja kaum und es tut auch nicht so weh. Es ist halb so wild. Bitte, ich möchte Ihnen keine Umstände bereiten.“

John runzelte die Stirn.

„Sind Sie sicher?“, fragte er.

Teyla nickte.

„Ja, ich bin mir sicher“, sagte sie leise und ließ seine Hand los.

„Mhm“, machte John und beugte sich vor, um ihr Auge näher zu betrachten. „Lassen Sie mich wenigstens mal sehen.“

Teyla neigte den Kopf ein Stück zur Seite, und ohne groß darüber nachzudenken, was er tat, legte er eine Hand an ihre Wange und drehte ihren Kopf so, dass er ihr Auge besser begutachten konnte. Er spürte, wie sie zusammenzuckte, und auch ihn durchfuhr plötzlich ein warmer, angenehmer Schauer, als er ihr Gesicht berührte. Ihre Haut war warm und zart, und auch wenn er anfangs zögerte, konnte er schon bald dem inneren Drang nicht länger widerstehen und strich mit dem Daumen über ihre weiche Wange. Teylas Augen weiteten sich leicht, und er konnte hören, wie sich ihr Atem beschleunigte.
Johns Blick fiel auf ihren Mund und verweilte dort einen Augenblick länger als nötig. Ein leises Seufzen, das er offenbar unwissentlich selbst ausgestoßen hatte, riss sie beide schließlich aus der leichten Trance, in die sie verfallen waren, und er rückte verlegen von Teyla ab, brachte seine Gesichtszüge unter Kontrolle und richtete seine Aufmerksamkeit wieder aus das Veilchen unter ihrem Auge.

„Sie haben Recht“, sprach er mit rauer Stimme. „Es sieht wirklich nicht so schlimm aus. Ich denke, in ein paar Tagen wird davon nichts mehr zu sehen sein und Sie können Ihre Fans wieder vom roten Teppich aus verzaubern.“

Er schenkte ihr ein Lächeln, Teyla, jedoch, seufzte nur.

„Ich glaube nicht, dass ich so schnell in die Öffentlichkeit zurückkehren möchte“, meinte sie verhalten. „Nach allem, was heute passiert ist…“ Sie beendete den Satz nicht, doch John verstand auch ohne Worte, worauf sie hinauswollte. Zögernd ergriff er ihre Hand und drückte sie leicht.

„Teyla, es tut mir sehr leid, dass Sie das heute mitansehen mussten.“

„Es war nicht Ihre Schuld“, versuchte sie ihn zu besänftigen, doch John schüttelte den Kopf.

„Es ist mein Job, Gefahren wie diese rechtzeitig zu erkennen und meine Klienten zu beschützen“, erklärte er ihr. „Ich kann es mir nicht leisten, Fehler zu machen. Die Sicherheit von Menschen hängt davon ab, wie gut ich meine Arbeit erledige. Und heute Abend habe ich auf ganzer Linie versagt.“ Er seufzte betrübt. „Wäre Cam Mitchell nicht gewesen, wäre dieser irre Mistkerl vermutlich auf Sie losgegangen, Teyla, und hätte Sie verletzt oder sogar Schlimmeres getan! Ein Mann ist tot, weil ich nicht aufgepasst habe, also ja, es ist verdammt nochmal meine Schuld!“

„Sagen Sie doch so etwas nicht“, bat Teyla und berührte seinen Arm, doch John entzog sich ihr, stand auf und ging zum Kamin hinüber. Er hatte bereits zu viel Nähe zugelassen und brauchte dringend etwas Abstand, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Seufzend stützte er sich auf den Kaminsims und starrte in die erkaltete graue Asche.

„John?“ Er hörte, wie Teyla sich erhob und zu ihm herüberkam, spürte, wie sie ihm die Hand auf Schulter legte. „John, bitte…“ Er hatte sie noch nie seinen Namen sagen hören, aber es gefiel ihm. Es gefiel ihm sogar sehr. Langsam drehte er sich zu ihr um und sah sie an. Teylas braune Augen musterten ihn einfühlsam.

„Es ist nicht Ihre Schuld, John“, wiederholte sie mit sanfter Stimme, ließ die Hand über seine Schulter und seinen Arm gleiten. „Sie haben Ihren Job ganz hervorragend erledigt.“

John lächelte bitter und schüttelte den Kopf.

„Versuchen Sie das mal O’Neill zu verklickern“, grummelte er. „Er wird mich feuern, sobald ich morgen einen Fuß durch seine Tür setze.“

„Nicht, wenn ich ihn darum bitte, es nicht zu tun“, sagte Teyla leise, woraufhin John sie verwundert anschaute.

„Warum sollten Sie das tun?“, fragte er.

Teylas Lippen kräuselten sich zu einem Lächeln.

„Ist das nicht offensichtlich?“, erwiderte sie in einem sanften Tonfall, der Johns Herz schneller schlagen ließ. Erst jetzt merkte er, wie nahe sie einander gekommen waren, näher, als ihm eigentlich lieb war, aber er ignorierte die warnende Stimme in seinem Kopf, und als Teyla einen weiteren Schritt auf ihn zu machte, ergriff er ihre Hand. Zu seiner Überraschung zog sie sie nicht zurück, sondern ließ ihre Finger zwischen die seinen gleiten.

„Sie sind ein guter Mann, John“, sagte sie. „Sie sind loyal und höchst kompetent, und man kann sich immer auf Sie verlassen. Sie sind immer da, wenn man Sie braucht, und dass Sie mich heute hierher gebracht haben, bedeutet mir wirklich sehr viel.“

John winkte ab.

„Das hätte jede andere Kollege genauso gemacht“, erwiderte er, auch wenn er wusste, dass dem nicht so war. „Die Sicherheit unserer Klienten steht immer an erster Stelle.“

„Ich denke nicht, dass jeder andere es genauso gemacht hätte“, meinte Teyla leise, hob ihre Hand und legte sie auf seine Brust. Johns Herz begann zu rasen, und er fluchte innerlich, als er spürte, wie sein Körper ihn verriet und zusehends auf ihre Berührungen zu reagieren begann. Es war lange her, dass er einer Frau so nahe gewesen war. Seine Scheidung lag zwar schon ein paar Jahre zurück, aber er war seitdem kaum ausgegangen; sein letztes Date lag mindestens sechs, wenn nicht sogar sieben oder acht Monate zurück. Dabei war es nicht so, dass es ihm an Gelegenheiten gemangelt hätte. Erst vor kurzem hatte ihm eine Frau im Fitnessstudio schöne Augen gemacht, eine hübsche, langbeinige Blondine namens Larrin, die gern figurbetonende Tops und enge Leggins trug. Und dann war da noch die bildschöne Brünette, Chaya, die am Tresen seiner Stammkneipe bediente und gern auf seine Flirtversuche einging. Er hatte sie beide für eine Nacht mit zu sich nach Hause genommen, doch etwas Längerfristiges hatte sich daraus nicht ergeben, und wenn er ehrlich sein sollte, legte er es auch nicht darauf an, eine neue Beziehung einzugehen. Wenn er eines während seiner Ehe mit Nancy gelernt hatte, dann, dass feste Beziehungen das Leben in der Regel nur verkomplizierten.

Nichtsdestotrotz hatte er gewisse Bedürfnisse, deren er sich nicht entziehen konnte, und einer der schönsten Filmschauspielerinnen der Welt so nahe zu sein, dass er ihre Körperwärme spüren und ihren verführerisch weiblichen Duft riechen konnte, trug nicht gerade zu einer Verbesserung der Situation bei. Nur mit Mühe gelang es ihm, von Teyla abzurücken, und als er sah, wie sein Gegenüber fast schon enttäuscht den Blick senkte, verspürte er einen schmerzhaften Stich im Herzen.

„Teyla…“ Sie sah auf, als er mit rauer Stimme ihren Namen flüsterte, und in dem Moment, als sich ihre Blicke trafen, war es um seine sonst so eiserne Selbstbeherrschung geschehen, und das Verlangen übernahm die Kontrolle über seinen Körper.

„Ach, verdammt“, stöhnte er, umfasste mit einer Hand Teylas Nacken, zog sie zu sich heran und presste seinen Mund auf ihren…

Fortsetzung folgt…
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