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A Dandy and A Charmeur

von Hera
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Arthur Morgan
12.02.2019
20.02.2019
8
6.890
2
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5 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
12.02.2019 641
 
Prehistory/Vorgeschichte



1899, Amerika befand sich im Umbruch. Karawanen von Menschenmassen zogen mit ihrem Hab und gut nach Westen um dort sesshaft zu werden. Den Indianern wurde ihr Land weg genommen damit sich das amerikanische Volk etwas aufbauen konnte. Ich hatte dies nie für gut geheißen. Doch welches Mannsbild interessierte sich im 19. Jahrhundert für die Meinung einer Frau? Niemand

Mädchen waren dazu da um dem Mann das Essen auf den Tisch zu stellen. An diese spätere Tätigkeit wurde man herangeführt. Erst lernte man die häuslichen Pflichten kennen und anschließend musste man diese übernehmen. Gleichzeitig sollte man schick aussehen und dem Mann viele Kinder bescheren. Am besten nur Jungs, denn aus denen konnte man eher etwas machen als aus Mädchen. Man durfte sich als Frau nicht beschweren, man lief Gefahr durch die Äußerung einer negativen Meinung getötet zu werden.

Es war keine einfache Zeit. Auch für meine Familie nicht. Meine Familie bestand aus meinem Vater, Gregory Bishop, meiner Mutter Susan Bishop, meinem älteren Bruder Craig, meiner jüngeren Schwester Dorothy und mir, der mittleren Tochter Joanna. Vater hatte im Krieg ein Bein verloren, konnte seinen ehemaligen Beruf nicht mehr ausführen und war somit arbeitslos/unfähig. Deswegen gab es für ihn weder Geld vom Staat noch sonst irgendeine Hilfestellung. Mein Dad ging also betteln. Die ganze Last lastete nun auf meiner Mutter ihren Schultern. Doch was genau konnte eine Frau im 19. Jahrhundert tun? Ohne der schriftlichen Erlaubnis ihres Mannes nichts. Meine Mutter ging putzen bei verschiedenen privaten Haushalten.

Das Geld reichte hinten und vorne nicht. Ein weiteres Problem war, dass die Eltern von meiner Mutter (also meine Großeltern) auch noch bei uns lebten, da beide schwer krank waren. Wir hatten zwar ein abbezahltes Haus, lebten allerdings wie die Hühner im Stall, zusammengepfercht. Keiner hatte ein eigenes Zimmer, wir jüngeren lebten alle zusammen in einem winzigen Raum. Wir konnten nicht einmal Anspruch auf ein eigenes Zimmer erheben, da es schlicht und ergreifend keinen Platz gab. Seit Vater nicht mehr arbeiten konnte ging es uns finanziell immer schlechter. Darunter litten wir alle aber keiner konnte etwas für seine Situation. Wir hatten ohnehin schon wenig Geld und als Vater dann auch noch zu saufen begann, wurde das Familienleben unerträglich.

Das Familienleben wurde zu einem Drama. Mein Bruder Craig, packte seine Habseligkeiten zusammen und verließ die Familie. Ich weiß bis heute nicht wohin er ging. Dorothy begann in Saloons aufzutreten. Sie war eine fabelhafte Sängerin, lernte bald darauf einen Mann kennen, Tommy. Er war Arzt aus Saint Denis. Den Sie heiratete. Vater war so angetan von der ganzen Sache, dass auch er mich verheiratet wissen wollte. So eifrig hatte ich ihn schon lange nicht mehr erlebt. Meine Meinung zählte da nicht und ich schwöre bei Gott, dass ich nicht heiraten wollte, zumindest nicht irgendjemanden. Allerdings konnte ich nicht viel ausrichten. Wenn ich mich weigern sollte, würde er mich so grün und blau schlagen, dass ich schließlich doch einknicken würde. Also versuchte ich meine Mutter zu mobilisieren, doch die hatte keinen Nerv für meine niederen Probleme.

Langer Rede kurzer Sinn, es kam wie es kommen musste. Es wurde bekannt dass mein Vater jemanden suchte, der mich heiraten wollte. Einige meldeten sich. Ich konnte davon keinen ausstehen. Meine Mutter und mein Vater entschieden sich schließlich für Henry Hopkins. Einen älteren Mann aus der nähe von Valentine. Seine erste Frau war an Krebs gestorben. Jetzt wollte er wieder heiraten. Henry war Selbstständig als Holzfäller und arbeitete für jene die ihn engagierten. Da die Gefahr groß war, dass er von einem Baum erschlagen wurde, zahlten die Baufirmen oder auch Privatleute gut. Meine Eltern hörten wohl die Kasse klingeln. Jedenfalls stand ich bald nachdem sich Henry mir vorgestellt hatte in einem weißen Brautkleid vor dem Altar und heiratete ihn. Auch wenn ich nicht liebte, geschweige denn sympathisch fand. Unter Tränen unter meinem Schleier gab ich ihm das Ja-Wort...
 
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