Zusammenstoß mit Folgen

von Cayenne
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
12.02.2019
12.02.2019
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“So eine scheiße.” schimpfte ich vor mir her und regte mich über meinem Wecker auf, der mich mal wieder nicht geweckt hatte. Es wird wohl nun doch Zeit, sich einen neuen zu besorgen, dachte ich mir, als ich durch Köln eilte. Ich war so stolz gewesen, im Hotel Wyndham ein Vorstellungsgespräch zu bekommen und nun das. Verzweifelt schaute ich auf meine Armband, noch könnte ich es schaffen, wenn ich nur schnell genug laufen würde. Also legte ich einen Zahn zu.
Als ich endlich ankam, wunderte ich mich zwar über den Menschenauflauf aber eilte einfach durch sie hindurch. Geschafft dachte ich und sah erleichtert nach hinten, als ich mit jemandem zusammen stieß.
“Bitte entschuldige sie.” sagte ich und wollte weitergehen, doch plötzlich schmerzte mein rechter Fuß und ich merkte nur noch wie ich stürze. Ganz Automatisch, schließe ich meine Augen und bereite mich innerlich, auf einen harten Aufprall vor. Doch ich werde von jemanden aufgefangen. Sofort spüre ich wieder einen stechenden Schmerz in meinem rechten Knöchel. Langsam versuche ich mich, aus den Armen des Fremden zu befreien aber nach einem Schritt falle ich wieder rückwärts in seine Arme.
“Warten sie, ich helfe ihnen.” hörte ich plötzlich eine sanfte Stimme zu mir auf englisch sagen.
Schnell schaue ich nach oben und traue meinen Augen nicht. Denn ich lag in den Armen von Michael Jackson. Na super das hatte mir gerade noch gefehlt, dachte ich.
“Danke, aber es geht schon.” erwiderte ich ebenfalls auf englisch und wollte wieder einen Schritt machen, doch abermals ohne Erfolg, denn ich knicke mit meinem rechten Knöchel wieder weg und schon lag ich wieder in seinen Armen.
“Warten sie.” sagte er nun und hob mich auf seine Arme.
So lief er mit mir und seinem Anhang richtig Aufzug und von da aus, brachte er mich einfach in ein Zimmer, wovon von Zimmer keine Rede sein kann, es war eine riesige Suite. Er sagte etwas zu seinen Leute und  legte mich dann Vorsichtig auf eine Couch. Einen Augenblick später brachte eine Mann ein Handtuch und Eiswürfel. Vorsichtig zog mir Michael Jackson nun meinen rechten Schuh aus. Worauf ich vor Schmerz meinen Fuß zurück zog und stöhnte kurz auf. Doch er ließ sich nicht beirren und nahm meinen Fuß wieder vorsichtig, legte ihn auf seinem Knie nieder. Danach legt er die Eiswürfel ins Handtuch, welches er dann um meinen Knöchel legt. Plötzlich fiel mir mein Vorstellungsgespräch wieder ein und ich sah panisch auf meine Uhr.
Michael Jackson hatte er wohl bemerkt und sah mich fragend an. Ich erklärte ihm, wieso ich eigentlich hier im Hotel war.
“Wie heißen sie?” fragte er mich darauf.
“Julia Kröger.” erwiderte ich, worauf einen Einen von seinen Männern zu nickte.
Dieser verließ darauf die Suite und Michael Jackson widmete sich wieder meinem Knöchel. Mir war das mehr als unangenehm und versuchte immer wieder, irgendwie aus der Situation heraus zu kommen.
“Sie müssen schon still halten.” meinte er nun und sah mich dabei, besorgt an. “Ein Arzt wird auch gleich hier sein.” fügte er dann noch hinzu.
Dann kam der Mann, der sie Suite verlassen hat wieder und kam zu mir.
“Sie haben für nächste Woche ein neues Vorstellungsgespräch und man wünscht ihnen gute Besserung.” sagte er dann, auf deutsch, zu mir und nickte Michael Jackson zu.
Dieser lächelte nun und ich dachte ich würde schmelzen. Was hatte er nur für ein bezauberndes lächeln, dachte ich mir aber wurde durch einen erneuten stechenden Schmerz zurück in die Wirklichkeit geholt. Es klopfte an der Tür und ein älterer Herr kam herein. Ich sah in voller Erleichterung an, denn es handelte sich um meinem Hausarzt.
“Julia? Was ist denn mit dir passiert?”
“Ich hatte einen Zusammenstoß und dabei habe ich mir meinen rechten Knöchel verletzt.” erwiderte ich ihn.
“Na da hast du aber Glück, dass ich heute Notdienst habe.” meinte er und Kniete sich neben Michael Jackson.
Ohne meinen Fuß, von seinem Knie zu nehmen find Dr. Evald mit der Untersuchung an.
Michael Jackson beobachtet ihn ganz genau dabei und bei jemandem zucken von mir, sah er mich besorgt an.
“Dein Knöchel ist eindeutig verstaucht. Ich werde dir jetzt eine Verband anlegen um deinen Knöchel ruhig zu stellen.” erklärte er mir und legte den Verband an.
“Es ist nun wichtig, dass du den Fuß in den ersten Tagen ruhig stellst, ihn hoch legst und ihn gut kühlst. Den Fuß zunächst zu schonen, ist sinnvoll, damit die Schwellung und die Schmerzen zurückgehen.” meinte er und Michael Jackson sah ihn fragend an, worauf Dr. Evald es noch mal auf englisch wiederholt.
“Gut. Reichen 5 Tage?” fragte Michael Jackson dann und lächelte mich an.
Okay, was hatte das jetzt zu bedeuten?
“Ja, es handelt sich um eine leichte Verstauchung, da müssten 4-5 Tage ausreichen.” meinte er auf englisch zu ihn und verabschiedete sich dann von uns.
“Antonio, macht es dir was aus, dir ein neues Zimmer zu nehme? Ich würde Frau Kröger gerne das Schlafzimmer neben mir geben.” sagte Michael Jackson dann zu einen seinen Männer und dieser erwiderte, dass es kein Problem war.
Aber? Was?
“Moment bitte ich kann…” “Sie können und werden. Ich überlasse doch keine verletzte Dame, einfach so ihrem Schicksal.” unterbrach mich Michael Jackson
“Ja aber…” “Was möchten sie essen. Oder besser sagt. Was möchtest du essen und nenne mich bitte Michael.” unterbrach er mich wieder.
Anscheinend mochte er keine Widerrede.
“Danke Michael aber ich kann mir einfach ein Taxi rufen und nach Hause fahren.”
“Und wer ist da und kann sich um dich kümmern?” fragte er mich.
“Keiner.” gab ich zurück, worauf Michael zufrieden lächelte.
“Na also. Ich muss heute abend noch ein Konzert geben und dann habe ich bis zum 08.07 frei. Also kann ich mich um dich kümmern und um auf meine Frage zurück zu kommen, worauf hast du Hunger?”
Ich war nun vollkommen überfordert und sah ihn nur fragend an. Worauf er zu lachen begann.
“Gut, was hälst du von Burger? Die sollen hier richtig gut sein.” meinte Michael dann und ich nickte einfach nur.
Ab Abend machte sich Michael auf dem Weg ins Müngersdorfer Stadion aber nicht ohne mich vorher in mein Schlafzimmer zu tragen, ich wollte zwar selber laufen oder besser gesagt humpeln aber hatte keinen Chance gegen ihn und gab meinem Widerstand schnell auf.
Schnell merkte ich, wie meine Augen schwerer wurden und ich langsam einschlief.
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