Potsdam I am coming

GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P16
1.FFC Turbine Potsdam Die deutsche Nationalmannschaft OC (Own Character)
12.02.2019
04.06.2019
38
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Franzi

Am Sonntag stand ich erst gegen halb 11 auf. Ich zog mir etwas über und ging draußen eine Runde laufen. Wegen der Wärme hatte ich nur meine Sporthose und ein Sport BH an. Durch den Wald war es eine angenehme Strecke zu laufen. Gerade wollte ich bei der Gabelung links abbiegen, als ich mit jemand zusammen rauschte und zu Boden fiel. Ich spürte regelrecht wie die Schürfwunden meinen Rücken zeichneten. „Autsch.“ Mein Gegenüber hatte es besser, der fiel mir nämlich auf die Brust und landete so wenigstens weich. „Das tut mir so leid. Ich hab dich nicht gesehen und …“ Ich schaute meinen Gegenüber in die blauen Augen und bekam nur die hälfte mit was sie gesagt hat. „Ist schon ok. Ich hätte erst schauen sollen, bevor ich einfach abbiege.“ Sie schaute mich überrascht an und schien mich zu erkennen, denn ich wusste sofort dass auf mir Anna Gasper lag, Potsdams Nummer 7. Meine Arme waren um sie geschlungen und hielt sie an der zierlichen Hüfte fest. „Es tut mir trotzdem leid.“ Ich fing an mit Lachen. „Sorry, aber das ist einfach zu witzig. Anna es ist ok. Wir sind beide schuld.“ „Du weißt noch meinen Namen.“ Sie strahlte mich an. „Natürlich, denkst du dein Gesicht vergesse ich so schnell.“ Ich grinste sie an und bemerkte wie sie etwas rot wurde. „Naja, ja eigentlich schon.“ Ich strich ihr etwas über die Wange und lächelte sie weiter an, dabei verfingen sich unsere Augen miteinander. Ein weiterer Jogger brachte uns wieder ins hier und jetzt. „Ist bei euch alles ok.“ Wir schauten hoch und nickten. „Ja, alles bestens, aber trotzdem danke fürs Nachfragen.“ „Kein Ding.“ Er winkte und lief weiter. „Oh, ich sollte aufstehen.“ „Ja, das sollten wir wohl.“ Sie stand auf und half mir dann hoch. Ich klopfte mir den Dreck von der Hose, als sie aufkeuchte. „Was?“ „Dein Rücken, dass tut mir echt leid.“ Sie sah mich traurig an. „Sehr schlimm.“ Sie nickte und nahm ihr Telefon und machte ein Bild. „Oh, ja gut das wird schon. Sind nur ein paar Schürfwunden.“ „Hast du jemand der das reinigt, nicht das es sich entzündet.“ „Ähm, ich bekomm das bestimmt alleine hin.“ „Nichts da, du kommst mit zu mir und ich reinige das. Es war ja zum Teil meine Schuld.“ Sie sah mich entschlossen an. „Ok, gut du hast gewonnen. Wo wohnst du.“ „Nur 10 Minuten von hier.“ Ich nickte und wir liefen zusammen zurück. Wie ich feststellte wohnte Anna fasst gegenüber von Jess. „Wohnst du hier alleine.“ „Nein, Lisa wohnt mit mir hier zusammen, so ist es einfacher im Monat die Miete zusammen zu bekommen.“ Ich nickte. Sie schloss die Tür auf und ließ mich rein. „Hey Anna bist du schon zurück.“ Lisa kam nur mit Handtuch bekleidet zu uns in den Flur und blieb abrupt stehen. „Oh, du bist nicht alleine und was ist denn mit euch passiert?“ „Lisa, das ist Franzi. Wir sind im Wald zusammen gerauscht und Franzi ihr Rücken hat ganz schön was abbekommen. Ich hab angeboten die Wunden zu reinigen.“ Lisa grinste Anna an. „Ok, gut dann das Bad ist euch. Ich ziehe mir solange mal was an. Franzi freut mich dich kennenzulernen.“ Damit war sie im rechten Zimmer verschwunden. „Sorry, sie ist eigentlich nicht so.“ Ich grinste sie an. „Na, dann will ich nicht wissen wie sie sonst ist.“ Das brachte Anna zum Lachen. Ich zog meine Schuhe aus und folgte ihr ins Bad. Dort kramte Anna im erste Hilfe Kasten herum. „Gut, ich mach das erst etwas sauber und desinfiziere es dann.“ „Ist ok. Keine Angst ich bin nicht so zerbrechlich.“ Ich stellte mich vor das Waschbecken und beobachtete durch den Spiegel, wie Anna konzentriert über meinen Rücken strich. Ich schloss meine Augen und versuchte den Schmerz auszublenden.


Anna


Ich beobachte durch den Spiegel wie sie die Augen schloss und versuchte sich nichts anzumerken. Aber ich konnte ihre Muskeln spüren die sich immer mehr anspannten. „So jetzt kommt der schlimmste Teil.“ „Ist schon ok.“ Sie sprach nur leise und öffnete dafür nicht mal die Augen. Ich nahm ein Tuch und feuchtete es mit Desinfektionsmittel an. Schon bei der ersten Schürfwunde spannte sie ihren Rücken an. „Sorry.“ „Nicht schlimm, es muss ja sein.“ „Ich beeile mich.“ Mit schnellen Bewegungen ging ich über die Wunden und musste meine Tränen zurück halten, als ich hörte wie sie zischte und bei der größten Wunde sogar aufstöhnen musste. In jedem anderen Moment wäre ich rot geworden, bei solchen Tönen aber jetzt war ich nur froh, als ich fertig war. „Fertig, sorry für den Schmerz.“ „Es lehrt mich beim Laufen ein Shirt zu tragen.“ „Bitte nicht.“ Schon hätte ich mich schlagen können, über meine Worte. Sie drehte sich zu mir um und ich schaute in grüne Augen. Diese waren so gefühlvoll, dass ich in ihnen versank. Sie lächelte mich an und strich mir über die Wange. Ist es komisch, dass ich mir gerade wünsche, dass sie mich küsst. Sie seufzte und schloss die Augen bevor sie sich schüttelte. „Ich sollte gehen.“ Enttäuscht schaute ich nach unten. „Hey, nicht so enttäuscht. Nur, ich weiß wenn ich noch lange bleibe, dann mache ich etwas, was noch etwas zu früh kommt. Wir kennen uns ja nicht einmal wirklich.“ „Ok.“ Sie lächelte mich an. „Du bist süß. Würdest du mit mir ausgehen.“ Jetzt war ich es die überrascht ist. „Ähm, doofe Frage. Vergiss das ich gefragt habe.“ Sie lief an mir vorbei und öffnete die Badtür. „Warte.“ Ich hielt sie an der Hand fest. Wir schauten beide kurz nach unten. „Ja, ich würde gerne mit dir ausgehen.“ „Echt.“ Sie strahlte mich an. Ich nickte nur. „Cool, ähm wie wäre es ich gebe dir meine Nummer und wir schreiben wann wir Zeit haben.“ „Ja, das klingt gut.“ „Super.“ Sie holte ihr Telefon raus und tippte etwas ein. „Hier.“ Sie gab es mir, ich tippte meine Nummer ein und gab es ihr zurück. Danach rief sie mich an. „Jetzt hast du auch meine Nummer. Dann sehe ich dich bald.“ „Ja, auf jedenfall.“ Wir liefen in den Flur und trafen Lisa, die im Wohnzimmer saß. „Oh, hey du bist noch hier?“ „Ja, gerade auf den Weg nachhause.“ „Warte du bist doch die Freundin von Svenja.“ Franzi nickte. „Ja, Svenja und ich haben früher zusammen gespielt, bevor ich mich gegen eine Karriere entschied und sie in die 1. Mannschaft kam.“ „Warst du gut.“ Sie zuckte die Schultern. „Etwas, vielleicht.“ „Du solltest mal mit uns kicken. Komm doch nachher mit uns zum Training, wird bestimmt lustig.“ „Na, ich hab nicht mal mehr Fußballschuhe.“ „Egal du kannst auch mit normalen Schuhen spielen und wenn nicht, leihen wir dir welche von uns. Welche Schuhgröße hast du?“ „39.“ „Läuft, Anna du hast doch auch die 39.“ Ich nickte und sah Franzi ihren zögerlichen Blick. „Du musst nicht.“ „Ok, ich komme mit, aber ich kann nicht versprechen das ich spiele.“ „Das reicht mir als Antwort. Sollen wir dich unterwegs einsammeln.“ „Naja, ich wohne eine Straße weiter. Ich kann auch hier rüber kommen. Wann geht es los.“ „14 Uhr, sagen wir eine halbe Stunde vorher.“ Sie schaute auf die Uhr. „Ok, dann sehe ich euch in 2 Stunden.“ Sie lächelte mich noch einmal an, bevor sie ihre Schuhe anzieht und die Wohnung verließ. Lisa stand auf einmal hinter mir, als ich mich umdrehte und mich somit erschreckte. „Lisa.“ „Was, gib es zu, das war ein super Plan von mir.“ „Ich glaub nicht, dass sie spielt.“ „Warum nicht. Hast du ihren Körper gesehen, sie ist auf jedenfall sehr Athletisch.“ Ich nickte. „Oh Gott dein Blick.“ Lisa lachte mich aus. „Du bist rot wie eine Tomate. Komm ich gebe Matthias Bescheid und du gehst duschen.“ „Ok.“


2 Stunden später


Franzi


Nervös stehe ich nun mit meiner kleinen Sporttasche vor der Wohnung von Anna und Lisa. Was habe ich mir da nur angetan. 7 Jahre habe ich es geschafft nicht zu spielen und jetzt habe ich eingewilligt mit zum Training zu gehen. Seit ich wieder in meiner Wohnung war, lief ich nur auf und ab. Ich hatte kurz mit Sveni telefoniert und sie gefragt ob das eine blöde Idee ist. Aber sie war sofort Feuer und Flamme und hat mich bestärkt zu kommen. Ich war so im Gedanken das ich nicht hörte wie die Tür sich öffnete und die beiden nach draußen traten. „Hey, Franzi überpünktlich.“ Ich schaute auf und sah die beiden mit ihrer Sporttasche. „Ja, ich muss zugeben ich bin etwas nervös. Immerhin seid ihr ja alle Superstars.“ „Ach was uns kennt niemand.“ Lisa winkte ab. Was mich grinsen ließ. Sie schien cool. „Ich hab Matthias geschrieben und der war zwar nicht wirklich begeistert, aber hat sich überzeugen lassen. Scheinbar hat Svenja mit ihm geredet.“ Das ließ mich lachen. „Ja, sie war am Telefon total begeistert. Ich weiß gar nicht warum. Immerhin hab ich 7 Jahre nicht mehr gespielt, da bin ich froh wenn ich den Ball richtig passen kann.“ „Ach was. Das ist wie Fahrrad fahren. Das verlernt man nicht.“ Wir stiegen ins Auto ein und fuhren die 10 Minuten zum Trainingsgelände. Lisa stellte das Auto ab und wir stiegen aus. Schon war Svenja an meiner Seite. „Mädels ich liebe euch. Das ihr es geschafft habt Franzi dazu zu bringen, ist wie ein Wunder.“ „Naja, ich glaube Anna hatte großen Anteil daran.“ Ich schaute kurz zu Anna, bevor wir von einem Mann unterbrochen wurden. „Du musst Franzi sein.“ Ich drehte mich zu ihm um. „Ja, Franzi Potter.“ Er nickte und schüttelte meine Hand. „Ich muss sagen normalerweise mache ich sowas ja nicht, aber Svenja und auch die beiden hier haben sich dafür eingesetzt, also will ich es das eine Mal erlauben.“ „Danke Herr Rudolph.“ Er lachte auf. „Nenne mich bitte Matthias.“ Ich nickte. „Gut, dann zieht euch um und wir treffen uns auf dem Platz.“ Wir nickten und die drei zogen mich Richtung Kabine. Diese war schon überfüllt, so dass ich doch etwas nervös wurde als mich alle anstarrten. „Leute das ist Franzi. Sie und ich haben früher in Frankfurt in den U-Mannschaften gespielt. Wir haben sie heute überredet mit uns zu trainieren, also seid nett.“ Ich winkte kurz. „Hallo, alle zusammen.“ Svenja zog mich zu ihrem Spind und ich legte meine Tasche ab. „Ich finde immer noch die Idee ist schrecklich. Was wenn ich mich total zum Affen mache.“ „Ach was, du warst früher unser bester Spieler, das verlernt man nicht.“ Ich seufzte und zog mich um. Dabei spürte ich einige Blick auf mir, als ich mir mein weißes Shirt überzog. So würde ich nicht zu sehr auffallen, da die Trainingsshirts auch weiß sind. Anna kam zu mir und gab mir ein Paar ihrer Schuhe. „Danke Anna.“ „Kein Ding. Du kannst sie behalten. Ich habe noch drei Paar daheim.“ Ich strich nervös über mein Knie. Svenja fiel die Narbe auf. „Die ist echt groß.“ „Ja, aber sie schränkt nicht ein. Ich werde trotzdem meine Bandage drüber ziehen, zur Sicherheit.“ Fertig mit allem schnappte ich mir meine Flasche und lief mit den anderen nach draußen. Es war komisch wieder auf dem Rasen zu stehen. Der Ball flog zu mir und ich nahm ihn an und trat drauf. „Und du sagst du hast es vergessen.“ Svenja grinste mich an. Wir stellten uns auf und ich blieb etwas im Hintergrund. Immerhin bin ich eigentlich offiziell nicht hier. „Gut zuerst lauft ihr euch 5 Runden ein.“ Wir nickten und ich lief mit den anderen die Runden. Deren Tempo war zwar etwas langsam, aber ich wollte nicht auffallen, also lief ich mit ihnen. Danach dehnten wir uns und mussten Sprintübungen machen. Damit hatte ich wenige Probleme und war überraschend weit vor den anderen. Nach Übungen wir Push-Ups und Liegestützen gab es eine kleine Pause. Matthias nahm mich zur Seite. „Kannst du mir etwas über dich erzählen.“ „Ähm ja klar. Was willst du wissen.“ „Spielst du Fußball.“ „Früher, bis ich 18 war hab ich mit Svenja in den U-Mannschaften von Frankfurt gespielt.“ „Und danach.“ „Ich hatte einen Autounfall und mein Knie war kaputt. Meniskus, Kreuzband, Innen und Außenband waren beschädigt. Ich hab 6 Monate wieder gebraucht bis ich wieder normal Laufen konnte und hab dann entschieden, nicht länger zu spielen. Das hier ist das erste Mal seit 7 Jahren das ich auf einen Fußballplatz stehe.“ „Mhm, welche Position hast du gespielt.“ „Mittelfeld und linken Sturm.“ Er nickte. „Ich gebe zu, ich war nicht wirklich glücklich dass ich dich mitmachen ließ, aber du bist gut. Deine Ausdauer und Kraft sind beeindruckend. Ich hab dich zwar jetzt noch nicht mit dem Ball gesehen, aber so wie Svenja über dich geschwärmt hat, freue ich mich dich zu sehen.“ „Oh, ja sie übertreibt wahrscheinlich. Sie sagte auch immer ich war die beste Spielerin in der Mannschaft, aber ich kann das eigentlich nicht nachvollziehen.“ „Na, wir lassen uns überraschen.“ Wir liefen zurück zur Gruppe und er schaute alle an. „Gut, ich möchte zum Abschluss noch ein Trainingsmatch machen. Mit Franzi können wir genau 2 Mannschaften machen. Lisa, Feli, Jojo, Bianca, Anna, Klara, Franzi, Svenja und Lena gegen den Rest. Franzi du spielst im linken Sturm neben Lena und Anna.“ Ich nickte und ließ mir ein Leibchen geben. Damit trat ich aufs Feld und stellte mich zurecht. Ich schaute zu den anderen nervös, bevor das Spiel begann. Zuerst beobachtete ich das Stellungsspiel der anderen, bevor ich mich frei lief und Svenja mir den Ball zu spielte. Da klickte etwas in mir und ich drehte mich schnell um die eigene Achse und lief nach vorne. Ich spielte zwei Mann aus und schaute in die Mitte. Dort stand Lena frei. Ich holte kurz Luft und passte den Ball mit links in den Strafraum. Der Ball war nicht ganz perfekt, aber Lena bekam den Kopf an den Ball und versenkte zum 1:0. Ich jubelte überrascht auf. Svenja kam grinsend zu mir. „Wie war das mit dem verlernt.“ Ich zuckte die Schultern. „Keine Ahnung es hat irgendwie klick gemacht.“ Die anderen hatten Anstoß und ich beobachtete wieder das Passspiel der anderen. Im richtigen Moment lief ich los und luchste so Karo den Ball ab und lief links außen lang. Anna lief Parallel zu mir und ich passte in den Strafraum und sie versenkte zum 2:0. Grinsend nahm ich sie kurz in den Arm. „Du bist echt klasse.“ „Danke.“ Grinsend liefen wir zurück. Das Spiel ging in den nächsten Minuten über die andere Seite, bevor Feli den Ball abfangen konnte und zu mir nach vorne schlug. Ich nahm den Ball mit der Brust mit und lief aufs Tor. Von den anderen lief keiner mit, so spielte ich Wibke und Caro aus und schoss aufs Tor. Ich schaute dem Ball hinter her, wie er oben in die rechte Ecke ging. Überrascht, dass der Ball rein ging, war ich schon. Schon hatte ich Lena auf meinem Rücken. „Und du spielst seit 7 Jahren nicht mehr. Unmöglich.“ „Reines Glück.“ „Das ist Talent, kein Glück Franzi.“ Svenja nahm mich in den Arm. Ein pfiff ertönte und wir schauten zu Matthias der uns zu sich rief. „Ok, kurze Pause. Franzi würde es dir etwas ausmachen kurz mit Phine zu gehen.“ „Ähm ja klar, kein Problem.“ Ich schnappte meine Flasche und folgte der Co-Trainerin auf die andere Seite des Spielfeldes. „So, ganz schön beeindruckend.“ „Findest du. Ich finde mir verspringt noch zu oft der Ball. Es ist komisch wieder auf den Platz zu stehen.“ „Warum hast du wirklich nicht wieder angefangen mit spielen. Matthias hat von deinem Autounfall erzählt.“ „Ich hatte Angst, mich erneut zu verletzen. Besonders am Anfang war es schwer. Ich spiele Fußball und Handball schon seit ich 6 Jahre bin. Mit beiden so abrupt aufzuhören war ein Schlag für mich. Ich bin zwar immer noch laufen gegangen, aber es war nicht dasselbe. Erst hier jetzt im Spiel, da fällt mir zum ersten Mal auf was ich so lange vermisst habe.“ „Und du bist echt gut. Darf ich fragen. Analysierst du das Spiel, manchmal schaust du so als würdest du es machen.“ „Ja, das ist so ein Tick von mir. So hab ich bei eurem letzten Spiel gestern auch sofort Sachen gefunden, die man verbessern kann.“ Sie schaute mich überrascht an. „Es sind jetzt keine großen Sachen, aber mir sind einige Situationen aufgefallen, die wenn das Mittelfeld enger gestanden hätte, mehr Bälle abgefangen werden könnten oder das die linke Seite des SC total offen stand.“ Ich zuckte die Schultern. „Die Mädels haben aber auch so gewonnen.“ Mein Blick ging hoch zu Phine, die mich Gedankenverloren ansah. „Sorry, ich wollte euer Spiel nicht schlecht reden.“ Ich hob sofort nervös die Hände. „Nein, jetzt wo ich darüber nachdenke hast du Recht. Danke.“ Sie lächelte mich. „Ok, also bist du mir nicht böse.“ Sie lachte. „Nein, was machst du sonst wenn du nicht von den Mädels zum Fußball gezwungen wirst.“ „Ich bin die neue Hotelmanagerin im Kongresshotel. Seit Montag.“ „Warte du bist doch noch nicht so alt.“ „25 um genau zu sein.“ „Und bist da schon Managerin im Hotel.“ Ich nickte. „Jep, davor war ich 2 Jahre Managerin in Erfurt im Dorint.“ „Wow, sehr Erfolgreich.“ „Naja nach meiner Ausbildung hab ich mit 20 studiert und war mit 22 fertig. Dort war ich dann noch ein dreiviertel Jahr Assistentin, bevor ich den Schritt gewagt habe.“ „War bestimmt nicht leicht.“ „Nein, aber hier finde ich es besser. Die Leute sind netter und die Arbeit macht Spaß, was machst du neben dem Trainer Amt.“ „Ich arbeite bei Eurowings, Analyse.“ „Cool.“ Matthias rief uns wieder rüber zu den anderen. „Ihr anderen geht wieder aufs Feld, Franzi komm mal zu mir.“ Nervös trat ich zum Trainer und setzte mich neben ihn. „Ich war schlecht, hab ich Recht.“ Er lachte auf. „Nein, überhaupt nicht. Was würdest du sagen, wenn du bei uns spielst.“ Meine
Augen wurden groß. „Warte das war ein Witz oder?“ Er schüttelte den Kopf. „Nein, ich meine es ernst. Was würdest du sagen, wenn du bei uns Spielen würdest.“ „Ich meine natürlich würde ich hier spielen, aber ich bin lange nicht so gut, wie die anderen.“ „Naja, es wird bestimmt ein paar Spiele dauern und du musst einiges an Training nachholen, aber ich sehe da kein Problem.“ Ich hatte mittlerweile Tränen in den Augen. „Meinst du das ernst. Ich meine ich hatte heute Glück.“ Er lachte auf. „Franzi ich sehe Talent und Fleiß. Du hängst dich rein und hast ein gutes Auge, du wärst auf jedenfall eine Bereicherung.“ Ich nickte. „Ok, ja ich würde gerne hier spielen, aber ich weiß nicht wie das mit meinem Arbeitgeber abläuft.“ „Das lass mal meine Sorge sein. Ich rede mit dem Vorstand. Das Transferfenster schließt in zwei Tagen, so hast du Glück. Du gehst erst einmal zurück aufs Feld und ich gehe mal Telefonieren.“ Ich nickte und stand auf, drehte mich dann aber doch nochmal um und umarmte ihn. „Danke.“ Er lachte wieder. „Ab aufs Feld.“ Grinsend lief ich aufs Feld und lief mich frei. Die Mädels grinsten mich an. Der Ball kam zu mir und ich lupfte ihn über Wibke und lief nach vorne. Ich stoppte kurz und verlagerte das Spiel auf die andere Seite. Anna nahm den Ball an und wurde von Feli hinterlaufen. Ich lief mich am 16 frei. Die Flanke kam hoch, zu hoch für Lena die in der Mitte stand, aber ich sprang nach oben und nahm den Ball volley und schoss aufs Tor. Mit beiden Beinen kam ich wieder auf den Boden auf. Der Ball lag im Tor, aber Inga auch. Schnell lief ich zu ihr und kniete mich neben sie. „Bist du ok. Sorry ich wollte dir nicht wehtun.“ Ich schaute sie traurig an, was Inga aber nur lachen ließ. „Franzi ich bin nur überrascht nach hinten gefallen. Mir geht es gut, sag uns mal eher wo du den hergeholt hast.“ „Ich glaub es nicht du kannst es immer noch.“ Ich sah verwirrt zu Svenja, die grinsend neben uns stand. „Was meinst du?“ „Na den Trick mit dem Volley und mit beiden Beinen landen.“ „Oh, das ist mir gar nicht aufgefallen.“ Ich zuckte die Schultern. „Was wird erst aus dir, wenn du bemerkst wie gut du bist.“ „Ich bin nicht gut, ihr seid gut, ich bin höchstens passabel.“ „Ähm, willst du mich verarschen. Du bist super.“ Lena schüttelte mich etwas durch. „Wer hat dir eingeredet du wärst nicht gut.“ Ich schaute nach unten. „Viele Leute haben das gesagt, meine Eltern zum Beispiel.“ Ich zuckte die Schultern. „Diese Menschen waren falsch.“ Svenja sah mich lächelnd an und drückte meine Schulter. „Franzi du bist 25 und Managerin eines Hotels und das ist ein 5 Sterne Hotel, davor warst du schon 2 Jahre Managerin eines 5 Sterne Hauses, du kannst über deine Arbeit stolz sein und niemand kann darüber etwas anderes sagen.“ Ich lächelte sie an. „Danke.“ „Gut, dann bereit zu spielen.“ Feli sah uns lachend an. „Natürlich.“ Wir stellten uns auf und es gab Anstoß. Ich rückte etwas ein und verkleinerte den Radius. Trotz dessen konnte Vicki den Ball zum 4:2 versenken. Wenig später pfiff Dirk das Spiel ab und ich fiel den anderen um den Hals. Wir gingen zum Trainer. „Gut, das war ein gutes Training. Franzi, komm bitte nach dem Duschen in mein Büro, damit wir den Papierkram erledigen können.“ „Ok.“ Damit zog mich Feli und Lena zur Kabine. „Echt super, dass du Zugesagt hast bei uns zu spielen.“ „Findet ihr. Für mich ist es immer noch ein Traum. Wenn ich meiner Mum davon erzähle, dann wird sie mich anschreien.“ „Ach was, lass mich mit Jana reden.“ Svenja trat zu uns. „Stimmt du warst immer ihr Liebling.“ „Natürlich war ich ihr Liebling, hast du mich mal angesehen.“ Wie lachten alle nur, bei ihrem Gesicht. In der Kabine zog ich mich aus und schnappte mir mein Handtuch und Duschzeug. Ich lief direkt in Anna. Wir wurden beide etwas rot. „Franzi, was hast eigentlich an deinem Rücken gemacht.“ Ich lachte mit Anna auf und schaute zu den anderen. „Naja, heute Vormittag bin ich im Wald laufen gegangen und bin in Anna gelaufen. Dabei haben wir uns beide hingelegt. Sie hat mir dann geholfen die Wunde zu reinigen und hat sie desinfiziert.“ „Ja, die beiden waren völlig dreckig, als sie bei uns im Flur standen.“ „Stimmt, aber nur so kam ich überhaupt zu dem Training heute.“ „Meine Idee war doch echt super.“ Lisa grinste mich an und schob mich und Anna in Richtung Dusche. Zum Glück waren es geschlossene Kabinen. Ich verschwand in einer und duschte schnell, dann trocknete ich mich ab und lief zu meinen Sachen und zog mich an. „Sag mal, aber du hast trotzdem weiter Sport gemacht.“ „Naja, ich bin fast jeden Tag ins Fitnessstudio.“ „Steht dir.“ Lena zeigte grinsend auf meinen Oberkörper. Das ließ mich etwas rosa werden. „Danke.“ Als ich mich drehte bemerkte ich Anna ihren Blick Richtung Lena. Das ließ mich nur grinsen. Ich zog mich fertig an und schloss meine Trainingstasche. Die Schuhe von Anna band ich zusammen und legte sie außen um die Tasche. „Sollen wir draußen auf die warten.“ Anna sah mich fragend an. „Nein, das wird wohl etwas dauern. Ihr müsst wegen mir euren Sonntag nicht unnötig verschwenden. Ich laufe dann einfach Heim.“ „Es ist kein Problem, Franzi wir warten draußen.“ Lisa lächelte mich an. „Ok, ich werde mich beeilen. Bis morgen Mädels.“ Ich winkte allen zu und nahm Svenja kurz in den Arm bevor ich aus die Kabine trat. Jetzt wurde es knifflig, wo war das Büro von Matthias. Hinter mir öffnete sich die Tür und Svenja lehnte sich an die Tür. „Na keine Ahnung wo du hin musst.“ „Etwas.“ Hinter ihr lachten die Mädels. „Hinten links die letzte Tür.“ „Danke.“ „Soll ich dir Anna mitgeben, damit du ankommst.“ Wieder gab es gelache aus der Kabine. „Sei nicht gemein und nein ich schaff das auch alleine.“ Ich lief den Gang entlang und klopfte an die letzte Tür. Hier stand auch ein Schild mit Matthias seinen Namen. „Franzi, komm rein.“ Ich trat ein und war überrascht, neben Matthias noch zwei weitere Männer zu sehen. „Franzi, darf ich dir Dr. Torsten Gieschen und unseren Präsident Rolf Kutzmutz vorstellen.“ „Ähm, hallo freut mich sie kennenzulernen. Sind sie jetzt extra wegen mir, zum Sonntag, hier ans Trainingslager gefahren.“ Die beiden lachten auf. „Ist ok. Wir haben nur gutes gehört und das Filmmaterial was Matthias aufgenommen hat, zeigt viel Potenzial.“ „Filmmaterial.“ Ich schaute fragend zu Matthias. „Ja, naja ich hab etwas von deinem Spiel gefilmt um Ralf zu zeigen, warum ich dich unbedingt im Team haben will.“ „Oh, ist ok. Ich war nur überrascht.“ „Wollen wir uns setzen.“ Ich nickte und setzte mich neben Thorsten. „Gut zuerst müsstest du uns deine ganzen Daten geben, dazu eine Erklärung damit Thorsten deine Krankenakte einfliegt.“ Ich nickte. Füllte die zuerst aus und gab sie ihm. Danach füllte ich die ganzen Punkte aus. Es dauerte mich fast 10 Minuten die 4 Seiten auszufüllen. „Wunderbar. Dann zu deinem Vertrag.“ Ralf erklärte mir die einzelnen Punkte und das er morgen mit Jakob reden wird, wegen meines Arbeitsvertrages im Hotel. Was wieder interessant wurde, wäre meine Spielernummer. „Oh, wir müssen die 11 noch dazu schreiben, da Dinah vorerst wieder in der zweiten spielt und nicht mit in die erste wechselt.“ „Also wäre die 11 frei.“ Ich schaute ihn fragend an. „Ja, warum.“ „Weil ich würde sie nehmen. Die 11 war schon immer meine Spielernummer.“ Er nickte. „Gut, den Medizincheck machen wir morgen vor dem Training.“ Ich nickte zu Thorsten. „Wie viel Uhr?“ „Sagen wir 15 Uhr.“ Ich nickte. „Ok, das bekomme ich hin, zum Glück ist es von der Arbeit ja nur ein Katzensprung.“ „Gut dann hätten wir alles.“ „Danke, ich kann mich nicht genug bedanken.“ „Nein, ich glaube wir müssen Lisa, Anna und Svenja danken, dass sie dich mit zum Training gebracht haben.“ „Wie das Schicksal manchmal spielt.“ „Ja, genau.“ Ich schüttelte jedem die Hand und lief nach draußen. Vor dem Gelände standen die beiden und sonnten sich auf der Motorhaube von Lisas Wagen. „Habt ihr euch auch eingecremt.“ Ich trat grinsend zu den beiden und erschreckte Anna so sehr, dass sie von der Motorhaube fiel und ich sie auffing und in meine Armen hielt. „Hab dich.“ Unsere Augen verfingen sich und erst durch ein räuspern trennte sich unser Blick. „Gut, wollen wir. Ich habe Hunger und wir müssen schauen was noch in unserem Kühlschrank ist.“ „Naja, wenn ihr wollte könnt ihr bei mir mitessen. Ich hab noch genug zu essen und selten Gelegenheit zu kochen. Außerdem schulde ich euch was, da ich den Vertrag nur wegen euch bekommen habe.“ „Ach was, du hast den Vertrag wegen deinem Talent und Spielverständnis bekommen.“ Anna sah mich lächelnd an.  „Vielleicht, aber nur wegen euch habe ich mich erst überwunden aufs Feld zu gehen, so bitte esst mit mir zu Abend.“ „Ok, kostenloses Essen schlage ich nicht aus.“ Ich grinste, bei Lisa ihrer Aussage und setzte mich hinten ins Auto. Bei mir angekommen stieg ich aus. „Wir bringen nur unsere Taschen und das Auto weg.“ „Ist ok. Klingelt einfach, ich fang schon mal an. Esst ihr Lasagne.“ Beide Augen wurden groß. „Auf jedenfall, wir beeilen uns.“ Ich schloss die Tür und lief zu meiner Wohnungstür und trat ein. Meine Tasche warf ich ins Bad und steckte meine Klamotten in die Waschmaschine. Sobald diese an ist, lief ich kurz durch die Wohnung und räumte auf, aber so viel lag zum Glück nicht rum, so dass ich in die Küche lief. Ich holte alle Zutaten aus den Schränken als mein Telefon klingelte. Jessi. „Hey Jess, was gibt es?“ „Oh, ich wollte mal fragen was es bei dir zum Abendessen gibt und wie dein Sonntag so war.“ Ich lachte auf. „Es gibt Lasagne und wenn du Lust hast kannst du kommen, aber ich warne dich vor, Anna Gasper und Lisa
Schmitz kommen auch zum Essen.“ „Warte wie hast du es geschafft, die beiden zum Abendessen einzuladen.“ „Lange Geschichte, komm vorbei und ich erzähle sie dir.“ „Ok, bin in 10 Minuten da.“ Sie legte auf und ich legte die Schichten übereinander in die Auflaufform. Ich erhitzte den Ofen und in dem Moment wie ich die Form unten reinlegte, klingelte es an der Tür. Mit meinem Handy in der Hand lief ich durch die Wohnung und stellte den Timer, als ich die Tür öffnete und alle drei vor mir stehen sah. „Hey, kommt rein.“ Ich ließ alle drei rein und bekam einen anerkennenden Blick von Jess. „Tia, welch eine Überraschung als ich beide vor meiner Tür langlaufen sah.“ Ich grinste. „Ist mir heute Morgen auch schon aufgefallen.“ Ich führte alle ins Wohnzimmer. „Was wollt ihr trinken.“ „Rotwein.“ Jess lief schon in die Küche, was mich meine Augen verdrehen ließ. „Gut, der Alkoholsuchti ist glücklich, was darf ich euch bringen. Wir haben Wasser, Cola, Sprite, Apfelschorle, Wein oder Bier.“ „Wasser.“ „Apfelschorle.“ „Wunderbar.“ Ich lief in die Küche und fand Jess dort. „So erzähl schon.“ „Naja, die Kurzversion ich bin Anna heute Morgen beim Laufen begegnet, dort sind wir aneinander gerauscht und sie hat mich verarztet. Auf jedenfall hat Lisa, Anna ihre Mitbewohnerin, vorgeschlagen ich sollte doch mal mit zum Training kommen. Dort habe ich heute Nachmittag mitgemacht.“ „Aber du spielst doch nicht mehr Fußball.“ „Ja, bis heute und Matthias war so begeistert, dass er mir einen Vertrag angeboten hat. Jetzt so beim Erzählen hört sich das wirklich unglaublich an.“ Jess sah mich mit ungläubigem Gesichtsausdruck an. „Willst du mich verarschen.“ „Nein, das ist mein Ernst frag die beiden in meinem Wohnzimmer und als dank hab ich beide zum Abendessen eingeladen.“ „Unglaublich.“ Kopfschüttelnd verschwand Jess ins Wohnzimmer. Ich seufzte und lief mit den Getränken der beiden ins Wohnzimmer. „Hier bitte schön. Kann ich euch noch kurz alleine lassen, ich muss nur noch den Salat machen.“ „Brauchst du Hilfe?“ Anna stand sofort auf. „Eigentlich nicht, aber gegen Gesellschaft hab ich nichts.“ Sie lächelte und folgte mir in die Küche. „Mhm, das riecht aber schon gut hier.“ „Danke, ich hab nicht oft die Möglichkeit zu kochen. Diese Woche kam es zwar öfters vor, da Jess fast jeden Abend kam, aber sonst für eine Person, ist es sinnlos.“ Ich holte den Salat aus dem Kühlschrank und wusch ihn. „Woher kannst du so gut kochen.“ Ich schaute auf und fand Anna an die Arbeitsfläche gelehnt. „Meine beiden Omas.“ Ich schaute etwas traurig nach unten. „Meine Oma, mütterlicher seits hat mir beigebracht alles Mögliche zu Kochen. Suppe, Braten, immerhin komme ich aus Thüringen, da ist Rouladen mit Klößen ein Muss, selbst Lasagne hatte sie mir beigebracht. Meine andere Oma, väterlicher seits brachte mir das Backen bei. Ob Plätzchen, Torten oder Stollen, wir haben sehr oft experimentiert.“ Ich lächelte während ich den Salat schnitt. „Sie hören sich nach tollen Menschen an.“ „Ja, sie waren die besten.“ In diesem Moment konnte ich nicht aufschauen, es ist schwer über sie zu reden und zu wissen man sieht sie nie wieder. „Oh, Franzi das tut mir so leid.“ Anna kam zu mir und ich schaute auf. „Ist schon ok. Es ist schon ein paar Jahre her.“ Sie nahm mich trotzdem in den Arm. Jetzt kamen doch die Tränen und ich musste mich etwas an sie klammern. Sie legte ihren Kopf auf meinen, was bei unseren Größenunterschied von fast 10cm gut möglich ist und strich mir über den Rücken. „Oh, man jetzt weine ich hier, tut mir leid.“ Ich zog mich zurück und drehte mich von ihr weg. „Nicht, es ist ok.“ Sie hielt mich am Arm sanft fest und drehte mich wieder um und wischte mir zärtlich die Tränen weg. Ein ruf aus dem Wohnzimmer ließ uns hochschrecken. „Franzi, sollen wir schon mal den Tisch decken.“ Ich wischte mir die letzten Tränen weg und schaute kurz zu Anna. „Ja, wenn ihr wollt. Das Essen wird in 10 Minuten fertig sein.“ Ich ging zurück zum Salat und schnitt ihn und bereitete das Dressing vor. Damit fertig wusch ich mir die Hände und hatte mich soweit wieder im Griff. Die anderen kamen und Jess zeigte den beiden wo alles ist. „Wohnst du hier mit Franzi.“ Ich lachte. „Nein, Jess war nur in dieser Woche öfters hier zum Essen.“ „Kannst du es mir verübeln. Du kochst so gut. Ich meine ich hatte auch Kochen, in meiner Ausbildung, aber du hättest auch als Chefkoch bei uns anfangen können.“ Ich schüttelte nur grinsend den Kopf. „Lass das ja nicht Lorenzo hören.“ Mein Timer ging los und ich holte die Lasagne aus dem Ofen. Mit der Auflaufform lief ich ins Wohnzimmer und stellte sie auf den Tisch. „So wer möchte zuerst.“ „Ich.“ „Ich.“ Jess und Lisa bettelten gleichzeitig drum. Ich grinste zu Anna und gab ihr das erste Stück. „Gemein.“ Jess schmollte, was uns alle lachen ließ. „Tia, gegen Anna haben wir einfach keine Chance.“ Lisa stieß Anna leicht an. Sobald jeder hat, fingen wir mit essen an und es wurde noch ein lustiger Abend.
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