Potsdam I am coming

GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P16
1.FFC Turbine Potsdam Die deutsche Nationalmannschaft OC (Own Character)
12.02.2019
04.06.2019
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Hallo alle zusammen.
In den letzten Tagen war mir etwas langweilig und da der Hallencup von Turbine noch nicht lange her ist, dachte ich spinne ich mir mal eine neue Geschichte zusammen.
Liebe Grüße Franzi



Lauter Trubel empfing mich, als ich in Potsdam aus der S-Bahn stieg. Ich schaute mich neugierig um und sah gestresste Menschen, die schon zum frühen Morgen abgehetzt schienen. „Entschuldigung, aber sie stehen im Weg.“ Überrascht drehte ich mich um und sah dort andere Passagiere, die schon sehr genervt aussahen. „Oh, tut mir leid.“ Ich trat zur Seite und ein Typ gab mir noch extra einen Stoß. „Immer diese Touristen.“ Arschloch. Ich drückte meine Tasche etwas näher an mich und lief jetzt ebenfalls durch den Bahnhof. Endlich in Potsdam. Nach 3 Monaten hin und her, habe ich es doch gewagt aus meiner kleinen Heimatstadt wegzuziehen und ein neues Leben zu beginnen. Wer ich bin. Mein Name ist Franzi Potter und ich bin 25. Ja, ich weiß, dass erinnert immer sehr an Harry Potter. Als ich jünger war fand ich es sehr cool und habe mir gewünscht, dass ich wie er sein könnte, leider stellte ich mit den Jahren fest, wie schwer so ein Name auf ein Lasten kann. Naja, aber hier geht es nicht um meinen Namen, sondern meine Person. Das einzige was mir Harry mitgegeben hat, ist mein Drang nicht aufzugeben. Weshalb ich jetzt hier stehe. Das Kongresshotel am Luftschiffhafen, ist mein neuer Arbeitgeber und hoffentlich eine Chance neu anzufangen. Nervös strich ich mir meine feuchten Hände an meiner Hose ab und lief in das Gebäude. An der Rezeption wurde ich freundlich begrüßt. „Guten Tag, wie kann ich ihnen helfen.“ „Guten Morgen, ich habe eine Termin mit Herrn Klingental.“ „Oh, natürlich einen Moment, ich werde sie anmelden. Wie ist ihr Name.“ „Franziska Potter.“ Sie stutzte kurz bei meinem Nachnamen, was ich nur lächelnd benickte. „Guten Morgen Herr Klingental, ich habe hier eine Dame die möchte sie sprechen. Ihr Name ist Potter.“ Sie nickte und legte auf. „Er wird in einer Minute hier unten sein.“ „Danke sehr.“ Ich lächelte sie Höflich an. Hinter mir standen weitere Gäste, weswegen ich zur Seite trat und ihnen den Vortritt ließ. „Frau Potter.“ Ich drehte mich um und lächelte Herrn Klingental an. „Herr Klingental, es ist schön sie wiederzusehen.“ „Das finde ich auch. Kommen sie in mein Büro, da lässt es sich besser sprechen.“ „Gerne, gehen sie voran.“ Zusammen liefen wir ein Stockwerk nach oben und traten in ein großes Büro. „Hier wären wir. Möchten sie vielleicht einen Kaffee.“ „Ja, Kaffee klingt wunderbar.“ Er nickte und schenkte uns beiden eine Tasse ein. „So nehmen sie ruhig Platz, ich bin froh dass es bei ihnen so schnell geklappt hat.“ „Ja, dass bin ich auch. Zwar kann ich nicht leugnen das ich etwas überrascht über ihren schnellen Anruf war, aber ich konnte es auch nicht erwarten hier her zu kommen.“ Er lächelte mich an.  „Wie sie wissen ist die Stelle der Hotelmanagerstelle, erst vor zwei Wochen frei geworden und das Personal weiß noch nicht, das ich die Stelle mit ihnen besetze, so würde ich sie zuerst einmal herumführen und sie dann in der Mittagspause allen vorstellen.“ „Das klingt für mich in Ordnung. Darf ich fragen, wie stellen sie sich die Reaktion vor. Immerhin bin ich noch relativ Jung und manche könnten ihre Wahl anzweifeln.“ „Da sollten keinen Probleme auftreten, unser Team ist relativ Jung und ich denke sie werden wunderbar hier Anschluss finden.“ „Das ist toll.“ Ich lächelte ihn an und trank etwas von meinem Kaffee. „Wie bei unserem letzten Gespräch habe ich den Vertrag nach ihren Punkten angepasst und sogar noch ein Dienstauto hinzugefügt.“ Jetzt war ich Überrascht. „Oh, danke das ist sehr zuvorkommend von ihnen.“ „Ach was, ihre Anmerkungen waren sehr interessant und haben mir gezeigt das ich mit ihrer Einstellung nichts falsch gemacht habe.“ Er legte mir einen Vertrag vor, diesen las ich in Ruhe durch und nickte ihm dann zu. „Wunderbar, würden sie mir einen Stift leihen.“ Er grinste mir zu und gab mir einen Kugelschreiber. Ich unterschrieb und bekam eine Kopie ausgehändigt. „Wegen dem Auto haben sie heute Nachmittag, 16 Uhr, ein Termin in Babelsberg, bei Audi. Thomas, unser Fahrer und Securitychef, wird sie fahren.“ Jetzt war ich überrascht. „Audi?“ „Ja, alle unsere Firmenwagen kommen von Audi, ist das ein Problem.“ „Nein, ich war nur überrascht. Welches Modell wird es sein.“ Er sah mich perplex an. „Das ist ihre Wahl. Entschuldige ich habe das Thema etwas zu abgekürzt. Sie bekommen ein Dienstauto nach ihrer Wahl gestellt. Sie haben die freie Wahl. Anton der Betreiber wird mit ihnen bereden was es sie monatlich kosten wird, die Hälfte kommt von uns und die andere Hälfte von ihnen.“ „Oh, ok danke sehr.“ Er nickte. „Gut, wollen wir einen Rundgang machen.“ „Gerne.“ Wir standen auf und er ließ mir an der Tür den Vortritt. Zuerst zeigte er mir die Etagen und ich prägte mir alles genau ein. In den Zimmern besprachen wir zugleich ein paar Änderungen, bevor es nach unten ging. Im Restaurant war im Moment noch niemand, aber es war ja auch erst halb zehn. Weiter ging es zum Frühstücksraum, dort saßen noch einige Gäste. In der Küche schauten wir kurz vorbei, bevor es in den Wellnessbereich ging. Diesen fand ich sehr interessant, genauso den Fitnessraum. „Hier können sie auch jederzeit nach der Arbeitszeit her.“ „Oh, das ist aber toll. Ich war nämlich schon auf der Suche nach einem neuen Fitnesscenter.“ „Sie waren Sportlerin, dass stand in ihrem Lebenslauf.“ Ich nickte. „Ja, früher habe ich Fußball und Handball gespielt.“ „Aber Profi wurden sie nicht.“ „Nein, mit 18 hatte ich einen Autounfall. Mein Knie wurde beschädigt und ich musste ein halbes Jahr aussetzen, dann war die Angst zu groß wieder anzufangen. Ich war in der U-20 des 1. FFC Frankfurt und hätte bestimmt den Sprung geschafft, aber habe mich dann doch dagegen entschieden.“ „Würden sie heute eine andere Entscheidung treffen.“ Er lächelte mich an. „Vielleicht. Ich hab das Spielen immer vermisst.“ Ich zuckte die Schultern. „Unsere Turbine Frauen können immer Verstärkung gebrauchen.“ Ich lachte auf. „Na, ich glaube dafür bin ich mittlerweile zu alt.“ „Also mit 25 finde ich das nicht.“ Er grinste mich an. „Mir ist jetzt erst einmal die Arbeit hier wichtig und vielleicht schaue ich mir mal ein Spiel an.“ „Das ist doch schon mal was. Wir haben diesen Samstag ein Heimspiel gegen den SC Sand.“ „Na, wir werden sehen.“ Wir gingen wieder nach oben und er zeigte mir die Rezeption und dann mein Büro. Dieses war im Erdgeschoss, in der Nähe der Rezeption. Es war relativ groß und hatte neben Regalen voller Akten und einen Schreibtisch mit Computer, eine Couch und eine kleine Kaffeemaschine. „Wow, das ist mein Büro.“ „Ja, gefällt es ihnen.“ „Ich glaube ich werde sofort mit der Arbeit beginnen.“ Das ließ ihn lachen. „Gut, dann lasse ich sie hier alleine. Auf dem Schreibtisch liegt eine Liste mit Passwörtern, diese müssten sie dann von sich aus ändern.“ Ich nickte. „Danke, Herr Klingental.“ Er lächelte und ließ mich alleine. Ich seufzte auf und nahm auf meinem Bürostuhl Platz. Nach einer kurzen Findungsphase, öffnete ich den Computer und änderte zuerst meine ganzen Passwörter. Danach begann ich mich mit dem System und allen Programmen vertraut zu machen. Zu meinem Glück kannte ich die meisten schon und musste nicht allzu sehr suchen. Danach begann ich die Ordner durchzublättern und mir einen Überblick über die Zahlen und Veranstaltungen zu machen. Es klopfte und ich schaute auf. „Herein.“ Eine ältere Frau trat lächelnd ein und schloss die Tür. „Frau Potter, schön sie kennenzulernen. Mein Name ist Larissa Buchmann, ich bin die Rezeptionschefin. Jakob hat mir schon erzählt dass sie sich einarbeiten. Kann ich ihnen bei etwas helfen.“ Ich stand zuerst lächelnd auf und gab ihr die Hand. „Freut mich sie kennenzulernen. Zuerst habe ich eine kurze Frage. Wie ist das hier mit dem Siezen und Duzen.“ Sie lachte auf. „Wir duzen uns hier alle. Jakob findet das macht das Firmenklima besser und familiärer.“ „Wunderbar, ich bin nämlich nicht wirklich ein Fan von dem ganzen Übergestellten. Mein Name ist Franzi.“ „Larissa.“ Sie lächelte mich an. „So wie kann ich dir helfen.“ „Gute Frage, mit den Systemen bin ich soweit vertraut, aber könntest du mir etwas über die Veranstaltungen und Feiern sagen.“ Sie nickte und in der nächsten Stunden gingen wir alles durch und besprachen alles durch. Ich machte mir immer wieder Notizen und malte mir mögliche Pläne auf. Es war angenehm mit ihr über alles zu reden. Als es Zeit für die Mittagspause um halb zwei war klopfte es erneut an meiner Tür. „Ja, herein.“ „Frau Potter, bereit.“  „Natürlich, würde es ihnen etwas ausmachen, mich Franzi zu nennen.“ „Oh, überhaupt nicht. Ich heiße Jakob.“ Er nahm lächelnd meine Hand und ich lachte etwas auf. „Larissa meinte schon, dass du eher eine Art familiäres Umfeld lieber hast.“  „Ja, dieses Siezen ist auf Dauer recht anstrengend.“ Ich lachte und folgte ihn aus dem Büro. Im Personalraum waren schon die meisten Mitarbeiter versammelt. „Wunderbar, wie ich sehe sind schon so gut wie alle hier. Wie ihr alle wisst, hat uns Doris vor wenigen Wochen verlassen und wir hatten nach neuen Kandidaten Ausschau gehalten. Franzi hier, ist mit ihren Qualifikationen sofort aufgefallen und hat unser Interesse geweckt. Wie findest du es, du stellst dich kurz selbst vor.“ Ich nickte lächelnd. „Hallo miteinander, mein Name ist Franziska Potter und nein ich kann leider keine Magie fabrizieren. Ich bin 25 Jahre alt und lebte bis vor ein paar Tagen in Erfurt. Dort war ich in den letzten beiden Jahren Hotelmanagerin im Dorint Hotel am Erfurter Dom.“ Einige anerkennende Blicke bekam ich. „Ich hoffe sehr, ihr macht mir das einarbeiten leicht und wir können hier noch sehr viel Verändern zusammen.“ „Hast du Geschwister.“ „Nein, Einzelkind, was es meinen
Eltern nicht leichter gemacht hat.“ Einige lache kamen. „Machst du Sport?“ „Ja, ich gehe regelmäßig ins Fitnessstudio. Früher hab ich Fußball und Handball gespielt.“ Ein Raunen ging durch ein Teil der Belegschaft. „Warum hast du aufgehört?“ Larissa sah mich lächelnd an. „Mit 18 hatte ich einen Autounfall. Jemand ist mir in die Fahrerseite gefahren und hat mein Knie erwischt. Danach hatte ich Angst vor einer erneuten Verletzung.“ „Warst du gut.“ Ich zuckte grinsend die Schultern. „Zu dem Zeitpunkt spielte ich in der U20 von Frankfurt, also keine Ahnung.“ Einige schaute mich überrascht an. „Naja, das ist schon 7 Jahre her, also habe ich das Thema abgeschlossen. Sonst noch irgendwelche fragen.“ „Bist du Single?“ Ich musste anfangen mit lachen. „Ja, bin ich.“ Wir mussten alle Lachen. „Wunderbar dann könnt ihr euch noch etwas Kennenlernen.“ Jakob holte sich etwas zu essen und einige stellten sich bei mir vor. Da gab es Thomas, der Hauseigene Fahrer und Securitychef, Jessica die Restaurantchefin, Lorenzo der Küchenchef und Lara die Hausdamenassistentin. Wir saßen zusammen an einen der Tische und jeder erzählte etwas über sich. Thomas hat 2 Kinder und lebt mit ihnen zusammen, während seine Frau bei der Bundeswehr ist. Lorenzo ist, wie ich erwartet habe Italiener und lebt schon seit 14 Jahren in Deutschland. Jessica hat auch erst vor einem halben Jahr angefangen und lebt zu meiner Überraschung nur eine Straße weiter als ich. Lara ist die jüngste am Tisch mit ihren 23 Jahren und kommt gebürtig aus Köln. Es war interessant so viel schon am ersten Tag zu erfahren. Bei meiner letzten Stelle kannte ich bis zum letzten Tag nicht viel über meine Mitarbeiter. Da die meisten aber auch sehr unnahbar waren. Weshalb ich schon jetzt ein gutes Gefühl hier zu arbeiten habe.

Am Nachmittag hatte ich die Ordner soweit durch und fuhr noch zu meinem Termin, mit Thomas. Der setzte mich ab  und wünschte mir schon einen guten Feierabend, da ich von hier aus Nachhause laufen würde. Im Autohaus wurde ich auch schon gleich von einem jüngeren Mann empfangen. Sie müssen Frau Potter sein. Mein Name ist Anton Klingental.“ Ich schaute ihn überrascht an. „Oh, Jakobs Sohn.“ „Neffe, aber keine Sorge das passiert mir öfters.“ „Entschuldigen sie. Ich hätte nicht Vorurteilen sollen.“ Er winkte ab. „Alles gut. Nennen sie mich ruhig Anton.“ „Franzi, schön dich kennenzulernen.“ Er grinste und führte mich in sein Büro. „So hast du schon irgendwelche Ideen, für dein neues Auto.“ „Naja, dein Onkel hat mich damit heute Morgen ganz schön überrumpelt, aber ja ich würde gerne den A3 Cabrio nehmen.“ Er lachte auf. „Das passt zu ihm. Wunderbar es ist schön dass du schon eine genaue Vorstellung hast. Warum genau das Auto.“ „Naja, zuerst hatte ich den TT Roadster im Blick, aber ich bin niemand der mit Autos angibt.“ „Der wäre aber auf jedenfall etwas Besonderes. Wie wäre es wir rechnen beide aus und dann fahren wir Probe. Dann kannst du vergleichen und entscheiden.“ „Ok.“ In der nächsten halben Stunde gingen wir alles durch und ich war überrascht wie wenig die Raten doch sind. Ich entschied mich für eine zwei Jahres Rate, da ich nicht denke in der Zeit von hier wegzugehen. Danach kam das Beste und wir fuhren beide Autos Probe. Da es heute, Mitte August war und sehr warm, entschieden wir uns das Dach runterzulassen. Ich setzte meine Sonnenbrille auf und fuhr eine kleine Probefahrt. Trotz dass ich den TT liebte, entschied ich mich für den A3. Er hatte einfach mehr Platz. Anton erklärte mir, dass mein Wagen nächste Woche dann für mich bereit wäre.“ „Danke dir. Es hat echt Spaß gemacht.“ „Ja, auch wenn ich überrascht war, als du dich doch gegen den TT entschieden hast.“ „Der A3 hat einfach mehr Platz und es passt mehr als nur eine weitere Person ins Auto.“ „Gut, da gebe ich dir Recht.“ Mit allem fertig lief ich nachhause. Meine Wohnung war nur 15 Minuten vom Hotel entfernt. Was für ein Tag.


Die restliche Woche verlief sehr gut und ich arbeite mich wunderbar ins Haus ein. Schon jetzt hatte ich ein Paar gefunden die auch neben der Arbeit mit mir Zeit verbrachten. Jessica kam öfters abends zu mir und wir kochten zusammen. Mit Louis, einem Kellner aus dem Restaurant, ging ich nach der Arbeit ins Fitnessstudio, manchmal gesellte sich sogar Lara zu uns. Heute war Samstag und Jessi und Thomas nahmen mich mit ins Turbine Stadion. Thomas seine Kinder Adrian und Lizzy standen neben mir und erklärten mir wer welche Spielerin ist. Lächelnd hörte ich den beiden zu und schaute gespannt zu den Spielerinnen. In den letzten Jahren hatte ich nicht mehr viel mitverfolgt, welche Mannschaft gut ist und welche nicht. Was mich überrascht, dass Svenja hier in Potsdam spielte. Wir hatten zusammen in der Jugend gespielt und sie war eine sehr gute, man könnte schon sagen, beste Freundin von mir, vor dem Unfall. Dass sie hier Kapitänin ist überrascht mich doch etwas, wusste ich doch wie gerne sie in Frankfurt gespielt hat.“ „Ja und schau dort die 7, das ist Anna Gasper. Sie ist so gut.“ Adrian sprang schon fast vor Begeisterung. Als das Spiel begann wurde es neben mir ruhig und ich schaute zu den beiden kleinen, die gespannt auf das Spiel achteten. Da wir ganz unten saßen, hatte ich einen sehr guten Blick auf die Spielerinnen. Schon nach 10 Minuten schoss Turbine das 1:0. Lena Petermann wurde auf der Anzeige angezeigt. Die Leute um mich herum jubelten laut auf. „Juhu, Lena noch eins.“ Lizzy sprang hoch und riss die Arme nach oben, dass ließ mich auflachen. Jessi neben mir stieß mich an. „Und wie findest du es?“ „Gut, das Mittelfeld steht zwar etwas zu offen und der SC ist links etwas offen, was Turbine nicht ausnutzt, aber sonst spielen sie sehr gut.“ Sie schaute mich überrascht an. „Was, ich mein ja nur?“ „Hast du dir schon mal eine Karriere als Trainer vorgestellt.“ „Nein, aber ich analysiere gerne. Rätsel und Quize sind voll mein Ding.“ „Du bist echt komisch.“ Ich grinste nur. In dem Moment flog der Ball zu uns und ich fing ihn, bevor Lizzy ihn abbekommen hätte. Danach warf ich ihn zu Svenja zurück. Die schaute kurz zu mir und drehte sich dann nochmal überrascht zu mir. Ich winkte nur kurz grinsend. Sie warf ein und schaute nochmal kurz zu mir, bevor sie weiter spielte. „Was war denn das?“ „Oh, ich glaube Svenja überlegt gerade woher sie mich kennt.“ „Du kennst Svenja Huth.“ Adrian sah mich überrascht an. „Wir haben früher zusammen in den U-Mannschaften von Frankfurt gespielt. Sie war eine sehr gute Freundin vor meinem Unfall. Danach ging sie in die 1. Mannschaft und ich hörte auf mit Spielen.“ „Warum hast du nicht gesagt dass du sie kennst.“ „Ich wusste nicht einmal dass sie hier spielt. Erst als Lizzy eben von ihr erzählte, hab ich sie erkannt.“ In der Zwischenzeit schoss Anna Gasper das 2:0. Wieder jubelten wir auf. Danach war Halbzeit. Ich ging kurz auf Toilette und besorgte dann für alle etwas zu trinken und zu essen. Zur zweiten Halbzeit war ich zwar nicht ganz Pünktlich, aber sobald ich saß beobachtete ich das 2:1 des SC. „Oh, ne.“ Die Nummer 19 war einen Schritt zu langsam und so konnte die Nummer 16 treffen. Ich aß meinen Krapfen, während das Spiel jetzt wieder nur von Potsdam ausging. Sie verlagerten ihr Spiel wieder zu uns und erneut kam der Ball zu uns. Dieses Mal warf ich den Ball zur 7, Anna Gasper lächelte mich kurz an und spielte dann weiter. Ich war überrascht über das lächeln und schaute ihr hinterher. „Denkst du ich kann auch mal den Ball fangen.“ Lizzy war auf meinen Schoß gekrabbelt und sah mich fragend an. „Die Bälle sind ganz schön stramm geschossen, aber wenn ich nochmal einen fangen sollte, darfst du ihn zurück werfen.“ „Oh, ja.“ Ich lächelte und beobachtete das Spiel. In der 73. Minute gab es Freistoß und Svenja schoss den Ball an der Mauer vorbei aufs Tor. Die Torfrau ließ nur abklatschen und die 19, Felicitas Rauch staubte ab und schoss das 3:1. „Juhu, Feli.“ Lizzy sprang von meinem Schoß und jubelte laut. Danach war das Spiel so gut wie vorbei. Beide Mannschaften wechselten und so passierte in der restlichen Zeit keine nennenswerte Szene mehr. Nach dem Abpfiff warteten wir noch dass die Heimmannschaft eine Ehrenrunde machte. Dort sah ich dann auch Svenja wieder. Diese schaute wieder zu mir und ich grinste sie an. „Na, der Freistoß hätte aber auch besser sein können.“ Sie grinste und kam näher zu uns. „Potter, was machst du denn hier.“ Ich lehnte mich nach unten und umarmte sie. „Tia, ich wohne jetzt hier in Potsdam und hab vor dem Spiel erst erfahren das du hier spielst.“ „Welch ein Zufall. Gut siehst du aus. Hast du heute noch etwas vor.“ „Ähm.“ Ich sah fragend zu Jessi. „Nein, hat sie nicht.“ „Hallo Svenja.“ Lizzy sprang begeisternd hoch. Was uns alle lachen ließ. „Deine größten Fans hier.“ „Ist das so.“ „Ja.“ „Könnten wir ein Foto machen.“ Thomas sah sie bittend an. „Ja, klar.“ Anstatt das sie sich zwischen die beiden stellte, half ich ihr hoch und fing sie auf, als sie über die Bande stolperte. „Oh, danke.“ Sie wurde etwas rot. „Kein Ding.“ Sie stellte sich zu den beiden und Thomas machte ein Foto. Dann drehte sie sich um und umarmte mich noch mal. „Triff mich in einer Stunde an den Toren, es wird Zeit das wir reden.“ Ich nickte. „Klingt gut.“ „Wunderbar.“ Ich half ihr wieder runter und sie lief mit einigen anderen Teamkollegen vom Platz.


Svenja

Gerade flog der Ball zu den Fans auf die Tribüne. Ich schaute hoch und wartete auf den Ball, als ich sah wer dort Stand. Warte ist das Franzi. Was macht sie denn hier? Sie warf mir lächelnd den Ball zu und ich schaute noch zweimal zu ihr, ob sie es auch wirklich ist. Sie sieht so anders aus, als noch vor 7 Jahren. Das Spiel ging weiter und ich schaute immer mal wieder zu ihr. Nach dem Spiel lief ich zielgerichtet zu ihr und wartete auf ihre Reaktion. „Na, der Freistoß hätte aber auch besser sein können.“ Ich grinste und kam näher zu ihr. „Potter, was machst du denn hier.“ Sie lehnte sich nach unten und umarmte mich. „Tia, ich wohne jetzt hier in Potsdam und hab vor dem Spiel erst erfahren das du hier spielst.“ „Welch ein Zufall. Gut siehst du aus. Hast du heute noch etwas vor.“ „Ähm.“ Sie sah fragend zu der Frau neben ihr. „Nein, hat sie nicht.“ „Hallo Svenja.“ Die kleine neben Franzi sprang begeisternd hoch. Was uns alle lachen ließ. „Deine größten Fans hier“, sagte Franzi grinsend „Ist das so.“ „Ja.“ „Könnten wir ein Foto machen.“ Der Mann neben den beiden Kindern, scheinbar der Vater, sah mich bittend an. „Ja, klar.“ Anstatt das ich mich zwischen die beiden stellte, half Franzi mir hoch und fing mich auf, als ich über die Bande stolperte. „Oh, danke.“ Weil ich ihr so nahe war wurde ich etwas rot. „Kein Ding.“ Ich stellte mich zu den beiden und der Vater machte ein Foto von uns. Dann drehte ich mich um und umarmte Franzi noch mal. Ich hab sie so sehr vermisst, dass wird mir jetzt erst klar. „Triff mich in einer Stunde an den Toren, es wird Zeit das wir reden.“ Sie nickte. „Klingt gut.“ „Wunderbar.“ Sie half mir wieder runter und ich lief mit einigen anderen Teamkollegen vom Platz. Anna kam neugierig zu mir. „Wer war das?“ „Oh, das war Franzi, wir hatten früher in den U-Mannschaften von Frankfurt gespielt.“ „Du sahst überrascht aus, als du sie eben im Spiel gesehen hast.“ Jetzt war ich es die überrascht zu ihr schaute. „War das so auffällig.“ „Etwas.“ Sie grinste. „Ich meine sie sieht echt klasse aus, aber du hast doch ein Freund.“ Ich schubste sie etwas, was sie Lachen ließ. „Haha, witzig. Nein Franzi und ich waren sehr gute Freunde, schon fast beste Freunde.“ „Was ist passiert?“ „Franzi hatte mit 18 ein Autounfall. Irgend so ein Arschloch ist ihr in die Fahrerseite gefahren und hat ihr damit ihr Knie kaputt gemacht. Sie brauchte fast 6 Monate um wieder normal laufen zu können, danach hat sie entschieden nicht mehr zu spielen. Von einem Tag auf den anderen war sie weg und ich stand ohne sie da. Danach bin ich in die 1. gekommen und naja eben heute hier.“ „Was hat sie gemacht?“ „Keine Ahnung, der Kontakt ist abgebrochen. Das war eben das erste Mal seit 7 Jahren das wir uns gesehen haben.“ Anna sah mich groß an. „Wow, echt krass.“ „Jep, sie wartet nachher am Tor auf mich und wir reden.“ Anna nickte. „Na, da bin ich ja mal gespannt was aus ihr geworden ist.“ „So und nochmal auf deine Aussage zurück, du findest sie sieht gut aus.“ Ich grinste Anna verschwörerisch an. „Was es stimmt doch. Jeder der Augen hat, sieht das.“ „Mhm.“ Ich grinste und trat in die Kabine. Dort ging ich Duschen und machte mich fertig. Mit allem fertig trat ich aus der Kabine und lief mit Anna und Feli nach draußen. Dort wartete Franzi am Tor. Sie hatte ihre Jacke ausgezogen und ihr T-Shirt war eng an ihrem Körper. Gerade Anna neben mir schien das genau zu bemerken, was mich grinsen ließ. „Hey, Franzi.“ „Hallo Mädels. Glückwunsch zum Sieg.“ „Danke.“ Feli lächelte sie an, während Anna neben mir ruhig blieb. „Darf ich dir Feli und Anna vorstellen, Leute das ist Franzi wir haben früher in den U-Mannschaften in Frankfurt zusammen gespielt.“ „Oh, spielst du auch noch.“ „Nein, schon seit 7 Jahren nicht mehr.“ Sie schüttelte den Kopf. „Was warum das nicht?“ „Autounfall.“ Mehr sagte sie dazu nicht. „Wie fandest du unser Spiel?“ Ich sah sie fragend an. „Es war gut, auch wenn euer Mittelfeld etwas zu breit stand, ihr links die Lücken nicht genutzt habt und Svenja vorne die Räume die vor ihr waren nicht gesehen hat.“ Sie grinste mich an und strich sich durch ihr kurzes Haar. Dabei rutschte ihr Shirt hoch und wir sahen die Bauchmuskeln darunter. Besonders Anna musste schlucken. „Bist du Fußballanalyst oder irgendwas in der Richtung.“ Sie lachte auf. „Nein, ich bin Hotelmanagerin hier im Kongresshotel und das war mein erstes Livespiel seit 7 Jahren.“ Sie zuckte die Schultern. „Feli, Anna kommt ihr.“ Wir drehten uns und sahen Lisa. „Ja, wir kommen. Hat uns gefreut dich kennenzulernen. Vielleicht sieht man sich ja schon bald wieder.“ „Bestimmt, ich denke ich werde jetzt öfters zu euren Spielen kommen.“ „Tschau.“ Anna winkte kurz nervös bevor sie schon fast zu Lisa ihrem Auto rannte. „Hab ich was falsch gemacht.“ Franzi schaute schon fast enttäuscht Anna nach. „Nein, du machst sie nur etwas nervös.“ „Ich, aber ich mach doch gar nichts.“ Feli und ich lachten und schon waren wir beide alleine. „Bist du mit dem Auto hier.“ „Nein, mein Dienstwagen kommt erst nächste Woche, aber ich wohne nicht weit weg von hier.“ „Echt, wo wohnst du?“ „Kaiser Friedrich Straße.“ „Hey, dort wohnen wir auch zum Teil.“ „Echt cool. Ja ich hatte Glück das gerade dort etwas freigeworden ist. Der Vormieter hat es Möbliert gelassen, so dass ich nicht alle meine Möble aus Erfurt mitnehmen musste.“ Wir liefen die Straße entlang und setzten uns in eins der Restaurants. Etwas weiter hinten, damit wir ungestört sind. „So was hast du die letzten Jahre getrieben.“ Sie schaute nach unten und knetete ihre Hände. Das brachte mich zum Lächeln, hatte sie das auch schon früher gemacht wenn sie nervös war. „Es tut mir leid, dass ich dich aus meinem Leben verbannt habe. Ich wollte dich nicht verletzen, aber ich konnte einfach nicht zurück und ich wusste wenn ich weiter in deiner Nähe geblieben wäre, wäre ich doch auf den Platz zurück.“ „Warum wolltest du nicht mehr spielen. Das war dein Leben.“ „Ich hatte Angst. Nach der Reha war ich froh überhaupt wieder laufen zu können und ich wollte einfach nicht riskieren es wieder passieren zu lassen.“ „Franzi es war ein Unfall, natürlich war das schwer, aber ich hätte dir geholfen wieder spielen zu können.“ „Ich weiß. Auf jedenfall habe ich dann alles was mich mit Fußball oder Handball verbunden hat aus meinem Leben verband und hab mich auf meine Karriere konzentriert. Nach meiner Ausbildung bin ich nach Erfurt gezogen und habe dort zuerst mein Studium gemacht und dann als Hotelmanagerin im Dorint gearbeitet. Bis naja, bis der Anruf kam ob ich nicht hier arbeiten würde. Ich hatte schon lange den Wunsch von dort wegzukommen und das Angebot war so gut, dass ich mich für den Wechsel hier her entschieden habe.“ Ich nickte und trank etwas von meinem Wasser. „Wie sieht es sonst aus? Deine Familie und deine Großeltern, wie geht es denn?“ Ihre Stimmung ging sofort nach unten. „Oma ist gestorben, da war ich 19 und Oma und Opa sind vor 2 Jahren verstorben. Oma hatte Krebs und du kennst ja meine Großeltern, Opa hat es ohne sie nicht ausgehalten und ist zwei Wochen später verstorben.“ Ich nahm sie in den Arm. „Das tut mir leid.“ Sie nickte. „Sonst geht es aber allen gut, wie geht es deinen Eltern.“ „Gut, sie leben immer noch in Alzenau und kommen mich hier regelmäßig besuchen.“ „Das ist schön.“ Sie lächelte mich an. Mein Telefon fing an mit vibrieren. „Oh sorry.“ Ich zog es raus und sah das Gesicht von meinem Freund Mark. „Oh dein Freund.“ Sie grinste mich an. „Ja.“ Ich nahm ab. „Hallo Schatz.“ „Hey, wann kommst du, ich wollte Spaghetti machen.“ „Oh, eigentlich bin ich mit einer alten Freundin essen gegangen.“ „Oh, wen denn?“ „Jemand aus meiner Kindheit.“ „Aso, gut dann sehe ich dich später.“ „Ja, wir sehen uns später.“ „Hab dich lieb.“ „Ich dich auch.“ Lächelnd legte ich auf und schaute in Franzi ihr grinsendes Gesicht. „Was.“ „Nichts, es ist schön die so glücklich zu sehen.“ „Danke, wie sieht es mit dir aus. Hast du jemanden am Start, vielleicht die Frau die bei euch ist.“ Sie lachte auf. „Nein, Jess arbeitet bei mir im Hotel und ist in der letzten Woche eine gute Freundin geworden. Ich bin kein Beziehungstyp.“ „Was soll das heißen.“ Sie zuckte die Schultern und schaute auf ihr Glas. „Es gab noch nie wirklich jemanden der es mit mir länger als ein paar Monate ausgehalten hat, so hab ich die Suche auf Eis gelegt.“ „Was, aber du bist heiß. Das haben sogar einige Mädels gesagt.“ „Wenn haben die den gesehen?“ Sie grinste mich an. „Schon mal in den Spiegel gesehen, ich muss dich echt mal einigen hier vorstellen. Du wärst überrascht wie schnell das geht.“ „Nein, danke. Ich möchte erst einmal in meinem Job Fuß fassen, bevor ich mich vielleicht dazu überreden lasse.“ „Glaub mir das kann schneller gehen als du denkst.“ Wir bestellten uns zu essen und redeten noch den restlichen Abend zusammen, bevor ich erst gegen 21 Uhr nachhause kam. Es war überraschend, wie wenig sie sich doch geändert hat, aber auch gleichzeitig so anders ist. In Gedanken trat ich in die Wohnung und fand Mark schlafend auf der Couch. Ach ja Männer.



So das war das erste Kapitel.
Schreibt mir wie ihr die Idee findet.
LG Franzi
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