zerrissen

GeschichteMystery, Romanze / P12
11.02.2019
16.03.2019
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Hallo ihr Lieben! Da bin ich wieder mit einem neuen Kapitel. In Zukunft werde ich mir die Vorbemerkungen sparen und nur dann, wenn es etwas wichtiges zu sagen gibt, wieder was schreiben. Das Zeug unter den Kapiteln ist von Teichfrost, der Original-Autorin ;)

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Der Nachtwind wehte über das fast komplett stille Moor. Die einzige Störung dieser Ruhe war eine Kätzin, die auf der Seite lag und deren mühselige Atemzüge nur stoßweise kamen. Der junge Heilerschüler starrte sie mit einer Mischung aus Grusel und Faszination an. Seine Mentorin stürmte ins Lager zurück, ein dicker Stock klemmte in ihrem Kiefer.
„Wenn die Wehe kommt, beiß darauf!“, instruierte sie und tastete die sich hebende Flanke der Königin vorsichtig ab. „Nur ein Junges. Weiter atmen, du machst das gut.“
Der Wind stach gnadenlos in ihre Pelze und zerzauste sein Fell, bis er sich nicht mehr sicher war, ob er es je wieder dazu bringen konnte, glatt anzuliegen. Seine Mentorin war die Ruhe selbst, ihre Gegenwart beruhigte sein rasendes Herz etwas. Sie schien sich überhaupt keine Sorgen zu machen, das komplette Gegenteil davon, wie er sich fühlte. Das Bild der Königin, die sterbend im Gras lag, hatte sich in sein Gedächtnis eingebrannt.

„Alles klar! Pressen, da kommt es!“, sagte die Heilerin fast freudig. „Es ist groß!“
Er fragte sich, ob seine Mentorin je ihre Wahl bereut hatte, eine Heilerkatze zu werden und den Schwur zu leisten, nie einen Gefährten oder Junge zu haben. Er sah sie oft die Kinderstube besuchen und es war nichts Ungewöhnliches, sie auf Junge aufpassen zu sehen, während deren Mutter auf einer Patrouille war. Über sein eigenes Gelübde, sich nie einen Gefährten zu nehmen, war er nicht allzu traurig, aber er glaubte, er sei vielleicht noch zu jung, um das wirklich zu verstehen.
Seine Gedanken wurden vom Jammern der Königin unterbrochen. Sie war ziemlich jung und würde keiner Katze erzählen, wer der Vater war. Er fühlte eine plötzliche Sympathie für das ungeborene Junge. Es würde nicht leicht sein, in einer Umgebung aufzuwachsen, wo es Klatsch und Tratsch gab, wer sein oder ihr Vater war.
„Es ist fast da!“, ermutigte die Heilerkatze die Königin, als der Stock zwischen ihren Zähnen zersplitterte. „Darf es ... so sehr ... wehtun?“, brachte die Königin zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.
„Eine Geburt ist nicht einfach!“, antwortete die Heilerin fröhlich, ein starker Kontrast zur dunklen Nacht und der quälend langsamen Geburt. „Mach dir also keine Sorgen, du bist gut davor! Fast hast du es geschafft!“

Er versuchte, sich vom offensichtlichen Schmerz der Königin abzulenken, indem er darüber nachgrübelte, welche Kräuter sie nutzen würden, wenn das Junge erst einmal geboren war. Borretsch, um den Milchfluss anzuregen ..., dachte er. Einen Mohnsamen, der ihr beim Einschlafen helfen sollte ... Komm, kleines Junge, beeil dich! Deine Mutter wird es nicht viel länger aushalten!
„Gleich ist es soweit!“, versicherte ihr die Heilerin.
Das klingt, als würde sie einen Schüler in einem Rennen ermutigen ... , fand er. Wenn ich eine vollwertige Heilerkatze bin, werde ich nicht so unbeschwert sein. Macht sie sich überhaupt keine Sorgen? Sie tut so, als würde es sie nicht kümmern! .
Nun, da er sie näher betrachtete, schien sie den harten Erdboden mit ihren Pfoten zu zertreten, so, als wären ihre Gedanken ganz woanders, und ihr Blick wanderte umher, als wäre sie in einem Tagtraum gefangen. Er war sich nicht sicher, ob sie überhaupt wusste, was vor sich ging!
„Hilfe-„ Das Miauen der jungen Königin brach ab, weil sie von einem weiteren Krampf geschüttelt wurde.
Er fragte sich, wie das Junge aussehen würde. Würde es ein Kater oder eine Kätzin sein? Würde es besser jagen oder kämpfen können? Wen würde ihr Anführer als dessen Mentor erwählen? Seine Aufmerksamkeit richtete sich immer wieder auf die Katze am Boden. Ihre Krämpfe wurden schwächer. Er war sich nicht sicher, ob dies bedeutete, dass es fast vorbei war, oder dass sie starb. Die Panik kroch langsam in seine Gedanken. Der Wind blies erneut kräftig und er wünschte, er würde ihn mit sich reißen. Er wollte eine Heilerkatze werden, um Katzen zu retten, nicht um ihnen beim Sterben zuzusehen!

Der Stock zerbarst zwischen ihren Kiefern, als die bisher stärkste Wehe sie traf. Ein nasses Bündel glitt auf den Boden und die Königin atmete so laut aus, dass er sicher war, die Blätter des Busches zittern zu sehen.
„Nun öffne die Fruchtblase und-„ Die Worte seiner Mentorin wurden abgeschnitten, als eine leichte, warme Brise ins Lager wehte und sie niederzuschlagen schien, die Augen geschlossen und auf ihren Pfoten schwankend. Geschockt starrte er sie an, während sie mit einem friedlichen Ausdruck auf dem Gesicht zu Boden fiel.
Kraftvoll wurde er in die Gegenwart zurückgeschleudert, als die Königin ein schmerzvolles Geräusch von sich gab. Er neigte seinen Kopf zu dem Jungen herunter und öffnete seine Fruchtblase, bevor er begann, sein hellbraunes und schwarzes Fell gegen den Strich zu lecken, um es aufzuwärmen. Die gleiche warme Brise von vorher wehte ins Lager. Er stieß einen Seufzer der Erleichterung aus, nachdem die Königin schwankend auf die Pfoten gekommen war. Während er fortfuhr, das Fell des jungen zu lecken, nahm er aus dem Augenwinkel wahr, dass die Königin sich ihm näherte. Er hob die schnauze, um Blickkontakt mit ihr herzustellen, doch sie beugte sich bereits hinunter, um ihr neues Junges zu grüßen.
Er warf einen nervösen Blick auf seine Mentorin und betete zum SternenClan, sie möge aufwachen, aber sie blieb still. Sein Herz wurde von einem Dorn der Sorge durchbohrt. Was, wenn sie tot war? Er kniff die Augen zusammen und versuchte sich exakt an das zu erinnern, was passiert war. Das Junge war geboren worden, eine seltsame Brise war durchs Lager gezogen. Das würde also bedeuten, dass entweder das Junge oder die Brise ihre plötzliche Ohnmacht verursacht hatte, oder etwas völlig anderes. Vorsichtig streckte er eine Pfote aus, um ihren Herzschlag zu überprüfen. Er konnte ein rhythmisches Pochen fühlen, also war sie definitiv nicht tot. Plötzlich erinnerte er sich an die Geschichte einer anderen Heilerin, wie eine Katze in einen todesähnlichen Schlaf gesunken und nie wieder erwacht war. War seiner Mentorin tatsächlich das Gleiche passiert? Panik raste durch seinen Körper.
Plötzlich hob die Heilerin den Kopf, um zu sehen, wie die Königin ihr Junges mit der Schnauze berührte und murmelte: „Brisenjunges.“    

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Das Geräusch rauschenden Wassers vermischte sich mit den Schmerzensschreien der Königin, die am See lag. Sie war spazieren gegangen, nur um festzustellen, dass sie die Jungen, die sie in sich trug, nun zur Welt bringen würde. Der Heiler schlief in seinem Bau, völlig unwissend, was geschah. Sie schrie ein weiteres Mal auf, als eine neuerliche Wehe über ihre Flanke hinweg rollte, die sich mit den Wellen des Sees, verursacht durch den starken Wind, hob und senkte. Ein Busch raschelte in der Nähe. Sie sandte ein schnelles Gebet zum SternenClan, dass es kein Fuchs oder Dachs war. Sie wäre nicht in der Lage zu kämpfen. Eine Gestalt schlüpfte aus den Büschen, dann folgten drei andere. Die Nachtpatrouille. Sie stieß einen schweren, erleichterten Seufzer aus.
„Was-„, miaute der Leiter der Patrouille ungläubig. „Du- bekommst Junge!“
„J- Ja“, presste sie zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor. „Geht den Heiler holen.“
Der Anführer nickte einer anderen Katze zu, die sich in Richtung des Lagers entfernte.
„Mach dir keine Sorgen“, miaute er mit, wie er fand, beruhigender Stimme. „Er wird in einem Moment hier sein!“
„Ich weiß nicht, ob ich-„ Ihr schmerzliches Miauen brach ab, als ein anderer Krampf sie schüttelte.
Die anderen Katzen sahen komplett verzweifelt drein, offensichtlich nicht sicher, was sie mit ihren Pfoten anfangen sollten.
„Geh und hol einen dicken Stock!“, wies der Leiter der Patroulie eine von ihnen an.
Dankbar dafür, helfen zu dürfen, nickte sie und preschte davon. Er drehte sich zu ihr zurück.
„Warum warst du trotzdem draußen? Du wusstest, wie bald du junge bekommen würdest!“
„E- Es war zu ... heiß in der Kin-„ Ihr letztes Wort ging in ein Jaulen aus Schmerz über, während sich ihr Gesicht verzerrte. „Kinderstube! Also ging ich ... für einen Spaziergang ... nach draußen und dann sind die Jungen-„

„Ich bin da! Was ist passiert?“ Der alte Heiler schien sich unwohl zu fühlen, so, als wäre er gerade aufgewacht. „Wir brauchen einen Sto-„
Er wurde unterbrochen, als die Katze zurückkam, einen großen Zweig hinter sich herziehend. Er starrte ihn an, als käme er vom SternenClan höchstselbst.
„Wie habt ihr-„, begann er, schüttelte dann aber seinen Kopf, als versuchte er, etwas zu vertreiben. „Vergis es, beiß einfach drauf, wenn der Schmerz kommt.“
Sie nickte und nahm den Stock zwischen ihre Zähne. Er splitterte fast sofort, während sie vor Schmerz zischte. Der Heiler betastete für einen Moment ihren Bauch, bevor er bekannt gab: „Vier Junge.“
„Wird es ihr besser gehen?“, verlangte der Leiter der Nachtpatrouille ängstlich zu wissen. „Sie sieht aus, als täte es sehr weh.“
„Das liegt daran, ... Ja, das tut es!“, zischte sie.
„Sie ist gesund, ich sehe keinen Grund für ein Problem. Die Jungen kommen nicht zu früh oder zu spät, also müssen wir uns darüber keine Sorgen machen.“ Er zuckte mit den Schultern und sah leicht hilflos aus. „Sie ist jetzt ziemlich auf sich allein gestellt.“
Sie jaulte, als das erste Junge auf das kieselige Seeufer glitt. Es war eine kleine, graue Kätzin.
„Ein Junges geboren!“, miaute er ermutigend, doch seine Augen verrieten seine Sorge. „Nur noch drei weitere.“
„Nur?“ Sie schaffte es, trotz der Qual sarkastisch zu klingen. „Ich weiß nicht ob-„
„Du machst das gut! Wir haben bereits eine schöne Tochter!“ Der Leiter der Patrouille leckte ihr über das schmerzverzerrte Gesicht.
„Da kommt-„ Das Miauen der Heilerkatze brach ab, als ein zweites Junge geboren wurde. Es lag bedrohlich still da. Besonders im Vergleich zu seiner Schwester, die sich bereits zum Bauch ihrer Mutter drehte, um Milch zu bekommen. Die Katzen starrten die silberne Gestalt an.
„Eine Totgeburt“, miaute der Heiler traurig. Seine Stimme verriet seine Verzweiflung über das Junge, das nie das Leben kennenlernen würde.
Der Vater des Jungen wirkte, als würde er durch eine Brise von den Pfoten gefegt. Sein Gesicht war vor Verzweiflung verzerrt.
Ihre Aufmerksamkeit richtete sich wieder auf die kämpfende Königin, die ein ersticktes Wehklagen von sich gab, als das dritte Junge geboren wurde. Dieses bewegte sich, aber es sah schwach aus. Der Heiler stürzte sich praktisch darauf, leckte es wild ab, um es aufzuwärmen.
„Eine weitere Kätzin!“, berichtete er, das Junge immer noch leckend.
Der Vater starrte weiterhin hilflos auf die kleine Totgeburt.
„Fast geschafft! Du machst das super“, erzählte der Heiler der Königin zwanghaft fröhlich.

Der Ast brach, als sich ihr Körper ein letztes Mal zusammenkrampfte. Eine gewaltige Welle schwappte ans Ufer und den ganzen Weg nach oben, dorthin, wo die Gruppe von Katzen in einem Haufen um die Königin herum lag, und spülte den zerbrochenen Zweig weg. Genau in dem Moment, als die Welle das Fell des Heilers berührte, brach er zusammen. Gerade als sich die Welle zurückzog, wurde das Junge auf den glatten Steinen geboren. Es war ein Kater, viel größer als seine Wurfgefährten, und es jammerte bereits.
Der Heiler hörte das jedoch nicht mehr, da er auf den Steinen in Ohnmacht gefallen war. Keine Katze achtete auf ihn, da alle auf die neugeborenen Jungen fixiert waren. Das letzte hatte langes, seidiges, gräulich silbernes Fell. Die erschöpfte Königin schaffte es, die Energie aufzubringen, die drei Jungen an ihren Bauch zu ziehen, um sie nuckeln zu lassen. Der Vater schaute traurig dorthin, wo das tote Junge gelegen hatte, nur um festzustellen, dass es von der Welle auf das Wasser mitgerissen worden war. Er keuchte vor Schock, bevor er blindlings auf den See zustürmte und sich einen Weg in das schwarze Wasser bahnte. Eine Katze, die mit auf der Nachtpatrouille gewesen war, welche die Königin getroffen hatte, rannte hinter ihm her und schleppte ihn am Nackenfell zurück.
„Bist du verrückt? Du wirst ertrinken! Du kannst nachts nicht schwimmen!“, zischte sie. „Es ist nicht sicher.“
„Lass mich gehen!“, knurrte er. „Ich muss zu meinen Jungen kommen!“
„Dein Verlust tut mir leid, aber du hast drei lebendige Jungen, die am Ufer auf dich warten, wo es sicher ist“, grollte sie.
Abruppt beendete er seine Anstrengungen und erlaubte ihr, ihn zu seiner Gefährtin zu ziehen.
Zum ersten Mal begannen die Katzen, besorgte Blicke auf den alten Heiler zu werfen, der sich seit der Welle nicht mehr bewegt hatte. Der Vater kehrte zu seiner Gefährtin und den Jungen zurück, verlor jedoch nicht den gehetzten Ausdruck in seinen Augen.
Er neigte seinen großen Kopf zu dem silbernen jungen Kater hinunter. Die Heilerkatze weckte die meiste Aufmerksamkeit der Katzen, als sie den Kopf hob, um zuzusehen.
„Wellenjunges“, wisperte der Vater.

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Die Schreie einer Katze hallten im dunklen Kiefernwald wider. Ihr Körper verkrampfte sich, während sie vor Schmerz heulte. Zwei Katzen waren an ihrer Seite, beide bewegten sich verzweifelt umher.
„Was soll ich tun?“, verlangte die kleinere, eine Kätzin, zu wissen.
„Wir müssen-„, miaute der Kater und rang mit seinen eigenen Worten. „Wir können nicht-„
„Sie wird sterben, wenn du ihr nicht helfen kannst!“, schrie die erste Katze. „Tu etwas!“
„Sie muss sie gebähren, ich kann nichts machen. Die Jungen sind früh, aber ich kann sie nicht einfach stoppen!“, grollte er. „Ich kann ihnen nicht einfach sagen, sie sollen bleiben, wo sie sind.“
Die Königin jaulte wieder. Die ältere Katze berührte nervös ihre Flanke und keuchte.
„Sechs!“, zischte er. In seinen Augen stand die Panik.
„Sechs was?“, wollte die jüngere Katze wissen. Sorge schwang in ihren Worten mit. „Sechs was?“
„Sechs-„ Er schluchzte praktisch. „Sechs Junge!“
„Der SternenClan helfe uns“, stieß sie aus. „Ich werde nicht aufgeben! Hol Kräuter!“
„Welche?“, wollte ihr Mentor wissen.
Sie war sich nicht sicher, ob ihr Mentor sie testen wollte, oder ob er so sehr in Panik geriet, dass er sich nicht mehr an seine Ausbildung erinnern konnte. „Huflattich, um ihr beim Atmen zu helfen ...“, schnappte sie, verstummte dann und zermaterte sich ihr Gehirn nach den anderen Heilmitteln. „Ich weiß nicht! Aber wir müssen etwas tun!“
Er preschte in den Heilerbau und die Dunkelheit verschlang ihn.

Die Königin verkrampfte sich erneut, als das erste Junge geboren wurde. Sie musste nicht einmal einen Blick darauf werfen, um zu wissen, dass es tot war, bevor es überhaupt seinen ersten Atemzug tun konnte. Der Atem der Katze wurde mit dem Herzschlag langsamer und unberechenbarer. Die Heilerschülerin wusste nicht, was zu tun war. Es liegt in den Pfoten des SternenClans. dachte sie grimmig.

„Hier!“ Ihr Mentor war mit den Kräutern zurückgekehrt.
Sie machte sich nicht die Mühe, sie zu kontrollieren, sondern zerkaute sie zu einer Paste und versuchte, die Königin dazu zu bringen, sie zu schlucken. Einen Moment lang befürchtete sie, sie würde sie ausspucken, doch als die Kräuter ohne jegliche Schwierigkeiten ihren Hals hinunterwanderten, stieß sie einen erleichterten Seufzer aus. Unglücklicherweise schienen sie nicht zu helfen.
Ihr Atmen verlangsamte sich bis zu dem Punkt, an dem sie sich nicht mehr sicher war, ob sie überhaupt atmete oder es nur ihrer Vorstellung entsprang.
„Sie ist von uns gegangen“, flüsterte ihr Mentor.
„Nein!“, jaulte sie, „Das kann nicht sein!“
Sie seufzte erleichtert, als sich der Körper der Königin noch mal verkrampfte, und dann wieder und wieder, während Junges nach Junges geboren wurde, alle außer zwei von ihnen ruhig und still in der dunklen Nacht. Normalerweise würde sie Trost in der Dunkelheit finden, aber in dieser Nacht versteckte sie die Wahrheit, die die beiden letzten Jungen war. Sie bewegten sich schwach und schoben sich selbst zur erschlafften Gestalt ihrer Mutter. Sie drehte sich zu ihrem Mentor, der von der Dunkelheit, die nun tiefer als zuvor schien, fast vollständig verhüllt wurde, aber er war neben der toten Königin in Ohnmacht gefallen.
Sie starrte ihn in Panik an, ihr Maul klappte auf.
„Wa-„, begann sie, bevor sie in Schweigen verfiel.
Er würde sie sowieso nicht hören. Die Dunkelheit lastete auf ihr wie ein Steinschlag. Sie schaute zu den winzigen Jungen hinab und erkannte, dass sie sie zu einer säugenden Königin bringen musste. Ihre kleinen Gestalten waren in der absoluten Dunkelheit kaum sichtbar. Ihr Hals beugte sich wie von selbst und sie berührte mit ihrer Nase das Ohr des kleineren Jungen. Aus ihrem Augenwinkel sah sie, wie ihr Mentor die Schnauze hob, einen gejagten, gequälten Ausdruck in den Augen. Sie wollte wie ein Junges auf der Lichtung herumspringen. Es ging ihm gut! Aber die seltsame Kraft, die sich anfühlte, als würde sie sie kontrollieren, zwang einen Namen aus ihrem Mund heraus. Danke ... Die Stimme der toten Königin umgab sie, als sie sprach.
„Dunkeljunges.“

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Hey! Ich bin zurück mit Teil 2 des Prologs! Also, bitte genießt es und vergesst nicht zu reviewen! :)
Disclaimer: Ich besitze die Warrior Cats nicht! (Wenn ich das täte, WÄRE DISTELBLATT NICHT TOT!)
~Teichfrost
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