Wie das Leben so spielt

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
11.02.2019
22.02.2019
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Hallo zusammen,
hier ist eine neue FF von mir. Bevor es mit der Geschichte los geht möchte ich noch ein bisschen etwas zu ihr sagen, was ihr an Hintergrundinformationen braucht: Wenn Mone mit Anja redet spricht sie auf Deutsch mit ihr. Wenn sie mit ihrem Chef und ihren Kollegen im Restaurant spricht spricht sie mit ihnen auf koreanisch. Mit den Gästen in dem Restaurant spricht sie entweder auf koreanisch oder deutsch mit ihnen. Das dürft ihr euch bei jedem Gast selber aussuchen. Wenn sie sich mit EXO und Leuten aus deren Umfeld spricht spricht sie mit ihnen auf koreanisch.
Doch jetzt genug gelabert. Viel Spaß beim Lesen der FF!
Eure Meeks

An einem grauen Freitagmorgen wachte ich durch den Regen auf, der in einem lauten und wilden Staccato auf mein Dach prasselte. Ich ließ meine Augen noch einige Zeit geschlossen bevor ich nachschaute, wie viel Uhr es war. Erst in einer halben Stunde würde mein Wecker klingeln. Ich versuchte, wieder einzuschlafen, doch es wollte mir nicht gelingen. Schließlich stand ich auf, tapste zu meiner kleinen Küchenzeile. Ich nahm mir die letzte Scheibe Brot, auf welcher ich den letzten Rest Butter verteilte. Mein Vorhaben, mir ein Frühstück mit Brot zu machen, scheiterte daran, dass ich keinen Belag mehr hatte. Als ich die Tür des Kühlschranks gerade schließen wollte fiel mein Blick auf das restliche Tteokbokki vom Vorabend. Zusammen mit dem wenigen Reis, der übrig geblieben ist, machte ich es mir wieder warm. Währenddessen aß ich die Scheibe Brot und schrieb eine Einkaufsliste. Als das Tteokbokki warm war füllte ich es mir auf einen Teller, setzte mich auf mein Bett. Als ich aufgegessen hatte stellte ich den leeren Teller in die Spüle. Im kleinen Bad machte ich mich fertig. Aus dem Spiegel blickte mir ein europäisch wirkendes Gesicht mit deutlichen asiatischen Einflüssen entgegen.
Ich hatte caramelfarbene Haut. Das Gesicht mit den blauen Augen, über denen geschwungene Augenbrauen saßen, wurde von schwarzen Haaren umrahmt. Zum Kinn hin lief das Gesicht ein wenig spitz zusammen. Meine Wangenknochen waren deutlich zu erkennen, stachen aber nicht aus dem Gesicht heraus und meine vollen Lippen verdeckten meine perfekten Zähne.
Ich putzte mir die Zähne, wusch mir mein Gesicht. Bevor ich mein MakeUp auftrug band ich mir die Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen. Als ich im Bad fertig war zog ich mir meine Schuhe und meinen Mantel an ehe ich mir meine Tasche schnappte und einkaufen ging. Zu meinem Glück lag der Laden direkt gegenüber meiner Wohnung auf der anderen Straßenseite. Nach ungefähr zwanzig Minuten hatte ich alles, was ich benötigte. Seufzend stellte ich mich an der Kasse an. Wie kann so früh am Morgen nur schon so viel los sein? Das ist doch nicht normal! Gerade als ich endlich am bezahlen war rief Kira mich an. Kira war eine Arbeitskollegin aus dem Restaurant, in dem ich seit ungefähr zwei Jahren arbeitete. Ich steckte schnell das Wechselgeld ein, nahm dann das Gespräch an.
„Guten Morgen, Mone. Wo bist du? Wir müssen langsam los zum Restaurant!“, begrüßte sie mich wie immer gut gelaunt, aber mit einem deutlich dringendem Unterton in der Stimme.
„Guten Morgen, Kira. Ich bin gerade einkaufen, weil ich bei mir nichts mehr habe. Gib mir zwei Minuten!“, sagte ich. Ich verließ den Laden und überquerte die Straße. Kira wartete unten vor dem Haus. Sie kam noch kurz mit hoch, damit ich zumindest die Sachen wegräumen konnte, die unbedingt gekühlt werden mussten. Dann machten wir uns im Eilschritt auf den Weg zum Restaurant. Trotz unserer Bemühung, pünktlich zu kommen, waren wir zwei Minuten zu spät. Zum Glück drückte Kris, der Chef, ein Auge zu. Schnell räumten wir unsere persönlichen Sachen weg und fingen an, unserem Arbeitsplatz vorzubereiten. Nachdem wir die Getränke aufgefüllt hatten bereiteten wir kleine Schälchen mit Kimchi, scharfem Kongnamul Muchim und Oi Muchim vor. Währenddessen gingen wir gedanklich noch mal alle Gerichte, die wir anboten, mit den entsprechenden Preisen durch. Da wir noch einiges an Zeit hatten bevor wir das Restaurant öffneten gingen Kira und ich für das gesamte Team Kleinigkeiten in einer Bäckerei in der Nähe holen. Das Essen versteckten wir an nur für das Team zugänglichen Orten vor den Besuchern. Als wir das Restaurant öffneten kamen direkt auch schon die ersten Gäste herein. Gegen Ende der Mittagszeit kam meine beste Freundin Anja ins Restaurant. Ich war gerade hinter der Theke und füllte einigen Gästen die Getränke auf. Anja kam schnurstracks zur Theke und knallte zwei Zettel auf die Theke. Erschrocken zuckte ich zusammen, verschüttete einiges der Cola.
„Scheiße. Erschreck mich doch nicht so!“, fuhr ich sie ein wenig unwirsch an.
„Sorry! Aber wir beide gehen auf das EXO-Konzert in Berlin“, grinste sie breit über beide Wangen.
„Was? Das ist nicht dein Ernst“, entgegnete ich ungläubig, starrte sie argwöhnig an.
„Als ob ich dich mit so etwas verarschen würde“, entgegnete sie. Ich konnte es nicht glauben, dass sie doch noch Karten bekommen hatte. Ich wusch mir die Cola von meinen Händen und servierte den Gästen ihre Getränke. Auf dem Weg zurück zur Theke sammelte ich dreckiges Geschirr auf den leeren Tischen ein, stellte es zu dem restlichen dreckigem Geschirr in der Küche. Als ich wieder hinter der Theke stand fing ich an, Gläser zu spülen, damit ich in Ruhe mit Anja sprechen konnte.
„Was für Tickets sind das denn?“, erkundigte ich mich neugierig.
„Es sind VIP-Tickets!“, strahlte sie mich mit leuchtenden Augen an. Freudig und fassungslos zugleich starrte ich sie an.
„Das ist nicht dein Ernst“, sagte ich erneut.
„Ist es auch nicht. Sondern mein voller Ernst“, grinste sie breit. Anja hielt die Tickets hoch sodass ich erkennen konnte, dass sie die Wahrheit gesagt hatte. Auch ich fing an, breit zu grinsen. Meine ohnehin gute Stimmung seit Anjas Ankunft stieg noch mal um einiges an.
„Was schulde ich dir?“, fragte ich sie.
„Es sind genau zweihundertsiebzehn Euro“, sagte sie.
„Okay. Ich gebe dir das Geld gleich in der Pause. Kannst du wechseln?“, fragte ich sie.
„Klar, kann ich machen“, antwortete sie. Wir unterbrachen unser Gespräch, da Gäste zahlen wollten. Als schließlich alle Gäste draußen waren sowie die Tische abgeräumt und abgewischt waren schnappte ich mir mein Teilchen und ging mit Anja zusammen zur Bank. Ich hob 220 Euro ab, gab sie Anja. Sie gab mir 3 Euro zurück. Auf dem Weg zurück zum Restaurant machten wir noch einen kurzen Stopp bei ihrer Bank, damit sie das Geld auf ihr Konto einzahlen konnte. Wieder im Restaurant angekommen buchten wir die beiden Hotelzimmer und die Bahnfahrten. Da in dem VIP-Ticket unter anderem auch eine After Show Party inbegriffen war und wir beide die Party nicht alleine, sondern in männlicher Begleitung verlassen wollten hatten wir uns auf zwei Zimmer geeinigt. Am liebsten würden wir die Party mit einem Member von EXO verlassen, aber da wir wussten, dass das mehr als unwahrscheinlich war, hatten wir uns darauf geeinigt, dass es auch mit einem anderen Partner sein konnte. Anja überwies mir per Onlinebanking das Geld für das Hotelzimmer und die Bahnfahrten. Wir stellten auch schon einen Plan auf, was wir wann wie essen würden. Schließlich entschieden wir uns, dass wir uns bei McDonalds etwas zu Essen holen und in der Schlange vor der Konzerthalle essen würden. Als die Pause zu Ende ging räumte ich meine Sachen weg und stellte mich wieder hinter die Theke. Nach Ende der Schicht ging ich zusammen mit Kira zurück zu meiner Wohnung. Ich überlegte mir, was ich bei dem Konzert anziehen würde. Als ich mich schließlich entschieden hatte ging ich duschen und ging dann ins Bett.
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