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Goldener Krieger der Nyx

GeschichteSchmerz/Trost / P12
Nyx
10.02.2019
10.02.2019
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1.631
 
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Hallo,
das ist meine erste Geschichte in diesem Fandom und ich weiß auch nicht, ob hier überhaupt noch jemand unterwegs ist. Normalerweise bin ich eher im Supernatural-Fandom "aktiv". Doch da ich trotzdem Lust hatte die Geschichte zu schreiben, dachte ich mir, warum nicht einfach mal reinstellen? Lasst mich wissen, falls sie euch gefällt. Diese Geschichte ist ausschließlich aus Erebos' Sicht geschrieben.
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Es war nur eine Frage der Zeit gewesen bis etwas geschehen würde. Sein Bruder wurde immer eifersüchtiger. Doch das war keinesfalls  gerechtfertigt, fand Erebos. Kalona hatte aufgehört mit Nyx zu reden und hatte sich an Stelle dessen in Schweigen gehüllt. Und mit der Eifersucht kam der Zorn. Da war es nur natürlich, dass Nyx zu ihm kam und nicht mehr zu Kalona.

Mit ihm teilte sie nun ihre Tage und oft auch Nächte. Sie teilte mit ihm ihre Freude, ihre Gedanken, ihren Schmerz und ihr Leid. Und den größten Schmerz , den seine Göttin verspürte, wurde von Kalona selbst verursacht. Von ausgerechnet der Person, der der Göttin am Nächsten sein sollte.

Kalona war für sie geschaffen worden, um ihr ihr Krieger und Geliebter zu sein. Er sollte sie beschützen und lieben. Doch irgendwann war der Zorn seines Bruder, der schon lange in diesem schlummerte und immer größer und größer geworden bis er die Liebe zu ihrer Göttin langsam aber sicher überschattete. Lange davor schon war es erst Nyx und dann ihm selbst aufgefallen, doch sie hatten beide geglaubt, nein... gehofft, dass Kalona sich fangen würde. Das es besser werden würde.

Doch es wurde nicht besser. Eher im Gegenteil. Bis zuletzt hatte er noch gehofft, auch wenn er schon längst gewusst hatte wie sinnlos es war, dass sein Bruder sich ändern würde. Doch hier stand er nun. Neben Nyx.

Sie brach nach der Verbannung Kalonas nun vollkommen zusammen. Sie schluchzte bitterlich und es brach Erebos das Herz sie so zu sehen. Also tat er das einzige, was er momentan tun konnte. Er nahm sie in den Arm und ließ sie weinen, während es selbst es sich verbat.

Ja, auch er war zutiefst traurig darüber, doch Nyx war im Moment wichtiger. Diese krallte sich an ihn fest, als hätte sich Angst, dass er sich in Luft auflösen oder einfach gehen würde, wenn sie es nicht täte.


Seit jenem Tag waren sie beinahe unzertrennlich. Der Verlust Kalonas hatte sie noch enger zusammengeschweißt. Und auch wenn viel später die Vampyre glaubten, dass er ihr Geliebter sei, so war es lediglich eines; ein Gerücht. Über freundschaftliche Gefühle hinaus hatte sich nie etwas entwickelt. Dafür war er einfach nicht geschaffen worden. Er war ihr Gespiele und Gefährte, nicht ihr Geliebter und Krieger.

Bis jetzt. Nein, er war nicht er Geliebter und würde es auch nie werden, jedoch hatte er die Rolle des Krieger durchaus übernehmen müssen. Erebos vermisste seinen Bruder immer und überall und das nicht nur, weil er Nyx einst sehr glücklich gemacht  und sie beschützt hatte.

Allerdings konnte er nicht bestreiten, dass er seinen Bruder besonders stark vermisste, wann immer er dessen Platz als Krieger einnehmen musste.


Das erste Mal als es passierte, war Kalona gerade mal zwei Wochen weg. Nyx saß auf einen Fels und schaute selbstvergessen und betrübt auf einen See, der Nahe des Palastes lag. Erebos saß neben ihr , rechts vom Fels und die Wildkatze, die immer in ihrer Nähe war, wenn sie sich in der Anderwelt befand, lag vor ihnen und rieb ihren Kopf an Nyx Bein um ihr Trost zu spenden. Erebos saß still neben ihr, weshalb er es noch rechtzeitig bemerkte.

Etwas flog auf sie zu. Es war die Finsternis in einer ihrer vielen Gestalten. Nyx keuchen zufolge hatte sie es ebenfalls bemerkt und Erebos sprang alarmiert auf, nahm Nyx Hand und lief mit ihr zusammen zum Palast zurück. Die Katze sprintete neben ihnen her. Durch den Palast hindurch blieben sie in Nyx Schlafzimmer  schlitternd stehen.

In Erebos stieg Panik auf, unterdrückte sie jedoch genug und sah sich suchend im Raum um. Und da sah er ihn. Einer von Kalonas  Schwertern. Offensichtlich hatte dieser vergessen es wegzuräumen. Doch er zögerte diesen zu ergreifen. Er war kein Krieger! Alles in ihm schrie, welch schlechte Idee da sei, denn schließlich war er nie dazu geschaffen worden.

Seine Gedanken wurden jäh unterbrochen, denn in diesem Moment schwang die Tür auf und die Finsternis flog mit einem Affenzahn auf sie zu. Nyx schien nach wie vor im Schock zu sein. Im Grunde hatte er keine Wahl. Gerade noch rechtzeitig ergriff Erebos zum ersten Mal in seiner Existenz das Schwert (oder überhaupt irgendeines) und schwang es so herum, dass er die Finsternis von Nyx wegschleudern konnte.

Ein tiefer Schnitt zog sich durch die Mitte ihres ungebetenen Gastes und ein widerlicher Geruch erfüllte den Raum. Doch der Schnitt hielt es nicht ab, wie er es sich erhofft hatte. Aber das wäre wohl zu einfach gewesen. Mit, wie es ihm vorkam, unbeholfenen Schwerthieben hielt er es von seiner Göttin fern.

Bis er den Kopf zu Nyx wandte, von der ein ersticktes Keuchen gekommen war.  Von der Angst erfüllt, dass noch mehr hereingekommen sein und Nyx bedrohen könnte, hatte er er den Kopf gedreht um festzustellen, ob diese unverletzt war. Das war sein Fehler gewesen.

Kalona hätte das gewusst. Hätte sich nicht ablenken lassen, schoss es Erebos später durch den Kopf, als er dran zurück dachte. Scharfe Klauen fuhren durch seinen Körper und hinterließen tiefe Wunden und er war noch nie so froh darüber gewesen unsterblich zu sein.

Denn so krachte er nur durch die Tür und taumelte auf dem Balkon und landete unsanft auf den Boden. Für eine Atempause war keine Zeit, also rappelte er sich rasch auf und erkannte überrascht, dass es sich nicht direkt auf Nyx gestürzt hatte, sondern stattdessen immer noch ihn im Visier hatte.

Es flog auf ihn zu, so schnell, dass seine Gestalt verwischte und Erebos warf sich zu Seite, landete auf den Boden, streckte den Arm nach dem Schwert aus, packte es und sprang auf die Füße. Sein Magen verkrampfte sich, als ihm klar wurde,  dass er es würde töten müssen. Eigentlich sollte er sich nicht so fühlen. Es wollte ihn und seine Göttin vernichten, doch er konnte nicht anders.

Schon immer hatte sich sein Magen verkrampft , wenn er darüber nachdachte, wie es wäre ein anderes Lebewesen zu töten. Erebos gefiel der Gedanke einfach nicht, egal wer oder was oder wie böse es war. Bis dahin hatte Erebos erfolgreich verdrängt, dass er es würde töten müssen.

Allerdings blieb ihm keine Zeit sich großartig über etwas Gedanken zu machen, denn er musste schon den nächsten Angriff parieren. Die ganze Zeit über fühlten sich seine Bewegungen steif und unbeholfen an und er war heilfroh, dass er trotz allem ähnlich schnell und ausdauernd war wie sein Bruder. Auf jeden Fall reichte es aus.

Das Schwert war ihm aus der Hand geschlagen worden, doch er schaffte es trotzdem isch irgendwie in einem wüsten Handgemenge, oder eher in einer Prügelei die Oberhand zu gewinnen. Irgendwie landete er mit dem Ding unter sich hielt es mit der rechten Hand die Arme fest. Es zerfleischte ihm gerade im verzweifelten Versuch sich zu befreien den Unterarm.

Mit der linken Hand angelte er sich irgendwie das Schwert, verbiss sich die Schmerzenslaute, die ihm entfliehen wollten, biss die Zähne zusammen und hackte dem Ding mit dem Schwert den Kopf ab.

Kaum dass das Schwert den Boden berührte, zerfiel der Diener der Finsternis zu nichts. Erebos landete erneut auf den Hintern. Zum hoffentlich letztem Male erhob er sich ätzend vom Boden. Nyx schien dies aus ihrem Schock gebracht zu haben, denn diese war im nächsten Moment bei ihm.

Sie entschuldigte sich oft bei ihm, weil sie ihm nicht geholfen habe. Dass sie wie gelähmt gewesen sei. Erebos hatte erwidert, dass es kein Problem sei. Sie heilte seine Wunden. Währenddessen sagte keiner von ihnen ein Wort. Nyx aus Scham und Erebos, weil ihm nicht nach reden zu Mute gewesen war. Das erlebte hatte ihn schockiert und betäubt zurückgelassen. So war es die ganze Zeit gewesen, während sie ihn geheilt hatte.

Dann hatte ihn die Verzweiflung übermannt. Er war geflohen. Vor Nyx. Er hatte ihn nicht in die Augen sehen können. Erstens, weil er sich so sehr dafür schämte, ein so armseliger Ersatz für seinen Bruder zu sein. Kalona hätte nicht wegzulaufen brauchen, weil er immer eine seiner Waffen dabei hatte und er hätte es deutlich schneller mit erheblich weniger Wunden geschafft. Erebos war einfach kein Krieger.

Und das war der nächste Grund seiner Verzweiflung. Er fragte sich, ob das nun sein Leben war. Ständig kämpfen. Ständig töten. Er war für dieses Leben, für das Leben als Krieger, völlig ungeeignet. Kalona war der Krieger und nicht er. Ihm bereitet das Töten keine Freude, eher im Gegenteil.  Und doch würde er jetzt einer sein müssen. Für Nyx.

Natürlich würde er das. Er konnte sie schließlich nicht auch noch in Stich lassen. Das würde sie endgültig zerstören, soviel wusste er. Doch er tat es nicht nur ihretwillen, sondern um die ganze Anderwelt zu schützen. Und deren Bewohner.

Trotzdem konnte er die Verzweiflung und Trauer nicht länger unterdrücken. Gewaltsam brach sie aus ihm heraus. Tränen liefen ihm über das Gesicht. Eine zarte Hand legte sich auf seinen Rücken. Erebos hebt den Kopf und sah Nyx an, unfähig seine Tränen zu verbergen. Als er nichts sagte, setzte sich sie einfach neben ihn und hielt ihn fest, während immer mehr und mehr Tränen seine Wangen benetzten...
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So, das war es. Erebos und Nyx waren vielleicht etwas OOC, aber ich hoffe, ich habe es nicht übertrieben. Vielleicht schreibe ich hierzu noch was , doch das hängt von Lust und Motivation ab. Mal schauen. Schreibt mir gerne, wie es euch gefallen hat und ob ihr auch Lust nach mehr habt. Bin auch für Ideen offen, verspreche aber nichts.
lG
Lily
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