~Lost~

GeschichteDrama, Familie / P16
OC (Own Character) Suga
09.02.2019
13.06.2019
40
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Mein ganzer Körper wird durchgerüttelt. Warum macht jemand sowas? Ich versuche meine Augen zu öffnen, doch das Licht, welches dadurch in meine Augen trifft, verursacht unmenschliche Kopfschmerzen. Deswegen kneife ich sie sofort wieder zusammen. „Ich glaube sie ist wieder aufgewacht.“ Von wem kommt denn diese Stimme? Ich kenne sie nicht und doch kommt sie mir irgendwie bekannt vor. Doch woher? Woher kenne ich nur diese Stimme? Ich merke wie es in meinen Kopf rattert. Woher? Doch diese ganzen Überlegungen führen nur dazu das mein Kopf nur noch mehr weh tut. Schließlich entscheide ich mich doch dazu es erneut zu wagen meine Augen zu öffnen. Langsam erst das rechte und dann das linke. Zwar blendet mich das Licht immer noch, jedoch nicht mehr so stark wie vorhin. Mein blick geht starr auf eine weiße Decke. Wo bin ich nur? Wo war ich eigentlich das letzte Mal gewesen? Da ich mich einfach nicht erinnern kann drehe ich meinen Kopf in die rechte Richtung. Leider kann ich dort nichts erkennen. Es sieht so aus als wäre dort ein Couchkissen. Das würde ja bedeuten das ich auf so einer liegen würde. Ungläubig lasse ich meine Hände tasten und tatsächlich spüre ich nur einen weichen Stoff Untergrund. Nun komplett verwirrt entschließe ich mich dazu meinen Körper aufzurichten. Was allerdings auch keine gute Idee war, denn nun befällt mich der Schwindel. Alles dreht sich um mich, dennoch kann ich erkennen das ich anscheinend in einem Wohnzimmer sitze. Das würde zumindest den großen Schrank mit vielen Bildern erklären. Mein Kopf dreht sich nach links.

„AHHHH!“, schreie ich nur und zieh mein Körper zusammen. Da sitzt mir ein wild fremder Mann genau gegenüber. Okay eigentlich nicht wild fremd, doch es ist kaum zu glauben. Jimin von BTS sitzt mir Yuna Elise Schwarz wirklich und wahrhaftig gegenüber. Total überfordert fasse ich mir mit einer Hand an den Mund während ich mit der anderen auf Jimin zeige. Mein Herz schlägt in der ganzen Zeit ganz aufgeregt, mein Körper wird von einer Hitzewelle überflutet und denn noch ist meine Hand eiskalt. Ich merke wie mir gleichzeitig schlecht wird und Tränen der Freude in mir aufsteigen. Das kann nicht wahr sein. Das ist nur ein Traum. Oder? Vorsichtig bewege ich mich, mit meinem ausgestreckten Zeigefinger nachvorne und schrecke wieder zurück, als dieser auf seine warme, weiche Haut trifft. „Hey es ist alles gut. Ich tue dir nichts versprochen.“, spricht er zu mir mit einer ganz sanften Stimme. Um seine Unschuld zu beweisen hebt er auch seine beiden Hände hoch. „Sana kommst du?“, ruft er, nachdem ich darauf immer noch nichts erwidern kann. Es dauert einen kurzen Moment doch dann erscheint meine Beste Freundin in der Tür und kommt sofort zu mir rüber. „Geht es dir wieder besser?“, fragt sie mit sehr viel Fürsorge in der Stimme und mustert mich mit großen Augen. „Ist…Ist das… das…Ist das wirklich Jimin?“, bringe ich stotternd, mit zitternder und bebender Stimme hervor. Das kann doch nicht echt sein. Ich muss einfach Träumen, das ist die einzige Erklärung.
„Ja ist er. Willst du vielleicht was essen oder trinken? Dann würdest du auch die anderen sehen.“, spricht sie wieder zu mir. Dabei lässt sie mich keine Sekunde aus den Augen. Ein Kloß bildet sich in meinen Hals, sodass ich nicht sprechen kann. Das kann doch alles nicht wahr sein. Es muss einfach ein Traum sein. Oder doch nicht? Ich werde es nur herausfinden, wenn ich anfange mich zu bewegen. Darum nicke ich ihren Vorschlag auch nur zu und versuche dann mich zu erheben. Da mich der Schwindel dabei natürlich wieder einholt, schwanke ich etwas. Doch zum Glück halten mich Jimin und Sana fest. Okay, ruhig atmen. Einatmen. Ausatmen.

Beide haben jeweils eine Hand auf meinen Rücken gelegt und bringen mich aus dem Raum in einen anderen. Das Essen kann ich schon wahrnehmen, bevor wir überhaupt den Raum betreten. Doch ich kann noch etwas anderes wahrnehmen. Stimmen. Es sind viele Stimmen. Viel zu viele Stimmen. Abrupt bleibe ich stehen und Jimin schaut mich verdutzt an. Sana hingegen weiß genau was los ist. „Es ist alles in Ordnung Sehun ist auch da, genau wie Bobby und die anderen sind echt nett glaub mir.“, säuselt mir Sana mit ihrer süßlichen, sanften Stimme zu. Doch leider bringt es mir nichts, denn mein Kopf weiß ganz genau wer hinter der Tür ist. BTS. Meine Idole seit meiner Kindheit. Es gibt keine Auftritte oder Fernsehshows, die ich nicht gesehen habe. An sich kenne ich alle. Darum begreife ich auch immer noch nicht das mir nicht aufgefallen ist das Bobby Jimins Sohn ist. Immerhin wurde er auch hin und wieder gezeigt. Warum war ich bloß so blind gewesen? Okay ich hatte ihn nur heute gesehen, aber trotzdem. Das hätte mir doch gleich auffallen müssen.

Da ich nichts weitergesagt oder mich geregt habe, schiebt mich nun Sana weiter, während Jimin die Tür öffnet. Nach wenigen Schritten betrete ich den Raum, in dem sich alle versammelt haben. Acht Augenpaare liegen nun auf mir und mein Körper vergisst seine Funktionen. Nur durch ein „Atmen“, von Sana werde ich daran erinnert, dass ich dies tuen sollte. Da Sana immer noch ein Arm um mich gelegt hat, zieht sie mich einfach zu einem freien Stuhl und platziert mich dort. Die Augenpaare folgen mir natürlich bei jedem Schritt, den ich tue und auch jetzt wo ich sitze liegen sie noch auf mir. Langsam traue ich mich in die runde zu schauen, da fällt mir auf das eigentlich nur sieben Augenpaare auf mir liegen. Suga oder Yoongi wie er eigentlich heißt, würdigt mich keines Blickes. Zwar finde ich die Blicke der anderen unangenehm, doch frage ich mich warum er mich nicht anschaut. Warum habe ich es nicht verdient? Obwohl ich eigentlich froh darüber sein sollte, zieht sich doch etwas in meinen Inneren zusammen. Es könnte natürlich auch damit zusammen hängen das er immer einer meiner Lieblinge war. Was ich nur so nebenbei auch meiner Mutter zu verdanken habe.

„Mensch Jimin! Was hast du bloß mit diesem armen Mädchen angestellt?“, fragt Hoseok lachend. Es ist komisch seine Stimme in echt zuhören. Noch komischer ist die Stille, die danach eintritt. Doch zum glückt liegt so die Aufmerksamkeit auf Jimin und Hoseok. Doch ich merke das Jimin mich immer noch so komisch mustert. „Nichts. Sie hat mich nur gesehen und schon war sie weg.“ „Okay sag mal war es wirklich so?“, fragt Namjoon an mich gewandt und somit liegt alle Aufmerksamkeit nun wieder bei mir. Na großartig. Da ich immer noch einen Kloß im Hals habe, nicke ich einfach nur wieder. „Sag mal kann sie nicht sprechen?“, fragt nun Seokjin an Sana gewandt. Es ist komisch das sich so fremde Leute um mich Gedanken machen. Das sollten sie doch eigentlich nicht tun. „Doch, aber sie hat ein Problem damit, wenn so viele fremde Leute in einem Raum sind.“, antwortet ihm Sana ruhig. Sehr schön jetzt stehe ich hier als Psycho da. Das hast du ja mal wieder klasse hinbekommen Yuna. Doch da ich nichts sagen kann, kann ich natürlich auch nichts daran ändern. „Naja damit kennt sich unser Yoongi hier ja auch aus.“, gibt Hoseok lachend von sich und klopft dabei Yoongi auf die Schulter. Es scheint so als würde ihn das aus einem langen schlaf erwecken. Nun guckt er mich auch an. Seine Augen sehen so leer und müde aus. Gleichzeitig liegt so viel Trauer in ihnen. Woher diese nur kommt? Nachdem er mich kurz angeschaut hat, weiten sich seine Augen etwas und er sieht gleichzeitig erschrocken und noch trauriger aus. Was ist nur mit ihm los? Habe ich etwas im Gesicht? Oder liegt es einfach nur an mir? Der Ausdruck des Schockes hält allerdings nicht lange an, denn der Ausdruck des Schmerzes hält nun Einzug. „Ja“, antwortet er kurz und seine Stimme sorgt dafür das sich bei mir wieder eine Gänsehaut bildet. Nach seinem gesprochenen senkt er nur wieder seinen Blick und starrt das Essen auf seinen Teller an, macht aber keine Anstalten dazu es auch zu essen.

„Wie heißt du jetzt eigentlich?“, fragt mich Namjoon, nachdem sie alle gegessen haben. Ich habe allerdings nichts runterbekommen, deswegen habe ich nur etwas Wasser getrunken. Mich hat die ganze ausgelassene Stimmung hier aber echt beruhigt weswegen ich nun auch ansetzten kann, um ihm zu antworten. „Elise.“, sage ich leise und hoffe das er es verstanden hat. „Oh das ist ja ein sehr interessanter Name. Woher kommst du eigentlich?“, fragt er mich weiter. Warum er diesen Namen sehr interessant findet verstehe ich allerdings nicht. „Aus Berlin, Deutschland.“, antworte ich nur knapp und ich bekomme mit wie alle Mitglieder, bis auf Yoongi, scharf die Luft einziehen. Allerdings verstehe ich erneut nicht warum sie das tun. „Es ist sehr schön dort.“, sagt schließlich Jimin, nach einiger Zeit des Schweigens. Da ich nicht weiß was ich darauf antworten soll, nicke ich einfach nur. Mal wieder. Langsam komme ich mir vor wie so ein Wackeldackel. „Lass mich raten das du uns kennst und du deswegen bis jetzt noch nicht wolltest das wir uns vorstellen?“, werde ich von Namjoon gefragt. Erneut nicke ich nur, dämlicher Wackeldackel. Es dauert etwas doch dann entschließe ich mich doch dazu was zu sagen. „Ja natürlich kenne ich euch. Meine Mutter ist ein riesiger Fan von euch und das hat auch auf mich abgefärbt.“ Na großartig, jetzt habe ich mich vor allen als Fan geoutet. Ist das jetzt gut oder nicht? „Oh das ist schön zuhören.“, spricht nun Hoseok und sieht dabei ehrlich glücklich aus. Gerade als er ansetzten wollte wieder etwas zu sagen kommt ihm Jimin dazwischen. „So es ist langsam echt spät und ihr solltet schlafen gehen. Da du, Elise, es ja nicht mitbekommen hast, ihr werdet die Nacht über hierbleiben und ich werde euch dann morgen zur schule fahren. Und nun Bobby bringe sie doch bitte in das Gästezimmer.“ Sofort springt Bobby auf, verbeugt sich vor den älteren und geht aus dem Zimmer. Ich mach es ihm nach und folge ihm gleich.

Wir gehen gemeinsam die Treppe hinauf. Direkt ihr gegenüber befindet sich eine Tür. Bobby macht diese auf und sagt „Sana du kennst das ja schon und für dich Elise, hier werdet ihr schlafen. Sana kann dir alles zeigen.“ Danach geht er mit Sehun weiter den langen Gang entlang und geht in ein anderes Zimmer hinein. Sana geht in unser Zimmer rein, doch ich kann nicht anders als den beiden Jungs hinterher zu schauen. „Kommst du?“ Sanas Worte lösen mich aus meiner Trance und ich setzt mich in Bewegung, um ihr ins Zimmer zu folgen. Dieses ist nicht sonderlich groß, doch bietet genug Platz für ein großes Doppelbett, einen Kleiderschrank und einen Schreibtisch. Der Boden ist mit weißen Parket ausgelegt und dazu sind die Möbel ebenfalls passend weiß. Irgendwie ist das alles zu hell für mich, zu viel weiß, aber na gut für eine Nacht sollte das schon gehen. „Dann zeige ich die mal das Bad, damit wir noch unsere Zähne putzen können.“ Gesagt, getan läuft sie wieder aus dem Zimmer raus, um in das nächste rein zu gehen.

Nachdem wir unsere Zähne geputzt haben, geht Sana zum Kleiderschrank und gibt mir ein viel zu großes T-Shirt und eine kurze Hose raus. Da ich gar nicht wissen will von wem die Sachen sind, da ich mir sicher bin das ich sonst in die nächste Ohnmacht falle, ziehe ich es einfach nur an und lege mich dann ins Bett. Sana liegt neben mir. Es dauert nicht lange bis ich ihren ruhigen gleichmäßigen Atem wahrnehme.

Und ich selbst liege hier in der Dunkelheit, mit weit geöffneten Augen und starre die Decke an. Meine Gedanken kreisen die ganze Zeit nur darum das ich hier wirklich unter einem Dach mit BTS bin. Auch wenn sie schon lange nichts mehr rausgebracht hatten, da sie auch älter geworden sind, haben sie immer noch diese gewisse Wirkung auf die Menschen. Es kann natürlich damit zusammenhängen, dass sie eine ganze Generation geprägt haben, ihnen mit ihren Worten Mut und Selbstvertrauen gegeben haben, das sie immer noch so beliebt sind. Es gibt so viele, auch junge Menschen, die immer noch ihre Musik hören und sie einfach grandios finden und zu diesen gehöre ich auch. Sie sind für mich echte Vorbilder, da sie mir gezeigt haben das man einfach das machen soll worauf man Lust hat und nicht auf die anderen hören sollte. Wenn das doch nur im echten Leben auch so einfach wäre. Wenn ich nur das machen könnte was ich liebe, aber nein dafür bin ich viel zu schüchtern und in mich gekehrt.

Die Zeit vergeht nur schleppend und ich habe mittlerweile kein Gefühl mehr dafür wie spät es eigentlich ist. Darum greife ich kurz zu meinem Handy, um das nachzuschauen. 2 Uhr morgens und ich kann einfach nicht schlafen. Es macht auch keinen Sinn mehr sich noch länger von links nach rechts zu drehen und dadurch vielleicht auch noch Sana aufzuwecken. Deswegen entschließe ich mich dazu meinen Laptop aus meinem Rucksack zu nehmen. Leise laufe ich mit ihm im Arm die Treppe herunter. Überall im Haus ist es still und dunkel, nur meine leisen Schritte sind zu hören. Im Wohnzimmer setze ich mich auf die Couch und schalte dann meinen Laptop an. Da meine Kopfhörer immer bei meinem Laptop sind, stecke ich mir diese in die Ohren. Nachdem mein Laptop hochgefahren ist mache ich mir klassische Musik an, denn das ist die beste Musik für mich, wenn ich mich konzentrieren will und das mach ich auch. Es gibt es nur noch mich, die Musik und meinen Laptop. Das ist alles was ich brauche.

Ich schrecke hoch, als ich auf einmal an der Schulter berühret werde. Mit weit aufgerissenen Augen gucke ich die Person an, die mich gerade zu Tode erschreckt hat. In seinen Augen liegen wieder dieser Schmerz und die Traurigkeit von vorhin und noch immer weiß ich nicht was dazu führt, dass er so fühlt. Und noch weniger verstehe ich allerdings warum es mich so mit nimmt ihn so zu sehen. Ich meine, eigentlich kenne ich ihn ja gar nicht. Aber trotzdem irgendwas in mir sagt das ich ihn in den Arm nehmen sollte. Ihm sagen das, was auch immer es ist, irgendwann gut wird. Doch da er ein erwachsener Mann ist mache ich es nicht. Stattdessen starre ich ihn einfach nur an. „Warum bist du noch auf?“ Damit durchbricht er die Stille und ich werde wieder in das hier und jetzt geholt. Nun wird mir auch schlagartig bewusst das ich im begriff war ihn zu umarmen. Ein Idol. Eine Person, wo ich dachte, dass ich sie nie im leben aus nächster nähe sehen würde, aber nun stehet er direkt vor mir. Mein größtes Idol von allen. Mein größtes Vorbild.
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