Was ist nur mit uns passiert?

von Anny85
GeschichteRomanze / P16
08.02.2019
01.03.2019
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Minuten vergingen, bis Theresa merkte, daß Marc vor ihr stand und sie ansah. Was sagen, das wäre es jetzt. Aber sie konnte es nicht, sie wusste nicht was oder wie und vor allem wusste sie nicht, ob ihre Stimme versagen würde. Denn sie fühlte, wie die Traurigkeit, die in ihr aufkam! Die Zeit mit Marc, sie war ein auf und ab und trotzdem war es einfach besonders. Wie konnte das alles verloren gegangen sein, wie können zwei Menschen dieses verlieren? Marc war sich unsicher, ob er sie überhaupt ansprechen sollte. Vielleicht sollte er sie in ihren Gedanken lassen, ihr die Ruhe gönnen. Aber so einfach wegzugehen, den Tag zu machen als wäre nichts, das konnte er nicht und vor allem nicht gegenüber Theresa. Er versuchte ruhig zu bleiben, auch wenn es innerlich, so gar nicht in Marc aussah:,, Guten Morgen Frau Kollegin!” Der Blick, der eben noch verloren irgendwohin führte, richtete sich auf Marc. Kein Wort fiel über ihre Lippen. Ihre Augen beobachtet ihn, seine Haltung und seine Augen, wie diese dem weiblichen Gegenüber ansahen und versuchten mehr über ihre innere Gefühlswelt zu erfahren. ,,Guten Morgen Dr Lindner.” kam es kurz von ihr. Vielleicht ein Warnschuss, nicht weiter zugehen, ihr nicht weiter zu folgen? Doch hingegen seiner Überzeugung und auch seiner Überlegung, setzte er sich neben Theresa. Neben ihr, auf dieser Bank, wo er es sagte. Wo er es zugab, dass es so nicht weitergehen kann!
An diesem einen gewissen Tag, kam irgendwie alles zusammen. Er überlebte schon eine Weile etwas zu ändern. Diesen inneren Geist zu überwinden und einen Weg, wo Marc wusste das er lang wird, zu gehen. Dann war auch noch seine Ex Freundin da und alles was er immer verdrängt hatte, seine offenen Wunden, kamen alle wieder zum Vorschein. Keine Nähe, lieber mehr Abstand als Liebe, nicht selber zu wissen was man mit seinem eigenen Leben anfangen sollte, war seine Devise! In seinem Beruf ging er damals und heute auf. Dafür lebte er, dachte er zumindest. Sich Fragen zustellen tat er nicht, traute sich vielleicht auch nicht. Aber gerade dann, wo er diesen Menschen von damals wieder sah, wusste er dass das Leben wie es funktionierte, nicht mehr läuft. Erinnerungen können eine Qual sein, aber auch manchmal ein Tritt für eine Zukunft, sofern man es will. Und es gab Gründe, mit dem verkorksten Dasein ab zu schließen. Zu viele Fehler, zu viele Dinge waren passiert, Menschen die wichtig für ihn waren, hatte er weggestossen und die Frau die er liebte, verletzt.
Eigentlich brauchte er gar nicht lange um es für sich zu entscheiden und sich mit Theresa damals auf dieser Bank wiederzufinden. Er wusste noch, das er damals nervös war. Wollte am liebsten sofort alles ändern, aber er brauchte Geduld. Und er musste zugeben, Geduld selber für sich aufzubringen, war nicht gerade seine Parade Disziplin. Und dann sagte er es und es war so einfach, es zuzugeben. Wo er ihr sagte, dass er das alles nicht mehr wollte. Das er Hilfe braucht, aber es alleine nicht schafft. Eine Therapie war ein Schritt in die richtige Richtung, für ihn und für seine Umgebung!
Es muss eine Zeit vergangen sein, seit sie hier zusammen saßen und keiner etwas sagte. Marc wollte diese Stille nicht mehr, wollte das alles nicht mehr. Mit Theresa sprechen war eine Möglichkeit, aber jetzt und hier? Kurz bevor sie, ihren Dienst antreten müssen? Er versuchte, zeigte sich vorsichtig und ließ seinen Blick auf Theresa ruhen! ,,Woran denkst du?” fragte er vorsichtig. Der Blick von Theresa wandte sich nicht ab, ließ Marc eigentlich kalt abblitzen und man hatte das Gefühl, sie hatte seine Frage gar nicht mitbekommen oder hatte sie vielleicht auch komplett überhört. Doch gerade wo er eigentlich es aufgeben wollte, hier bei ihr zu sitzen, ein Gespräch zwischen ihnen an zu fangen und vor allem auch ihre Anwesenheit zu genießen, antwortete Theresa. ,,An Uns!” Marc hatte mit einiges gerechnet, aber damit wirklich nicht. Denn er hatte es eigentlich schon aufgegeben, das es irgendwie noch ein 'Uns’ geben würde und so war seine Antwort, mehr eine Frage: ,,An Uns?”
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