Eine Überraschung an Weihnachten

KurzgeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16 Slash
Dryden Fassa Hitomi Kanzaki Jukari Merle Millerna "Milana" Sara Aston Van Fanel
08.02.2019
05.03.2019
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Hier das erste Kapitel

Es kommt auch ein Musik Text vor. Beim schreiben höre ich immer Musik dazu und als ich dieses Kapitel geschrieben habe, habe ich ein Lied gehört und für mich hat es einfach zu diesem Kapitel gepasst.
Aber nun wünsche ich euch viel Spaß bei lesen.
Lg eure Engelslady







Es  ist der 24. Dezember, Heiligabend. Ich sitze gemütlich in meinem Sessel, der neben dem Fenster steht. Meine Hände umklammern die Tasse mit heißem Tee, der nach Äpfeln und Zimt duftet. Verträumt sehe ich nach draußen, die Schneeflocken tanzen vor dem Fenster und gleiten langsam zu Boden. Der geschmückte Weihnachtsbaum steht in der Ecke. In der ganzen Wohnung riecht es nach frisch gebackenen Plätzchen.
Als Kind freute ich mich immer auf Weihnachten, die vor Weihnachtszeit, ich liebte es mit meiner Mutter Plätzchen zu backen. Auch als ich dann älter wurde und ich dann in eine Wohnung gezogen bin, stand ich mit meinen Freunden in der Küche und wir backten Plätzchen. Auch das schmücken für Weihnachten liebte ich, doch seit zwei Jahren war mir nicht mehr danach. Vor zwei Jahren trennte sich mein Freund von mir.
Was heißt er trennte sich von mir, er war einfach gegangen. Ich liebte ihn über alles und liebe ihn immer noch.
Hinter mir, neben der Musikanlage standen Bilder, von mir und Merle und eins von mir und ihm.
Einen Tag vor Heiligabend verschwand er. Er hatte mir nur einen Brief da gelassen, in dem stand das er weg gehen muss. Warum hatte er nicht geschrieben, selbst seine Schwester wusste nicht warum er gegangen war.
Eine Träne rollte über meine Wange, als ich zurück an den Tag dachte als ich den Brief fand.

"Hier Hitomi probiere mal die Plätzchen."
Die Stimme neben mir holte mich aus meinen Erinnerungen. Ich drehte mein Gesicht zu ihr hin und sah schon den Teller voller Plätzchen vor meiner Nase.
"Nein danke Merle ich möchte nicht," sagte ich und lächelte sie an. Es war ein schwaches Lächeln.
Merle war die Schwester des Mannes der vor zwei Jahren gegangen war, der mich einfach so verlassen hatte.
Sie stellte den Teller auf den Tisch, seufze und setzte sich neben mich auf die Lehne des Sessels.
"Du hast schon wieder an ihn gedacht. Hitomi es ist nun schon zwei Jahre her…"
"Ich weiß Merle," sagte ich und unterbrach sie.
Ich drehte mein Gesicht wieder zum Fenster. Sie hatte ja Recht, aber ich konnte ihn nicht vergessen. So sehr ich es mir auch vor nahm nicht mehr an ihn zudenken, ihn zu vergessen, die Zeit mit ihm hinter mir zulassen. Aber es ging einfach nicht, ich konnte ihn nicht vergessen, ihn nicht aus meinem Herz vertreiben.
"Hat er sich heute bei dir gemeldet?," kam die Frage von mir.
"Ähm… Nein. Warum sollte er sich jetzt bei mir melden?"
Ich sah zu Merle. Wieso hatte sie mir gerade so merkwürdig geantwortet? Was sollte dieses Ähm?
"Na ja, es ist doch Weihnachten und da du seine Schwester bist, dachte ich das er sich bei dir meldet."
"Nein hat er nicht. Obwohl ich mich gefreut hätte," sagte Merle und stand auf.
Sie ging in die Küche. Ich sah ihr hinterher, irgendwas stimmte nicht.
Ich zuckte mit den Schultern und drehte mich wieder dem Fenster zu. In diesem Moment erklang mein Lieblingslied. * Erinnerung von der Band Saltatio Mortis*
Ich summte leise mit und schon kamen wieder die Erinnerungen an ihn zurück.

*Ich schwelge in Erinnerung
Und dreh die Zeit zurück.
Verlier mich in Erinnerung
Für einen Augenblick.
Genauso wie es früher war,
wird’s nie mehr sein, das ist mir klar.
Doch hol ich gern die Erinnerung zurück, für einen Augenblick.

Ganz groß in der Erinnerung, steht noch dein Name drin.
Und in dieser Erinnerung, war es noch schön zu beginn.
Genauso wie es früher war, wird’s nie mehr sein, das ist mir klar.
Doch wünschte ich, die Zeit käme zurück.
Für einen Augenblick.*

Wie wir das erste Weihnachten zusammen verbrachten. Wie wir zusammen kamen, unsern ersten Kuss.

*Nur ein Echo der Zeit, das ist alles was bleibt.
Von einem Augenblick….*

Den Urlaub den wir mit unseren Freunden in dem Haus am See verbrachten. Wie viel Spaß wir alle hatten.

*Ich schwelge in Erinnerung, vielleicht zum letzten Mal.
Und doch lässt die Erinnerung, dir selten eine Wahl.
Genauso wie es früher war, solls nie mehr sein, das ist mir klar.
Wir wollen doch nie mehr dahin zurück, für keinen Augenblick.

Nur ein Echo der Zeit, das ist alles was bleibt.
Von einem Augenblick….*

Die wundervollen gemeinsamen Stunden, die wir allein zu zweit verbrachten.


*Nur ein Echo der Zeit, das ist alles was bleibt….

Die Geschichte der Erinnerung, ergibt kaum einen Sinn.
Doch in dieser Erinnerung steckt alles was ich bin.
Genauso wie ich früher war, werd ich nicht mehr, das ist jetzt klar.
Doch wünschte ich mir, ich könnt noch mal zurück.

Nur ein Echo der Zeit, das ist alles was bleibt.
Von einem Augenblick…*

Und dann der Tag an dem er gegangen war, mich verlassen hatte.

*Nur ein Echo der Zeit, das ist alles was bleibt….*


Plötzlich verstummte das Lied bevor es zu Ende war. Ich drehte mich zur Musikanlage um, dort stand Merle mit verschränkten Armen vor der Brust  und sah mich kopfschüttelnd an.
"Sag mal wie oft lief dieses Lied heute schon?"
Ich zuckte mit den Schultern. Es war heute schon oft gelaufen genauso wie die anderen Lieder auf der CD. Ich hatte mir eine CD gemacht, mit meinen Lieblingsliedern. Es waren viele dabei die traurig waren, die mich an die Zeit mit meinem Freund zurück erinnerten, die ausdrückten wie ich mich fühlte.
"Damit wird es auch nicht besser Hitomi. Das zieht dich nur noch mehr runter."
Mein Blick verfinsterte sich, bei ihren Worten. Sie hatte vielleicht damit Recht.  Doch sie hatte doch keine Ahnung wie ich mich seit zwei Jahren fühlte. Ich vermisste ihn, ich liebe ihn eben immer noch. Und ich gab mir die Schuld dass er gegangen war, dass ich etwas falsch gemacht hatte.
"Du hast keine Ahnung wie ich mich fühle!," schrie ich und Tränen bannten sich einen Weg über meine Wangen. Ich schloss meine Augen und weinte.
Dann spürte ich wie jemand mich in die Arme nahm und sprach.
"Ach Hitomi. Du liebst ihn immer noch. Ja ich habe zwar keine Ahnung wie du dich fühlst. Ich weiß wie sehr Du ihn liebst, aber du kannst doch nicht ewig ihm nach trauern. Du musst endlich nach vorne sehen"
"Merle was habe ich falsch gemacht?," schluchze ich.
"Nichts Hitomi. Du hast nichts falsch gemacht, glaub mir."
"Aber warum ist er dann gegangen?," fragte ich.
Doch Merle schwieg, sie Antwortete mir darauf nicht.

Eine ganze Weile saß ich so da, bis ich mich beruhigt hatte. Merle löste die Umarmung und sah mich an.
"So da du dich jetzt beruhigt hast, können wir ja gehen."
"Gehen? Wohin?," fragte ich.
"Na zur Weihnachtsparty."
"Ach Merle, muss das sein?"
Merle erhob sich und zog mich an meinen Händen aus dem Sessel.
"Ja. So kommst du weniges auf andere Gedanken. Los zieh dir was Schönes an und lass uns spaß haben," sagte Merle und schob mich in die Richtung meines Schlafzimmers.
"Aber Merle…," wollte ich schon erwidern, doch sie unterbrach mich.
"Nichts aber! Jukarie, Millerna und die andern sind auch auf der Party. Du wirst sehen, es wird ein schöner Abend. Nun los zieh dich endlich um."
Seufzen gab ich mich geschlagen und ging in mein Schlafzimmer um mich um zuziehen.
Auch in diesem Raum gab es viele Dinge die mich an ihn erinnerte. Auf der kleinen Kommode neben der Tür, lag in einer kleinen Holzschatulle eine weiße Feder, daneben in einer Vase, eine Rose die ich getrocknet und haltbar gemacht hatte. Diese Rose hatte er mir damals geschenkt, als wir ein Jahr zusammen waren. Die weiße Feder war unser Symbol der Liebe.


Eine Stunde später befand ich mich auf der Weihnachtsparty, auf die mich Merle mit geschleppt hatte. Die Feier fand in einem Saal statt der zu einer Gaststätte gehörte. Millerna und Dryden hatten diesen Saal für die Weihnachtsparty gemietet.
War ja klar gewesen das die beiden so was machen würde. Millerna und Dryden gehörten mit zu meinen Freunden, genauso wie Allen, Serena, Jukarie und Amano. Aber nicht nur meine Freunde waren auf der Party, auch andere Leute die Dryden kannte.
Der Saal war wirklich sehr schön geschmückt worden. Ein großer Tannenbaum stand in einer Ecke. Er war in Rot geschmückt, die Kugel waren in verschieden Rottönen gehalten, rotes Lametta, eine Lichterkette die den ganzen Baum erleuchtete und eine rote Baumspitze. Unter dem Baum lagen sogar Geschenke.
Ja Millerna hatte das mit diesem Wichteln vorgeschlagen. Notgedrungen machte ich dabei mit. Ich hatte Glück, ich musste für Merle ein Geschenk besorgen.
Ich stand an einem der Fenster, in der Hand hielt ich ein Glas Wein. Ich sah wieder den Schneeflocken zu, die langsam zu Erde fielen.
Wieder dachte ich an ihn, wo er wohl gerade war? Ob er mich schon vergessen hatte? Hatte er vielleicht schon jemandes neues? Saß er vielleicht gerade mit dieser Person gemütlich zusammen? All solche Fragen kreisten in meinen Gedanken rum.



"Und kommt er?," fragte  Allen Merle.
Sie stand neben Millerna und unter hielten sich. Merle sah erst zu Hitomi und dann mit einem Grinsen zu Allen.
"Ja. Aber erst um Mitternacht."
"Na ja, fünf Stunden hat er noch. Hast du ihr es gesagt?," fragte Millerna.
"Nein! Wo denkst du hin?," kam es von Merle.
"Na da müssen wir uns aber was einfallen lassen, wie wir Hitomi so lange hier halten können,2 sprach eine Stimme hinter Millerna.
Alle drehten sich zu der Stimme hin. Es war Dryden, der seine Freundin Millerna umarmte.
"Wie meinst du das? ." fragte Merle.
Dryden zeigte auf Hitomi. Alle sahen zu ihr und sahen wie sie mit dem Weinglas in der Hand zu einem Tisch ging und es dort ab stellte und wie sie dann die Tür ansteuerte.
Flink huschte Merle zu ihrer Freundin um sie auf zu halten.

Ich wollte gerade zur Tür gehen, als Merle zu mir kam. Ich wollte eigentlich die Party verlassen. Ich war nicht in der Stimmung zu feiern und gemütlich lächelnd unter dem Weihnachtsbaum zu sitzen. Ich wollte einfach wieder nachhause, mich wieder gemütlich in meinen Sessel setzen und meine Musik hören.
"Was ist Merle?," fragte ich als sie vor mir stand.
"Wo willst du denn hin?"
"Ich wollte nachhause gehen," antwortete ich.
"Nichts da. Komm mit."
Merle schnappte mich am Handgelenk und schleifte mich zu den anderen. Innerlich stöhnte ich. Das war nicht so geplant.

Die Stunden vergingen, ich schaffte es nicht von der Party zu verschwinden. Irgendwie kam es mir so vor als versuchten meine Freunde mich davon ab zuhalten die Party zu verlassen. Aber warum?
Millerna bat dann alle um ruhe. Alle waren still und warteten was Millerna sagen wollte.
"So es ist jetzt zehn Minuten vor Mitternacht. Zeit um sich um den Weihnachtsbaum zu sammeln, damit wir die Geschenke verteilen können."
Wir waren nur noch unter uns. Drydens Freunde waren vor einer halben Stunde gegangen.
Wir gingen also alle zu dem Weihnachtsbaum, dort standen drei Sofas. Wir nahmen Platz und warteten. Millerna trat vor und sprach noch mal.
"Also ich fange an."
Millerna nahm ein Geschenk unter dem Baum weg und überreichte es Dryden. Dann durfte er das nächste Geschenk unter dem Baum wegnehmen und es überreichen. Millerna hatte sich das so aus gedacht. Es ging immer so weiter, alle hatten ihrer Geschenke bekommen, außer mir und es stand noch ein Geschenk unter dem Baum. Doch es gab im Saal keine Person mehr die mir das Geschenk geben könnte.

"Oh, dieses Geschenk ist für Hitomi," sagte Millerna und nahm das Geschenk unter dem Baum vor. Sie sah sich um, doch keine Person war mehr übrig.
"Was machen wir jetzt? Das Geschenk ist zwar für dich aber hier ist keine Person mehr übrig die es dir geben könnte."
Merle sprang auf und nahm das Geschenk Millerna aus den Händen. Sie drehte sich um und ich sah wie sie für einen kurz Moment zur Tür sah, dann grinste sie.
Ich dachte mir dabei nichts.

"Dann gebe ich ihr eben das Geschenken, das ist doch nun auch nicht schlimm," sagte Merle und kam zu mir und gab es mir.
Es war kein großes Geschenk, ich hielt es in meinen Händen und sah nur darauf. Sollte ich es öffnen?
"Los Hitomi, mach das Geschenk auf es ist schließlich für dich."
Langsam nickte ich mit dem Kopf und löste das Schleifenband. Es war silbern, so wie das Papier um dem Geschenk auch. Ich machte das Papier ab und starrte auf eine längliche weiße Schachtel. Wie in Zeitlupe öffnete ich den Deckel der Schachtel. Was sich in der Schachtel befand, trieb mir Tränen in die Augen.
Eine große weiße Feder lag auf Samtstoff  in der Schachtel. Das war das Symbol von mir und meinem Freund, unsere Liebe. Aber wie? Warum diese Feder?
Meine Hände fingen an zu zittern, ich stand auf.
Der Deckel der Schachtel in meiner linken Hand, lies ich los und fiel zu Boden. In der rechten  Hand hatte ich die Schachtel, meine linke Hand ballte sich zur Faust. Was sollte das?  Wieso machten sie das?
"Was soll das?," schrie ich und sah meine Freunde böse an.
Traurigkeit und Wut mischten sich in mir. Wer hatte mir dieses Geschenk gemacht? Sie wussten doch alle wie sehr ich daran leide, dass er gegangen war.
Ich sah von Allen, der auf dem ersten Sofa saß zu Amano der auf dem letzten Sofa saß. Doch bis Amano kamen meine Augen nicht. Mein Blick blieb in der Mitte hängen, da wo die Tür war, da stand jemand.
Träumte ich? Sah ich jetzt schon Geister?
Mein Herz setzte einen Schlag aus. Diese Statur, diese rabenschwarzen Haare, die so unbändig vom Kopf abstanden und dann…und dann…
Die Person kam näher und ich konnte noch deutlicher ihn erkennen. Die Standuhr neben der Tür schlug zwölf, es war Mitternacht.
Die Person hob den Kopf und ich konnte das Gesicht und die Augen besser sehen. Wieder setzte  mein Herz für einen Schlag aus.
Ich sah in diese rotbraunen Augen. Ich ließ die Schachtel mit der Feder fallen, meine Augen füllten sich wieder mit Tränen. ~ Das konnte nicht sein. ~
"Van," kam es flüstern aus meinem Mund.

Meine Freunde gingen zur Seite und stellten sich rechts und links etwas entfernt neben mich. Van, den Mann den ich über alles geliebt  und noch immer liebe, der der vor zwei Jahren einfach gegangen war, kam noch ein paar Schritte auf mich zu.
Zwei Schritte vor mir blieb er stehen, bückte sich und hob die Feder auf und sah mich dann an.
"Hitomi," sprach er.
Ich schloss meine Augen, diese Stimme. Wie hatte ich diese Stimme vermisst. Er sagte meinen Namen mit so viel Zärtlichkeit. Es fühlte sich für mich an wie ein sanftes Streicheln. Doch dann brach die Erinnerung dieses Gefühl. Der Schmerz kam zurück.
Ich öffnete meine Augen wieder und sah ihn an. Alle Gefühle der letzten zwei Jahre kam hoch,
"Warum?," fragte ich.
Es war das einzige was über meine Lippen kam.
"Hitomi ich…"
Bevor er weiter sprechen konnte, schüttelte ich mit dem Kopf und rannte an ihm vorbei. Ich rannte zur Tür, immer mehr Tränen liefen über meine Wangen.
Ich verließ den Saal, rannte nach draußen in den angrenzenden Garten. Der Tränenschleicher nahm mir die Sicht. Ich rannte ohne zu wissen wo hin. Ich hatte sogar meinen Mantel vergessen. Es war kalt doch ich achtete nicht auf die Kälte.
Dann stürzte ich und fiel auf die Knie. Ich stand nicht wieder auf, ich blieb auf meinen Knien und weinte. Es war mir alles zu viel. Wieso war er jetzt wieder gekommen? Auf der einen Seite wollte ich von ihm wissen warum er mich verlassen hatte und auf der anderen Seite wiederum hatte ich Angst davor, was er sagen würde, warum er gegangen war.

Van zögerte nicht und rannte ihr hinter her. Ihm war klar gewesen das sie ihm nicht gleich um den Hals fallen wird. Ja sie wollte wissen warum er sie verlassen hatte ohne ihr den Grund zu nennen. Er hatte sie ja nicht verlassen, weil er sie nicht mehr liebt.
Nein, er liebte sie. Auch nach den zwei Jahren die sie nicht zusammen waren. Seine Gefühle für sie waren noch die gleichen wie am Anfang.
Er war gegangen weil er über etwas nachdenken musste und etwas zu klären hatte. Dass er dafür zwei Jahre brauchte, war nicht so  geplant. Er hatte sich vor einem halben Jahr bei seinen Schwester gemeldet, mit ihr viel telefoniert, mit ihr darüber gesprochen und immer wieder gefragte wie es Hitomi ging. Es schmerzte ihn jedes Mal, wenn seine Schwester ihm sagte das Hitomi immer noch an ihn dachte, dass sie ihn immer noch liebt, das sie sich verändert hatte nach dem er gegangen war, das sie viel weinte, das sie dachte das sie etwas falsch gemachte hatte. Das sie sich die Schuld daran gab, dass er sie verlassen hatte.
Nein sie war nicht daran schuld und auch hatte sie nichts falsch gemacht.
Van kam im Garten an, außer Atem stand er da und sah sich suchend um.
Und da!
Da war Sie, sie kniete im Schnee mit ihrem schönen weinroten langen Kleid mit dünnen Trägern.
Sie sah vorhin so wunder schön aus als er sie gesehen hatte, wie sie dort gestanden hatte.
Van ging auf sie zu, er sah  wie ihre Schultern immer wieder zuckten. Sie weinte immer noch.
Er zog seine schwarze Anzugjacke aus und legte sie ihr über die Schultern.

Ich spürte plötzlich etwas warmes auf meinen Schultern, ich hob meinen Kopf und sah in zwei rotbraune Augen. Schnell sah ich wieder weg.
"Hitomi, es tut mir leid. Ich weiß  das dies als Entschuldigung nicht ausreicht."
"Warum bist du gegangen? Wie so hast du mich ohne ein Wort verlassen?," schrie ich.
"Es gab  Gründe. Ich musste über etwas nachdenken."
"Über etwas nachdenken? Deswegen bist du einfach gegangen?"
"Es war von mir nicht beabsichtigt das es so lange…"
"Hör auf! Weißt du wie du mir damit wehgetan hast? Ich habe mir  die Schuld gegeben. Habe immer wieder darüber nachgedacht was ich falsche gemachte habe," schrie ich wieder.

Van kniete sich zu ihr runter. Ja er hatte ihr damit wehgetan und es tat ihm Leid. Aber er brauchte diese Zeit zum Nachdenken. Doch er hatte in den ganzen zwei Jahren immer an sie gedacht. Es  hatte ihn geschmerzt sie zu verlassen. Die ganzen zwei Jahre hatte er sich nach ihr gesehnt.
"Hitomi du hast nichts falsch gemacht. Das hast du niemals, die ganze Zeit die wir zusammen waren gab es nichts was du je falsch gemacht hast. Ich habe dich geliebt und liebe dich immer noch. Ich habe nicht auf gehört dich zu lieben."

Ich sah ihn an. Er lächelte mich liebevoll an, hob seine Hand und wischte mir zärtlich die Tränen von den Wangen.
"Aber wir haben uns doch damals das Versprechen gegeben, dass wenn einer von uns Probleme hat, das wir dieses Problem gemeinsam lösen."
"Ich weiß Hitomi. Ich werde dir alles erklären."
Vans Hände gingen zu meinen und nahm sie in seine.
"Lass uns wo anders reden, hier draußen ist es kalt. Du zitterst und deine Hände sind schon eiskalt."
Ja es war wirklich kalt und nun fing es wieder an zu schneien. Mein Kleid war von den Knien abwärts nass.
"Komm wir gehen zum Saal zurück, holen deinen Mantel und fahren nachhause."
Ich nickte nur und Van zog mich an meiner Hand zurück zum Saal.
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