Abschalten

von Stefan29K
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
07.02.2019
18.04.2019
17
84801
31
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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Auf in Runde 2.
Ich hab gerade ausnahmsweise nicht mehr alles komplett gelesen, bevor ich es hochlade. Ich hoffe, die Fehler halten sich in Grenzen. Aber nach DEM Tag heute brauch ich heute noch etwas Schönes. Oder sagen wir so: Ich schenke Euch hoffentlich etwas Schönes!

Habt vielen DANK für 10 Reviews, 48 Favoriten-Einträge und 7 Sternchen! Ihr seid SUPER!
Ich habe mich sehr über die ersten 10 Reviews gefreut. Und daher geht's jetzt auch mit einem XXL Kapitel weiter... :) Viel Spaß!

++++++++++++++++++++
Leon
„Na wie war dein erster Tag bei den Bauern?“ lautete die Begrüßung von Julian, als er am Abend bei Leon anrief.

„Ja, war gut. Ganz schön anstrengend.“
„Du trabst jetzt eben auch nicht mehr auf Schalke rum, sondern musst alles geben. Du bist eben jetzt nicht mehr der Beste, sondern einer unter Vielen“, stichelte Julian Stock. Sie kannten sich noch aus Bochumer Zeiten. Julian war schwul, genau wie Leon. So konnte Leon wenigstens mit ihm darüber reden. Wenn er reden wollte. Meist fraß Leon dieses Thema lieber in sich hinein.
Wenn Julian damals nicht so offensiv gewesen wäre, hätte Leon nie zugegeben schwul zu sein.

„Und? Schöne Männer gesehen?“

„Pfff. Mein Physio hat mich begrapscht. Mit dem Arsch wohne ich auch noch im selben Haus. Er ist einfach furchtbar. Anstrengend. Nervend. Und mein Physio.“

„Was heißt, er hat dich begrapscht?“
„Er sollte so einen General-Check-Up machen, ob bei mir auch alles am richtigen Ort ist. Naja. Brust. Arme. Beine. Oberschenkel.“

Julian lachte. „Und dann ist dir einer abgegangen?“
„Halt die Klappe“, wehrte sich Leon matt.
„Er ist ein Arschloch. Hat mich heute zwei mal umgerannt. Erst hier im Treppenhaus, dann einmal an der Säbener. Und dann noch im gleichen Haus zu wohnen...“ seufzte Leon.

„Sieht er gut aus?“
„Keine Ahnung. So genau hab ich ihn mir nicht angeschaut.“

„Lüg nicht. Wie sieht er aus?“
„Es ist völlig egal, wie er aussieht. Er ist ein Arschloch!“

„Du bist ein Depp, Goretzka!“

„Kleiner als ich. Braune Haare. Gestylt. Kräftige Arme.“

„Na also. Geht doch. Scheinst ja doch ein Auge für deine Umwelt zu haben und nicht ganz blind durchs Leben zu gehen.“

„Ich schaue schon in meine Welt. Keine Sorge!“

„Ja, mit benebeltem Blick!“

„Wieso?“

„Weil du ihn als Arschloch abstempelst, obwohl er vielleicht ganz nett ist. Nur weil er den großen Goretzka zwei Mal versehentlich umgerannt hat, meinst du, dass er ein Arsch ist. Deine Arroganz kotzt mich manchmal an!“

„Mir stellt sich eben niemand in den Weg!“ erklärte Leon halb ernst, halb witzig.
„Äh äh äh äh….“ machte Julian einen ätzenden laut am Telefon.

„Hast nen Ständer gekriegt, als er dich angelangt hat?“ fragte Julian nun nochmals nach.
Leon wurde rot. Gut, dass Julian das am Telefon nicht sehen konnte.

„Und wenn… er ist ein Arschloch.“

„Genau, weil nicht sein kann, was nicht sein darf...“

Mark

„Hey Sam! Wie geht’s dir?“
„Viel wichtiger ist: wie geht es dir? Wie war dein erster Arbeitstag nach dem Sommerurlaub?“

„Beschissen.“
„Wieso? Was ist passiert?“

„Mein neuer Nachbar von ganz oben ist Spieler beim FCB.“
„Echt? Welcher?“ kreischte Samira ins Telefon.
„Goretzka.“ sagte Mark niedergeschlagen.
„Dann freu dich doch. Den findest du doch sicher geil. Und er ist sicher schwul. Ich verfolge alle seine Instagram-Posts. Schließlich bin ich Bayern-Fan. Nirgends gibt’s was mit ner Frau. Und die Bilder, auf denen er Brille trägt. Sowas von schwul.“

„Er ist ein Arschloch.“
„Wieso das? Der ist super sweet. Das sehe sogar ich als Lesbe!“

„Wir haben uns zwei mal umgerannt. Erst im Treppenhaus, dann in der Säbener. Er hasst mich. Wollte mich beim Kovac sogar austauschen. Kovac hat aber abgelehnt, weil ich noch Kapazitäten frei habe. Hab es selbst gehört. Die Tür war nicht zu als ich vorbei gegangen bin.“

„Der Lauscher an der Wand hört seine eigne Schand.“

„Sam. Sei still. Er ist ein Arschloch und damit hat sich das.“

„Warte nur, bis er dein Talent zu schätzen weiß.“

„Der will überhaupt nicht mehr, dass ich ihn anfasse.“

„Ach komm, jetzt warte doch erstmal ab! Der fängt sich schon wieder.“

Leon
„Geh halt einfach runter und entschuldige dich bei ihm. Und dann fangt ihr zwei neu an!“ forderte Julian.

„Pfff… er kann ja rauf kommen!“

„Man, Leon! Jetzt sei einmal nett in deinem Leben! Geh runter, sei nett, sei noch mehr nett und dann reich ihm die Hand und lad ihn zu dir auf ein Bier ein!“

„Nein! Nichts dergleichen! Ich verspreche, ich bin morgen nett zu ihm.“

„Morgen ist zu spät!“


Mark

„Geh rauf und bitte ihn um Entschuldigung! Lad ihn auf ein Bier ein und sei nett zu ihm!“
„Pfff, er kann ja runter kommen, wenn er was von mir will!“

„Geh schon! Du ziehst dir jetzt was an und gehst mit mir am Telefon nach oben. Ich will hören, dass du bei ihm klingelst, dann legst du auf!“

„Du hast nicht alle Pfannen im Schrank!“

„Geh!“

„Also schön. Dann hole ich mir eben eine gebrochene Nase.“

Mark schlüpfte in seine Hausschuhe, nahm den Schlüssel bewusst so, dass auch Samira das Klimpern hören konnte. Dann stapfte er zur Tür heraus. Zwei Stockwerke hoch. Was musste der Depp auch so weit oben wohnen. Er würde ohnehin gleich wieder runter kommen. Wahrscheinlich blutend.
Mit Samira am Telefon ging er langsam die Treppe rauf.

„Bist du endlich oben?“
„Ey, das sind zwei Stockwerke. Hetz mich nicht!“

„Du bist sportlich. Du wirst das wohl schneller schaffen.“

„Ich will aber nicht.“
„GEH SCHON!“

Leon

„Machs gut Julian! Gute Nacht!“
Leon legte auf und hörte eine Stimme im Treppenhaus. Normal war er hier oben allein. Er hatte die einzige Wohnung im obersten Stock. Er ging zur Wohnungstür.
Durch den Spion konnte er nichts erkennen.
Er öffnete die Tür einen Spalt breit und hörte die Stimme seines Nachbarn und Physiotherapeuten. „Ich will aber nicht!“

Leon öffnete die Tür ganz.
„Was willst du nicht?“
„Ich….“
Mark legte offenbar ein Telefonat auf und steckte sein Handy in seine graue Jogginghose, die er zu seinem weißen Shirt trug. Es betonte seine muskulösen Arme und zeigte ein Tattoo am linken Oberarm. Unbewusst schaute Leon auf die Wölbung der Jogginghose. Dann riss er seinen Blick abrupt von Marks Körpermitte weg und schaute ihm angriffslustig in die Augen.
„Was willst du schon wieder? Nerven?“

„Ach. Es hat eh keinen Sinn“, sprach Mark eher zu sich als zu Leon. Dann drehte er sich um und Leon schaute auf den knackigen Arsch seines Nachbarn.

Er war schon dabei, die Treppe wieder herab zu steigen.
Julians Worte hallten in Leon nach.

„Warte!“ sagte Leon schnell.

Abrupt blieb Mark stehen, drehte sich aber nicht um.
„Brauchst du etwas? Milch? Ein Ei? Ne Zwiebel?“

Mark lachte. Dann drehte er sich um. „Wieso sollte ich gerade von dir ne Zwiebel brauchen?“
„Keine Ahnung.“ Leon lehnte sich in den Türrahmen. „Aber was machst du sonst hier oben?“

„Ich wollte…. Ach egal.“

„Kriegst trotzdem ne Zwiebel. Ach ne. Ich hab gar keine.“

„Ich brauch keine Zwiebel“, wandte Mark ein. „Ich wollte fragen…. Also… wie … ob ….“

„Ja?!“
„Na ob ich dir sehr weh getan hab, bei der Behandlung vorhin. Tut mir leid.“

Jetzt war Leon in Erklärungsnot.
„Passt scho. So sagt man doch in Bayern oder?!“

„Nein. Passt nicht. Wenn ich einen Fehler gemacht hab, tut es mir leid. Meine Behandlung soll helfen und nicht verschlimmern.“

„Ich….. das….. schon in Ordnung. Bin ja nicht aus Watte.“

„Na Gott sei Dank! Dann bin ich beruhigt!
Dann mal gute Nacht, Herr Goretzka!“

Und schon drehte sich Mark wieder um und stapfte die Treppe nach unten.

Komischer Auftritt. Was das wohl sollte? Eigentlich hätte sich der alte Leon jetzt für sein schäbiges Verhalten entschuldigt. Aber der neue Leon war schwul. Und beim FCB. Da entschuldigte man sich nicht. Man war jemand. Jemand, dem man besser aus dem Weg ginge. Besonders, wenn man so sexy….. Stopp!
Besonders, wenn man ein Physiotherapeut war, der …

Leon würde sich nicht entschuldigen. Wenn, dann konnte er das morgen oder übermorgen auch noch machen.

Und er hatte eine Latte. Shit. Es war eh Zeit für´s Bett. Er ging in sein Schlafzimmer. Dann zog er sein weißes Schlabbershirt über den Kopf, zog die Socken aus, die Hose in die Ecke geworfen. Er betrachtete sich im Spiegel. Eine Menge Frauen würden was dafür geben, mit ihm zu schlafen. Er kicherte. Blöd nur, dass er bei ihnen keinen hoch kriegen würde. Dann zog er seine weiße Boss-Unterhose runter, die sein Schwanzpaket betonte und legte sich nackt auf sein Bett. Er streichelte seine Brustwarzen, die schnell hart wurden und knetete seinen Schwanz. Sollte er noch einen Porno anschauen? Nicht nötig. Er war viel zu heiß. Eine Hand stimulierte seine Brustwarzen, die andere wichste seinen Schwanz. Er merkte, wie des Precum anfing, seine Schwanzspitze zu befeuchten. Wieso musste er das Zeug auch produzieren, wie andere Leute Tränen? Das würde ihm nochmal zum Verhängnis werden, wenn er wie heute beim Physio liegt und ne Latte bekommt. Wäre furchtbar peinlich gewesen, wenn man auch noch einen nassen Fleck gesehen hätte. Unwillkürlich schob sich das Bild von Marks muskulösen Armen in seine Gedanken, diese starken Arme, die gerade seine Schenkel massierten. Er wichste seinen Schwanz schneller und zwickte leicht in seine Brustwarzen. Dann kam es ihm. Die angestaute Kraft der letzten Tage bahnte sich den Weg bis hinauf zu Leons Kinn und auf seine rasierte Brust. Der Orgasmus ebbte ab. Er angelte nach seinem getragenen Shirt und wischte die gröbsten Spuren seiner Lust auf. Dann brachte er das Shirt noch in den Wäschekorb, tupfte sich mit Toilettenpapier die restlichen Spuren des Spermas ab und legte sich in sein Bett. Jetzt würde er gut schlafen können. Und das tat er auch.

Am Morgen erwachte er mit einer Kraft und mit einem Tatendrang wie selten. Schnell geduscht, die Brust etwas nach rasiert, Kaffee, ein bisschen Müsli und ab zum Training. Er schnappte sich seine Tasche und joggte die Treppe runter. An der Tür im zweiten Stock blieb er kurz stehen. Heute keine Überraschung durch Umrempeln. Kurz schüttelte er den Kopf, dann ging er weiter runter in die Tiefgarage.

Unweit von seinem Porsche sah er jemanden an einem Smart. Ob das wohl…?
„Springt wohl nicht an?“ kommentierte Leon den Versuch eines erneuten Starts.

„Guten Morgen, Herr Goretzka.“ antwortete Mark entnervt.
„Nein, er springt nicht an.“

„Das ist ja auch nicht wirklich ein Auto. Eher ein Zustand.“
„Pff…“ macht Mark. „Dafür passt er in jede Parklücke.“
„Das ist aber auch schon das Einzige, was an dem Ding positiv ist.“

Leon überlegte kurz. Dann gab er sich einen Ruck.

„Na los. Ich nehm dich mit.“

„Echt? Ich kann auch mit dem Bus fahren oder so. Ist kein Ding. Ich will dem großen Goretzka ja nicht auf den Wecker fallen.“

„Tust du nicht. Nun komm schon. Ich stehe da hinten.“

Mark stieg aus seinem Smart aus und folgte Leon zu seinem Porsche. Leon warf seine Tasche in den Kofferraum.

„Steig ein.“

Er ließ den Motor an und Mark plumpste auf den Beifahrersitz.
„Geile Kiste.“
Leon wurde leicht rot.
„Danke. Hab ich mir von meinem ersten Gehalt gekauft. War ein Traum.“

Leon fuhr zur Ausfahrt, zog an der Strippe und das Tor öffnete sich. Das Navi hatte er gewohnheitsmäßig eingeschaltet.

„Huh… immer noch mit Navi unterwegs?“
„Gewohnheit. Hab einen Orientierungssinn wie eine blinde Hornisse. Und so lange bin ich ja auch noch nicht in München.“

„Klar.“
Dann war es lange Zeit still im Auto.

Mark nahm sich ein Herz. „Also wenn du lieber einen anderen… ich meine, ich muss nicht.“

„Häh? Drück dich bitte klarer aus.“

„Wenn du lieber einen anderen Physiotherapeuten hättest. Ich könnte mit Tinka reden. Vielleicht können wir einen der Spieler tauschen“, sagte Mark leise.

Jetzt war Leon betreten. Er wusste nicht, was er sagen sollte.
„Sorry… ich wollte nicht...“

„Schon klar. Du magst mich nicht. Kann ich nicht verstehe. Aber jedem das seine.“

„Was wolltest du gestern oben bei mir?“

„Eigentlich… ich… man...“
Mark stotterte rum.

„Ich will keinen andern Physiotherapeuten. Fertig. Ich spreche heut nochmal mit Kovac. Tut mir leid.“

„Was?“
„Wie? Was?“
„Was tut dir leid?“

Leon schaute zerknirscht.
„Dass ich das gestern gesagt habe. Ich war nur… ach, egal.“


Mark
Was geht denn mit dem Goretzka ab? Erst will er Mark austauschen, dann nimmt er ihn sogar im Auto mit und dann will er ihn doch behalten?
Mark war einigermaßen sprachlos.

„Wann bin ich denn heute bei dir?“ erfragte Leon.
„Keine Ahnung. Ich bekomme den Plan für heute erst gleich vom Kovac.“

„Hm. Ok.“

Sie kamen an der Säbener an. Tiefgarage öffnen. Rein. Parken. Fertig.
Leon kramte seine Tasche aus dem Kofferraum und Mark stieg aus dem Auto.
„Danke fürs Mitnehmen!“ sagte Mark ehrlich.
„Wie lange musst du heute?“ erfragte Leon.
„Ich muss mal sehen, ob heut nach dem Training noch jemand meine Hände braucht. Ansonsten hab ich mit euch Schluss.“

„Also wenn du willst… du könntest… ich würd dich mit zurück nehmen.“

Gott, was stottert der denn so?
„Das wäre lieb. Aber du musst nicht auf mich warten. Ich komme schon nach Hause. Im Gegensatz zu dir bin ich schon eine Weile in München und kenne mich sogar mit den Öffentlichen aus.“

Leon schnaubte irgendwas. Dann machte er sich auf den Weg. Mark folgte ihm und nach dem Eingang trennten sich ihre Wege. Marks erster Weg führte ins Büro zu Kovac, um den Tagesplan abzuholen.

„Morgen Boss“, sagte Mark als er das Büro betrat.
„Morgen Mark!“
„Wie schaut es denn heute aus?“

Kovac reichte ihm einen Zettel mit den Spielern, die er heute tagsüber zu verschiedenen Uhrzeiten zu behandeln hatte.
Schnell überflog er den Zettel. Von „Goretzka“ war nichts zu lesen.
Er war ein wenig enttäuscht und war schon dabei, sich umzudrehen.
„Was war gestern zwischen dir und Leon?“
„Äh. Wieso?“
„Weil er mich gebeten hat, ihn einem andern Physiotherapeuten zuzuweisen.“

„Ich... Er.... Keine Ahnung. Wir hatten einen schlechten Start. Wir wohnen im selben Haus und gestern früh hab ich ihn umgerannt, als er die Treppe runter gejoggt ist. Er war dann ziemlich angepisst. Und bei der Massage hat er gestern abrupt aufgeschrien und ist dann wie von der Tarantel gestochen raus gelaufen. Selbst seine Kleidung hat er offenbar erst draußen wieder angezogen.“

„Hm. Merkwürdig. Aber ich kenne Leon natürlich auch noch nicht so gut. Ich hab jedenfalls beschlossen, seinem Wunsch Rechnung zu tragen. Wäre doof, wenn er hier gleich so einen schlechten Start hat und sich verkracht. Ist wohl besser, euch zu trennen oder!?“

„Hm“, machte Mark enttäuscht.
„Ich hab mir nichts vorzuwerfen. Schmerzen kann ich ihm gar nicht zugefügt haben.“

„Ich weiß. Deine Hände werden von allen gelobt. Na macht dir nix draus. Vielleicht passt es einfach zwischen euch beiden nicht. Sowas kommt vor.“

„Ja. Ich weiß. Dann mal einen schönen Tag, Boss!“

„Ciao!“

Den ganzen Tag war Mark nicht richtig bei der Sache. Ein Spieler nach dem anderen kam, wurden behandelt und ging wieder. Aber heute war Mark nicht nach Scherzen zumute. Auch von Jerome nicht, der wie immer seine Witzchen machte.

13Uhr sollte James zu Mark kommen. Den hatte er bisher noch nie behandelt. Wahrscheinlich war das der Tausch für Leon. Oder James war von anderen überzeugt worden, dass Mark einfach der Beste war.

Um kurz nach 13Uhr klopfte es an der Tür. Doch den Kopf steckte nicht James zur Tür herein, sondern ein schüchterner Leon.

„Ist hier das Behandlungszimmer vom besten Physiotherapeuten des FCB?“ fragte er scheu.

„Ja, aber das ist schon belegt. Zumindest fast. James hat um 13Uhr einen Termin. Der müsste gleich kommen“, sagte Mark etwas verbissen.

„Der kommt nicht. Ich… ich habe mit ihm getauscht.“
„Oh. Wieso das?“

„Ich hab heute früh nochmal mit Kovac gesprochen. Ich hab ihm gesagt, dass ich gestern überreagiert habe. Da hat er unter großem Murren den Wechsel von James zu dir wieder rückgängig gemacht.“

Mark nickte. „Ok. Dann mal rein.“

„Soll ich mich wieder ausziehen?“ fragte Leon frech.
„Ja, das auch.“ Mark war verwirrt. Oh man. Und dann sollte er jetzt gleich wieder an diesem Traumkörper rumschrauben!? Wusste Leon nicht, was er ihm damit antat? Schroff und zurückweisend hatte er ihm fast besser gefallen.

Dann ergriff Leon erneut das Wort.
„Ich wollte mich noch entschuldigen. Wegen gestern. Es war nicht so gemeint. Ich weiß auch nicht. Der alte Leon wäre netter gewesen. Irgendwie hat der FCB mir wohl einen arroganten Höhenflug verpasst, der mir nicht gut bekommt. Tut mir leid.“

Er hielt dem verdutzten Mark die Hand hin. Dieser ergriff sie. Und kleine Stromstöße durchfuhren ihn, als sich die Hände berührten.

Leon setzte sich auf den Stuhl und begann Schuhe und Socken auszuziehen. Gott. Allein schon diese filigranen feingliedrigen Füße. Einfach nur sexy. Dann schob Leon auch noch seine Sport-Shorts runter und stand nun in einer weißen Calvin Klein Shorts vor Mark. Er musste schlucken. Schon ergriff Leon sein Trainingsshirt am unteren Bund und zog es sich langsam, ein wenig lasziv über den Kopf. Mark war sprachlos. So etwas ungewollt erotisches hatte er lange nicht gesehen. Er bekam eine trockene Kehle. Schnell schenkte er sich ein Glas Wasser ein und trank gierig, als wäre seine Kehle vom Staub der Sahara ausgetrocknet.

„Dann, äh… leg dich mal hin“ stotterte Mark.
„Hast du heute irgendwo Schmerzen? Zieht etwas? Sonst würde ich mich der Bestandsaufnahme von gestern weiter machen.“

„Keine Schmerzen“, grinste Leon.
Er legte sich auf die Liege.
Mark nahm sein Massage-Öl und begann wieder einen kompletten Check-up. Über die Brust, zu den Armen, die Bauchmuskeln. Dann wieder die Füße hinauf über die Unterschenkel zu den Oberschenkeln. Leon grunzte wohlig und Mark hatte einen Ständer. Er fuhr erneut über die Oberschenkel.
„Hier hat doch gestern etwas weh getan?“ fragte er.
„Nur ein bisschen. Hab überreagiert. Sorry.“

„Und was genau war da?“
„Nur so ein Ziehen im Oberschenkel.“

Mark tastete vorsichtig. Als seine Finger schon beinahe an der weißen Calvin Klein angekommen waren, wäre er beinahe in seiner Hose von allein gekommen. Er stoppte sich rechtzeitig und bat Leon, sich auf den Bauch zu drehen. Und er sah ein gewaltiges Paket in der Hose. Ob Leon einen Steifen bekommen hatte? Oder ob er nur groß gebaut war? Mark musste sich die Lippen befeuchten. Er begann wieder an den Unterschenkeln und arbeitete sich nach oben. Als er am linken Oberschenkel nach oben wanderte, kam plötzlich von Leon eine Reaktion.
„Hier? Ist das was?“
„Scheinbar. Ja, da tut etwas weh.“

Mark nahm etwas Öl nach und begann die Stelle intensiv zu massieren. Leon stöhnte auf. Wie sehr wünschte sich Mark, dass Leon wegen ihm aufstöhnen würde und nicht wegen der Massage – oder nicht nur wegen der Massage.
Nachdem er die Stelle, die offenbar schmerzte einige Zeit bearbeitet hatte, fragte er nach, ob es jetzt besser sei.
„Hm. Kann sein. Weiß gerade nicht.“
„Ok, lassen wir den Muskel etwas in Ruhe und schauen morgen nochmal drauf.“

Mark ging zum Rücken über und fand auch im rechten Schulterblatt wieder eine Stelle, bei der Leon eine Reaktion zeigte.
„Ah, hier haben wir eine Verspannung“, konstatierte er.
Mit gezielten Bewegungen, und mit ein wenig Druck versuchte er, diese zu lösen.
Dann hatte er offenbar genau den Punkt getroffen.
„Aaaaaaahhhhhh“, machte Leon.
„Da ist er, nicht wahr?“
Leon nickte zustimmend. Also wurde die Verhärtung noch eine Weile von Mark bearbeitet.
„Ich würde das gern noch mit ein wenig Wärme behandeln. Ich hole schnell ein Wärmekissen und dann bleibst du einfach 10 Minuten darauf liegen.“

Er verschwand kurz ins Hinterzimmer.

Leon

Als Mark verschwunden war, konnte Leon seinen steifen Schwanz etwas richten. Hoffentlich würde es Mark nicht so auffallen. Dumm auch, dass er so gut gebaut war. Er hätte die Sportshorts doch nicht ausziehen sollen. Großer Fehler. Hoffentlich hatte nicht auch schon das Precum begonnen zu laufen. Wenn Mark seine Lusttropfen sehen würde, wäre es aus. Leon setzte sich auf der Liege auf.
Schon war Mark zurück und legte ein Wärmekissen auf die Liege.

„Und jetzt bitte so platzieren, dass die schmerzhafte Stelle genau drauf liegt.“
Leon versuchte es. Dann richtete Mark das Kissen noch ein wenig.

„Ich stelle dir eine Eieruhr. Nach 10 Minuten darfst du aufstehen.“
„Danke!“ sagte Leon aufrichtig. Er hatte seine Hände im Schritt platziert, so dass sein Ständer nicht so auffiel.

Mark drehte sich um und ging zum Schreibtisch.
In der Zeit konnte Leon sich etwas beruhigen und sein Schwanz schwoll etwas ab.
Ob er es mal versuchen sollte, Mark rum zu kriegen? Für eine schnelle Runde Sex? Nein. Unmöglich. Das würde einen Skandal geben. Außerdem war Mark ein Arschloch. Oder doch nicht? Nein. Er hatte sich wohl in ihm getäuscht.

„Du machst auch gut Sport, hm?!“ hörte sich Leon plötzlich selbst fragen und war erschrocken über sich.

„Ein bisschen“, grinste Mark.
„Bei den Oberarmen… scheint es mir nicht nur ein bisschen zu sein.“

„Vielleicht ist es auch ein bisschen mehr“, grinste Mark. „Aber es hält sich trotzdem im Rahmen.“

„Sieht jedenfalls nicht schlecht aus“, hörte Leon sich wieder einmal sagen – und wieder einmal war damit sein Mund schneller, als sein Hirn.

„Danke“, meinte ein überraschter Mark.

Schon klingelte die Eieruhr.
„Du kannst jetzt aufstehen und dich wieder anziehen.“

Leon hatte es gerade so gemütlich Er erhob sich seufzend von der Liege. Sein Schwanz hatte sich Gott sei Dank beruhigt. Er ging zum Stuhl, auf dem seine Kleidung lag und zog sich wieder an. Ein klein wenig versuchte er auch diesmal wieder eine Show daraus zu machen und stellte befriedigt fest, dass Mark durchaus zu ihm schaute – allerdings nicht in sein Gesicht, sondern eher auf andere Körperteile. Doch schwul?
Egal. Er durfte sich nicht zu erkennen geben.

„Physiotherapie ist gar nicht so schlimm“, nuschelte er vor sich hin.

„Wie bitte?“
„Äh, nichts. Ich nehme dich dann später gerne mit zurück.“

Er drehte sich um und verließ das Behandlungszimmer. Zurück zum Training. Die Nachmittags-Einheit stand auf dem Programm und er musste diesmal seine Zweikampfstärke beweisen, indem er auf verschiedene Gegner traf, die ihn herausforderten. Gegen Mats, gegen Joshua und schließlich gegen Robert. Der Trainer schien zufrieden zu sein. Nachdem er sie nochmals fünf Runden um den Platz gescheucht hatte, entließ er sie beinahe pünktlich.

Leon ließ sich auf die Bank fallen und trank einen großen Schluck Wasser. Dann zog er sein verschwitztes Shirt aus, ließ seine Hose fallen, zog Schuhe und Socken aus und nahm sein Duschgel. Das Handtuch schwang er sich um seine Hüften und ging in die Dusche. Das warme Wasser auf seinem Körper entspannte seine Muskeln. Er schloss die Augen. Unwillkürlich dachte er an die Behandlung bei Mark. Das warme Wasser war zwar gut, aber nicht annähernd so genial, wie Marks Hände. Er wünschte sich, diese würden ihn von oben bis unten waschen.
Um sich herum nahm er Stimmengewirr wahr. Auch die andern waren inzwischen eingetroffen. Scheiße… er bekam schon wieder einen Steifen. Schnell hatte er sich umgedreht und drehte das Wasser kälter.
Offenbar hatte niemand sein kleines Malheur bemerkt. Und da er ohnehin groß gebaut war, fiel es auch nicht auf, wenn sein kleiner Leon noch ein Stück größer wurde.

Er stellte das Wasser ab und begann sich abzutrocknen.
Dann ging er zurück zu seinem Platz und zog seine normale Kleidung wieder an. Das hautenge schwarze Shirt passte hervorragend zu der hellbeigen Shorts. Am morgen hatte er noch eine dünne Sommerjacke getragen, am Abend war es noch warm genug, dass er auf diese verzichten konnte. Nachdem er seine Haare trocken gerubbelt hatte, steckte er sich seine Sonnenbrille in die Haare, packte seine Taschen und verabschiedete sich von den andern.

Inzwischen fand er sogar ohne Hilfe den Weg zum Marks Behandlungszimmer.
Die Tür stand offen.
„Ich wäre dann soweit“, rief Leon in den Raum hinein. Keine Reaktion. Dann ging er hinein und sah sich um. Niemand war da. Allerdings gab es eine zweite Tür. Leon drückte die Klinke herunter und öffnete die Tür.

Dahinter stand Mark – nur in einer hautengen hellblauen Shorts und blickte ihn erschrocken an.
„Oh, sorry! Ich wusste ja nicht…ich wollte nur sagen, ich wäre fertig.“
Leon wurde rot. Auch Mark stand nun mit rotem Kopf vor ihm.
„Wie du siehst, brauche ich noch einen kleinen Moment“, zwinkerte Mark.

„Ja, sorry. Ich warte dann mal draußen.“
Leon wollte seinen Blick gar nicht abwenden. Leckeres Kerlchen. Auch der Körper war durchaus trainiert und ansehnlich. Auch das Tattoo, das sich vom Arm offenbar noch weiter über die Schulter und einen Teil des Oberkörpers zog, stand Mark super.

„Gefällt dir, was du siehst?“ fragte Mark keck.

Leon zuckte zusammen, drehte sich um und verließ den Raum. Auch im Behandlungszimmer wollte er nicht warten und ging stattdessen in den Flur.

Kurze Zeit später erschien auch Mark. Diesmal trug er auch seine private Kleidung. Das Shirt spannte unter seinem Bizeps.

„Dann mal ab in den Feierabend, Herr Goretzka!“ forderte Mark ihn auf.

„Ja, dann mal los.“

Sie gingen in die Tiefgarage und bestiegen den Porsche. Leon startete und schon ging die Heimfahrt los.

„Und wie gefällt es dir bei den Bayern?“ erfragte Mark.
„Ja. Bin noch nicht ganz angekommen, aber bisher ist alles super. Inklusive der Betreuung. Und der Physiotherapie“, gestand Leon leise.
„Aha. Hat es dir also gefallen?“
„Könnte mich dran gewöhnen“, gab Leon zu und grinste.
„Ich kann dir auch gern mal privat ne Massage anbieten. Hab das ja alles gelernt“, zwinkerte Mark.

Flirtete er gerade mit Leon? Er war sich unsicher. Und er hatte viel zu wenig Erfahrung in solchen Sachen. Vielleicht war er gar nicht schwul?! Vielleicht wollte er ihn nur testen.

„Warum nicht. Ich hab es ja auch nicht weit.“
„Und ich hab sogar eine Massage-Liege bei mir in der Wohnung“, grinste Mark.
„Die kannst du ja mit rauf bringen. Ich hab mehr Platz“, smilte Leon.
„Das schwere Ding trage ich keine zwei Stockwerke rauf. Entweder bei mir oder nada, niente!“


Mark

Innerlich jubilierte er gerade. Er würde Leon privat massieren dürfen. Er konnte dann alles auf eine Karte setzen. Und gewinnen oder verlieren. Gestern wollte er ihn noch auf den Mond jagen und heute hatte er einer privaten Massage zugestimmt. Was für ein Wahnsinn. Wenn er sich auch etwas auszog, dann konnte er vielleicht… Oh nein. Nicht dran denken. Sein Schwanz machte sich schon wieder selbständig.

„Na gut, dann komm ich später runter“, riss Leon ihn aus seinen Gedanken.
„Äh. Ich hab ja noch gar nicht gesagt, ob ich heute Zeit habe.“
„Ach so.“ Fast meinte Mark in Leons Gesicht Enttäuschung zu sehen.

„Ne, passt schon. Wenn du gleich heute noch eine Massage willst, dann kannst du gern runter kommen.“

Erleichterung schien sich auf Leons Gesicht breit zu machen und er meinte sogar zu sehen, dass sein Gesicht eine Spur roter wurde.

Sie erreichten die Tiefgarage ihres Hauses. Leon betätigte das Tor mit seiner Fernbedienung und dann rauschte er nach unten und kam auf seinem Parkplatz zum Stehen.

„Hast du schon eine Werkstatt angerufen?“
„Nein, das muss ich noch machen. Oder den ADAC oder so. Mal schauen.“

„Keine Hektik. Du kannst morgen gern wieder mit mir raus fahren in die Säbener“, bot Leon an.
„Das werde ich wohl auch müssen. So schnell wird hier keiner auftauchen, der die Karre repariert, fürchte ich. - Außerdem...“
„Außerdem was?“
„Naja… wer weiß, was das kostet!?“

„So teuer können die Ersatzteile für diese Seifenschüssel ja wohl nicht sein.“ Ein wenig schien Leons Arroganz zurückgekommen zu sein.
Dass Mark schlicht nicht so viel Geld verdiente, wie er, schien er nicht zu bedenken. Und von dem Rest hatte er ja keine Ahnung.

„In deinen Dimensionen sind das nur Peanuts. Für mich wird es vielleicht teuer“, seufzte Mark.
„Hm“, brummte Leon. Dann nahm er seine Sporttasche aus dem Kofferraum und ging in Richtung des Ausgangs.
Er schloss die Tür auf, die sie ins Innere brachte und lief danach schnurstracks auf die Postkästen zu. Eine Menge Briefe und Werbung kamen Leon entgegen.
In Marks Postkasten lag nur ein Brief. Wahrscheinlich wieder mal eine Rechnung. Sollte er schon wieder etwas für die Pflege seiner Schwester überweisen? Er hatte es satt. Kein Wunder, dass von seinem Geld kaum etwas übrig blieb. Aber sie war nun einmal seine Schwester.

Sein Handy klingelte.
„Hi Sam“, begrüßte er seine beste Freundin Samira.
„Hi, Großer! Na, Erfolg gehabt und das Schnuckelchen von oben geangelt?“
„Halt die Klappe. Ich geh gerad das Treppenhaus rauf. Ich rufe dich später zurück.“
Schon hatte er aufgelegt und hoffte, dass Samira nicht so laut geträllert hatte, dass Leon es gehört hatte. Der blätterte scheinbar unbeirrt seine Post durch und sortierte die Werbung aus, die er sogleich in den bereit gestellten Mülleimer warf.

Leon

Hatte er das gerade richtig gehört? Hatte die Freundin von Mark am Telefon etwas wie „Schnuckelchen“ gesagt? Genau hatte er das nicht verstanden, dafür stand er zu weit weg. Ob er wohl damit gemeint war? Wahrscheinlich war das ihr Spitzname für Mark.
Und wieso sollte seine Autoreparatur so teuer werden? Ob er nachfragen sollte? Besser nicht.

Mark schien auf den Fahrstuhl zuzugehen.
„Du fährst?“ fragte Leon beinahe entrüstet.
„Ja, ich fahre. Du wahrscheinlich nicht?“
„Nö.“
„Kommst du dann noch runter?“ fragte Mark ihn erwartungsvoll.
„Wenn du Zeit hast?“
„Klar. Gib mir ne halbe Stunde zum frisch machen.“
„Ich bin schon frisch“, smilte Leon.

Und sogleich joggte er die Treppen hinauf.
Oben angekommen, schloss er auf, warf seine Sporttasche in die Ecke und lief fieberhaft in seinem großen Wohnzimmer auf und ab.
Julian. Er musste Julian anrufen. Schnell das Handy gezückt und die entsprechende Nummer gewählt.

„Ah der große Star der Bayern“ , wurde er von Julian begrüßt.
„Halt die Klappe!“ - „Was denn, was denn? So unfreundlich? Du hast doch mich angerufen. Also darf ich auch sticheln.“ - „Nix darfst du. Du hast mir da was eingebrockt, Alter!“ - „Wieso ich? Was hab ich jetzt schon wieder gemacht?“ - „Du hast mir gesagt, ich soll nett zu dem Physio sein. Und jetzt will er mich privat massieren.“ - „Wow, der geht aber ran. Aber meinen Glückwunsch, Goretzka! Hätt nicht gedacht, dass du so schnell so nett zu ihm bist.“ - „Ha ha.“ - „Und was willst du jetzt von mir?“ - „Naja...“ Leon wedelte mit den Armen, als ob Julian das sehen würde. „Was soll ich denn jetzt machen?“ - „Du gehst einfach zu ihm und lässt dich massieren.“ - „Da gibt’s aber vielleicht noch ein anderes Problem...“ - „Welches? Dass du einen Ständer kriegst?“ - „Vielleicht.“ Leon wurde rot.
„Na dann weiß er ja, woran er bei dir ist.“ - „Aber ich nicht, woran ich an ihm bin. Keine Ahnung, ob er schwul ist.“ - „Man, dein Gaydar ist sowas von schlecht, Alter.“ - „Hm.“ - „Willst du was von ihm? Dann lass es zu und schau, wie er reagiert.“ - „Und wenn er nicht schwul ist?“ kreischte Leon. „Dann bin ich bis in alle Ewigkeiten blamiert und geoutet.“
„Dann sagst du einfach, dass du an deine Ex gedacht hast. Und schiebst nen sorry hinterher.“ - „Hm.“ - „Kannst du auch noch was anderes als hm? Wieso bist du heute überhaupt schon so nett zu ihm? Gestern war er noch ein Arschloch.“ - „Das war gestern.“ - „Ach ja?! Und was hat deine Meinung geändert?“ - „Naja. Zum einen ist er ja ganz niedlich. Zum andern ist heute früh sein Wagen nicht angesprungen. Und weil ich kein Unmensch bin, hab ich ihn mit an die Säbener genommen.“ - „Und dabei hast du festgestellt, dass er kein Arschloch ist?“ - „Ja, so in etwa. Ich sag dir, der hat Oberarme...“ - „Na dann hoppel mal zu ihm runter und schau, wie ihr euch versteht. Und wenn er deinen Ständer sieht, dann… naja, wird sich zeigen.“ - „Was soll ich anziehen?“ - „Man, du ziehst dich eh aus. Kommt drauf an, ob du dein Paket betonen oder verstecken willst.“ - „Häh?“ - Naja, ne schlabbrige Shorts mit ner Boxershorts drunter wird dein Paket sicher betonen. Ne enge Shorts kaschiert vielleicht...“ - „Hm.“ - „Und achte auf die Umgebung. Verrät ihn etwas? Hat er Kerzen an? Duftöl?“ - „Wieso ist das wichtig?“ - „Alter, du bist echt schwer von Begriff. Wenn er für dich Kerzen anzündet, muss er schwul sein.“ - „Aha. Und wenn nicht?“ - „Das siehst du dann. Und nun mach schon! Komm aus der Hüfte!“ - „Na dann… danke Julian. Ich meld mich!“ - „Das will ich hoffen. Und ich will alle Details hören!“ - „Pfff. Machs gut, Alter!“ - „Ciao Großer!“
Leon legte auf.

Umziehen. Ja, er musste sich umziehen. Das Shirt war in Ordnung. Er zog Schuhe und Socken aus und nahm die Flipflops, die im Eingang neben der Tür standen. Dann nahm er seine graue Joggings-Shorts aus dem Schrank und eine Boxershorts für drunter. Ok. Es würde also sein Paket betonen. Leon knetete seinen Schwanz und schaute sich im Spiegel an. Ja. Definitiv betonte es seinen Schwanz.

Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass die halbe Stunde nun schon beinahe um war. Aber er wollte auch nicht genau 30 Minuten nach der Ankunft bei Mark auftauchen. Also lief er in seinem Wohnzimmer auf und ab.
Als er schon beinahe nach unten gehen wollte, klingelte es an seiner Tür.
Er ging zur Gegensprechanlage und fragte: „Ja?“
Er hörte nur ein Gekicher. Offenbar hatten ein paar Mädels seinen Namen auf der Klingel gefunden und nun checken wollen, ob er es wirklich war.
Er legte auf. Dann nahm er seinen Schlüssel, das Handy und die Geldbörse aus reiner Gewohnheit und tapste auf seinen Flipflops nach unten.
Im zweiten Stock blieb er vor Marks Tür stehen und atmete noch einmal tief durch. Dann drückte er die Klingel.

Von drinnen hörte er Schritte. Die Tür wurde geöffnet und Mark stand ihm in Shorts und einem Muskelshirt gegenüber. Leon musste schlucken.
„Fast pünktlich, der Herr Mittelfeldspieler.“
Mark lehnte sich lässig in den Türrahmen und bat Leon mit einer Geste hinein.
Zaghaft betrat Leon die Wohnung, die wirklich viel kleiner als seine war. Aber seine Wohnung im Dachgeschoss nahm die gesamte Fläche ein, die hier wohl zwei oder drei Wohnungen einnahmen.
Mark schloss die Tür hinter Leon und ging an ihm vorbei in Richtung des Wohnzimmers. Leon folgte ihm. Tatsächlich: Kerzen. Leon grinste leicht in sich hinein. Und es war angenehm warm in der Wohnung. Leise lief eine meditative Musik.
In der Mitte des Raums war die Massage-Liege aufgebaut. Ein Handtuch lag bereits als Unterlage auf der Liege.
„Dann mal rauf, Herr Goretzka“, forderte Mark ihn auf.
„Was hättest du denn gern massiert?“
Leon trat sich die Flipflops von den Füßen.
„Rücken und Beine?“ fragte Leon schüchtern.
„Dann zieh dich mal aus.“

Leon zog sich schwungvoll sein Shirt aus und überlegte, ob er auch die Hose gleich ausziehen sollte. Besser nicht. Er legte sich mit samt der Joggingshorts auf die Liege.

„Stört die Musik?“
„Nein, gar nicht.“
Leon positionierte seinen Kopf in dem dafür vorgesehenen Loch am Kopfteil der Liege. Mark stand jetzt direkt vor ihm. Wenn Leon die Augen öffnet, würde er ihm genau in den Schritt schauen. Ein paar Male ließ Mark seine Hände über Leons Rücken streichen. Dann nahm er offenbar Massage-Öl, das er zuvor angewärmt hatte und träufelte ihm davon etwas auf den Rücken. Es war angenehm warm. Schon begann Mark das Öl mit flinken Händen auf dem Rücken zu verreiben. Leon genoss es.
Immer wieder fuhren Marks Hände vom Nacken hinunter in Richtung von Leons Hintern. Dabei nahmen sie immer einen anderen Weg und jedes Mal beugte sich Mark weit über Leons Kopf hinüber. Hin und wieder öffnete Leon seine Augen und versuchte unbemerkt zu schauen. Immer wenn Mark sich komplett über Leon beugte hatte er quasi seinen Schwanz vor der Nase.
Leon stöhnte vor sich hin, als die Griffe von Mark härter wurden.
Und Leons Schwanz schwoll an und drückte gegen die Liege. Am liebsten hätte er seinen Mund geöffnet und Marks Schwanz einfach durch die Shorts bearbeitet.

„Zieh doch am besten deine Hose aus. Sonst ist die nachher total voller Öl, wenn ich da runter massiere und von den Beinen wieder rauf“, hörte Leon Mark sagen.
„Ok.“
Leon rappelte sich auf. Mark war zur Musikanlage gegangen und stellte etwas ein. Schnell schob Leon Shorts und Boxershorts auf einmal hinunter und stieg aus beiden heraus. Genau so flink hatte er sich wieder auf die Liege gelegt und dabei seinen Schwanz an den Bauch gedrückt. Mark kam zurück und legte ihm ein Handtuch auf den Hintern. Dann hörte Leon ein Rascheln. Er schaute kurz zur Seite und sah, dass Mark sich das Muskelshirt ausgezogen hatte. Leon legte seinen Kopf wieder in Position.
Diesmal stand Mark seitlich und begann nun die Partie um die Schultern und den Nacken zu massieren. Leon keuchte und stöhnte. Einmal wegen der Massage, aber auch wegen seiner Erregung. Mit jedem Druck den Mark auf Leon ausübte schob sich auch Leons Schwanz immer wieder um Millimeter an dem untergelegten Handtuch. Dann brach Mark die Massage des Rückens ab.
Wiederum spürte Leon das warme Massage-Öl, das diesmal auf seine Unterschenkel geträufelt wurde. Jetzt arbeitete sich Mark vom linken Knöchel über den Unterschenkel und den Oberschenkel hinauf bis zum Rand des Handtuchs.
Dann wurden sein linker Oberschenkel durchgeknetet. Kurz darauf wiederholte sich die Prozedur am rechten Bein. Erst das Verteilen des Öls von unten bis oben, dann wurde der rechts Oberschenkel massiert.
Schließlich wurden auch die Waden einer längeren Massage unterzogen.

„Bitte dreh dich um.“
„Äh…. ok.“ Leon wirkte etwas schlaftrunken. Wie sollte er sich jetzt mit einem Ständer umdrehen? Er versuchte das Handtuch so gut es ging vor seinen geschwollenen Schwanz zu halten und drehte sich auf den Rücken. Angestrengt schaute Mark auf Leons Beine. Scheinbar schien er den Blick auf Leons Schwanz zu vermeiden.
„Die Oberschenkel sind gerade bei Fußballern auch von vorne wichtig“, erklärte Mark.
Leon brummte zustimmend.
Wieder wurde Öl verteilt. Und wieder massierte Mark äußerst professionell erst am rechten Oberschenkel, der Mark am nächsten war, dann am linken und immer wieder schien seine Hand beinahe an Leons Sack zu stupsen. Es waren nur Millimeter, die Marks Hand von der Haut seines Sacks trennte. Und dann passierte es.
Leons Schwanz zuckte und selbst der Dümmste hätte es unter dem Handtuch gesehen.

Als Marks Hand das nächste Mal am Oberschenkel hinauf fuhr, stoppte er nicht mehr. Eine ganz zarte Berührung am Sack ließ Leons Schwanz erneut zucken.
Leon stöhnte leise.
Offenbar wurde Mark jetzt mutiger.


Mark
Aha. Ist er also tatsächlich erregt, unser lieber Mittelfeldspieler. Dann wollen wir ihn doch mal testen. Ganz zart ließ Mark seinen kleinen Finger an Leons Sack stupsen. Erneut zuckte sein Schwanz im Handtuch auf. Sogar ein leises Stöhnen.
„Ich fürchte, wir haben hier eine Muskelverhärtung“, sagte Mark zu Leon. Der erhob seinen Kopf und schaute Mark nun direkt an. Sein Gesicht war gerötet. Von der Wärme und wahrscheinlich von der Erregung.
Dann ließ er seinen Kopf wieder sinken, ohne auch nur ein Wort gesagt zu haben. Auch sonst keinerlei Reaktion auf Marks Aussage.
Diesmal griff Mark direkt zu und begann Leons Sack zu kraulen. Die andere Hand schob das Handtuch vorsichtig nach oben. Immer mehr von Leons Schwanz wurde sichtbar. Dann nahm Mark das Handtuch komplett weg.
Leons Eichel war schon nass. Auch auf seinem Bauch hatte er schon seine Vorfreude verteilt. Mark fuhr mit dem Daumen über die nasse Eichel, was Leon endgültig ein Keuchen entlockte.
Dann nahm Mark noch etwas Öl und goss es auf Leons Schwanz.
Mit der ganzen Hand verteilte er nun das Öl und massierte Leons Schwanz. Er stöhnte mehr und mehr auf. Wahrscheinlich war er schon eine ganze Weile erregt.
Noch ein wenig mehr Öl und Mark konnte über die blanke Eichel wichsen. Vermischt mit dem Vorsaft ergab sich ein wunderbares Gleitmittel. Ganz langsam wichste Mark weiter. Die andere Hand kraulte Leons Sack. Ohne weitere Vorwarnung stöhnte Leon noch einmal laut auf, dann spritzte er sich sein Sperma auf die Brust und den Bauch. Ein wenig wichste und streichelte Mark noch weiter. Dann nahm er ein weiteres Handtuch und legte es auf Leon. Er drückte ein wenig an den Stellen, von sich das Sperma verteilt hatte, dann wischte er langsam und vorsichtig das Sperma von Leons Körper.
Kaum war er damit fertig, sprang Leon von der Liege auf, suchte seine Klamotten zusammen und zog sich in Windeseile an.

„Danke für die Massage“, sagte er leise.
Dann holte er tatsächlich einen 100 Euro Schein aus der Geldbörse und legte sie auf die Liege.
„Du willst mich doch nicht etwa dafür bezahlen?“ Ungläubig schaute Mark Leon an.
„Wieso nicht? Du hast mich in meiner Freizeit massiert. Dafür bezahle ich dich auch.“
„Aber ich bin doch kein...“ Stricher wollte Mark sagen und nahm den Schein und wedelte damit vor Leons Gesicht.
„Nimm es trotzdem.“ Leon nahm den Schein wieder aus Marks Hand und legte ihn erneut auf die Liege. Dann drehte er sich um und ging zur Tür. Er öffnete sie, sagte noch ein „Danke“ und schon war er hinaus und zog die Tür von außen zu.

„So ein Mist!“, sagte Mark zu sich selbst.
„Dieses selbstgefällige Arschloch.“

Er schüttelte den Kopf.
Mark war sauer!
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