Seelensplitter und Sternenlicht

GeschichteAbenteuer, Schmerz/Trost / P18
Feyre Archeron OC (Own Charakter) Rhysand Tamlin
07.02.2019
08.02.2019
2
2.221
1
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07.02.2019 1.082
 
Hallo zusammen
Herzlich willkommen zu meiner ersten Geschichte in diesem Fandom.
Vermutlich wird es auch meine einzige bleiben!

Ab hier Spoiler! Band 2!
Nun zu dem, was euch wahrscheinlich am meisten interessiert; weshalb kein Feyre x Rhysand?
Aus mehreren Gründen!

1. Ich mag Rhysands' Darstellung im Band zwei nicht mehr. Vorher war er so geheimnisvoll und sarkastisch. Ich mochte ihn als Bösewicht. Meiner Meinung nach ist er im 2. Band zu weich dargestellt worden. Natürlich kann ich das hier nicht vollkommen ändern, denn sonst wäre Rhysand ja nicht mehr IC. Aber ich habe vor ihm doch etwas mehr Biss zu verleihen! Er soll länger wirklich der Antagonist bleiben dürfen.

2. Feyre. Diese eine Szene im 2. Band wo sie Rhysand einfach verletzt liegen lässt weil er ihr offenbart, dass er ihr Seelengefährte ist.
Und sich danach ernsthaft noch überlegen muss, ob sie ihn tatsächlich will, nach allem was er für sie getan hat, fand ich wirklich unangemessen und arrogant! Und leider hat es ein wenig mein Bild von ihr ruiniert. Tut mir leid.

3. Tamlin. Ja, er hat Feyre eingesperrt und das war NICHT richtig. Doch ich bin mir ziemlich sicher, dass er anders reagiert hätte ,wenn Feyre ausgerufen hätte und ihm gesagt hätte "Nein. Ich werde verdammt nochmal nicht hier bleiben. Und wenn du mich dazu zwingst, dann ist die Hochzeit für mich gestorben und ich werde von hier weggehen-für immer"
Aus diesem Grund und weil Tamlin danach praktisch keine Rolle mehr spielt (und er ja schon auch gute Eigenschaften hat) will ich den beiden noch eine Chance zusammen geben!

So. Ich hoffe ihr könnt nun halbwegs nachvollziehen weshalb ich mich für etwas andere Pairings entschieden habe.
Natürlich wird es durch die anderen Pairings auch andere/alternative Handlungen geben!
Die Geschichte ist aus 2 Sichten geschrieben: Rhysand's  und Elandra's (meinem OC)

Die Figuren gehören natürlich nicht mir, sondern Sarah J. Maas. Ich verdiene kein Geld damit!

Über Rückmeldungen freue ich mich sehr!

Lg Angel Rose






Kapitel 1


Streit


Rhysand
Er sass am Fenster und starrte auf die Strassen von Velaris. Lauschte den Stimmen der Dorfbewohner. Sah die schillernden Lichter in den Bäumen, die den Weg erleuchteten. Unter normalen Umständen hätte ihn der Anblick beruhigt. Er liebte seine Stadt. Das Lachen der Fae, die ihre Waren feilboten. Der Geruch von Fisch und frisch gebackenem Brot, der die Luft erfüllte. Das Quartier der Künstler mit all den bunten, von Leben erfüllten Gemälden. Portraits, die von einer besseren farbenfrohen Zukunft kündeten. Mit deren Hilfe er die letzten 50 Jahre vergessen konnte, und sei es auch nur für wenige Minuten. Velaris-sein Juwel.
Alles war besser als über seine Zeit als Amarantha‘s Hure nachzudenken. Fast alles.

„Tamlin lass mich mitgehen. Bitte.“

Nein. Das kann ich nicht. Nicht auszudenken was geschehen würde, wenn...“, er schüttelte entschlossen den Kopf. „Du bleibst hier!“

„Ich werde mich auch im Hintergrund halten. Wirklich“, flehte Feyre verzweifelt.

Rhysand’s Herz verkrampfte sich. Seine Hände ballten sich zu Fäusten. Oh wie gerne er jetzt zu Tamlin gehen und ihn in Stücke reissen würde.

„Das Risiko ist zu gross. Du kannst später mit Bron ausreiten.“

„Aber ich will nicht ausreiten! Auch keine Blumen pflücken, die Hochzeitsdekoration-oder weiter Kleider zum Tragen aussuchen. Ich will, MUSS etwas tun!“, protestierte Feyre.

Glühende Wut frass sich durch Rhysand’s Adern. Verdammter Arsch. Jetzt gib endlich nach! Wie stur kann man denn sein?!

„Es tut mir leid. Es geht nicht. Bleib einfach bei Ianthe“, Tamlin pausierte kurz, „und deine unkontrollierten Fähigkeiten stellen ein weiteres Problem dar.“

Durch ihre Verbindung spürte Rhysand wie etwas in Feyre zerbrach. In tausend Teile zersplitterte. Wut und Trotz ergossen sich siedend heiss aus der eben entstandenen Wunde.

„Ich werde mitkommen. Ob du willst oder nicht!“, schrie Feyre nun.

Tamlin musterte sie genau. Auch er schien am Ende mit seiner Geduld zu sein. Seine ansonsten sanften Züge waren von Zorn und Ungläubigkeit verzerrt.

Rhysand lächelte. Nun, High Lord des Frühlings. Wie gefällt es dir, wenn Feyre ihre Krallen ausfährt, hmm?

„Wie du willst. Doch beim kleinsten Anzeichen irgendeiner Gefahr wirst du ohne Widerrede umkehren, verstanden?“, sprach Tamlin hart.

Ein Funken Hoffnung glomm in Feyre auf. „Versprochen“, klammerte sie sich an den einzigen Strohhalm, den sie noch hatte.

Rhysand seufzte. Genervt verdrehte er die Augen. Wenigstens hatte Tamlin doch noch nachgegeben. Auch wenn es kaum der Rede wert war. Durch das Band sah er regelmässig Szenen wie diese in seinem Geist aufflackern. Das hier war kein Einzelfall-leider. Feyre‘s mentale Barriere war noch nicht so gut als dass sie auch ihre wirklich starken Emotionen vor ihm verbergen könnte. Auch weil Feyre seine Seelengefährtin war und das Band zwischen ihnen einfach stärker war als normalerweise. Ja. Rhysand hatte schon darüber nachgedacht ihr zu erzählen, dass sie seine Seelengefährtin war. Seit Amarantha war er sich der Tatsache sicher, dass es so war. Aber da gab es noch...ein Problem. Ein beträchtliches.
Tamlin. Feyre LIEBTE den High Lord des Frühlings. Das war eine Tatsache. Rhysand hätte kotzen können. Es war so ekelhaft. Einfach unbeschreiblich. Und wenn Feyre ihre Emotionen beim Liebesspiel nicht unter Kontrolle hatte, nun, dann sass Rhysand in der 1. Reihe, ob er nun wollte oder nicht. Und dann war es an ihm sich die Seele aus dem Leib zu kotzen. Diese Gedanken trugen natürlich nicht dazu bei, dass er sich wieder entspannen konnte. Im Gegenteil; eine hochgiftige Mischung aus Wut, Eifersucht und Schmerz begann sich wie eine Speerspitze immer tiefer in sein Herz zu bohren. Klar. Er hätte einen Krieg mit Tamlin vom Zaun brechen können. Doch gegen die Liebe, die Feyre für den High Lord des Frühlings empfand, war er machtlos. Zudem konnte und wollte Rhysand nichts von seiner Seelengefährtin erzwingen. Wollte ihr nicht den Halt in ihrem sonst schon schwierigen Leben nehmen. Feyre hatte so hart dafür gekämpft um mit Tamlin zusammen sein zu können. Hatte gegen Amarantha gewonnen. Sogar ihr Leben gegeben. Rhysand schluckte. Wer, wenn nicht sie hatte es verdient glücklich zu werden? Er strich sich eine schwarze Strähne aus dem Gesicht, atmete einmal tief durch und ging nach unten.
Mor wartete bereits auf ihn. Ehe sie etwas sagen konnte, knurrte der High Lord der Nacht: „Halte dich bereit. Es ist gut möglich, dass die Situation in den nächsten Tagen eskalieren wird.“

Morrigan nickte. „Was hast du gesehen?“, wollte sie wissen.

„Genug“, zischte Rhysand durch zusammengebissene Zähne. Gehe noch einen Schritt weiter, Tamlin, und ich werde sie daraus holen. Und wenn du fällst, dann werde ich da sein..
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