Elfen LIed - Re: Arrange

von Harakuma
OneshotDrama, Sci-Fi / P16 Slash
OC (Own Character)
07.02.2019
07.02.2019
1
1118
1
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
Es war dunkel. Angst und Zweifel trieben mich vorwärts, scheuchten mich durch die Finsternis. In einer Zeit von solch großer Verletzlichkeit, hoffte man am meisten auf Fürsorge und Zuneigung, doch wie so oft, wurde mir diese verwehrt. Es begann zu regnen. Zu erst ein leichtes nieseln, dann die ersten starken Windböen, ein Donnergrollen sagte mir, dass ein Sturm sich näherte. Die Menschen starrten mich an und sahen mir nach, als ich weinend und stolpernd durch die Straßen lief, um mich zu verstecken. Um Schutz zu suchen vor dem Grauen dass sich mir offenbart hatte.  Einmal rannte ich ohne zu überlegen über die Straße und entkam nur knapp den Tod, als mich ein Auto beinahe überfahren hätte. Hinter mir sprangen alle plötzlich zur Seite, als der Boden ohne Vorwarnung aufriss, Laternen sich leicht zur Seite bogen und die Scheiben der geparkten Autos zersprangen, als ich daran vorbei lief. Ich stolperte und schlug mir auf dem Bordstein ein Knie auf, meine Sachen waren schon völlig durchnässt, dass sogar meine Kappe kaum noch auf meinem Kopf halten wollte, sodass ich mir die Kapuze meiner Jacke überziehen musste.

"Ich kann es immer noch fühlen!", hauchte ich mit zitternder Stimme,"Sie sind immer noch da und wollen mir weh tun!"

Ich flüchtete mich in eine Seitenstraße und kam dann wenige Augenblicke später, als ich mich durch einen rostigen Zaun hindurch zwang, zu einer Ruine. Neugierig und verängstigt, schlich ich dort hin, stapfte durch eine aufgeweichte Wiese und einem Sandkasten der jetzt mehr nach einem Ozean aussah. Augenscheinlich war es mal ein Haus mit zwei oder drei Stockwerken und dies, war nur die hintere Seite. Jedoch fand ich dort nur ein riesiges Loch, was nach drinnen führte. Die Fenster waren alle eingeschlagen worden. Die Angst vor meinen Kräften packte mich wieder und scheuchte mich hinein, nicht wissend was ich jeden Augenblick vorfinden würde. Doch plötzlich, hörte ich jemanden rufen.

"Mami? Papi?"

Ich traute mich gar nicht erst zu antworten und schlich weiter hinein, bis mein Fuß gegen etwas hartes stieß und ich zu Boden fiel. Auch hier drinnen war alles nass und scheinbar war ich nicht alleine. Jemand, kam näher. Es waren kleine, leichte Schritte die sich durch die wenigen Trümmer bewegten und schließlich vor mir zum stehen kamen. Es war ein Mädchen, vielleicht im selben Alter wie ich, rote Haare, grüne Augen und eine leicht blasse Haut, Sandalen an den Füßen, eine kurze Hose und ein ebenso rotes T-Shirt. Ein Blitz, erhellte die Ruine mit grellem Licht. Das Mädchen riss die Augen auf und stieß einen kurzen Schrei aus. Als ich mich aufrichtete und auf meine Hände herabsah, erkannte ich wo ich mich befand. Ich stand in einer Blutlache. All meine Klamotten und ich selbst,.......alles war mit Blut besudelt und neben mir, lagen die verstümmelten Leichen zweier Menschen. Ein Mann und eine Frau und sie lagen mit einem Ausdruck des Entsetzens vor mir. Ober- und Unterkörper waren auseinander gerissen worden. Alles war zerstört, immer wieder zeigten mir die Blitze das Blutbad und meine Blicke sprangen zwischen den Leichen und meinen blutigen Händen. Bis ein lautes Fauchen in meinem Schädel, alles beendete.

Ich erwachte mit einem Schrecken. Überall um mich herum war Wasser und eine Atemmaske, die mit einem Schlauch verbunden war, hing auf meinem Gesicht. Und ich meinte gedämpfte Stimmen zu hören. Es donnerte drei mal und ich zuckte zusammen.

*Träume ich etwa immer noch oder......bin ich vielleicht tot?!*, schoss es mir durch den Kopf, * Was ist.....passiert?*

Plötzlich spürte ich einen kalten Luftzug, der mir in den Nacken glitt. Ich begann zu zittern, meine Augen zuckten wie verrückt, wieder hörte ich diese gedämpften Stimmen die scheinbar mit mir sprachen.

"Was sagen seine Vitalwerte?", fragte eine Frau.

"Blutbild normal, Pupillen reagieren auf Reflexe weitgehend normal. Eigentlich sollte er jetzt wach sein.", erwiderte wiederum ein Mann.

"Sind sie sicher? Es scheint als habe er, so etwas wie einen Anfall oder einen Schock."

"Dann müssen wir ihm Adrenalin injizieren, damit er stabil wird. Eine kleine Dosis im Oberschenkel sollte genügen."

Ein widerliches Stechen, lies mich nach oben schnellen, meine Augen sprangen auf und vor lauter Schmerzen, riss ich mir die Atemmaske vom Gesicht und schrie. Ich wirbelte herum, spuckte und rutschte auf dem nassen Boden aus, bis ich wieder unsanft aufschlug und zitternd liegen blieb. Mein Atem begann zu pfeifen, ich röchelte und mein Herz schlug unglaublich schnell.

"Er ist wach.", hörte ich wieder die Frau,"Nummer 10, kannst du mich hören? Kannst du verstehen was ich dir sage?"

Sie fuchtelte mit einem Licht vor meinen Augen herum, was fürchterlich brannte. Also biss ich die Zähne zusammen und schüttelte den Kopf.  

"Nein......nein.....lasst mich!", ächzte ich,"Geht weg.......lasst mich in Ruhe!"

Ich schlug ihr dieses grässliche Licht aus der Hand und bedeckte dann mit den Händen mein Gesicht.

"Wer ist seine Bezugsperson?", fragte der Mann.

"Er hatte mal eine. Leider ist er während einer Testreihe Amok gelaufen und wäre fast auf Dr. Kurama als auch auf Professor Kakuzawa los gegangen. Seid dem mussten wir jemand neues finden und dafür käme dann Yanagi in Frage."

Kurze Zeit später wurde eine Decke über mich geworfen und es fühlte sich so an, als würde ich von jemanden umsorgt werden. Immer noch zitterte ich am ganzen Leib, hatte mich sogar an jemanden festgekrallt. Über mir sah ich ein grelles Licht, eine Hand die auf meinem Arm lag, während die andere mir sanft über die Wange strich. Es war eine Frau mit strammen Haarknoten und mehreren Strähnen die ihr im Gesicht hingen. Sie trug eine Brille und summte vor sich hin.

"Sieht so aus, als wäre er wach geworden.", sagte sie lächelnd.

Mein Blick wanderte zu jemand anderem der mit im Raum saß. Eine Frau mit Pferdeschwanz, Brille und braunen Haaren und sie beäugte mich leicht verwundert. Dies, war Shirakawa. Ich war ihr schon einmal begegnet, nur konnte ich mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern.

"Nummer 10, kannst du verstehen was ich sage?", fragte sie.

War sie es, die mir dieses Licht ständig ins Auge drücken wollte ?

"M-M-Mir ist kalt.", stotterte ich,"Wo bin ich?"

"Du wurdest  vor einigen Jahren in ein künstliches Koma versetzt. Wir haben dich wieder aufgeweckt und jetzt wollen wir sehen, ob dir das gut bekommen ist oder nicht."

Und so, erwachte ich in einem Albtraum, der gerade erst angefangen hatte. Denn dies war das Forschungszentrum, wo ich und all meine Brüder und Schwestern, seid Jahren wie die Tiere gefangen gehalten wurden und ich war eines davon.
Review schreiben