Garfield Kurzgeschichte [Drama Warning]

KurzgeschichteDrama / P12
06.02.2019
06.02.2019
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Frierend sitzt der orange getigerte Kater auf der Stufe vor der Haustüre. Die Tierklappe ist zu geschlossen weshalb er nicht hineinkann. Natürlich werdet ihr euch fragen, wieso genau er draußen sitzt.

Alles hatte angefangen als Liz gefeuert wurde und selbst wusste, dass sie nicht länger in ihrer Wohnung bleiben kann. So bot John ihr an, in seinem Haus einzuziehen. Anfangs schien auch alles gut nur, begann sie während der Zeit, wenn John mal hinausmusste, um etwas einzukaufen oder Sonstiges, Garfield in die Mangel zu nehmen. Saß er nun vorm Fernseher und Liz wollte selbst ran, scheuchte sie Garfield hinunter. Natürlich gefiel ihm das nicht aber sie kennt sich schließlich mit Tieren aus und packte den Kater, sobald er sich beschwerte, am Kragen und trug ihn hinaus wobei sie die Klappe verschloss. Nach einiger Zeit hatte er sich nun auch daran gewohnt und zum ersten Mal sah er selbst das sein Benehmen nicht ganz richtig war. Er gab nicht direkt auf, aber nach einigen vergeblichen versuchen sah er, das selbst John stolz war und so nahm er es hin. Dies reichte der ehemaligen Tierärztin aber nicht. Nach einiger Zeit nahm sie ihm auch seine Naschereien weg. Dabei wurden die Maßnahmen bei ungehorsam immer härter. Sie fuhr ihn etwas weiter hinaus und setzte ihn da ab, so dass er von da aus zurückfinden musste. Manches mal kam er erst ein bis zwei Stunden später wieder nach Hause, da ihm entweder die Kraft oder die Orientierung fehlte. Schließlich fuhr sie immer weiter hinaus. Dadurch nahm er auch etwas ab, denn es gab auch Tage, da hatte Garfield glück und er konnte bei einem Restaurant vorbei laufen wo er manchmal nach Essen bettelte. Nach dem Garfield nun auch in diesem Punkt gehorsamer wurde, schien es für eine Woche okay. Und noch immer wusste John nicht das geringste von dem was da eigentlich abgeht. Liz schien es nämlich noch lange nicht zu reichen. Sie begann zwar zu zulassen, dass der Kater wieder seine Snacks essen darf, aber nahm manchmal Irgendwelche Snacks für sich selbst und behauptete dann, dass es Garfield war und er ihr es weggenommen hätte. Ihr Plan ging auf und so begann John seinen Kater auch zu hassen. Garfield versteht auch jetzt nicht, wie all diese Dinge nur ihm passieren konnten.  

Mittlerweile ist Dezember, und die kalte Winterluft lässt ihn frösteln. Sein Fell war schon gar nicht mehr so dicht, der Stress hatte ihm zu gesetzt. Nur noch einige Tage hin und bald würden alle zusammensitzen und Weinachten feiern. Garfield sah schwarz dafür. Noch nie zuvor hatte er sich so unsicher gefühlt und noch schlimmer, niemand wollte ihm helfen, geschweige den glauben. Garfield stand auf und ging nun wieder eine Weile, um sich ein wenig zu wärmen. Es bereitete ihm Kummer, so behandelt zu werden. Auch John schien sich nicht mehr zu kümmern. Zwar hörte der Kater seinen Besitzer nach ihm Fragen, aber immer wieder glaubte er die Lügen dieser Frau. Mal sagt sie Garfield hätte was angestellt und sie hätte ihn rausgeschickt. Das andere Mal meint sie, er hätte sich bei den Nachbarn für eine Weile niedergelassen und er würde wohl bald bei denen bleiben. Nun, eins ist klar, natürlich hatte Garfield schon ein manches Mal, schon bevor all diese Dinge passiert sind, den Gedanken an ein neues Zuhause gehegt. Nichts Neues, jeder tut es mal, ob als Mensch oder als Tier. Aber nur, der Gedanke daran, seinen Besitzer, den er ein manches mal doch etwas geärgert hat, ihn aber trotzdem von ganzem Herzen liebt, zu verlassen, brach ihm fast das Herz. Zudem hatte Liz mit den Nachbarn geredet und so gab es auch nicht die Chance das sie dem Kater auch nur einen kleinen Funken Beachtung schenkten. Als der Kater seine Runde zu ende gegangen ist, setzt er sich wieder auf die Stufe. Es ist auch bereits dunkel und es hatte auch begonnen zu schneien. Garfield seufzt, rollt sich zusammen und versucht zu schlafen. Aber kaum will er seine Augen schließen, sieht er wie jemand auf ihn zu kommt. Wie nicht anders zu erwarten ist es John, so steht der Kater schnellest gehend auf und stellt sich seinem Besitzer in den Weg. John bleibt stehen, schaut zu seinem Kater hinunter, kniet sich vor diesen und beginnt ihn zu streicheln. Es ist selten geworden, dass es mal zu einem solchen Moment kommt. Das letzte mal war vor etwa einer Woche. „Ach je, hat dich Liz wieder ausgesperrt?“ Sichtlich betrübt dreht der Kater seinen Kopf zur Seite. John seufzt. „Na komm, ich sehe das du frierst.“ So steht John auf, schließt die Haustüre auf und nimmt seinen Kater mit hinein. Kaum fällt die Haustüre wieder zu kommt Liz auch schon aus dem Wohnzimmer. „Oh John du bist ja schon wieder da, aber warum ist Garfield hier drin?“ „Tut mir leid Liz, ich bin mir sicher du hattest deine Gründe wieso du ihn ausgesperrt hast, aber sein Fell scheint dünner geworden zu sein, es ist einfach zu kalt da draußen.“ Erklärt John welcher Gedanke ihn dazu brachte, seinen Kater wieder mit ins Haus zu bringen. „Bitte Liz, ich nehme alle Schuld an mich, wenn er etwas anstellt.“ Die Schwarzhaarigen nickt. Garfield atmet auf, denn er war sich nicht sicher ob er eine solche Nacht draußen überlebt hätte. Statt nun aber irgendwie auch nur in die Nähe von Liz, der Küche oder dem Fernseher zu kommen, folgt Garfield seinem Besitzer überall mit hin. Das erstaunt John auch ein wenig, ist aber froh, so viel mehr sehen zu können, was sein Kater gerade tut. Als es nun Abendessen geben soll, Liz sich an den Tisch setzt und Garfield sie sieht, bleibt er auf dem Boden sitzen. „Garfield, was machst du denn?“ Fragt John, welcher sich das Verhalten des Tieres nicht erklären kann. Odie inzwischen, macht sich nicht allzu große Gedanken. Er hatte gehört was Garfield über Liz erzählt hat, glaubte ihm aber auch nicht. „John lass ihn doch, vielleicht hat er ja keinen Hunger.“ Sagt Liz genervt und hofft, dass John sich nun endlich setzen und nicht weiter über den Kater nachdenken würde. „A-aber…“ Verständnislos schaut der braun Haarige erst zu Liz und dann wieder zu seinem Kater. Er wurde unsicher, konnte es sein das er sich nur einbildete, wie schlecht es dem Kater geht oder versuchte Liz die Probleme des Katers in ein besseres Licht zu stellen. Doch setzte er sich schlussendlich, ohne weiter nach zu hacken. Im ging die Sache einfach nicht aus dem Kopf, weshalb er auch recht teilnahmslos dasaß und wenn Liz etwas erzählte, nickte er nur langsam.

Es wird später und langsam wird es still im Haus. Liz schläft derweil in Johns Schlafzimmer, während John auf der Couch schläft. Auch hier ist er nicht allein, denn Garfield hatte sich derweil neben das Sofa gelegt. Einige Minuten schaut John hinunter zu dem Kater, welcher versucht sich irgendwie eine gute Schlafposition zu suchen. Kaum eine Sekunde später steht John auf, worauf Garfield gespannt zu seinem Besitzer hinaufschaut. Dieser klappt nun die Couch ein wenig auf, so dass mehr Platz übrig ist und legt sich wiederhin, wobei er Garfield heraufhebt. <<Oh John, in diesem Moment bin ich für alles dankbar was man mir Gutes tut>>. Denkt der Kater und kuschelt sich an John.

Am nächsten Morgen liegt Garfield noch immer in der gleichen Position neben seinem Besitzer. Da John aber in der letzten Zeit immer früher losmuss, ist so etwas nie von langer Dauer. Garfield wird, kaum das Liz dann mal aufgewacht ist, wieder hinausgeschmissen. Nichts Neues, er war seit Tagen immer draußen. Dabei schlief er meist in der Kälte oder wenn ihm kalt wurde, bewegte er sich auch gerne. Er war immer allein, denn keiner wollte ihm mehr glauben.

Es wird wieder Abend und erneut muss John feststellen, dass der Kater rausgeflogen ist. Dieses Mal wurde er misstrauisch. „Was hast du denn nur angestellt weshalb sie dich schon wieder rausgeschmissen hat, da stimmt doch was nicht.“ In diesem Moment steht er vor der Stufe und spricht zu dem Kater, welcher nur ruhig da liegt und erneut friert. So hebt der braun Haarige den Kater in die Luft und trägt ihn hinein. Garfield niest und es ist klar, er hat sich unterkühlt. „Liz?“ Ruft John die Mitbewohnerin, welche entspannt im Fernsehsessel irgendeine Sendung anschaut. „Was ist den John?“ Fragt sie mit unschuldiger Mine und sieht Garfield, welcher noch immer zitternd in den Armen von seinem Besitzer gehalten wird. „Sag mal Liz, wieso schon wieder, hast du ihn ausgesperrt?“ Fragt John leicht angespannt und sich nicht sicher, was er davon denken soll. „Das Übliche John, kann es sein das du glaubst ich lüge dich an?“ Die Unsicherheit steigt in John und erneut beginnt er Liz alles abzunehmen was sie sagt. „Glaub mir, ich sperre ihn nur aus, wenn er etwas Falsches gemacht hat!“ Stellt Liz fest. „Also gut, aber könntest du ihn zumindest mal wieder rein holen nach einer Stunde, zu dieser Jahreszeit wird er nur krank, sieh ihn dir doch mal an!“ Kurz schaut die ehemalige Tierärztin über das Tier, tut aber erneut so, als würde John sich alles nur einbilden. „Er ist doch nur müde, nichts Ungewöhnliches, du zitterst doch auch wenn du müde bist und du das Gefühl hast es wäre kalt.“

Als Garfield nun beim Abendessen erneut nichts essen möchte, macht sich John noch mehr Sorgen. „Garfield du musst doch etwas essen, du hast schon gestern Abend nichts essen wollen.“ <<Wie gerne ich das tun will John, aber ich kann nicht, ich mag es gar nicht gerne zugeben, aber ich habe Angst.>> denkt sich der Kater, dreht sich um und legt sich einige Meter weiter entfernt vom Esstisch hin. Erst als es dann wieder still im Haus wird, kommt John erneut auf den Kater zu und stellt ihm einen Teller Lasagne hin. „Hey, ich weiß das du beim Abendessen nichts essen wolltest aber, vielleicht hast du ja jetzt doch Hunger.“ Natürlich hat Garfield Hunger, er hat über die ganze Woche kaum etwas bekommen. Dennoch schaut er kurz zu John hinauf. „Bitte, iss sie doch zumindest, damit ich weiß das es dir gut geht.“ Kaum hat John diese Worte gesprochen, beginnt Garfield mitessen. Dies erleichtert seinen Besitzer ungeheuerlich. Nach den letzten Happen bringt John das Geschirr in die Küche. Garfield folgt dem Braunhaarigen und schmiegt sich, kaum hat dieser den Teller abgestellt, an ihn. John kniet sich zu seinem Kater, hebt ihn hoch und geht mit ihm auf die Couch wo sie beide wieder eng bei einander schlafen.

Während der Nacht kommt es aber auch dazu, das Garfield beginnt, während er schläft, zu zappeln. Natürlich bekommt John das mit und drückt den Kater erneut an sich, worauf dieser aufhört und wieder ruhig schläft.

Am nächsten Morgen muss John wieder, aber heute zum aller letzten Mal, gehen. Als er aber aus Zufall auf den bereits erwachten Odie stößt, fragt er ihn leise. „Hey Odie, ich muss wieder mal los aber, könntest du für mich ein Auge auf Garfield haben?“ Der Hund nickt und so geht John wieder. Als nun Liz einige Zeit später auch wieder wach ist, sieht Odie zum ersten Mal, was sie jeden Morgen, an dem John früh los muss tut. Aber die Möglichkeit dem Kater zu helfen gibt es nicht

Auch an dem Abend kommt John nach Hause, nur hat sich Liz dieses Mal etwas überlegt. So lässt sie den Kater endlich wieder rein, kurz bevor John kommt, hat aber auch einen Plan. Als sich die Haustüre also wieder öffnet und schließt, kommt John ganz verwundert herein. „Liz, ist Garfield hier drin?“ Diese nickt. „Allerdings hat er dir diese Blätter zerfetzt.“ Natürlich stimmt das nicht und Odie weiß es genau, er hat gesehen wie sie die Blätter zerrissen hat. Dies weiß John aber nicht. „Aber das sind ja meine Karikaturen, ich habe so lange gebraucht für die!“ Ruft John außer Fassung, denkt dann aber noch daran wie die letzten Tage gelaufen sind, schaut sich die Schnipsel erneut an und kann sich aber keine andere Erklärung für die Zerstörung der Zeichnungen vorstellen. „Aber wieso sollte er das tun?“

Beim Abendessen kommt Garfield zwar wieder ins Wohnzimmer, will aber wieder nichts essen. Zudem merkt er, wie komisch John ihn ansieht. Denn er hat keine Ahnung von dem was Liz getan und erzählt hat. Nach dem Abendessen redet John auch nicht mit ihm. Als John dann aber das Licht aus machen möchte und noch einmal zu Garfield sieht, kann er sehen wie dem Kater tatsächlich Tränen aus den Augen fließen. Besorgt geht John auf seinen Kater zu. „Garfield hey, was ist, was hast du denn?“ Mit großen Augen schaut Garfield seinem, vor ihm knienden, Besitzer in die Augen, steigt mit seinen Vorderpfoten auf seine Oberschenkel und drückt seinen Kopf gegen Johns Oberkörper. Dabei steigen selbst John einige Tränen in die Augen worauf er den Kater in den Arm nimmt. „Kann es sein das du traurig bist, weil ich dich heute Abend nicht beachtet habe?“ Der Kater nickt. Früher hätte er so etwas nie so nah an ihn kommen lassen, aber in dieser Zeit, braucht er John mehr als er es je getan hat. Nach einigen Minuten schaltet John dann doch das Licht aus und trägt Garfield mit sich auf die Couch.

In dieser Nacht scheint der Albtraum noch schlimmer, da Garfield beinahe von der Couch rollt. Noch rechtzeitig hat John reagiert aber, eins ist klar. Da John morgen eh nirgends mehr hinmuss, da Heiligabend ist, wird er genau auf seinen Kater achten und schauen ob Garfield wirklich noch so viel Unsinn macht, wie Liz behauptet.

Am nächsten Morgen wacht Garfield auf und ist erstaunt als er John neben sich sieht. <<Lieber John, bitte hab‘ nicht verschlafen, dann kannst du endlich sehen was hier abgeht!>> denkt Garfield und steht auf.

Der ganze Tag läuft endlich mal wieder richtig und seit einiger Zeit kommt Garfield mal endlich dazu wieder ein wenig zu entspannen. Dabei wird er auch kurz von Odie angesprochen, dem es natürlich leidtut, dass er dem Kater nicht geglaubt hat. Das erfreut Garfield und erleichtert ihn auch. Als das kleine Gespräch endet, macht sich Odie auf, um nun auch Nermal darüber zu informieren was passiert ist. Diese (Ja, ich schreibe im Zeichentrickstyle) ist erst einmal ziemlich verwirrt. „Aber wenn das stimmt, dann müssen wir ihm helfen.“ Sagt sie besorgt und denkt eine Weile nach. „Ich könnte doch mit einer Kamera zu euch rüberkommen und im Fall filmen, wen Liz schon wieder irgendwas macht.“ Odie Belt als Zeichen, dass er einverstanden ist und so wird es gemacht.

So steht Nermal einige Zeit lang am Haus und macht es sich noch einfacher, als sie einfach reinkommt und die Kamera immer vor allen versteckt. Dabei hat sie auch die Chance sich bei Garfield zu entschuldigen. „Hey Garfield.“ „Hey Nermal, wie geht es dir so?“ Fragt der Kater leicht verschnupft. „Du klingst aber gar nicht gut Garfield, ich wollte mich entschuldigen, Odie hat mir alles erzählt.“ Garfield lächelt. „Danke Nermal, schön nicht mehr allein zu sein.“ Die grau Getigerte nickt.

Während es langsam dunkel wird, leuchten überall die Lichterketten am und im Haus auf. Es ist eine gute Stimmung im Haus und noch immer froh was an diesem Tag alles passiert ist, kann Garfield schon gar nicht mehr schlafen. Ach, wenn es doch nur den ganzen Abend so gelaufen wäre. Denn während John und Liz sich ein wenig zurecht machen und Liz früher fertig ist, viel ihr die Gemeinheit des Jahrhunderts ein. Denn während John oben sich duschte und nur sie und die Tiere unten sind, hatte sie freies Spiel. Garfield war in der zwischen Zeit doch wieder auf der Couch eingeschlafen. Als dann also der Braten fertig war, der eigentlich für alle bestimmt ist, nimmt sie diesen heraus, was Nermal sofort ins Auge fiel und sie stutzig machte. So folgte sie der Schwarzhaarigen, welche den Braten hinaustrug und ihn auf den Bodenstellt. Dabei filmt Nermal das geschehen und nimmt auf wie sie nun einige Katzen aus der Nachbarschaft anlockt und diesen den Braten fressen lässt. Dieser ist ziemlich schnell in alle Einzelteile zerlegt und so ist das perfekte Verbrechen komplett. Bevor Liz nun aber die Katze beim Filmen erwischt, rennt diese mit der Kamera herein und will gerade Odie davon erzählen. Das gelingt ihr aber nicht, da John gerade kommt und Liz die Show startet. „John sieh nur was Garfield nur wieder angestellt hat.“ Dabei wird der Kater hellhörig und streckt sich ausgiebig, um nun mitzubekommen was da gerade passiert. „Was ist denn passiert?“ Fragt John verwirrt „Es scheint als hätte er nichts gelernt!“ Ruft Liz und zeigt John die Reste des Bratens. Dabei versteht Garfield nicht was da gerade passiert. John allerdings glaubt seiner Mitbewohnerin und wird sauer. „Ich fasse es nicht, Garfield wie konntest du nur.“ Dabei beginnt Odie zu bellen, da Nermal ihm eben gesagt hat was passiert ist. Doch John lässt sich nicht halten. „Lass mich raten, das ist der Grund wieso du in meiner Nähe immer so getan hast, als hättest du dich geändert.“ Dabei schüttelt der Kater mit dem Kopf und legt seine Ohren an. Ohne jegliche Vorbereitung, packt ihn dann John am Nacken. Nermal versucht nun auch Aufmerksamkeit zu erlangen, aber egal was Odie und Nermal tun, es schein als würde John nicht mal merken das sie da sind. So reißt dieser die Türe auf und schmeißt seinen Kater heraus, wobei er noch schreit. „NA LOS, GEH UND ZWAR SO WEIT WEG WIE NUR MÖGLICH!“ Noch einmal dreht sich der Kater um, erneut mit Tränen in den Augen. Innerlich gibt es John einen Stich im Herzen, er bleibt aber ruhig. So rennt Garfield im Schnee davon und zwar so weit wie er nur kann. Denn es ist so kalt und er ist so hungrig.

Im Haus kehrt ruhe ein, nicht das alle schlafen gegangen wären, nur redet keiner, außer der Tiere. Schließlich meldet sich nun auch einer der Mäuse zu Wort. „Hey Odie, was ist denn hier nur passiert.“ Nermal erschrickt und will angreifen als die Maus noch schnell sagt. „Warte, ich bin ein Freund von Garfield, bitte friss mich nicht.“ Die Katze stoppt und beginnt zu erzählen. „Liz hat Garfield untergeschoben, er hätte den Barten allein gefressen.“ „Hat er denn?“ Fragt die Maus worauf Odie mit dem Kopf schüttelt. „Die blöde Kuh hat den Braten nach draußen gestellt und andere Katzen ihn fressen lassen.“ Der Maus läuft es kalt den Rücken runter. „Das ist ja widerlich, habt ihr denn irgendwelche beweise?“ Da fällt Nermal wieder ein, dass sie ja das Geschehen gefilmt hat. Sie hatte es wieder vergessen nach dem John sich so aufgeregt hat. „Ja, oh je aber wir müssen Garfield unbedingt wiederfinden!“ Sagt sie besorgt worauf die Maus nickt. „Das könnte schwierig werden, es hat nämlich wieder begonnen zu schneien, aber ich werde ihn suchen gehen.“ So macht er sich auf und die graue Katze geht nun mit der Kamera zu John, welcher in diesem Moment auf der Couch und doch etwas bedrückt wirkt. Als nun Nermal auf sich aufmerksam macht, schaut er sie kurz an und sagt dann. „Jetzt nicht Nermal, ich wäre jetzt gern allein.“ Dabei legt die Katze dem Braunhaarigen die Kamera auf den Schoß worauf er diese verwirrt ansieht. Kaum hat sich Nermal nun neben ihn gesetzt, drückt sie auf den Abspielknopf. Was John da jetzt sieht, tut weh. Selbst einige Tränen fließen und er kann es nicht glauben. „Oh nein!“ Sagt er laut und hält sich den Kopf. Liz hört das und kommt hinunter, worauf John direkt auf sie zuläuft. „Du hast mich angelogen!“ „John, wo habe ich dich denn angelogen.“ Fragt Liz noch immer sicher in ihrem Tun. „Da, es wurde alles aufgenommen.“ Als Liz nun auch das Filmmaterial sieht, schluckt sie und beginnt verlegen zu lächeln. „Ach, das war doch nur ein Scherz…“ „JA UND FÜR DEN SCHERZ HABE ICH MEINEN KATER RAUSGESCHMISSEN!“ Kurz stoppt er, schnappt sich seine Jacke und öffnet die Haustüre. „Wo willst du hin?“ Fragt Liz. „Ich muss Garfield finden, ich vergas das sein Fell viel zu dünn war als das er all zu lang da draußen bleiben kann.“ Nermal und Odie folgen und so machen sie sich auf den Weg, um den Kater zu finden.

Dieser ist derweil im Park und läuft da auf und ab. In diesem Moment fühlt er, das wenn er sich jetzt schlafen legen würde, würde er erfrieren. So läuft er so lange, bis er nicht mehr kann und er sich doch hinlegen muss. <<Ich wünschte ich wäre zuhause. Es tut mir leid John, was auch immer ich falsch gemacht habe, ich werde es nie wieder tun!>> denkt sich der Kater und schließt seine Augen. Eine Minute später wird er geweckt. Es ist die Maus (Verzeiht mir ich kenne den Namen von der Zeichentrickversion nicht nicht!). „Hey Garfield du darfst nichts schlafen, sonst wachst du vielleicht nicht wieder auf.“ Warnt der graue Nager. „Ja, vielleicht besser so, John hat mich rausgeschmissen.“ Der Plausch endet als die Beiden auf einmal ein knurren eines Hundes vernehmen und sich aus der dunklen Stelle des Parks ein Dobermann nähert. „Na, da habe ich ja doch noch etwas zu fressen gefunden.“ Garfield steht auf. Die Maus macht sich auf, um zu Garfield nach Hause zu laufen, um die anderen zu holen, so steht Garfield nun allein. „Na komm, ein kleiner Biss am Nacken und die Schmerzen sind vorbei.“ Sagt der große Hund, worauf Garfield erst ruhig ist, aber dann an John denkt und mit dem Kopf schüttelt. „Du würdest doch sonst eh erfrieren, was ist den schon dabei und keiner würde dich vermissen, du bist doch auch ein Streuner!“ Der Dobermann kommt näher, worauf Garfield ihm ausweicht und der Dobermann ihm folgt. Dem Kater ist klar, dass er keine Chance hat und nur wein Wunder helfen würde. Kaum einige Sekunden später packt der Dobermann ihn und wirft Garfield durch die Gegend. Er rappelt sich wieder auf und beginnt laut zu miauen.

In der Zwischenzeit ist die Maus auf die Anderen getroffen. Natürlich hat John sich erst erschrocken, folgte den Tieren dann aber. Genau in dem Moment als Garfield dann laut miaut, hört er das und rennt den anderen davon. Derweil hat der Dobermann dem Kater den Weg abgeschnitten packt ihn mit seinen Zähnen ganz fest und schleudert ihn erneut umher. In dem Moment rennt John auf den Hund zu welcher augenblicklich wegrennt und das weite sucht. Kaum ist der Hund außer Sichtweite dreht sich der Braunhaarige nach seinem Kater um welcher sich nicht regt. „Oh bitte nein!“ Einige Tränen fließen aus Johns Augen. Auch die anderen Folgen nun. Das Fell ist nun an einigen nicht mehr orange, sondern rot von dem Blut. Vorsichtig nimmt der Besitzer seinen Kater auf den Arm und trägt ihn nach Hause.

Wie nicht anders zu erwarten, schmeißt John die Mitbewohnerin raus, um auch ja sicher zu gehen, dass so etwas nie wieder passiert. Es wird Nacht und da es schon sehr spät ist, darf Nermal über Nacht bleiben. Erst mitten in der Nacht wacht Garfield wieder auf und findet sich in seinem Bett wieder. Er steht auf und geht nun hinauf, wo er sich doch wieder nah an seinen Besitzer kuschelt. Das bemerkt John natürlich und drückt seinen Freund fest an sich.

Einige Tage später geht es auch schon wieder Berg auf und seitdem ist Garfield zwar immer noch etwas fies aber zu seinem Besitzer doch etwas freundlicher.

Ende