Zomdado ♥ OS-Sammlung

OneshotRomanze, Freundschaft / P12 Slash
Maudado Zombey
06.02.2019
18.08.2019
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Sternschnuppenwunsch




»Du bist verrückt«, lachte Maudado aufgedreht und griff nach der Hand, die Zombey ihm auffordernd hin hielt, um ihm beim Hochklettern zu helfen.

»Du wolltest doch Sternschnuppen anschauen«, grinste Zombey zurück und zog ihn etwas zu schwungvoll von der niedrigen Mauer zu sich auf das kleine Vordach, sodass Maudado dicht vor ihm zum Stehen kam und ihn etwas erschrocken anschaute. »Aber doch nicht auf einem Dach. Was, wenn wir erwischt werden?«, flüsterte er aufgeregt und sah sich unsicher um.

»Keine Sorge, das Haus ist schon seit Jahren verlassen«, versuchte Zombey ihn zu beruhigen und legte den Kopf ein wenig schief. »Außerdem gehört ein bisschen Risiko doch dazu«, fügte er zwinkernd hinzu und kletterte vorsichtig auf die höchste Stelle des Vordachs unter ein Fenster, wo er sich niederließ und den Anderen zu sich winkte.

Zögerlich stieg Maudado hinter ihm her und lehnte sich neben ihn an die kühle Mauer. »Ich wusste gar nicht, dass du ein Romantiker bist«, stichelte er und knuffte ihm neckisch in die Seite.

»Na hör mal!« Gespielt beleidigt verschränkte Zombey die Arme vor der Brust, ehe er grinsend über sie in den Himmel deutete.

Kopfschüttelnd wandte Maudado den Blick von ihm ab und spähte schweigend in den sternenklaren Himmel, der sich wie ein tintenblaues Tuch über sie gelegt hatte. Es war ein wenig kühl und auf den harten Ziegeln auch ziemlich unbequem, aber Zombey hatte nicht zu viel versprochen; von ihrem Platz aus mussten sie wirklich den besten Ausblick der Welt haben. Weit und breit stand kein Baum oder ein anderes Hausdach im Weg und störte ihre Sicht. Auch das schummrige Licht der wenigen Straßenlaternen drang nicht bis zu ihnen hinüber.

»Schau, da ist eine! Schnell wünsch dir was«, flüsterte Zombey aufgeregt und deutete abermals in den Himmel, wo gerade eine dicke Sternschnuppe vorbeizog. Er beobachtete Maudado dabei, wie der schnell die Augen schloss und seine Lippen einen stummen Wunsch formten, bevor er die Augen wieder öffnete, die ihm nun in der Dunkelheit entgegen funkelten. »Du musst dir auch etwas wünschen!«

»Habe ich doch schon«, grinste Zombey und legte einen Arm um den Anderen, der leicht zu frösteln begann. Er drehte sich ein Stück zur Seite und zog Maudado zu sich, sodass der sich gegen seine Brust lehnen konnte, um bequemer nach oben zu sehen. »Möchtest du meinen Pulli haben?«

Schnell schüttelte Maudado den Kopf und Zombey bildete sich ein trotz der Dunkelheit einen deutlichen Rotschimmer auf seinen Wangen erkennen zu können. »Nein... So ist mir nicht mehr kalt«, murmelte Maudado und starrte weiter gebannt in den Nachthimmel. »Aber ist dir das nicht zu unbequem?«, kam die zögerliche Frage, die kaum mehr als ein leises Flüstern war.

»Nein, ich finde es so eigentlich ganz schön«, stellte Zombey selig grinsend fest und stützte sein Kinn leicht auf Maudados Schulter auf, um ebenfalls weiter in die Sterne zu schauen. Vorsichtig schlang er seinen Arm von hinten um Maudados Taille und bettete die Hand auf seinen Bauch, um ihn noch ein Stück dichter an sich zu ziehen. Er spürte wie der Andere leicht zusammenzuckte und wollte gerade die Hand wieder zurück ziehen, als Maudado seine auf die von Zombey legte und ihre Finger sich langsam miteinander verschränkten.

Dicht aneinander gekuschelt saßen sie da und beobachten eine ganze Weile die vorbeifliegenden Sternschnuppen. Zombey konnte nicht sagen, was schöner war; das Spektakel am nächtlichen Himmel oder Maudado, der sich wie selbstverständlich an ihn lehnte und aufgeregt wie ein kleines Kind auf jede Sternschnuppe deutete und dabei leise kicherte.

»Was hast du dir eigentlich gewünscht?«, wollte Zombey irgendwann leise wissen. Er schaffte es einfach nicht sich auf die Sternschnuppen zu konzentrieren. Nicht in dieser Situation. Nicht wenn seine Gedanken sich einzig und allein um Maudado und dessen Anwesenheit drehten.

Genervt schnaubte Maudado durch die Nase und drückte Zombeys Hand ein wenig, die er noch immer hielt. »Das darf man doch nicht verraten, sonst geht es nicht in Erfüllung!«

»So, meinst du?!«, lachte Zombey amüsiert und drückte Maudados Hand ebenfalls kurz fester.

Seufzend setzte Maudado sich wieder etwas aufrechter hin und wandte den Blick zu seinem besten Freund, um ihn vorwurfsvoll anzusehen. »Ja, ich glaube an Sternschnuppenwünsche«, stellte er mit einem leichten Lächeln auf den Lippen fest. »Zumindest bei mir scheint es ganz gut zu klappen.« Demonstrativ schmiegte er sich wieder etwas dichter an Zombeys Brust und sah ihn gespannt an. »Bei dir denn nicht?«

Nachdenklich wog Zombey den Kopf hin und her und tat so, als würde er angestrengt nachdenken. »Naja, eigentlich bin ich schon ganz nah dran«, meinte er schließlich und strich Maudado mit seiner freien Hand eine blonde Strähne aus den Augen.

»Was fehlt denn noch?«, flüsterte Maudado erwartungsvoll und ließ ihn keine Sekunde aus den Augen.

Ein Grinsen huschte über Zombeys Lippen. »Ich dachte, dass man das nicht verraten darf, weil es sonst nicht in Erfüllung geht?«, zog er den Anderen auf und streichelte sanft über dessen Wange. »Oder hast du deine Meinung diesbezüglich doch geändert?«

»Nein«, grinste Maudado und drehte sich ein wenig in der Umarmung, sodass er Zombey besser in die Augen sehen konnte. »Aber wenn ich dir bei der Erfüllung helfen kann, dann musst du mir schon einen Hinweis geben. Ich kann schließlich keine Gedanken lesen~«

»Versuchst du gerade mit mir zu flirten?«, fragte Zombey belustigt und hob eine Augenbraue. Wenn ihn nicht alles täuschte, dann machte Maudado doch gerade genau das. Zwar auf seine schüchterne, zurückhaltende Art, aber Zombey war sich ziemlich sicher, dass es so war. Da war so ein Knistern zwischen ihnen; im realen Leben noch mehr als über Teamspeak oder das Handy.

»Vielleicht«, gab Maudado grinsend zurück und sah ihn weiterhin erwartungsvoll an. »Also?«

»Dann mach mal kurz die Augen zu, dann zeige ich es dir«, hauchte Zombey in sein Ohr.

Tatsächlich schloss Maudado ohne zu zögern die Augen und Zombey musterte kurz überrascht das kindliche Gesicht vor sich, bevor er sich dichter zu ihm beugte und kurz vor seinen Lippen inne hielt. Würde das ihre Freundschaft zerstören? Konnte er Maudado weiterhin in die Augen sehen, wenn der sich angewidert von ihm abwenden würde? Andererseits schien es ihn nicht zu stören mit ihm zu flirten und zu kuscheln. Zombey hatte sich langsam herangetastet, um auszuloten wie weit Maudado ihn gehen ließ. Die geschlossenen Augen und das entspannte Gesicht motivierten ihn es einfach weiter auszutesten...

Als Maudado gerade den Mund öffnen wollte, um etwas zu sagen, überbrückte Zombey die letzte Distanz zwischen ihnen und legte seine Lippen sanft auf die von Maudado. Warm und weich erwiderten sie den zaghaften Kuss mit einem leichten Druck, was für Zombey endgültig das Signal war, um seine Zweifel über Bord zu werfen und einfach den Augenblick zu genießen. Er schloss die Augen und genoss den schüchternen Kuss, das Gefühl der weichen Lippen, die sich sanft an seine schmiegten und das angenehme Kribbeln, dass sich wie ein Feuerwerk in seinem kompletten Körper ausbreitete.

Als sie den Kuss lösten, öffnete er blinzelnd die Augen und sah in das zufrieden lächelnde Gesicht des Anderen. »Und? Sternschnuppenwunsch erfüllt?«, wollte Maudado wissen und kuschelte sich wieder an Zombeys Brust, um weiter in die Sterne zu sehen.

Zombey konnte nicht anders als ebenfalls zu lächeln und den Anderen noch ein wenig fester an sich zu ziehen.. »Sogar mehr als nur einer~«



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Ich melde mich nach meiner leider doch längeren Zwangspause mal wieder zurück. Zwar mit einem älteren OS, aber besser als nichts :D
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