Mitternachtsleben Teil 1 Mondblut

GeschichteThriller, Fantasy / P18 Slash
Vampire
06.02.2019
11.02.2020
5
16.513
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Dieses Kapitel
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25.06.2019 8.552
 
Willkommen im Buch "Mitternachtsleben Teil 1: Mondblut",

Ich schreibe dieses Buch wirklich mit meinem Herzen und da ist es doch nur fair, wenn ihr mir Kommentare, Wünsche oder sonstiges Feedbäck hinterlasst.

Das Werk befindet sich gerade in der Mitte des Plots und hat jetzt 12 Kapitel und knapp 400 Seiten. Aufgrund von intensiver Recherchearbeit musste ich einiges am Werk ändern.  Deswegen lade ich jetzt komplett neu hoch.

Es wird nun jeden Dienstag und jeden Freitag ein neues Kapitel geben.
Ich habe einen Betaleser an meiner Seite und würde mich auch über Kommentare von euch sehr freuen. Denn wenn es Fertig ist, werde ich das WErk Verlagen anbieten und es hier löschen müssen. Bissdahin wünsche ich mir regen Kontakt zu meinen Lesern. Ich finde, das macht Fanfiction.de aus.

Wer mehr über meine Welt wissen möchte ist herzlichwillkommen in meiner Fandum-Seite:

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Macht es gut, und ich hoffe, die Überarbeitung findet ein paar Leser. Viel Spaß beim Lesen.

Lg meph









Der Prolog




Ich kämpfte mich durch die Menge und lies die Lichtstrahlen der Lasershow auf der Tanzfläche einfach an meinem Körper abprallen. Der Clup Dance Blood in der Innenstadt von Minnight war diesen Abend gut besucht und die Tanzfläche quoll förmlich über.
„Arek!“, rief ich leise. So leise, dass es nur ein Vampir hören würde.
Man kannte uns Beide hier nur unter unseren Decknamen und es war verheerend, wenn jemand raus finden würde, dass ich und mein Bruder eigentlich zur Dragofamilie gehörten.
Ich schob einen Jugendlichen in schwarzer Ledershort und Totenkopfhemd zur Seite.
Während der junge Mann noch taumelte und fast zu Boden fiel, verließ ich die Tanzfläche ohne ihn auch noch eines Blickes zu würdigen.
Wo war mein Bruder?
Meine Hände begannen langsam zu zittern. Hoffentlich stellte er nichts an.
Mein Bruder war der geborene Unruhestifter. Vor 12 Jahren hatte er in der ganzen Stadt eine Blutspur hinter sich hergezogen, die ihn sogar zum Serienkiller machte.
Seine Patin war aufgetaucht und hatte ihn gestoppt. Er hatte nun von Vater verboten bekommen auch nur einen Menschen anzurühren.
Doch mein Bruder wurde in den letzten Monaten immer hibbeliger, da die Blutkonserven, die wir von Krankenhäusern bezogen, nicht das Gleiche waren, wie frisches Blut, direkt aus der Vene.
Mein Bruder verachtete das Zeug.
Ich lies meine Augen über die Bar und die Stehtische schweifen, als ich meinen Decknamen hörte.
„Alessandra? Hay komm doch her?“, rief mich Michael.
Ich seufzte und drehte mich zu dem Menschen um.
Michael , Rick und Lena standen an einem der Tische und winkten mir mit ihren Cocktailgläsern zu.
Ich ging zu ihnen rüber und wurde sogleich von Michael ergriffen und neben ihn bugsiert.
„Hay, lass das! Ich bin nicht zum trinken hier?“, maulte ich meinen Freund an.
Doch prompt belehrten mich mein nagender Hunger eines Besseren und ich bemerkte die Halsschlagader von Michael, die unter seiner Haut pochte.
Ichs schluckte und biss mir auf die Zunge. Der Zittern meines Körpers verschwand und ich konnte mich unter Kontrolle halten.
Ich hatte lange sehr lange kein Frisches Blut mehr. Doch meine Freunde, selbst der aufgeblasene Micheal mochte ich sehr.
Ich konnte ihnen nichts antun. Niemals!
Micheal grinste mich an, während er mich an sich drückte.
„Dann wohl zum naschen, oder?“, lallte mein Freund. Rick und Lena lachten nur. Sie waren genauso dicht wie Micheal.
„Auch nicht zum Sex! Habt ihr meinen Bruder gesehen?“, fragte ich meine Freunde.
Michael Hand rutschte langsam an meiner linken Schulter meinen Arm herab.
„Thelio hat Lucy raus geführt. Ich glaube sie wollten allein sein, wenn du verstehst was ich meine?“. Michaels Hand rutschte nun in meinen Schritt.
Ich löste mich sofort aus seiner Umklammerung und konnte gerade noch ein Knurren verhindern.
„Du bist betrunken!“, schrie ich und konnte nicht verhindern, dass mir der Sektgeruch in die Nase stieg.
Ich schluckte und hörte einen rasenden Herzschlag. Es war mein eigenes Herz.
Ich musste mich zusammenreißen.
Aber mein Körper zeigte bereits die ersten Anzeichen des hereinbrechenden Absturzes.
Ich spürte das Beben meines Körpers und das Kribbeln was in mir aufstieg. Es fühlte sich an wie Lava die einen Vulkan hoch stieg.
Nein Nein Nein! Du darfst hier jetzt nicht wieder darin versinken.
Ich atmete tief ein. Doch das Kribbeln war immer noch da.
Ich schloss die Augen um mich mental zu stärken, aber das war ein gewaltiger Fehler.
Ich spürte die Blicke meiner Freunde auf mir.
Waren sie besorgt oder verwundert? Würden sie mich jetzt verlassen, wie es schon immer mit meinen Freundschaften gewesen war.
Ich schluckte und atmete tief ein. Mein Zittern und auch das Gefühl der Hitze ging zurück.
Gerade als ich dachte es wäre vorbei, schoss ein Bild durch meinen Geist.
Die damals so große alte Mainbrücke erschien vor meinem geistigen Auge.
„Aleena? Der Drache und die Toskana, sollten sich wieder vereinen!“, ertönte eine Stimme in meinem Ohr. Ich fühlte eine Hand auf meiner Schulter und riss die Augen auf.
Ich keuchte und bemerkte die verdutzten Blicke der drei Menschen.
„Good evening, Childrens!“, begrüßte er meine Freunde.
Ich drehte mich um und sah in braune Augen.
„Mr. Black?“, fragte ich erstaunt.
„Miss Capuna, ist alles in Ordnung?“ Black sah mich besorgt an.
Ich erkannte den leichten Unterschied in dem Englisch. Er sprach British Englisch, nicht das Amerikanische.
„Alessandra, wer ist das?“, fragte Micheal und trat näher.
Die anderen Beiden starrten mich einfach nur an.
„Ja, es geht mir gut! Schickt meine Mutter sie?“, fragte ich den Engländer.
Black lächelte und ich fühlte das Kältegefühl in meinem Kopf. Ich versuchte an Feuer zu denken, was mich immer abschirmte, aber es klappte nicht.
Der Vampir drang in meine Gedanken ein und seine Stimme ertönte in meinem Kopf: „Die Queen, ihre Mutter, schickte mich auf diplomatische Mission um mit dem Präsident unserer Rasse in der Stadt Moonlight zu reden. Ich wollte die Stadt der zwei Geschlechter der BSA mit eigenen Augen sehen. Minnight ist einzigartig. Hier leben Menschen und unseres Gleichen mit eurer Rasse gemeinsam auf einem Fleck. Das macht die Blood Staats of the Amerika so besonders. Ich bin nicht wegen ihnen hier, Eure Hoheit.“.
Ich nickte und drehte mich zu meinen Freunden um.
„Wer ist der Kerl!“, brummte Michael wütend.
„ein Freund!“, antwortete ich und sah ihn mit gerunzelter Stirn an.
War er wütend weil ich ihn abgewiesen hatte?
Er wusste nichts von meiner Vergangenheit mit diesem Thema. Aber ich hatte ihm mehr als deutlich gemacht, dass ich nicht interessiert war.
Plötzlich hörte ich ein Keuchen und dann einen Schrei. Es war weit weg, aber nahe genug, dass meine übermenschliches Hörvermögen es aufnahm.
Black schluckte.
„Ich sorge dafür, dass keiner es sieht.“, ertönte seine Stimme in meinem Kopf, er drehte sich um und verschwand in der Menge.
Wusste er was passiert war?
Michael sah mich entschuldigend an und setzte gerade zum sprechen an als ich ihn unterbrach.
„ Ich muss mal weg!“, sagte ich zu meinen Freunden und rannte zum Ausgang des Clubs.
Ich lies meine Freunde zwar einfach stehen, aber ich hatte eine Ahnung wer für diesen Schrei verantwortlich war.
Ich würde ihnen später eine ausrede für mein Verhalten auftischen müssen aber jetzt musste ich erst einmal meinen Bruder zur Vernunft bringen.












Mit schnellen Schritten stürmte ich aus dem steinernen Gebäude des Clups. Ein Fauchen, das dem eines Raubtieres glich erklang in meiner Nähe. Ich suchte die Gegend mit meinen Augen ab und wandte mich zu dem angrenzenden Hof. Auf meiner Suche nach der Quelle des Fauchens umrundete ich das Haus, das ein pinkes Neonschild mit dem Namen des Clubs auf dem Dach hatte und trat in einen Torbogen. Während ich die parkenden Autos der Gäste auf dem Hof entdeckte, bemerkte ich aus den Augenwinkeln eine Person. Auf dem Boden des Hofes lag ein junges Mädchen. Angst kroch in meine Glieder, als mir klar wurde, das es meine Freundin Lucy war.




Ich zitterte in der kalten Nachtluft, trug ich doch nur mein Türkises T-Shirt und eine Jeans.
Während ich mich meiner reglosen Freundin näherte, sah ich wie ihr Oberkörper scheinbar nur von der Luft angehoben wurde und in einer Schieflage in der Luft stand. Blut lag unter ihr und tropfte ihren Hals herab.
War ihr Mörder noch hier? Hob er sie gerade an, um besser an ihr Blut zu kommen? War es Arek?
Ich schluckte und wollte ins geheim nicht, dass mein Bruder das angerichtet hatte.
Meine Augen starrten regelrecht auf meine Freundin und sahen wie das Blut plötzlich aufhörte zu laufen.
Ihr Kopf fiel zur Seite und ihre Augen starrten mich voller Panik an.
Sie lebte noch.
„Alessa..“, flüsterte Lucy leise und schwach. Aber ich konnte sie trotzdem durch mein übermenschliches Gehör verstehen.
Nein, lass sie nicht sterben. Du musst was tun!
Der Schock saß tief in meinen Gliedern, die nun gelähmt waren und sich keinen Millimeter rührten.
War es Areks Werk?
Ich musste es wissen. Auch wenn die Angst vor der Wahrheit, mich von meinem Bruder entfernen würde. Mich so sehr verletzte, dass ich Arek verließ. Aber ich konnte auch nicht im Ungewissen bleiben, wer Lucy das angetan hatte. Ich entschied deshaöb meine Tarnung aufzugeben und mich zu verwandeln, denn nur mit Hilfe meiner übernatürlichen Kräfte konnte ich einen unsichtbaren Vampir sehen.
Ich sah in Lucys Gesicht, die mich flehend an sah.
„Ales!“, keuchte sie erneut schwach.
Nein, ich konnte es nicht ertragen, wenn mich Lucy als Monster beschimpfte. Sie durfte nicht wissen, dass ich nicht wie sie war.
Menschen reagierten auf Unbekanntes immer mit Ablehnung. Dass wir Jahre lang Freunde waren, würde da nicht mehr zählen, denn ich nur noch das Monster sein.
Also entschied ich mich anders. Ich würde Lucys Angreifer mit meiner stimme aus der Reserve locken.


„Arek! Mach dich sichtbar, wenn du hier bist?“, rief ich mit der leisen Hoffnung, dass mein großer Bruder nicht hier war.
Die Luft um Lucy herum begann zu vibrieren, als sei sie elektrisch geladen. Dann zeichnete sich ein roter Schimmer ab. ein Arm tauchte auf der Lucys Körper angehoben hatte. Stück für Stück materialisierte sich Arek Eduardo Drago de Nuit bei Lucy.


„Arek! Lass sie los!“, schrie ich den jungen Mann mit dem Stachelhalsband an und konnte einfach nicht fassen, dass er das getan hatte.
Mein Bruder, der mal wieder eines seiner schwarzen Kurzarmshirts trug, sah auf und seine grünen Augen weiteten sich.
Er hob seinen muskulösen braungebrannten Arm, was von unserer Italienischen Herkunft her rührte, und beugte seinen Kopf herunter. Seine Eckzähne verwandelten sich in Vampirfänge und er schlug sie in seinen eigenen Arm.
Blut tropfte auf den Boden und mein Bruder setzte ab. Ich ging zu ihm herüber und griff in seine kurzen braunen Haare, um ihn zu mir zu ziehen.
„Was hast du getan?!“, schrie ich ihn an und knurrte wie ein Tier.
„Lass mich machen, Ich lösche ihre Erinnerungen!“, fauchte mein Bruder trotzig zurück. Seine stimme klang total jung und sehr entschlossen.
„warum hast du von ihr getrunken, Sohn der Nacht!“ Wütend drückte ich seinen Kopf von mir weg und lies seine Haare los.
„Seit wann nennst du unsere Rasse bei der internationalen Bezeichnung. Es heißt Halbvampire. Kinder der Nacht ist nur wieder so ein Pseudowort des 21 Jahrhunderts.“, fauchte Arek aufgebracht und sah dann Lucy an.
Meine Freundin regte sich, während ein schwaches Stöhnen über ihre Lippen kam.


Ich sah Arek an und mein Bruder verstand sofort. Wir mussten so schnell es ging verschwinden, bevor Lucy aufwachte. Arek musste sich mit dem nehmen ihrer Erinnerungen beeilen, dies wusste er auch.
Deshalb hielt mein Bruder Lucy nun seinen blutenden Arm hin.
„Trink, es wird dir helfen!“, befahl er und Lucy hob den Kopf und lutschte am Arm meines Bruders herum. Nach einer Weile legte sie ihren Kopf einfach wieder auf den Boden und schloss ihre Augen.
Vampirblut hatte die Fähigkeit einen Menschen je nach Menge alles vergessen zu lassen, was vor dem Zeitpunkt der Einnahme geschehen war.
Mein Bruder war, bis auf einen anderen sehr mächtigen Halbvampir, einer der Ältesten und mächtigste auf der Welt. Ihn konnte nur einer unserer Rasse übertreffen, dies war der erste unserer Art Henry van Canteriad.
Ein Halbvampir konnte nur von einer menschlichen Mutter und einem Vampirvater gezeugt werden.
Dies lag an einem an seinem Alter, aber unter seiner Familie Mütterlicherseits gab es noch ältere Halbvampire, und an seiner Abstammung. Er war schließlich von meinem Vater, dem Adoptivsohn des ersten Vampirs Europas, gezeugt worden.
Deswegen galten ich und mein Bruder auch als Urvampire. Dies war in unserem Fall eher ein Titel, da wir uns selbst nicht als Höherwertig betrachteten. Aber dennoch hatten ich und mein Bruder auch etwas von dem Erbe unseres Großvaters in uns, dass uns von den übrigen Vampiren unterschied. Mit Hilfe dieses Erbes war es uns möglich, auch einzigartige Fähigkeiten frei zusetzten, die unser Vater und seine Brüder auch besaßen. Ich hatte Vaters Flügel geerbt und Arek besaß die Fähigkeit durch sein hohen Empathievermögen, den Gemütszustand eines Lebenswesens zu bestimmen.
Ich wandte mich wieder meiner Freundin zu.
Was war wenn ich Lucy verwandeln würde?
Würde sie dann leben? Sie war immerhin meine Freundin.
Ach nein, nur Henry konnte verwandeln. Ich und Arek hatten es noch nie ausprobiert.
Das schwarzhaarige Mädchen vor mir zuckte mit den Armen und ihre Lider bewegten sich.
Arme Lucy, wieso hatte er sie angegriffen?
Ich untersuchte mit meinen scharfen Augen ihren Hals. Nichts war von ihrer Bisswunde zu sehen. Nur ihr blutgetränktes Oberteil zeugte von Areks Angriff.
Er hatte sie geheilt.
Warum? War es Mutwilligkeit? Hatte er mir eins auswischen wollen? Wollte er mir zeigen wie schwach und zerbrechlich Menschen waren?
Verdammter Egoist! Nur weil Menschen seine Familie seinem zweiten Mutterland das angetan hatten musste er doch nicht Lucy dafür büßen lassen.
„Aleena, Komm!“, riss mich Arek aus meinen Gedanken.
Ich spürte wie ich zitterte. Tränen traten mir in die Augen und ich versuchte mich zu sammeln. Ein Gefühl der Wut trieb sich unerbittlich meinen Hals hoch.
„Schwester?“, fragte Arek und griff meinen Arm.
„Warum! Warum hast du das getan! Wolltest du Rache! Hasst du die Menschen, weil sie französische Revolution auslösten? Bist du in dem Punkt deinem Großvater, dem französischen Vampirkönig gleich? Kannst du es nicht ertragen, dass ich mit diesen Menschen befreundet bin, oder warum, hast du von Lucy getrunken!“, schrie ich Arek an.
Mein Bruder trat einen Schritt zurück und hob Abwehrend die Hände.
„Es war keine Absicht!“, erklärte er.
„Du hast dich unsichtbar gemacht! Es war Absicht, Arek!“ antwortete ich ihm und spürte meinen Kopf heiß werden. Ich wurde wahrscheinlich gerade rot vor Wut.
„Aleena ich....“, versuchte mein Bruder es mir mir zu erklären, aber ich wollte es gar nicht hören.
Ich drehte mich um und ging zum Torbogen des Hinterhofes zurück.
„Aleena! Bleib hier!“, flehte Arek mir hinter her.
Wie konnte er mich anlügen.
Ich wusste doch wie sehr ihn die Blutkonserven nervten. Ich wusste, dass er es frisch wollte. Aber ausgerechnet meine Freundin.
Dies würde ich ihm nie verzeihen.
Niemals!


Ich begann zu rennen und lies mich einfach von meinen Füßen lenken. Die Spannung meiner Muskeln tat gut. Sie vertrieb ein wenig die Wut.
Aber dafür traten mir nun Tränen in die Augen. Ich konnte wahrscheinlich nie wieder Lucy zwanglos ansehen, ohne an Areks Angriff zu denken.
Ich hatte mir vorgenommen, diesmal meine freunde aus meinem Halbvampirdasein heraus zu halten. Ich kannte Lucy jetzt schon 6 Jahre. Sie hatte mir Micheal und die anderen vorgestellt.
Und jetzt! Jetzt war alles zerbrochen.
Ich konnte das nicht immer wieder durch machen.
Ich hatte schon einmal meine Freunde aufgeben müssen, weil Arek der Meinung war Serienkiller spielen zu müssen.
Er war ja mein Bruder, aber das ging zu weit.
Ich konnte nicht mehr und blieb stehen.


Vor mir tat sich der Queen Anja Park auf. Ich stand auf der anderen Straßen Seite und übrlegte, wo ich eigentlich hin gehen sollte.
Etwa in dieses riesige Hochhaus mit tausenden Klingelschildern in der Linkoln Street, wesen meine falsche Identität Alessandra Capuna ihr zu hause nannte?
Nein, nur einen Abend wollte ich wieder Aleena Drago sein.
Ich konnte den Park, der Namen meiner Mutter trug aufsuchen. Jetzt war ich schon mal davor.
Ja, das ist ein schöner Ort um zu trauen.
Ich würde meine Freunde wie jedesmal verlassen müssen.
Um sie zu schützten., auch wenn es sehr weh tat.
Ich wollte nicht, dass sie wussten, was ich war.




„Schwesterherz! Es ist nicht wieder gut zu machen. Aber ich wollte nicht....der Hunger ist einfach mit mir durchgegangen. Verstehe mich bitte!“, hörte ich Areks Stimme reumütig rufen. Ich drehte mich nach rechts und sah meinen 28 Jährigen Bruder auf mich zu laufen.
Die 28 Jahre entsprachen nur seinem körperlichen Alter. Zeitlich war er wesentlich älter.
„Das ist keine Entschuldigung! Du hast sie dir einfach genommen! Du hast meine Freundin gebissen!“,schrie ich ihn an.
Arek kam bei mir an und fasste mich am Arm.
„Aleena, es tut mir Leid!“, flehte Arek, „ Sie ist nicht tot.Ich hätte sie nie umgebracht. Das hätte dir doch von Anfang an klar sein müssen, Aleena. Die Konserven sind keine Dauerlösung für uns. Wir müssen versteckt bleiben, ich weiß! Aber es war, wie gesagt, keine Absicht.“
„Hau ab, Bruder!“, keifte ich. Da wollte ich mal Freunde für eine längere Zeit haben, und er zerstörte wieder alles. Jetzt musste ich sie erneut verlassen, wie die anderen Menschenfreunde vorher.
Aber ich musste auch in Minnight bleiben. Es gab da nur eine Lösung. Michael und die anderen mussten mich vergessen. Ich musste ihnen Areks Blut geben.
Warum musste ich in dieser Stadt bleiben. Warum konnte uns Vater nicht endlich zurück nach Italien hohlen.


Jahre war ich nun schon von Vater getrennt und alles nur wegen Henry.
Mir stiegen Tränen in die Augen und ich setzte mich in Bewegung.
Meine Füße trugen mich über die Straße.
„Aleena, die Konserven reichen mir nun mal nicht. Ich bin älter als du.“, rief mir Arek hinterher.
Achja, jetzt schob er wieder alles auf sein Alter. Als ob das 19 Jahrhundert daran Schuld wäre. Er war einfach zu gierig.
Schnaubend schritt ich schneller aus.
„Du bist ungefähr mehrere hundert Jahre alt. Da müsstest du dich eigentlich stärker kontrollieren können als ich.“, schleuderte ich ihm schneidend entgegen, ohne mich umzudrehen.
Er prallte doch sonst so mit seinen 208 Lebensjahren und den Fähigkeiten, die er dadurch hatte. Da konnte er er sich dich auch mal zurückhalten, was Blut an ging.
„Als ich ein Kind war, gab es keine Konserven. Frankreich litt unter Napoleon und du bist zwar auch zu Kriegszeiten geboren, aber bei dir gab es bereits Autos und Konserven.“ , verteidigte er sich.
Wieder schob er alles einfach auf die zeitliche Distanz zwischen unseren Geburtsjahrhunderten und den Technischen fortschritt der Menschheit.
Ich hatte es satt. Was war denn an Krieg, Explosionen und Gewehren so toll. Wir brauchten diesen ganzen Quark nicht. Er hatte zumindest noch Kanon gesehen. Bomben, die über dir explodieren können ganze Städte zerstören.
Ich hatte gesehen, wie diese Explodierenden Teile Existenzen vernichtet hatten. Sein auch so tolles Frankreich hatte sogar einige dieser schrecklichen Dinger auf meine Geburtsland geworfen.
Ich hasste diese Explosionen.
„Sei froh, dass du keine Bomben erlebt hast. Du hast in Paris gesessen und brav gewartet, während ich und Vater, von Bunker zu Bunker auf der Flucht vor den Nazis hechten mussten. Ich war gerade mal 3 Jahre alt.“, keifte ich zurück, Mit zusammengebissenen Zähnen ging ich in den Park.
Jetzt hatte er mich noch wütender gemacht.
Er hatte ja keine Ahnung wie Krieg war. Er hatte nie in einer zerbombten Stadt geschlafen immer auf der Hut, vor dem Feind und vor den eigenen Leuten.
Er hatte keine Ahnung wie es war, wenn das erste, was du hörst, Glas ist, das zerspringt. Ich konnte mich wie jeder Halbvampir an meine Geburt genau erinnern. Heute nannte man diesen 9. November Pogromnacht. Er hatte keine Ahnung wie es war, wenn du zu siehst wie deine erste Heimat zur Grunde geht.
Er wusste nicht, wie es war, wenn du in der Schule aufgrund deiner bräunlichen Haut und der roten Haare und den Sommersprossen von den anderen Kindern ausgelacht wirst.
Er hatte nie eine Identitätskrise durchgemacht, wie ich, als Dad mich nach Italien brachte, nach dem die Berliner Mauer gefallen war.
Deutschland würde immer eine Art Heimat und Schrecken zu gleich sein.
Ich schüttelte den Kopf um die Erinnerungen los zu werden. Ich litt immer noch unter diesen zahlreichen schrecklichen Erlebnissen, die ich in meiner frühen Kindheit durchmachen musste.
Arek hatte das nie verstanden.
Er hatte sich lustig gemacht, dass ich nach so vielen Jahren immer noch keinen Keller betreten konnte, ohne Angst zu haben, dass alles einstürzte. Er akzeptierte meine Probleme mit Dunkelheit nicht.
Ich erschrak als ich den Knall hörte. Rasch sah ich mich um. Doch es gab nur Bäume und Laternen, die den Weg beleuchteten.
Kamen die Halluzinationen zurück?
Stopp Aleena! Du musst damit aufhören. Lass die Vergangenheit ruhen.
Mein Unterbewusstsein hatte recht. Ich musste mich auf das hier und jetzt Konzentrieren und durfte nicht zu lassen, das Arek diese alten Wunden aufriss.
Damit mein Körper und damit auch mein Geist beschäftigt war entschied ich zu rennen.
Auch da ich jetzt Areks Schritte nicht weit weg hörte. Ich war wohl so in Gedanekn gewesen, dass ich ihn nicht näher kommen hörte. Er war nicht weit weg.
Um ihn abzuhängen wandte ich mich vom normalen Weg des Parks ab und rannte zwischen den Bäumen hindurch.


Nach einer Weile erreichte einen See.
Das Wasser glitzerte im Dämmerlicht des Abends, wie die Sterne am Nachthimmel. Meine Lunge fing an zu Schmerzen und brannte, als ob ein Feuer in mir loderte.
Luft weichte aus meiner Lunge und nahm mir die Kraft um weiter zu rennen. Also blieb mir nichts anderes übrig als stehen zu bleiben.
Ich sah ins Wasser und mein Körper begann wieder zu zittern. Tränen der Verzweiflung und der Trauer liefen meine Wangen herab.
Ich wollte zurück. Die Sehnsucht nach Italien, nach Salvatore, dem Dorf meines Vaters überfiel mich wieder.
„Warum können wir nicht wieder zurück. Es ist doch jetzt Jahre her. Bitte Padre“ , flüsterte ich und mein Geist spielte mir offenbar einen Streich, denn ich sah einen leicht bräunlicher Mann mit blauen Augen und langen lockigen braunen Haaren.
Es war Graf Alessandro Drago, mein Vater.
Plötzlich verwandelte sich das Antlitz meines Vaters in das helle Gesicht mit den durchdringenden braunen Augen. Es war der Mann, welcher mir beinahe in Würzburg meine Unschuld geraubt hätte.
Ich musste mir heftig auf die Zunge beißen um nicht los zu schreien. Die alte mein Brücke erschien wieder in meinem Geist. Würzburg! Nein!
Ich stolperte zurück und stieß gegen einen Baum.
War es ein Baum, oder war es ein Körper?
Arme umschlossen mich. Ich versuchte nach meinem Vater zu schreien. Doch eine hand unterband dies und legte sich fest auf meinen Mund.
Ich fühlte, wie meine Hose herunter gerissen wurde.
Herz war am zerspringen so stark pochte es in meiner Brust.
Daddy! Hilfe!
Doch die Hand auf meinem Mund verhinderte jeglichen Hilfeschrei.
„Wurde deine Möse schon berührt, Kleine!“, hörte ich seine Stimme.
Ich wehrte mich gegen den Griff.
Nein, nicht dran denken! Verdränge es!
Plötzlich war der Soldat weg und ich fühlte nur die Rinde in meinem Rücken.
Keuchend blinzelte ich und zitterte am ganzen Körper.
Von den Deutschen angegriffen zu werden, war eines der schlimmsten Erlebnisse der ersten Jahre meines Lebens.
Ich war von Soldaten des Dritten Reichs beinah missbraucht worden. Allein Vater und meine Mutter hatten mich retten können.
Damals hatte ich fast meine Unschuld verloren und hatte sie seit her bewahren können, da immer wieder die Angst kam, wenn ich mich auch nur berühren lies.
Tief durchatmend versuchte ich mich zu beruhigen.
Als meine Hände nicht mehr zitterten, starrte ich auf das Wasser und betrachtete den Körper einer 23-Jährigen mit roten Haaren. Ich würde immer das Mädchen aus West-Dunklin von 1970 bleiben.
„Aleena!“, hörte ich Arek.
Rasch kehrte ich meine Energie um und wurde unsichtbar.


'Warum hatte er das getan! Warum muss er meine beste Freundin beißen.'
Meiner Angst wich erneut Wut und ich bohrte meine Fingernägel in meine Handfläche.
Der Schmerz erschreckte mich sehr und ich starrte auf meine Hand. Blut lief meinen Arm herab und tropfte ins Gras.
Meine Fangzähne traten hervor und ich wusste, dass ich mich in ein Kind der Nacht verwandelt hatte.
„Aleena, ich kann dein Blut riechen. Wo bist du?“, rief Arek und ich konnte sein Herz nahe bei mir pochen hören.
Ich öffnete meine Faust und sah zuerst auf den Schnitt in meiner Handfläche und dann auf meine kleinen gekrümmt Krallen, die einmal meine Fingernägel gewesen waren.
„Aleena!“, schrie Arek.
Ich wollte mich zitternd vom Baum lösen, als ich an der Schulter gepackt wurde.
Aufschreiend prallte ich mit dem Rücken gegen die Rinde des Baumes und starrte in ein Augenpaar.
Das Gesicht meines Bruders war schmal und er trug seine roten Augen und war gewiss verwandelt.
„Arek!“, keuchte ich und er lies mich los.
„Dein Blut hat dich verraten“, meinte mein großer Bruder, öffnete seinen Mund und fuhr mit der Zunge über seine Reizzähne.




Ich machte mich wieder sichtbar und sah erschrocken auf den Mann, der da am Ufer des Sees stand und mich anstarrte. Er trug löchrige Stoffkleidung und seine Augen waren vor Panik geweitet.
Klar, für ihn musste ich aus dem Nichts erschienen sein.
Der Mensch kam nun zögerlich auf uns zu.
Mein Herz begann zu rasen und ich brach in Panik aus. Er durfte nicht entdecken, dass ich nicht menschlich war.
„Schwester! Es tut mir leid! Ich hätte deine Freundin nicht beißen sollen. Aber du solltest dich von deinen Menschenfreunden endlich trennen. Es ist nicht gut, wenn wir mit ihnen verkehren“, meinte Arek mit Verzweiflung in der Stimme.
Ich hörte Arek nur beiläufig zu und sah, wie der Mann über einen Ast, der im Gras lag stolperte und sich mit den Händen abstürzte.
Auf die Entfernung hin, konnte ich nicht erkenne, warum er jetzt auf seine Hand starrte. Aber dafür roch ich Blut sehr deutlich.
Er durfte nicht wissen, dass ich ein Halbvampir war.
Andererseits hatte er nichts gesehen, außer wie Jemand....das Blut roch verführerisch....aus dem nichts auftauchte.
Reiß dich zusammen, Aleena. Das Blut brauchst du nicht!
„Aleena, was ist...“, fing Arek an und hatte nun ebenfalls den Mann bemerkt.
„Er ist es nicht wert, Aleena. Lass uns gehen! Wir können zuhause über Lucy reden.“
Ich registrierte Arkes Worte kaum und fixierte mich ganz auf den Mann.
Er konnte mich gewiss nicht erkennen. Allerdings prallten diese Menschen gerne mit dem Erleben von für sie Paranormalem vor anderen Menschen.
Überall in der Stadt gab es Henrys Spione.
Was war, wenn er es einem von Henrys Leuten erzählte.
Ich musste ihn töten, wenn ich sicher stellen wollte, dass wir nicht gefunden wurden.
„Arek de Nuit folge mir!“, rief ich mit leichter Angst und ging auf den Mann zu.
Als ich in seiner Sichtweite war verwandelte ich mich bereits. Meine Fänge wuchsen und meine Augen wurden rot. Der Mann riss die Augen auf und starrte mich einige sekunden an.Dann rannte er davon. Ich begann auch zu rennen.
Ich verfolgte den Mann in Lumpen und dieser schrie dabei hysterisch das Wort „Monster“. Als er fast den westlichen Ausgang des Parks erreicht hatte, sprang ich ihn an. Meine Hände klammerten sich um seine Schultern und mit meinem Gewicht und meinem Schwung drückte ich ihn nach unten.
Wir fielen beide zu Boden und er wollte aufstehen. Doch bevor er hoch kam, drehte ich mein Opfer um und öffnete den Mund. Ich lies ihn mein Vampirzähne sehen. Ich starrte in die weit aufgerissenen Augen. Die Nasenflügel blähten sich auf und ich hörte ihn hektisch Atmen.
Er wimmerte etwas und strampelte mit den Armen.
Ich verstand nicht was er sagte und beugte mich nach vorne um ihm besser zu hören.
„Bitte, tut mir nichts!“, stammelte der Bettler.
Er war gewiss ein Bettler, jemand den Niemand vermissen würde. Er war das perfekte Opfer.
Ich fauchte ihn an und mir stieg der Blutgeruch in die Nase. Meine Augen fixierten seine Hand und bemerkten das angetrocknete Blut der Schrammen, der er sich beim Sturz zu gezogen hatte.
Ich war so hungrig. Gebannt sah ich seine Halsschlagader unter der Haut pochen. Ich knurrte und hörte das Grummeln meines Magens.


„NEIN!“, schrie der Mann als ich meinen Kopf noch weiter auf ihn herabsenkte.
Jetzt bohrte ich meine Zähne in seinem Hals und ich trank.
„Aleena! Aleena! Hör auf! Es könnte jemand sehen! Du stehst doch auf diese ekeligen Beutel. Du ahst frisch immer verachtet. Lass dich nicht vom Hunger überwältigen, wie ich vorhin.“, rief Arek keuchend.
Er war mir wahrscheinlich hinterher gerannt.
Ich fühlte das warme Blut in meinem Rachen und grub meine Zähne fester in das zarte Fleisch des Menschen.
„Aleena, Höre auf!“, rief mein Bruder erneut.
Doch ich konnte seinen Schrei nicht richtig hören, denn er ging in einem Befehl unter.
„Ergreift Aleena Drago!“, rief es aus den Büschen.



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Rund zwanzig Männer brachen aus den Büschen hervor und hielten Pistolen auf mich gerichtet.
Ich fauchte, um ihnen zu zeigen, dass ich kampfbereit war. Ich lies von meinem Opfer ab, als ich mehrere Knalle wahrnahm und das Zischen der durch Luft fliegenden Projektile meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Ich duckte mich und zitterte vor Angst. Es war mein wahrer Name gefallen. Hatte Henry diese Männer auf mich gehetzt?
Ich stand zitternd auf und verdrängte meine Angst.
Jetzt war keine Zeit, ich musste mich verteidigen.
Die Kugeln schossen an mir vorbei in den Bettler. Ich begann zu kämpfen.
Immer wieder wich ich den Kugeln aus und meine Instinkte arbeiteten auf hoch touren.
Ich blickte mich nach meinem Bruder um und sah ihn mehren Kugeln ausweichen. Dabei sprang er in die Luft und rammte noch in der Luft seine Krallen in einen der Schützen.
Ich spürte ein Stechen in der Brust und griff an die Stelle. Ich pullte eine kleine Pistolenkugel aus meiner Haut. Sie hatte ein Loch in mein T-shirt gerissen.
Ich durfte nicht verharren.
„Für le roi! Für grand-pére!“, hörte ich meinen Bruder halb französisch und halb Englisch schreien und blickte zu ihm, als seine zweite Hand sein Ziel fand. Er rammte diese mit voller Wucht in den Hals des zweiten Schützten und beide Gegner sanken tot zu Boden.
Ich beobachtete wie Arek los rannte und spürte noch mehr Kugeln in meine Brust schlagen. Mein Bruder wich den Kugeln aus und rammte die Männer weg, die sich ihm in den Weg stellten.
Ich wandte meinen Blick ab und wich wieder den Geschossen aus, als ich plötzlich eine Hand meine Schulter greifen spürte. Jemand musste sich genähert, während ich Arek beobachtet hatte.
Ich packte von vorne die Hand und schleuderte den Angreifer über mich. Die Kugeln krachten in den fallenden Körper hinein und ich war einige Sekunden, von dem stechenden Schmerz befreit, der ständig meine Brust piesackte.
Wut über den Schmerz entfachte sich in mir und stürmte nun genau wie Arek auf einen der Kerle zu. Die sechs Stück, die um ihn herum standen beschossen mich mit ihren Pistolen, doch dann wahren die Magazine ihrer Waffen leer.
Ich hörte plötzlich eine kalte Stimme und verstand die Worte nicht. Dem klang nach zu urteilen war es französisch. Die Schmerzen in meinem Rücken hörten auf.
Ich hatte nun mein Opfer und seine Sechs Kameraden erreicht. Zwei der Kerle schlugen mit ihren Waffen nach mir. Ich beugte mich nach hinten und schlitterte durch meinen Schwung auf den Knien an ihnen vorbei. Während ich unter den Pistolen, die nun als Schlagwaffe dienten hindurch schlitterte, schmetterte ich diese aus den Händen meiner Gegner.
Meine Rutschpartie endete vor den Füßen meines Opfers. Dieser griff mit der Hand an sein Schwert, dass an seiner rechten Hüfte hing. Doch bevor er auch nur den Griff berührte schlug ihn meine Krallen in den Schritt und sprang auf.
Der Mann taumlte quietschend zurück und hielt sich seinen Schambereich. Ich achtete nicht auf sein Wimmern und griff seinen Kopf. Ich hörte es schnaufen hinter mir.
Ich sah in die Augen des Mannes, die sich geweitet hatten und riss den Kopf vom Körper.
„Nein!“, schrie es hinter mir und ich wurde von Armen umklammert. Zwei Hände griffen jetzt meinen Kopf.
„Franz, Billy! Nein!“, ertönte eine Stimme.
Der Mann der mein Kopf hielt, lies los und knurrte.
„sie hat ihn...“, fing er an.
Der Andere heilt mich weiter fest.
„Aleena!“, übertönte Areks Schrei die Antwort der mir unbekannten Stimme, die die beiden Männer beim Namen genannt hatte.
Dann kam ein Röcheln und die Hände, welche mich fest hielten rutschten haltlos an den Seiten meines Körpers hinab.
Ich überlegte nicht lange, sondern drehte mich um und rammte meine Kralle in die Brust des Mannes, der Zuvor meinen Kopf von meinem Körper reißen wollte.
Ich schlitzte ihn biss zum Bauch auf und er gab ein gurgelndes Geräusch von sich und krachte vornüber ins Gras.
In dem Anderen steckte im Rücken ein Schwert.
Ich bemerkte kurz meinen Bruder, der mit zwei Schwertern in der Hand die Strichwaffen von Zweien unserer Angreifer parierte.
Beiläufig registrierte ich, dass man nicht mehr auf mich schoss und fragte mich warum.
Plötzlich sah ich es. Auf dem Rücken von Areks Gegnern befand sich ein Mond mit zwei gekreuzten Schwertern.
Ich schluckte und mir brach vor Panik der Schweiß aus.
Diese Angreifer waren Ritter der Dunkelheit.
Henry hatte uns gefunden.
Ängstlich sah ich mich um und bemerkte schon die nächsten Ritter, die auf mich zu kamen.
Mein Herz pochte und ein Adrenalinstoß jagte den Nächsten, während ich die drei Kerle beobachtete.
Wir standen, den Feinden meines Vaters gegenüber. Jene Organisation vor der wir geflohen waren. Wegen der wir uns hier in Minnight auf Vaters Bitten hin versteckt hatten und unter den Menschen lebten.
Ganz ruhig! Du musst einen kühlen Kopf bewahren.
Die drei Männer erreichten mich und ich wich den Klingen aus, die sie auf mich herabsenkten. Ich schlug meinen Fuß gegen eines der Schwerter und es fiel ins Gras. Jetzt stürzte ich mich auf den Ritter, dem das Schwert gehörte, schlug meine Zähne in sein Fleisch und biss mich so in seiner Kehle fest. Menschliches Blut floss mir in den Mund.
Er war ein Halbvampir. Wahrscheinlich waren sie alle Halbvampire.
Dann wurde ich von vier Armen gepackt und von dem Mann herunter gezerrt.
Panisch schlug ich um mich und erwartete das Arek mich wieder rettete. Aber ich sah ihn nicht mehr. Er wurde wahrscheinlich von dem großen Kreis von Rittern verdeckt, der sich am Rande des Sees gebildet hatte.
Ich spürte wie sie versuchten mir meine Arme auf den Rücken zu drehen.
Was wollten sie von mir? Warum hatte der eine Ritter von mir abgelassen, als er die Möglichkeit gehabt hatte, mich zu töten? Was bedeutete das Französisch, was diese Stimme geschrien hatte.
Ich stemmte meine Arme mit aller Kraft in die entgegen gesetzte Richtung, in der sie meine Körperteile zerrten. Jeder der beiden Ritter konnte ohne Probleme sein Schwert in mich rein stechen. Ich wand mich in dem Griff. Es half nichts, sie waren zu stark. Da sie neben mir standen konnte ich sie auch nicht treten. Warum also tötete, sie mich nicht?
Plötzlich kam mir die Erkenntnis.
Der Befehl, der ertönte bevor sie uns überfielen hatte Ergreifen gelautet. Die wollten mich entführen.


Angst durchfloss meine Gefühle und ich schrie panisch nach meinem Bruder.
„Gib endlich nach, Kleine!“, knurrte der Ritter rechts neben mir.
„Wir brauchen ein Seil!“, gab der andere von sich und beide sahen auf den Kreis aus ihren Kameraden am Ufer des Sees. Plötzlich ertönte ein Zischen und ein Fauchen.
Ich spürte wie die Luft heiß wurde.
Dann schrie es ein Wort, dass es gerade so verstand.
„Soleil“, ertönte die Stimme meines Bruders und der Kreis aus Rittern wurde von Hitzw wellen auseinender gesprengt.
„Legt euch nicht mit dem Sohn der Sonne an. Mit dem Erhabenen! Erbe unseren Französischen Königs und des ersten Vampirs Europas Vladimir Drago!“, sagte mein Bruder.
Arek schwebte in der Luft und die Luft um ihn herum waberte von Hitzestrahlen, die er aussendete. Die Ritter in seiner nähe schrien Quallvoll, da die Hitze sie austrocknete.
Meine beiden Gegner waren gänzlich von Arek abgelenkt, so dass ich die Gelegenheit nutzte um mich zu befreien. Ich sprang also in die Luft und kam aus dem Griff frei, als ich einen Salto hinlegte und hinter den beiden Rittern zum stehen kam.
Sehr schnell packte ich die Köpfe der Beiden und schlug sie zusammen. Beide gingen in die Knie und brauchten lange um sich wieder zu fangen. Diese Zeit nutzte ich um mein Krallen wieder einzusetzen und ihnen zwei Kehlenschnitte zu verpassen. Die Körper sanken zuckend und sterbend vor mir zu Boden.
Dann hörte ich die Stimme des Mannes, der vorhin dem Ritter etwas befohlen hatte, so das dieser mir nicht den Kopf abriss. Nur dass sie diesmal kein Französisch sprach, sondern Italienisch.


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„Schön euch kennen zu lernen, Arek Eduardo de Nuit Drago. Ich wollte schon immer Mal den Sohn von Graf Drago kennenlernen.“, sagte der Unbekannte. Ich bildete mir ein einen französischen Akzent herauszuhören, was logisch war, wenn er vor her französich gebraucht hatte.
Vielleicht war er Franzose?
Ich blickte mich nach der Quelle der Stimme um und sah einen mann in einem schwarzen mantel auf Arek zu gehen. Der Kerl trug das Zeichen der Ritter der dunkelheit hinten auf seinem Mantel, doch war auch darunter ein Stein in dem ein Zahn steckte. Es erinnerte mich irgendwie an Exkalibur aus der Artussage.
„Stellt euch doch erst mal vor. Oder habt ihr dem Enkel des französischen Vampirkönigs keinen Respekt zu erweisen? Ihr seit definitiv ein Untertan meines Großvaters“ , knurrte Arek zurück und hob die Hand in richtung des Mannes. Dieser gehörchte der Aufforderung und blieb stehen. .
„Oh kleiner Prinz! Mein Name ist nicht nötig. Ich bin nur hier, weil ich sicherstellen will, dass eure Schwester in die Gewalt meines Herrn gelangt.“, antworte der Mann.
„Niemals lasse ich zu dass ihr Aleena bekomm!.“, schrie Arek.
Mein Bruder hob die zwei Schwerter, mit denen ich ihn schon gesehen hatte und sprang auf den Mann zu.
Der Franzose zog parierte das Schwert mit seinen Krallen und wich immer weiter zurück, je mehr mein Bruder auf ihn einschlug.
Weitere Ritter kamen plötzlich aus den Gebüschen hervor.
Die Übrigen, hatte Arek ja mit dieser Hitze vernichtet.
„Lance, wir kommen!“, rief ein Blondhaariger Mann mit einem Pferdeschwanz.
„Nein Chevaliere! Schnappt euch die Kleine! Ich werde mit Arek schon fertig.“, antworte der Kerl in dem Mantel.
„Aber, dieser Urvampir ist mächtig, Monsieur!“, meinte dieser Chavaliere.
Arek schwang beide Schwerter nun senkrecht nach unten und der Kerl namens Lance wich ihnen nur um Haaresbreite aus.
„Aleena! Flieh!“, rief Arek und sprang aus der Reichweite von den Krallen seines Gegners.
Ich stand unschlüssig da und sah die Ritter in meine Richtung sehen.
Ich konnte Arek doch nicht im Stich lassen.
„Lance!“, rief Chevaliere als mein Bruder den schwarzhaarigen Mann in den Bauch trat und Lance auf den Boden krachte.
Ein rothaariger Ritter legte Chevaliere die Hand auf die Schulter. Er stand neben einem braunhaarigen Ritter.
„Schappen wir uns Aleena! Kommt schon! Sollen unsere Brüder um sonst gestorben sein.“, rief der Ritter weiter.
Chevaliere blickte über die insgesamt neun Toten und knurrte.
„ Nein, sollen sie nicht, Johnson!“


Jetzt rannten die drei auf mich zu und ich setzte zur Flucht an.
Meine Füße jagten in Richtung des Ausgangs. Mein Lunge brannte und meine Muskeln schmerzten. Ich war ja bereits vom Kampf stark angeschlagen.
Plötzlich wurde mein Bauch von zwei Armen umschlossen. Ich verlor den Boden unter den Füßen und mein Angreifer drehte mich herum und ich sah den Rothaarigen mit dem anderen Kerl auf mich zu kommen.
„Jetzt habe ich dich, Kleines! Schön hier geblieben!“, zischte die Stimme des Franzosen in mein Ohr. Verzweifelt strampelte ich mit den Beinen und wollte mich befreien, aber der Mann war zu stark.
Meine Brust wurde zugeschnürt und mir blieb die Luft weg, während ich meinen Arme und Oberkörper keinen Millimeter bewegen konnte und nur hilflos da stand. Ich spürte im Rücken, wie der Mann mit seiner freien Hand etwas versuchte zu fassen zu bekommen, konnte aber nur erahnen was er vorhatte.
Ich fauchte und versuchte ihm auf den Fuß zu treten. Doch er wich immer wieder aus.
Arek würde mir sicher Helfen. Mein Herz schlug mir inzwischen biss zum Hals und ich hatte Angst.
Ich war in den Armen dieses Kerls gefangen und wer weiß, was sie mit mir anstellen würden.
Sie entführten mich gewiss auf Henrys Geheiß, und was dieser mir antun würde, daran wollte ich gar nicht denken.
Ich musste nach meinem Bruder rufen.
„AREEEK! AreeMmm!“, bekam ich gerade mal raus, denn mitten im zweiten Schrei, lies der Ritter mich mit einem Arm los und legte mir seine nun freie Hand auf den Mund.




Der rothaarige Kerl kam näher an mich und seinen Kumpanen heran. Ich sah eine kleine Spitze in seiner Hand. Eine grüne Flüssigkeit wirbelte in dem Röhrchen herum.
„Mmm!“, rief ich in die Hand auf meinem Mund und wehrte mich verzweifelt gegen den Franzosen.
Arek, hilf mir!
Ein Taubheitsgefühl breitete sich in meiner Brust aus und zog biss in meine Fußspitzen.
Ich hatte schreckliche Angst.
„Mmm! Mmm!“, schrie ich noch einmal und wand mich in dem Arm, der mich umklammerte hin und her.
„Ganz Ruhig, Prinzessin!“, meinte der Kerl vor mir und hob die Spritze.
Ich hatte keine Lust herauszufinden, was er mir da injizieren wollte und versuchte mich um zudrehen. Doch ich hatte keine Chance aus dem Griff frei zu kommen, also schrie ich weiter um Hilfe.
Leider brachte ich nur dumpfe Schreie zustande, die Arek nicht hören würde, da der Franzose mir jetzt noch fester den Mund zu hielt.
Der dritte Ritter mit braunen Haaren grinste mich amüsiert an.
„herrlich wie die Kleine sich wehrt und erst ihre Schreie!Ohh!“, teilte er amüsiert seinen Kumpanen mit.
„Du kannst deinen Sadisten stecken lassen, Roberto!“, blaffte der Kerl mit roten haaren den anteren an. Dieser fluchte auf auf Italienisch, aber es war mit einem so starken Akzent durchsetzt, dass ich kein Wort verstand. Aber dafür konnte ich das Neapolitanische Italienisch ausmachen.
Der Kerl stammte also aus Neapel, eine der Hochburgen der Mafia.
„Ich werde der Kleinen jetzt die Nadel verpassen. Halt sie gut fest, Chevaliere!“, fauchte der Rothaarige und trat auf mich zu. Er hielt jetzt die Spritze an meinen rechten Arm.
Oh nein, ich lass mich nicht betäuben oder was auch immer!
Bevor der Kerl ausweichen konnte, trat ich ihn mit voller Wucht in den Bauch.
Er fiel nach hinten und schlug stöhnend im Gras auf.
„Na warte, Aleena!“, schrie der Franzose in mein Ohr und seine Finger krallten sich in meine Wange.
„Mmmm!“, wimmerte ich vor Schmerz.
Der Rothaarige hatte sich inzwischen wieder aufgerichtet.
„Verdammtes Biest!“, knurrte der Ritter wütend und hob die Spritze von Boden auf.
Ich versuchte mich erneut zu wehren, aber es war zwecklos, allein mit meiner kraft würde ich nicht frei kommen.
„Mmm!“, schrie ich nach Arek. Aber mein Bruder hörte mich einfach nicht. Jedenfalls war er nirgends zu sehen. Ich musste mir selbst helfen, aber wie.
In was war ich meinen Entführern überlegen? Natürlich!
Die Macht meine Vaters, meine besondere Gabe.
Der Ritter mit der Spritze trat nun erneut an mich heran.
Noch während er nach einer Stelle suchte, in die er die Spritze reinrammen konnte, lies ich das Erbe meines Vaters sprechen.
In mir prodelte die Hitze und ich spürte die vererbte Kraft des Dämons in mir Brodeln. Mein DC- Gen aktiverte sich und die Wärme umspielte meinen Körper. Dann setzten die Muskelkrämpfe ein und Haare zogen sich nun über meinen Arm. Der Ritter mit der Spritze starrte entsetzt und verwundert das schwarze Fell an. Ein letzter stechender Schmerz zog meine Wirbelsäule hoch und aus meinen Schulterblättern brachen Flügel. Diese schwarzen Lederschwingen schleuderten den Chevaliere von mir weg und somit war ich frei.
Der Rottharige ritter und der Neapolitaner starrten mich entsetzt an.
„Diese Augen! Warum sind ihre augen so rot!“, rief der Typ namens Roberto ängstlich.
„Sie ist ein urvampir. Es sind ihre Dämonkräfte. Salvatorians Erbe!“ , rief der rothaarige.
„Johnson! Die Geschichten stimmen doch nicht? Die kleine schrumpft doch nicht und wird zur Fledermaus oder?“, fragte der Italiener zitternd.
„Nein, dass kann nur ihr Vater!“, keuchte sein Komplize.
Ich wandte mich zum Ausgang des Parkes um und dann hörte ich Arek nach mir rufen.
„Aleena! Aleena du weißt, wie gefährlich das ist! Je weiter von der abstamung Luzifers entfernt, desto mehr macht hat die Hölle über einen.
„ Was steht ihr da so rum! Schafft Aleena hier weg!“, rief Lance.
Die beiden Ritter sahen sich an. Ich erwartete schon, das sie auf mich los stürmten und spreizte deshlb die Schwingen um mich in die Luft zu erheben, wenn sie mich angreifen sollten.
Mein Körper war inzwischen so heiß, dass er sich anfühlte als stünde er in Flammen.
„Aleena! Hat man dir nicht beigebracht, nicht über deine Verhätnisse zu leben.“, ertönte eine dunkle tiefe Stimme.
Ich starrte erschrocken um her. Wer hatte das gesagt?
„Du solltest meine Kräfte nicht missbrauchen. Du bist schwach. Du bist gerade mal die Urenkelin des Prinzen. Die Macht der Diavoloni, steht dir nicht zu!“, ertönte diese Stimme wieder. Ich begriff, dass sie in meinem Kopf war.
„Wer bist du!“, schrie ich ängstlich und Zitterte.
„Fragt mich die Ururenkelin des Satans, wer ich bin, wenn sie nur durch meine Existenz ein Vampir werden konnte. Du solltest auf deinen Bruder hören, Kleine! Aber mach nur so weiter und ich dringe immer tiefer in dich ein, biss du mir gehörst.“, flüsterte diese groteske Stimme.
„Ein Dämon!“, flüsterte ich.
Ich konzentrierte mich jetzt wieder auf das was um mich herum passierte.
Arek stand zu meinen entsetzten mit einem Pflock im Bauch neben einem Baum.
Seine Augen waren Rot und um diese herum zogen sich Adern.
Nein! Arek!
Ich konnte ihn nicht im Stich lassen.
Plötzlich durchzog mich Kälte und meine Flügel zogen sich ein und ich sank erschöpft auf den Boden.
Hatten meine Gefühle für Arek, das DC-Gen wieder deaktiviert?
Zitternd stand ich da und Atmete hektisch ein und aus. Mein Körper fühlte sich an als ob er einen Marathon hinter sich hätte.
„Jetzt!“, ertönte die Stimme von Lance plötzlich.
Dann spürte ich einen stechenden Schmerz an meiner rechten Wade.
Ich sah nach unten und erkannte mit Schrecken, eine kleines Röhrchen, dass in meiner Wade steckte. Es enthielt Gift.
Ich sah Arek an und er schien innerlich zu schreien. Aber nicht einmal seine Zunge konnte er bewegen.
Dann kippte ich zur Seite weg und blieb im Gras liegen.
„Wenn Aleena verladen ist, ziehe ich ihn wieder raus. Sorge dafür, dass dein Vater erfährt, dass Henry van Cântărețiad seine Tochter hat.“ , trug der Wind die dunkel Stimme zu mir und jetzt erst nahm ich den Geruch wahr, der von Lance aus ging. Er war ein Vampir, kein Halbvampir.
Er roch unglaublich stark nach Verwesung.
Ich wollte nach meinem Bruder rufen, doch ich konnte meinen Mund nicht öffnen.
„Halte Still!“, hörte ich eine Stimme in meinem Kopf zischen.
Angst breitete sich in mir aus.
Mein Herz raste und ich zitterte stark innerlich.
Hoffentlich würde mir Henry nichts an tun. Mein Vater würde mich finden.
Daddy musste mich einfach retten.
Was stand mir jetzt bevor?


Arme griffen mich plötzlich an dem Achseln und zerrten mich nach oben. Ich wurde zum Ausgang des Parks geschleift und konnte mich nicht wehren und auch nicht schreien.
Ich sah auf meine Bruder zurück und ich hatte Angst, ihn nie wieder zu sehen.
Er sah mir traurig hinter her und formte die Worte. „Sie wollen etwas von Vater. Wir werden dich finden.“
Ich wollte weinen, aber selbst dies war mir nicht vergönnt.
Es war zum verzweifeln. Warum..warum konnte mich Henry nicht in ruhe lassen.
Die Stimme in meinem Kopf sagte immer wieder: „ Nicht bewegen! Nicht bewegen!“.
Ich wusste, dass es das Gift war. Wem immer es auch gehörte, dieser hatte nun die gesamte Macht über meinen Körper.
Ich wollte nicht meine Freiheit so einfach aufgeben.
Ich versuchte mich zu winden, zu schreien und aus den Armen frei zu kommen. Aber es half nichts.
Mein Körper gehörte mir nicht mehr.
Selbst wenn ich meinem Körper befahl die Füße zu bewegen taten sie es nicht. Es fühlte sich an sei die Verbindung von Gehirn zu den Nerven in meinem Körper gerissen und ich war nur noch in der Lage zu fühlen und zu spüren aber ich konnte meine Muskeln nicht mehr befehligen.
Ich konnte nur noch die Empfindungen meiner Umgebung spüren. Meine Füße verließen das Gras des Parks und wurden über Schotter gezerrt. Arek war längst hinter einem Baum verschwunden.
Ich wollte weg. Ich wollte mich bewegen, mich wehren, zeigen, dass sie mich nicht so einfach überwältigen konnten.
Doch kein einziger Muskel regte sich.
Ein amüsiertes Lachen erklang zu meiner rechten Seite.
„Na.. kleine Drago! Angenehm den Befehlen eines Anderen unterworfen zu sein? “, fragte die Stimme des Vampirs Lance gehässig und er fügte mit Genugtuung hinzu, „Du kannst zu mir schauen.“
Ich versuchte meinen Kopf zu ihm zu drehen und es klappte. Aber alles andere war immer noch gelähmt.
Ich hasste diesen Mann, warum tat er das mit mir?
Es musste sein Gift sein, dass ich in mir trug.
Ich legte in meinem Blick so viel Hass, wie es mir möglich war und er lächelte nur noch breiter.
Ich wünschte ich wäre so alt, wie mein Bruder. Als Tochter eines Urvampirs, könnte ich dann das Gift von anderen Vampiren in meinem Organismus bekämpfen und zerstören. Doch leider maß ich gerade mal 57 Jahre und war deshalb nicht in der Lage das Gift aufzuhalten.
In meiner Verzweiflung so schwach zu sein, schrie ich innerlich.
Meine Füße verließen das Schotter und wurden über Kopfsteinpflaster gezogen. Über mir sah ich den Torbogen, des Ausgangs vom Queen Anja Park.
Wo würden sie mich gefangen halten?






Meine Bewacher stellten mich nun auf meine Füße und drehten mich herum. Ich erblickte mehrere schwarze SUVs, die vor dem Parkeingang parkten.
Würde ich Vater und Mutter wiedersehen?
Ich sah zu wie die Ritter der Dunkelheit einen der Wagen öffneten und zwei Klebebandrollen heraus holten.
Sie würden mich fesseln.
Entsetzt versuchte ich mich zu bewegen, aber das Gift war zu stark.




„Leg deine Arme auf den Rücken und lass dich fesseln!“, befahl der Vampir mir. Er war gewiss der Anführer dieser Ritter der Dunkelheit. Wobei Henry sie natürlich führte. Aber er schien meine Entführung zu leiten.
Ich konnte nichts gegen meine Arme tun und legte sie wie fremdgesteuert auf meinen Rücken. Es war ein grauenhaftes Gefühl, zu spüren, wie deine Muskeln etwas ausführen, was du ihnen nicht befohlen hast.
Jetzt trat ein Ritter zu mir und schon spürte ich das klebrige Band sich um meine Handgelenke winden. Sie fesselten auch meine Füße und Einer grinste mich an und riss einen Streifen ´von der Rolle ab. Ehe ich begriff, was er vor hatte, legte er mir diesen auf den Mund.
Das Klebeband wurde fest gestrichen und selbst wenn ich wieder her über meinen Körper wäre, hätte ich nun nicht mehr schreien können.
„Du bist frei von meinem Willen!“, sagte der Vampir und in selben Augenblick konnte ich mich wieder bewegen.
Dumpf gegen den Knebel schreiend, wehrte ich mich gegen die Fesseln und die Ritter hielten mich fest.
„Steckt die Kleine in den Kofferraum. Haltet euch sicherheitshalber bereit, der Kleinen in irgend einer Form zu drohen, damit sie Ruhe hält. Sie ist zwar nicht stark aufgrund ihres geringen Alters, aber sie ist die Tochter eines der Söhne des Mondes, unserer aller Stammväter und die ersten Vampire Europas. . Wir können nicht wissen, was sie noch für Kräfte hat. Ich gehe sicherstellen, dass unsere Nachricht bei Graf Drago ankommt“, befahl der Vampir den Rittern und drehte sich um und ging zurück in den Park.
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