Neue Wege - Zurück zu den Wurzeln

von BlindFate
GeschichteDrama, Freundschaft / P12
John Gage OC (Own Character)
06.02.2019
15.05.2019
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Hallo,

und damit herzlich willkommen zu einer weiteren meiner alten Geschichten in 'bearbeiteter Form'.
Bei dieser Geschichte handelt es sich, wie in der Kurzbeschreibung bereits erwähnt, um die Fortsetzung zu den folgenen Geschichten:
'gefährlich - fröhliche Weihnachtszeit', 'gefährlicher Leichtsinn - späte Einsicht' und ' Ein Unglück kommt selten allein - Rückzug in die Gefühlswelt - Auch die schwerste Zeit vergeht'.
Dementsprechend basiert der Inhalt der folgenen Geschichte auf den Ereignissen der soeben genannten Titel.
Zum besseren Verständnis und um Unklarheiten zu vermeiden sollten daher zunächst die Vorgänger gelesen werden.

Da dies eine alte Geschichte von mir ist, die ich nun ebenfalls begonnen habe zu überarbeiten, werden hier nur sporadisch weitere Kapitel hochgeladen. Mein Hauptaugenmerk gilt weiterhin meinem neuesten Werk 'Vom Schicksal verfolgt.
Dies hier ist lediglich eine Art 'Nebenprojekt' um endlich alle meine alten Geschichten fertig überarbeitet und hier wieder hochgeladen zu haben.
Daher bitte ich um Verständnis, wenn hier längere Zeit keine neuen Kapitel hochgeladen werden.

Jetzt wünsche ich euch aber zunächst ein Mal viel Spaß beim Lesen und freue mich über eure Reviews.

Bis dahin,
BlindFate

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Johnny saß bereits, sich mit dem linken Ellenbogen am Tisch abstützend, den Kopf in die Handfläche gelegt, die Rechte um die Tasse Kaffee, welche er sich kurz zuvor geholt hatte, gelegt, in der Küche und wartete auf die anderen Jungs seiner Schicht.
Da er in der vorletzten Nacht kurzerhand für einen verletzten Kollegen der B Schicht und anschließend für einen weiteren, sich im Urlaub befindlichen, Kollegen der C Schicht eingesprungen war, brauchte Johnny sich nicht umzuziehen.

Seine Nacht war so gut wie schlaflos gewesen, ein Einsatz nach dem Anderen war in der Nacht eingegangen. Oftmals mussten sie gleich nachdem sie einen Patienten ins Rampert gebracht hatten zum nächsten Einsatz ausrücken. Dies sogar fast die gesamte Nacht hindurch.
Insgesamt hatte Johnny die Nacht nur vier Stunden auf der Station verbracht, von denen er gerade einmal knappe zwei geschlafen hatte. Und auch die vorherige Nacht hatte ihm kaum Zeit zum Schlafen gegeben.

Aber es war gut so, denn so wurde Johnny von seinen Gedanken abgelenkt. So wurde er von der Tatsache abgelenkt, dass es, seit diesem Banküberfall, seit seine geliebte Linda und sein ungeborenes Kind gestorben waren, bald ein Jahr her war.

Damals hatten sie sich verabredet, hatte Johnny sie von der Arbeit abholen wollen, doch sollte alles anders kommen. Es sollte der letzte Tag sein, den er an der Seite seiner geliebten Linda verbringen sollte.
Auch wenn er im tiefsten Inneren wusste, dass ihn keine Schuld traf, so gab Johnny sich dennoch, nach wie vor, die Schuld an ihrem Tod.
Auch er war an jenem Tag schwer verletzt worden, doch war seine Zeit, zum damaligen Zeitpunkt, noch nicht gekommen.

Erst jetzt, wo für einen kurzen Moment Ruhe eingekehrt war, drangen all diese Gedanken und Erinnerungen wieder zu Johnny hindurch. Waren ihm die Augen vor Erschöpfung zu gefallen, so dass sich die Bilder um so deutlicher vor seinem geistigen Auge abzeichnen konnten.
Als er Linda schließlich blutüberströmt, mit flehendem Blick vor sich liegen sah, fiel Johnny's linke Hand unkontrolliert auf den Tisch. Gleichzeitig riss er seine Augen auf und hielt den Atem an, woraufhin er kreidebleich wurde.

Genau in dem Moment, in dem Johnny seine Augen aufriss und blass wurde, betrat Mike lächelnd die Küche, freute er sich seinen Kollegen nach zwei freien Tagen wieder zu sehen.
Doch als er Johnny erblickte wich ihm umgehend das Lächeln aus dem Gesicht und Sorge machte sich breit.
„Hey, Gage? Ist alles in Ordnung?“ trat er neben Johnny, stützte sich mit einer Hand am Tisch ab und neigte sich zu ihm herunter, damit er ihm in die Augen schauen konnte, doch kam von Johnny keinerlei Reaktion. Immer noch starrte er aus geweiteten Augen vor sich ins Leere.

„Hey, DeSoto! Komm her!“ rief Mike ihn energisch, ließ dabei für einen flüchtigen Moment von Johnny ab, richtete seinen Blick auf den Durchgang zur großen Halle, nur um sich gleich darauf wieder Johnny zu zu wenden, dessen Atmung inzwischen stoßweise ging.
Aus der Halle waren hektische Schritte zu hören, schon kurz darauf kam Roy in die Küche geeilt.
Im Durchgang blieb er abrupt stehen, als er seinen besten Freund und Partner so da sitzen sah.
„Marco, bring die MedBox!“ schaute Roy nur flüchtig über seine Schulter hinweg zu seinem Kollegen nach hinten, der als Antwort nur stumm nickte und auf dem Absatz kehrt machte, während Roy zu Johnny ging.
„Hey, Kleiner.“ war seine Stimme sanft, als er sich, den Blick unbeirrt auf Johnny gerichtet, der kaum merklich mit seinen Kopf schüttelte und allmählich wieder zu sich kam, neben ihn auf den Stuhl setzte.  
Kaum saß er, legte Roy seine Finger auf das linke Handgelenk seines Freundes und fühlte den Puls.
Ihm blieb gerade genug Zeit um zu spüren, dass Johnny's Puls nur so raste, da entzog dieser ihm auch schon seinen Arm und guckte seinen Partner leicht genervt an.
„Es geht mir gut.“ schob er gleich darauf auch schon seinen Stuhl zurück, ließ von Roy ab, warf Mike einen flüchtigen Blick zu und ging dann zwischen Chet und Marco, die im Durchgang der Küche stehen geblieben waren, hindurch in die große Halle.

Im ersten Moment schauten die Jungs ihrem Kollegen verwundert hinter her, im Nächsten warfen Mike und Roy sich jedoch gegenseitige fragende Blicke zu.
Marco schaute Johnny weiter hin hinterher, während Chet seine Hände in die Hosentaschen steckte und in Richtung Küchenzeile schlenderte.
„Na das nenn ich mal einen Start in den Tag, Jungs.“ schaute er im Gehen zu ihnen zurück, erntete jedoch nur ernste Blicke.
„Halt die Klappe, Chet.“ drang es wie im Chor gleichzeitig aus Roy's und Mike's Mund.
„Ist ja schon gut.“ duckte Chet sich, hob, sich geschlagen gebend, beide Hände und widmete sich gleich darauf einer Tasse und der Kaffeekanne.

Marco hatte die Küche verlassen und verstaute die Medikamentenbox wieder im Squad. Er machte sich gerade wieder auf den Weg in die Küche, als Captain Stanley aus seinem Büro und auf ihn zu trat.
„Guten Morgen, Lopez.“ kam Hank, mit leicht fragendem Blick und einem Stapel Unterlagen unter den Arm geklemmt, bei ihm zum Stehen. Hatte er doch gehört, dass jemand am Squad gewesen war.
„Guten Morgen, Cap.“ erwiderte Marco die Begrüßung, versuchte sich aber von dem, was  gerade eben geschehen war, nichts anmerken zu lassen.

Hank betrachtete ihn für einen kurzen Augenblick, ehe er seinen Weg fortsetzte und die Küche betrat. Marco wollte ihm gerade folgen, da kam Johnny wieder aus dem Waschraum heraus in die große Halle.
„Hey, Johnny, was war denn eben los?“ machte Marco einen Schritt auf ihn zu.
„Nichts, es ist alles bestens.“ spielte Johnny die Angelegenheit mal wieder runter.

Kurz darauf betrat nun auch Johnny, gefolgt von Marco, erneut die Küche.
Kaum hatte er sie betreten, richteten sich die Blicke der Jungs umgehend auf ihn, was Hank nicht unbemerkt blieb.
Also hob auch er seinen Blick und schaute zu seinem jüngsten Teammitglied herüber. „Wie ich sehe, hatten sie die vergangenen Tage einiges zu tun.“ klang seine Stimme leicht besorgt. Denn ein Blick genügte und Hank sah Johnny seine Müdigkeit und Erschöpfung umgehend an.
„Nicht der Rede wert, Cap.“  kratzte Johnny sich verlegen an der Nase, versuchte somit auch diese Angelegenheit runter zu spielen.

Hank beobachtete Johnny dabei, wie er sich hinsetzte, warf dann aber zunächst einen flüchtigen Blick quer durch die Runde, ehe er ihn anschließend auf die Unterlagen, welche er in den Händen hielt, senkte und schüttelte anschließend kaum merklich mit dem Kopf.

Denn an den Reaktionen seiner Jungs, konnte er ihnen ansehen, dass sie von Johnny's Überstunden bisher nichts wussten.
„Johnny, was...“ begann Roy, doch wurde er sogleich von Hank unterbrochen.
„Kehren wir zur Tagesordnung und somit zur Aufgabenverteilung zurück.“ blätterte Hank in seinen Unterlagen, schaute aber dann wieder zu seinen Jungs auf.
„Stoker, Lopez, sie Beide wischen die große Halle, Kelly, sie kümmern sich um das Bad und den Müll. DeSoto, sie sind für die Küche und den Aufenthaltsraum zuständig.“ war Hank's Stimme leicht streng.

Auf seine Worte hin warfen die Jungs sich gegenseitig fragende Blicke zu, was Hank nicht verborgen blieb.
„Gibt es noch Fragen?“ schaute er fragend, mit hochgezogenen Augenbrauen von einem zum Anderen, ließ Johnny dabei bewusst außen vor.
„Cap... was ist mit mir?“ war Johnny's Stimme leicht beunruhigt, sah dementsprechend verunsichert zu seinem Vorgesetzten auf.
„Sie kommen mit in mein Büro.“ erwiderte Hank den Blick seines jüngsten Teammitglieds, griff dabei nach den Unterlagen, die er vor sich auf den Tisch gelegt hatte, und setzte sich anschließend in Bewegung.
Im Durchgang zur großen Halle blieb Captain Stanley jedoch nochmals für einen kurzen Augenblick stehen.
„Jetzt gleich, Gage....“ schaute Hank zunächst abermals zu Johnny zurück. Anschließend ließ er seinen Blick zu den anderen Jungs herüber schweifen. „...Und sie machen sich an die Arbeit.“ damit verließ Hank nun endgültig die Küche.

Auf den Befehl des Captains hin stützte Johnny sich mit seinen Händen an der Tischkante ab, schob anschließend den Stuhl nach hinten und stand gleich darauf auf. Während er aufstand traf sein Blick auf den von Roy, in dem Johnny dessen Frage bereits ablesen konnte. Jedoch ging Johnny gar nicht erst auf die ungestellte Frage ein, sondern ließ einfach mit einem Seufzen von seinem Partner ab und folgte seinem Vorgesetzten nun in dessen Büro.

Dort angekommen blieb Johnny für einen kurzen Moment im Durchgang stehen. „Was gibt es denn, Cap?“ bemühte er sich seine Erschöpfung zu unterdrücken.
„Setzten sie sich, John.“ deutete Hank, der, die Hände zusammen gefallten, seine Arme mit den Ellenbogen auf den Armlehnen des Bürostuhls, in diesen zurückgelehnt, jedoch nachdenklich da saß, mit ernster Stimme und einer knappen Kopfbewegung auf einen der Stühle ihm gegenüber.
Auf diese Worte hin schluckte Johnny einmal kräftig, bevor er sich schließlich von seinem Platz löste, in das Büro des Captains trat und die Tür hinter sich schloss.
Mit langsamen, fast schon bedachten Schritten näherte er sich einem der Stühle.
Johnny kannte seinen Captain und ahnte dementsprechend, warum Hank mit ihm unter vier Augen reden wollte.

Erst als Johnny auf dem Stuhl platz genommen hatte, begann Hank schließlich zu sprechen.
„Sie sind diesen Monat bereits das sechste Mal eingesprungen und der Monat ist noch nicht mals zur Hälfte rum...“ begann er, rieb sich dabei mit einer Hand den Nacken, mit der Anderen griff er nach einem Blattpapier und überflog es, ehe er fortfuhr. „...Wann hatten sie das letzte mal einen freien Tag, John?“ neigte Hank sich nun in seinem Stuhl etwas nach vorne, schaute Johnny dabei  mit fragend hochgezogenen Augenbrauen, von unten herauf, in die Augen.
Johnny wich dem Blick seines Vorgesetzten aus, kratzte sich verlegen und nachdenklich zugleich an der Schläfe.
„Cap, ich...“ wusste Johnny nichts auf die Frage seines Gegenübers zu sagen.
„John,... wann hatten sie das letzte mal Urlaub?“ ließ Hank nicht locker, doch sah er Johnny bereits an, dass er auch darauf keine Antwort wusste, denn er schaute zu Boden und ließ seine Schultern hängen.
„Das letzte mal haben sie ein paar Tage Urlaub beantragt, da waren sie gerade drei Wochen als Dispatcher im Dienst... Falls sie sich erinnern, das war gute drei Monate nach ihrem schweren Unfall in der Weihnachtszeit.“ war Hank's Stimme ernst, zugleich aber auch leicht besorgt.

Nun schaute Johnny wieder zu seinem Captain auf. War ihm nur zu gut bewusst, was er den Jungs zu dieser Zeit für Kummer und Sorgen bereitet hatte. Jedoch hatte er ihnen nicht nur zur Weihnachtszeit diese Probleme bereitet, sondern auch einige Monate später.

„Cap, es geht mir gut! Ich brauche keinen Urlaub.“ richtete Johnny sich nun in seinem Stuhl auf, spannte sich am gesamten Körper an. War seine Stimme energisch, während er  mit einer Hand auf sich selbst deutete. Gleichzeitig schaute er seinem Gegenüber mit wild entschlossenem Blick in die Augen. „Es geht mir gut, Cap!“ beharrte Johnny auf seiner Meinung.
Auf die Worte seines jüngsten Teammitglieds hin, lehnte Hank sich nun wieder, seufzend, in seinen Stuhl zurück, schloss seine Augen und rieb er sich mit einer Hand die Stirn.
„Wie sie meinen, John. Dann ruhen sie sich wenigstens etwas aus, legen sie sich schlafen.“ senkte er seine Hand nun wieder, öffnete seine Augen und richtete seinen Blick wieder auf Johnny.
„Das ist ein Befehl.“ ermahnte Hank ihn noch, als Johnny bereits aufgestanden war und sich zum Gehen umgedreht hatte.

Hank beobachtete Johnny dabei, wie er zur Tür ging, hielt ihn jedoch, als er die Hand auf die Klinke gelegt hatte, noch für einen kurzen Moment auf.
„Aber sollte ich sehen, dass sie ihrer Aufgabe nicht mehr gewachsen sind, sie die anderen Jungs unnötig in Gefahr bringen, dann werde ich sie zwangsbeurlauben, Gage. Haben sie mich verstanden?“ waren Hank's Stimme und Blick mehr als nur ernst.

Johnny hatte den Worten des Captains die ganze Zeit über gelauscht. Hatte dazu seinen Kopf leicht zur Seite geneigt. „Ja, Cap. Ich habe verstanden.“ damit öffnete Johnny nun die Tür des Büros und trat hinaus in die große Halle. Sein Weg führte ihn zielstrebig, ohne auch nur ein Wort zu verlieren, an Mike und Marco, die ihre Arbeit unterbrachen und zu ihrem Kollegen aufschauten, vorbei und in den Waschraum.
Captain Stanley schaute ihm ebenfalls, vom Durchgang des Büros aus, hinterher, wobei ihm ein Seufzen entfloh. Hasste er es so streng mit seinen Jungs umzugehen. Doch blieb ihm manches Mal nichts anderes übrig.

Auch Roy hatte mitbekommen, wie Johnny aus dem Büro des Captains hinaus gekommen war.
Kaum hatte er es mitbekommen, stellte er den Wischmop beiseite und folgte seinem besten Freund und Partner in den Waschraum.
Dort angekommen blieb er, eine Hand auf der Klinke ruhend, noch in der Tür stehen und  beobachtete Johnny dabei, wie er, sich mit beiden Händen an einem der Waschbecken abstützend, mit dem Oberkörper nach vorne geneigt, den Blick gesenkt, da stand.
„Hey, Kleiner.“ machte er ein paar Schritte auf ihn zu, kam aber, nur wenige Schritte von ihm entfernt, hinter ihm stehen.
Auf die Ansprache hin richtete Johnny sich etwas auf und schaute in den Spiegel, wo ihre Blicke aufeinander trafen.

Keiner der Beiden nahm Chet wahr, der am anderen Ende des Waschraums, sich auf den Wischmop abstützend da stand und das Geschehen beobachtete.
„Was wollte der Cap von dir?“ war Roy's Stimme ruhig, sein Blick leicht besorgt.
„Nichts weiter.“ fiel Johnny's Antwort äußerst knapp aus. Gleich darauf ließ er auch schon wieder von Roy ab, drehte den Wasserhahn auf und warf sich etwas von dem kühlen Nass ins Gesicht.
„Wenn es 'Nichts' gewesen ist, warum hat er dann mit dir unter vier Augen gesprochen? Sag schon, Gage, was hast du wieder ausgefressen?“ trat Chet, grinsend zwischen ihnen hin und her sehend, nun zu den Beiden heran.

Johnny hatte den Wasserhahn bereits wieder zugedreht und war gerade dabei sich das Gesicht abzutrocknen, als Chet zu ihnen heran trat.
„Sieh' zu, dass du verschwindest, Kelly.“ drehte Johnny sich nun ruckartig zu ihm um und  schaute seinen Kollegen mit finsterem Blick an, wobei sein Tonfall mehr als nur ernst war.
Chet hatte seinen Kollegen noch selten derart gereizt erlebt. Dennoch war er schlau genug, ohne einen weiteren Kommentar, auch hier den Kürzeren zu ziehen und den Waschraum zu verlassen.

Roy schaute ihm für einen kurzen Moment hinterher, wartete bis er den Raum verlassen hatte. Anschließend trat er dann zu seinem besten Freund und Partner heran.
„Was ist in dich gefahren? Erst schiebst du Überstunden ohne auch nur ein Wort darüber zu verlieren und jetzt das.“ war Roy sichtlich, sowie hörbar ratlos. Schaute er seinem Gegenüber mit fragendem Blick in die Augen, während er mit einer Hand in Richtung der Tür, durch die Chet soeben verschwunden war deutete.

Auf seine Worte hin lehnte Johnny sich, sich mit beiden Händen durch das Gesicht reibend, gegen das Waschbecken, ehe er sich mit ihnen seitlich an diesem abstützte.
„Ich brauche einfach nur etwas Schlaf... Die letzte Schicht war anstrengend... Wenn du mich entschuldigst, ich leg mich was hin.“ löste Johnny sich im nächsten Augenblick auch schon wieder von dem Waschbecken und verließ kurz darauf den Waschraum durch die Tür, die in den Schlafsaal führte.  
Roy schaute seinem Partner daraufhin mehr als nur verwundert hinter her. Verstand er ihn einfach nicht. Wusste er nicht, was in ihm vorging.
Nach einer Weile trat auch Roy wieder aus dem Waschraum hinaus in die große Halle und machte sich wieder an die Arbeit.

Derweil lag Johnny bereits in seinem Bett, doch war es ihm nicht vergönnt den dringend nötigen Schlaf zu bekommen. Denn kaum hatte er die Augen geschlossen, ertönte auch schon der Alarm, bei dem die gesamte Einheit 51 war gefragt.
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