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Von Rache und Gerechtigkeit

von Cisco
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Het
Astoria Greengrass Draco Malfoy OC (Own Character)
06.02.2019
20.08.2019
19
22.478
8
Alle Kapitel
34 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
06.02.2019 971
 


Disclaimer: alle Charaktere gehören J.K.Rowling, der Schöpferin von "Harry Potter" und Co.  <3


Willkommen zu dieser neuen Fanfiction. Vorerst gibt es von dieser nur eine Kostprobe, um euch schon einmal neugierig zu machen (:-P). Den Rest dieser Geschichte lade ich erst hoch, wenn Rosenkrieg und The Street where we first met abgeschlossen sind! Ich freue mich dennoch über Rückmeldungen, ob euch der Ausblick reizt und ihr gespannt auf Mehr seid :-)


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Avery stürmte in den Raum, wie ein von einer blindwütigen Stampede verfolgter Brüllaffe. „Du wirst sie zurückpfeifen!“, sagte er laut. Draco erwartete geradezu, dass er wie ein trotziges Kind mit dem Fuß aufstampfen würde. In behaglicher Gemütlichkeit hob Draco den Blick von seinen Unterlagen und sah Avery mit hochgezogener Augenbraue in affektierter Verblüffung an, als habe er nicht bemerkt, dass dieser den Raum betreten hatte. „Wie bitte?“, fragte er freundlich. „Ich will, dass du deine Frau zurückpfeifst.“, schnaufte Avery erneut. Sein Kopf war rot, wie eine Tomate und Draco fürchtete, er könne platzen und seine cremefarbenen Designerstühle besudeln. Draco taxierte sein gegenüber einige Augenblicke genüsslich, dann sagte er, als seien die Worte ein Karamellbonbon in seinem Mund: „Nein, ich denke nicht.“ Avery machte einen Satz nach vorne und schlug mit der flachen Hand auf den Tisch, dass Dracos Teetasse erschrocken auf ihrer Untertasse emporhüpfte. „Wie kannst du zulassen, dass dieses Fl… – deine Frau mich, meinen Namen und meine Familie derart beschmutzt?“, rief Avery zornig. Draco legte die Fingerspitzen aneinander, sodass sie ein Dreieck bildeten – eine Geste, die ihn bei seinem Vater als Kind stets geängstigt hatte. „Soweit ich korrekt informiert bin, ist es der Tagesprophet, der gewisse Dinge in den Raum gestellt hat – nicht meine Frau.“, sagte Draco ruhig. „Wir wissen doch beide, woher sie diese Informationen haben!“, schnappte Avery und funkelte ihn vielsagend an.

„Was willst du, Adalar?“, fragte Draco gelangweilt. „Viktoria soll gefälligst ihren Mund halten!“, fauchte er. Draco lächelte nur schmal. „Angenommen, es wäre, wie du sagst. Warum sollte ich meiner Frau – sofern ich dazu in der Lage wäre – den Mund verbieten, wo sie doch nichts als die Wahrheit sagte?“, fragte Draco hämisch. Avery schien nun tatsächlich kurz vor einer Explosion. „Die Wahrheit? Nichts von dem, was die Leute reden, ist wahr! Das sind üble Verleumdungen!“, schrie Avery. „Tatsächlich?“, fragte Draco nur und ließ die dahinterstehende Aussage im Raum stehen. „Du bist einer von uns! Du weißt, wie es war!“, fauchte Avery. Dracos Blick verdunkelte sich und ein Schatten lies sein Gesicht gefrieren. „Bin ich das?“, fragte er und seine Stimme war ebenso ruhig wie schneidend. „Mach‘ dich nicht lächerlich, Draco Malfoy. An meiner – an unserer – Stelle hättest du das selbe getan.“, knurrte Avery. „Maße dir nicht an, über mich in dreierlei Art zu urteilen. Du weißt nichts über mich, oder was ich täte oder nicht.“, zischte Draco und seine Stimme zitterte vor Zorn. Sein Gesicht blieb unbewegt. „Es war Krieg.“, polterte Avery und hieb nun mit der Faust auf die Tischplatte. Draco senkte die Lider. „Gewiss. Wie konnte ich es vergessen – eine Rechtfertigung, Sitte und Noblesse fahren zu lassen. Natürlich.“, sagte Draco höhnisch. Avery schnaufte wie ein Stier. „Du selbstgefälliger Arsch. Du sitzt hier, in deinem Elfenbeinturm, trägst die Nase hoch, dass es hineinregnet und glaubst dich über uns andere erhaben – wie früher! Die Wahrheit ist doch, dass du nur davongekommen bist, weil der Goldjunge seine Hand über dich hält!“, schrie Avery.

Draco wurde blass. Zorn kochte in seinen Adern und ließ seine Magensäure brodeln. Seine Finger zuckten. Es juckte sie nach seinem Zauberstab zu greifen und Avery für seine Anmaßung zu bestrafen. Doch das hatte er überwunden. Er atmete ein und wieder aus. „Dieser Staat funktioniert nun nach anderen Regeln, Adalar. Was getan wurde, muss bestraft werden.“, sagte er dann nur selbstgefällig. „Ich wurde verurteilt, bekam meine gerechte Strafe und habe sie verbüßt!“, knurrte Avery. „Wohl wahr, bestraft wurdest du – doch gerecht? Ich meine nein.“, erwiderte Draco und lächelte unverfroren. „Wart’s nur ab, Malfoy. Wenn Viktoria nicht aufpasst, ergeht es ihr, wie jenen, die sie zu sühnen sucht.“, zischte Avery. Das Lächeln verschwand aus Dracos Gesicht. Seine Augen blitzten. „Verschwinde, Adalar.“, sagte er scharf, senkte dann Kopf und Blick auf seine Unterlagen. Avery schnaufte, wirbelte herum und verließ Türe knallend Dracos Büro. Als die Tür ins Schloss schlug, atmete Draco auf. Er lehnte sich in seinem Stuhl zurück und starrte die Türe an, die von Averys Zorn noch immer zu beben schien. Es war zu erwarten gewesen, dass er hier aufschlagen und eine Szene machen würde. Draco kannte die Einzelheiten des Planes nicht, doch Avery stammte aus einer alten Reinblüterfamilie und hatte annehmen müssen, dass er bei Draco etwas erreichen konnte.

Draco griff nach der Zeitung, die seine Sekretärin ihm heute Morgen gebracht hatte und schlug sie auf. Die Titelseite war mit einem großen Bild und einer unübersehbaren Schlagzeile bedruckt. „Lügner, Schänder, Mörder?! – die ganze Wahrheit über den Todesser A. Avery.“, titelte der Tagesprophet. Das Foto zeigte Adalar Avery, wie er mit Wut verzerrtem Gesicht die Kamera aus seinem Gesicht schob und irgendetwas brüllte. Draco überflog den Artikel. Außer haarsträubenden Gerüchten und ungenießbaren Spekulationen wusste der Tagesprophet nichts zu berichten – insbesondere kamen die Lästerungen der Wahrheit nicht einmal nahe. Das unsägliche Blatt fischte im Trüben, wie immer, priesen ihre aus der Luft gegriffenen Märchen jedoch als die ultimative Wahrheit an. Die Presseabteilung des Ministeriums konnte sich am heuteigen Tag sicher vor Heulern nicht retten – immerhin hatte es nach Ende des Krieges einen Prozess gegen Avery gegeben und er war zu mehreren
Jahren in Azkaban verurteilt worden. Kleinigkeiten hatte man ihm nachweisen können – die Todesser waren gründlich gewesen, wenn es darum ging keine Zeugen für ihre Schandtaten zu hinterlassen – und das Dunkle Mal prangte auf seinem Arm: mehr hatte das Ministerium
nicht gegen ihn in der Hand gehabt. Draco schnaubte. Angeblich sollte sich das Blatt nun jedoch wenden.
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